Rekorde und die Jagd nach Zehntelsekunden haben etwas Faszinierendes an sich. Sei es der weltweit schnellste Rasenmäher (Honda) oder die coolste Socke im Porsche (die 16-jährige Chloe Chambers).
Neuer Weltrekord im Drag Racing
Ein dänisches Rennteam hat einen neuen Weltrekord im Drag Racing aufgestellt. Das dänische Team True Cousins konnte einen neuen Weltrekord aufstellen. Vor einer wegen Covid-19 beschränkten Kulisse hat das dänische Rennteam "True Cousins" im englischen Bedfordshire einen neuen Beschleunigungsrekord über die Viertelmeile auf einem Elektro-Motorrad aufgestellt. Das E-Motorrad Silver Lightning beschleunigt in 0,9 Sekunden auf 100 km/h.
Beschleunigungsrennen dieser Art werden häufig als Drag Race bezeichnet und finden üblicherweise über eine Strecke von 402 Meter (Viertelmeile) beziehungsweise 201 Meter (Achtelmeile) statt. Genauso beeindruckend wie die Viertelmeile-Zeit ist auch die im siebten Lauf aufgestellte Beschleunigung von 0 auf 100 km/h. Wie das US-Magazin Electrek berichtet, ist das dänische Team seit zwölf Jahren bei E-Motorrad-Beschleunigungsrennen aktiv.
Dieses Elektromotorrad soll den neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen. Dabei setzt es unter anderem auf eine Trockeneis-Kühlung. Den Rekord für das schnellste E-Motorrad hingegen hält mit 327 km/h der Japaner Ryuji Tsuruta.
Die Top-Motorräder in Sachen Durchzug
Mal schnell überholen ist für die Top 10 in der Disziplin "Durchzug" ein Klacks. Vertraute Situation: Landstraße mit 100 km/h locker befahren und das Überholen eines anderen, langsameren Verkehrsteilnehmers steht an. Gut, wenn wir dabei auf einem der Top-Durchzieher sitzen, die MOTORRAD im Jahr 2022 testete.
Einige Euro-4-Modelle aus 2020 sind schneller und vielleicht wurde 2022 das ein oder andere schnellere Modelle gar nicht getestet. Die aktuellen Modelle mit den kürzesten Zeiten von 100 auf 140 km/h sind:
- Platz 10: Multistrada, GS und Street Triple
Nur 3,3 Sekunden im höchsten Gang von 100 auf 140 km/h benötigten 2022 im Test von MOTORRAD die Ducati Multistrada V4 S, die BMW R 1250 GS und die Street Triple RS. Interessant: Aktuelle Reiseenduros ziehen so heftig durch, wie es vor einigen Jahren nur Supersportler konnten.
- Platz 7: Tuono V4, MT-10 SP und Speed Triple 1200 RS
Schon wieder ein Triple im Dreier der ganz flotten Sprinter. 3,2 Sekunden von 100 auf 140 km/h benötigten die Aprilia Tuono V4 Factory, die Yamaha MT-10 SP und die Triumph Speed Triple 1200 RS. Interessant: Ein echter V4, einer der auf V4 macht und ein klassischer Triple zwischen 165 und 180 PS schenken sich im Sprint nichts.
- Platz 4: Flotter Bayern-Dreier
Exakt 3,1 Sekunden für den Zwischensprint benötigen die drei Motorräder auf Platz 4: BMW R 1250 RS, S 1000 R und die R 1250 R. Interessant: Die beiden Boxer mit 136 PS ziehen so schnell durch wie der supersportliche Vierling mit 165 PS. Allerdings: Der Shift-Cam-Boxer liefert 143 Nm Drehmoment aus 1.254 Kubik, der Reihenvierer "nur" 114 Nm aus 999 Kubik.
- Platz 1: Streetfighter und Gentlemen Racer
Ebenfalls geteilt ist der Platz 1 der besten Zwischensprinter. 2,9 Sekunden benötigen die Ducati Streetfighter V4 S und die Triumph Speed Triple RR von 100 auf 140 km/h im höchsten Gang.
TRIUMPH Rocket 3 R: Schnellstes Serienmotorrad
Die neue Rocket 3 R markiert eine eindrucksvolle Bestmarke: Mit nur 2,8 Sekunden in der Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer ist der Muscle Roadster das schnellste bisher gemessene Serienmotorrad von TRIUMPH in dieser Kategorie. Die brandneue TRIUMPH Rocket 3 R und das Schwestermodell Rocket 3 GT besitzen mit 2.500 ccm Hubraum weltweit den aktuell größten Motor in einem Serienmotorrad. Entscheidenden Anteil an der enormen Beschleunigung hat das mit 221 Nm bei 4.000 U/min extrem hohe Drehmoment des längs eingebauten Dreizylindermotors.
Paul Stroud, Chief Commercial Officer von TRIUMPH Motorcycles, sagte: „Damit haben wir bei TRIUMPH erneut die Leistungsfähigkeit unserer Produkte unter Beweis gestellt. Unser Ziel war es, die außergewöhnliche Leistung unseres neuen 2.500-ccm-Dreizylinder-Kraftpakets zu demonstrieren. Das wir dies erreicht haben, macht das gesamte Team sehr stolz. Mit der Rocket-3-Modellreihe haben wir nicht nur gezeigt, dass wir Serienmotorräder mit sehr großem Hubraum bauen können, sondern auch dass diese zudem in Sachen Performance Maßstäbe setzen können.“
Der Rekord-Beschleunigungswert von 2,8 Sekunden über 0 bis 100 Stundenkilometer wurde bei Testfahrten Ende 2019 auf der Rennstrecke von Cartagena in Spanien erzielt. Dabei kam ein Motorrad aus der Vorserie der Rocket 3 zum Einsatz. Die Maschine war seriennah aufgestellt: Nur die Spiegel und der Nummernschildhalter wurden - wie beim Rennstreckeneinsatz üblich - vorher entfernt. Nach dem Beschleunigungsrekord konnte das Team bei anschließenden Runden auf der Rennstrecke das Limit der Rocket 3 R ausloten.
Weitere Top-Modelle in der Beschleunigung
Hier eine Liste weiterer Motorräder mit beeindruckenden Beschleunigungswerten von 0 auf 100 km/h:
- Yamaha Vmax - 0-100 km/h: 2,7 sek. 200 PS und 167 Nm bescheren der Vmax souverän die Sprinter-Goldmedaille.
- Kawasaki ZZR 1400 - 0-100 km/h: 2,9 sek. Über 190 PS katapultieren die mächtige, vollverkleidete Kawasaki nach vorn.
- BMW K 1300 S - 0-100 km/h: 2,9 sek. Trotz ihrer über 250 Kilogramm Eigengewicht ein erstaunlich flotter Sprinter.
- BMW K 1300 R - 0-100 km/h: 2,9 sek. Eines der stärksten Serien-Naked-Bikes geht aus dem Stand ab wie die Hölle.
Zero SR/F: Elektromotorrad mit beeindruckender Beschleunigung
Die Zero SR/F beschleunigt beinahe wie ein Supersportwagen. Gewaltig, brachial - das trifft es schon wesentlich besser, denn nur ein klein wenig mehr als drei Wimpernschläge (in Sekunden: 3,3) braucht es, damit das Naked Street Bike des US-Elektro-Motorrad-Pioniers Zero Tempo 100 erreicht. Damit liegt die rund 23.700 Euro teure SR/F fast schon auf Supersportwagenniveau. Zum Vergleich: ein McLaren 720 S, ein Lamborghini Aventador LP 700-4 oder ein Porsche 911 GT2 RS schaffen die 100 km/h in 2,9 Sekunden.
Aber es ist nicht nur dieser Messwert, der begeistert, sondern vor allem auch die Leichtigkeit, mit der die Maschine diese Leistung zur Verfügung stellt. „Mühelose Kraftentfaltung“ nennt Zero selbst das, und „mit einem einfachen Dreh am Gasgriff“ liefert die SR/F ein Drehmoment von 190 Nm und 110 PS.
Die Verarbeitungsqualität der Zero ist ordentlich, die Wahl der Komponenten sogar erstklassig. Bremsen (vorne Doppelscheibe) von der Brembo-Tochter J.J. Juan, Reifen von Pirelli, Federung von Showa - die Amerikanerinnen und Amerikaner haben sich hier nicht lumpen lassen und aus dem Vollen geschöpft.
Geschwindigkeitsmessung von Motorrädern
Die Messung der Geschwindigkeit bei Motorrädern, insbesondere im Bereich von 50 bis 120 km/h, ist ein wichtiger Aspekt der Leistungserfassung und Sicherheitsbewertung, vor allem im Kontext von Supersport-Motorrädern. Mit dem Einsatz von GPS-Technologie hat sich die Möglichkeit, Geschwindigkeit exakt und in Echtzeit zu messen, revolutioniert. GPS-basierte Systeme bieten eine hohe Genauigkeit und können in Echtzeit die Geschwindigkeit eines Motorrads unter verschiedenen Bedingungen und in unterschiedlichen Fahrumfeldern ermitteln.
Die Geschwindigkeitsmessung bei Adventure-Bikes im Bereich von 50 bis 120 km/h mittels GPS ist eine präzise und zuverlässige Methode, um die tatsächliche Geschwindigkeit eines Fahrzeugs unter realen Bedingungen zu ermitteln. Die Geschwindigkeitsmessung von 50 bis 120 km/h mittels GPS stellt eine präzise Methode dar, um die Leistung und das Fahrverhalten von Naked Bikes in diesem Geschwindigkeitsbereich zu analysieren.
Die Geschwindigkeit von Motorrädern im Bereich von 50 bis 120 km/h präzise zu messen, ist für viele Fahrer von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Cruiser, die häufig auf längeren Strecken mit konstanten Geschwindigkeiten unterwegs sind. Die GPS-basierte Geschwindigkeitsmessung hat sich hierbei als eine zuverlässige Methode etabliert, um exakte Werte zu liefern, ohne dass mechanische Tachos oder andere Fehlerquellen berücksichtigt werden müssen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Messmethoden, die je nach Fahrzeugmodell und Reifenzustand ungenaue Werte liefern können, bietet GPS eine nahezu unmittelbare und präzise Erfassung der aktuellen Geschwindigkeit.
BMW M 1000 R: Superbike trifft auf Dynamic Roadster
Superbike Motor perfektioniert für einen Hyper Roadster: Der Vierzylinder-Motor aus der RR mit BMW ShiftCam-Technologie katapultiert Dich von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden. Mit einer maximalen Drehzahl von 14.600 U/min ist die M R eindeutig unser stärkster Roadster. Ab 10.000 U/min spürst Du so mehr Drehmoment und Beschleunigung.
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