Für viele Biker gehören Motorradfahren und Campen untrennbar zusammen, da beides für Freiheit und Abenteuer steht. Während manche Leute nur mit voll ausgestattetem Wohnmobil zum Campen fahren, genügt anderen eine Luftmatratze und Kochgeschirr. Gerade wenn Sie mit einem Motorrad ins Grüne fahren, haben Sie meist nur wenig Stauraum und müssen sich beim Packen deshalb auf das Wichtigste beschränken.
Auch das Zelt sollte dann nur so viel Raum einnehmen wie unbedingt nötig. Dieses ist nicht nur platzsparend, sondern zeichnet sich auch durch ein geringes Gewicht aus. Aber auf welche Kaufkriterien sollten Sie außerdem achten? Wenn Sie kilometerweit von jedweder Zivilisation entfernt sind, möchten Sie nicht plötzlich feststellen, dass Ihr Zelt nicht Ihren Ansprüchen genügt und z. B. nicht so wasserdicht ist wie gedacht.
Darum sollten Sie beim Kauf einige Sorgfalt an den Tag legen und sich umfassend über die verschiedenen Modelle informieren. Dazu gehört z. B., die Produktbeschreibung aufmerksam zu studieren. Aber auch Erfahrungsberichte anderer Käufer stellen hier eine große Hilfe dar. Im Idealfall können Sie das Motorrad-Zelt selbst einem Test unterziehen, bevor Sie es kaufen.
Dies ist manchmal auf Messen für Camping-Bedarf möglich, wo Sie zumindest die Gelegenheit bekommen, einmal in das Zelt reinzukrabbeln. Ab ins Grüne: Mit dem Motorrad-Zelt haben Sie immer ein Dach überm Kopf!
Worauf kommt es bei einem Motorrad-Zelt an?
Im Grunde genommen ist ein Motorrad-Zelt ein ganz gewöhnliches Zelt, dass Sie auch für andere Gelegenheiten nutzen können. Worauf kommt es also an, wenn Sie sich nach einem geeigneten Motorrad-Zelt für Ihren Test umsehen? Das Packmaß sollte möglichst gering ausfallen, denn schließlich haben Sie auf Ihrem Motorrad nur einen begrenzten Stauraum zur Verfügung und sicherlich benötigen Sie für Ihren Camping-Urlaub noch andere Dinge als nur das Zelt.
Aus dem gleichen Grund sollte auch das Gewicht des Motorrad-Zelts nicht zu hoch sein, damit Sie Ihr Fahrzeug nicht überladen. Ist es also am besten, einfach das kleinste und leichteste Zelt auszuwählen? Nicht unbedingt, denn natürlich bedeutet ein kleines Packmaß auch ein geringeres Zeltmaß - und das kann Ihren Komfort beim Camping ganz schön beeinträchtigen.
Wenn Sie das Zelt nur zum Schlafen benutzen möchten, reicht ein kleines Zeltmaß natürlich aus. Wollen Sie darin aber obendrein Ihre Ausrüstung verstauen und sich auch zu anderen Zwecken darin aufhalten, z. B. Klar, Camping bedeutet zu einem gewissen Grad auch, sich der Natur und den Elementen auszuliefern.
Dies kann Ihnen selbst dann passieren, wenn der Verkäufer Ihr Motorrad-Zelt als wasserdicht angepriesen hat. Denn tatsächlich bedeutet „wasserdicht” lediglich, dass das Wasser bis zu einer bestimmten Menge nicht eindringen kann. Für Ihren Motorrad-Zelt-Test sollten Sie deshalb nicht so sehr darauf achten, ob ein Zelt wasserdicht ist, sondern wie wasserdicht.
Auskunft darüber gibt die sogenannte Wassersäule, die Sie den Herstellerangaben entnehmen können. Ein Zelt, das die Bezeichnung „wasserdicht” tatsächlich verdient, hat einen Wassersäulen-Wert von mindestens 1300 mm. Sind Sie aber sehr oft in regenreichen Gebieten unterwegs, sollten Sie lieber auf Werte zwischen 3000 und 5000 mm setzen.
Preisgünstige Zelte im Test
Sieben Markenzelte bis 200 Euro im harten Praxistest. Preisgünstige Zelte da haben die meisten pergamentdünne Hundehütten oder silbrig flatternde Kuppeln vor Augen, die der erste kräftige Windstoß bis auf die Grasnarbe zusammendrückt. Doch es geht auch anders wie der vorliegende Test zeigt. Zusammen mit den Spezialisten der Zeitschrift »Outdoor« hat MOTORRAD gesucht und gefunden.
Und zwar Markenzelte, die weniger als 200 Euro kosten und mindestens zwei Personen mit Reisegepäck Platz bieten. Die sieben ausgewählten Kandidaten kommen von Black Rock, Coleman, Nordisk, Rejka, Robens, Salewa und Vaude und kosten zwischen 130 und 199,95 Euro.
Dass Zelte zu diesen Preisen nicht mit expeditionstauglichen Exemplaren verglichen werden können, die teilweise viermal so viel kosten, versteht sich von selbst. Die Hersteller müssen also zwangsläufig bei Material und Verarbeitung Abstriche machen.
So verwenden Black Rock und Coleman bei ihren Modellen preisgünstige und leider auch etwas schwerere sowie labilere Fiberglas- statt Alustangen. Die Heringe sind teilweise nicht aus hochwertigem, harten Aluminium, sondern aus weichem (Nordisk), oder gar aus schwerem Stahl (Black Rock, Coleman, Vaude). Hinzu kommen Reißverschlüsse minderer Qualität, wie bei Coleman, die sich durch schlechten Lauf und starken Abrieb bemerkbar machen, und ungleichmäßige Beschichtungen der Bodenwanne (Black Rock und Robens).
Trotz dieser Sparmaßnahmen und teilweisen Verzicht auf zusätzliche Belüftungsöffnungen oder metallene Spannösen können die meisten Testkandidaten überzeugen und bieten qualitativ weit mehr als die supergünstigen Angebote einiger großer Motorrad-Zubehörketten. Und jeder, der schon mal tage- oder gar wochenlang bei Regen und Sturm campen musste, weiß hochwertige Zelte zu schätzen.
Praxistest der Zelte
Auf- und Abbau flutscht beim Robens besonders schnell, dessen Außenzelt zuerst aufgebaut wird. Bei allen anderen Kandidaten errichtet man zunächst das Innenzelt, was aber bei den meisten Modellen allen voran Salewa und Vaude einfach vonstatten geht. Nur Nordisk-Besitzer brauchen ein wenig Geduld.
In puncto Komfort sammeln allen voran die teureren Modelle von Rejka, Robens, Salewa und Vaude mit leicht laufenden Zippern, guten Befestigungsmöglichkeiten für die Eingänge sowie vielen Ösen Pluspunkte. Weitere Testkriterien sind der sichere Stand im Wind und Schnitt der Zelte.
Letzteres ist ein Indikator für eine saubere Verarbeitung und für wenig Geräusche im Innenzelt, wenns windet. Robens und Vaude standen am saubersten, erstaunlich gut für ihre Preisklasse sind auch die Zelte von Black Rock und Coleman. Nur das Nordisk fiel ab, was unter anderem an seiner umständlichen Verankerung im Boden liegt - Außen- und Innenzelt müssen separat fixiert werden.
Das Platzangebot im Innenraum ist bei allen sieben Kandidaten sehr ähnlich, während bei den Apsiden (Zeltvorräumen) die Unterschiede gewaltig sind. Beispielsweise bietet das Coleman nur einen guten dreiviertel Quadratmeter ein Klacks gegenüber den jeweils mehr als 2,5 Quadratmeter großen Apsidenflächen von Black Rock und Robens, in denen sich komplette Motorradfahrer-Austattungen plus Kocher und Kleinkram verstauen lassen.
Um die Sturmstabilität zu beurteilen, wurden alle Zelte mit Windstärke 7 bis 8 belastet. Dazu wurde jedes Modell in einem Abstand von 150 Zentimetern hinter der Windmaschine mit allen mitgelieferten Heringen und Sturmabspannungen bestmöglich fixiert. Anschließend standen die Kandidaten jeweils eine Minute lang im simulierten Sturm.
Und zwar einmal mit der günstigen Seite zur Windmaschine gewandt und einmal mit der weniger günstigen zur Windmaschine schließlich kann der Wind auch in freier Wildbahn rasch drehen. Klarer Sieger in dieser Disziplin: das Nordisk, das konstruktionsbedingt (vier Gestängebögen) am stabilsten steht. Coleman, Rejka und Salewa hingegen fallen ab.
Bei der Weiterreißfestigkeit des Außenzeltstoffes wird beschädigter Stoff unter Zugspannung gesetzt um zu schauen, ab welcher Krafteinwirkung sich der Riss vergrößert. Hierbei bleiben alle Kandidaten im Rahmen der bei Polyesterzelten üblichen Werte. Salewa und Robens liegen vorne, alle anderen überraschten durch starke Schwankungen innerhalb der Messreihen.
Auch bezüglich der Wasserdichtigkeit des Bodens überraschten einige Zelte mit starken Schwankungen innerhalb ihre Bodenwannen - vor allem Robens und Black Rock, die aber trotz allem ausreichend dicht halten.
Und Wasserdichtigkeit gehört zweifellos zu den wichtigsten Kriterien beim Campen. Außerdem spielen Gewicht und Packmaß für Motorradfahrer eine entscheidende Rolle.
Außerdem sollte die Innenraumlänge die eigene Körpergröße wenigstens um 20 Zentimeter übertreffen, um ausreichend Bewegungsfreiheit zu lassen.
Insgesamt hinterließen alle Zelte einen positiven Eindruck (das Nordisk mit Abstrichen), wobei die drei teuersten Kandidaten von Robens, Salewa und Vaude besonders gut abschnitten und sich auf keinem Campingplatz der Welt zu verstecken brauchen.
Bewertungskriterien im Detail
In das MOTORRAD-Gesamturteil fließt zu 25 Prozent das Preis-Leistungs-Verhältnis ein. Dieses ergibt sich aus dem Gesamteindruck (beispielsweise Wertigkeit und Lieferumfang) des betreffenden Zelts in Abhängigkeit zum Preis.
Die zu 75 Prozent ausschlaggebende Praxiswertung setzt sich aus folgenden Einzelkriterien zusammen:
- Auf-/Abbau (10 Prozent): Bewertet wurde die Zeit, Schwierigkeitsgrad sowie der Aufbau von einer Person.
- Verarbeitung (10 Prozent): Wie sauber sind die Tapes geklebt und die Nähte geführt (Nahtlöcher, herausstehende Fäden, Lochabstand et cetera).
- Komfort (5 Prozent): Hierzu zählen sinnvolle Ausstattung und Bedienung.
- Stand/Schnitt (10 Prozent): Wie faltig steht das korrekt aufgebaute Zelt, und wie sauber ist es geschnitten?
- Platzangebot (10 Prozent): Die Fläche des Innenzelts wird mit 60 Prozent gewichtet, die der Apsis mit 40 Prozent. Bei schrägen Wänden gibts Punktabzug.
- Raumgefühl (5 Prozent): Ein subjektiver Wert, in dem der Größeneindruck des Innenzelts unabhängig von seinen Maßen beurteilt wird (Steilheit und Höhe aller Wände, Kopffreiheit, Helligkeit und Farbe).
- Gewicht (15 Prozent): Bewertet wird nur das Minimalgewicht (mit den zum Aufstellen minimal benötigen Heringen) ohne Zubehör. Das Maximalgewicht (siehe Datenkästen) schließt sämtliche einsetzbaren Heringe mit ein.
- Sturmstabilität (15 Prozent): Wie gut steht das komplett abgespannte und mit allen mitgelieferten Heringen gesicherte Zelt hinter der Windmaschine bei Windgeschwindigkeiten von zirka 90 km/h? Wie laut ist es dabei im Innenzelt?
- Weiterreißfestigkeit (10 Prozent): Sie wurde mit einem geeichten Zugkraft-Messgerät für jedes Zelt ermittelt.
- Wassersäule Boden (10 Prozent): Dieser Laborwert wird in Millimetern angegeben und mit dem so genannten »Suter«-Test ermittelt. Je höher der Wert, desto dichter ist der Boden besonders bei hoher Beanspruchung über längere Zeit.
Einzeltests ausgewählter Modelle
Vaude Campo
Anbieter: Vaude, Telefon 07542/5306-0, www.vaude.de
Preis: 189 Euro
Packmaß: 44 x 18 Zentimeter
Ausstattung: drei Alustangen mit 11 mm Durchmesser (zwei lange, eine kurze); zwei Lüftungsöffnungen über Eingänge; zwei beiliegende Sturmleinen; zwei Eingänge, zwei Apsiden; zehn Stahlnägel; Reparaturhülse
Technische Daten:
- Gewicht (min/max): 3220 g / 2987 g
- Innenhöhe: 105 Zentimeter
- Weiterreißfestigkeit: 1,9 Kilogramm
- Wassersäule: 10000 Millimeter
Bemerkungen:
Das Campo ist ein Sondermodell von Vaude für preisbewusste Kunden. Wie viele andere im Test protzt es nicht mit Innovationen, sondern besticht durch seine solide, ausgereifte Konstruktion sowie pfiffige Detaillösungen. So ist es beispielsweise dank seiner Gestänge-Clips sehr einfach aufzustellen, bietet eine saubere Verarbeitung und ein großes Platzangebot für zwei Personen. Richtig gut sind Stand und Schnitt des Vaude, ebenso wie die Top-Beschichtung des Bodens mit durchweg 10000 Millimeter Wassersäule. Trotz zwei vollwertiger Apsiden und zwei Eingängen kommt das Vaude auf ein Minimalgewicht von unter drei Kilogramm. Gespart hat man an Details: So gibt es an den Innenzelteingängen nur ein fest integriertes Moskitonetz, die Ausstattung beschränkt sich auf zehn Heringe (die aber ausreichen), zwei Sturmleinen und eine Reparaturhülse. Zur Belüftung lassen sich die Eingänge im oberen Bereich öffnen. Abstriche wurden außerdem offenbar am Material des Außenzelts gemacht, dessen Weiterreißfestigkeit dürftig ist, speziell im Vergleich zu den klassischen Vaude-Zelten allerdings ist sie bei gemäßigtem Einsatz nicht so wichtig. Im Wind bebt das Campo zwar heftig, doch hielt es dem Druck ganz ordentlich stand. Dank des guten Schnittes und des stabilen Gestänges ist das Vaude ein sehr empfehlenswertes Allroundzelt, das nur bei der Stabilität des Außenmaterials abfällt.
Plus:
- sehr leichter Auf- und Abbau
- sehr guter Stand
- absolut dichter Boden
Minus:
- Außenmaterial nicht sehr reißfest
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Salewa Sarec II
Anbieter: Salewa, Telefon 089/90993110, www.salewa.de
Preis: 189,95 Euro
Packmaß: 40 x 20 Zentimeter
Ausstattung: drei Alustangen mit 8,2 mm Durchmesser (zwei lange, eine kurze); zwei verschließ- und fixierbare Lüftungsöffnungen; vier montierte Sturmleinen; ein Eingang, zwei Apsiden; 13 Alunägel; Reparaturhülse; Schwamm; Flicken
Technische Daten:
- Gewicht (max/min): 2900 g / 2702 g
- Innenhöhe: 124 Zentimeter
- Weiterreißfestigkeit: 3,6 Kilogramm
- Wassersäule: 8700 Millimeter
Bemerkungen:
Das Salewa gehört zu den teureren Modellen im Test: Fast 190 Euro müssen Käufer dafür hinblättern. Dafür bekommen sie vor allem ein sehr leichtes Zelt, das sich bis auf etwas zu schwergängige Clips leicht aufbauen lässt und weder beim Komfort noch beim Platzangebot Wünsche offen lässt. Vor allem die Innenzelthöhe von 124 Zentimetern schafft eine geräumige Atmosphäre, ebenso die vielen Moskitonetze im Innenzelt. Auf einen zweiten Eingang wurde wie beim Rejka Zatara verzichtet; stattdessen besitzt das Salewa einen großen Rundbogen- Durchgriff in die zweite Apsis ohne Eingang. Viele Taschen und Ösen sowie eine Himmeltasche runden die Ausstattung ab. Besonders auffällig ist der »Eyebrowpole«, ein Gestängebogen, der oben in der Eingangs-Apsis sitzt und für mehr Raum sorgt. Obwohl das Außenzelt nachspannbar ist, gelang es den Testern nicht, das Salewa so sauber aufzustellen wie das Rejka, Robens oder Vaude. Zusammen mit den nur an vier Punkten ansetzenden Sturmleinen war dies für die mäßige Windstabilität verantwortlich bei schmaler Seite im Wind stand es besser. Sehr gut ist hingegen die für einen Polyester-Stoff hohe Weiterreißfestigkeit des Salewa-Gewebes. Fazit: bis auf die Windstabilität ein erstklassiges Allroundzelt.
Plus:
- für seine Größe extrem leicht
- viel Platz für zwei Personen
- sehr komfortabel
- sehr stabiles Außenmaterial
Minus:
- nur mit schmaler Seite zum Wind stabil
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Robens Lemon Grey
Anbieter: Robens, Telefon 040/7221033, www.robens.de
Preis: 199,95 Euro
Packmaß: 50 x 15 Zentimeter
Ausstattung: zwei lange Alustangen mit 8,6 mm Durchmesser, eine kurze mit 9,5 mm Durchmesser; zwei fixierbare Lüftungsöffnungen; vier montierte Sturmleinen; zwei Eingänge, zwei Apsiden; 14 Alunägel; Reparaturhülse
Technische Daten:
- Gewicht (max/min): 3840 g / 3644 g
- Innenhöhe: 95 Zentimeter
- Weiterreißfestigkeit: 3,1 Kilogramm
- Wassersäule: 8300 Millimeter
Bemerkungen:
Das Lemon Grey von Robens wurde im vergangenen halben Jahr gründlich überarbeitet, vor allem bei der Gestängeführung hat sich zum Vorgängermodell einiges getan: Die Bögen verlaufen jetzt außerhalb des Außenzelts und werden einfach mit Clips eingehängt. Der ohnehin schon vorbildliche Aufbau mit seinen nachspannbaren Gestänge-Bechern - wird dadurch noch einfacher. Trotz der außen verlaufenden Gestängebögen bietet das Zelt erstaunlich wenig Windwiderstand. So bebt das Robens zwar relativ stark im Luftstrom der Windmaschine, bleibt aber stehen und zeigt eine annähernd so gute Vorstellung wie das konstruktionsbedingt bevorteilte Naboo von Nordisk. Diese Leistung ist beachtlich, denn das Robens ist keine Hundehütte: Es bietet noch etwas mehr nutzbare Grundfläche als das Rosswell 2, ist mit 95 Zentimeter Innenraumhöhe jedoch um einiges niedriger. Dafür gibts reichlich Komfort: eingehängte Himmeltasche, zwei Apsiden und ein kleines Fenster. Verarbeitung, Stand und Schnitt sind sehr gut, die verwendeten Materialien ebenfalls. So bietet das Außenmaterial den zweithöchsten Widerstand beim Weiterreißtest, und der Boden ist absolut dicht. Für Gewicht und Preis gibts aber Punktabzug: Mit 3644 Gramm Minimalgewicht ist es das schwerste Modell und mit 199,95 Euro das teuerste im Test.
Plus:
- sehr leichter Auf- und Abbau
- sehr großes Platzangebot
- äußerst komfortabel
- windstabil
- gut verarbeitet
Minus:
- hohes Gewicht
- hoher Anschaffungspreis
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Rejka Zatara
Anbieter: Rejka, Telefon 09261/504520, www.rejka.de
Preis: 183 Euro
Packmaß: 37 x 18 Zentimeter
Ausstattung: drei Alustangen mit 9 mm Durchmesser (zwei lange, eine kurze); zwei verschließ- und fixierbare Lüftungsöffnungen; sechs beiliegende Sturmleinen; ein Eingang, zwei Apsiden; 14 Alunägel, Reparaturhülse
Technische Daten:
- Gewicht (max/min): 3160 g / 2980 g
- Innenhöhe: 110 Zentimeter
- Weiterreißfestigkeit: 2,3 Kilogramm
- Wassersäule: 10000 Millimeter
Bemerkungen:
Mit 183 Euro Kaufpreis gehört das Rejka zu den teureren Modellen im Vergleich. Dementsprechend mehr darf der Käufer erwarten - und die Zweieinhalb-Bogen-Kuppel enttäuscht nicht. Sie bietet ordentlich Platz für zwei Personen mit Gepäck, für das es neben der Eingangs-Apsis eine zweite ohne Eingang auf der gegenüberliegenden Seite gibt. Dieser zwischen Außen- und Innenzelt liegende Stauraum sorgt für mehr Ordnung im Innenraum. Mit einem Nettogewicht von unter drei Kilogramm gehört das Rejka zu den Leichtzelten im Test. Das Raumgefühl ist befriedigend, und der gebotene Komfort geht in Ordnung, auch wenn der Innenzelteingang größer sein dürfte. Immerhin lässt sich der Außenzelteingang in drei Stufen öffnen und fixieren. Beim Aufbau stört allerdings die schwierig einzufädelnde Firststange. Doch was Stand, Schnitt und Verarbeitung angeht, findet sich das Zatara auf den vorderen Rängen wieder. Überzeugen kann auch die kräftige Beschichtung des Bodens mit 10000 Millimeter Wassersäule. Nur bei der Weiterreißfestigkeit hielt das Rejka nicht Schritt: 2,3 Kilogramm, der zweitniedrigste Wert im Test, sind zu wenig auch hinterließ die Beschichtung einen ungleichmäßigen Eindruck. Hinter der Windmaschine hielt es sich anfangs zwar gut, doch nach etwas mehr als einer Minute knickte es einseitig weg.
Plus:
- gute Verarbeitung
- leicht und komfortabel, dabei sauberer Stand
- absolut dichter Boden
Minus:
- sehr windempfindlich
- wenig weiterreißfester Außenstoff
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Die besten Motorrad Zelte 2025 im Vergleich
| Modell | Preis | Wasserdicht | Aufbauzeit |
|---|---|---|---|
| Qeedo Quick Ash Dark Series | ab 143,00 € | Ja | 1 Minute |
| Naturehike Star-River Zelt | ab 155,00 € | Ja | - |
| Forceatt Camping Zelt | ab 84,00 € | Ja | 5 Minuten |
| Qeedo Quick Oak 3 | ab 159,00 € | Ja | 1 Minute |
| Grand Canyon Robson 2 | ab 84,00 € | Ja | 5 bis 10 Minuten |
Hinweis: Die Tabelle enthält eine Auswahl von Motorradzelten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Preise und Verfügbarkeit können variieren.
Weitere Aspekte bei der Auswahl eines Motorradzeltes
Bei der Auswahl eines 2-Mann-Zeltes sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Größe: Zelte für 2 Personen bieten meist ausreichend Platz für zwei Personen, ihr Gepäck und eventuell auch für ein Kind.
- Zeltart: Es gibt verschiedene Zeltarten wie Wurfzelte, Kuppel-, Iglu-, Tunnel- und Giebelzelte.
- Material: Zelte aus dünnem oder minderwertigem Material sind anfällig für Schäden und bieten schlechten Wetterschutz.
- Wassersäule: Empfohlen werden Wassersäule-Werte von zumindest 1.500 mm für Oberzelte bzw. 2.000 mm für Zeltböden.
- Innen- & Außenzelt: Um Kondenswasserbildung im Zeltinneren zu vermeiden, sollte das Zelt immer ein Innen- und ein Außenzelt haben.
- Gewicht & Packmaß: Für Trekkingtouren oder Radtouren sind Ultraleicht-Zelte mit geringem Gewicht und kleinem Packmaß empfehlenswert.
Häufige Fragen zu Motorradzelten
Worauf muss man bei der Auswahl von 2-Mann-Zelten achten?
- Welche Art am besten passt, hängt vom Einsatzbereich und den persönlichen Vorlieben ab.
- Um auch bei Starkregen im Trockenen zu sitzen, ist eine hohe Wassersäule - am besten 3.000 mm oder mehr - vonnöten.
- Des Weiteren sollte das Zelt über ausreichend Belüftungsmöglichkeiten verfügen, damit es zu keiner Kondenswasserbildung kommt und stickige Luft vermieden wird.
Wie wähle ich das richtige Zelt für 2 Personen aus?
Wer sehr sportlich unterwegs sein möchte, sollte auf ein leichtes und kompaktes Zelt setzen. Ultraleicht-Zelte, die oft nicht mehr als 600 bis 900 g wiegen, sind dahingehend sehr beliebt, da sie einfacher zu transportieren sind. Ist man primär mit dem Auto unterwegs, kann man auch ein größeres Modell wählen, da Packmaß und Gewicht in diesem Fall nicht so entscheidend sind.
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