Du suchst das perfekte Bike für den Einstieg oder den Neuanfang? Der A2-Führerschein ermöglicht dies. In unserer Top-10-Liste findest du Motorräder, die sich durch einfache Handhabung, faire Preise und viel Fahrspaß auszeichnen.
Der Motorradführerschein ab 18 Jahren
Da es Krafträder mit den unterschiedlichsten Motorleistungen gibt, sieht der Gesetzgeber, um den Anforderungen an die Steuerung dieser Maschinen gerecht zu werden, verschiedene Fahrerlaubnisse vor. Zu den Motorradführerscheinen gehören dabei insbesondere die Klassen A1, A2 und A. In diesem Text befassen wir uns genauer mit der Fahrerlaubnis der Klasse A2.
Doch was für ein Kraftrad kann ich fahren, wenn die Klasse A2 im Führerschein vermerkt ist? Gelten Beschränkungen bei der Motorleistung? Wie viele Theorie- und Praxisstunden sind vorgeschrieben? Und was kann ein Motorradführerschein der Klasse A2 kosten? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.
FAQ: A2-Führerschein
- Wozu berechtigt die Führerscheinklasse A2? Mit dieser Fahrerlaubnis dürfen Sie ein Motorrad mit maximal 35 kW Motorleistung führen, wenn das Verhältnis zwischen Leistung und Gewicht nicht mehr als 0,2 kW/kg entspricht. Zudem darf bei einer Leistungsableitung das Kraftrad über maximal 70 kW verfügen.
- Was kann ein Führerschein der Klasse A2 kosten? Informationen zu den üblicherweise anfallenden Ausgaben finden Sie hier.
- Welche Vorgaben gelten beim A2-Führerschein zum Alter? Für diesen Führerschein schreibt der Gesetzgeber ein Mindestalter von 18 Jahren vor.
Führerschein der Klasse A2: Wie viel PS sind erlaubt?
Maximal 35 kW: Fürs Motorrad beim A2-Führerschein existieren keine ccm-Vorgaben zum Hubraum. Welche Anforderungen ein Motorrad der Klasse A2 erfüllen muss, zeigt die nachfolgende Auflistung:
- Motorleistung: maximal 35 kW
- Verhältnis Leistung/Gewicht: maximal 0,2 kW/kg
- Leistungsableitung: maximal 70 kW
Durch die begrenzte Motorleistung auf maximal 35 kW, erreichen die Krafträder beim A2-Führerschein rund 48 PS. Wollen Sie diese vollständig in Anspruch nehmen, muss das Motorrad aufgrund des vorgegebenen Verhältnisses von Leistung und Gewicht mindestens 175 kg auf die Waage bringen.
Die Leistungsableitung ist vor allem für alldiejenigen relevant, die sich aktuell mit dem A2-Motorradführerschein zufriedengeben, aber zu einem späteren Zeitpunkt die Klasse A erwerben und nur ein Motorrad kaufen wollen. Denn der Gesetzgeber erlaubt damit die Drosselung einer 70-kW-Maschine. Mehr Power dürfen die A2-Motorräder aber nicht haben, da sonst der Tatbestand Fahren ohne Fahrerlaubnis vorliegt.
Besuch der Fahrschule: Was beim A2-Führerschein auf dem Lehrplan steht
Wollen Sie den A2-Führerschein ohne den Vorbesitz einer anderen Motorradklasse erwerben, schreibt der Gesetzgeber für die Ausbildung in der Fahrschule folgende Ausbildungsbestandteile vor:
- 12 Theoriestunden zum Grundstoff (je 90 Minuten)
- 4 Theoriestunden zum Zusatzstoff (je 90 Minuten)
- 5 Fahrstunden Überland (je 45 Minuten)
- 4 Fahrstunden auf der Autobahn (je 45 Minuten)
- 3 Fahrstunden bei Dunkelheit (je 45 Minuten)
Eine vorgeschriebene Anzahl von regulären Fahrstunden definiert der Gesetzgeber hingegen nicht. Hier ist also das Fahrkönnen des Führerscheinanwärters entscheidend.
Um zu überprüfen, ob der Fahrschüler die vermittelten Inhalte auch verinnerlicht hat, sieht das Gesetz sowohl eine theoretische als auch eine praktische Führerscheinprüfung vor. Bei der Theorie gilt es, einen Fragebogen mit 30 Fragen zu beantworten. Verfügen Sie bereits über eine andere Fahrerlaubnis - zum Beispiel den Pkw-Führerschein -, reduziert sich der Fragebogen auf 20 Fragen.
Bei der Fahrerlaubnis der Klasse A2 dauert die praktische Prüfung mindestens 60 Minuten. Zu den Prüfungsinhalten zählen dabei insbesondere die Sicherheitskontrolle sowie das vorschriftsgemäße Fahren innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften.
Kosten für den A2-Führerschein: Mit welcher Summe sollten Sie kalkulieren?
Wer eine Fahrerlaubnis erwerben möchte, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass auch der A2-Führerschein mit Kosten einhergeht. Wie hoch diese im Einzelnen ausfallen, hängt vor allem von der Anzahl der notwendigen Fahrstunden und somit vom Können des Fahrschülers ab. Darüber hinaus variieren die Ausgaben meist regional, weshalb sich ein Preisvergleich der Fahrschulen lohnen kann.
Wie sich die Kosten für dene A2-Führerschein zusammensetzen und welche Summen dabei im Durchschnitt anfallen, zeigt die nachfolgende Übersicht:
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Anmeldung in der Fahrschule | 150 - 350 Euro |
| Fahrstunde | je 35 - 65 Euro |
| Sonderfahrt | je 40 - 70 Euro |
| Vorstellungsgebühr zur theoretischen Prüfung | 50 - 100 Euro |
| Theoretische Prüfung | 22,49 Euro |
| Vorstellungsgebühr zur praktischen Prüfung | 150 - 200 Euro |
| Praktische Prüfung | 121,38 Euro |
Sie möchten zu einem späteren Zeitpunkt die Fahrerlaubnisklasse A erwerben? Dann lassen sich ggf. durch den Stufenführerschein Kosten einsparen. Der Führerschein der Klasse A2 kann nämlich nach zwei Jahren und Absolvierung einer praktischen Prüfung, die nur 80,92 Euro kostet, auf die Klasse A hochgestuft werden. Eine Theorieprüfung entfällt in diesem Fall. Diese Option besteht auch beim Wechsel vom Führerschein A1 auf A2.
Übrigens! Bis zur Vereinheitlichung der Führerscheinklassen im Jahre 2013 gab es die Fahrerlaubnis A2 unter der Bezeichnung „A beschränkt“. Wer über diese verfügte, konnte nach zwei Jahren Fahrzeit automatisch auf nicht gedrosselte Krafträder umsteigen. In diesem Fall war es also tatsächlich möglich, mit dem Führerschein der Klasse A2 - ohne eine Prüfung zu absolvieren - auf Klasse A zu erhöhen. Mittlerweile verlangt der Gesetzgeber bei einer Höherstufung allerdings eine praktische Vorbereitung samt Prüfung.
Die 5 besten A2-Motorräder
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder.
Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert. Gerade die Kategorien 'Kosten' und 'Alltag' sammeln bei den Einsteigern viele Punkte. Überraschung: Selbst in der Fahrwerkswertung sind die besten Einsteiger besser als die schwächsten Supersportler. Spannend!
Die besten Einsteiger-Bikes mit 48 PS bei MOTORRAD
- Platz 1: Honda CB 500 X
Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie ein Naked Bikes. Zu Recht versammelt sie 623 Punkte auf ihrem Testkonto und liegt damit weit vor dem 2. Platz. Und nicht nur bietet Honda mit der 500 X das derzeit beste Einsteiger-Bike in MOTORRAD, die 500 X darf sich auch noch mit der Preis-Leistungs-Note 1,0 schmücken.
- Platz 2: Kawasaki Ninja 400
Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten. Dafür verliert die Kawasaki ihren deutlichen Vorsprung dann wieder in der Alltagswertung.
- Platz 3: Kawasaki Ninja 500 SE
Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
- Platz 4: Honda CB 500 Hornet
Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X. Den Grund zeigt die Punktewertung im Detail.
- Platz 4: Honda CBR 500 R
Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X. Ebenfalls interessant: Auch in der CBR fährt der Motor mit 122 Punkten mehr Punkte ein als in der CB 500 X. Die Unterschiede der Punkte zur CB 500 Hornet sind minimal.
- Platz 5: KTM 390 Adventure
Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger. Und zwar dank der 609 Punkte, die die KTM 390 Adventure einfuhr. Allerdings noch eine Version von 2023, also die 390er-Modelle noch keine schräglagensensiblen System hatten.
Mit all diesen Eisen würde Lost Espandrillo bis nach Barcelona fahren, mit manchen tat er es schon. Hier seine Auswahl der besten nackten A2 Motorräder.
Du suchst ein Motorrad, das sportliche Performance mit Langstreckenkomfort vereint? Dann wirf einen Blick auf unsere aktuelle Top-10-Liste der besten Sporttourer! Ob für kurvige Landstraßen oder ausgedehnte Touren - diese Bikes bieten Fahrspaß und Vielseitigkeit auf höchstem Niveau.
Naked Bikes und Sportler bilden die fahrdynamische Quintessenz der Motorräder - unabhängig von Leistung und Gewicht. Ob für lange Touren, kurvige Landstraßen oder den täglichen Weg zur Arbeit - diese Bikes vereinen Komfort, Leistung und Abenteuerlust. Du suchst nach einem kraftvollen, vielseitigen Motorrad ohne Verkleidung? Hier findest du die besten Naked Bikes der Mittelklasse - ideal für Fahrspaß auf der Straße, mit ausgewogener Performance und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis. Natürlich kann man sich alle Nakeds der nächsten Klasse (Top10 Liste: bis 94PS!) auch drosseln lassen. Mit bis zu 500ccm finden sich aber genauso scharfe, oft agilere, meist leichtere, auf jeden Fall aber deutlich günstigere Geräte - in Österreich: alle unter 6600 Euro - bei den serienmäßigen A2-Bikes. Nur die fesche 650er Enfield liegt schon bei 7350,- und kam nicht in unsere Liste.
Adventure-Bikes leben von ihrer Vielfältigkeit, Komfort und Alltagstauglichkeit - nicht von ihrer Leistung. Eine Kategorie, die für A2 Bikes prädestiniert ist. Gerade im Gelände bietet die geringere Leistung oft ein Plus an Fahrbarkeit, besonders wenn kein gestandener Motorcrosser am Kabel zieht. Eine Kategorie, die sich großer Beliebtheit erfreut, nicht umsonst legt Hersteller Suzuki seine DR-Z-Modell neu auf.
Bei den Retro- und Cruiser A2 Bikes geht es ums Feeling - nicht um Topspeed, Beschleunigung und Rundenzeiten. Der Look ist entscheidend, der Motorcharakter bringt den Vibe voran.
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