Das Thema Quickshifter und Blipper beim Motorrad ist ein recht umstrittenes. Wer es aber einmal korrekt genutzt hat, will es eigentlich nicht mehr missen.
Was ist ein Quickshifter?
Mit einem Quickshifter ist es möglich, ohne das Gas zu schließen und zu kuppeln, in einen höheren Gang zu schalten. Dies ist möglich, da dieser für einen Bruchteil einer Sekunde die Zündung oder Einspritzung unterbricht. Somit wird die Last von der Kette/Kardan und dem Getriebe genommen und der nächste Gang kann eingelegt werden. Wichtig dabei, wie auch beim Schalten mit der Kupplung, dass der Gang korrekt eingelegt wird.
Mit einem Quickshifter kannst du dein Fahrerlebnis mit dem Motorrad auf ein völlig neues Level heben. Dieses System ermöglicht dir, die Gänge zu wechseln, ohne die Kupplung zu betätigen oder das Gas wegzunehmen. Mit einem Quickshifter kannst du nicht nur flüssiger fahren, sondern auch komfortabler und spannender.
Quickshifter ermöglichen das blitzschnelle Hochschalten ohne zu kuppeln oder das Gas wegzunehmen.
Quickshifter vs. Schaltautomat
Ob Schaltautomat oder Quickshifter mit beiden Bezeichnungen sind grundsätzlich dasselbe System gemeint. Beide Begriffe werden verwendet, um eine Technologie zu beschreiben, die es die als Motorradfahrer ermöglicht, Gänge zu wechseln, ohne die Kupplung zu betätigen oder das Gas zurückzunehmen.
Es gibt jedoch manchmal kleine Unterschiede in der Verwendung der Begriffe:
- Quickshifter: Wird häufig spezifisch im Zusammenhang mit dem Hoch- oder Herunterschalten bei sportlichen Fahrten verwendet. Oft wird damit der Prozess des Hochschaltens ohne Kupplung gemeint.
- Schaltautomat: Ist ein etwas allgemeinerer Begriff, der sowohl das Hoch- als auch das Herunterschalten umfassen kann, oft in einem etwas breiteren Kontext.
Was ist ein Blipper?
Der Blipper ermöglicht im Gegensatz zum Quickshifter nur das Herunterschalten in einen niedrigeren Gang. Auch hier wird die Last von der Kette bzw. dem Getriebe genommen und der Gang rutscht rein. Doch anders als beim Quickshifter, gibt der Blipper Zwischengas, damit der Gang eingelegt werden kann. Also die Motordrehzahl im Schub kurz erhöhen.
Ein Blipper ist eine Funktion, die in Verbindung mit einem Quickshifter verwendet wird, um das Herunterschalten ohne Kupplung zu ermöglichen. Während ein Quickshifter es dir ermöglicht, ohne Kupplung hochzuschalten, kümmert sich der Blipper um das reibungslose Herunterschalten, ohne dass du die Kupplung betätigen oder den Gasgriff manuell anpassen musst.
Beim Herunterschalten muss normalerweise der Motor auf eine höhere Drehzahl gebracht werden, damit das Herunterschalten sanft verläuft und das Getriebe nicht blockiert oder stockt. Der Blipper übernimmt diese Aufgabe automatisch, indem er den Motor während des Schaltvorgangs kurz "aufblitzen" lässt - daher der Name "Blip". Er hebt die Drehzahl an, um sie an die Geschwindigkeit des nächstniedrigeren Gangs anzupassen, was für ein sehr geschmeidiges und schnelles Herunterschalten sorgt.
Zusammen mit einem Quickshifter, der das Hochschalten übernimmt, bildet der Blipper ein System, das das Schalten in beide Richtungen ohne Kupplung ermöglicht. Das macht das Fahren noch dynamischer und flüssiger, vor allem bei sportlichen Motorrädern oder auf der Rennstrecke.
Blipper lassen das Herunterschalten ohne Kuppeln und Zwischgasgeben zu - präzise und extrem schnell.
Quickshifter mit Blipper
Viele Cordona-Quickshifter-Systeme sind kompatibel mit den speziell für den Rennsport entwickelten Steuergeräten (ECU) und bieten eine nahtlose Integration. Das bedeutet, dass die Schaltvorgänge perfekt mit anderen Rennsport-spezifischen Einstellungen, wie Traktionskontrolle oder Launch-Control, harmonieren.
Höherwertige Cordona-Modelle wie CORDONA GP ASG bieten nicht nur Quickshifting für das Hochschalten, sondern auch die Blip-Funktion, die es ermöglicht, ohne Kupplung runterzuschalten. Diese Funktion ist im Rennsport von großem Vorteil, da sie das Herunterschalten beim Anbremsen vor Kurven beschleunigt und gleichzeitig für Stabilität sorgt. Der Drehmoment wird aufrechterhalten und das Motorrad verliert beim Gangwechsel kaum an Geschwindigkeit.
Quickshifter+ ermöglicht das Rauf- und Runterschalten ohne Einsatz des Kupplungshebels. Der Hauptvorteil liegt in kürzeren Schaltzeiten und einer präziseren und ruhigeren Fahrt. Auf das Hinterrad wirkende Lastwechseleffekte werden dabei deutlich reduziert und die Traktion gesteigert. Außerdem kann der Fahrer die Hände immer ganz auf dem Lenker lassen.
Der Quickshifter+ verwendet zwei Sensoren: einen auf dem Schalthebel, der Bewegungen der Schaltwelle erkennt und die Zündung blitzschnell unterbricht, wenn der Fahrer hinaufschaltet. Ein zweiter Sensor erkennt das Einlegen eines Gangs, reaktiviert die Zündung und öffnet die Drosselklappe. Beim Runterschalten passt das System die Drehzahl an den niedrigeren Gang an.
Funktionsweise eines Quickshifters
Der herkömmliche Gangwechsel erfolgt durch das Ziehen der Kupplung, das Schalten und das anschließende Einkuppeln. Durch die Zugkraftunterbrechung entsteht ein Störimpuls im Fahrwerk und es geht wertvolle Zeit verloren. Um dies zu vermeiden, entstand die Fahrtechnik ohne Kuppeln zu schalten. Der Quickshifter macht einen sauberen Gangwechsel ohne Gaswegnahme möglich.
Der am Schaltgestänge angebaute Quickshifter sendet ein Signal an die Steuerelektronik. Durch dieses Signal wird die Zündung oder die Einspritzung für wenige Millisekunden unterbrochen. Abhängig von der Bewegungsrichtung der Schaltgestänge wird die Push (Druck) oder Pull (Zug) Version benötigt.
Bei Betätigung des Schalthebels wird durch einen Sensor (meist am Schaltgestänge angebaut) ein Signal an das Steuergerät gesendet. Dieses unterbricht die Zündung für einige Millisekunden. Dadurch wird die Last von den Getriebezahnrädern genommen und ein schneller Gangwechsel ohne Kuppeln und Schließen des Gasgriffes ermöglicht.
Ein Motorrad-Schaltautomat (auch Quickshifter genannt) ist ein elektronisches System, das es ermöglicht, die Gänge zu wechseln, ohne die Kupplung zu betätigen oder das Gas zu schließen. Der Schaltautomat arbeitet, indem er kurzzeitig den Motor zündet oder die Kraftstoffzufuhr unterbricht, während der Fahrer den Ganghebel betätigt. Dies reduziert den Druck auf die Getriebezahnräder und ermöglicht ein sanftes Schalten ohne Kupplung.
Technischer Hintergrund
Um zu verstehen, wie ein Quickshifter funktioniert, muss man wissen, was beim Gangwechsel in einem Motorradgetriebe passiert. Ein Motorradgetriebe leitet die Drehbewegung der Kurbelwelle über jeweils zwei Zahnräder in Richtung Hinterrad. Das Übersetzungsverhältnis entspricht dem Verhältnis der Zähnezahlen der beiden Zahnräder. Ist das antreibende Rad kleiner als das angetriebene, wird die Drehzahl erniedrigt, dafür aber das Drehmoment erhöht. Ist das antreibende Rad größer als das angetriebene, wird die Drehzahl erhöht und dafür das Drehmoment erniedrigt. Das Produkt aus Drehzahl und Drehmoment bleibt immer gleich. Das kommt von der goldenen Regel der Mechanik, die er besagt, dass man das, was man an der Kraft spart in den Weg stecken muss. Die aktuelle Leistung eines Verbrennungsmotors hängt ja von der Drehzahl ab.
In der Abbildung weiter unten ist ein Schaltgetriebe zu sehen, wie es schon seit langer Zeit bei Motorrädern benutzt wird. Es besitzt für jeden Gang je ein Zahnrad auf der Antriebs-und Abtriebswelle. Früher wurden dazu tatsächlich die Zahnräder einer Welle beim Gangwechsel verschoben, so das immer die beiden Zahnräder im Eingriff waren, die zum jeweiligen Gang gehörten. Heutzutage ist das etwas anders gelöst:
Wie man auf dem Bild sieht, sind heutzutage die Zahnräder aller Gänge ständig im Eingriff. Auf der einen Seite sind sie fest mit der Welle verbunden. Auf der anderen Seite stellt man beim Einlegen eines bestimmten Ganges die Verbindung des zugehörigen Zahnrades mit der Welle über eine Klauenskupplung her. Dadurch fließt die Antriebsleistung über genau dieses Zahnrad und seinen Kollegen auf der anderen Welle.
Sowohl bei den altmodischen Getrieben, bei denen die Zahnräder eingerückt wurden, als auch bei den moderneren mit Klauenkupplung, wird eine formschlüssige Verbindung hergestellt wenn man einen Gang einlegt.
Wenn man nun einen anderen Gang einlegt, also schaltet, verbindet man zwei Teile formschlüssig, die sich unterschiedlich schnell drehen: Bei dem altmodischen Getriebe die beiden Zahnräder für den neuen Gang, bei dem modernen die beiden Teile der entsprechenden Klauenkupplung. Das geht so nun nicht ohne weiteres.
Wenn man es mit Gewalt versucht, rätscht es oder es kracht gar. Damit das nicht passiert, muss man beim Gangwechsel eine der beiden Wellen von dem Teil trennen, dass ihre Drehzahl bestimmt. Normalerweise trennt man die Antriebswelle des Getriebes durch die Kupplung von der Kurbelwelle des Motors. Jetzt läuft die Antriebswelle leer und kann beim Einlegen des Ganges die Drehzahl der anderen Seite übernehmen.
Bei einem synchronisierte Getriebe sind die Klauenkupplungen so gemacht, dass sie vor dem Formschluss zunächst einen Kraftschluss herstellen. Von Kraftschluss spricht man, wenn ein Teil das andere durch Reibung mitnimmt.
Dieser Reibschluss, der vor dem Einrasten der Klauen durch die sogenannten Synchronringe hergestellt wird, bringt die Antriebswelle des Getriebes auf die passende Drehzahl. Nun kann die Klauenkupplung ohne Rätschen und ohne Krachen einrasten.
Zwischengas und Zwischenkupplung
Es mag wohl noch den einen oder anderen Auto- oder Motorradfahrer geben der mit Zwischengas schaltet. Zwischengas gibt man übrigens nur beim Herunterschalten, bevor man wieder einkuppelt. Zweck der Übung ist, den Motor auf die Drehzahl zu bringen, die zum eingelegten Gang und der gefahrenen Geschwindigkeit passt. Sprich: Damit der Motor beim Einkuppeln nicht das Fahrzeug abbremst.
Theoretisch könnte dieser Ruck beim Herunterschalten in einer Kurve dazu führen, dass die Vektorsumme der Kräfte am Reifen den Grip überschreitet und man aus der Kurve fliegt. Bei moderater Fahrweise sollten die Reserven des Grips zwar ausreichen.
Wenn man es ganz richtig nach alter Väter Sitte macht, gehört zum Zwischengas beim Gangwechsel in einen kleineren Gang auch die Zwischenkupplung. Dabei kuppelt man kurz ein, wenn man den alten Gang herausgenommen hat, das Getriebe also im Leerlauf zwischen den beiden Gängen ist. Dann gibt man einen Schuss Gas, um die Drehzahl des Antriebs der des Abtriebs anzugleichen.
Beim Gangwechsel in einem größeren Gang, wird nur zwischengekuppelt. Beides geht aber bei modernen Motorradgetrieben kaum oder gar nicht mehr. Bei Autogetrieben, wo die Leerläufe zwischen den Gängen offenbar noch größer sind, funktioniert es noch. Bei synchronisierten Getrieben ist es weder notwendig noch bringt es etwas.
Schalten ohne Kupplung
Es gibt nun Fahrsituationen, bei denen ohne Kupplung geschaltet wird. Beim Geländefahren zum Beispiel. Ich weiß aber schon seit ewigen Zeiten, das Motocross-Fahrer ohne Kupplung schalten.
Wer schon mal das Pech hatte, mit einem gerissenen Kupplungszug nach Hause fahren zu müssen, hat vielleicht die Erfahrung gemacht, dass das Raufschalten ohne Kupplung deutlich besser geht, als dass Runterschalten.
Zweck der Übung beim Gangwechsel ohne Kupplung ist es, den Kraftfluss so wenig wie möglich zu unterbrechen.
Es gab von Zündapp eine Abart des Ziehkeilgetriebes, die man bei Vollgas ohne Kupplung schalten konnte, ohne dass es ihnen etwas ausmachte. Das erreichte man, indem man die Verbindung zwischen der Getriebewelle und dem Zahnrad des jeweiligen Ganges über Kugeln herstellte, die in Bohrungen unter der Zahnradnabe saßen. Legte man einen Gang ein, drückte der Ziehkeil diese Kugeln beim entsprechenden Zahnrad nach außen und sie rasteten in Mulden in der Zahnradnabe ein.
Ziehkeilgetriebe eignen sich aber nur für kleine Leistungen.
Vorteile eines Quickshifters
Wie so oft stammt auch diese innovative Erfindung aus dem Rennsport. Jeder, der es ausprobiert hat, wird es mit einem breiten Grinsen unter dem Helm bestätigen!
- Schnellere Schaltvorgänge: Dank des Quickshifters kannst du die Gänge schnell wechseln. Das ständige Kuppeln entfällt, was die Schaltzeiten minimiert und dir ermöglicht, die volle Leistung deines Motorrads auszunutzen.
- Bessere Beschleunigung: Wenn du mit einem Quickshifter schaltest, bleibt die Beschleunigung gleichmäßig und kraftvoll. Du musst das Gas nicht zurücknehmen, was zu einem durchgehenden Schub führt - ideal, wenn du schnell und flüssig vorankommen willst.
- Schonung des Getriebes: Durch das automatische Anpassen der Drehzahl beim Schalten wird dein Getriebe weniger belastet. Das bedeutet für dich eine geringere Abnutzung der Mechanik und damit eine längere Lebensdauer deines Motorrads.
- Mehr Komfort: Längere Touren oder sportliches Fahren werden durch den Quickshifter entspannter, da du weniger mit der Kupplung arbeiten musst. So kannst du dich voll auf die Straße konzentrieren und das Fahren genießen, ohne ständig zwischen Kupplung und Gas hin und her wechseln zu müssen.
- Flüssiger Fahrstil: Gerade in Kurven oder auf anspruchsvollen Strecken hilft dir der Quickshifter, deinen Fahrfluss konstant zu halten. Du kannst das Gas offen lassen und gleichzeitig die Gänge wechseln, ohne das Gleichgewicht oder die Kontrolle zu verlieren.
- Mehr Kontrolle in heiklen Situationen: In anspruchsvollen Fahrsituationen musst du dir keine Gedanken über das manuelle Schalten machen. Der Quickshifter gibt dir die Freiheit, dich voll und ganz auf das Fahren zu konzentrieren, was besonders in stressigen Momenten von Vorteil ist.
- Spaßfaktor: Viele Fahrer empfinden das Schalten mit einem Quickshifter als deutlich angenehmer und aufregender. Es gibt dir ein sportlicheres Gefühl und macht jede Fahrt dynamischer und lebendiger.
Der für mich größte ist einfach, dass ich nicht bzw. weniger kuppeln muss. Den Vorteil, den die Meisten außer Acht lassen, ist für mich die Fahrt mit Sozia/ Sozius / Soz.. (Gendern😜). Gerade hier kann der Quickshifter seine Schnelligkeit voll ausspielen. Denn wer kennt es nicht. Man fährt zu zweit, kuppelt und BANG. Da klopft es von hinten an den Helm. Das ist für beide Beteiligten nicht gerade der Hit und auf Dauer extrem unangenehm und nervend. Dieses Problem ist mit einem Quickshifter zu 90 % weg. Alleine dieser Komfortgewinn ist es wert, sich einen Quickshifter, am besten noch mit Blipper-Funktion zu gönnen.
Natürlich wird durch das Schalten mit Quickshifter und/ oder Blipper auch die Kupplung geschont.
Auch wer nicht gerne auf der letzten Rille unterwegs ist, sollte über den Kauf oder eine Nachrüstung eines Quickshifter mit oder ohne Blipper nachdenken. Der Komfortgewinn ist erheblich.
Vorteile auf der Rennstrecke
Quickshifter bieten dir die Möglichkeit bei Vollgas zu schalten, ohne die Kupplung zu betätigen. Sie sollen insbesondere dazu beitragen, mit dem Motorrad auf der Rennstrecke das entscheidende Quäntchen Zeit einzusparen. Der klassische Schaltvorgang - Gas wegnehmen, kuppeln, Gang einlegen, erneut beschleunigen - kostet auf der Rennstrecke wertvolle Zeit und Geschwindigkeit.
Mit einem Quickshifter verhinderst du Getriebeschäden.
Fazit: Der Cordona Quickshifter bietet durch seine präzise Steuerung, Robustheit und Einstellbarkeit erhebliche Vorteile im Rennsport. Insbesondere die schnelle und genaue Reaktion sowie die Möglichkeit, Schaltzeiten und Blip-Funktion anzupassen, machen ihn zu einer bevorzugten Wahl für Fahrer, die das Maximum aus ihrem Motorrad auf der Rennstrecke herausholen wollen. Diese Features helfen, wertvolle Zeit zu sparen und die Performance in einem wettbewerbsintensiven Umfeld zu steigern.
Nachteile eines Quickshifters
Trotz der vielen Vorteile hat ein Quickshifter auch einige Nachteile, die man im Auge behalten sollte:
- Für Fahrer, die an das manuelle Schalten mit der Kupplung gewöhnt sind, kann es anfangs ungewohnt sein, ohne Kupplung zu schalten. Besonders das Fahren mit dem kupplungsfreien Herunterschalten will gelernt sein. Nur wenn das Gas komplett geschlossen ist, lässt sich mit dieser Funktion sauber herunterschalten. Es erfordert eine gewisse Umstellung, da das Gas während des Schaltvorgangs nicht zurückgenommen wird.
- In langsamen Verkehrssituationen, wie im Stadtverkehr, oder bei niedrigen Drehzahlen funktioniert der Quickshifter möglicherweise nicht so reibungslos wie bei höheren Geschwindigkeiten. Hier ist manchmal eine manuelle Betätigung der Kupplung angenehmer und weicher.
- Obwohl der Quickshifter das Getriebe schützen kann, gibt es auch die Möglichkeit, dass die Mechanik stärker belastet wird, wenn der Quickshifter nicht perfekt abgestimmt ist. Falsche Einstellungen oder unsachgemäße Nutzung können langfristig zu erhöhtem Verschleiß an Getriebe oder Schaltgabeln führen.
Speziell zum Blipper muss man hier sagen, dass das Fahren mit diesem auch gelernt sein will. Gerade im Bereich BMW Boxer mit dem “Quickshifter Pro” habe ich bereits von mehreren Stürzen gelesen. Wenn man dann als Ursache stempelndes Hinterrad liest, weiß man meist schon Bescheid. Denn man muss um sauber runter schalten zu können mit dem Blipper, dass Gas ganz schließen.
Auch bei der KTM 790 Duke die einen serienmäßigen Blipper hat, musste ich mich anfangs daran gewöhnen. Auch hier gibt es immer wieder Foreneinträge, bei denen von “einem Satz nach vorne” die Rede ist. Dies kann erstens von einem nicht geschlossenen Gas kommen und zweitens von einem nicht sauber ausgeführten Schaltvorgang durch den Fahrer.
Nachrüstung
Nachrüstung ist mit einem Blipper nur bei Motorrädern mit Drive by Wire Gasgriff möglich.
Grundsätzlich muss zwischen der Werkslösung und der Schaltunterbrechung zum Nachrüsten unterschieden werden. Bei der werkseitigen Lösung schließt sich entweder die Sekundärdrosselklappe oder es wird in das elektronische Gas eingegriffen.
Anders sieht es bei Quickshiftern für das Motorrad aus, die nachgerüstet werden. Wie bereits erwähnt, ergänzt du bei dieser Variante das Schaltgestänge um einen Sensor. Abhängig vom Modelltyp reagieren sie auf Druck oder auf Zug.
Wir bieten beide Möglichkeiten zum Nachrüsten für viele Modelle an - universell oder als fahrzeugbezogenes Kit.
Kosten
Die Kosten für einen Quickshifter zum Nachrüsten beginnen bei ca. JA! So lange er wie zum Beispiel in meinem Fall, nicht in das Motormanagement eingreift und die Einspritzmenge etc. verändern kann. Er macht ja nichts als nur die Einspritzung/ Zündung zu unterbrechen.
Bekannte Quickshifter
Ich kann hier eigentlich nur etwas über den iQSE Quickshifter Easy von Healtech berichten. Diesen habe ich bereits einige 100 Km an meiner BMW R1200R verbaut und bin zufrieden. Des Weiteren gibt es noch den Dynojet Quickshifter, dieser ist aufwendiger und braucht einen Powercommander.
Zusammenfassung
Kurz zusammengefasst, einfach lernen korrekt zu schalten und es gibt nichts Besseres als einen Quickshifter mit Blipper. Außer vielleicht das DCT von Honda, dies macht aber das Motorrad um ca.
Verwandte Beiträge:
- Japanische Motorräder: Qualität, Zuverlässigkeit & Modelle im Vergleich
- Carbonteile für Motorräder: Vorteile, Hersteller & Kaufberatung
- Motorradanhänger für 2 Motorräder: Test & Kaufberatung
- Ducati Melle Erfahrungen: Werkstatt, Service & Kaufberatung
- 7 Zoll LED Scheinwerfer Motorrad: Ultimative Erfahrungen & Vergleich für maximale Sicherheit!
Kommentar schreiben