Die Vielfältigkeit Großbritanniens sorgt für einen Motorradurlaub der Extraklasse. Sie kommen vorbei an spektakuläre Küstenlandschaften, fahren durch imposante Bergwelten und verträumte Dörfer. Unterwegs laden außerdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu einem Besuch ein.
Anreise und Transport
Für die Anreise nach England gibt es verschiedene Möglichkeiten, darunter die Fähre und den Eurotunnel.
Fähren nach England
Für Schottland würde ich immer ende Mai/Anfang Juni bevorzugen gegenüber Juli/August. Es kommt eher darauf an, wo du hin möchtest, oder?
- DFDS Seways: Hier kann man weitere Fahrzeuge dazu buchen und wenn man Anruft und seine ADAC Nummer dazu angibt bekommt man auch noch 10% Rabatt.
- DFDS (Amsterdam nach Newcastle): Ich hab bei DSDF (Amsterdam nach Newcastle) gebucht, wiel man dort mehrere Motorräder und Personen buchen konnte. Irgendwo konnte man da weitere Fahrzeuge zubuchen. Früh buchen spart ein paar Euro...
- Stenaline (Rotterdam nach Harwich): Stenaline fanden wir sehr gut - eine meine lieblingsfährgesellschaften geworden.
- DFDS von Amsterdam nach Newcastle: Wenn es Schottland werden soll würde ich aber DFDS von Amsterdam nach Newcastle bevorzugen. Alternativ geht noch Rotterdamm -> Hull.
- Fähre Amsterdam-Newcastle: Die Fähre Amsterdam-Newcastle hat 116€ gekostet, inkl einer 1/4 Kabine. Erspart eine Übernachtung in GB und erspart ca. 116 €... soviel kost manchmal ein gutes Hotelzimmer.
Bei DFDS Seways kann man in der tat weitere Fahrzeuge dazu buchen und wenn man Anruft und seine ADAC Nummer dazu angibt bekommt man auch noch 10% Rabatt.
Ein netter Abend auf dem Sonnendeck oder in einer der Bars. Gut geschlafen in der 4-Bett-Kabine. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück (wer das Angebot an Bord wahrnehmen möchte) geht es ausgeschlafen ab Newcastle wieder zu einem optimal nutzbaren Fahrtag. Einen Tag Urlaub für die Anreise gespart.
Von Hull entweder direkt an der Küste hoch richtung NewCastle / Schottland oder rüberkreuzen Dales Nationalpark und weiter in den Lake District, schafft man in einer Tagestour und am nächsten Tag weiter nach Schottland rein.
Harwich, Dover liegt eigentlich viel zu südlich dafür, das ist ein langweiliger ritt durch England um hoch zu kommen in den Norden.
Eurotunnel
Calais - Dover braucht man wirklich nicht vor buchen.
Es ging ums "Geld sparen". Der Tunnel ist da keine Option, vor allem nicht, wenn ggf. Eurotunnel 119€, wenn ich das richtig aus Coy's Bericht in Erinnerung habe. Fäühre Dover-Calais (DFDS) hat 39€ gekostet.
Routen und Regionen für Motorradfahrer
England bietet eine Vielzahl von Routen für Motorradfahrer, von malerischen Küstenstraßen bis hin zu kurvenreichen Landstraßen durch Nationalparks.
- Drei Wochen sind für KOMPLETT-Großbritanien eindeutig zu knapp. Nächstes Mal würden wir Schottland (Fähre Amsterdam-Newcastle-Amsterdam) ODER Wales/England (Hull oder Dover) machen.
- Da Angrist sogar nur 2 Wochen hat (wir hatten 3 Wochen), wird es noch knapper. Da kann ich bei Lille auch unterschreiben. Ich war zwei mal drei Wochen in Schottland unterwegs und es gibt noch immer genug zu entdecken so das ich auf meiner Irlandtour dieses jahr noch ein wenig unbekanntes Gebiet mitgenommen habe. Schottland ist groß und intensiv ... Zeit ist da schnell weg.
Streckenmäßig mache ich gut meine 250-300 KM in Schottland am Tag - finde ich dort kein Ding. Je nachdem wo man unterwegs ist hält einem ja gar nichts auf, kein Ort - nix ...
Empfohlene Tagestouren
- Anreise: Auf der britischen Insel angekommen führt Sie der Weg in die malerischen South Downs in der Grafschaft West Sussex. Sollte die Zeit es zulassen, fahren Sie in jedem Fall über die gemütlichen Landstraßen und lassen die Autobahn links liegen.
- Winchester - Stonehenge - Devon: Der heutige Tag bringt Sie zuerst in die alte Kathedralenstadt Winchester. Im frühen Mittelalter war Winchester eine Zeit lang Hauptstadt von England. Die mächtige Kathedrale gehört zu den größten Kirchenbauten Europas und besticht durch eine einzigartige Bauweise. Nicht weit von Winchester erreicht man den berühmten Steinkreis von Stonehenge. Besuchen Sie diesen besonderen Ort - dessen Anziehungskraft man sich nicht entziehen kann. Durch hügelige Landschaft führt die Reise nach Torquay an der englischen Riviera. (320km)
- Englische Riviera - Dartmoor National Park: Genießen Sie heute einen ruhigen Tag an der wunderschönen englischen Riviera. Das milde Klima der Region sorgt für eine üppige Vegetation. Die berühmte Schriftstellerin Agatha Christie wurde in Torquay geboren. Ihr ist in der Stadt ein Museum gewidmet. Die perfekte Alternative zu einem ruhigen Tag am Meer ist mit Sicherheit eine Erkundungstour durch das berüchtigte Dartmoor. Der Nationalpark mit seinen alten Steinbrücken und Heidekraut bewachsenen Höhen bietet zum Teil enge, kurvige Straßen für ein besonderes Fahrvergnügen. Für die Mittagspause empfiehlt sich ein abstecher in den abgelegenen Ort Widecombe-in-the Moor. Übernachtung in Torquay.
- Die Fischerdörfer Cornwalls: Auf Ihrem Weg in den Südwesten Cornwalls passieren Sie heute einige kleine, malerische Fischerdörfer. Einst waren Polperro, Looe und Mevagissey Schmugglerorte, was man zum Teil bis heute noch spüren kann. Genießen Sie am Hafen die tollen Ausblicke auf das Meer und besuchen Sie in jedem Fall eines der historischen Pub-Restaurants. Es lohnt sich. Was Sie sich in keinem Fall entgehen lassen sollten, ist eine Cornish Pasty. Diese mit Fleisch- und Gemüsefüllung gefüllten Teigtaschen werden heiß serviert und sind in jedem Ort "auf die Hand" zu bekommen. Mmmh - lecker! Übernachtung im Raum Falmouth. (180km)
- Tagestour durch den Süden Cornwalls: Schon von weitem sehen Sie die Klosterfestung St Michael`s Mount hoch auf einem Felsen im Meer. Bei Ebbe können Sie von Marazion aus die Felseninsel zu Fuß erreichen. Ansonsten bringt Sie ein Boot zu der vorgelagerten Insel. Die zerklüftete Steilküste von Land´s End,der westlichste Punkt Englands ist nicht weit entfernt. Hier fühlt man sich wahrlich am Ende der Welt. Über St Just und die Tin Coast, einer einsamen, beeindruckenden Küstenstrasse, welche ihren Namen den ehemaligen Zinn-Bergwerken zu verdanken hat, erreichen Sie die Künsterkolonie St Ives. Vielleicht haben Sie ja Lust, hier einen echt kornischen Cream Tea mit Scones, Sahne und Marmelade zu genießen. Übernachtung im Raum Falmouth. (140km)
- Tintagel Castle - Boscastle - Clovelly - Exmoor Nationalpark: Über Newquay, Padstow und Port Isaac erreichen Tintagel Castle. Die Burgruine liegt auf einem vom Meer umtosten Felsen und soll von dem legendären König Arthur und seinen Rittern der Tafelrunde bewohnt worden sein. Auf dem Weg nach Norden passieren Sie großartige Buchten und Strände sowie idyllische Fischerdörfer. Eines davon ist Boscastle. Das Dorf wurde bereits 1587 angelegt und wird von steilen Klippen umsäumt. Highlight ist das Museum of Withcraft. Der aber wohl schönste Ort an diesem Küstenabschnitt ist Clovelly, ein ehemaliges Schmugglernest. Durch steile, kopfsteingepflasterte Gassen geht es, vorbei an weißgetünchten Cottages, hinunter zum Hafen. Am Abend erreichen Sie mit dem Exmoor Nationalpark ihren nächsten Übernachtungsort. Übernachtung im Raum Exmoor/Taunton. (225km)
- Glastonbury - Wells - Cheddar Gorge - Bath: Die heutige Tour beginnt mit einer Fahrt durch den Exmoor Nationalpark. Hier erwarten Sie wilde Heide- und Moorlandschaften im Landesinnern oder eine von Klippen, Schluchten und Wasserfällen geprägten Küstenlandschaft. In Glastonbury, einem Ort, dessen Bewohner sich sehr der Esoterik verschrieben haben, stehen die beeindruckenden Ruinen der gleichnamigen Abtei. Einer Legende zufolge sollen hier einst König Artus begraben gewesen sein. Ein paar Kilometer weiter liegt die Stadt Wells. Diese besitzt eine der großartigsten Kathedralen in England. Die Skulpturengalerie an der Westfassade ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst. Für Freunde schwarzhumoriger, britischer Komödien ist es villeicht interessant zu wissen, dass hier Film "Hot Fuzz" mit Simon Pegg und Nick Frost gedreht wurde. Ganz in der Nähe von Wells liegt die Tropfsteinhöhle Cheddar Gorge. Am Fuße der beeindruckenden, 3km langen Schlucht finden sich beeindruckende Tropfsteinhöhlen - die vermutlich in vorchristlicher Zeit bewohnt waren. Die als eine der schönsten Städte Englands gepriesene Stadt Bath lässt sich am Besten zu Fuß zu erobern. Lassen Sie Ihr Motorrad stehen und unternehmen einen Spaziergang und genießen die architektonischen und historischen Schätze, die die Stadt zu bieten hat. Übernachtung in Bath. (132km)
- Caerphilly - Penderyn Distillery - Cardiff: Machen Sie sich auf nach Wales. Über den Severn erreichen Sie das Land des roten Drachens mit seinen unzähligen Burgen, Sagen und Mythen. Erstes Ziel auf walisischem Boden ist die Stadt Chepstow im unteren Wye Valley. Hier befindet sich das eindrucksvolle Chepstow Castle, welches einen Besuch lohnt. Der Ort selber verfügt über eine gemütliche Fußgängerzone mit charmanten Geschäften und zahlreichen Restaurants und Tea Rooms. Anschließend geht es nordwärts durch das kurvenreiche Wye Valley, vorbei an Tintern, wo sich die beeindruckenden Überreste einer ehemals stattlichen Abtei aus dem 12. Jahrhundert befinden, bis nach Abergavenny, einem echten Foodie Mekka. Perfekt für einen Pit Stop. Anschließend steht der Brecon Beacons Nationalpark auf dem Programm. Vorbei geht es an Crickhowell bis hoch nach Brecon und dann wieder Richtung Süden. Am südlichen Ende lohnt ein Besuch der Penderyn Distillery, die einzige Brennerei in ganz Wales und eine der kleinsten weltweit. Nördlich von Cardiff liegt Caerphilly Castle, nach Windsor Castle das zweitgrößte Schloss im gesamten Königreich und ein beeindruckendes Beispiel für mittelalterliche Baukunst. Die heutige Route endet in Cardiff, wo Sie die kommenden zwei Nächte verbringen werden. (220km)
- Cardiff: Verbringen Sie den heutigen Tag in Europas jüngster Hauptstadt mit einer lebendigen Kunst- und Kulturszene. Im Zentrum der Stadt finden sich viktorianische Einkaufsarkaden und modernen Boutiquen sowie zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Wie z.B. Cardiff Castle, welches seinen Ursprung zwar im Mittelalter hat, ein Großteil der Anlage entstammt jedoch der viktorianischen Epoche. Die Innenausstattung zählt zu den schönsten Beispielen der Neugotik. Und die Kunstgalerie im Nationalmuseum beherbergt die größte Sammlung impressionistischer und post-impressionistischer Werke außerhalb von Paris. Für mittags empfiehlt sich eine Lunchpause im traditionellen Pettigrew Tea Room, welcher ganz in der Nähe des Schlosses liegt. Wer aber eher an "neuzeitlichen" Attraktionen interessiert ist, braucht in Cardiff nicht lange zu suchen. Die Morgan-Arkaden sind das Zuhause des ältesten Plattenladens der Welt, in der Westgate Street aka Diagon Alley aus dem TV-Klassiker Dr Who findet sich das tatsächlich existierende "Loch in der Wand" und in der Cardiff Bay können Sie über eine 13 km lange Promenade spazieren, welche zum Teil mit moderner Architektur, wie dem berühmten Millenium Centre, gesäumt ist. Abends haben Sie die Qual der Wahl bei dem vielfältigen Restaurantangebot, sowohl im Stadtzentrum als auch am Meer.
- Swansea - Gower Peninsula - Pembrokeshire Coast Park: Auf Ihrem Weg nach Westen kommen Sie heute nach Swansea, der zweitgrößten Stadt des Landes und Geburtsort des großen Dichters Dylan Thomas - dem ein Museum gewidmet ist. Sollten Sie an Technik interessiert sein, sollten Sie sich auf keinen Fall das National Waterfront Museum entgehen lasse, wo die industrielle und maritime Geschichte von Wales beleuchtet wird. An der Westseite der Swansea Bay befindet sich der hübsche Ort The Mumbles, Hier können Sie über einen viktorianischen Pier spazieren und erstklassige Meeresfrüchte genießen, die sonst nur in den feinstein Restaurants in London oder Paris serviert werden. Gleich außerhalb des Ortes beginnt die Gower Halbinsel, welche als erste Region Großbritanniens als ein Gebiet von außergewöhnlicher, natürlicher Schönheit ernannt wurde. Genießen Sie den Ausblick auf endlose goldene Sandstrände und lassen sich eine ordentliche Brise Meeresluft um die Nase wehen, bevor es weiter in Richtung in Pembrokeshire geht. (193 km)
- Die Küste von Pembrokshire: Auch der heutige Tag bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Bein einer Fahrt entlang der Pembrokeshire Coast erleben Sie eine einzigartige Küstenlandschaft mit traumhaften Sandstränden und dramatischen Felsformationen. Vertreten Sie sich gerne die Beine bei einer kurzen Wanderung am Meer. Besuchen die beeindruckende St David Kathedrale, eine der ältesten Kathedralen Großbritanniens, in dem gleichnamigen Ort. Passend hierzu empfiehlt sich St Govans Chapel, eine winzige Kapelle, welche in den Klippen eingebettet liegt und tolle Ausblicke auf das Meer bietet, sowie der Lamphey Bishop's Palace, eindrucksvolle Überreste eines ehemals sehr eleganten Palastes für hochrangige Kirchenfürsten. Im Pembroke Castle begibt man sich auf die Spurensuche nach den Royals, wurde hier doch mit der Geburt von Henry VII, direkter Vorfahre von Henry VIII und Elizabeth I, die berühmte Tudor-Dynastie gegründet, welche das englische Königreich nachhaltig verändern sollte. Einen echten Kontrast bietet die farbenfrohe Küstenstadt Tenby, deren walisischer Name so viel wie "kleine Festung der Fische" bedeutet. Hier gibt es historische Stadtmauern und bunt angemalte Häuser zu bewundern und bei schönem Wetter kann man die fantastischen Strände genießen. Im Tudor Merchant's House, welches zum National Trust gehört, bekommt man einen guten Eindruck, wie das Leben vor gut 500 Jahren ausgesehen haben muss. Oder aber Sie unternehmen einen Bootsausflug zur vorgelagerten Mönchsinsel Caldey Island, wo sich ein immer noch aktiver Zisterzienserorden befindet. Übernachtung in Pembrokeshire.
- Cardigan Bay - Aberystwyth - Rheidol Railway - Snowdonia: Entlang der Küstenstraße und über die Cardigan Bay geht es, immer mit Blick aufs Meer, in Richtung Norden. Erstes Ziel ist Aberystwyth - ein viktorianisches Seebad mit Promenade und einer lebhaften, gastronomischen Szene. Die Cliff Railway bringt Sie auf den Constitution Hill, wo Sie spektakuläre Ausblicke auf das Meer und die umliegende Landschaft genießen können. Nächster Halt sind die 90m tiefen Wasserfälle von Devil's Bridge im Hinterland. Man erzählt sich, dass die erste der drei Brücken angeblich vom Teufel selbst gebaut worden sein soll. Alternativ können Sie Ihr Bike auch in Aberystwyth stehen lassen und mit der Rheidol Railway, einer historischen Dampfeisenbahn, nach Devil´s Bridge fahren. Auf der gut einstündigen Fahrt können Sie die spektakuläre Ausblicke über das Rheidol Valley genießen. Am Abend erreichen Sie Ihre Unterkunft im Snowdonia Nationalpark. (253 km)
- Snowdonia Nationalpark: Verbringen Sie den Tag in der phantastischen Bergwelt des Snowdonia National Parks. Nehmen Sie die A487, welche sich durch das Zentrum des Nationalparks zieht. Diese lange und friedliche Route bietet viele Stopps für atemberaubende Ausblicke auf die wilde, unberührte Natur. Eine perfekte Route für alle Motorradfahrer. Wenn Sie ein Fan von historischen Eisenbahnen sind, dann sollten Sie auf keinen Fall eine Fahrt mit einer der Schmalspureisenbahnen in Nord Wales versäumen. Es gibt hier einige davon. Oder wandern Sie auf dem berühmten Berg Snowdon. Die Ausblicke von oben belohnen jegliche Anstrengung des Aufstiegs. Ebenso empfehlenswert ist ein Besuch einer Burg. Nirgendwo sonst finden sich so viele gigantische Festungsanlagen wie in Nordwales und die bekanntesten unter ihnen sind Caernarfon Castle, Conwy Castle und Harlech Castle. (ca. 150 - 200 km)
- York: Bei Chester passieren Sie die englische Grenze. Fahren Sie auf direktem Weg in die mittelalterliche Stadt York. Hier können Sie sich in der Altstadt in einem der zahlreichen Restaurants bei einem Lunch stärken - bevor Sie sich auf Entdeckungstour durch die engen Gassen machen oder dem beeindruckenden York Minster einen Besuch abstatten. Es bleibt genug Zeit für einen Bummel, bevor Sie sich am Abend zum Fährhafen in Hull begeben. Fahrzeit zum Hafen: ca. 1 Stunde. Die Nachtfähre nach Rotterdam läuft um 20.30h aus und erreicht am kommenden Vormittag um 08.30 Uhr den Hafen von Rotterdam. (390km)
Empfehlungen anderer Motorradfahrer
- Falls du den Bereich Wales-Cornwall-Dartmoor mit einbeziehen willst kannst du dort sehr schön Motorrad fahren. Es gibt einiges zu sehen, teilweise wunderschöne Strecken, aber nichts um zu rasen.
- Z.B. Richtung Salisbury (Stonehenge), von dort grobe Richtung Plymouth. Ist ein schöner Ausgangspunkt für Touren in und um Dortmoor und Landś End mit traumhaften Städtchen wie Newquay (Surfzentrum), St. Ives, St. Just, Polperro usw.
- Ich war letztes Jahr in Cornwall, wunderschöne Landschaft. Die Strassen sind bauart bedingt nicht zum heizen, da es meistens hohe Steinmauern gibt die die Felder abgrenzen und es sehr schwierig mit der Sicht ist.
Unterkünfte
In England gibt es eine Vielzahl von Unterkünften, von gemütlichen Bed & Breakfasts bis hin zu luxuriösen Hotels. Es wird empfohlen, Unterkünfte im Voraus zu buchen, besonders in der Hauptsaison.
Wie organisiert Ihr die Unterkunft? Hauptsaison und spontan ein B&B erwies sich schon an recht schwieirg. Das könnte ich nicht. Sind aber IMO die besten Urlaube.
Wie organisiert Ihr die Unterkunft? Hauptsaison und spontan ein B&B erwies sich schon an recht schwieirg. Nix Hauptsaison - ich sagte ja ende Mai/Anfang Juni ist mein Schottlandfenster - nie schlechtes Wetter zu der Zeit gehabt. Ansonsten Booking.com und die wie ich schon oft sagte "Touristinformation" ist Dein Freund bei der Unterkunftsuche. Haben 2010 beides genutzt und hat geklappt und das obwohl wir sogar drei Zimmer brauchten was dazu führte das wir stellenweise weiter fahren mussten als wir wollten, denn 3 Zimmer ist nicht einfach. Mit booking.com hatten wir das Problem, daß zumeist das Netz gar nicht ausreichte, um mal eben kruz nachzuschauen. Die App war eingefroren.
Angrist, gleich als Tipp: Wenn Du unterwegs Internet brauchst, plan mittags einen Stopp in einem Tearoom ein. Zu 90% haben die kostenloses WiFi. Da sitzen dann all die Wanderer, Radfahrer, Motorradfahrer und trinken Tee - und daddeln an ihren Handys rum.
Empfohlene Hotels
- Roundabout Hotel in der Grafschaft West Sussex: Ein typisch britisches Hotel mit großen hängenden Lüstern im Empfangs- und Lobbybereich. Schwere Teppiche, verwinkelte Flure und eine offene Treppenanlage. Es erinnerte an die Agatha Christi bzw. Edgar Wallace Filme. Wir fühlten uns sofort wohl.
Besondere Hinweise zum Motorradfahren in England
Das Fahren in England unterscheidet sich in einigen Punkten vom Fahren in Deutschland. Hier sind einige wichtige Hinweise:
Linksverkehr
Der Linksverkehr ist eine der größten Herausforderungen für Motorradfahrer aus dem Ausland. Es ist wichtig, sich daran zu gewöhnen und besonders aufmerksam zu sein.
- Viele Deutsche kommen mit dem Linksverkehr nicht sofort klar. Für mich lief es jedoch problemlos. Immer zuerst nach rechts schauen und im Zweifel so links wie möglich einordnen.
- So hatte ich während des ganzen Aufenthaltes beim Fahren keine Verkehrsprobleme. Auf engen Straßen, mit ihrem dichten Bewuchs rechts und links wirkten sie noch schmäler, musste ich mich erst mal an das Licht- und Schattenspiel gewöhnen.
Single Track Roads
Ganz typisch für Schottland sind die sogenannten Single Track Roads. Einspurige Straßen, auf denen nur ein Auto Platz hat. In regelmäßigen Abständen gibt es Ausweichbuchten, die das Passieren oder Überholen anderer Verkehrsteilnehmer ermöglichen. Hier gilt: wer den anderen zuerst sieht, der wartet und macht Platz. Es ist erstaunlich, wie diszipliniert und zuvorkommend die Schotten sich an diese Regel halten. Man sollte natürlich ebenfalls Rücksicht nehmen und sich stets mit einem Gruß bei den Wartenden bedanken.
Wetter und Reisezeit
Das Wetter in England kann unberechenbar sein. Es ist ratsam, sich auf alle Wetterbedingungen einzustellen und die richtige Kleidung mitzunehmen.
Schottland ist sicherlich kein Land, das seine Besucher mit schönem Wetter ködern muss. Wer nach Schottland reist, der muss Regen hin undwieder mal in Kauf nehmen. Das Schöne ist jedoch, dass nach dem Regen meistens auch sehr schnell wieder die Sonne folgt. Ich habe selten ein Land erlebt, wo sich das Wetter so facettenreich zeigt.
Beste Reisezeit
Die Frage nach der klimatologisch besten Reisezeit lässt sich wirklich nur schwer beantworten. Der statistisch gesehen trockenste Monat ist der Mai. Ich persönlich war von Mai bis Juli in Schottland unterwegs und fand das Wetter in dieser Zeit einfach perfekt.. Es war sogar viel besser, als ich erwartet hätte und so gab es einige Wochen am Stück keinen Niederschlag, was dazu führte, dass es in den Highlands verboten war Lagerfeuer zu machen und die Zeitungen vor einer Hitzewelle warnten.
Kulinarische Tipps
Neben Whiskey, wird in schottischen Pubs in erster Linie Bier getrunken. Hier stellt sich die Frage, wie und was bestellt man überhaupt. Die Auswahl ist gigantisch und mit „one beer please!“ erntet man nur fragende Blicke. Will man ein Bier, das einem Pils am ähnlichsten ist, dann bestellt man ein Lager. Wenn man jedoch ein wenig experimentierfreudig ist, so empfehle ich ein leckeres Ale. Hier gibt es in ganz Großbritannien eine riesige Auswahl. Während ein Lager bei etwa 5-7 Grad serviert wird liegt die Trinktemperatur bei einem Ale bei etwa 12 Grad. Auch der Kohlesäuregehalt ist niedriger. Ale ist der Grund dafür, warum viele Deutsche spotten, die Briten hätten nur schales Bier im Angebot.
Weitere Tipps
Bei DFDS Seways kann man in der tat weitere Fahrzeuge dazu buchen und wenn man Anruft und seine ADAC Nummer dazu angibt bekommt man auch noch 10% Rabatt.
Ansonsten Booking.com und die wie ich schon oft sagte "Touristinformation" ist Dein Freund bei der Unterkunftsuche.
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