Franken bietet eine Vielzahl an attraktiven Motorradtouren durch abwechslungsreiche Landschaften. Ob durch sanfte Hügelketten, weite Flussauen oder verträumte Täler, hier findet jeder Biker seine Traumroute.
Tourenvorschläge für Franken
Auf dieser Seite stellen wir die einzelnen Touren vor, die jeden Biker begeistern.
Tour 1: Durch das Obere Maintal
Schon kurz nachdem man durchs Kulmbacher Land Richtung Nordwesten startet, lässt sich der Charme dieser Route durchs Obere Maintal erahnen. Sanfte Hügelketten, weite Flussauen und verträumte Täler prägen den romantischen Charakter des Tourengebietes. Dabei durchfährt man sehr wechselhafte Landschaften: vom Blütenmeer zur Obstwiese, vom frischen Hellgrün der Hügellandschaft bit zu sattgrünen Wäldern! Und mittendurch führen Straßen und Wege die - mit der gleichen Vielseitigkeit versehen - jeden Biker begeistern. Unterwegs laden Orte und Städte mit historischer Fachwerkromantik, zahlreiche Museen, Seen, Burgen und Schlösser zum Zwischenstopp ein - auch wenn man sich vor lauter Fahrspaß fast schon ein wenig dazu zwingen muss. Schon bei der Ausfahrt aus der Bierstadt Kulmbach in Richtung Untersteinach liegt die Vorfreude auf die bevorstehende Tour in der Luft.
In Presseck angekommen ist ein Stopp am Aussichtsturm Pressecker Knock, der momentan im Neubau ist, ein absolutes Muss. Denn hier, auf knapp 700 m Höhe gelgen, kann man sich bereits kurz nach Tourstart einen Fernblick auf den zu erwartenden Motorradspaß ins benachbarte Thüringen genehmigen. Mit dem Thüringer Schiefergebirge, dem Oberen Saaletal und der Bleilochtalsperre ist dieser nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern überzeugt auch mit seinen windungsreichen Motorradstraßen.
Zurück im Frankenland lädt nach einer heißen Tour das Naturbad in Rugendorf zur Abkühlung ein.
Tour 2: Durch den Frankenwald ins Vogtland
Startpunkt für diesen Tourenvorschlag ist Stadtsteinach im Kulmbacher Land. Durch dichte Wälder führt die Straße rasch hinauf in den hohen Frankenwald. Reizvolle Kurvenkombinationen erfreuen Bike und Biker und oben angekommen, lässt sich bei freier Aussicht schon die nächste Waldabfahrt erspähen. Bei so viel Kurvenvergnügen ist es dann auch verzeihlich, dass man fast unmerklich in ein anderes Bundesland wechselt.
Das sächsische Vogtland ist erreicht und die Talsperre Pöhl bei Plauen dient als attraktive Wendemarkt in Richtung Kulmbacher Land. Mit dem Badesee in Trebgast, dem Goldbergsee in Marktschorgast oder der 117 m langen Riesenwasserrutsche im Wirsberger Schwimmbad warten auch heute widder Haltepunkte mit Aussicht auf erfrischendes Nass. Noch nicht genug Dampf abgelassen? Dann schnell ins Deutsche Dampflokomotiv Museum, das in Neuenmarkt vor allem bei „großen Kindern“ für Begeisterung sorgt.
Tour 3: Ins Fichtelgebirge und die Oberpfalz
Diese Tour führt direkt von Kulmbach - der heimlichen Hauptstadt des Bieres und der Biker - durchs Kulmbacher Land ins Fichtelgebirge - ein echtes Kurvenparadies. Die Bergkuppen mit Höhen bis zu 1100 m sind zusätzliche Garanten für fahrerisch reizvolle Motorradstrecken. Vorbei an Wintersportzentren und traditionsreichen Ortschaften führt uns der Weg bis in die Oberpfalz. Ein weiterer Pflichtstopp dieser Runde ist Bayreuth. Der festen Größe in der Opernkultur sollte man, wenn auch nur als Stippvisite, seine Aufwartung machen.
Ein Besuch im Schloss Neudrossenfeld mit seinen Terrassengärten passt danach hervorragend ins heutige Programm. Weitere Sehenswürdigkeiten: Bierstadt Kulmbach mit ihrer Museenlandschaft, Naturbühne Trebgast (Programm von Mai bis August) sowie die Naturkräuterschmiede in Harsdorf.
Tour 4: Durch die Fränkische Schweiz
Vom malerischen Töpferort Thurnau führt uns diese Route zunächst an den Motorradklassikern der Fränkischen Schweiz vorbei. Waischenfeld, Gößweinstein und später auf dem Rückweg Pottenstein sind die bekannten Orte der Region und der Stopp in Aufseß-Heckenhof wohl der Treffpunktklassiker Oberfrankens schlechthin. Unsere Route führt dann über Neuhaus an der Pegnitz, bis nach Weiden in der Oberfpfalz, weltbekannt für seine bleikristall- und Porzellanindustrie. Auch die Rückfahrt lädt zum Kurvenschwingen ein.
Tour 5: Entlang von Flüssen und Felsen
„Es ist alles im Fluss“ ist ein passendes Motto für diese Tour aus dem Kulmbacher Land in die Fränkische Schweiz. Zum einen natürlich wegen der hohen Dichte an Flüssen und Bächen wie dem Main mit dem Mainzusammenfluss bei Schloss Steinenhausen, der Regnitz, Pegnitz, Aufseß, Wiesent und noch einigen mehr. Zum anderen wegen der zahlreichen Berg- und Felsformationen, um die die schönsten Motorradstrecken geradezu fließen. Mit Bamberg wartet ein Kulturstopp erster Güte, denn die Altstadt wartet mit dem größten unversehrt erhaltenen Stadtkern Deutschlands auf und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Im Kulmbacher Land lohnt sich ein Abstecher zur Tanzlinde in Peesten oder auch ein Besuch des Fritz-Hornschuch-Bades in Mainleus.
Tour 6: Fachwerkstraße Regionalroute "Franken - Genuss mit Wein und Bier"
Fachwerkfaszination, Geselligkeit und überzeugende Motorradwege werden uns auf der Fachwerkstraße-Regionalroute „Franken - Genuss mit Wein und Bier“ serviert. Die Fachwerkhäuser, deren Bau zur Zeit der Renaissance aufblühte sind in ihrer Architektur in Deutschland einzigartig. Los geht´s in der Bierstadt Kulmbach, die bei uns Motorradfahrern auch durch die jährliche Sternfahrt bekannt ist. Parallel zur A70 gefällt die Strecke mit motorradfreundlichen Windungen, die uns zur Fachwerkstadt Baunach lotsen, die das erstmals im Jahr 802 urkundlich erwähnt wurde. Das Stadtbild rund um den historischen Marktplatz ist geprägt von seinen prächtigen Fachwerkbauten alter Wirtshäuser. Der „Obleyhof“ nimmt fast die ganze nördliche Seite des Platzes ein. Und die früher „Gloccenhaus“ genannte „Schwanenwirtschaft“ ist das älteste Fachwerkhaus des Landkreises Bamberg.
Weitere Kleinode finden sich hinter dem Marktplatz und der Pfarrkirche. Einladendes Asphaltmaterial lotst uns nach Ebern. Die historische Altstadt ist noch von großen Teilen ihrer mittelalterlichen Stadtbefestigung umgeben. Bekannt ist sie für ihr „Kegelspiel“ - eine Anordnung von ehemals acht Türmen in der Stadtmauer, wovon heute noch fünf stehen. Ebern gilt als Tor zum Deutschen Burgenwinkel wegen seiner Vielzahl an Burgruinen, Schlössern und Festungen, jedoch ist es das Fachwerk, das die Szenerie der bildhübschen Stadt dominiert.
Das denkmalgeschützte Ensemble auf dem Marktplatz wird überragt vom imposanten Bau des Rathauses aus dem 17. Jahrhundert. Die kunstvolle Fassade des dreistöckigen Fachwerkbaus gilt als die schönste der Stadt. Rund 20 Minuten später wartet die nächste Möglichkeit in Fachwerkidylle einzutauchen Am östlichen Eingangstor zu den Haßbergen reiht sich nämlich Untermerzbach in den Reigen der von pittoresker Baukunst mit raffinierten Holzverstrebungen geprägten Städte ein. Sehenswert sind hier wie in der näheren Umgebung das Schloss, das historische Rathaus und die romanische Kirche in Obermerzbach. Auf der kurvigen Strecke zurück nach Kulmbach warten noch 3 weitere Städte der Deutschen Fachwerkstraße, an denen nicht vorbeigefahren werden sollte.
Seßlach hat in einer Reihe von Genussorten in der Region wegen seiner seit Generationen geführten Gastronomiebetriebe einen hohen Stellenwert. Das Stadtbild zählt zu den schönsten Oberfrankens. Drei Tore, verbunden durch eine bis heute intakte Stadtmauer, umschließen die Altstadt, eine der bedeutendsten historischen Stadtkerne Deutschlands. Auf einem 403 m hohen Vulkankegel gelegen ist die Veste Heldburg bereits von weitem sichtbar. Zu Fuße der 'Perle deutscher Burgenschönheit' liegt die romantische Kleinstadt, deren alte Stadtmauer die noch fünf erhaltenen Türme und das Untere Stadttor aufweist. Reizvoll im Oberen Maintal und unmittelbar am Ufer der idyllischen Rodach ist Marktzeuln mit seinen hübschen Fachwerkgebäuden gelegen.
Tour 7: Durch das fränkische Fachwerk
Start und Ziel dieser illustren Frankenrunde ist Happurg, wo sich mit der Kainsbacher Mühle ein schönes Quartier für Motorradfans anbietet. Vorbei am 579 Meter hohen Nonnenberg und an Bayerns zweitgrößter Stadt, Nürnberg, wird kurvenreich Kurs auf den ersten Fachwerkstopp dieser Runde genommen. Herzogenaurach, die Heimat der Weltkonzerne adidas und PUMA, weiß mit seiner mittelalterlichen Altstadt zu gefallen. Hier kann nach Herzenslust gebummelt werden, denn in den malerischen Fachwerkhäusern befinden sich viele kleine, inhabergeführte Läden. Auch das Gastronomieangebot lädt zum Verweilen ein.
Cadolzburg im Landkreis Fürth ist nur wenige Kilometer entfernt. Es ist benannt nach seiner Burg, die hoch auf einer steilen Felsnase thront. Als eine der wichtigsten Residenzen der Hohenzollern aus dem 13. Jhd. wurde sie nach einem Brand im Zweiten Weltkrieg ab den 1970er Jahren erneut aufgebaut. Vom historischen Aussichtsturm, dem „Bleistift“, hat man einen fantastischen Blick über die Region. In der Marktgemeinde kann man zahlreiche historische Bürgerhäuser und Fachwerk-Partien bewundern.Es folgt eine unterhaltsame Kleinstraßenfahrt, die mit so mancher Straßenwindung gefällt. Schließlich wird Bad Windsheim erreicht, das sich nicht zuletzt als Museumsstadt einen Namen gemacht hat.
So sollte das Fränkische Freilichtmuseum und das Reichsstadtmuseum im „Ochsenhof“ unbedingt auf der Besuchsliste, bevor man sich im historischen Stadtkern zur Kaffeepause niederlässt. Bis zum nächsten Fachwerkstopp spielt der Steigerwald seine Motorradtrümpfe aus und macht deutlich, dass das angebotene Kurvenmaterial für einen erneuten und längeren Besuch in der fast unbekannten Tourenregion abgespeichert werden sollte.Das nun erreichte Marktbreit ist am südlichsten Punkt des Maindreiecks gelegen. In der lebendigen Altstadt mit seinen reich verzierten Fachwerkbauten, Türmen und Stadttoren finden sich zahlreiche Restaurants, in dem der heimische Wein des Fränkischen Weinlandes gerne verköstigt wird. Einen Katzensprung entfernt liegt Ochsenfurt, das auch die Stadt der Türme genannt wird. Die historische Altstadt mit ihren sehenswerten Fachwerkhäusern wird von einer nahezu vollständigen Befestigungsanlage mit zahlreichen Stadttoren und Türmen umrahmt.
Zurück zum Ausgangspunkt Happurg ist Motorradspaß pur zu erleben, denn nach der nächsten Steigerwaldetappe wird in die „Fränggische“ eingefahren, wie man die Fränkische Schweiz bei den Einheimischen nennt.
Tour 8: Fachwerkhäuser und malerische Orte
Von der Blütezeit der Stadt Königsberg (Bayern), dem Start- und Zielort dieser Runde, zeugen noch heute die malerischen trauf- und giebelständigen Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie umrahmen die alten Pflasterstraßen und den historischen Salzmarkt. Das kunstreich verzierte Uhrmacherhaus von 1733 in der Marienstraße ist wegen seiner imposanten Holzfassade wohl eins der schönsten Fachwerkgebäude Frankens. Oberhalb der mittelalterlichen Fachwerkstadt liegt die Burgruine Königsberg, deren gewaltige Grundmauern wohl bereits um 900 entstanden.Einige verkehrsarme Sträßchen später wartet Zeil am Main. Hier stellt der malerische Marktplatz die „Gute Stube Zeils“ dar: Das mittelalterliche Fachwerkstädtchen mit seinen schmalen Seitengassen, malerischen Winkeln und Resten der Stadtbefestigung wird vom Kapellenberg mit dem Wallfahrtsziel „Zeiler Käppele“ gekrönt.
Kulinarisch gesehen sieht sich die Stadt an der „Nahtstelle von Wein-und Bierfranken“. Beide Getränke werden seit Generationen vor Ort erzeugt und ausgeschenkt. Fast könnte man das Motorrad in die nächste Fachwerkidylle schieben. Unmittelbar am nördlichen Mainufer und reizvoll zwischen den Naturparks Haßberge und Steigerwald ist die Stadt Haßfurt gelegen. In ihrer ursprünglichen Anlage als langgezogenes Rechteck entstanden ist der Aufbau dieser malerischen Altstadt noch heute erkennbar. Sie wird von der breitangelegten Hauptstraße durchzogen und durch die beiden großen Stadttürme begrenzt. Zu den bedeutenden Bauwerken und als Wahrzeichen der geschichtsträchtigen Stadt zählen die spätgotische Ritterkapelle (1390) und die ebenfalls spätgotische Pfarrkirche am Marktplatz. Es folgt ein kurvenreicher Abstecher nach Bad Neustadt an der Saale in die Rhön, genauer gesagt in die Region Grabfeld.
Auch hier im Süden punktet das faszinierende Mittelgebirge mit begeisternden Straßen bis schließlich Stadtlauringen erreicht wird.Die nördlichste Gemeinde des Landkreises Schweinfurt liegt idyllisch eingebettet in die Naturlandschaft am Rande der Haßberge. Die typisch fränkischen Fachwerkbauten sowie zahlreiche Schlösser und imposante Kirchenbauten erfreuen jeden Kulturfreund mittelalterlicher Baukunst. Den Schlusspunkt setzt wenig später Hofheim in Unterfranken, das fränkische Beschaulichkeit vermittelt. Das noch unverfälscht erhaltene Fachwerkstädtchen gefällt mit schmucken und liebevoll gepflegten Fassaden.
Tour 9: Natur pur durch Franken
Natur pur erwartet uns auf dieser typischen Motorradtour durch Franken: Tiefe grüne Täler, weite Hochflächen, Burgen und Schlösser, Tropfsteinhöhlen, romantische Städte, heimelige Ortschaften. Und enorme Höhenunterschiede zwischen Hochflächen und Tälern. Die rund 200 Kilometer lange Runde startet in Nürnberg. Nach Verleihung der Stadtrechte Anfang des 14. Jahrhunderts wuchs Nürnberg schnell zum größten Handelsplatz Frankens. Die Güter, die hier umgeschlagen wurden, kamen aus dem Süden z. B. aus Venedig und mussten weiter in den Norden transportiert werden. Seine wirtschaftliche und kulturelle Blüte erreichte Nürnberg im Laufe des 16. Jahrhunderts.
Entlang der Pegnitz geht es danach auf der Bundesstraße 14 nach Lauf und Hersbruck. Dort zweigen wir nach Norden ab und folgen dem Verlauf der Mittleren Pegnitz. Jetzt ist es mit dem gemütlichen Dahingleiten schlagartig vorbei. Eine Schräglage folgt der nächsten, Geraden sind Mangelware, die Bremsbeläge werden heiß, das Getriebe hat gut zu tun. In Neuhaus stoppt das Ortsschild die wilde Kurverei. Ein Abstecher zur berühmten Maximiliansgrotte? Am Truppenübungsplatz Grafenwöhr entlang geht es weiter nach Norden über Auerbach nach Kirchenthumbach. In Neustadt erhebt sich mit der Rauen Kulm ein 680 Meter hoher Vulkankegel, im darauffolgenden Ort Creussen sind es die Töpferwaren, die uns staunen lassen. Hinter Trockau taucht Pottenstein vor dem Lenker auf. Typisch für das Herz der Fränkischen Schweiz ist seine hohe Burgen- und Schlösserdichte.
So auch in Pottenstein, wo der nächste Halt auf dieser Motorradtour durch Franken zur Pflicht wird. Auch in Püttlach warten eine schmucke Burg und eine malerische Höhle. Nur ein paar Kilometer weiter kommt Tüchersfeld in Sicht. Das Felsendorf wurde auf abenteuerliche Weise direkt in die steilen Felsen hineingebaut. Während dieser Motorradtour durch Franken Lust auf einen interessanten Museumsbesuch? Vom Püttlachtal zweigt unsere Motorradtour durch Franken übergangslos ins Wiesenttal ab. Mit dem Ort Gößweinstein erwartet uns dort ein weiteres optisches Glanzlicht. Burg oder Wallfahrtskirche - beide sind eine Stippvisite wert. Weiter das Wiesenttal entlang. In ruhigen, lockeren Bögen und mit herrlichen Aussichten auf die Flusslandschaft. In Ebermannstadt verlässt unsere Motorradtour durch Franken die Wiesent und biegt links Richtung Pretzfeld ab.
Hier hat die Kleine Trubach in Lauf von Jahrmillionen ein idyllisches Tal gegraben, in dem sich im Mittelalter viele Müller niederließen. Zahlreiche Mühlen stehen noch heute und verwandeln das Tal in ein Kleinod.
Franken: Ein Paradies für Motorradfahrer
Nirgendwo anders in Deutschland ist die motorradfahrerische Vielfalt größer als in Franken. Verschiedene ganz unterschiedliche Landschaften wetteifern um die Gunst der Motorradfahrer. Die Fränkische Schweiz ist für Biker ein absolutes Highlight. Rasante Serpentinenstrecken wechseln sich ab mit idyllischen Talfahrten, bei denen sich Landstraßen kurvenreich entlang kleiner Flüsse schlängeln. Dank des ländlichen Charakters sind die meisten Strecken mit dem Motorrad entspannt zu fahren. Viele wohlgeformte Kurven laden Sie ein zu einer Motorradtour im steten Rhythmus nach rechts, nach links. Bei den Motorradfahrern besonders geschätzt sind die vielen Biker-Treffs in der Fränkischen Schweiz. Der über die Grenzen Frankens weit hinaus bekannteste Treffpunkt für Motorradfreunde ist die Kathi in Heckenhof.
Mit dem Motorrad in Franken: Das ist eine herzliche Einladung - zu abwechslungsreichen Touren, motorradfreundlichen Gastgebern und genussvollen Stunden.
Wir stellen Ihnen attraktive Tourenvorschläge für die 16 fränkischen Ferienlandschaften vor. Die erfahrene Motorradjournalistin Dr. Franken bietet Bikern Panoramablicke auf ursprüngliche Natur, schmale Täler und sonnige Wiesen, Mittelgebirgszüge und glitzernde Wasserflächen, durchzogen von ruhigen Landstraßen. Motorradfreundliche Gastgeber haben sich ganz auf ihre „bikenden” Gäste eingestellt und bieten ihnen zudem einen genau auf sie zugeschnittenen Service.
Tipps für die Planung Ihrer Motorradtour
Die schönsten Motorradtouren in Franken zu benennen, hängt einzig und allein vom Faktor Zeit ab. Planst du eine Tagestour, oder bringst du für den Motorradurlaub etwas mehr Zeit mit? Um dir einen besseren Eindruck zu verschaffen, macht dich das Team von Helmexpress erst einmal mit der Gegend vertraut und gibt Tipps für Einsteiger. Entweder nutzt du für die Tourplanung eine klassische Landkarte, einfach den Google-Routenplaner oder spezielle Reise-Apps fürs Motorrad. Um einen guten Überblick über die Motorradtour Fränkische Schweiz zu bekommen, haben wir alle angesprochenen Orte fett markiert. Wenn du sie in den Google-Routenplaner oder deine Reise-App eingibst, kannst du die große Schleife sehr gut nachvollziehen. Wer den klassischen Atlas bevorzugt, sucht im Inhaltsverzeichnis zunächst nach der Ortschaft „Ebermannstadt“. Ziehe dann eine Linie nach Süden, bis sich diese mit dem Breitengrad durch Erlangen schneidet. Nach Norden ziehst du die Linie hoch bis zum Breitengrad, der durch Lichtenfels führt. Für eine ganz große Runde, mit zahlreichen Abstechern zu den Sehenswürdigkeiten musst du ca. 400 km einplanen.
Hier empfiehlt sich eine Mehrtagestour. Deine Tour könnte somit im Süden in „Lauf an der Pegnitz“, nahe Nürnberg, beginnen. Über die Ortschaften „Schnaittach“, „Siegersdorf“, „Simmelsdorf“, „Hiltpoltstein“ und „Trubach“ würdest du dich dem Herz der Fränkischen Schweiz nähern. Wie gesagt, für eine große Runde bist du gut 7 Stunden unterwegs und müsstest zahlreiche Sehenswürdigkeiten einfach links liegen lassen. Klar, die Fränkische Schweiz mit dem Motorrad zu bereisen, bedeutet zunächst einmal, kurvige Landstraßen entdecken, die sich entlang von Flüssen durch bizarr anmutende Täler und Felslandschafen schlängeln. Hier trifft zu: Der Weg ist das Ziel. Jedoch solltest du auch genügend Rastpunkte einplanen. Denn so triffst du auf zahlreiche historisch Bauwerke, Ruinen, Höhlen, Burgen und Altstädte mit langer Tradition. Wir haben für die Motorradtour Fränkische Schweiz eine Route gewählt, die das Beste aus beiden Welten enthält. Im Wechsel genießt du das Motorradfahren und nimmst dir Zeit für die gemütliche Einkehr oder betrachtest die Sehenswürdigkeiten.
Wir gehen davon aus, dass du über „Bamberg“ in diese schöne Region einfällst und raten zunächst, nichts wie runter von der langweiligen A73. Denn bereits hier beginnen die verwinkelten Straßen und Ortschaften, die zum Entschleunigen der Zeit einladen. Du amüsierst dich noch über den Ortsnamen „Strullendorf“, da kommst du mit dem Motorrad schon in „Buttenheim“ an. Du fragst dich, was dieser Ort mit deiner Motorradhose zu tun hat? Ganz einfach. Hier steht das Levi Strauss Museum. Richtig. Der Mann, der als Erfinder der Jeans gilt und die Modewelt revolutioniert hat. Die Motorradtour Fränkische Schweiz geht weiter und führt von „Eggolsheim“ in Richtung „Weilersbach“. Wer möchte, macht kurz halt und genießt den Ausblick vom „Burgstall Retterner Kanzel“. Das ist auch ein Eldorado für MTB Fahrer, die hier die Abfahrt in Richtung „Forchheim“ genießen. Dermaßen von der Natur angeheizt, geht es weiter nach „Weilersbach“ und „Kirchehrenbach“, wo uns die schöne „Walberla“ empfängt. Nein, dabei handelt es sich um keine Gasthauswirtin, sondern eine frühgeschichtlich besiedelte Ehrenbürg. Diese besteht aus dem 532 Meter hohen Rodenstein und eben dem 512 Meter hohen Walberla. Von Frankens Kultberg aus kannst du eine grandiose Aussicht genießen.
Falls du ein Faible für Batman hast, der sich in seiner Jugend ja ebenfalls gerne in Höhlen herumgetrieben hast, bist du in und um „Ebermannstadt“ genau richtig. Mit der „Frauenhöhle“, „Engenreuther Höhle“, „Doktorhöhle“ und natürlich der bekannten „Binghöhle“ befinden sich gleich vier dieser Naturspektakel in nahem Umfeld. Nach so viel Abkühlung in den Höhlen aber schnell wieder in die Sonne, rauf aufs Motorrad und zu einer Schleife abseits der Schleife. Warum? Weil dich eine kleine Runde um Ebermannstadt vom Trubachtal in das wunderschöne Wiesenthal bis zur Behringermühle führt. Unter Motorradfahrern gilt diese Schleife als Sahnehäubchen-Strecke. Hier müssen Bierliebhaber stark sein, den nicht umsonst hat es die Ortschaft mit ihren Brauereien ins Guinessbuch der Rekorde geschafft. Wir widerstehen aber (vorerst) dem edlen Hopfensaft und machen uns auf zum „Hugoturm“.
Erst mal nicht schlecht, aber noch beeindruckender ist das nur wenige Kilometer westlich gelegene „Schloss Greifenstein“, der Stammsitz der Schenken von Stauffenberg (Eintritt: 4 Euro). Dort findet sich auch eine Burgklause mit Biergarten, wo fränkische Spezialitäten und Kuchen kredenzt werden. Dazu steuern wir mit dem Motorrad die Ortschaft „Heckenhof“ an und blicken auf das „Kathi Bräu“. Motorradtouren in Franken ohne einen Besuch im Bikertreffpunkt „Kathi Bräu“ einzuplanen, das geht irgendwie gar nicht. Jetzt die Motorradjacke runter, locker über die Stuhllehne gehängt und luftig geht es bei einer leckeren Brotzeit oder warmen Kleinigkeiten zur Sache. Für Motorradfahrer gilt zwar im Besonderen die Maxime „don’t drink and drive“. Wer jedoch nur ein kleines Bierchen trinkt und das „Kathi-Leicht“ mit 40 % weniger Alkohol, aber 100 % Geschmack wählt, der dürfte keine Probleme bekommen.
Mit anderen Bikern wird noch ein bisschen gefachsimpelt, vielleicht sogar über unsere Beiträge im Magazin. Wir nähern uns dem nördlichsten Punkt der Schleife und haben dabei „Hollfeld“ hinter uns gelassen. Nun erwartet uns in „Wonsees“ der faszinierende Felsengarten. Die bizarren Felsformationen im Buchenhain Sanspareil lassen einen Stauen. Die Natur selbst war hier die Baumeisterin. Der Morgenländische Bau und das Felsentheater im Buchenhain sind bis heute erhalten. In der Fantasie laufen hier ganz eigene „Bayreuther Festspiele“ ab. Wer möchte, kann jetzt tatsächlich einen Abstecher nach „Bayreuth“ machen und sich das Festspielhaus ansehen. Wir bleiben indessen auf unserer Route und machen uns auf in das malerische „Kleinziegenfelder Tal“.
Dort, wo hoch aufragende Kalksteinfelsen uns auf der Route Spalier stehen, kommen wir nochmals ins Schwärmen. Ein Eldorado für Kletterfans, aber auch das reine Betrachten während der Fahrt hinterlässt spürbaren Eindruck. In „Scheßlitz“ treffen wir auf ein malerisches Stadtbild mit vielen hübschen Bürgerhäusern und der „Giechburg“. Von dort oben erfreuen wir uns über einen schönen Blick auf das Bamberger Land. Denn ganz in der Nähe hatten wir unsere Motorradtour Fränkische Schweiz ja begonnen. Bevor wir den Ausgangspunkt erreichen, steht mit dem Besuch der Gemeinde „Litzendorf“ noch eine folgenschwere Entscheidung an. Hier gibt es in direktem Umfeld gleich fünf Brauereien, die Biere, eines leckerer als das andere brauen.
Das bedeutet: Soll man die Tour beenden und über „Bamberg“ und die A37 Richtung Heimat düsen - oder, das eine oder andere Bierchen verköstigen, dann ab in ein Motorradhotel Fränkische Schweiz und am nächsten Tag noch einen Urlaubstag dranhängen?
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