Mit seinen atemberaubenden Landschaften und kurvenreichen Straßen ist Slowenien ein Paradies für Motorradfahrer. Slowenien bietet ein besonders vielfältiges Tourengebiet von den Alpen über das Pannonische Becken bis ans Mittelmeer.
Gut ausgebaute Straßen und eine vergleichsweise geringe Verkehrsdichte machen das Land attraktiv für Motorradreisende. Eine Motorradreise durch das grüne Herz Europas wird nicht nur wegen der zahlreichen Natursehenswürdigkeiten, die von üppigen Weinbergen, sanften Hügeln bis hin zu spektakulären Gebirgszügen variieren, in Erinnerung bleiben.
Kulinarische Genüsse
Wer auf einer Motorradtour durch Slowenien zu Mittag isst, eine Süßspeise verputzt oder einfach nur irgendwo einen Kaffee trinkt, bemerkt oder besser gesagt: schmeckt sofort die Verwandtschaft des Landes zum Nachbarland Österreich. So sehr erinnert das Essen und Trinken an die ehemalige k.u.k. Kulinarik, egal ob in Form von Süßspeisen, Quark- oder Nudelgerichten.
Die Hauptspeisen heißen Cevapcici oder Raznjnci (von der dalmatischen Küche beeinflusste Fleischgerichte), zum Nachtisch nimmt man gerne süße Pfannkuchen, Palacinken genannt. Dazu einen kleinen schwarzen Kaffee, und man fühlt sich wie in einem Wiener Kaffeehaus.
Da der Teil Sloweniens auf der Istrischen Halbinsel lange unter venezianischer Herrschaft lag, kommt dort beim Essen und Trinken der italienische Einfluss in Form von Pizza und Pasta zum Tragen.
Rund um den Triglav
Kein Wunder, dass rund um diesen ebenfalls höchsten Gipfel der Julischen Alpen Motorradsträßchen vom Feinsten auf uns warten. Die Runde um den Triglav wird daher das Sahnestückchen einer jeden Motorradtour durch Slowenien.
Das Highlight ist unbestritten die Überquerung des 1.611 Meter hohen Vršič-Passes mit seinen rund 50 Serpentinen - eine der besten Motorradtouren in Slowenien überhaupt. Diese ehemalige Militärstraße verlangt eine gewisse Alpenerfahrung, was ebenso für die so genannte Mangartstraße gilt. Dieses schmale einspurige Bergsträßchen weist bis zu 22 Prozent Steigung und insgesamt fünf Tunnels auf.
Startort zu dieser Slowenien-Motorradtour ist Kranjska Gora, der weltbekannte Wintersportort. Und schon nach einer Handvoll Kilometern tauchen wir in die ersten der 24 Aufwärts- kund 26 Abwärtskehren des Vršič-Passes ein.
Angelegt wurde die Passstraße im Ersten Weltkrieg von Tausenden von russischen Kriegsgefangenen für die österreichischen Truppen der Isonzo-Front. Nächstes Highlight ist der Predil-Pass. 1.156 Meter hoch gelegen, bildet er die Grenze zu Italien. Die Fahrbahn verläuft steil und kurvenreich, einige der Spitzkehren sind übertunnelt. Insgesamt eine anspruchsvolle Angelegenheit.
In Kobarid erfolgt der nächste Halt. Das dortige Kriegsmuseum widmet sich den insgesamt 12 Isonzo-Schlachten des Ersten Weltkriegs, ist sehr gut gemacht und nicht umsonst preisgekrönt. Weiter geht es einsam und idyllisch durch das Tal der Radovna, bevor die Fahrt nach Srednij Vhr mit Blicken hinab ins Sava-Tal und hinüber zum Triglav aufwartet.
Im Ort Srednij Vhr gibt es im Haus Nr. 9 Käse zu kaufen. Ein Abstecher nach Planica zur zweitgrößten Skisprungschanze der Welt folgt, dann ist diese Motorradtour in Kranjska Gora zu Ende.
Auch sie hat uns in ganz unterschiedliche Welten geführt - zu hochalpinen Gipfeln, in romantische Mittelgebirge, zu lauschigen Flusstälern und in idyllische Dörfer. Damit erweist sie sich als perfekte Vorzeigetour für Slowenien.
Anreise
Aus Süddeutschland bietet sich die Anreise auf den eigenen zwei Rädern an. Das ist eine entspannte Geschichte, bei der man auch noch einiges Sehenswertes am Wegesrand mitnehmen kann und am gleichen Tag im slowenischen Ziel ankommt.
Von München bis zur Hauptstadt Ljubljana sind es rund 400 Kilometer und es stehen grob vier Anreiserouten zur Auswahl. Die beste Route ist die über die mautpflichtige Großglockner-Hochalpenstraße und die landschaftlich am eindrucksvollste überhaupt. Für diese muss man sich etwas Zeit einplanen, denn da gibt es Einiges zu sehen und zu erkunden: der Gletscher auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe, da auch ein Museum, zudem bietet sich ein Abstecher zur Edelweißspitze mit Hütte auf 2571 Metern an.
Eine schnelle und gar nicht mal so unattraktive Anreiseroute, die westlichste von den aufgezählten, ist die über die Felbertauernstraße, bei der man die Grenze von Salzburg nach Tirol in einem sechs Kilometer langen Tunnel überschreitet. Dieser ist auch mautpflichtig.
Wobei überwinden der falsche Ausdruck ist, denn bei der Tauernschleuse Böckstein - Mallnitz unterquert man mit dem auf einem Zug verladenen Motorrad in Kärnten das Tauerngebirge.
Norddeutsche Motorradfahrer haben einen extrem längeren Anfahrtsweg als wir verwöhnte Tourer aus Bayern, Ihnen gilt unser vollstes Mitgefühl! Für die letzten 400 Kilometer stehen obige Routen zur Verfügung, aber die bis zu tausend Kilometer zuvor müssen natürlich irgendwie runtergerissen werden. Da heißt es Kilometer schrubben.
Eine Möglichkeit, Reifen und Nerven zu schonen (aber leider nicht die Urlaubskasse) ist ein Autoreisezug. Zum Bedauern vieler Motorradfahrer hat die Deutsche Bahn 2016 ihren Autoreisezug endgültig eingestellt. Jedoch schließen andere Anbieter die Lücke und bieten Autoreiseverbindungen in verschiedene Städte an, die Slowenien extrem näher bringen.
Routenvorschläge
Die nachfolgenden Routenvorschläge führen Genussfahrer durch ein Tourenparadies und können jeweils als GPX-Datei für gängige Navigationssysteme oder Navi-Apps heruntergeladen werden. Genauso kann man sich aber auch einzelne Streckenabschnitte für Tagesausfahrten zusammenstellen und hat damit eine gute Orientierungshilfe zu den interessantesten Tourengebieten.
Motorrad-Rundtour Österreich-Slowenien
Auf einer mehrtägigen Rundtour ab Freilassing an der deutschen Grenze führt die Strecke über knapp 1300 Kilometer durch die österreichischen Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten, passiert die Karawanken und erreicht schließlich Slowenien - gespickt mit besonders schönen Kurvenstraßen sowie beeindruckenden Passhöhen.
In Slowenien angekommen, widmet sich die Route den lohnenswertesten Strecken des Landes und führt im Uhrzeigersinn von Maribor im Osten in den hügeligen Süden Ljubljanas und schließlich in den westlich gelegenen Nationalpark Triglav.
Auf dem Rückweg durch Österreich wird die Großglockner Hochalpenstraße unter die Räder genommen, ein Schmankerl gegen Ende dieser von Motorrad-Highlights gesäumten Reise.
Start- und Endpunkt der Mehrtagestour nach Slowenien ist die deutsche Grenzstadt Freilassing. Über Salzburg ist schnell die schöne Seenlandschaft im Salzkammergut erreicht: Vorbei an Fuschlsee und Wolfgangsee wird auch der Hallstätter See am Nordufer passiert.
Ein fahrerisches Highlight bietet der Sölkpass, ehe es grob Richtung Graz geht - möglicherweise ein erstes Etappenziel in der Steiermark. Die hübsche historische Altstadt von Graz liegt zwar abseits der Route, hätte mit ihrer kulinarischen Vielfalt und ihrem architektonischen Erbe wie der Festung Riedersburg jedoch einen Besuch verdient.
Genussfahrer kommen vor allem in der hügeligen Südsteiermark ins Schwärmen. Die steirische Toskana zwischen Graz und Maribor mit ihren vielgelobten Weinanbaugebieten liefert ein sagenhaftes Kurvenangebot.
Über den Packsattel und eine Weinebene geht es an Deutschlandsberg vorbei nach Eibiswald. Hier folgt die Route einer liegenden Acht, um die schönen Motorradstrecken der Region "mitzunehmen": Fast 40 Kilometer geht es zunächst kurvenreich über die gut ausgebaute Grenzstraße zu Slowenien, dem Soboth Pass, Richtung Lavamünd.
Wenige Kilometer weiter ist das slowenische Dravograd erreicht, ehe die Strecke kurzweilig den Schwüngen des Flusses Drava folgt. Über den Radlpass geht es für einen kurzen Abstecher wieder in den Norden nach Österreich. Die zweite Schleife der liegenden Acht führt von Eibiswald nach Leutschach an der Weinstraße und bis Bresternica nahe der Stadt Maribor in Slowenien - ein mögliches zweites Etappenziel.
Zurück an der Drava folgt die Straße in sanften Links-Rechts-Schwüngen den Windungen des Flusses. Von Dravograd im Osten führt ein schier endloses Kurvenband ins Zentrum Sloweniens Richtung Kranj und Ljubljana.
Vor Kranj erwartet Motorradfahrer ein fahrtechnisches Highlight in den Karawanken: Den ordentlich ausgebauten Paulitschsattel sollte man sich nicht nur wegen seiner hohen Kurven- und Kehrendichte gönnen - die anschließenden idyllischen Gletschertäler Savinja und Logarska bieten einen Wasserfall und Einkehrmöglichkeiten. Fahrerisch überfordert die Strecke nicht und ist für jegliche Art von Motorrad geeignet.
Der landschaftlich schöne Seebergsattel schickt den Tourer dann weiter im Kurven-Run auf 1215 Meter Höhe. Auf der Nordrampe verläuft der Pass auf gut gebauter Piste in vielen Kurven und Kehren, erlaubt ordentliche Schräglagen und erweist sich dennoch als anfängertauglich.
Auf der Südseite ist der Seebergsattel etwas holpriger, aber gut zu fahren und landschaftlich besonders erlebenswert. Da viele Reisende andere Grenzübergänge für die Überquerung der Karawanken wählen, hat man diese Grenzstraße an vielen Tagen im Jahr fast für sich allein - was den Genuss dieses Streckenabschnitts noch erhöht.
Im Anschluss begeistert auch die links-rechts-schwingende Fahrt entlang des Flusses Kokra, der in den östlichen Karawanken am Seebergsattel entspringt. Die slowenische Hauptstadt Ljubljana mit viel kreativer Kultur, Grün und Flair sollte man sich unbedingt als Etappenziel gönnen. Im Sommer ist an den Flussufern der historischen Altstadt mit den überdachten Marktplätzen immer etwas geboten.
Auch die 900 Jahre alte Burg, die auf einer Anhöhe thront, sollte man sich nicht entgehen lassen. Von einem kostenlos begehbaren Teil der Anlage bietet sich eine herrliche Rundumsicht auf die Stadt und die umliegenden Berge. Die Anhöhe ist zu Fuß oder mit einer Bahn mit Glaskabine erreichbar.
Die lebhafte Atmosphäre der Stadt der Brücken lädt zum Flanieren ein und ein erlebnisreicher Tourentag kann bei zahlreichen Einkehrmöglichkeiten entlang des Flusses entspannt enden. Auf der nächsten Etappe von Ljubljana in den Süden Sloweniens fühlen sich neben den touristisch orientierten Motorradfahrern auch die dynamischen Kurvenliebhaber von den Straßenarchitekten verwöhnt.
Sehens- und Erlebenswertes bietet die Region Postojna mit der Postojnska Jama oder "Adelsberger Grotte", ein faszinierendes und farbenfrohes unterirdisches Labyrinth aus Höhlen und Schächten, die man in einer deutsch- oder englischsprachigen, einstündigen Tour entdecken kann. Wenige Kilometer weiter schmiegt sich die Höhlenburg Predjama an den Fels.
Da die sehenswerte Burg ebenfalls direkt an der Route liegt, sollte man hier unbedingt einen kurzen Boxenstopp einlegen. Nach Predjama führt die Route für etwa sechs Kilometer über eine unbefestigte Straße, die aber gut fahrbar ist - wer dieses kurze Waldstück meiden und auf Asphalt bleiben möchte, kommt nach Predjama über Grčarevec gen Norden, verpasst dann allerdings auch ein Highlight der Tour, das wieder asphaltierte Kurvenband nach Kalce, das definitiv für Grinsen unter dem Helm sorgt.
Viele spektakuläre Panoramen ergeben sich im slowenischen Bergland rund um den Nationalpark Triglav. Zu den Highlights einer Motorradtour gehören die Julischen Alpen, insbesondere die berühmte Vršič-Passstraße mit ihren 50 Serpentinen, sowie das Soča-Tal, das mit einer geschlängelten Straße in einer beeindruckenden Schlucht neben smaragdgrünem Wasser begeistert.
Der Vršič-Pass ist auf seiner Südrampe zwar gut ausgebaut, weist jedoch in den Kurven einige enge Stellen auf, die mit besonderer Vorsicht und voller Konzentration befahren werden sollten - vor allem bei Gegenverkehr durch Wohnmobile oder Busse.
Die größte Herausforderung dieses Passes wartet auf der Nordseite: Dort sind viele Kehren noch versehen mit dem ursprünglichen Granit-Kopfsteinpflaster aus der Zeit um 1915, als die Passstraße gebaut wurde. Obwohl stellenweise ausgebessert und neu verlegt, ist die Fahrbahn hier besonders bei Nässe äußerst rutschig und erfordert viel Erfahrung sowie eine umsichtige Fahrweise.
Der Vršič ist kein Pass für Anfänger, und die anspruchsvolle Route stellt auch für aufgewärmte Tourenfahrer eine zu meisternde Herausforderung dar. Tipp: Wochenenden und Ferienzeiten aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens meiden.
Über Tarvisio in Italien führt die Route nach Lienz in Österreich, dem möglichen letzten Etappenziel der Motorradreise. Die Fahrt auf der mautpflichtigen Großglockner Hochalpenstraße rundet das Motorraderlebnis eindrucksvoll ab.
Am besten nimmt man sich etwas mehr Zeit für dieses alpine Fahrabenteuer und lässt sich gemütlich über den Alpenhauptkamm treiben. Mit dem imposanten Dachsteingebirge vor dem Visier geht es flott durch Saalfelden am Steinernen Meer nach Lofer und, zurück in Deutschland, über Bad Reichenhall schließlich zum Ausgangsort der Rundtour, nach Freilassing, wo diese Traumroute durch vier Länder endet.
Die Motorradtour auf einen Blick
- Streckenlänge: ca. 1272 Kilometer
- Fahrtzeit: ca. 24 Stunden
Die ausgewählten Strecken variieren vom fahrerischen Anspruch von anfängertauglich wie von der Steiermark bis zum Seebergsattel bis anspruchsvoll und herausfordernd wie am Vršič-Pass. An Fahrspaß, Höhenmetern (insgesamt satte 36.220 m), Genuss und Panoramen der Extraklasse mangelt es der Route jedenfalls nicht.
Auf der Internetseite des Parks Postojnska Jama kann man die geführte und sehr empfehlenswerte Grottenbesichtigung vorab online buchen. Vor Ort stehen ausreichend Parkplätze und Safes für Helm und Motorradbekleidung zur Verfügung.
In der Postojnska Jama herrscht eine konstante Temperatur von 10 Grad Celsius. Damit es nicht zu kalt wird, sollte entsprechende Kleidung getragen werden. Falls nötig, kann man sich vor Ort auch einen Regenmantel leihen.
Highlights der Tour
Die Route verläuft auf den für Motorradfahrer spaßigsten Strecken im östlichen Alpenraum. Jede Etappe bietet eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an interessanten Strecken und Sehenswürdigkeiten wie z.B. Sölkpass, Karawanken-Überquerung nach Kranj, Ljubljana, Postojna mit seiner Höhlenwelt und Burg, Kurvenstrecken im Triglav Nationalpark und die Großglockner Hochalpenstraße zum Ende der Tour.
Alternative Dreiländer-Tour durch den Triglav und die Karawanken
Wer nur eine Motorradtour im Triglav Nationalpark und den Karawanken plant und die GPS-Daten für die Anreise durch Österreich nicht benötigt, kann diese Rundtour in Betracht ziehen: Die Dreiländer-Tour verbindet die Pässe-Highlights des Triglavs im Norden Sloweniens (Vršič-Pass und Mangart) mit dem Schaidasattel und dem Seebergsattel in Österreich und führt hierbei kurzweilig auch bei Tarvisio durch Italien.
- Streckenlänge: ca. 288 Kilometer
- Fahrtzeit: ca. 6 Stunden
Motorradtour im Nordwesten Sloweniens
Auf gesamt 226 Kilometern macht diese Rundtour einen Abstecher in die Motorradregion der Karawanken und des Triglav Nationalparks. Zwischen aufregenden Kurven bieten Bleder See und Bohinj-See landschaftliche Höhepunkte dieser Route durch den Norden Sloweniens.
Start und Ziel der 226 Kilometer langen Rundtour ist der Bleder See mit seinen smaragdgrünen Wasserfarben. Die malerische Lage, umgeben von den Julischen Alpen, und die kleine Insel mit Marienkirche machen den Gletschersee zu einem beliebten Postkartenmotiv und Wahrzeichen der Region.
Über den Kleinen Loiblpass, die kürzeste Verbindung von Tržič in der slowenischen Oberkrain nach Kärnten in Österreich, werden die Karawanken überquert. Der gut zu fahrende Kleine Loiblpass war jahrhundertelang einer der wichtigsten Übergänge über die Karawanken, seit der Eröffnung des Karawankentunnels verlor er jedoch stark an Bedeutung.
Zwischen Ferlach und Bad Eisenkappel folgt ein liebliches Tal am Rande der Karawanken. Eine anfangs gute, im weiteren Verlauf etwas renovierungsbedürftige Landstraße führt Tourenfahrer über den Schaidasattel - die wohl bekannteste Ost-West-Verbindung in den nördlichen Karawanken.
Die Passstraße löst vom fahrerischen Anspruch vermutlich keine Begeisterungsstürme aus und ist anfängertauglich, bietet aber landschaftlichen Genuss für jeden, der sich mit etwas Zeit auch einmal rechts uns links des Lenkers umschauen möchte. Einige Rastplätze entlang der weniger befahrenen Strecke laden hierfür zum Pausieren ein.
Nach Bad Eisenkappel begeistert die serpentinenreiche Fahrt über den Seebergsattel in den Süden. Besonders für Motorradfahrer erweist sich die österreichische Seite mit ihren 20 perfekt ausgebauten Kehren als Highlight der Rundtour.
Auf der slowenischen Seite ist die Strecke etwas älter, schmaler und rustikaler, hat aber durch ihre Ursprünglichkeit einen besonderen Charme. Entlang des Flusses Kokra verfallen Tourenfahrer anschließend in ein rhythmisches Links-rechts-Schwingen, ehe Kranj und darauffolgend Škofja Loka erreicht wird.
Durch eine idyllisch-grüne Hügellandschaft führt nun die Bundesstraße 403 nach Železniki. Besonders aussichts- und kurvenreich folgt eine genussvolle Fahrt über Zgornja Sorica nach Bohinjska Bistrica, wo man kurz darauf die Naturschönheit des Bohinj-Sees auf einem Ausflugsboot genießen kann.
Nach diesem Abstecher in den südöstlichen Teil des Triglav Nationalparks geht es weniger kurvenreich, aber flott zurück zum Bleder See, wo diese Rundtour mit ihren gesamt 7796 Höhenmetern bei einem kühlen Getränk mit Blick auf den glitzernden Gletschersee ein genussvolles Ende findet.
- Streckenlänge: ca. 226 Kilometer
- Fahrtzeit: ca. 5 Stunden
Fahrerisch ist die Route locker-flockig bewältigt und bietet wenig herausfordernde Streckenabschnitte, was den Genuss jedoch keineswegs mindert. Die Streckenführung durch die Karawanken im Norden sowie durch die sanfte Hügellandschaft im südlichen Teil der Rundtour bieten abwechslungsreiche Kurvenkombinationen und landschaftliche Schmankerl zur Genüge.
Wer die beliebten Ausflugsziele Bleder See und Bohinj-See in Ruhe genießen möchte, meidet Wochenenden und Ferienzeiten. Die Fahrt zur mittelalterlichen Stadt Celje bietet geniale und windungsreiche Kleinstraßen und langgezogene Powerkurven in einer eher verkehrsarmen Region - perfekte Bedingungen für entdeckungsfreudige Motorradfahrer.
Motorradtour ins östliche Slowenien
Von der Hauptstadt aus setzt der Bach Besnica die Startkurven Richtung Südosten - eine Strecke, die Motorradfahrer mit fulminantem Straßenmaterial bedient. Bei Trebnje erreicht die Route ihren südlichsten Punkt und führt fortan in einem besonders kurvigen Verlauf über Sevnica in den Norden nach Celje.
Die charmante Stadt Celje im Nordosten Sloweniens liegt malerisch am Fluss Savinja und ist von mehreren kleineren Bächen durchzogen, was ihr nicht nur strategische Bedeutung, sondern auch eine besondere Atmosphäre verleiht.
Verkehrsregeln und Sicherheit
Beim Motorradfahren in Slowenien müssen die gängigen Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen beachtet werden. Es gilt eine 0,0-Promillegrenze für Alkohol am Steuer. Außerdem ist das Fahren mit eingeschaltetem Abblendlicht auch tagsüber Pflicht.
Ausrüstung
Für eine erfolgreiche Motorradtour in Slowenien ist die richtige Ausstattung wichtig. Gerade in den Bergen kann das Wetter mal schnell umschlagen.
Beliebte Motorradrouten
Es gibt zahlreiche Straßen und Pässe, die sich perfekt für eine Motorradtour eignen.
- Vršič Pass: Einer der bekanntesten Pässe in Slowenien und bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Julischen Alpen. Die Straße hat insgesamt 50 Kehren und führt auf eine Höhe von 1.611 Metern.
- Triglav Nationalpark: Es gibt zahlreiche Straßen und Pässe, die durch den Park führen und eine atemberaubende Aussicht auf die Berge bieten.
- Mangart Pass: Einer der höchsten Pässe in Slowenien und bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Julischen Alpen. Die Straße ist sehr kurvenreich und führt auf eine Höhe von 2.055 Metern.
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