Sicherheit ist käuflich - mit der richtigen Motorradkleidung. Doch die ist nicht leicht zu finden. Die perfekte Schutzkleidung spielt deshalb im Bikerleben eine entscheidende Rolle. Sie bietet nicht nur Sicherheit im Falle eines Sturzes, sondern auch Komfort bei langen Fahrten. Motorradjeans stehen für Komfort und Leichtigkeit. So sind sie vorwiegend im Sommer eine gute Wahl - doch auch eine sichere?
Textil oder Leder? Die Materialfrage
Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders. Ein weiteres Argument spricht für Leder: Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.
Motorradjeans als Alternative
Motorrad Jeans wurden in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil im Kleiderschrank vieler Motorradfahrer. Ihre bequeme Passform und der lässige Look ist immer häufiger auf den Straßen zu finden. Motorrad Jeans unterscheiden sich stark von handelsüblichen Modejeans. Das Obermaterial ist ein ganz normaler Jeansstoff. Interessant wird es erst in der Schicht darunter. Dort befindet sich eine abriebfeste Schicht aus Kevlar oder Aramid. Diese befindet sich oftmals an den sturzrelevanten Stellen: Am Gesäß, an den Hüften und an den Knien. Dazu kommen die Protektoren. Diese sind an Hüften und Knien platziert.
Schutzpolster und Protektoren
Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden. Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall.
Motorradhosen müssen in erster Linie Schutz bieten. Sie sind so konzipiert, dass sie bei einem Unfall die Haut vor Abrieb und Verletzungen schützen. Für den Schutz der Beine ist beim Biken eine strapazierfähige Motorradhose für Damen und Herren unerlässlich. Gerade an den besonders exponierten Stellen des Körpers ist eine effektive Schutzkleidung gefragt. Die unteren Extremitäten zählen dazu. Sie sind dem Asphalt am nächsten. Die starken Knie-Protektoren einer Motorradhose verhindern Hautabschürfungen und Prellungen. Protektoren können oft auch separat nachgerüstet werden.
Um optimale Sicherheit zu gewährleisten können die Knieprotektoren oft in der höhe verstellt werden. Motorradjeans bieten also ähnlich wie Lederhosen oder Textilhosen einen guten Schutz im Falle eines Sturzes.
Das Schutzpotenzial von Motorrad-Jeans beruht größtenteils auf den integrierten Schutzpolstern und CE-Protektoren. Biker sollten bei der Wahl der Motorrad-Jeans darauf achten, dass die Hose über entsprechende Schutzfunktionen im Hüft- und Kniebereich aufweist oder nachträglich mit Protektoren aufgerüstet werden kann.
4SR Motorrad Jeans
Keine anderen Motorrad Jeans bieten Ihnen so ein hohes Schutzniveau wie die von 4SR. Wir haben eine elastische Hose entwickelt und patentiert, die den Schutz an Knie und Schienbein hält und in unsere Motorrad Jeans integriert. Der Schutz in den Motorrad Jeans von 4SR ist in einer inneren elastischen Hose platziert, die das Knie und das Schienbein umschließt und so stets an der richtigen Stelle fixiert. Die Motorrad Jeans von 4SR sind locker und beweglich, während der Schutz perfekt sitzt.
ADAC-Test von Motorradjeans
Zuverlässiger Schutz bei angenehmem Tragekomfort diesen Spagat schaffen nur wenige Motorrad-Jeans. Dies zeigte der diesjährige ADAC-Test, bei dem Jeanshosen mit hochfesten Faserbestandteilen und Schutzpolstern an Hüfte und Knien auf Herz und Nieren geprüft wurden. Insgesamt gingen drei Prüfungskomponenten in die Gesamtwertung ein.
Neben dem Schutz vor Verletzungen, der mit den Unterpunkten Abriebfestigkeit (30 Prozent) und Protektoreneigenschaften (20 Prozent) zu 50 Prozent in das Endurteil einging, wurden die Komforteigenschaften der Schutzkleidung mit 40 Prozent und Ausstattung und Verarbeitung mit 10 Prozent berücksichtigt. Dabei zeigte sich, dass Komfort und Sicherheit nur schwer miteinander vereinbar sind.
Am besten gelungen ist die Kombination beider Aspekte den ADAC-Testern zufolge bei der 1958 MotoRoame von Pike Brothers und der Passatempo Jeans von Vanucci. Im Test präsentierte sich die Vanucci-Hose als eher leichte Sicherheitshose mit großer Bewegungsfreiheit und guter Abriebfestigkeit. Die 1958 MotoRoame hingegen erwies sich als Hightech-Hose mit sehr hohem Schutzniveau, musste jedoch Abzüge in puncto Beweglichkeit und Tragekomfort in Kauf nehmen.
Ergebnisse des ADAC-Tests
Insgesamt zeigte sich das Ergebnis der Testreihe mit viermal "gut" (Vanucci, Pike Brothers, Alpinestars, IXS) und dreimal "befriedigend" (BMW, Held, Rokker) durchaus ausgeglichen. Allgemein konnten jedoch Schutzhosen mit hohem Aramidanteil bei Abriebtests bessere Ergebnisse erzielen als Hosen aus anderen Gewebearten. Letztere wiesen nach Abwurftests deutlich größere Löcher an den Reibstellen auf. Nur wenige Unterschiede zeigten sich hingegen bei der Verarbeitung der Hosen. Die in den verschiedensten Ländern der Welt gefertigten Produkte konnten durchweg mit einer guten Verarbeitung punkten.
| Marke | Modell | Bewertung |
|---|---|---|
| Vanucci | Passatempo Jeans | Gut |
| Pike Brothers | 1958 MotoRoame | Gut |
| Alpinestars | - | Gut |
| IXS | - | Gut |
| BMW | - | Befriedigend |
| Held | - | Befriedigend |
| Rokker | - | Befriedigend |
Tipps zur Anprobe
Absolutes Muss: kompetente Beratung und kein Zeitdruck! Ein guter Verkäufer muss erkennen, was der Kunde wirklich benötigt, welcher Fahrertyp er ist, welche Schutzkleidung für ihn sinnvoll ist. Unbedingt mehrere Anzüge - und das stets auch auf dem Motorrad - anprobieren.
Zudem empfiehlt sich eine Sitzprobe auf dem Motorrad. Hier kann die Lage der Protektoren überprüft werden. Gute Motorrad-Jeans bieten die Möglichkeit, die Höhenposition der Knieprotektoren zu korrigieren. Diese verschieben sich oft in Richtung der Knieinnenseite.
Weitere Aspekte der Motorradbekleidung
Mit einer vollständigen Motorradbekleidung ist man jederzeit sicher unterwegs. Daher gehört sie in den Kleiderschrank eines jeden Bikers. Neben dem Motorradhelm muss auch ausreichend Schutz für den Rest des Körpers gegeben sein. Motorradfahren ist schließlich nicht das ungefährlichste Hobby. Bei der Wahl der Motorradjacke oder Motorradhose muss dabei keinesfalls der Style oder das Wohlbefinden des Bikers leiden. Die heutige Motorradbekleidung zeichnet sich vor allem durch moderne Schnitte, stylische Farben und hohen Tragekomfort bei maximaler Sicherheit aus.
Verwandte Beiträge:
- Jeans zum Motorradfahren: Sicherheit & Style
- Motorradfahren in Jeans: Sicherheit & Style im Einklang
- Unverzichtbar für sichere Fahrt: Warum Motorradjeans und Schutzkleidung dein Leben retten!
- Unvergessliche Radabenteuer am Mittelrhein: Die besten Tipps und Top-Touren entlang des Rheins!
- Moped fahren mit 15: Alles über Führerschein, Versicherung & Regeln
Kommentar schreiben