Motorradfahrer mit Katze Mogli: Eine außergewöhnliche Geschichte

Motomogli - die verrücktesten und besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Martin Klauka und seiner Katze Mogli, die ihm während einer Motorradtour im Alter von etwa zwei Monaten halbverhungert zulief und sich ihn als Bezugsperson aussuchte.

Die Anfänge einer ungewöhnlichen Freundschaft

Martin Klauka war auf dem Rückweg von einer Motorradtour aus Marokko, mit Freunden, als er Mogli das erste Mal sah. Sie war klein, völlig abgemagert und kletterte ihm einfach auf den Arm und blieb den ganzen Tag bei ihm. An dem Straßenrand wäre sie wahrscheinlich gestorben. Ich habe also einfach mal ausprobiert, ob ich mit ihr in der Satteltasche Motorrad fahren kann. Am Anfang hatte sie natürlich Angst. Aber nach etwa zehn Minuten hat sie sich beruhigt. Wenn ich langsam fahre, klettert sie auch einfach auf dem Motorrad herum.

Also habe ich noch ein paar kleine Testtouren mit ihr gemacht, wir waren Campen in den Bergen, und ich habe geschaut, wie es ihr damit geht. Dann habe ich Mogli gefunden und dachte, es ist ja bescheuert, eine Katze erst zu retten, um sie dann gleich wieder abzugeben. Und klar, ich habe sie wachsen sehen, sie zum Tierarzt gebracht, mich gekümmert - da verliebt man sich ja ein bisschen in so ein Tier.

Sie musste sich mit dem Motorrad anfreunden, denn allein wäre ihr Schicksal besiegelt gewesen. Mogli soll in Rosenheim bleiben. Mit 31 Jahren hatte der gebürtige Brandenburger seinen Alltag und seinen Job in Rosenheim aufgegeben, um auf Reisen zu gehen.

Der Beginn der Weltreise

Eigentlich war diese Motorradtour nur die Vorbereitung für ein noch größeres Abenteuer: auszubrechen und der Faszination des Orients nachzuspüren. Gemeinsam begeben sich die beiden mit dem Motorrad auf den Weg von Deutschland über Dubai bis nach Nepal.

In den ersten zwei Jahren bereisten Martin und Mogli insgesamt 16 Länder und legten mehr als 30.000 km auf dem Motorrad zurück. Sein Buch darüber „Einmal mit der Katze um die halbe Welt“ wurde zu einem Überraschungserfolg und ermöglichte ihm, mit Mogli weitere faszinierende Reiseabenteuer zu bestehen, nachzulesen in seinem neuen Buch bei Malik.

Herausforderungen und besondere Begegnungen

Martin und Mogli, die „Prinzessin“, sind längst ein eingespieltes Reiseteam. In seinem neuen spannenden Buch erzählt der sympathische Motorradreisende von neuen Abenteuern auf zwei Rädern und vier Pfoten durch Wüsten, Großstädte und über steile Pässe: der Durchquerung Südindiens, Pakistans, Irans, Armeniens, Georgiens, der Türkei, Rumäniens und Bulgariens bis zur Rückkehr nach Deutschland.

Denn extreme Hitze oder Schlaglöcher können ebenso gefährlich werden wie Greifvögel, streunende Hunde, Leoparden oder Elefanten, und Martins Fürsorge für Mogli ist mindestens so groß wie seine Unternehmungslust. Bei dieser unzertrennlichen Freundschaft immer mit dabei: ein kleines Kratzbrett und die im Rucksack eingebaute Lüftung.

In Iran haben wir zum Beispiel kein Hotelzimmer bekommen, das ich mir hätte leisten können. Manche Menschen dort haben richtig Angst vor Katzen, sie laufen weg, wenn sie mich und Mogli kommen sehen - man kennt Katzen dort als Straßentiere, eigentlich leben nur hochgezüchtete Perserkatzen mit Menschen in Wohnungen. Eine Katze auf der Schulter wirkt fremd. Ich hatte zum Glück ein Zelt dabei, also haben wir gecampt.

In Indien ist das Konzept von Katzen als Haustier auch nicht so weitverbreitet. In einer Unterkunft im Süden hatte die Mutter der Familie am Anfang zum Beispiel richtig Angst vor Mogli - und kurz bevor wir abgereist sind, kam ich in die Küche und habe gesehen, wie sie sie mit Riesengarnelen füttert.

Alltagsleben auf Reisen mit einer Katze

Am wohlsten fühlt sich Mogli, wenn sie irgendwo einfach Katze sein kann, schon klar. Aber wir sind oft länger an einem Ort, und ich lasse sie frei laufen. Ich glaube, jeder kann sehen, wie gut ich mich kümmere. Mogli ist gut gefüttert, ihr Fell glänzt, sie kann raus, sie spielt und benimmt sich wie eine Katze.

Wenn ich abends ins Zimmer komme und sie wartet, fühlt sich das ganz anders an als ein leeres Hotelzimmer. Ja, ich kümmere mich um sie, suche Zimmer aus, die für uns beide gut sind, plane unsere Reisen und Tage nach unsren Bedürfnissen, das gibt mir eine Richtung.

Eine Begegnung mit einem Leoparden

Eines Abends saß ich am Schreibtisch und Mogli am Fenster hinter einem Fliegengitter aus Metall. Auf einmal gab es einen lauten Knall. Als ich hochschaute, sah ich einen Leoparden am Gitter, der gerade versucht hatte, Mogli zu reißen.

Die Reaktion der Menschen auf Mogli

Gerade auf dem Balkan und auf dem Weg von Deutschland nach Griechenland war es dann ein Problem. Die meisten Leute haben zwar positiv auf Mogli reagiert, aber es gab oft Probleme beim Einkaufen. Ich konnte mit ihr auch nicht in Hotels oder Restaurants rein. Dann gibt es natürlich auch Länder, in denen Leuten denken, ich hätte eine Schraube locker, weil ich mit meiner Katze unterwegs bin. Das kann ich den Leuten aber nicht übel nehmen. Gerade in Ländern wie dem Iran, wo Menschen nicht so einen Bezug zu Haustieren haben. Da ist es sogar sehr ungewöhnlich, ein Haustier zu haben.

Einige Daten zu der Reise von Martin und Mogli

Merkmal Wert
Bereiste Länder 16
Zurückgelegte Distanz 30.000+ km

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