Der Sommer ist für viele die schönste Zeit im Jahr. Die Temperaturen steigen und viele Menschen fahren in den Urlaub. Im Sommer erhöhen aber auch dichter Straßenverkehr, Hitze und extreme Wetterlagen die Unfallgefahr. Brüllende Hitze, während Sie im Stau stehen - das kann einem die Fahrt in den Urlaub gehörig vergällen.
Sicher mit dem Zweirad durch den Sommer
EU-weite Statistiken zeigen, dass Fahrrad- und Motorradfahrende in den Sommermonaten einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind. In dieser Zeit sind mehr Menschen mit Fahrrad, Motorrad & Co. unterwegs, wodurch das Verkehrsaufkommen und auch die Gefahrensituationen zunehmen. Kfz-Fahrende sind jederzeit gefordert auf ungeschützte Verkehrsteilnehmende zu achten und Rücksicht zu nehmen.
Vorbereitung ist alles
Je nachdem, wohin die Reise geht, macht es Sinn, schon in der Nacht oder zeitig in der Früh loszufahren. Dann ist es noch kühl, und die Straßen sind noch nicht so stark befahren. Vorbereitet sein ist alles. Begeben Sie sich auf eine längere Autofahrt, nehmen Sie immer eine Flasche Wasser mit. Sonnenbrille, ein Shirt zum Wechseln und eine elektrische Kühltasche inkl. Nehmen Sie unbedingt genügend Trinkwasser mit. Kleine Ventilatoren, die sich am Armaturenbrett befestigen lassen, können unterwegs eine wertvolle Hilfe sein. Eisbonbons helfen, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren.
Befeuchten Sie noch vor der Fahrt mehrere Waschlappen oder Gästehandtücher und geben Sie einen Schuss Zitronensaft darauf. Wickeln Sie die Tücher dann in Klarsicht- oder Alufolie ein, damit die Feuchtigkeit nicht verdunsten kann. Bewahren Sie sie in Ihrer Kühltasche auf. Bei Bedarf können Sie später ein Tuch herausholen und den kühlenden Lappen ans Handgelenk oder in den Nacken legen. Legen Sie während der Autofahrt mehrere Pausen ein. Steuern Sie gegebenenfalls Raststätten an und genehmigen Sie sich ein paar kühle Erfrischungen. Diese kleinen Auszeiten sind gut für Herz und Kreislauf. Viele Autofahrer bedenken oft nicht, dass auch ihr Auto anfällig gegen die hohen Temperaturen ist.
Was können Fahrrad- und Motorradfahrende selbst tun, um das Risiko zu minimieren?
André Lang vom Institut für Zweiradsicherheit rät:
- Vorsichtig Fahrrad und Motorrad fahren bei Gewitter.
- Tempo runter bei starkem Wind.
- Kühlende und schützende Motorradbekleidung wählen.
Die richtige Motorrad-Kleidung bei Hitze
Auch an heißen Tagen sind laut Lang Motorradkleidung mit Protektoren, knöchelhohes Schuhwerk und abriebfeste Handschuhe unverzichtbar. Bei hohen Temperaturen gilt es, „immer einen kühlen Kopf zu bewahren“ - besonders bei der Helmwahl. Lang empfiehlt daher Helme mit einem guten Belüftungssystem.
Wer es bei großer Hitze in der schweren Lederkluft nicht aushält, sollte spezielle Sommerkleidung mit Protektoren tragen, die Stabilität und einen gewissen Schutz bietet. Leichte Funktionswäsche sorgt für einen höheren Tragekomfort. Schützende Handschuhe und stabile Stiefel sind Pflicht.
Wer einen luftdurchströmten Integralhelm besitzt, behält auch bei hohen Temperaturen einen kühlen Kopf. Als Alternative gibt es spezielle Jet-Helme für den Sommer.
Tipps für die Fahrt im Stau
Wenn Sie mit dem Motorrad im Stau stehen, kann das in der Motorrad-Schutzkleidung zu einer echten Tortur werden. Viele Motorradfahrer zieht es dennoch, selbst bei brütender Hitze, hinaus auf die Straße. Lassen Sie das solide Leder-Outfit im Schrank und greifen Sie stattdessen lieber zu hitzetauglicher, leichter Motorradtextilkleidung mit integrierten Protektoren. Shorts oder Jeans sind selbstverständlich - trotz des heißen Klimas - tabu! Schalten Sie den Motor Ihres luftgekühlten Bikes ab, während Sie im Stau stehen.
Auch wenn es schwerfällt: Motorradfahrer sollten bei sommerlichen Temperaturen niemals mit Jeans und T-Shirt aufs Bike steigen. Wer auf die volle Schutzkleidung verzichtet, riskiert schon bei kleineren Unfällen schwere Schürfwunden und Knochenbrüche.
Weitere Tipps:
- Schützen Sie den Motor Ihres Fahrzeugs im Stau vor Überhitzung, indem Sie die Klimaanlage möglichst nicht dauerhaft eingeschaltet lassen.
- Um den Motor abzukühlen, versuchen Sie folgendes: Stellen Sie die Heizung auf die höchste Stufe und drehen Sie zugleich die Lüftung voll auf. Der positive Effekt dabei ist, dass dem Motor dadurch ein Großteil der Hitze entzogen wird.
- Während der heißen Stunden am Mittag/Nachmittag sollten Sie das Motorrad für längere Zeit abstellen.
- In den Pausen ist es wichtig, ausreichend Mineralwasser zu trinken, auf gar keinen Fall aber alkoholische Getränke.
- Besonders reichhaltige Mahlzeiten sind nicht zu empfehlen, besser zu Obst oder Müsliriegeln greifen.
Die richtige Tourenplanung
Die richtige Tourenplanung ist an heißen Tagen besonders wichtig. Sehr lange Strecken sollten vermieden werden. Generell ist es angenehmer, in den Morgenstunden oder am Abend zu fahren. Außerdem sollten genügend Pausen eingelegt werden, am besten alle ein bis zwei Stunden. Bei diesen Zwischenstopps ist es ratsam, zumindest einen Teil der Schutzkleidung abzulegen, damit der Körper sich abkühlen kann.
Überhitzung des Motorrads
Die Maschine selbst muss nicht auf Hitze vorbereitet werden. Probleme kann es nur bei luftgekühlten Motorrädern geben. Wenn Sie im Stau stehen oder längere Standzeiten haben, sollten Sie deshalb den Motor ausschalten, sonst droht Überhitzung.
Motorradfahren bei Hitze und Stau: Was tun?
Extrem hohe Temperaturen können für Motorradfahrer durchaus gefährlich werden. Doch was können Biker gegen extreme Hitze tun? Und was kann im schlimmsten Fall passieren? Sportmediziner und Motorrad-Rennarzt Dr. Christoph Scholl nennt einige nützliche Tipps. Darüber hinaus zeigen wir euch, welche Ausrüstung im Sommer für zumindest etwas Abkühlung sorgen kann.
Den wertvollsten Tipp liefern wir schon einmal vorweg: zwischen den Fahrten möglichst viel Wasser trinken!
Interview mit Dr. Christoph Scholl
MOTORRAD: Welche häufigste Bekleidungssünde begehen Motorradfahrer im Sommer?
Dr. Christoph Scholl: Ganz klar: Textilkleidung mit Membran. Sie glauben, die Klamotten sind atmungsaktiv, aber das stimmt nur bei Außentemperaturen bis knapp über 20 Grad, denn darüber versagt die Funktion dieser Bekleidung. Bei Hitze bleibt die Feuchtigkeit dann in Jacke und Hose stecken wie in einer Plastiktüte. Für den Fahrer wird es unbequem, er ist in seinem Komfort stark eingeschränkt und nicht mehr voll bei der Sache. Zumindest etwas Abhilfe schafft Funktionsunterwäsche, welche konstruktionsbedingt die Verdunstungsoberfläche vergrößert und den Schweiß großflächiger verteilt. Also auch im Sommer bitte immer Funktionswäsche tragen!
MOTORRAD: Wie stark ist die Gesundheit in solchen Situationen gefährdet?
Dr. Christoph Scholl: Kirche im Dorf lassen! Aber die natürliche Thermoregulation ist gestört, und das sollte man unbedingt vermeiden. Gesundheitlich kritisch wird es erst bei Temperaturen über 30 Grad, direkter Sonneneinstrahlung und Standphasen von mehr als 20 Minuten. Stadtverkehr und Autobahnstau an echten Hundstagen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Unter extremen Hitzebedingungen kann die Körpertemperatur eines Motorradfahrers, der eine übliche Sicherheitsausstattung trägt, auf Fieberniveau (38,5 Grad) ansteigen. Einhergehend mit starkem Flüssigkeitsverlust kann es bei der sogenannten Hyperthermie, also Überhitzung, zu Konzentrationsverlust, Schwindel und sogar Bewusstseinseintrübungen kommen. Die Unfallgefahr ist dann dramatisch hoch. Ab 40 Grad Körpertemperatur besteht Lebensgefahr, aber dann fühlt man sich schon so schlecht, dass man vernünftigerweise wohl schon längst vom Motorrad abgestiegen ist.
MOTORRAD: Wie sich also bei Hitze auf dem Motorrad am besten verhalten?
Dr. Christoph Scholl: Viel trinken! Fünf Milliliter pro Kilo Körpergewicht und pro Stunde (Bsp: 80 Kilo Gewicht => 0,4 Liter in der Stunde). Und eigentlich luftige Kleidung tragen, doch der Sicherheit auf dem Motorrad wegen ist der Grat hier sehr schmal. Schutzausrüstung zu tragen ist gut, aber man sollte bei Hitzefahrten das Helmvisier zumindest ein Stück weit öffnen, dito die Jackenärmel und Hosenbeine, sowie im Brustbereich den Reißverschluss so weit herunterziehen, dass zwar Luft an den Körper kommt, die Jacke aber trotzdem fest genug sitzt.
Motorrad-Bekleidungstipps für heiße Temperaturen
Vorweg sei gesagt, dass die folgende Ausrüstung nicht aufgrund ihrer Sicherheitsfeatures ausgewählt wurden. Wir haben uns für Bekleidung entschieden, die sich aufgrund ihres Materials oder ihrer Beschaffenheit noch eher für heiße Tage eignen als Textilbekleidung mit Membran oder eine Lederkombi. Auch dass ein Jethelm luftiger ist als ein Integralhelm, dürfte kein großes Geheimnis sein. Und dass ein Integralhelm bei einem Sturz im Vergleich den besseren Schutz bietet, wohl ebenfalls nicht. Wertvolle Dienste kann darüber hinaus sommertaugliche Funktionsunterwäsche leisten.
- Helm: Nahezu jeder Hersteller hat mindestens einen Jethelm im Programm. Entsprechend groß ist die Auswahl an unterschiedlichen Modellen. Wie bereits oben erwähnt, bieten Integralhelme im Fall der Fälle einen besseren Schutz. Allerdings ist die Wärmeentwicklung im Inneren auch deutlich größer.
- Bekleidung: Textilbekleidung mit Membran ist zumindest an sehr heißen Tagen nicht empfehlenswert. Viele Bekleidungshersteller bieten darüber hinaus speziell für den Sommer entwickelte Bekleidung an. So werden Textiljacken besonders luftdurchlässig gestaltet. Häufig sind solche „Sommerjacken“, zumindest an den Ellbogen und den Schultern, allerdings lediglich mit Softprotektoren ausgestattet. Rückenprotektoren müssen zudem meist nachgerüstet werden. Geeignete luftdurchlässige Textiljacken findet man beispielsweise von Held, Alpinestars und Rukka. Auch bei der Hose sollte man gegebenfalls auf Lüftungsschlitze und generell luftdurchlässigeres Material achten.
- Handschuhe: Handschuhe sind nicht gleich Handschuhe. Für den Sommer bieten sich kürzere Handschuhe an, die zudem mit Lufteinlässen ausgestattet sind. Auch hier gibt es von nahezu jedem Hersteller eine passende Variante. Preislich sind solche „Kurzhandschuhe“ zudem häufig etwas günstiger.
- Stiefel: Zwar ist der letzte „City-Stiefel“-Vergleichstest schon ein Weilchen her, trotzdem finden sich dort zahlreiche Stiefel, die sich für heißere Tage eignen. Zwar bieten viele der Modelle nicht ganz so viele Sicherheits-Features wie hochwertige Motorradstiefel, allerdings eignen sie sich in jedem Fall besser zum Motorradfahren als gewöhnliche Sneaker. Besonders gut abgeschnitten hatte im angesprochenen Vergleichstest der sogenannte „Ride“ von BMW.
- Funktionsunterwäsche: Verschiedene Hersteller bieten spezielle und luftdurchlässige Funktionsunterwäsche für den Sommer an. Empfehlenswert ist beispielsweise die Vanucci Coolmax-Kombination.
- Regenkombi: Heiße Temperaturen haben häufig Gewitter zufolge. Entsprechend kann es nicht schaden eine Regenkombi parat zu haben, wenn es doch einmal feucht wird.
Motorrad startklar im Sommer
Die Motorradsaison ist bereits im vollen Gang und damit auch der ein oder andere Motorradausflug bei Sommertemperaturen. Wir haben zusammengefasst, welche Maßnahmen vor kleinen und großen Trips während der Saison für eine sicherere Fahrt sorgen.
Motorrad Check up
Vor den ersten Ausfahrten sollte das Motorrad unbedingt einen Check up bekommen. Doch auch bei größeren Fahrten an warmen Tagen ist eine erneute Kontrolle sinnvoll.
- Kette: Überprüfen Sie die Kette auf mögliche Schäden und ob sie korrekt justiert ist. Eine fachgerechte Reinigung sowie das Einfetten der Kette ist einen Abend zuvor sinnvoll.
- Motoröl: Wer nicht bereits beim Einlagern dafür gesorgt hat, sollte spätestens zum Saisonstart einen Ölwechsel vornehmen. Dabei gleich den Ölfilter mit kontrollieren und gegebenenfalls austauschen.
- Bremsen: Eine Kontrolle der Bremsen ist sehr wichtig. Diese sollten beim Betätigen schnell reagieren und sich genauso sauber wieder öffnen. Ein Blick auf die Bremsbeläge zeigt, ob diese noch tauglich sind oder ausgetauscht werden müssen. Im gleichen Zuge kontrolliert man am besten auch, ob die Verbindungen, wie zum Beispiel die Bremsleitung, Schäden aufweisen und ob noch ausreichend Bremsflüssigkeit vorhanden ist. Den Bremsstaub kann man ganz einfach mithilfe eines Bremsenreinigers beseitigen.
- Batterie: Die Batterie wird bestenfalls beim Einlagern abgeklemmt und über eine separate Ladestation aufgeladen. Spätestens einen Abend vor dem ersehnten Ausflug sollte man sie dann vollständig aufladen. Nachdem die Batterie nach Herstelleranleitung eingebaut wurde, ist ein kurzer Check aller Funktionen, wie die Blinkerfunktion, die Bremslichter und das Licht allgemein, sinnvoll.
- Reifen: Vor allem bei schwankenden Temperaturen sollte man den Reifendruck immer wieder messen und gegebenenfalls korrigieren. Genauso wichtig ist eine richtige Bereifung. Zu jedem Motorradtyp gibt es verschiedene Reifen, die vom Hersteller empfohlen werden. Egal ob neue Reifen oder die Reifen der letzten Saison, eine Kontrolle vor der Fahrt ist unabdingbar. Selbst kleine Schäden, wie feine Risse im Profil, können schnell zur Gefahr auf der Strecke werden. Den groben Dreck sollte man vor der Fahrt vom Reifen entfernen, um ein Wegrutschen zu vermeiden. Kleiner Tipp: Wer beim Einlagern den Reifendruck entsprechend der Herstellerangaben + ca. 0,5 bis 1 bar zusätzlich einhält, kann das Reifenleben verlängern.
- Reinigen: Mal ganz davon abgesehen, dass das Motorrad geputzt und poliert ein Hingucker ist, empfiehlt es sich auch aus Sicherheitsgründen, das Motorrad regelmäßig zu reinigen. Sind die Leitungen, Verbindungen oder Federn verdreckt, kann die Funktionsfähigkeit eingeschränkt werden. Zudem verlängert man die Langlebigkeit der Teile durch eine ordentliche Reinigung. Ein weiterer Vorteil beim Putzen ist, dass man undichte Stellen an Schläuchen etc. schneller erkennen und reparieren kann. Anschließend können die Motorradteile justiert, geschmiert und poliert werden.
Die richtige Ausrüstung
Ja, bei den sommerlichen Temperaturen ist die Verführung in Shirt und kurzer Hose zu fahren groß. Allerdings haben solche Kleidungsstücke auf dem Motorrad nichts zu suchen. Auch bei hohen Temperaturen gilt es, eine ordentliche Schutzausrüstung zu tragen. Natürlich gibt es ein paar kleine Tipps und Tricks, wie es in der schützenden Kombi etwas angenehmer wird:
- Funktionsunterwäsche: Durch die größere Verdunstungsoberfläche hat die Funktionswäsche eine größere Schweißverteilung. Das macht es unter einer Lederkombi trotz Schwitzen angenehmer.
- Luftige Kleidung: Viele Hersteller bieten sogenannte „Textilkleidung“ an. Diese sind leichter und luftdurchlässiger. Allerdings bieten sie weniger Schutz, weshalb man Protektoren nachrüsten sollte. Ansonsten bieten kürzere Handschuhe auch etwas Abkühlung, zudem sind sie meistens etwas günstiger. Von festen und sicheren Motorradstiefeln sollte man trotz hoher Temperatur nicht abweichen. Eine helfende Möglichkeit bieten aber atmungsaktive Socken, die das Tragen der Stiefel angenehmer machen.
- Regenkombi: Im Sommer kann es schnell zu Sommergewittern kommen. In diesem Fall ist eine Regenkombi hilfreich, genauso wie wasserdichte Motorradstiefel.
Weitere Tipps:
- Vermeiden Sie die Ausfahrt in der prallen Mittagssonne. Oft unterschätzt man die Hitze, trotz Fahrtwind.
- Planen Sie Ihre Tour und bauen Sie ausreichend Pausen ein. Je nach Hitze sollten es kürzere Strecken und längere Pausen sein.
- Eine schattigere Strecke durch den Wald bietet sich bei hohen Temperaturen meisten eher an, als die Fahrt auf offenen Strecken.
- Bei Stau sollte das Motorrad ausgeschaltet werden, um es vor Überhitzung zu schützen.
- Behalten Sie die Straße im Auge und achten Sie auf das Tempolimit. Je nach Straße kann es bei übermäßiger Hitze zu sogenannten Blow Ups kommen.
- Ausreichend Trinken! Sowohl vor der Fahrt als auch während der Pausen ist eine ausreichende Wasserzufuhr sehr wichtig, um nicht zu dehydrieren und um einen klaren Kopf zu bewahren.
Umgang mit Hitzewellen
Die Hitzewelle in Deutschland hält an. Das belastet auch die körperliche Fitness von Verkehrsteilnehmenden und kann unter anderem zu Herz-Kreislaufproblemen, Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten führen.
Tipps für alle Verkehrsteilnehmer bei Hitze
- Viel Trinken: Um diesen Verlust auszugleichen und eine Dehydrierung zu vermeiden, ist viel Trinken in jedem Fall enorm wichtig. Am besten sind dabei Wasser, Fruchtschorle oder ungesüßter Tee ohne Koffein. Auch unterwegs sollten immer ausreichend Getränke dabei sein. Zwei bis drei Liter pro Tag genügen meist, bei körperlicher Anstrengung erhöht sich jedoch der Bedarf.
- Schutz vor Sonneneinstrahlung: Wer bei hohen Temperaturen auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, ist der Sonne meist schutzlos ausgeliefert. Daher sind bei längeren Fahrten oder Wegstrecken regelmäßige Pausen im Schatten empfohlen. Eine Kopfbedeckung schützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Bei Fahrradhelmen sorgen Lüftungsschlitze für einen kühlen Kopf.
- Besondere Vorsicht bei Kindern und älteren Menschen: Kinder und ältere Menschen sind bei Hitze stärker gefährdet und sollten vorsichtig unterwegs sein. Kinder schwitzen weniger als Erwachsene und können hohe Temperaturen schlechter ausgleichen. Ältere Menschen sind körperlich oft eingeschränkt oder haben Vorerkrankungen, die bei heißem Wetter auch gesundheitliche Folgen haben können.
- PKW richtig belüften: Der Innenraum eines PKW heizt sich in der Sonne besonders schnell auf und kann durchaus 60 Grad Celsius übersteigen. Vor und gegebenenfalls während der Fahrt ist gutes Lüften angesagt. Wer eine Klimaanlage in Betrieb hat, sollte darauf achten, dass der Temperaturunterschied nicht zu hoch ist, um beim Aussteigen den Kreislauf nicht zu stark zu belasten. Auch das Gebläse sollte nicht direkt auf den Körper gerichtet sein. Der Innenraum und die Mitfahrenden können mit Blenden an den Fenstern zusätzlich vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dabei darf jedoch die Sicht der Fahrzeugführenden nicht beeinträchtigt sein.
Rechtliche Aspekte im Stau
Motorradfahrer nutzen im Stau gern ihre Wendigkeit, um an stehenden Autos vorbeizuziehen - sei es auf dem Seitenstreifen oder zwischen den Spuren.
Doch was wie eine clevere Abkürzung wirkt, kann rechtlich problematisch sein. In Deutschland ist das Durchfahren im Stau für Motorräder - etwa zwischen den Fahrstreifen oder auf dem Seitenstreifen - grundsätzlich nicht erlaubt. Ausschlaggebend sind vor allem Sicherheitsbedenken, etwa die Gefahr unvorhersehbaren Verhaltens von Autofahrern oder das Blockieren der Rettungsgasse. Eine gesetzliche Lockerung ist aktuell nicht vorgesehen.
Motorradfahrer müssen sich im Stau daher weiterhin wie Autofahrer verhalten: einordnen, warten und keine Sonderwege nutzen.
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