Motorradfahrer: Unfallursachen und tödliche Risiken – Eine statistische Analyse

Die Straßenverkehrsunfallstatistik erfasst alle von der Polizei aufgenommenen Unfälle, bei denen auf öffentlichen Straßen und Plätzen Personenschaden oder Sachschaden entstanden ist. Die monatlichen Daten über Verkehrstote und Verletzte werden regelmäßig in Pressemitteilungen veröffentlicht. Unser interaktiver Unfallatlas veranschaulicht auf einer Deutschlandkarte straßengenau das Unfallgeschehen. Hier können Sie für einen gewählten Straßenabschnitt alle Unfälle mit Personenschaden ablesen. Der Verkehrsunfallkalender stellt das Unfallgeschehen der vergangenen Jahre auf Tagesbasis dar. So können Sie sich einen Überblick über besonders unfallreiche Tage verschaffen.

Die Straßenverkehrsunfallstatistik hat das Ziel, Strukturen des Unfallgeschehens und Abhängigkeiten zwischen unfallbestimmenden Faktoren aufzuzeigen. Die Ergebnisse dieser Bundesstatistik dienen der Gewinnung zuverlässiger, aktueller und bundesweit vergleichbarer Daten (insbesondere zu den Unfällen auf der Straße) für vekehrszweigübergreifende Unfallrisikovergleiche und schaffen eine notwendige Grundlage für die staatliche Verkehrspolitik - nicht zuletzt auf dem Gebiet der Infrastruktur- und Verkehrssicherheitspolitik.

In unseren Tabellen finden Sie neben Daten zu Verunglückten nach Alter, Art des Fahrzeugs (beispielsweise Autounfälle, Motorradunfälle oder Busunglücke) ebenso Unfallursachen. Fahrerbedingte Gründe wie Alkoholfahrten oder Raserei weisen wir ebenso nach wie Verkehrsunfälle durch Eisglätte, Nebel oder Wildunfälle. Neben Autounfällen veröffentlichen wir auch Unfälle von Fußgängern sowie Fahrradunfälle und neuerdings Unfälle mit E-Scootern. Unfälle im Schienenverkehr werden ebenfalls erfasst. Hier unterscheiden wir zwischen Eisenbahnunfällen und Unfällen mit Straßenbahnen. Angaben über Unfälle im Luftverkehr, beispielsweise über Verletzte bei einem Flugzeugabsturz, erhebt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.

Motorradfahrer besonders gefährdet

Was wir alle wissen, wird auch durch die Unfallstatistik belegt: Motorradfahrer leben gefährlicher als andere Verkehrsteilnehmer - und zwar, was das Verletzungsrisiko angeht als auch das Risiko, durch einen Unfall zu sterben. Bezogen auf 1.000 zugelassene Krafträder mit amtlichem Kennzeichen verunglückten im Jahr sechs Motorradfahrer. In der Pkw-Statistik kommen auf 1.000 Pkw fünf Verunglückte. Auch das Risiko, bei Unfällen im Straßenverkehr tödlich verletzt zu werden, liegt höher: Zwölf getötete Motorradfahrer sind es je 100.000 Krafträder mit amtlichem Kennzeichen. Bei Pkw-Insassen sind es drei Getötete je 100.000 zugelassenen Fahrzeugen.

4,4 Millionen Krafträder mit amtlichem Kennzeichen gab es im Jahr. Pkw waren bundesweit 46,6 Millionen gemeldet. Das Risiko als Motorradfahrer getötet zu werden, war im Jahr also mehr als viermal so hoch wie das Risiko für Autofahrer. Allerdings hat dieses Risiko in den letzten Jahren nicht zugenommen. Bezogen auf den Bestand nahm das Risiko bei einem Verkehrsunfall zu sterben sogar ab.

Unfallstatistik im Detail

2019 verunglückten 28.426 Motorradfahrer auf deutschen Straßen, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervorgeht. Bei den Kleinkrafträdern zählten die Statistiker 2019 insgesamt 14.213 Unfälle. Im Vergleich zu 2018 ging die Zahl der 2019 verunglückten Motorradfahrer damit um 11,1 Prozent zurück, bei den Kleinkrafträdern ist es ein Minus von 5,8 Prozent. Ums Leben kamen 542 Motorradfahrer, 63 tödlich Verunglückte waren es mit einem Kleinkraftrad. Damit ging die Zahl der getöteten Kraftradfahrer um 12,4 Prozent zum Vorjahr zurück, die Zahl der Kleinkraftradfahrer um 19,2 Prozent.

Monate mit den meisten Motorradunfällen

2019 waren die Monate mit den meisten Motorradunfällen der Juni mit 15,5 Prozent, der August mit 14,1 Prozent, der Juli mit 13,3 Prozent, gefolgt vom September mit 12,3 Prozent der Verunglückten. Im Januar verunglückten mit 1,1 Prozent die wenigsten Motorradfahrer.

Junge Fahrer besonders gefährdet

35,4 Prozent der verunglückten und 18,3 Prozent der getöteten Kraftradbenutzer waren im Alter von 15 bis 24 Jahren. Bezogen auf den Fahrzeugbestand bedeutet das: je 100.000 zugelassene Krafträder starben im vergangenen Jahr 71 Fahrer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Davon waren 60 der Getöteten zwischen 18 und 24 Jahre jung. "Dies ist das Dreifache des Wertes bei den 25- bis 35-Jährigen, die gemessen am Bestand das zweithöchste Todesrisiko haben." In dieser Altersgruppe kamen im Jahr 2019 also insgesamt 23 Motorradfahrer ums Leben. So die Angaben des Statistischen Bundesamts.

Unfallgegner und Unfallursachen

31 Prozent der verunglückten und 27,4 Prozent der getöteten Motorradfahrer kamen bei Alleinunfällen zu Schaden, das heißt, es waren keine anderen Fahrzeuge oder Fußgänger beteiligt. Wenn hingegen andere Verkehrsteilnehmer an einem Motorradunfall beteiligt sind, handelt es sich in 80,8 Prozent der Fälle um ein Auto - so die Statistik zum Unfalljahr 2019. Bei 26.221 Zusammenstößen zwischen Auto und Kraftrad verunglückten 1.653 Pkw-Insassen und 22.036 Motorradfahrer. 93 Prozent der Unfallopfer waren also Kraftradfahrer oder -mitfahrer, wobei über die Hälfte, nämlich 68,3 Prozent dieser Unfälle von Pkw-Fahrern verursacht wurden.

Bei 22,2 Prozent der Unfälle mit Personenschaden attestiert die Polizei beteiligten Motorradfahrern eine "nicht angepasste Geschwindigkeit". Auch bei den Fahrern von Kleinkrafträdern war eine "nicht angepasste Geschwindigkeit" die häufigste Ursache bei Unfällen mit Personenschaden (12,6 Prozent). Mit 5,3 Prozent der Unfallbeteiligten standen sie außerdem, im Verhältnis zu anderen Fahrzeugführern, besonders häufig unter Alkoholeinfluss.

Kleinkrafträder: Jugendliche und Senioren besonders betroffen

Auf Kleinkrafträdern verunglücken besonders häufig Jugendliche und Senioren: Zur Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen gehörten 24 Prozent aller verunglückten und 17,5 Prozent aller getöteten Fahrer und Mitfahrer von Kleinkrafträdern.

Analyse von Schwerverletzten durch Motorradunfälle

Seit dem Jahr 1993 werden in Deutschland die Daten von unfallverletzten Patienten im TraumaRegister DGU® (TR-DGU) durch die behandelnden, zertifizierten Traumazentren wissenschaftlich erfasst und in einer Datenbank ausgewertet. Seit dem Jahr 2002 können Motorradunfälle gesondert von anderen Verkehrsunfällen über das Register erfasst werden. Laut dem Jahresbericht des TR-DGU waren im Jahr 2016 fast die Hälfte (48,2 %) aller dokumentierten Unfallursachen Verkehrsunfälle. Von den erfassten Patienten verunglückten 2016 20,9 % in einem Auto, während 12,0 % der Patienten auf einem Motorrad verunfallten.

Im klinischen Alltag hat sich gezeigt, dass vermehrt „ältere“ Patienten mit dem Motorrad verunfallen und somit die behandelnden Ärzte vor Schwierigkeiten stellen. Diese Patienten sind für die behandelnden Ärzte eine therapeutische Herausforderung, da häufig der Gesundheitszustand nicht dem der Gruppe der Jüngeren entspricht. Aus diesem Grund wurde eine altersbezogene Analyse der Daten von verunfallten Motorradfahrern durchgeführt. Die zugrundliegende These dieser Studie war, dass ältere Patienten ein verschlechtertes Risikoprofil haben als jüngere.

Die Analyse des prätraumatischen Gesundheitszustandes der Unfallopfer im TR-DGU erfolgte durch eine Aufteilung der ASA-Klassifikation in ASA < 3 vs ASA ≥ 3. Auffallend ist hierbei vor allem die Gruppe der über 65-Jährigen (74 %/26 %).

Das älteste Patientenkollektiv (> 64 Jahre) wurde deutlich länger invasiv beatmet (+ 1,2 Tage). Gleiche Verhältnismäßigkeiten konnten bezüglich der Dauer des gesamten Krankenhausaufenthalts (+ 1,8 Tage) und der Intensivstation (+ 1,7 Tage) festgestellt werden. Im Median lagen ältere Patienten durchschnittlich drei Tage länger in der Klinik, obwohl sie eine ähnliche beziehungsweise leicht schwächere anatomische Verletzungsschwere nach ISS boten. Bei der Mortalität imponiert die älteste Gruppe mit einer mehr als doppelt so hohen Mortalität wie die nächst jüngere Gruppe (65-84 Jahre: 15,8 % Patienten verstorben, 45-64 Jahre: 7,2 % Patienten verstorben). Zwar ist die errechnete, prognostizierte Mortalität (RISC II) auch deutlich größer als beim übrigen Teil der untersuchten Patienten der Studie, aber im Verhältnis kleiner als die reale Mortalität.

Es konnte erhoben werden, dass jüngere Motorradfahrer (35,6 %) deutlich häufiger bei dunklen Lichtverhältnissen verunfallen als ältere (11,5 %).

Die logistische Regressionsanalyse bezüglich des Unfallmechanismus hat keinen signifikanten Unterschied für das Überleben im Vergleich des Motorrad- zum Autounfall ergeben.

Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen

Im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern sind Motorradfahrerinnen und -fahrer besonders gefährdet. Auf Basis der durchschnittlichen Fahrleistungen haben motorisierte Zweiräder gegenüber allen Verkehrsteilnehmern ein vierfach höheres Risiko, an einem Unfall beteiligt zu sein. Die Verunglücktenrate ist sogar siebenmal so hoch. Allerdings kommen seit dem Jahr 2000 immer weniger Motorradfahrerinnen und -fahrer ums Leben oder werden schwer verletzt. Gleichzeitig steigt jedoch der prozentuale Anteil an getöteten und schwerverletzten Kradfahrerinnen und -fahrern an allen im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten. Das bedeutet: Für alle anderen Verkehrsbeteiligten hat sich die Verkehrssicherheit noch deutlich stärker gesteigert.

Insgesamt sind Kradfahrerinnen und -fahrer bei fast jedem vierten Verkehrsunfall außerorts beteiligt. Bei etwas mehr als einem Drittel handelt es sich um Alleinunfälle, bei knapp zwei Dritteln der Unfälle kollidieren die Motorradfahrenden mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ein erhöhtes Unfallrisiko haben - gemessen an ihrem Anteil in der deutschen Bevölkerung - junge Motorradfahrerinnen und -fahrer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Die Verletzungsschwere steigt dagegen mit dem Alter. Am häufigsten erleiden die Motorradfahrerinnen und -fahrer Schädel-Hirn-Traumata, Thorax-Traumata und Traumata an den Extremitäten. Verletzungen am Kopf, Thorax, Abdomen, Becken und Beinen führen am häufigsten zu schweren bis tödlichen Traumata.

Unfallursachen und Fahrfehler

Bei Alleinunfällen verlieren die Motorradfahrenden oftmals auf kurvigen Streckenabschnitten die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie verbremsen sich, sind unaufmerksam, stürzen und/oder kommen von der Straße ab. Mit 47 Prozent sind solche Fahrfehler die häufigste Unfallursache. Die zweithäufigste Ursache von Alleinunfällen ist mit 39 Prozent eine überhöhte Geschwindigkeit. Diese führt oft in einer Kurve zum Unfall.

Bei knapp zwei Dritteln der Unfälle prallen die Motorradfahrenden mit anderen Fahrzeugen zusammen. Von Kradfahrerinnen und -fahrern verursachte Kollisionen treten am häufigsten aufgrund von Fehlern beim Überholen, einer unangepassten Geschwindigkeit und einem ungenügenden Abstand auf. Bei fast der Hälfte der Fälle waren die Kradfahrenden nicht die Unfallverursachenden.

Technische Maßnahmen und Schutzkleidung

Bei Motorrädern hätte ein Kurven-ABS in Kombination mit einer Traktionskontrolle ein hohes unfallvermeidendes Potenzial. Dadurch könnte ein großer Teil der Fahrunfälle verhindert werden. Aber auch ein Abstandsregeltempomat (ACC) und ein Totwinkelassistent könnten die Sicherheit der Motorradfahrerinnen und -fahrer erhöhen. Ein eCall-System würde die Hilfeleistung nach dem Crash verbessern. Bei jedem zehnten Unfall mit Kradbeteiligung kollidiert ein linksabbiegendes Fahrzeug mit einem entgegenkommenden Motorrad. Da überdies die Hälfte aller Kollisionen beim Abbiegen, Einbiegen oder Kreuzen passieren, könnten Linksabbiegeassistenten und Kreuzungsassistenten bei Pkw das Sicherheitsniveau deutlich erhöhen. Denn durch eine Notbremsung könnten diese einen Zusammenstoß verhüten.

Schon durch kostengünstige Maßnahmen wie das Zurückschneiden der Bepflanzung, das Entfernen von Hindernissen neben der Fahrbahn, das Herabsetzen der Höchstgeschwindigkeit oder das Aufstellen von Richtungstafeln in Kurven können Unfallschwerpunkte entschärft werden.

Da die meisten Unfälle auf ein Fehlverhalten von Fahrerinnen und Fahrern zurückzuführen sind, haben Bikerinnen und Biker, aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmenden die Möglichkeit, Unfälle durch ein vorausschauendes, defensives Fahrverhalten zu vermeiden.

Persönliches Risikomanagement

Motorradfahrer erfreut sich in unserer Gesellschaft einer großen und zunehmenden Beliebtheit. Gemäß Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes gab es Anfang 2017 einen Bestand von 4,3 Millionen Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen (Motorräder, -roller, +2,0 % gegenüber 2016), 2 Millionen Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (Mofa < 50 cm³ etc.) bei circa 45,8 Millionen PKW (+ 1,6 % gegenüber 2016). Je 1 Milliarde KFZ-Kilometer verunfallten Motorradfahrer zehn Mal häufiger tödlich als durchschnittliche KFZ-Fahrer (50 versus 5). Bei der Analyse der Altersstruktur der Verunglückten auf Krafträdern ist festzuhalten, dass besonders sehr junge und ältere (> 65 Jahre) Motorradfahrer gefährdet sind. So waren über ein Drittel (33,9 %, 14 888) der verunglückten und über ein Fünftel (22,7 %, 137) der getöteten Motorradbenutzer im Jahr 2016 im Alter von 15 bis 24 Jahren. Je 100 000 zugelassener Krafträder mit amtlichen Kennzeichen gab es in dieser Altersgruppe 89 Todesopfer. Das war 2016 mit Abstand die höchste Anzahl an bestandsbezogenen Todesopfern aller Altersklassen. Im Jahr 2016 waren zwar nur 8,5 % der Verunglückten, jedoch 42,6 % der tödlich verletzten Benutzer von Kleinkrafträdern (Krafträder mit Versicherungszeichen) 65 Jahre oder älter. Hauptursache bei Fehlverhalten mit Unfallfolge stellte die nicht angepasste Geschwindigkeit dar (34 %). Alkoholeinfluss konnte nur in 1,4 % der Unfälle bei Kräfträdern mit amtlichem Kennzeichen als Ursache ausgemacht werden.

Schutzkleidung und ihre Grenzen

Wie eine neue Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt, liegt dies auch daran, dass übliche Schutzkleidung mit Protektoren bei einem Aufprall auf ein Hindernis schon bei Geschwindigkeiten über 25 km/h lebensbedrohliche Verletzungen nicht mehr verhindern kann. Die auf einer detaillierten Auswertung der Unfallverletzungen und umfangreichen Simulationen beruhende Studie zeigt auch, dass verfügbare Airbagjacken diesen Bereich auf etwa 50 km/h erweitern könnten. Bei größerem Airbagvolumen könnten sie sogar bis zu Aufprallgeschwindigkeiten von 70 km/h wirksam sein.

Der Leiter der UDV, Siegfried Brockmann, fordert entsprechend auch weitere Produktentwicklungen in dieser Richtung. Vor allem gehe es aber um die Kommunikation mit den Fahrerinnen und Fahrern: „Wir müssen klar sagen, dass keine praktikable Schutzkleidung in der Lage ist, bei einem Aufprall mit üblicher Landstraßengeschwindigkeit eine tödliche Verletzung zu verhindern“, sagt Brockmann.

Für Motorradunfälle gelte daher umso mehr: Das größte Verbesserungspotential sitzt auf dem Motorrad. Durch Auswertung ihrer Unfalldatenbank hat die UDV in diesem Zusammenhang ermittelt, ob das Fahren in Gruppen ein besonderes Risiko darstellt. Obwohl solche Fahrten häufig sind, wurde dies noch nie näher untersucht.

Gruppenfahrten: Ein besonderes Risiko?

Während bei Alleinfahrten die Kollisionen mit Autos oder Lkw an Kreuzungen und Einmündungen häufig sind, dominiert bei Gruppenfahrten die Kollision mit anderen Motorrädern, vorwiegend mit eigenen Gruppenmitgliedern, aber auch mit entgegenkommenden Maschinen. Hauptgrund sind die oft viel zu geringen Sicherheitsabstände zwischen den Motorrädern. Insgesamt aber sind laut Brockmann Gruppenfahrten mit einem Anteil von 15 Prozent an allen erfassten schweren Motorradunfällen kein besonderes Sicherheitsrisiko.

Brockmann verwies darauf, dass rund zwei Drittel aller getöteten Motorradfahrer auf Landstraßen ihren Unfall selbst verursacht hätten.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Motorradfahren birgt ein höheres Risiko als andere Fortbewegungsmittel. Verkehrssicherheit, Fahrverhalten und Schutzkleidung spielen eine entscheidende Rolle bei der Minimierung von Unfällen und Verletzungen.

Tabelle: Motorradunfälle im Überblick (basierend auf Daten aus 2019)

Kategorie Anzahl Prozentualer Anteil
Verunglückte Motorradfahrer 28.426 -
Tödlich verunglückte Motorradfahrer 542 -
Verunglückte Kleinkraftradfahrer 14.213 -
Tödlich verunglückte Kleinkraftradfahrer 63 -
Unfälle mit nicht angepasster Geschwindigkeit (Motorrad) - 22,2%
Unfälle mit nicht angepasster Geschwindigkeit (Kleinkraftrad) - 12,6%

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