Die Wahl des richtigen Motorrads kann überwältigend sein, besonders angesichts der Vielfalt an verfügbaren Typen. Ob du auf eine größere Maschine umsteigst, etwas Neues ausprobieren willst oder gerade deine Prüfung bestanden hast - die Wahl fällt nicht leicht. Am schwierigsten ist dabei mitunter die Entscheidung zwischen den verschiedenen erhältlichen Motorradtypen. Selbst den erfahrensten Fahrern fällt die Wahl zwischen Marken, Modellen und Varianten nicht immer leicht. Dieser Leitfaden hilft dir, die gängigsten Motorradtypen zu verstehen und das ideale Motorrad für deine Bedürfnisse zu finden.
Die wichtigsten Motorradtypen im Überblick
Bei der Suche nach einem neuen Motorrad hast du die Wahl zwischen sieben Haupttypen: Supersport, Adventure, Tourer, Naked & Allrounder, 125er, Roller und Off-Road. Jede dieser Klassen von Motorrädern ist klar definiert und zeichnet sich durch einen eigenen Einsatzbereich und Stil sowie spezifische technische Daten aus. Obwohl es kein allgemeingültiges System gibt, weisen Motorräder derselben Klasse in der Regel ähnliche Merkmale auf. Bestimmte Motorradtypen eignen sich zudem besser für bestimmte Verwendungszwecke als andere. Ob Adrenalinkick oder entspannte Fahrt - für jeden Fahrer gibt es das passende Motorrad.
Supersport-Motorräder
Ein Supersport-Motorrad ist die perfekte Wahl, wenn Leistung und Sportlichkeit im Vordergrund stehen. Die Bikes zeichnen sich durch ergonomische Designs sowie eine sportliche Fahrposition aus. Darin ähneln sie den Moto GP-Motorrädern. Bestimmte Modelle sind in einer speziellen Meisterschaftslackierung erhältlich, damit sich Fahrer wie eine echte Rennlegende fühlen können. Die Motoren sind auf optimale Leistung getrimmt.
Viele Kunden, die sich für ein Supersport-Motorrad entscheiden, fahren dieses bei Gelegenheit auch auf der Rennstrecke und holen sich so ein authentisches Moto GP-Erlebnis. Supersport-Motorräder sind leicht und zeichnen sich durch eine niedrige, aggressive Sitzposition aus, dank der sich höhere Geschwindigkeiten erreichen lassen. Damit sind diese Motorräder eine aufregende Wahl, Fahrer sollten jedoch einige Erfahrung gesammelt haben, bevor sie sich für ein Supersport-Modell entscheiden. Ästhetisch mögen diese Motorräder zwar einen starken Reiz haben, jedoch gibt es beim Kauf eines ersten Motorrads geeignetere Alternativen. Komfort und Kraftstoffverbrauch spielen bei Supersport-Motorrädern in der Regel eine untergeordnete Rolle, da diese vor allem ein Maximum an Leistung und Drehmoment aus dem Motor herausholen sollen. Der Soziussitz fällt mitunter kleiner aus als bei Motorrädern anderer Kategorien.
Einige Beispiele für Supersport-Motorräder sind:
- CBR500R: Ein A2-Motorrad mit echten Rennsportgenen. Die überarbeitete Showa-Upside-Down-Gabel sorgt für herausragende Kontrolle und ein sportliches Fahrgefühl.
- CBR650R: Ein Motorrad für Rennsportfans, ausgestattet mit einem Vierzylindermotor, der ein außergewöhnliches Drehmoment erzeugt, sowie einer Anti-Hopping-Kupplung für schnelle Gangwechsel.
- CBR1000RR-R Fireblade: Wettbewerb liegt der CBR1000RR-R Fireblade im Blut. Der beeindruckende, neue hochtourige Vierzylinder-Reihenmotor erhöht die bei der Kurvenausfahrt mögliche Beschleunigung noch einmal und sorgt auch für bessere Hinterradtraktion.
- CBR1000RR-R: Bei der vom Moto GP inspirierten CBR1000RR-R haben die Ingenieure von HRC bis ins kleinste Detail eine Maschine geschaffen, die einfach überlegene Leistung bietet.
Naked Bikes & Allrounder
Beim Kauf des ersten Motorrads können Fahranfänger mit einem Straßenmotorrad nichts falsch machen. Die Maschinen eignen sich auch bestens für den Umstieg von einem Roller. Die leichte und zugleich leistungsstarke Bauart ist bei Fahrern beliebt, die sich zum ersten Mal für ein Motorrad mit manueller Schaltung entscheiden. Es handelt sich zweifellos um die besten Einsteigermotorräder und Modelle bis 35 kW können von Inhabern eines A2-Führerscheins gefahren werden. Die Motorräder sind echte Allrounder und einfach zu fahren.
Bei unseren Modellen der Kategorie Naked & Allrounder ist für Fahrer aller Erfahrungsstufen etwas dabei. Straßenmotorräder gelten als die alltagstauglichsten Maschinen, sie eignen sich bestens für städtische Umgebungen und asphaltierte Straßen. Sie sind ideal für den Arbeitsweg oder kürzere Fahrten und zeichnen sich im Allgemeinen durch eine entspannte Sitzposition und hohen Fahrkomfort aus. Straßenmotorräder werden auch „Naked Bikes“ genannt. Diese Bezeichnung leitet sich vom einfachen und schnörkellosen Erscheinungsbild ab.
Einige Beispiele für Naked Bikes & Allrounder sind:
- CL500: Die CL500 von Honda ist eine echte Ikone. Der hohe, breite Lenker sorgt für optimale Kontrolle. Dazu kommen LED-Beleuchtung, das LCD-Display, die Anti-Hopping-Kupplung, ein 12-l-Tank und vieles mehr.
- CMX500 Rebel: Die CMX500 Rebel ist das perfekte Beispiel für ein ansprechendes und vielseitiges Straßenmotorrad - mit unverfälschtem, minimalistischem Design und einer breiten Gabel, die überall für ein komfortables Fahrverhalten sorgt.
- CB650R: Mit ihrem neuen Design, dem verbesserten Fahrwerk und der neuen Ausstattung ist die CB650R bereit für unvergessliche Großstadtabenteuer.
- CMX1100 Rebel: Die CMX1100 Rebel ist mit ihren breiten Reifen eine Hommage an die klassischen Bobber, jedoch ergänzt durch zeitgemäße Designmerkmale und mit einer entspannten Fahrposition.
Tourer
Ein Tourer bietet Komfort auf längeren Touren ohne Geländeabschnitte. Beim Tourenfahren geht es vor allem darum, die Zeit auf der Straße zu genießen. Gönn dir Komfort, fantastische Ausstattung und reichlich Stauraum für deinen nächsten Roadtrip. Du bist lieber in Gesellschaft unterwegs? Tourer eignen sich bestens für die Mitnahme eines Sozius. Diese wunderschönen Motorräder zeichnen sich unter anderem durch Motoren mit großem Hubraum, einen Windschutz, die entspannte, aufrechte Sitzposition und große Tanks aus.
Es stehen unterschiedliche Arten von Tourern zur Wahl, die einige Ähnlichkeiten mit anderen Motorradkategorien aufweisen. Dazu gehören:
- Adventure-Tourer: Für lange On- und Off-Road-Touren.
- Sporttourer: Ebenfalls ideal für längere Touren, jedoch mit noch etwas mehr Leistung und sportlicherem Erscheinungsbild.
- Fulldress-Tourer: Diese Motorräder werden auch als Bagger-Bikes bezeichnet und sind für asphaltierte Straßen bestimmt.
Tourer gibt es in unterschiedlichen Größen. Das Doppelkupplungsgetriebe (DCT) der Tourer von Honda ist eine der fortschrittlichsten Kraftübertragungen der derzeit erhältlichen Zweiräder. Das DCT ersetzt die Handkupplung und die Fußhebel durch eine einfache Trigger-Schaltung auf der linken Lenkerseite. Du kannst nach wie vor manuell schalten, musst dabei jedoch nicht länger Hand und Fuß koordinieren.
Beispiele für Tourer sind:
- Honda NT1100: Die Honda NT1100 ist ein vielseitiges Motorrad. Mit der umfassend anpassbaren Motorleistung, dem in fünf Stufen höhenverstellbaren Windschild und dem 20-l-Tank, der eine Reichweite von 400 km ermöglicht, ist es keine Überraschung, dass es sich um einen unserer beliebtesten Tourer handelt.
- Honda GL1800 Gold Wing: Auch die Honda GL1800 Gold Wing hat alles zu bieten, was man sich von einem Tourer wünschen kann. Mit ihrem großen Stauraum und dem Sechszylindermotor eignet sie sich bestens für Touren mit Sozius. Begib dich mit diesem Traummotorrad stilvoll auf Roadtrips zu zweit. Die Gold Wing Tour ist nicht umsonst ein Vorzeigemotorrad von Honda: Auf der Landstraße oder im Stadtverkehr bietet sie einzigartige Leistung und höchsten Komfort.
Adventure-Motorräder
Adventure-Motorräder machen ihrem Namen alle Ehre. Sie sind die perfekten Begleiter unterwegs, sowohl auf der Straße als auch abseits befestigter Pisten. Adventure-Motorräder sind dank ihrer großen Motoren besonders vielfältig und eignen sich für lange Touren ebenso wie für den täglichen Weg zur Arbeit. Die auf dem Markt erhältlichen Modelle sind so unterschiedlich wie die Touren, die du unternimmst. Meist sind sie jedoch groß und zeichnen sich durch eine besonders bequeme Sitzposition aus. Damit sind sie ideal für lange Strecken.
Diese Motorräder verfügen in der Regel über eine größere Bodenfreiheit und sind damit auch im Gelände zu Hause. Ein Adventure-Motorrad ist mitunter die beste Wahl für Fahranfänger, die die Maschine im Alltag ebenso nutzen möchten wie auf Off-Road-Trails. Sie sind in allen Situationen komfortabel und bieten Platz für einen Sozius. Die Rahmen von Adventure-Motorrädern sind hoch und die Verkleidung macht die Maschinen oft schwerer. Schwerere Motorräder zeichnen sich durch perfektes Handling bei hohen Geschwindigkeiten aus.
Einige Beispiele für Adventure-Motorräder sind:
- Honda XL750 Transalp: Eine mittelschwere Maschine für alle, die sich einen geländegängigen Tourer wünschen.
- X-ADV: Der X-ADV vereint den Antrieb und die Leistung eines Adventure-Motorrads mit den Kapazitäten eines großen Rollers.
- Africa Twin: Unser meistverkauftes Adventure-Motorrad, die Africa Twin, nimmt jede Herausforderung an.
Off-Road-Motorräder
Off-Road-Motorräder sind ideal für Fahrer, die ausschließlich abseits der Straße unterwegs sein möchten. Zu dieser Kategorie gehören Motocross- und Enduro-Maschinen. Honda hat Off-Road-Modelle für alle Fahrer, vom Mini-Bike CRF50F für den Nachwuchs bis hin zum Meisterschaftssieger CRF450R. In ganz Europa gibt es zahlreiche Honda Off-Road-Center, in denen Fahrer aller Erfahrungsstufen ihre Fähigkeiten und sich an Off-Road-Kursen versuchen können.
Beispiele für Off-Road-Motorräder sind:
- CRF300 Rally und CRF300L: Kleine Maschinen, die es in sich haben und große Abenteuer auf der Straße sowie im Gelände versprechen.
Leichtkrafträder (125er)
Leichtkrafträder sind eine weitere hervorragende Option für Fahranfänger. Wie Straßenmotorräder sind Leichtkrafträder eher für die Stadt als für den Einsatz abseits der Straße oder auf langen Strecken konzipiert. Sie zeichnen sich durch einen besonders niedrigen Kraftstoffverbrauch aus und sind daher eine gute Wahl für Pendler auf der Suche nach einem alltagstauglichen Motorrad. Leichtkrafträder können in der Regel von Inhabern eines A1- oder B-Führerscheins gefahren werden. Hierbei gelten weltweit unterschiedliche Altersgrenzen. Nichtsdestotrotz eignen sich Leichtkrafträder perfekt für Fahranfänger.
Mit einem Leichtkraftrad spart man außerdem nicht nur beim Kraftstoff. Auch die Kosten für Versicherung und Instandhaltung sind in der Regel niedriger als bei anderen Motorrädern. Damit sind Leichtkrafträder eine gute Wahl, wenn man ohne große Kosten Motorradfahren möchte.
Beispiele für Leichtkrafträder sind:
- CB125R: Ein kleines Motorrad, das großen Spaß macht. Der DOHC-Einzylindermotor mit vier Ventilen leistet 11 kW und 11,6 Nm Spitzenleistung.
- Dax 125: Eine Ikone der 1960er Jahre kehrt zurück - brandneu und besser denn je.
- MSX Grom (Mini Street X-Treme): Das beliebteste Fortbewegungsmittel für eine ganz neue Generation junger Fahrer - weltweit. Individuelles Erscheinungsbild, kompakte Abmessungen und ein dynamischer 125-cm³-Motor machen sie zur perfekten Begleiterin in der Stadt.
- Super Cub: Mit ihrer 60-jährigen Geschichte das meistverkaufte Motorrad der Welt. Sie hat stets Maßstäbe in Bezug auf Alltagstauglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit gesetzt.
- Monkey: Die Monkey ist etwas ganz Besonderes. Sie hat ihren ganz eigenen Stil. Und einen einzigartigen Charakter. Die Monkey ist klein genug, um sie hinten an einem Wohnmobil zu transportieren. Und sie schlängelt sich durch den Stadtverkehr, wo sonst niemand durchkommt. Aber mal ehrlich: Bei der Monkey geht es doch nur um den reinen, unverfälschten Fahrspaß.
Roller
Ähnlich wie ein Leichtkraftrad oder ein Straßenmotorrad sind Roller gute Einsteigermodelle. Sie sind spannend, praktisch und preiswert. Fahrer haben die Wahl zwischen klassischen und modernen Designs. Mit dem hervorragenden Wetterschutz eignen sich Roller für alle Jahreszeiten. Viele Roller bringen viel Stauraum mit, perfekt für einen Tag in der Stadt oder den Weg zur Arbeit. Bei den meisten Rollern kann man einfach die Sitzbank hochklappen, seine Tasche verstauen und losfahren. Der Stauraum unter dem Sitz ist bei den meisten Modellen groß genug für einen Integralhelm.
Weitere Pluspunkte bei Rollern sind die unübertroffen komfortable Sitzposition und die große Wendigkeit dank der kompakten Bauweise. Damit eignen sie sich perfekt für die Stadt und für Fahrer, die es gerne entspannt angehen lassen. Mit der breiten Palette an Zubehör stehen zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung bereit. Auch das sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Beispiele für Roller sind:
- Forza 125: Unser sportlicher GT-Roller mit LED-Beleuchtung und einer vom Forza 750 inspirierten Verkleidung. Der besonders verbrauchsarme eSP+ Motor mit überragender Leistung sorgt für eine Reichweite von bis zu 491 km.
- PCX125: Der flüssigkeitsgekühlte 4V-Motor des PCX125 sorgt für eine sanfte Beschleunigung und zeichnet sich zugleich durch einen besonders geringen Kraftstoffverbrauch aus.
- SH-Roller: Unsere SH-Roller sind Ikonen auf zwei Rädern und befördern ihre Besitzer in ganz Europa seit Jahrzehnten sicher und komfortabel.
- ADV350: Dank des langen Federwegs und der Blockprofilreifen ist unwegsames Gelände für den ADV350 kein Problem.
- Forza 750: Der Forza 750 zeichnet sich durch seine fortschrittliche Technologie und die überragende sportliche Leistung ebenso aus wie durch sein modernes, markantes Design.
Führerscheinklassen für Motorräder
Die Wahl des Motorrads hängt auch von der Führerscheinklasse ab:
- Kleinkrafträder: Mit einem alten Autoführerschein der Klasse 3 (wurde vor 1999 ausgestellt) dürfen Sie Kleinkrafträder fahren - und zwar mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h, einem Hubraum von höchstens 50 cm³ und einer Leistung von maximal vier kW (5,5 PS).
- Klasse B: Wenn Sie einen Pkw-Führerschein der Klasse B haben, dürfen Sie alle Kleinkrafträder mit einem Hubraum bis 50 cm³ fahren. Seit Januar 2020 können Sie nach einem speziellen Kurs bei einer Fahrschule die B196-Erweiterung erwerben. Damit können Sie Krafträder mit einem Hubraum bis 125 cm³ führen. Das entspricht dem sogenannten „kleinen Motorradführerschein“ der Klasse A1.
- Klasse A1: Haben Sie Ihren Führerschein der Klasse 3 vor dem 1. April 1980 gemacht, haben Sie automatisch auch den Motorradführerschein der Klasse A1.
- Leichtkrafträder: Leichtkrafträder mit bis zu 125 cm³ Hubraum und einer Motorleistung bis zu 11 kW und einem Leistung/Leergewicht-Verhältnis von max.
- Krafträder: Krafträder bis 35 kW Leistung, Verhältnis von Leistung zu Gewicht von max. ab 20 Jahren bei einem Vorbesitz der Klasse A2 von mind.
Sicherheitshinweise
Statistisch gesehen ist das Risiko, als Biker bei einem Motorrad-Unfall verletzt oder getötet zu werden, höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Allerdings kann sich jeder Biker auf seine Fahrten optimal vorbereiten und damit sein persönliches Risiko, in einen Unfall zu geraten, reduzieren.
Neben Straßenzulassung und einem Führerschein benötigen alle neben Straßenzulassung und einem Führerschein auch die passende Motorradbekleidung. Neben einer Motorradjacke und einer Motorradhose ist die Wahl eines passenden Motorradhelmes essenziell.
Fazit
Beim Motorradangebot von Honda ist für jeden etwas dabei. Das ausgedehnte Honda Händlernetz ist für alle Fahrer da, für Fahranfänger ebenso wie für alle, die auf ein anderes Motorrad umsteigen möchten. Das Team von Honda berät bei der Auswahl eines geeigneten Motorrads und informiert gerne zu Originalzubehör, Bekleidung und Merchandising-Artikeln von Honda.
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