Manchmal wünscht man sich einfaches Equipment, das für immer passt, für unterschiedliches Wetter taugt und immer gut aussieht. In Anlehnung an Franz Beckenbauers Ausruf der Einfachheit: Geht’s raus und spielt ... MTB!
Monserat MTB Bekleidung im Test
Von Monserat aus Freiburg kommt solche MTB-Bekleidung, die von Frühling bis Herbst, von 10 bis 20 Grad, von Nieselregen bis Sonnenschein immer passt: Das Monserat MTB Tech Hoodie und die Monserat Trailpants (TP3). Wir haben den Hoodie und die Enduro-Hose durch den Herbst und auch an einigen wärmeren Wintertagen getragen. Mit einer langen Bib und einem warmen Oberteil darunter lässt sich der Einsatz auch in kühlere Temperaturregionen verlängern, solange es nicht regnet. Aber dann gäbe es ja noch eine Regenjacke für drüber.
Monserat MTB Tech Hoodie
Monserat kommen aus Freiburg und setzen auf Recycling und Müllvermeidung. Es gibt zwei Varianten des MTB Tech Hoodies von Monserat; wir haben die Version getestet mit eingenähtem Windschutz an der Front, was zwar 20 Euro teurer ist, aber so viel bringt! Auf der einen Seite sieht das Teil aus wie ein lässiger Kapuzenpullover. Auf der anderen Seite macht das Gewebe den Unterschied, vor allem eben die zusätzliche Schicht innen, die kühle Lüfte von vorn bei schneller Fahrt blockt. Das Oberteil ist aus einem schnell trocknenden und atmungsaktiven Material, das zudem zu einem Großteil recycelt ist und so etwas aufs Nachhaltigkeitskonto einzahlt - ein wichtiger Faktor bei Monserat, die auch die Verpackung komplett plastikfrei gestalten.
Und so fährt sich der Tech Hoodie super angenehm, weil nicht schwitzig wie manch andere Jacken mit Windbarriere. Wenn es aber kalt von vorn bläst, bleibt der Rumpf gut geschützt. Die Innenseite ist schön flauschig gebürstet. Die Kapuze passt außerdem über den Helm. Für mich ein treuer Begleiter auf vielen Touren, weil er so vielseitig einsetzbar ist. Ich will nicht ausschließen, dass der Tech Hoodie sogar mal auf eine Laufrunde mit muss, wenn es draußen ungemütlich ist. Über die Beständigkeit des Pullis mache ich mir bei Monserat keine Sorgen, mein Eindruck ist: Material und Verarbeitung sind haltbar und robust; die ersten Wäschen hat die Pullover-Jacke ohne Veränderung überstanden.
Der Monserat Tech Hoodie ist eigentlich Pullover und leichte - aber vor allem lässige - Jacke in einem.
Monserat Tech Hoodie im Überblick
- Funktionsstoff mit schnell trocknender Eigenschaft
- Spezielles Kragendesign für mehr Beweglichkeit
- Gebürstete Innenseite
- Große Kapuze (passt mit Helm)
- Elastische Kordel für mehr Bewegungsfreiheit
- Känguru-Tasche
- Optional eingenähter winddichter Frontlayer
- Schnitt: Relaxed
- Farben: erhältlich in Black, Grey, Dark Olive sowie mit verschiedenen Drucken
- Größen S-XXL
- Preis: 99,95 Euro (UVP), mit dem optionalen Windbreaker 119,95 Euro
Monserat Trailpants 3 im Praxistest
Die neuen Trailpants 3 (TP3) bieten die Freiburger auch in Zwischengrößen an und in 2 Längen an. Darüber hinaus haben sie den gleichen cleanen Stil, den alle Monserat-Produkte haben: kleine Prints, klare Linie und funktionelle Details. Bei der neuen TP 3 sind das etwa der Ratschenverschluss am Bund und vor allem der Schnitt selbst.
Getestet habe ich die Monserat Trailpants 3 in der normalen Ausführung - auch eine Light Version ist zum gleichen Preis verfügbar, die für warme Tage konzipiert wurde. Passend zum Tech Hoodie schien aber die etwas dickere Bike-Hose sinnvoller zu sein. Die Trailpants aus dem schönen Breisgau trägt sich entspannt, hat an den Knien genug Platz, um auch (mitteldicke) Protektoren darunter zu tragen, und an den Beinen unten sind sie angenehm eng, sodass nichts am Rahmen oder Kette schrubbt. Der Stoff ist dehnbar, aber dennoch recht robust, was er schon an diversen, im heimischen Revier verfügbaren Brombeerbüschen unter Beweis stellen konnte. Auch der Sitzbereich zeigt bisher wenig bis keine Abnutzung. Monserat setzt hier ebenfalls auf 88 % recycelten Kunststoff für die Herstellung - das zeigt auch ein kleiner Aufdruck an der linken Wade.
Ähnlich wie der Tech Hoodie kann man die Trailpants bei 10 Grad genauso gut tragen wie bei über 20 Grad, weil sie sich recht atmungsaktiv anfühlen, dennoch bei kühlem Wind diesen ganz gut abhalten. Diese MTB-Hose passt zum Hoodie wie Ar... auf Eimer, weil beides zusammen top aussieht, sich super entspannt trägt und man beides vielleicht auch gern ohne Bike unter dem Hintern einfach anlassen würde.
Trägt sich angenehm von 10 bis über 20 Grad. Perfekt für die meiste Zeit des deutschen Sommers.
Die Monserat Trailpants 3 MTB-Hose im Überblick
- Dehnbar für besseren Komfort während des Pedalierens
- Zwei Längen verfügbar (normal, 4 cm länger geschnitten)
- Zwischengrößen verfügbar (32“ = M, 33“ = M-L, 34“ = L)
- Hergestellt für mittelwarme bis heiße Tage (ca. Fahrradhose kaufen - angesichts dieser Aufgabe verdrehen viele die Augen.
Weitere MTB-Bekleidungsmarken
Egal ob Jeans und Hawaii-Hemd oder Race-Outfit, Fashion und Style spielen beim Biken eine immer größere Rolle. Es muss aber nicht immer die gehypte Bike-Wear-Marke sein. Der Ride auf den Trails hat inzwischen etwas von einer Fashion-Show. Auch wenn die Preise von Fox, Troy Lee und Co. noch nicht an die von Louis Vuitton rankommen, lassen sich die Hersteller ihre Markennamen teuer bezahlen.
Auf dem Bike ist vor allem funktionale Kleidung aus entsprechenden Materialien und mit einem bequemen Schnitt sinnvoll, das muss aber nicht immer das sündhafte teure Outfit der großen Klamotten-Hersteller sein. Inzwischen produzieren auch viele Bike-Hersteller Kleidung, die über das T-Shirt mit Hersteller-Logo hinausgeht. Funktionale Materialien und Schnitte, die speziell zum Biken entwickelt wurden, stehen hier im Vordergrund.
Canyon
Die Marke Canyon wird den meisten ein Begriff sein, sie ist bekannt dafür, performante Bikes zu einem verhältnismäßig günstigen Preis anzubieten. Bei der Mountainbike-Bekleidung gestaltet sich das ganz ähnlich. In puncto Performance braucht ihr euch hier keine Sorgen zu machen und preislich spielt Canyon im Mittelfeld der von uns getesteten Marken.
Die Auswahl der Eigenproduktionen des deutschen Herstellers ist gut, zusätzlich stocken die Mädels und Jungs von Canyon ihren Shop durch Kollaborationen mit ABUS bei Helmen, NINEYARD bei Kleidung und Five Ten bei Schuhen auf. Es wird auch eine CLLCTV-Linie angeboten, die euch wie die Teamfahrer von Canyon aussehen lässt. Außerdem gibt es noch Shorts, Bibshorts & Einteiler, Fahrradschuhe, Jacken & Westen, Bike-Brillen und vieles mehr. Ihr merkt - die Auswahl ist groß!
CUBE
CUBE: Eine riesige Marke mit riesigem Angebot. Auch wenn die Mountainbikes des bayerischen Herstellers in Fachkreisen oft zu Diskussionen führen, lassen die Klammotten nur wenig Spielraum für Kritik. Die meisten Kleidungsstücke sind eher schlicht gehalten. Das ein oder andere Shirt knallt dann aber richtig, zum Beispiel das CUBE Vertex Langarm-Trikot in Lila - damit werdet ihr auf jeden Fall zum Hingucker. CUBE kann mit einem riesigen Spektrum an Kleidung, Schuhen, Helmen und Schonern punkten. Dazu kommen noch Rucksäcke und mit der Eigenmarke ACID Fahrradtaschen, Schlösser und vieles mehr.
Nukeproof
Die Auswahl bei Nukeproof ist zwar nicht riesig, vom Baselayer über Bibshorts bis zu Handschuhen ist aber alles vorhanden. Auch Knie- oder Ellenbogenschoner mit dem Nukeproof Atom-Logo stehen zur Verfügung. Die Knieschoner sind für einen sehr fairen Preis von 51 € erhältlich. Zur absoluten Grundausstattung würden also nur noch Helme und Schuhe fehlen. Das günstigste Kurzarm-Jersey kostet 35.00 € und die günstigste Shorts 80 €.
Propain
Der Direktversender Propain bietet neben Casual Wear auch ein Bike-spezifisches Sortiment. Das fällt aber eher klein aus und beschränkt sich auf jeweils zwei Jerseys und eine Hose für Männer und Frauen und auch die Farbe ist nicht wählbar. Die Variabilität des Propain Online-Konfigurators spiegelt sich also nicht in ihren MTB-Klamotten wider. Im Gegenzug punktet Propain mit ihren schicken Flanellhemden, T-Shirts und Caps.
SCOTT
SCOTT produziert schon seit vielen Jahren eigene Kleidung und ist für ein riesiges, Disziplinen übergreifendes Sortiment bekannt. Neben den Sparten Wintersport, Running und Motorsport gibt es auch im Bike-Bereich ein komplettes Sortiment, so hat man kein Problem, sich von Kopf bis Fuß nur mit SCOTT einzukleiden. Sogar Protektoren, eigene Brillen und Goggles befinden sich im Portfolio.
Specialized
Der Bike-Riese aus Kalifornien hat nicht nur eigene Kleidung, sondern auch eigene Komponenten wie Laufräder und Reifen. Genauso riesig wie der Hersteller ist auch die Auswahl an Kleidung. Für Trail-Fahrer findet sich einiges in den (Online-)Regalen, z. B. Schuhe, Helme und Protektoren. Die Knieschoner sind allerdings sehr dünn und in unseren Augen für den Enduro-Einsatz nicht geeignet. Die Markenfans da draußen dürfte es freuen: Specialized hat für Urban- und Bikepacking-Abenteuer eine Kooperation mit Fjällräven.
Trek
Auch Trek hat eine recht große Auswahl an Bike-Wear im Cross-Country- und Rennrad-Bereich, da steht die MTB-Kleidung etwas hinten an. Trotzdem gibt es hier auch für uns eine angemessene Auswahl. Zudem betreibt Trek die Eigenmarke Bontrager, unter der auch Schuhe, Helme und Parts wie Laufräder vertrieben werden.
Yeti
Der Premium-Bike-Hersteller Yeti bietet uns auch eine Auswahl an MTB-Bekleidung. Die ist zwar nicht übermäßig groß, dennoch könnt ihr euch problemlos eine Grundausstattung an MTB-Bekleidung zulegen. Die Auswahl an Casual Wear ist ungefähr genauso groß wie die an Sport- Bekleidung. Wenn ihr euch also noch ein schickes T-Shirt oder einen Hoodie zulegen wollt, könnt ihr das hier gleich mit erledigen.
YT Industries
YT Industries ist seit 2022 neu im Apparel-Bereich und begrenzt sich bisher noch auf Langarm- und Kurzarm-Jerseys. Um genau zu sein, sind es 4 Langarm- und 2 Kurzarm-Shirts, welche alle in einer recht schlichten Farbgebung daherkommen. Dafür gibt es im Bereich Casual Wear einiges mit den typisch wilden Grafiken von YT. Zum Beispiel das Pyramid Tee, mit einem blau-lila hinterlegten Pyramiden-Grafik auf der Brust.
Fahrradhosen im Vergleich
Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose. Die Hersteller lassen sich im Buhlen um die Gunst der Käufer einiges einfallen, um auf sich aufmerksam zu machen. Flachnähte treffen auf filigrane Silikon-Applikationen, Stretch-Materialien auf robuste, abriebfeste Stoffe, auch bei den Details greifen die Hersteller von A wie Airtracks bis V wie Vaude tief in die Trickkiste.
Rennradfahrer haben nämlich andere Ansprüche an ihre Fahrradhose als etwa Mountainbiker oder Tourenradler. Enge Bib oder weite Short? Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose. Die eher sportliche Kategorie, gerne auch Tights genannt, ist knalleng. Tights lassen sich in trägerlose Hosen und Hosen mit Hosenträgern (»Bibtights«) einteilen.
Diese Hosen werden vornehmlich beim Rennradfahren getragen, vereinzelt auch beim Mountainbiken und Tourenradfahren, hier wiederum gerne von leistungsorientierten Cross Country (XC)- Fahrern und bei Rennen. Andere Hosen wiederum sind weiter geschnitten und ähneln Lauf- oder Wandershorts. Sie wurden für Tourenradler, E-Biker und Touren-Mountainbiker entworfen. Die letzte Kategorie der hier getesteten Hosen sind robustere Hosen, die speziell für den härteren Mountainbike-Einsatz geschneidert wurden.
Bei weiter geschnittenen Shorts stellt sich auf den ersten Blick die Frage, ob man eine Innenhose darunter ziehen sollte oder nicht. Schließlich werden viele der getesteten Hosen auch ohne Innenhose angeboten. Wer je mit Innenhose gefahren ist und das Plus an Komfort, das Innenhosen durch ihre Polsterung am Gesäß liefern, schätzen gelernt hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Auch wenn es beim ersten Mal tragen vielleicht etwas zwickt und zwackt.
Das Thema Sitzpolster ist so eine Sache. Die einen mögen es dick, die anderen dünn. Die einen wollen einen breiten, die anderen einen schmalen Sitz-Einsatz. Am Ende ist jedes Hinterteil anders. Wir haben im Test auf einen gesunden Mittelweg Wert gelegt. Soll bedeuten: Hosen mit lieblos gemachten, wulstigen und schlecht vernähten Sitzpolstern mussten mit Abzügen rechnen. Flach eingenähte, nicht zu stark auftragende Sitzpolster mit einem cleveren Profil, das sich an den anatomischen Gegebenheiten orientiert, wurden besser bewertet.
Bodymapping hat auch bei den Fahrradhosen Einzug gehalten, zumindest bei den teureren und sorgfältiger verarbeiteten Hosen. Bodymapping bedeutet, dass die Hosen an unterschiedlichen Bereichen wie Trägern, Gesäß, an der Seite und an den Beinen aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, um den unterschiedlichen Anforderungen wie Schweißtransport, Luftdurchlässigkeit oder Abriebfestigkeit gerecht zu werden.
Tights sind die erste Wahl für Rennradfahrer und wettbewerbsaffine Cross-Country-Mountainbiker. Sie haben weniger Luftwiderstand als flatternde Shorts und sorgen für einen athletischen Look.
Gore Spinshift Bib Shorts
Die Gore Spinshift Bib Shorts gehört schon nach kurzer Zeit zu unserer Grundausstattung. Die unkomplizierte Hose punktet mit einer gutmütigen Passform und einer beeindruckenden Vielseitigkeit. Sie ist sich nicht zu schade, auch mal als Baselayer getragen zu werden - der geradlinige Look macht sie jedoch auch zu einem Hingucker bei der nächsten Ausfahrt mit den Freunden.
Oakley Off Grid Cargo Bib Shorts 2.0
Die Oakley Off Grid Cargo Bib Shorts 2.0 macht ihrem Namen alle Ehre, denn die Hose bietet so viel Stauraum wie keine andere Träger-Tight im Test. Die Hose wendet sich zwar primär an Gravelbiker, ist aber genauso für Langstrecken-Rennradler und Reiseradler aller Couleur geeignet.
Vaude Posta Bib Tight
Die Vaude Posta Bib Tight wendet sich an Allround-Radler, die bei der Bekleidungsauswahl auf Nachhaltigkeit setzen. Die preiswerte Hose wird zum Großteil aus recycelten Materialien hergestellt, trocknet schnell und punktet mit einem gutmütigen Schnitt. Der Einsatzbereich der Hose ist sehr breit - von Gelegenheits-Hobbyradler bis zum ambitionierten Rennrad-Amateur.
Q36.5 Unique Pro Bib Shorts
Form Follows Function - für nur wenige Hosen gilt das in einem so ausgeprägten Maß wie für die Unique Pro Bib Shorts von Q36.5. Zwar ist die Hose teuer, dafür ist sie aber auch ab dem ersten Anziehen ein elementarer Bestandteil der Gesamtheit aus Radfahrer, Radbekleidung und Rad und liefert leistungsorientierten Radfahrern die bestmögliche Unterstützung.
Odlo Essentials Radshorts
Odlo beweist mit seiner Essentials Radshorts, dass eine Fahrradhose keine Träger braucht, um gut zu sitzen. Die unkomplizierte Shorts wandert zu einem fairen Preis über den Ladentisch und trägt sich angenehm unauffällig.
BBB Corsa Cargo
Sie suchen eine unauffällige Allround-Hose, die wirklich alles mitmacht? Dann sollen Sie sich die BBB Corsa Cargo genauer ansehen! Ästhetikern ist die Hose vielleicht zu unauffällig, trotzdem hat sie einige pfiffige Details an Bord, die uns sehr gut gefallen haben. So sind an beiden Hosenbeinen Taschen vorhanden, in denen Müsliriegel und/oder das Smartphone Platz findet. An der Rückseite befinden sich unterhalb der Träger weitere Taschen.
Überrascht waren wir vom relativ weichen, aber erstaunlich komfortablen Sitzpolster, das auch auf langen Ausfahrten für erstaunlichen Fahrkomfort sorgt. Am Ende ist da noch der überaus attraktive Preis: Die Corsa Cargo schlägt mit nur knapp 100 Euro zu Buche.
Alé K-Tour
Die Alé K-Tour hat uns verblüfft. Als Ganzjahresradler haben wir schon so manche Winter-Tight anderer Marken getragen, doch so bequem wie die K-Tour war bisher keine. Das liegt hauptsächlich - wie sollte es anders sein - am Material. Das wasserabweisende Polyamid-Mischgewebe ist innen aufgeraut und im Vergleich sehr elastisch, was bereits das Hineinschlüpfen zum Vergnügen macht. Im Test nutzen wir die Hose unter anderem bei einer 70-km-Rennradrunde im bayerischen Oberland. Als besonders angenehm empfinden wir das vernähte »Klima 8h«-Sitzpolster - es schmiegt sich dem Gesäß angenehm unaufdringlich an und sorgt die ganze Fahrt lang für gleichbleibend hohen Sitzkomfort. Trotz seiner Elastizität entstehen keine Druck- bzw.
X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts
Haarscharf hätte es für die X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts für einen Platz gereicht - denn die Hose hat einen ähnlich guten Eindruck hinterlassen wie die Unique Pro Bib Shorts von Q36.5. Toll ist gleich mal der Sitz - das »Corefusion« im Namen weist darauf hin, dass X-Bionic beim Gewebe einige Register zieht. Typisch für die Marke ist der Mut zur Innovation - so sollen sogenannte »Thermosyphons« dafür sorgen, dass Schweiß schnell von der Haut weggeleitet wird.
Tatsächlich trägt sich die Hose ganz ausgezeichnet und trocknet auch bei langen, schweißtreibenden Touren sehr angenehm - wofür auch die breiten Träger und das aus vier verschiedenen Schaumstoffarten zusammengesetzte Sitzpolster sorgen. Was uns besonders imponiert hat, ist die angenehme Haptik der Hose. Der Stoff fasst sich so weich an wie wenig andere im Test, und so trägt sich die Hose auch - ein Komfortwunder. Gut gefallen haben uns auch die reflektierenden Applikationen.
In der Gesamtsicht stellt die X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts eine exklusive, wenn auch gerade noch bezahlbare Hose für anspruchsvolle Rennradfahrer aller Leistungsklassen dar, die besonders auf Tragekomfort Wert legen.
Pearl Izumi Pro Bib Shorts
Zugegeben: Wir haben einen »Knack« für Pearl Izumi, wie die amerikanischen Mitarbeiter der aus Colorado stammenden Marke sagen würden. »Knack« lässt sich am besten mit Vorliebe oder auch Faible übersetzen. Seit Jahren ist Pearl Izumi Garant für funktionale, dezent designte und vor allem langlebige Fahrradbekleidung. »Pearli«, wie die Marke hierzulande von vielen Insidern liebevoll genannt wird, kann auf 70 Jahre Erfahrung in der Fertigung von Fahrradbekleidung zurückblicken, was man der Pro Bib Shorts sofort anmerkt.
Sie wird aus sieben »Pro Transfer«-Stoffstücken gefertigt, passt sich dadurch perfekt dem Körper an und hat leicht komprimierende Eigenschaften. Träger und Beinabschlüsse sind lasergeschnitten, was sich beim Tragen positiv bemerkbar macht. Das Material trägt sich aufgrund der mit wenig Nähten auskommenden Träger äußerst angenehm. Am Beinsaum kommt die Fahrradhose ganz ohne Nähte aus, trägt somit nicht auf und ist zudem mit Silikonapplikationen ausgestattet, die ein Hochrutschen verhindern.
Besonders begeistert hat uns das Sitzpolster. Dieses ist vergleichsweise weich und wenig strukturiert, schmiegt sich jedoch optimal an das Gesäß an, reibt nicht und hat gerade die richtige Dicke, um nicht aufzutragen. Wer bisher unter einer zu wenig flexiblen Hose »gelitten« hat, wird von der Pearl Izumi Pro Bib Shorts begeistert sein. Der empfohlene Verkaufspreis ist zwar nicht gerade günstig, die Fahrradhose setzt jedoch ein Ausrufezeichen beim Tragekomfort und der Verarbeitung.
Gore C3 Tight
Man braucht nicht immer Träger, um sich auf dem Bike wohlzufühlen - das beweist die Gore C3 Tight. Spontan ziehen wir die Hose an zwei Tagen zu Alltagsfahrten an, knapp siebzig Kilometer legen wir mit ihr zurück. Gut gefällt uns dabei der ausgezeichnete Halt. Die Hose verfügt über recht breite Silikon-Applikationen an den Beinabschlüssen, da rutscht auch im Wiegetritt nichts. Auch das Polster ist für eine Hose, die nur rund 70 Euro kostet, ganz ausgezeichnet. Es bilden sich keine Reibe- und Druckstellen, für Strecken bis 50 Kilometer eignet sich die Hose ganz ausgezeichnet.
Auch als wir zwischendrin das Rad gegen Schusters Rappen austauschen, macht die Hose im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Figur. Wir haben uns schwergetan, unseren bisherigen Preis-Tipp zugunsten der Gore C3 Tight aus den Empfehlungen zu werfen - aber an die Verarbeitung der Gore kommen andere günstige (No-Name-)Fahrradhosen nicht heran.
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