Ein schmaler Lichtkegel in der Dunkelheit - dies wirkt wie ein Fixstern, dem man folgt. Lichtanlagen für das Fahrrad sind für die meisten Radfahrer oft unverzichtbar. Auf dem Markt gibt es eine schier unüberschaubare Anzahl von Rad-Lampen und -Lichtern: Lampen am Rad, Lampen am Helm, Lampen an der Bekleidung, kleine Strahler, Rück-Blinklichter und Front-Leuchten und vieles mehr. In Deutschland müssen diese Lichter den Vorschriften der StVZO entsprechen.
Leuchtkraft und Ausleuchtung
Je günstiger eine Lampe und je weniger Leuchtkraft sie hat, desto eher ist sie dafür geeignet, „gesehen“ zu werden, und nicht dafür, selbst zu „sehen“. Anders gesagt: Die Leuchtkraft und die Ausleuchtfläche sind bei den stärkeren und teureren Lampen erwartungsgemäß in der Regel deutlich größer. Für alle Lampen führten wir standardisierte Ausleuchtungstests durch.
Grob kann man demnach drei Kategorien bilden: Auf dem Radweg beziehungsweise im Stadtverkehr sind 30 bis 60 Lux meist ausreichend, um genug zu sehen und gesehen zu werden. Mit 80 bis 100 Lux erreicht man bereits Leuchtweiten von rund 100 Metern. Das ist für die meisten Radsportler vollkommen ausreichend. Geht die Leuchtstärke darüber hinaus, wird der Weg auch weit nach links und rechts ausgeleuchtet. Lampen dieser Kategorie eignen sich somit auch für passionierte Nachtfahrer, die oftmals auch in sehr dunklen Waldabschnitten fahren.
Das flexible Ansteck-Frontlicht für Fahrräder hat die 100-Lux-Marke geknackt. Damit erreichen die günstigen Lampen ab 100 Euro auf dem Papier annähernd das Niveau von deutlich teureren Top-Scheinwerfern. Auch unser Praxistest zeigt, dass ihre Leuchtkraft den Scheinwerfern von Lupine und Supernova nahekommt, jedenfalls dem Abblendlicht.
Vergleich Fahrradbeleuchtung: Aussagekräftige Leuchtbilder
Für eine bessere Vergleichbarkeit der Lampen haben wir uns natürlich wieder auf eine nächtliche Foto-Session begeben und von allen Lampen im Test Leuchtbilder fotografiert. Welche Wirkung dabei ein echtes Fernlicht hat, zeigen eindrucksvoll die beiden Leuchten von Lupine und Supernova. Die Aufnahmen wurden mit einer Nikon Z6 II mit Nikkor Z 28-75mm f/2.8 und Blende f/22 sowie Belichtungszeit 30 geschossen.
Völlig abwegig ist diese Gegenüberstellung nicht, denn bei der Power, also der deklarierten Beleuchtungsstärke in Lux, spielen die fünf Kandidaten mit etwa 100 Lux zumindest vom Nennwert in einer ähnlichen Liga wie die Strahler von Lupine und Supernova, zumindest wenn Letzterer mit Abblendlicht im Standardmodus leuchtet. Aufgeblendet feuern der SL Nano AF und der M99 Mini Pro jedoch so viel mehr Licht in den Forstenrieder Park, dass man auch in 200 Metern Entfernung im Lichtstrahl noch bequem Zeitung lesen könnte.
In der Praxis bedeutet das, dass alle getesteten Scheinwerfer genügend Licht auf die Straße werfen, damit Radfahrer selbst in mondloser Dunkelheit sicher ihren Weg durch die Nacht finden - und Hindernisse wie Äste, Steine oder Frostlöcher auf der Straße rechtzeitig erkennen können. Übrigens: Richtig ausgerichtet, blendet kein LED-Spot den Gegenverkehr.
Wechselt man bei Lupine oder Supernova zum Fernlicht, ist das ein Effekt wie Flutlicht. Beide Scheinwerfer werfen einen hellen und homogen Lichttunnel in die Nacht, der das stärkste Licht der fünf günstigen Kandidaten in den Schatten stellt und ausreichend hell wäre, um damit bei 50 km/h schnelle Abfahrten sicher zu meistern.
Akkulaufzeit und Bedienung
Die Rechnung zum Parameter „Leuchtdauer“ lautet: Man nehme die Zahl der Amperestunden, die ein Akku leistet, die Wattzahl des Leuchtmittels und ermittle zusätzlich über die Spannung dann die Leuchtdauer. So weit die Theorie.
Meist findet sich neben dem Einschaltknopf noch eine mehrstufige Akku-Anzeige. Ein Musterbeispiel ist hier die Sigma Aura 80. Dennoch gibt es auch hier „Sonderwege“, die im Test überzeugen: Die digitale Anzeige von Busch und Müller, das umfangreiche Digital-Display von Trelock inklusive einer Einstellungshilfe, die zusätzlich piepsende Akku-Anzeige von Lupine oder die App-Steuerung von Supernova. Letztere führt dazu, dass die Hightech-Lampe ihr ganzes Potenzial entfalten kann.
Weitere Leucht-Features, wie etwa ein automatisches Fernlicht oder auch ein Tagfahrlicht-Sensor, bieten noch mehr Sicherheit. Alle diese Features schmälern zwar teils die Leuchtdauer, können aber auch - je nach Einsatzbereich - sehr sinnvoll sein.
Manche Rücklichter weisen zudem einen Tageslicht-Sensor auf, der das Licht bei Dämmerung automatisch zuschaltet. Andere Test-Lichter verfügen über eine Auto-Abschalt-Funktion: Der Erschütterungs-Sensor schaltet die Lampe bei einem Nichtgebrauch des Fahrrads automatisch ab.
Große Unterschiede gibt es bei der Anzeige der verbleibenden Leuchtdauer. Vorbildlich, übersichtlich und präzise funktionieren hier Sigma und Trelock. Ersterer informiert nicht nur akkurat mit einem Fünf-Balken-Display; am Ende der Akku-Laufzeit bleiben auch noch genug Elektronen übrig für eine gute Stunde Notlicht. Noch präziser funktioniert das Infocenter bei Trelock, bei dem sich der Reststrom minutengenau ablesen lässt. Dafür fällt der Notstrom knapper aus, lediglich 15 Minuten Reserve bleiben für den Heimweg übrig.
Montage und Kompatibilität
Ein weiterer, wenn auch weniger stark gewichteter Test-Parameter betrifft den Montage-Vorgang an Lenkern und Sattelstützen - dies testeten wir je an „normalen“ Rundrohr- wie auch an Aero-Modellen. Dafür gilt: Die mitgelieferten Befestigungs-Straps sind oftmals relativ kurz. Teils passt die Form der Halterung zudem nicht an die Stütze oder den Lenker. Hier müssen viele Hersteller noch nachbessern.
Zum einen sitzt die Lampe dadurch mittig, zum anderen ist der Lenker frei zum Greifen. Verfügt eine Lampe über einen entsprechenden Adapter, kann man beispielsweise von K-Edge oder F3 Cycling hochwertige Nachrüsthalterungen für Garmin-, Sigma- oder Wahoo-Geräte kaufen.
Moderne Fahrräder weisen verschiedenste Rahmen-, Sattelstützen- und Cockpit-Formen auf. All diese Muster bei einem Beleuchtungs-Set zu bedienen, ist ungemein schwierig. Somit sind nicht alle Licht- mit allen Lenker- und Stützenmodellen kompatibel.
Bei den Montagemöglichkeiten sind die Hersteller auch 2022 immer noch sehr konservativ und legen ihren Lichtern Halter bei, die sich exklusiv um runde Rohre klammern; für Aerolenker oder integrierte Cockpits ist keiner der serienmäßig beigefügten Halter geeignet. Wer einen damit ausgestatteten Renner pilotiert, muss sich daher im Zubehörsortiment der Hersteller schlau machen und wird bei unserem Testfeld lediglich bei Busch & Müller, Lupine und Supernova fündig. Alle anderen Lichter passen nur an runde und nicht zu dicke Rohre.
Weitgehend unproblematisch lassen sich die Rücklichter an verschiedenen Sattelstützen montieren. Dies funktioniert mit den serienmäßigen Gummiringen bei runden oder aerodynamisch optimierten Stützen gleichermaßen, sofern die Gummis lang genug sind für dickere Stützen. Von Lupine gibt es sogar einen smarten Magnethalter fürs Sattelgestell, mit dem sich die rote Leuchte schick befestigen lässt - sofern man kein Satteltäschchen montiert hat.
StVZO-Konformität
Noch vor wenigen Jahren gab es teils ein fast ausgeglichenes Verhältnis von Lampen mit und ohne StVZO-Zulassung. Heute ist das anders. Kein namhafter Hersteller kann in Deutschland mehr ohne StVZO-Zulassung an den Start gehen.
Im Gegensatz zu früheren Regelungen können auch Lampen benutzt werden, die abmontiert werden können. Die Zulassung erfolgt durch das Kraftfahrtbundesamt. Front- und Rücklicht müssen am Fahrrad angebracht sein. Unzulässig ist eine Beleuchtung mit Blinkfunktion am Fahrrad.
„Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Ein rotes Rücklicht ist vorgeschrieben.
Auch wenn die StVZO seit Jahren immer mehr in EU-Regeln überführt wird, wer aktuell auf deutschen Straßen unterwegs ist, braucht eine StVZO-konforme Beleuchtung. Maßgeblich sind für Fahrradfahrer §64, §65 und §67. Dank einiger Anpassungen sind die Vorschriften inzwischen praxistauglicher geworden. So darf die Beleuchtung auch abnehmbar sein und per Akku betrieben werden.
Eine StVZO- Beleuchtung muss einen blendfreien Lichtkegel − ähnlich wie das Abblendlicht am Auto - aufweisen und mindestens 10 Lux generieren. Zusätzlich kann die Fahrradbeleuchtung auch über ein Fernlicht verfügen. Blinkende Front- oder Rücklichter sind nicht zugelassen. Ein bestimmter Winkel ist bei der Montage nicht mehr vorgeschrieben. Allerdings darf das Licht entgegenkommende Fahrer nicht irritieren. Ob eine Lampe der StVZO entspricht, erkennt man an der K-Nummer des Kraftfahrt-Bundesamts. Übrigens: Wer ohne entsprechende Beleuchtung angehalten wird, muss mit 20 Euro Bußgeld rechnen. Im Falle eines Unfalls kann man auf Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld verklagt werden.
Unterschied bei der StVZO-Zulassung
Einfach die Lampe an den E-Bike-Lenker zu schrauben, reicht nicht aus. Um sich nachts mit dem E-MTB regelkonform im Straßenverkehr zu bewegen, gibt es ein paar Dinge mehr zu beachten. Zuerst muss die genutzte Lampe der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Sie braucht also das deutsche Prüfzeichen - die K-Nummer.
Eine Helmlampe ist keine zugelassene (E-)Bike-Beleuchtung. Wer ohne oder mit einer nicht zugelassenen Lampe unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle bis zu 35 Euro blechen. Noch schlimmer ist aber, dass man bei einem Unfall zumindest eine Teilschuld trägt.
Laut StVZO muss das Vorderlicht so angebracht sein, dass es entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht blendet. Seit 2017 sind auch Lampen mit Fernlichtfunktion erlaubt - unter einer Bedingung: Das An- und Abschalten des Fernlichts erfolgt bei Gegenverkehr entweder automatisch oder lässt sich über einen Schalter am Lenker kontrollieren.
Die verkehrssichere Beleuchtung ist erst dann komplett, wenn auch ein Rücklicht am Bike brennt. Beide Leuchtvorrichtungen dürfen nicht blinken und müssen zwischen einer Höhe von 40 und 120 Zentimetern über dem Boden angebracht sein. Seitliche Reflektoren sind weiterhin Pflicht.
Helm- vs. Lenkerlampe
Dass die reine Lichtausbeute von StVZO-Beleuchtung auch auf dem Trail kein Problem mehr darstellt, machen Lupine und Supernova eindrucksvoll klar. Mit 2400, beziehungsweise 3000 Lumen leuchten die Strahler im maximalen Modus heller als so manches Pkw-Licht. Zudem verfügen beide Lampen über ein „echtes“ Fernlicht, das den Lichtpegel nach oben erweitert und auch tief hängende Äste sichtbar macht.
Das Problem ist die Art und Weise der Montage: Für den Straßenverkehr muss die Lampe am Lenker angebracht sein. Weil der Blick des Fahrers der Lenkbewegung aber immer ein Stück voraus ist, steuert man in engen Kurven quasi ständig ins Dunkel - das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Selbst die breiten Leuchtkegel von Lupine und Supernova können das Problem nicht gänzlich lösen.
Auf breiten Forstwegen ist das kein Problem. Hier reicht sogar die Leuchtkraft einer Sigma Aura 100, um sicher in die Zivilisation zurückzufinden. Wer aber wirklich im Dunkeln über die Trails räubern will, kommt um Helmlampen, die wir in einem anderen Artikel getestet haben, nach wie vor nicht herum. Als Zusatzleuchte zur StVZO-Lampe am Lenker reichen dann aber kompakte Modelle wie die Cube Acid oder Lupines Piko völlig aus. Achtung beim Einbiegen in den Straßenverkehr: Spätestens dann muss die Helmbeleuchtung ausgeschaltet werden.
Testberichte und Empfehlungen
Die Rücklichter unterscheiden sich teils extrem bei der Leuchtdauer; die Modelle von Lezyne, Lupine, Sigma und Trelock haben sogar integriertes Bremslicht an Bord.
Aktuelle Anstecklichter bieten ordentliches Licht zu noch erschwinglichen Preisen. Die Rücklichter sind bei Einsatz und Montage durchweg recht unkompliziert, Busch & Müller und Trelock überzeugen mit langer Leuchtdauer.
Bei den Frontlichtern loben wir die Modelle von Busch & Müller, Sigma und Trelock etwas mehr als Cateye und Lezyne; der Cateye-Strahler kann wegen seines drehbaren Reflektors aber zum Beispiel auch unter dem Lenker montiert werden.
Das interne Duell der Power-Leuchten gewinnt knapp Lupine vor Supernova. Der SL Nano ist kompakter, der Akku informiert besser über den Ladestand, sein Lichtteppich ist etwas homogener und heller, und günstiger ist er auch noch.
Die Wahl des Testsiegers fiel uns bei diesem Test nicht leicht, denn auch andere Sets haben uns überzeugt und sind empfehlenswert. Es ist die Summe der Kleinigkeiten, die den Favoriten letztlich ausmacht.
Insgesamt eine tolles Set mit nützlichen Funktionen und guter Ausleuchtung sowie Leuchtdauer, die jeden Biker, egal ob Rennradfahrer oder Mountainbiker glücklich machen werden. Wo beim kleinen Bruder die Seitenausleuchtung ein Kritikpunkt war, ist diese beim Aura 80 besser. Dennoch ist in puncto Seitenausleuchtung immer noch etwas Luft nach oben.
5 Fahrradlichter im Test, die der StVZO entsprechen
Im Folgenden werden einige Fahrradlichter vorgestellt, die im Test besonders gut abgeschnitten haben und der StVZO entsprechen:
- Busch & Müller IQ-XM Speed: Geeignet für Pendler auf Forstwegen, aber weniger für Trails.
- Cateye GVolt 100: Besonders im Nahbereich bleibt die Cateye recht dunkel, kurze Laufzeit und wenig trail-geeignet.
- Lezyne Super StVZO 600+: Macht ordentlich hell vorm Lenker und reicht auch gut in die Ferne. Leider gibt es kein nach oben offenes Fernlicht.
- Lupine SL MiniMax AF: Perfekte Ausleuchtung und maximale Reichweite. Die Lupine reicht locker für Fahrten auf Trails.
- Sigma Aura 100: Im hellsten Modus reicht die Sigma locker für Fahrten auf Forstwegen. Für Trails ist der Lichtkegel zu schmal, ein echtes Fernlicht gibt es auch nicht.
- Supernova M99 B54 Max: Extrem hell, extrem weit - eine bessere Ausleuchtung des Trails ist mit StVZO-Lampen nicht machbar.
Die 6 E-Bike-Scheinwerfer im Vergleich
Sechs E-Bike-Lenkerlampen mit dem entsprechenden Prüfzeichen haben wir in Labor und Praxis getestet. Alle werden direkt am Lichtausgang des Motors angeschlossen und ziehen damit die nötige Energie aus dem Haupt-Akku. Die Montage ist deshalb zwar aufwändig, aber dafür sind die Strahler immer dabei und maximal zuverlässig.
- Busch & Müller IQ-XM (mit Fernlicht)
- Lezyne ebike power hb StVZO (mit Fernlicht)
- Lupine SL X (mit Fernlicht)
- Supernova M99 Mini Pro (mit Fernlicht)
- Cube Pro-E 110 (ohne Fernlicht)
- Litemove SE-150 (ohne Fernlicht)
Test-Parameter
Fahrradlicht - So testet TOUR Bewertet haben wir Scheinwerfer und Rücklichter der Akku-Beleuchtung nach fünf Kriterien, deren Ergebnisse gehen in unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtnote ein.
- Leuchtprofil (30 Prozent): Das Leuchtprofil setzt sich zusammen aus Helligkeit und Ausleuchtung der Mess-Strecke. Dabei wurden die Scheinwerfer so ausgerichtet, dass deren Hell-Dunkel-Grenze die Pylonenoberkante in 30 Metern Entfernung trifft. Bewertet wird, wie homogen der Lichtteppich den Nah- und Fernbereich sowie den Fahrbahnrand ausleuchtet. Bei Lupine und Supernova haben wir das Lichtbild bei Fernlicht fotografiert und bewertet.
- Leuchtdauer (25 Prozent): Vor den drei Messungen wurden alle Scheinwerfer und Rücklichter zweimal komplett entladen. Gemessen haben wir die Akkustandzeit bei maximaler Leistung. Damit die Scheinwerfer ihre Leistung wegen Überhitzung nicht automatisch drosseln, fanden die Messungen bei etwa zehn Grad Nachttemperatur und zusätzlicher Kühlung statt. Die Angabe der Leuchtdauer bezieht sich hier auf die Maximalstufe, Scheinwerfer mit starkem Reservelicht werden besser bewertet.
- Handling (15 Prozent): Bei Akku-Scheinwerfern sollten Schalter mit definiertem Druckpunkt leicht zu bedienen, der Schalter am Rücklicht auch ohne Hinsehen leicht zu finden sein. Bewertet wird außerdem die Qualität und Genauigkeit der Ladestandsanzeige.
- Verarbeitung (15 Prozent): Beurteilt werden Materialgüte, Formteilungsspuren, die Qualität der Dichtungen sowie die Wasserdichtigkeit. Alu-Gehäuse von Scheinwerfern bewerten wir wegen der besseren Wärmeableitung besser als solche aus Plastik.
- Halter (15 Prozent): Bewertet werden die Montagemöglichkeiten sowie der feste Halt an Lenker, Vorbau und Sattelstütze. Bisher bieten lediglich Busch & Müller, Lupine und Supernova praktische Halter für die Montage an modernen Aero-Lenkern an.
Detaillierte Testberichte
Fahrradlicht - Die Sets mit 100 Lux im Detail
Im Folgenden werden einige Fahrradlicht-Sets mit 100 Lux im Detail vorgestellt:
Busch & Müller Ixon Rock und Ixxi
- Preis Front-/ Rücklicht: 100 Euro / 27 Euro
- Set-Preis: 127 Euro
- Set-Gewicht: 186 Gramm
- Extraausstattung: Ladegerät
- Leuchtmodi vorn/hinten: 3/1
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 2:45, 0:15 Std. / 22:45 Std.
- Fazit: Gut verarbeitet, präzise Ladestandsanzeige, Halter mit Bajonettsicherung ist etwas fummelig und baut hoch; dagegen ist der neue Halter für die Montage an Auslegern von Aerolenkern filigran und praktisch.
Cateye Gvolt 100 und Rapid Micro G
- Preis Front-/Rücklicht: 149 Euro / 23 Euro
- Set-Preis: 172 Euro
- Set-Gewicht: 217 Gramm
- Extraausstattung: drehbarer Reflektor
- Leuchtmodi vorn/hinten: 3/1
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 2:00 Std., - / 5:10 Std.
- Fazit: Der Scheinwerfer kann auf und unter dem Lenker montiert werden; wird bei Volllast sehr heiß, regelt ohne ausreichende Kühlung sofort runter; zwei Stunden Leuchtdauer sind knapp bemessen.
Lezyne Power Pro 115 und Strip Alert
- Preis Front-/Rücklicht: 96 Euro / 40 Euro
- Set-Preis: 136 Euro
- Set-Gewicht: 273 Gramm
- Extraausstattung: Rücklicht mit Akku-Alarm
- Leuchtmodi vorn/hinten: 3/3, mit Bremslicht
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 3:30 Std., - / 3:00 Std., Alarm
- Fazit: Sehr lange Ladezeit; der Scheinwerfer wird heiß und benötigt ausreichend Kühlung, Indikator an der Rückseite schlecht sichtbar; sehr helles, rundum sichtbares Rücklicht, aber recht kurze Leuchtdauer.
Sigma Auro 100 und Blaze Link
- Set-Preis: 110 Euro
- Set-Gewicht: 139 Gramm
- Extraausstattung: Kombischaltung zwischen Scheinwerfer und Rücklicht
- Leuchtmodi vorn/hinten: 4/1, mit Bremslicht
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 2:30 Std., 1:15 Std. / 7:30 Std.
- Fazit: Scheinwerfer und Rücklicht mit informativen und präzisen Indikatoren; Kombischaltung für beide Lichter, mit Bremslicht; gute Lichtreserve, Haltegummi schon für Lenker mit 30 mm Durchmesser sehr kurz.
Trelock LS 760 IGo Vision Set
- Set-Preis: 150 Euro
- Set-Gewicht: 200 Gramm
- Extraausstattung: Multifunktionsdisplay, Powerbankmodus mit Adapter
- Leuchtmodi vorn/hinten: 5/1, mit Bremslicht
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 2:15 Std., 0:30 Std. / 9:35 Std.
- Fazit: Bestes Display, informativ, sehr einfache Bedienung; klobiger, wenig flexibler Halter; das Leuchtprofil ist homogen, könnte vorm Vorderrad jedoch heller sein; Rücklichthalter passt nicht ideal an Aerostützen.
Fahrradlicht - Die High-End-Modelle im Detail
Lupine SL Nano AF und C14 Mag
- Preis Front- / Rücklicht: 326 Euro / 125 Euro
- Set-Preis: 451 Euro
- Set-Gewicht: 340 Gramm
- Extraausstattung: Ladegerät, Funk-Fernbedienung
- Leuchtmodi vorn/hinten: 2 plus Fernlicht / 2 mit Bremslicht
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 4:05 Std., - / 14:00 Std., -
- Fazit: Bestes Leuchtprofil bei Fernlicht; Ladestandsindikator am Akku muss durch Drücken aktiviert werden, komfortable, kabellose Fernbedienung; robustes Rücklicht mit langer Leuchtdauer.
Supernova Lights M99 Mini Pro B54
- Preis: 579 Euro
- Set-Gewicht: 490 Gramm
- Extraausstattung: Ladegerät, Umschalter Aufblendlicht, App-Steuerung
- Leuchtmodi vorn/hinten: 3 plus Fernlicht / -
- Leuchtdauer, -reserve v/h: 2:10 Std., 3:00 Std.
- Fazit: Extrem hell, extrem weit - eine bessere Ausleuchtung des Trails ist mit StVZO-Lampen nicht machbar.
Zusätzlich zu den oben genannten Modellen wurden auch weitere Lampen getestet, darunter:
- Busch & Müller IQ-XM Speed
- Cateye GVolt 100
- Lezyne Super StVZO 600+
- Lupine SL MiniMax AF
- Sigma Aura 100
- Supernova M99 B54 Max
Lumen vs. Candela vs. Lux
Der Lichtstrom bzw. die Lichtleistung wird in Lumen [lm] angegeben. Dieser Wert gibt Auskunft über die Helligkeit eines Leuchtmittels, genauer gesagt wie viel Licht einer Lampe zu allen Seiten hin ausgestrahlt wird und somit generell zur Verfügung steht.
Candela [cd] beschreibt den Lichtstrom, der in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird.
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux [lx] angegeben und gibt Auskunft über den Lichtstrom, der auf eine beleuchtete Fläche fällt. Da es sich hier um eine Empfängergröße handelt, ist die reine Lux-Angabe der Lampe wenig aussagekräftig, da sie vom Abstand des Leuchtmittels zur angeleuchteten Fläche abhängt. Die Beleuchtungsstärke kann jedoch recht einfach mit einem Luxmeter ermittelt werden.
Tabelle: Vergleich ausgewählter Fahrradlampen
| Modell | Preis (ca.) | Leuchtstärke (Lux) | Akkulaufzeit (Std.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Busch & Müller IQ-XM Speed | 299,90 € | 178 | 1:14 | Fernbedienung, filigrane Steckverbindung |
| Cateye GVolt 100 | 129,95 € | 128 | 1:38 | Wechselbarer Akku, Montage kopfüber möglich |
| Lezyne Super StVZO 600+ | 109,95 € | 117 | 4:06 | Großer Akku, homogene Ausleuchtung |
| Lupine SL MiniMax AF | 530 € | 290 | 1:27 | Bluetooth-Fernbedienung, sehr gute Ausleuchtung |
| Sigma Aura 100 | 109,95 € | 135 | 3:12 | Set mit Rücklicht, Automatikfunktion |
| Supernova M99 B54 Max | 899 € | 462 | 1:15 | Extrem hell, Fernbedienung, App-Steuerung |
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