MTB Bremsen Set Test Vergleich: Die besten Bremsen für dein Mountainbike

Wer bremst, verliert - aber wer später bremst, ist länger schnell. So oder so braucht es dafür eine geile Bremse. Fakt ist: Bikes werden immer potenter, die Strecken härter und wir schneller - da müssen auch die Bremsen mithalten. Wer richtig schnell sein will, muss auch schnell langsam werden können.

Starke Bremsen helfen, maximale Verzögerung auf den Boden zu bringen und die Kontrolle auf immer anspruchsvolleren Strecken zu behalten. Gerade Einsteiger tendieren dazu, mehr auf der Bremse zu hängen - das geht nicht nur aufs Material, sondern auch auf die Unterarme. Wer viel Kraft zum Bremsen braucht, kriegt schnell Arm-Pump. Die Lösung dafür lautet starke Bremsen, die dennoch gut zu dosieren sind.

Im Testfeld hatten wir sowohl Budget-Bremsen, die üblichen Verdächtigen, die sich an den meisten Serien-Bikes finden, als auch echte Boutique-Bremsen, die eurem Kontostand alles abverlangen. Was alle Scheibenbremsen gemeinsam haben? Vier Bremskolben und eine hydraulische Betätigung - also mit einer Flüssigkeit. Das Testfeld bewegt sich preislich zwischen erschwinglichen 240 und stolzen 1.300 €, wobei sich das Gros der Teilnehmer zwischen 400 und 700 € einpendelt. Die Preise haben wir jeweils als unverbindliche Preisempfehlung im Set, also 2 Bremsen, aber ohne Bremsscheiben verglichen.

In der Realität liegen einige Bremsen natürlich auch im Set und auf dem freien Markt deutlich unter UVP. Shimano-Bremsen, die seit langem unverändert auf dem Markt sind, bekommt man beispielsweise fast um die Hälfte der UVP. Das Gewicht der Bremsen unterscheidet sich dabei nur marginal. Gerade einmal 180 g liegen zwischen der leichtesten und der schwersten Bremse im Test: Hayes Dominion T4 als leichteste mit 530 g und SRAM MAVEN Ultimate als die schwerste mit 710 g.

Die getesteten Bremsen

Um dies zu prüfen, haben wir acht der zupackendsten Vierkolben-Bremsen auf dem Markt eingeladen. Bis auf zwei Ausnahmen stellen sie die jeweilige Speerspitze im Sortiment dar: Bei Shimano gäbe es mit der Saint ein "dickeres" Pendant zur von uns getesteten XTR Trail (wobei die Bremskraft unserer Erfahrung nach identisch ist), zudem würde die Trickstuff Direttissima von ihrer größeren Schwester Maxima vermutlich getoppt werden.

Letztere passte in unseren Augen dennoch besser in dieses Testfeld, zumal sie mit dem C42-Bremssattel erst kürzlich ein Update erhalten hat. Das gilt auch für die Formula Cura4, die sich erstmals mit verbessertem Hebel weltweit einem Test stellt. Auch die Sram Code Stealth ist mit radikal neuem Design der Gebereinheit sowie mit Carbon-Hebel (Modell Ultimate) nicht lange auf dem Markt.

Letzteres gilt ebenso für die Hope Tech 4 V4: der CNC-Schönheit verpassten die Engländer 2022 viele Neuerungen. Zu den genannten gesellen sich alte Bekannte aus dem Wurfanker-Regal wie die brachial wirkende Hayes Dominion A4, das "Leichtkraftwerk" Magura MT7 Pro, die extrem beliebte Shimano XTR M9120 sowie der Dampfhammer DH-R Evo von TRP.

Die Zeiten, wo man sich bezüglich der Bremse Gedanken oder gar Sorgen machen musste, sind zumindest im Highend-Segment vorbei! Jeden der acht Bremsanker in diesem Test kann ich besten Gewissens auch schwersten Ridern sowie für die anspruchsvollsten Trails empfehlen. Die großen Unterschiede liegen nicht in der Power, sondern in den Details sowie bei der Modulation.

So haben wir die MTB-Bremsen getestet

Getreu dem Motto "Wer viel misst, misst viel Mist", wollten wir ausschließlich da testen, wo es wichtig ist: auf dem Trail! Dazu sind wir alle Bremsen an diversen Bikes über den Zeitraum von einem Jahr immer wieder gefahren.

Mindestens drei Bremsen waren dabei immer zeitgleich im Einsatz, sodass sich die Stopper immer wieder miteinander vergleichen ließen. Mal waren wir dabei auf zarten Mittelgebirgs-Trails unterwegs, zumeist aber im harten Alpenterrain mit langen, fordernden Abfahrten. Bewertet haben wir Bremskraft, Dosierbarkeit, Ergonomie und Standfestigkeit, dazu das Gewicht aus Geber- und Nehmereinheit, Leitung und Disc.

Montage und Set-up wurden nicht benotet, werden aber in den Tests ausführlich beschrieben. Zudem haben wir viel mit Bremsbelägen experimentiert und geben unsere Empfehlung ab - ebenso Tipps zum Tuning. Ob diese Bremsanker dies wirklich nötig haben, sei dahingestellt - denn das Niveau, das alle acht zeigen konnten, ist extrem hoch. Anders gesagt: Mehr Bremse braucht kein Mensch!

Fahrradbremse Vergleich 2025

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Modell Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger Bestseller
Shimano Deore Fahrradbremse Shimano Deore Fahrradbremse Libershine Fahrrad Bremsen Set Boao Fahrradbremsen-Set
Unsere Bewertung sehr gut sehr gut sehr gut
Kundenwertung bei Amazon 1465 Bewertungen 31 Bewertungen 2235 Bewertungen
Preis ab 33,00 € ab 18,00 € ab 26,00 €
Geeignet für • Stadträder • Mountainbikes • Stadträder • Stadträder
Vorteile • hervorragende Bremsleistung • zwei Bremsen für Vorder- und Hinterrad • weitere Ausführungen verfügbar • sehr geringes Gewicht • hochwertige Aluminiumlegierung • komplettes Set • langlebig • hervorragende Bremsleistung • Set inkl. Bremshebeln • zwei Bremsen für Vorder- und Hinterrad
Nachteile nur für Stadträder geeignet verhältnismäßig kurz relativ hohes Eigengewicht

Shimano Deore Fahrradbremse

Die Deore Bremsanlagen von Shimano überzeugen mit hervorragender Bremsleistung. Beim Vergleich mit anderen Bremsen für Fahrräder sticht dieses Modell heraus. Wie unsere Tabelle zeigt, beträgt das Gewicht 240 g und das Material ist Aluminium.

Libershine Fahrrad Bremsen Set

Das Komplett-Set Fahrradbremse von Libershine enthält alle Materialien sowie Werkzeug, um eine Vorder- sowie Hinterbremse einzubauen. Preislich orientiert sich das Set im unteren Bereich unseres Vergleichs. Uns gefiel vor allem, dass für die Fertigung der Teile eine hochwertige Aluminiumlegierung verwendet wird.

CNC Fahrradbremse

Das CNC-Fahrradbremsen-Set können wir allen empfehlen, die eine hochwertige und zuverlässige Bremse für ihr Citybike suchen. Die Bremse ist aus einer leichtgewichtigen Aluminiumlegierung gefertigt und bietet eine hohe Haltbarkeit. Sie ist zudem einfach zu installieren und hat uns in unserem Fahrradbremsen-Vergleich durch ihre zuverlässige Bremsleistung überzeugt. Das mittelpreisige Modell ist außerdem in mehreren Farbvarianten erhältlich.

Boao Fahrradbremsen-Set

Das Boao-Fahrradbremsen-Set überzeugt in unserem Vergleich mit einer hervorragenden Bremsleistung. In dem Set sind Bremsen für sowohl Vorder- als auch Hinterrad enthalten. Das Gewicht der Bremsen ist dafür recht hoch. Dennoch gute Bremsen für alle, denen Sicherheit wichtig ist.

Promax Fahrradbremse

Das V-Brake Bremsen-Set für Fahrräder von Promax liegt im unteren Preisbereich unseres Vergleichs. Uns gefiel zum einen die hervorragende Bremswirkung und zum anderen das vergleichsweise geringe Eigengewicht von nur 480 g.

Chooee Fahrrad V Bremse

In den mittleren Preisbereich unseres Vergleichs ordnet sich das V-Brake Bremsen-Set von Chooee ein. Uns überzeugte vor allem die laut Kundenmeinungen besonders gute Bremsleistung und dass die Federspannung einfach einzustellen ist.

P4B Fahrradbremse

Die vielseitig anpassbare P4B-Fahrradbremse aus galvanisiertem Stahl ist als komplettes Fahrradbremsen-Set erhältlich, das sich in unserem Fahrradbremsen-Vergleich durch eine sehr robuste und langlebige Ausführung auszeichnet. Das Produkt ist zwar vergleichsweise teuer, doch bietet es gleich zwei Bremsen, eine für das Vorderrad und eine fürs Hinterrad. Wir empfehlen dieses Set für alle herkömmlichen Fahrradtypen.

Shimano BR-T4000

Die Fahrradbremse BR-T4000 V-Brake von Shimano besteht aus Aluminium. Wir mögen, dass die Federspannung einfach einstellbar ist. Zudem ist sie günstig im Vergleich zu vielen anderen Modellen.

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