MTB-Touren: Tipps für unvergessliche Erlebnisse in der Natur

Eine Mountainbiketour kombiniert Sport mit atemberaubenden Landschaften und Ausblicken. Außerdem ist sie perfekt für Menschen, die nachhaltig reisen wollen, da auf umweltschädliche Verkehrsmittel verzichtet wird. Für eine gelungene Mountainbiketour gibt es aber trotzdem einige Dinge, die du beachten solltest.

Die richtige Ausrüstung und Vorbereitung

Bei einem umfangreichen Unterfangen wie einer Mountainbiketour darf natürlich die geeignete Ausrüstung nicht fehlen. Die richtige Ausrüstung zum Beispiel, sowohl was Kleidung und Schutz als auch Fahrrad angeht. Auch die Vorbereitung einer Mountainbike-Tour will durchdacht sein - hinsichtlich eigener Präferenzen und Können, aber auch in puncto Naturschutz.

Zur Basisausrüstung für das Mountainbiken gehören Fahrradhelm, Brille und Handschuhe, ein Reparaturset mit passendem Schlauch, Flickset, kleinem Werkzeug und kleiner Pumpe, weitere Kleidung sowie spezielle Mountainbike-Ausrüstung (je nach Tourtyp und -länge) und ggf. ein kleines Schloss sowie ein Lichtset für den Straßenverkehr (Front- und Rücklicht).

  • Fahrradhelm: Unverzichtbar für die Sicherheit.
  • Brille und Handschuhe: Schützen vor Sonne, Wind und Verletzungen.
  • Reparaturset: Für kleinere Pannen unterwegs.
  • Kleidung: Angepasst an die Wetterbedingungen.

Das passende Mountainbike

Ein Mountainbike ist für eine Fahrt auf unwegsamem Gelände ausgerichtet. Zumeist hat es eine Federung der Räder, Reifen mit grobem Profil und einen breiten Lenker. Dennoch ist Mountainbike nicht gleich Mountainbike.

Falls du gerade am Anfang bist und vor allem längere Mountainbiketouren fahren willst, ist ein Hardtail-Mountainbike eine gute Wahl.

Hier eine Übersicht über verschiedene Arten von Mountainbikes:

  • Full-Suspension: Diese Mountainbikes haben auch eine Hinterradaufhängung.
  • All-Mountain-Bikes: Auch diese Mountainbikes ähneln Full-Suspension-Mountainbikes und sind für herausfordernde Strecken geeignet.

Körperliche Verfassung und Routenwahl

Mountainbiketouren sind wunderschöne Freizeitaktivitäten, aber kein Zuckerschlecken. Du solltest dir unbedingt über deine eigenen körperlichen Grenzen im Klaren sein. Fahre vorher am besten eine kleine Tour in deiner Gegend und beobachte, wie es dir dabei geht.

Bei der Wahl der geeigneten Route gibt es ein paar Dinge zu beachten. Besonders bei Mountainbiketouren bieten sich lokale Reisen an. Schließlich ist es einfacher, das Mountainbike im Zug durchs Land zu transportieren, als im Flugzeug einmal um die Weltkugel zu fliegen. Daher sind Mountainbiketouren auch eine gute Möglichkeit, um nachhaltig zu reisen. So sind sie gut für die Umwelt, da Züge viel weniger Emissionen ausstoßen. So gibt es schon hier in Deutschland viele schöne Mountainbiketouren.

Tourenvorschläge in Deutschland

Ein besonderes Erlebnis erwartet dich in Rheinland-Pfalz. Hier lockt die Vulkaneifel mit einem umfangreichen Streckennetz von mehr als 750 Kilometern.

  • Himmel un Ääd: Auf dieser Strecke kannst du alle drei Dauner Maare erkunden.
  • Bergwerk auf Stollenreifen: Diese Tour führt dich zum alten Schieferbergwerk.
  • Die Eifel im Blick: Du willst so viel wie möglich sehen? Dann ist diese Strecke für dich geeignet.

Wie du siehst, musst du mit deinem Mountainbike nicht weit reisen, um tolle Touren zu finden. Vielleicht gibt es ja sogar eine Tour ganz in deiner Nähe.

Schwierigkeitsgrade

Mountainbiketouren sind nach Schwierigkeitsgrad unterteilt. Als Anfänger solltest du dich eher auf S0-S2 Strecken beschränken.

Hier eine Übersicht über die Schwierigkeitsgrade:

  • S0: Leicht fahrbar.
  • S2: Bei diesen Strecken gibt es kaum festen Untergrund.

Navigation und Notfallausrüstung

Für eine Mountainbiketour eignet sich ein eigenes GPS-Gerät. Das Gerät ist aufs Fahrradfahren ausgelegt und hat einen passenden Bildschirm. Dieser zeigt dir jede noch so kleine Abzweigung im Detail an. Neben einem GPS-Gerät ist es auf jeden Fall nützlich, auch eine klassische Karte mitzunehmen. In manchen Fällen könnte dein elektronisches Gerät ausfallen oder nicht funktionieren.

Wie bei allen Sportarten ist ein Erste-Hilfe-Paket unabdinglich. Doch nicht nur du selbst brauchst im Ernstfall eine Erste-Hilfe-Paket. Auch für dein Fahrrad solltest du ein kleines Werkzeugset dabei haben.

Vor allem bei Strecken in unterschiedlichen Höhenlagen kann es zu Wetterumschlägen kommen. Wenn du also den ganzen Tag unterwegs bist, solltest du dich auf alle Wetterlagen einstellen. Packe neben ausreichend Sonnencreme für schöne Stunden also auch unbedingt eine Regenjacke und eine Regenhose ein. Nichts ruiniert eine schöne Tour mehr als völlig durchnässte Kleidung.

Weitere Tipps für die Tourenplanung

Wer im alpinen Gelände unterwegs ist, sollte bereits bei der Planung schwierige Schlüsselstellen wie technische Passagen und lange oder steile Auf- und Abfahrten in der Karte ausfindig machen. Im Idealfall wird die Tour so geplant, dass solche Abschnitte nicht am Ende der Route liegen. Denn dann wird es schwieriger, sie zu meistern. Wenn in den Karten Bikerouten eingezeichnet sind, werden diese häufig in ihrer Schwierigkeit nach der Singletrail-Skala bewertet. Dabei reicht die Bewertung von S0 „leicht fahrbar“ bis S5 „unfahrbar“.

Wenn die Schlüsselstellen der Tour identifiziert sind, lässt sich anhand der geplanten Gesamtzeit festlegen, bis wann man einen bestimmten Umkehrpunkt erreicht haben sollte. So kann man im Fall einer Panne oder anderer ungeplanter Verzögerungen eine sichere Entscheidung treffen und läuft nicht Gefahr, sich oder die Gruppe zu überfordern.

Es macht durchaus Sinn, sich bereits ein paar Tage vor der Tour mit der Großwetterlage zu beschäftigen. So lässt sich die Planung an mögliche Schlechtwetter-Verhältnisse anpassen oder die gesamte Tour umplanen. Auch die benötigte wetterfeste Bike-Bekleidung gehört dann als Backup ins Gepäck.

Und wie ich mich auf der Tour gegenüber meinen Mitmenschen und der Natur verhalte, wie ich mit unvorhergesehenen Herausforderungen umgehe, darüber habe ich mir am besten vorab schon mal Gedanken gemacht.

Rechtliche Aspekte und Naturschutz

In Deutschland fällt das Radfahren unter das Bundesnaturschutz- und Bundeswaldgesetz und ist auf Wegen grundsätzlich erlaubt. Details regeln die Landesgesetze. Anders verhält es sich in Österreich. Hier ist das Radfahren jenseits von Straßen überall verboten, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Auch in der Schweiz gibt es je nach Kanton unterschiedliche Regelungen. Das Befahren der ausgewiesenen Mountainbikerouten der Stiftung Schweiz Mobil ist legal. In Italien regeln die Regionen und Provinzen, ob Wanderwege freigegeben oder gesperrt werden.

Gerade beim Biken ist Naturschutz ein sensibles Thema, speisen sich an der vermeintlichen Naturzerstörung doch die meisten der Vorurteile gegenüber Mountainbiker*innen. Wer diese widerlegen will, feilt am besten an der Fahrtechnik, um Rinnen und Bremswellen auf den Wegen zu vermeiden.

Fahrtechnik und Sicherheit unterwegs

Eine solide Technik beim Mountainbiken ist das Wichtigste. Deine Technik ist grundlegend dafür, wie sich dein Fahrrad unter dem Einfluss der Natur den Berg hinunterbewegt. Wenn du verstanden hast, wie die Physik und die Geometrie deines Mountainbikes funktionieren, wirst du mehr Kontrolle über dein Rad erlangen. Verstehst du diese Basics nicht, wird es für dich schwierig sein, Fortschritt zu erzielen.

Mountainbiken ist ein Ausdauersport, der Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraussetzt. Sorgfältige Planung mit allen zur Auswahl stehenden Hilfsmitteln, abgestimmt auf die aktuellen (Wetter-)Verhältnisse, ist essenziell. Vor allem der technische Zustand des Bikes sollte vor jeder Fahrt gewissenhaft geprüft werden, allem voran die Bremsen. Insbesondere das Bergab-Fahren erfordert, das Tempo an die jeweilige Situation und das eigene Können anzupassen. Dies gilt einmal mehr beim E-Biken.

Varianten des Mountainbikens

Heute gibt es zahlreiche Spielarten des Radelns in den großen und kleineren Bergen. Das ist ein großer Vorteil des Mountainbikens: Der Sport lässt sich beinahe überall ausüben, auch vor der eigenen Haustüre, ohne vorher mit dem Auto fahren zu müssen.

Zu den wichtigsten Spielarten des Mountainbikens zählen:

  • Tourenradeln: Egal ob im Flachland, Mittel- oder Hochgebirge, von der Haustür weg oder im Urlaub - Tourenfahrer*innen lieben den Aktionsradius mit dem Mountainbike. Die Grenze für Kilometer und Höhenmeter setzen allein Lust und Laune bzw. die eigene Kondition.
  • All Mountain: Für diese technische Variante des Mountainbikens ist einiges an Erfahrung notwendig, denn es geht mit dem Bike in die hohen Berge. Das Gelände ist nicht nur steil und daher fahrtechnisch anspruchsvoll, sondern es sind auch die alpinen Komponenten bei der Tourenplanung und unterwegs zu beachten.
  • Bike & Hike: So lassen sich Gipfel erklimmen - lange, über Talwege führende Zustiege lassen sich zeitsparend mit dem Rad machen. An einer Hütte oder am eigentlichen Bergfuß wird dann das Bike deponiert und der weitere Weg zu Fuß - oder im Spätwinter/Frühling auch mit den Tourenski - gegangen.
  • Bikebergsteigen: Im Gegensatz zu Bike & Hike ist hier das Ziel, mit dem Bike den einen oder anderen Steig auf einen Gipfel zu bewältigen.

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