Wer ein Gravel- oder Mountainbike gelegentlich für den Wocheneinkauf oder eine mehrtägige Tour nutzen will, vermisst häufig einen Gepäckträger. Immer mehr Fahrräder werden ohne Gepäckträger ausgeliefert. Wer auf einem (E-)Mountainbike oder einem Rennrad aber Stauraum für mehrtägige Touren benötigt oder gelegentlich den Einkauf verstauen möchte, kann zumindest temporär einen Träger gebrauchen, etwa um Packtaschen anzubringen.
Der „Thule Pack ’n Pedal Tour Rack“ ist ein Gepäckträger, der an jedes Fahrrad passt. Ob an die Federgabel, eine starre Gabel oder ob hinten am Fahrrad, wo ein Gepäckträger für gewöhnlich zu erwarten ist, der Tour Rack von Thule lässt sich einfach überall montieren.
Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, mein Scott Scale 930 mit einem Gepäckträger für längere Radtouren auszustatten. An einem Carbonrahmen lässt sich nicht ohne weiteres alles montieren. Wirklich robust ist bei mir nur die Fox Federgabel. Nach ein paar Recherchen in Foren bin ich auf den Thule Pack ’n Pedal Tour Rack Gepäckträger gestoßen.
Der Gepäckträger ist bei mir direkt an der Federgabel verbaut. Könnte aber auch an anderen Rahmen jederzeit hinten montiert werden.
Flexibilität und Montage
Viele Gravelbikes, aber auch manche Mountainbikes, haben bereits Gewindebohrungen, sodass Gepäckträger eingeschraubt werden können wie bei Touren- oder Citybikes. Das ist die beste Lösung, wenn der Träger länger am Rad bleibt und ein hohes Gewicht tragen soll, etwa bis zu 25 Kilogramm.
Die Bohrungen fehlen jedoch bei den meisten (E-)Mountainbikes, bei Rennrädern und auch bei einigen sportlichen E-Bikes. Deshalb setzen die vier weiteren Träger in unserem Test auf Riemen oder Klemmen: Sie werden entweder auf die Sitzstreben gesetzt oder an der Sattelstütze angebracht. Das funktioniert an allen Rahmen - und ist schnell erledigt, sogar an vielen Fahrrädern, die vollgefedert sind.
Mit dem Tour Rack bietet Thule einen Gepäckträger an, der sowohl vorne als auch hinten am Rad montiert werden kann. In unserem Test ließ sich der Träger vorne an einer nahezu senkrecht stehenden Gabel anbringen, aber auch hinten an einer weniger steilen Sitzstrebe eines Mountainbikes.
Die gummierten Auflagen werden an vier Punkten mit Gurtbändern fixiert und mit einem mitgelieferten Inbus festgezogen. Allerdings kann man den Gepäckträger nur mit einem Spezialwerkzeug wieder abbauen, es sollte also besser nicht verloren gehen.
Im Lieferumfang befinden sich drei unterschiedlich lange Versteifungsstege, die zur Anpassung des Trägers an die jeweilige Gabel oder Hinterbaustrebe notwendig sind. Nachdem die richtige Länge am Träger eingesetzt ist wird der Träger über flexible Gurtbänder an Rahmen und Gabel montiert. So stellt die Montage auch an kleinen, großen, ovalen oder eckigen Rohren kein Problem dar. Die Gurtbänder werden dann durch eine Metall-Lasche gezogen und danach einfach mit einem 5 mm-Inbus festgezogen.
Die Auflagepunkte werden durch dicke Kunststoff- und Gummiauflagen ausgestattet, die einerseits für festen und rutschfreien Sitz und andererseits für bestmögliche Schutzwirkung von Lack und Rohren sorgen.
Montageanleitung
Die Montageanleitung ist bebildert und erklärt auf sieben Seiten Schritt für Schritt was zu tun ist. Hier hätte ich mir zum ein oder anderen Bild noch einen kurzen, erklärenden Text dazu gewünscht. Zum richtigen Ausrichten des Gepäckträgers ist dann später noch eine Wasserwaage empfehlenswert.
Zunächst müssen die Gurte, die am Rahmen angebracht werden, mit dem Spezialschlüssel geöffnet werden. Dann wird der Träger auch schon über den Bremsleitungen am Fahrradrahmen angebracht. Hier gibt es drei verschiedene Größen, die je nach Fahrradmodell ausgesucht werden müssen. Bei mir hat die mittlere Größe gut gepasst. Anschließend muss der Träger ausgerichtet und ins Wasser gebracht werden und dann können alle Schrauben angezogen werden.
Je nachdem was man genau auf den Träger laden möchte, kann man die seitlichen Schienen, sowie die Platte des Trägers an sich, jetzt noch genauer justieren.
Alles in allem war die Montage auch für eine Frau leicht durchzuführen. Zum Ausrichten braucht man etwas Geduld, da man oft wieder etwas verstellt was schon gepasst hat, wenn man an einer anderen Stelle zieht. Hier wäre eine zweite Person auch hilfreich. Alleine dauert es etwas länger, hat aber am Schluss dann auch funktioniert.
Belastbarkeit und Stabilität
Maximal 25 kg sollten laut Hersteller mit diesem Gepäckträger transportiert werden. Diese Angaben gelten in erster Linie aber für die Auflagefläche und nicht für Taschen an den Seiten.
25 kg sind am Mountainbike jetzt auch rechts und links (Gesamtgewicht) kein Problem. Die Taschen halten absolut fest. Es bewegt sich nichts. Der Gepäckträger macht einen stabilen Eindruck, auch wenn es mal durch den Wald geht und ein paar Baumwurzeln für Unruhe sorgen. Einmal richtig montiert ist der Thule dauerhaft eine solide Lösung.
Über die vielen Ösen auf der Kunststoff-Ablagefläche und den seitlich angebrachten Aluprofilen kann Gepäck von verschiedenen Maßen mit Hilfe von Gummiexpandern oder Gurtbändern flexibel fixiert werden. Die Auflagefläche von 355 x 127 Millimeter nimmt dabei auch große Gepäckstücke wie wasserdichte Packrollen sicher auf.
Thule gibt für den Gepäckträger unterschiedliche Maximallasten an: Hinten sind es maximal 11,3 Kilogramm, vorne 10 Kilogramm. Der Träger selbst wiegt 917 Gramm und macht im Test einen stabilen Eindruck. Es gibt zusätzlich einen Halter für ein Rücklicht oder einen Reflektor mit einem Schraubenabstand von 50 bis 60 Millimetern.
Praxistest
Das Thule Tour Rack durfte mich und mein Mountainbike auf einer 10-tägigen Radreise von Stuttgart über Lindau auf den Bodensee-Königssee Radweg und den Donauradweg bis nach Wien begleiten. Insgesamt kamen hier knapp über 1000 Kilometer zusammen. Die Strecke verlief auch viel über Schotter und unbefestigte Waldwege. Das Tour Rack hat also den ein oder anderen harten Schlag abbekommen. Das ein oder andere Mal wurde auch ein Vesper oder Trinkflaschen noch zusätzlich für ein paar Kilometer mitgenommen. Hier wurde das zugelassene Gewicht für die Seitenträger von 7 kg dann auch mal deutlich überschritten. Der Träger hielt dem aber trotzdem stand.
Der Gepäckträger wurde während der Reise nicht abgenommen und bewusst auch nicht neu justiert oder etwas an den Schrauben nachgezogen. Es hat trotz allem nichts gewackelt, vibriert oder irgendwelche Geräusche erzeugt. Der Träger war am Ende der Reise nicht mehr ganz perfekt im Wasser, sondern leicht nach hinten geneigt, hielt aber dennoch bombenfest und behinderte mich nicht.
Von daher bin ich sehr positiv überrascht von der Stabilität des Tour Rack. Nach dem Abnehmen des Tour Rack nach der Reise, sind keinerlei Spuren am Lack von dem Träger zu erkennen. Dafür sind die gummierten Klemmen im Inneren der Bänder verantwortlich. Diese sorgen auch durch den Grip dafür, dass der Träger bei schweren Lasten nicht am Fahrradrahmen herunter rutscht.
Kompatibilität mit Packtaschen
Die Aluminium-Streben des Gepäckträgers haben einen Durchmesser von zehn Millimetern. Alle Taschen von Ortlieb und Vaude sollten also passen, vermutlich viele andere auch. Die Taschen lassen sich unten jedoch nicht einhaken für mehr Stabilität an den Seiten, dafür sind die Rohre zu dick.
Thule verkauft deshalb eine Lösung namens Pack’n Pedal. Diese besteht aus zwei schmalen Seitenrahmen, die in den Gepäckträger eingehängt werden. So können die Seitentaschen aller Hersteller flexibel positioniert werden. Allerdings muss Pack’n Pedal separat gekauft werden und ist mit einem Preis von etwa 40 Euro nicht günstig.
Thule eigene Taschen können problemlos an der Seite angebracht werden. Möchte man Taschen anderer Hersteller wie Ortlieb etc. Durch die Montage der Seitenteile passt jede Tasche an den Gepäckträger. Ich selbst besitze auch keine Thule-Taschen. Daher musste ich die Seitenteile bestellen um meine Ortlieb-Taschen am Fahrrad anbringen zu können.
Pack ’n Pedal Side Frames
Werden die optional erhältlichen Side Frames verbaut, lassen sich auch klassische Packtaschen sicher anbringen.
Das Tour Rack kann auch noch mit dem Zubehörteil „Pack ’n Pedal Side Frames“ erweitert werden. Dies sind zwei Seitenteile, auf die Seitentaschen aufliegen, ausbalanciert werden und dadurch nicht in die Speichen geraten können.
Einfach die seitlichen Stopfen der Tourenschienen mit einem Inbusschlüssel lösen und dann wird das Side Frame Kit auf die vorhandene Schiene vom Tour Rack aufgeschraubt. Man kann jetzt noch die Schiene und damit das komplette Side Frame nach vorne oder hinten am Träger schieben, um z.B. mehr Fersenfreiheit zu erzeugen. Außerdem ist es sogar möglich die untere Schiene des Side Frame am Tour Rack anzubringen, um so das Ganze weiter weg vom Boden zu bekommen.
Ich habe den Träger und das Side Frame Kit mit drei verschiedenen Packtaschen-Typen beladen und ausprobiert. Alle drei Modelle haben bombenfest gehalten und sind während der Fahrt nicht verrutscht. Mir war es auch einfach wohler zumute, mit dem Wissen, dass die Taschen durch den Side Frame nicht in die Speichen geraten können. Das Side Frame hat weder gewackelt, noch irgendwelche Geräusche erzeugt.
Weitere flexible Gepäckträger
Wir haben sechs Gepäckträger getestet, die sich an fast alle Fahrräder montieren lassen - auch ohne Gewindebohrung am Rahmen.
- Topeak TetraRack
- Ortlieb QuickRack
- XLC RP-R06
- SKS Germany Infinity Universal
- Tubus Racktime Boost-it Tour 2.0
Topeak TetraRack
Topeak bietet den TetraRack für Mountainbikes mit dem Zusatz »M« an sowie als Version »R« für Straßenräder. Es gibt zudem jeweils ein Modell, das hinten an den Sitzstreben befestigt wird, sowie eines, das vorne an der Gabel angebracht werden kann.
Alle TetraRack-Modelle werden ausschließlich mit Klettbändern an den Rohren fixiert. Die Klettbänder werden mit der Hand in Position gebracht, bevor sie mit einem mitgelieferten Inbusschlüssel angezogen werden. Das sorgt für die nötige Stabilität und die gummierten Füße sitzen fest.
Die TetraRacks lassen sich zwar sekundenschnell ohne Werkzeug entfernen, aber nur mit einem Inbusschlüssel montiert werden, der Spannmechanismus muss vorher wieder zurückgeschraubt werden.
Auf die TetraRacks passen Topeaks eigene Taschen und Körbe mit dem Quicktrack MTX-System. Sie werden einfach aufgeschoben und verriegelt. An den Seiten können unterschiedliche Gepäckträgertaschen angebracht werden.
Neben Topeak-Taschen passen auch Ortliebs Backroller. Die ältere Variante mit Quicklock 1-System sitzt perfekt, das neuere Quicklock 2-System ist aber etwas dicker und muss mit Kraft zwischen den etwas zu schmalen Raum zwischen Strebe und Platte gepresst werden. Ähnlich ist es mit Taschen von Vaude: Auch für deren aktuelles System, QMR 2.0, ist der Platz an der oberen Strebe etwas eng - aber es geht.
Damit die Gepäckträgertaschen stabiler sitzen, bietet Topeak optional das sogenannte Side Frame Set an - zwei einfache Bügel, die den Träger nach unten verlängern. Unsere Taschen ließen sich im Test aber auch ohne Zusatzbügel sicher befestigen.
Der TetraRack darf laut Hersteller vorne sieben Kilogramm tragen, hinten neun Kilogramm. Das ist nicht viel - ein Ortlieb-Backroller wiegt leer bereits fast ein Kilogramm. Die Topeak-Taschen sind etwas leichter, aber dafür nicht ganz so robust wie Ortlieb- oder Vaude-Taschen.
Ortlieb QuickRack
Der QuickRack von Ortlieb erlaubt bis zu 20 Kilogramm Ladung. Das kommt schon sehr nah an Träger heran, die fest montiert werden. Er wird unten mit zwei Schnellverschlüssen in der Nähe der Hinterradnabe befestigt. Hat der Rahmen Gewindebohrungen, wird der QuickRack dort verschraubt. Ansonsten wird er mit Adaptern angeklemmt. Diese werden allerdings nicht mitgeliefert und müssen für etwa 15 Euro zusätzlich gekauft werden. In unserem Test saßen die Adapter jedoch so, dass sich das Hinterrad nicht mehr hätte abnehmen lassen. Das hätte bei einem Platten etwas mehr Arbeit und Werkzeug erfordert.
An der Sattelstütze wird der Gepäckträger mit einem Band und einem Schnellspanner fixiert. Die Länge ist verstellbar und muss einmalig mit zwei Schrauben eingestellt werden, sodass der Gepäckträger an allen Sattelstützen gut sitzt.
Nach der ersten Montage kann der QuickRack sekundenschnell angebracht werden. Die doppelten Streben ermöglichen, Gepäckträgertaschen etwas tiefer einzuhängen. So passt etwa noch ein Korb auf den Träger.
Der QuickRack eignet sich für alle drei Befestigungssysteme von Ortlieb-Taschen, aber auch fast alle Gepäckträgertaschen anderer Hersteller passen an die Streben mit etwa 10 Millimeter Durchmesser. Mit einem Gewicht von 589 Gramm ist der Gepäckträger sehr leicht.
XLC RP-R06
Der Träger RP-R06 von XLC wird lediglich mit einer einzigen Klemme und einem Schnellspanner-Prinzip an der Sattelstütze befestigt. Anlegen, drehen und den Hebel mit etwas Kraft umlegen genügt: Kein anderer Gepäckträger im Test lässt sich so schnell montieren.
Voraussetzung ist eine Sattelstütze, deren Durchmesser zwischen 25,4 Millimeter und 31,8 Millimeter misst. Das sind zwar gängige Maße, aber Vorsicht: Federsattelstützen könnten davon abweichen und nicht ausreichend Höhe (5,5 Zentimeter) bieten. Das gilt auch für verstellbare Sattelstützen (Dropper Posts), die es an einigen Mountainbikes gibt.
Eine weitere Einschränkung: Carbon-Sattelstützen werden vom Hersteller XLC zwar nicht explizit ausgeschlossen, aber es ist sicherlich keine gute Idee, Carbon mit so starken Seitenkräften zu belasten.
Damit die Sattelstütze nicht verkratzt, gibt es für die Innenseiten der Klemme eine kleine Gummiauflage. Diese ist aber nicht befestigt. Sie muss vor dem Anbringen zwischen Klemme und Sattelstütze geschoben werden. Wer sie verliert, kann sie durch jedes andere Gummimaterial in ähnlicher Dicke ersetzen.
Die Maximalbelastung des 888 Gramm schweren Trägers gibt XLC mit zehn Kilogramm an. Störend könnten die etwas kräftigen Rohre des Trägers sein: Mit 13 Millimeter Dicke passen zwar neuere Seitentaschen von Vaude und Ortlieb, aber das alte Ortlieb-System QuickLock 1 zum Beispiel nicht.
Nach unten hin hat der RP-R06 Seitenhalter für die Stabilisierung der Seitentaschen im unteren Bereich. Diese haben Plastikaufsätze, in das sich das mitgelieferte Spanngummi einhaken lässt. Gepäckträgertaschen hängen jedoch besser am Träger, wenn man die kräftigen Plastikaufsätze entfernt.
SKS Germany Infinity Universal
Ähnlich wie die Modelle von Thule und Topeak wird der Träger von SKS mit Bändern befestigt. Er sitzt ebenfalls auf den Sitzstreben und verfügt über vier gummierte Füße.
Das Spannsystem funktioniert jedoch etwas anders, was zu einer aufwendigeren Montage führt. Der Lohn der Arbeit: Mit einer Maximallast von zwölf Kilogramm trägt er etwas mehr Gewicht als die anderen Riemen-Träger. Allerdings warnt SKS vor dem Einsatz an Carbonrahmen.
Der Träger ist gut anpassbar und muss einmalig an mehreren Punkten so fixiert werden, dass er richtig ausgerichtet ist und nirgendwo anstößt. Der Schlüssel für die Torx-Schrauben kann im Träger selbst verstaut werden - man hat ihn also dabei, falls sich eine Schraube oder ein Band lockern sollte.
Wer SKS-Taschen auf den Gepäckträger setzen will, braucht die Adapterplatte für das MIK-System des Herstellers. Diese engt jedoch den Spielraum an den Streben ein, an denen Gepäckträgertaschen seitlich eingehängt werden.
Tubus Racktime Boost-it Tour 2.0
Der Racktime Boost-it Tour 2.0 von Tubus ist der flexibelste und stärkste Träger im Test - macht aber auch am meisten Arbeit. Er wird mit vier Schrauben an den Sitzstreben des Rads befestigt. Am einfachsten fällt das, wenn Bohrungen für Gepäckträger vorhanden sind. Dann muss der Träger nur einmal eingepasst werden.
Tubus legt flexibel einstellbare Streben bei, sodass der Träger an jedem Rad einfach horizontal ausgerichtet werden kann. Was der Hersteller aber verschweigt: Wird von den Streben nicht die gesamte Länge benötigt, so stehen sie nach oben heraus und müssen mit einer Säge gekürzt werden. Das ist nicht schwer und im Lieferumfang befinden sich Plastikstopfen, um die entstehenden scharfen Enden abzudecken - aber für die Erstmontage sollte man schon eine Stunde Zeit einrechnen. Und eine Metallsäge bereithalten.
Noch mehr Zeit benötigen Sie, wenn das Rad keine Bohrungen hat. Tubus hat sich einiges einfallen lassen, um den Träger auch in diesem Fall mit seiner vollen Tragkraft von 25 Kilogramm am Rad befestigen zu können. Es kommt aber auf die Achse an.
Es ist eine Schnellspannerachse im Angebot, die mit zwei Blechen inklusive der nötigen Bohrungen an den Seiten versehen ist - und die Original-Schnellspannerachse ersetzt. Wer ein Rad mit Steckachsen besitzt, kann bei Tubus eine Variante mit entsprechenden Gewindebohrungen an den Enden kaufen. Clever, aber beide Varianten müssen für etwa 25 Euro zusätzlich erstanden werden. Fehlen die Bohrungen an den Sitzstreben, gibt es zwei Klemmen - ebenfalls optional.
Der Träger selbst ist multifunktional: Er hat eine untere Strebe, um Gepäckträgertaschen tiefer einzuhängen zu können. Die Systeme von Ortlieb und Vaude passen sehr gut. Körbe und Aufsetztaschen passen auf den Träger, wenn sie das Befestigungssystem Snap-it 2.0 unterstützen.
Fazit
Das Thule Tour Rack mit dem Zubehörteil Side Frames hat mein Mountainbike in wenigen Schritten zu einem perfekten und sportlichen Reiserad umfunktioniert. Der absolut feste Sitz des Gepäckträgers und die sichere Befestigung der Seitentaschen machen das Tour Rack zu einem verlässlichen Begleiter auf deiner Radreise oder im Alltag.
Tabelle: Vergleich der Gepäckträger
| Modell | Maximale Zuladung (kg) | Montage | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Thule Tour Rack | 11,3 (hinten), 10 (vorne), 25 (mit Side Frames) | Gurtbänder | Flexibel, vorne und hinten montierbar |
| Topeak TetraRack | 7 (vorne), 9 (hinten) | Klettbänder | Schnell demontierbar |
| Ortlieb QuickRack | 20 | Schnellverschlüsse, Adapter | Schnell montierbar |
| XLC RP-R06 | 10 | Schnellspanner an Sattelstütze | Sehr schnell montierbar |
| SKS Germany Infinity Universal | 12 | Bänder | Anpassbar |
| Tubus Racktime Boost-it Tour 2.0 | 25 | Schrauben an Sitzstreben | Flexibel, sehr stabil |
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