Cross-Country ist DIE Ur-Disziplin des Mountainbike-Sports; kein Wunder also, dass die Rennfeilen auch heute nicht nur auf den Racetracks dieser Welt gefragte Ware sind. Mit diesen zehn Bikes ab recht erschwinglichen 1599 Euro drehst du auf! Wir haben uns die zehn spannendsten Race-Hardtails herausgepickt, weiter unten findet ihr noch unseren Highlight-Test der besten Bikes der Saison. Viel Spaß!
Die Testkandidaten im Überblick
Hier ist eine Übersicht einiger der getesteten Modelle, die im Folgenden genauer betrachtet werden:
- CANNONDALE SCALPEL HT
- BMC TWOSTROKE
- BH BIKES Ultimate
- CERVÉLO ZHT-5
- CORRATEC REVO BOW
- KTM MYROON
- CANYON EXCEED
- SCOTT SCALE
- SIMPLON RAZORBLADE IV
- ROCKRIDER CROSS COUNTRY RACE 900
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Modelle
Bianchi Methanol FS
Es ist das aktuelle Arbeitsgerät vom Team Bianchi Countervail bzw. vom ehemaligen U-23-Weltmeister Gerhard Kerschbaumer. Es ist außer in klassisch schwarz auch im traditionellen Celeste-Farbton zu bekommen und die Rahmenform ist extravagant und unverkennbar - das Methanol FS. Das Modell ist schon mehrere Jahre im Portfolio von Bianchi und wurde von Saison zu Saison immer wieder an aktuelle Bedürfnisse angepasst.
Der aktuelle Rahmen verfügt über die gängigen Standards wie ein konisches Steuerrohr oder eine 12-Millimeter-Steckachse am Hinterrad. Für die De-/Montage des Rades ist jedoch ein Inbus notwendig. Bei der Zugverlegung gibt man sich klassisch und verlegt diese unscheinbar und servicefreundlich an der Unterseite des Unterrohrs. Bianchi bietet seinen 100-Millimeter-Carbonflitzer in zwei verschiedenen Ausstattungsvarianten an.
Das Modell 29.1 richtet sich mit XX1-Schaltgruppe und leichten Anbauteilen an den ambitionierten Racer, während man mit dem Modell 29.2 mit 2-fach-XT-Schaltung auch längere Distanzen mühelos überwinden kann. Mit DT Swiss X1700 Laufrädern, einem Fox Fahrwerk der Performance-Serie, der Formula R1 Bremse oder den wenig bekannten Anbauteilen von TEC geht man im Vergleich zu den meisten anderen Testteilnehmern bei der Ausstattung einen weniger exklusiven Weg.
Dies macht sich durch einen günstigeren Preis, aber auch ein höheres Gewicht bemerkbar. Als einziger Hersteller verbaut Bianchi für die Fox 32 Float Gabel.
CANNONDALE SCALPEL HT
Das Messerscharfe: Cannondale Scalpel HT! Bewusst eigenwillig zeichnet Cannondale seinen schnellsten Starrheckler: Die US-Amerikaner verbauen die ikonische Lefty-Federgabel mit 110 mm Hub, was die Geometrie für ein XC-Hardtail extrem flach ausfallen lässt. Bei den Edelmodellen Ultimate und Hi-Mod kommt eine besonders edle und strapazierfähige Faser zum Einsatz, das Rahmengewicht pendelt sich bei circa 900 g ein.
Mit schwererem Rahmen von rund 1100 g startet es bei fairen 2299 Euro. Wermutstropfen: Als Komplettbike gehört das Scalpel eher zu den properen Vertretern der Race-Hardtails.
BMC TWOSTROKE
Der Rowdy: BMCs Twostroke. Progressiv interpretiert BMC die Kategorie Race-Hardtail: Die Front fällt mit 67°-Lenkwinkel sehr flach aus, auch der Reach ist üppig gezeichnet. Der "Zweitakter" wurde bewusst für Spaß auf der Feierabendrunde ausgelegt, das Rahmengewicht in Größe M fällt mit 1037 g recht pfundig aus.
Komfort generiert eine Sattelstütze in D-Form, mit Adapter packt das Bike auch Vario-Sattelstützen. Mindestens 2499 Euro muss man fürs Twostroke berappen, das Topmodell für 5999 Euro ist vergleichsweise fair bezahlt, kommt dafür mit eher nüchtern-funktionellen Parts wie DT-Swiss-Alu-Laufräder, SramGX-AXS-Schaltgruppe und Rock-SIDSelect-Gabel.
Ab 2499 Euro, ab 9,8 Kilo.
BH BIKES Ultimate
Der leichte Baske: BH Bikes Ultimate. Mit höchst asketischen 820 g Rahmengewicht in Rahmengröße M will BH aus Spanien mit dem Ultimate ein Wörtchen in der ersten Liga mitsprechen. Das Ultimate ist von den Basken modern gezeichnet: Der Lenkwinkel misst 68°, für maximale Wendigkeit auf verspielten Kursen ist der Reach kompakt gehalten, ebenso die Kettenstreben mit 420 mm Länge.
Das BH kommt mit Anschlagsschutz fürs Oberrohr und Zugverlegung durch den Steuersatz. Dazu gibt eseinen 31,6-mm-Sattelstützendurchmesser für maximale Dropperpost-Kompatibilität sowie ein pfiffiges Minitool samt CO2-Kartusche im Steuerrohr. Ab 3599 Euro, keine Gewichtsangabe.
CERVÉLO ZHT-5
Die Neuheit: Cervélo ZHT-5. In der Rennrad- und Triathlon-Szene ist Cervélo ein großer Name, jetzt greifen die Kanadier auch im MTB-Segment an. Das ZHT-5 soll den Shootingstars Fem van Empel und Milan Vader vom postgelben Jumbo-Visma-Straßenteam auch auf dem MTB zu Triumphen verhelfen.
Das Erstlingswerk für den Geländebetrieb bietet eine moderate Geometrie inklusive eher steilem Lenkwinkel und kompakt gehaltenen Abmaßen, die Zugführung erfolgt durch den Steuersatz. Gut, aber kein Fabelwert: das Rahmengewicht von 907 g in Größe M. Das Topmodell mit 1A-Ausstattung kostet 9999 Euro, das Einstiegsmodell stolze 5299 Euro.
Ab 5299 Euro, ab 8,9 Kilo.
CORRATEC REVO BOW
Der Flitzebogen: Corratec Revo Bow. Mit seinem spektakulären, hauchdünnen Oberrohr macht das Revo Bow mächtig was her: Das eigenständige Bogen-Design soll die Torsionssteifigkeit des edlen Rahmens erhöhen.
In Sachen Geometrie setzen die Bayern auf konservative Werte: Das Bike fällt dank steiler Front und kurzem Bug höchst wendig aus. Mit Erfolg: Das Corratec wurde von Sprintstar Simon Gegenheimer 2021 zum WM-Titel in der spektakulären Eliminator-Kategorie gelenkt. Preislich steigt man ab 3799 Euro aufs Rad, das Topmodell mitsamt Rock-Shox-SID-SL-Ultimate-Gabel, DT-Swiss-Carbon-Laufrädern und Sram-Funkschaltung kostet üppige 9000 Euro.
Ab 3799 Euro, keine Gewichtsangabe.
KTM MYROON
Der Gipfelstürmer: KTM Myroon. Zu den schnellsten XC-Bikes im Rennsport gehört traditionell das Myroon von KTM. Die Neuauflage stellten die Österreicher erst kürzlich vor. Nun verträgt das Myroon am Heck Reifen bis zu 2,35" Breite, zudem ist die Zugführung durch den Steuersatz geführt.
Die Komfortwerte des Carbon-Bürzels wurden ebenso optimiert, gleichzeitig das Rahmengewicht durch gezielte Diät am Layup gedrückt. 920 g wiegt der Rahmen des Topmodells Exonic jetzt, ist dabei für Systemgewichte von 109 Kilo freigegeben. Attraktiv: Die Modelle mit etwas schwereren Kohlefasern starten schon bei 1899 Euro.
Ab 1899 Euro, ab 8,7 Kilo.
CANYON EXCEED
Der Dauerbrenner: Canyon Exceed. Mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis umgarnt das Exceed des Koblenzer Versenders eine große Fangemeinde. Auch die aktuelle Ausbaustufe begeistert. In Sachen moderner Geometrie hat das Exceed zugelegt, in puncto Gewicht abgespeckt.
Der Toprahmen namens "CFR" haucht nur 853 g auf die Waage. Features wie die integrierte Sattelstützenklemmung, ein Lenkanschlagsbegrenzer sowie ein großes Rahmendreieck für zwei Trinkflaschen kommen bei allen Preisklassen zum Einsatz. Apropos: Mit "CF"-Carbonrahmen, der ca. 1300 g wiegen soll, ist das Hardtail mit vergleichsweise reichhaltiger Ausstattung schon ab 1599 Euro zu haben.
SCOTT SCALE
Der Gejagte: Scott Scale. Das wohl erfolgreichste Race-Hardtail der Welt hat jüngst ein Update erhalten: Die Geometrie ist mit 67,9°-Lenkwinkel und langer Frontpartie progressiv gestaltet, um auch auf technischen Abfahrten aufzutrumpfen.
Zum feschen Rahmen gesellen sich pfiffige Features. So schafft das Monocoque-Cockpit mit integrierter Zugführung eine einzigartige Optik. Beim Scale ist der Name Programm: Die Rahmengewichte starten bei schlanken 847 g ("HMX SL"-Fasern), in der "HMF"-Güteklasse kommt das Scale auf 1013 g. Festhalten: Das Topmodell (Foto) mit TrickstuffBremse, Carbon-Laufrädern und Quarq-Wattmessung kostet irrwitzige 13 999 Euro. Das Einstiegsmodell kostet erschwinglichere 2099 Euro.
SIMPLON RAZORBLADE IV
Das Federgewicht: Simplon Razorblade IV. Aus den Marathon-Startblöcken Europas ist das Razorblade kaum wegzudenken. Kein Wunder, ist das Bike der Vorarlberger doch bekannt für fein gemachte Rahmen.
Typisch Simplon, lässt sich das Traumrad im Baukasten-System nach fast allen Wünschen konfigurieren. Die Preise für Komplettbikes? Ab 4099 Euro bzw. 4799 Euro für die SL-Version.
ROCKRIDER CROSS COUNTRY RACE 900
Das Sparpaket: Rockrider Cross Country Race 900. Sportartikel-Gigant Decathlon wildert seit einiger Zeit mit der Hausmarke Rockrider im Segment der MTB-Kompletträder. Jetzt geben die Franzosen richtig Gas und betreiben sogar ein Rennteam: 2024 stehen die Olympischen Spiele in Paris an, bei denen die im XC stets erfolgreichen Franzosen Medaillen anpeilen.
Das in Deutschland erhältliche Modell für 2499 Euro präsentiert sich als Preiskracher und kommt mit Carbon-Rahmen der 1000-g-Klasse, Rock-Shox-Reba-Gabel, MavicAlu-Laufrädern und lupenreiner Sram-GX-Gruppe. Cool: Für je 500 Euro gibt es Upgrade-Optionen wie Reynolds-Carbon-Laufräder oder elektronische Sram-GX-AXS-Schaltung.
Cube Reaction C:62 Pro im Detail
Cube Reaction - diese Worte stehen in Deutschland regelmäßig auf den Rechnungen der Fachhändler. In unserer Test-Serie zu aktuellen Topseller-Bikes nehmen wir die Erfolgsstrategie von besonders stark nachgefragten Modellen auseinander. Dass sich Mountainbikes von Cube blendend verkaufen, ist kein Geheimnis. Allen voran die Hardtails der Reaction-Serie.
Diese erhielten vor wenigen Wochen ein umfangreiches Update-Paket und beabsichtigen an alte Erfolge anknüpfen. BIKE wollte herausfinden, was das XC-Hardtail von Cube zum Verkaufsschlager macht und lud das Reaction C:62 Pro für 1999 Euro zum Test.
Um die Erfolgssträhne des Reaction nicht abreißen zu lassen, schärft Cube für 2025 dessen Profil. Eine integrierte Sattelklemme und eine semi-integrierte Zugverlegung mit Eintritt durch den Steuersatz sparen am Kohlenstoff-Rahmen einige Gramm. Auch eine aufgefrischte Geo soll das im Twin-Mold-Verfahren gefertigte Chassis näher an die Spitze der Produktpalette rücken.
Mit knapp unter 2000 Euro will das Pro-Modell vor allem ambitionierte Einsteiger und preis-leistungsbewusste Racer abholen. Bleibt das neue Reaction seinen beliebten Wurzeln treu?
Details zum Cube Reaction C:62 Pro
- Preis: 1999 Euro
- Einsatzbereich: Crosscountry / Marathon / Tour
- Federweg: 100 mm
- Laufradgröße: 29”
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 10,6 kg
- Vertriebsweg: Fachhandel
- Garantie: 3 Jahre
- Maximales Systemgewicht: 115 Kilo
- Besonderheiten: C:62-Carbonrahmen, integrierte Sattelklemme
Ausstattung
- Gabel: Rockshox SID SL Base
- Schaltung / Bandbreite: Shimano XT / Deore / 510 %
- Bremsen: Shimano XT / 180/160 mm
- Laufräder: Newmen Performance 30
- Reifen: Schwalbe Racing Ray / Racing Ralph Performance Addix TLR 29 x 2,25
- Sattelstütze / Durchmesser: Newmen Evolution / 27,2 mm
Das neue Cube Hardtail im Praxis-Test
Gut, dass Cube-Kunden die Beratung eines Händlernetzes in Anspruch nehmen können, denn die Wahl der passenden Rahmengröße hat beim Reaction Hardtail ihre Tücken. In L fällt das Sitzrohr kurz. Zur Größe XL klafft jedoch ein Abstand von vollen sechs Centimetern. Ohne Dropper-Post lassen sich die Vorteile eines kurzen Sitzrohres ohnehin kaum nutzen.
Obwohl das Reaction seinen Fahrer mit einem tiefen Tretlager gut im Rahmen integriert, fühlt es sich in steilen Abfahrten nicht zu Hause.
Selbstvertrauen spenden dem Piloten des Cube Hardtails im Downhill zwar das 760 Millimeter breite Cockpit mit guten Griffen und die starken Shimano-Bremsen, leider spezifiziert Cube aber Schwalbe Reifen in der einfachen Performance-Variante. Grip und Eigendämpfung sind knapp bemessen. Die preiswerte Rockshox SID Base schont die Handgelenke bei größeren Schlägen, ignoriert aber feine Vibrationen und bietet schnellen Racern zu wenig Paroli in Form einer kontrollierten Dämpfung.
In seichtem Gelände gefällt das reaktive Handling des Hardtails. Dank moderatem Lenkwinkel werden Lenkimpulse blitzschnell umgesetzt. Zudem lässt sich das Bike leicht vom Boden lupfen.
In der Ebene rollt das leichte Cube Reaction zügig voran. Die Sitzposition fällt sportlich aber nicht extrem aus. Im dick gepolsterten Sattel überstehen auch Einsteiger ihre ersten längeren Touren. Mit der Alu-Stütze fällt der Sitzkomfort trotz langem Auszug nur mittelmäßig aus. Für den Zwischensprint lässt sich die Federgabel vom Lenker aus blockieren.
Auch bergauf trüben die günstigen Reifen das Gesamtbild. Im Wiegetritt erzeugt der schmale Karkassenaufbau auf den breiten Felgen ein unharmonisches Fahrgefühl. Schrauben sich die Rampen in den Himmel, muss der Fahrer wegen der super kurzen Kettenstreben viel Gewicht nach vorne bringen, um effizient zu klettern.
Aus dem Testlabor
BIKE betreibt einen beispiellosen Aufwand zur Vermessung von Mountainbikes. Im Testlabor nehmen wir nicht nur unsere eigene Geometrie-Vermessung vor, sondern ermitteln auch die Seitensteifigkeit des Rahmens getrennt für das vordere Rahmendreieck inklusive der verbauten Gabel (vorne) und dem Hinterbau (hinten). Das Gesamtgewicht versteht sich ohne Pedale, das Laufradgewicht pro Satz mit Reifen, Kassette und Bremsscheiben. Für den Messwert der Laufradbeschleunigung gilt: je niedriger, desto leichter zu beschleunigen.
- Gesamtgewicht: 10,61 kg ohne Pedale
- Gewicht Laufräder: 4441 g
- Beschleunigung Laufräder: 3235 kg x cm²
- Sitzkomfort: 8,4 mm
Fazit zum Cube Reaction C:62 Pro
Um erste Race- und Touren-Luft zu schnuppern, ist das neue Cube Reaction mit dem ästhetischen Carbon-Rahmen genau die richtige Wahl. Solange Steigung und Gefälle moderat bleiben, macht das wendige Hardtail Laune.
E-Mountainbikes im Test
E-Mountainbikes liegen voll im Trend - das belegen auch die Verkaufszahlen aus dem Jahr 2024, die der Zweirad-Industrie-Verband herausgegeben hat. Demnach liegt ihr Verkaufsanteil bei über 40 Prozent, so viel wie in keiner anderen E-Bike-Kategorie. Der Grund liegt auf der Hand. Die kernigen Räder kombinieren sportliche Geländetauglichkeit mit kraftvoller Motorunterstützung und ermöglichen Fahrspaß auf jedem Untergrund. Egal ob steile Trails, Schotterwege oder der Alltag in der Stadt: Moderne E-MTBs sind vielseitige Allrounder.
Test- und Preisleistungssieger
- Testsieger: Canyon Grand Canyon:ON 8
- Preis-Leistungs-Sieger: Decathlon Rockrider Hardtail 29 Zoll E-Expl 700
Weitere empfehlenswerte E-MTBs
- Stevens E-Juke (2. Generation)
- Hepha Mountain 7 Ultra
- HoheAcht SentoMonto
Hardtail vs. Fully: Ein Vergleich
Klaus Röhr, Inhaber des Fahrradgeschäfts „IhrFahrradprofi“, erläutert die Unterschiede zwischen Hardtails und Fullys:
Das Hardtail setzt die Kraft der Fahrenden gefühlt etwas direkter um, „hängt besser am Gas“ und ist in der gleichen Qualitätsstufe etwas 500-600 Gramm leichter, bei hochwertigen Bikes unter 10 kg schon ein Argument. Sobald es vom Waldweg ins Gelände mit Wurzeln, Löchern, Steinen geht, zieht das Fully vorbei, das Hinterrad weicht der Unebenheit noch oben in den Federweg aus und das Bike muss nicht zur Gänze über die Unebenheiten „gehoben“ werden. Das spart Energie.
Das Fully gibt es in verschiedenen Kategorien, vom Crosscountry/Marathon Fully mit minimalem Federweg in straffer Abstimmung über Trailbikes für die große Mitte bis zum Enduro/Downhillbike, wo die Abfahrtsqualitäten im Vordergrund stehen. Das Trailbike macht den größten Marktanteil von 80% aus und wird von unseren Kunden für Biketouren, Alpenüberquerungen und Bikeparkbesuche genutzt.
Federweg am Hardtail: Wie viel ist sinnvoll?
100 Millimeter Federweg waren über Jahrzehnte der Standard bei Race-Hardtails. Aber 100-Millimeter-Race-Hardtails wie das Scott Scale, das Merida Big Nine oder auch das Cube Elite sind mittlerweile super spartanische Geräte für die Rennstrecke. Wir haben die Urväter aller Bikes, in einem separaten Artikel, mit modernen 120er Hardtails ausführlich verglichen. Hardtails mit 120 mm Federweg und mit Teleskopstütze wiegen bei ähnlichem Preis nur ca. 700 Gramm bis 1 Kilo mehr und sind deutlich geländegängiger.
Dabei ist uns aufgefallen, dass man den zusätzlichen Federweg zwar spürt, dass der im Vergleich zur Teleskopstütze aber nicht der Gamechanger ist. Aber was passiert, wenn man von 120 wie beim Focus Raven oder dem Rose PDQ auf 140 Millimeter Federweg geht? Sind Trailhardtails, wie das Rose Bonero oder das Orbea Laufey geil?
Um die Frage nach dem optimalen Federweg am Hardtail wirklich sauber zu klären, haben wir uns zwei absolut vergleichbare Bikes besorgt. Beide Bikes haben denselben Rahmen, aber eine unterschiedliche Ausstattung. Während die 120er-Version auf leicht profilierten Reifen rollt, hat die 140er-Trail-Version nicht nur deutlich gröbere Stollen, sondern auch Alu-Laufräder, dickere Standrohre an der Gabel und eine Vier-Kolben-Bremsanlage am Vorderrad. Das ganze Konzept ist also deutlich mehr auf Abfahrt ausgelegt, was in Anbetracht des zusätzlichen Federwegs auch wirklich Sinn macht.
Wir haben zwei Liteville H-3 mit demselben Rahmen, aber unterschiedlichen Gabeln und Ausstattungen getestet. Das Rose Bonero für 2200 € brachte bei 140 mm Federweg 12,6 Kilo auf die Waage. Das Orbea Laufey für 2500 € wiegt 13,7 Kilo. Das ist wohl ein deutlich realistischeres Gewicht für ein Trailhardtail.
Tabelle: Ausgewählte MTB Hardtail Modelle im Vergleich
| Modell | Rahmengewicht (Größe M) | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| BH Bikes Ultimate | 820 g | 3599 Euro | Minimale Dropperpost-Kompatibilität |
| Cervélo ZHT-5 | 907 g | 5299 Euro | Moderate Geometrie |
| KTM Myroon | 920 g | 1899 Euro | Reifen bis zu 2,35" Breite |
| Cube Reaction C:62 Pro | ca. 1100 g | 1999 Euro | Carbonrahmen, integrierte Sattelklemme |
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