Egal, ob Sie in Ihrer Freizeit mit Ihrem Mountainbike, dem Trekkingrad oder mit dem Rennrad unterwegs sind - bei allen Fahrradtypen gilt das eine: Eine große Rolle für das richtige Rollverhalten des Laufrads spielen die Fahrradfelgen, sie sind eines der wichtigsten Bauteile am gesamten Bike. Denn ohne sie ist es nicht möglich, sich auf dem Drahtesel überhaupt fortzubewegen.
Sollten Sie sich ein neues Fahrrad anschaffen, sind die Felgen natürlich schon im Bike passend verbaut. Doch nach einiger Zeit kann es bei viel gefahrenen Rädern oder älteren Modellen durchaus dazu kommen, dass Defekte im Bereich der Felge auftreten, welche zwingend einen Austausch der Felge erfordern.
Doch der technische Aspekt ist bei einer Felge nur das eine. Ähnlich wie beim Auto ist die Fahrradfelge das optimale Mittel, um seinem Bike einen entsprechenden optischen Anstrich zu verpassen. Ob eleganter, sportlicher oder einfach moderner - mit der richtigen Felgenauswahl lässt sich der Look eines ganzen Fahrrads verändern.
In unserem Fahrradfelgen Test erklären wir Ihnen zudem, warum sich die Anschaffung eines neuen Felgenpaars definitiv lohnt und was Sie hinsichtlich von Material, Größen und Co. beachten sollten.
1. Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes
Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht. Doch wie jedes andere Teil auch, kann eine Felge am Bike bei einem Unfall brechen oder es ermüdet mit der Zeit ganz einfach das Material.
In letztem Fall reicht dann ein simpler Schlag auf das Bike, etwa beim Mountainbiken, und das beschädigte Teil geht zu Bruch. Wer aufgrund eines kaputten Teils also noch kein komplett neues Fahrrad kaufen will, sollte sich nach einer neuen und passenden Fahrradfelge umschauen.
Doch auch, um dem Bike einen ganz neuen und sportlichen oder eleganten Look zu verpassen, eignen sich Fahrradfelgen optimal. Die Funktion der Felge am Bike ist dabei ganz einfach erklärt. Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.
2. Wichtige Aspekte beim Kauf von Fahrradfelgen
Obige Dinge gilt es also zu beachten, wenn Sie Fahrradfelgen kaufen wollen. Doch natürlich sind auch optische Aspekte beim Auswahl einer Felge nicht unwichtig. Schließlich will doch jeder bei einer Fahrradtour mit den besten Freunden etwas Schönes zum Vorzeigen haben.
Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe. Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können.
Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich.
Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen.
Hinsichtlich des Materials gibt es vor allem preisliche Unterschiede. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl. Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht.
Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die ersten Fahrradfelgen bestanden fast ausschließlich aus Stahl. Um hier eine gute Steifigkeit herzustellen, war eine Menge Material notwendig. Das hatte zwei grundlegende Nachteile: Einerseits ist mehr Material natürlich auch mit höheren Kosten verbunden - andererseits erhöhte sich aber auch das Gewicht der Felge dramatisch.
Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über - man höre und staune - Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt. Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können.
Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen. Beim Kauf einer Felge ist es stets sinnvoll, auf das Gewicht zu achten und zwar nicht nur wegen der Auswirkung auf das Gesamtgewicht des Fahrrads (worauf Rennradfahrer ja immer ein besonderes Auge haben!).
Nabendynamos im Test und Vergleich
Als einer der führenden Hersteller von Nabendynamos bietet Shimano eine Vielzahl unterschiedlicher Stromerzeuger für Fahrräder an. Für den Laien kann dieses große Angebot schnell mal unübersichtlich werden.
Die Funktion der einzelnen Nabendynamos ist immer annähernd die gleiche, die Unterschiede liegen zumeist im Detail: Gewicht, Preis, Wirkungsgrad, Materialien und Verarbeitung können mitunter verschieden sein.
Wir vergleichen die aktuell gängigsten Typen von Shimano Nabendynamos für Sie und erklären Ihnen die Unterschiede und Abstufungen. Alle genannten Dynamos sind jeweils in den Farben schwarz und silber erhältlich (außer Capreo, nur in silber).
Die Nabendynamos für V-Brakes wiegen im Schnitt ca. 720 g, die Varianten für Rollenbremsen ca. 1000 g. Alle Modelle sind, im Vergleich zu ihren Vorgängern, in Leistung und Lebensdauer optimiert worden.
Dennoch sind die Nabendynamos sind sehr günstig und einfach. Verarbeitung, Abdichtung, Leichgängigkeit, Gewicht und Rollwiederstand sind im untersten Segment.
Die Shimano Sport-Nabendynamos zeichnen sich aufgrund der Verwendung von Aluminiumspulen durch ein geringeres Gewicht von ca. 500 g und durch etwas höhere Langlebigkeit aus. Somit finden sie nicht nur im sportlicheren Bereich ihre Verwendung sondern gern auch bei Pendlern und Vielfahrern.
Die höherwertigen, sportlichen Dynamos sind in der Regel leichter, das Material ist aufwändiger verarbeitet. Zusammen mit verbesserten Dichtungen ist dies eine Ursache für die etwas höhere Langlebigkeit. Dennoch werden alle Shimano Nabendynamos günstig hergestellt um eine breite Masse anzusprechen.
Warum ein Nabendynamo?
Während Sie bei akkubetriebenen Systemen ständig nachladen müssen und herkömmliche Seitendynamos bei schlechter Witterung schnell aufgeben, gelten Nabendynamos als witterungsresistent, zuverlässig und wartungsarm.
Nabendynamos wie von SHIMANO punkten durch Zuverlässigkeit und eine lange Einsatzdauer. Ein guter Nabendynamo sollte optimal auf Ihr Rad abgestimmt und möglichst leicht sein.
Weitere Dynamo-Optionen
Das Fahrradlicht gehört beim Fahrrad zur Grundausstattung. Damit die Fahrradlampe leuchten kann, benötigt sie Strom. Hat man keine Akkubeleuchtung, kommt der Strom im Regelfall von einem Fahrrad-Dynamo.
Wir haben uns angesehen, welche Unterschiede verschiedene Dynamos haben. Damit die Fahrradlampe leuchten kann, benötigt sie Strom.
Was man vor dem Kauf wissen sollte:
Die Schwachstelle der Seitenläuferdynamos ist nasses und feuchtes Wetter. Damit der Reifen auch bei Nässe nicht über das Dynamorad rutscht, sollte der Dynamo möglichst leicht laufen und einen geringen Drehwiderstand aufweisen. Eine größere Laufrolle kann hier bereits Abhilfe leisten.
Die Übersetzung verändert sich mit einem zunehmenden Durchmesser der Laufrolle. Je größer die Laufrolle, desto weniger oft dreht sie sich. Die Kraft wird also schonender auf den Dynamo übertragen.
Vergrößert man die Laufrolle nachträglich (durch einen Aufsatz), kann sich der Anpressdruck an den Fahrradmantel erhöhen. Hier muss der Dynamo unter Umständen etwas nachjustiert werden.
Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass man einen Dynamo wählt, der für die richtige Montageseite geeignet ist. Hier wird zwischen einer Links- und Rechtsmontage unterschieden.
Hat der Dynamo mehrere Anschlüsse für die Beleuchtung, können das Rücklicht und das Frontlicht separat voneinander angeschlossen werden. Wer auch bei schlechtem Wetter auf der sicheren Seite sein will, schaut sich die Fahrrad Akkubeleuchtung an.
Moderne Fahrradlampen haben oftmals feine elektronische Bauteile. Gerade im LED-Beleuchtungsbereich ist es daher wichtig, dass entweder die Lampe selbst oder der Dynamo eine Überspannung reguliert und einen Überspannungsschutz hat.
Mit dem Voltmeter kann man die Spannung recht einfach am Dynamo abnehmen und messen.
Einfacher Dynamo in klassischer Form:
Dieser sogenannte Seitenläufer Dynamo kann auf Bedarf an den Reifen geklappt werden und produziert dann Strom für die Fahrradbeleuchtung. Wird er nicht benötigt, wird der Dynamo einfach wieder abgeklappt.
Linksmontage am Rad:
Dieser einfache und klassische Fahrrad Dynamo wird auf der linken Seite montiert. Er hat einen Überspannungsschutz integriert und sorgt für den nötigen Strom, um normale Fahrradlampen betreiben zu können.
Axa HR Traction:
Der Axa Dynamo ist ebenfalls ein Seitenläuferdynamo, der vier Anschlüsse aufweist. Diese teilen sich in zwei Anschlüsse für den Strom und zwei Anschlüsse für die Masse auf.
Die Montageseite befindet sich links am Fahrrad. Damit maximal 6 Volt und 3 Watt produziert werden, hat der Dynamo einen Überspannungsschutz integriert.
Axa Dynamo:
Der Fahrrad Dynamo kann mit einem schlichten Design punkten und wird auf der linken Seite montiert. Seine Stahllaufrolle nimmt den Kontakt mit dem Fahrradreifen auf und überträgt die Kraft auf die Rotorachse, um die gewünschten 6 Volt und 3 Watt zu produzieren.
Nabendynamo: Die Revolution
Der Nabendynamo ist sozusagen die Revolution des Seitenläuferdynamos. Integriert in der Nabe, der Name verrät es bereits, ist er dauerhaft im Laufrad integriert. Strom wird hier durch das Drehen des Rads produziert, unabhängig von einem Rädchen, das am Mantel anliegt. Somit sind auch Wettereinflüsse wie Schnee oder Regen kein Grund für eine schlechtere Stromerzeugung.
Da der Nabendynamo eingespeicht ist, werden oftmals komplette Laufräder inklusive Dynamo verkauft. Ein nachträgliches Austauschen ist mit recht viel Aufwand verbunden.
Laufradbau mit Nabendynamo
Ein Nabendynamo liefert Strom am Rad für Licht und zum Laden von Smartphone und GPS. Wir zeigen Dir, worauf Du beim Einspeichen achten musst.
Ob Du Dein Alltagsrad mit einer Lichtanlage ausstatten oder Dich auf Reisen und Mehrtagestouren autark mit Strom versorgen willst: Viele Gründe sprechen für ein Vorderrad mit Nabendynamo. Es ist eine Befreiung, wenn die Beleuchtung am Commuter-Bike einfach funktioniert, wann immer Du sie brauchst.
Das Aufladen von Akkubeleuchtung fällt weg und damit auch die unangenehmen Momente, in denen Dir klar wird, dass Du das mal wieder vergessen hast. Auch beim Bikepacking kann ein Nabendynamo an Deinem Rad eine echte Bereicherung sein.
Neben Licht für lange Etappen kann er Dein Navi und Smartphone mit Strom versorgen und erspart Dir die ständige Suche nach Steckdosen. Aber warum selbst einspeichen, wenn Du auch ein fertiges Laufrad bestellen könntest?
Es gibt Argumente, die ganz allgemein für Custom-Laufräder sprechen: Neben dem Spaß am Schrauben können das sehr spezifische Anforderungen an Dein Laufrad oder einfach der Wunsch nach Individualisierung sein.
Für den Einbau eines Nabendynamos willst Du wahrscheinlich nur das Vorderrad tauschen und nicht den ganzen Laufradsatz. Ein Custom-Laufrad hat dann den Vorteil, dass Du es passend zu Deinem Hinterrad zusammenstellen kannst - also mit der gleichen Felge und den gleichen Nippeln und Speichen.
Die Wahl des passenden Nabendynamos
Bei Nabendynamos gibt es mehr Aspekte zu beachten als bei herkömmlichen Naben. Die Leistungsabgabe ist ein wichtiges Merkmal. Alle Modelle erzeugen eine Spannung von sechs Volt. Sie unterscheiden sich aber darin, welche Leistung sie liefern.
Bis vor einigen Jahren war in der StVZO eine Nennspannung von sechs Volt und eine Nennleistung von drei Watt vorgeschrieben und praktisch alle in Deutschland erhältlichen Dynamos erfüllten diese Kriterien. Der Wert war sinnvoll, um Halogenbeleuchtung zu betreiben.
Seit die strenge Regelung aus der StVZO entfallen ist und effiziente LED-Lampen andere Leuchtmittel abgelöst haben, gibt es zusätzlich Nabendynamo-Modelle mit einer geringeren Leistung von 1,5 oder 2,4 Watt. Sie sind leichter und drehen sich mit weniger Widerstand. Ob das eine sinnvolle Option für Dich darstellt, hängt auch vom gewählten Scheinwerfer ab.
Da gibt es Modelle, die ihre maximale Lichtausbeute mit 1,5 Watt erreichen und solche, die Du erst mit einem Drei-Watt-Dynamo voll ausreizen kannst. Für den Alltagseinsatz in der Stadt sind 1,5-Watt-Kombinationen ausreichend. Für Überlandfahrten oder Passagen im Wald, wo es auf die maximale Lichtausbeute ankommt - auch bei niedrigen Geschwindigkeiten - empfehlen wir Dir eher drei Watt.
Da die Drehzahl bei gleicher Geschwindigkeit von der Laufradgröße abhängt, gibt es Nabendynamos, die dahingehend optimiert sind - etwa für Falträder. Die meisten sind zwar universell konstruiert, ein aufmerksamer Blick in die Beschreibung lohnt sich aber allemal.
Wichtige Eckdaten von Naben
Neben der Leistungsabgabe unterscheiden sich Nabendynamos in Aspekten, die Du wahrscheinlich schon von normalen Naben kennst:
- Die Lochzahl entscheidet darüber, wie viele Speichen Du verbauen kannst. Oft ist sie schon durch die Felge vorgegeben.
- Generell kann man sagen, dass mehr Speichen ein stabileres und haltbareres Laufrad ermöglichen.
- Naben mit geringer Lochzahl sind für Einsätze mit geringerer Belastung sinnvoll und für kleine Laufräder - etwa in Falträdern.
- Einbaubreite und Achstyp sind wichtige Faktoren, die Deine Gabel vorgibt.
Beim Bremssystem hast Du die Wahl zwischen Felgenbremsen und Scheibenbremse. Bei der Entscheidung zwischen Sechs-Loch-Disc und Centerlock empfehlen wir, das gleiche System zu wählen wie am Hinterrad.
Wenn Du nicht nur ein neues Vorderrad, sondern einen kompletten Laufradsatz zusammenstellst, gilt es abzuwägen. Sechs-Loch-Naben haben den Vorteil, dass Du auf eine größere Auswahl an Bremsscheiben zurückgreifen kannst. Sie werden mit je sechs T25-Torx-Schrauben montiert - der passende Schlüssel ist sogar an den meisten Multitools zu finden.
Centerlock hat den Vorteil der deutlich schnelleren und einfacheren Montage bzw. Demontage. Du benötigst aber den passenden Kassettenabzieher: Die Scheibe wird auf eine Verzahnung am Nabenkörper gesteckt und mit einem Lockring verschraubt, der entweder eine Innen- oder Außenverzahnung hat. Mit Hilfe von Adaptern lassen sich auch Sechs-Loch-Scheiben an Centerlock-Naben verbauen und umgekehrt.
Einspeichen und Zentrieren mit Nabendynamo
Das Einspeichen eines Nabendynamos unterscheidet sich nur unwesentlich vom Einspeichen mit einer klassischen Nabe. Der Größte Unterschied liegt in der benötigten Speichenlänge.
Wie schon angedeutet, bietet es sich an, ein Custom-Vorderrad mit der gleichen Felge zu bauen wie an Deinem schon vorhandenen Hinterrad. Natürlich ist das aber kein Muss. Viele verbauen am Vorderrad bewusst leichtere oder schmalere Felgen desselben Herstellers, die optisch zum Hinterrad passen, aber auf die geringeren Belastungen vorn ausgelegt sind.
Wenn Du einen kompletten Laufradsatz bauen willst, hast Du die freie Wahl. Bremssystem (Felgenbremse oder Disc) und Durchmesser werden im Prinzip von Deinem Rahmen vorgegeben. Bei der Frage, ob eine Carbon- oder eine Aluminiumfelge die richtige ist, solltest Du neben dem Budget darüber nachdenken, wie wichtig Dir Steifigkeit und Gewicht sind.
Carbonfelgen sind meist leichter oder bei gleichem Gewicht steifer. Alu-Felgen sind günstiger und können mitunter auch komfortabler sein. Die Felgenbreite sollte zur Reifenbreite passen. Sowohl Reifen- als auch Felgenhersteller geben dazu hilfreiche Hinweise.
Bei den Speichen gilt es vor allem, die richtige Länge zu finden. Da Nabendynamos in der Regel etwas größere Flansche haben als normale Naben, brauchst Du wahrscheinlich kürzere Speichen. Ein Speichenrechner hilft Dir dabei.
Eine Besonderheit beim Nabendynamo ist, dass der Generator im Inneren auch ohne anliegende Last durch eine Lampe schon etwas Widerstand hat. Wenn Du das Rad im Zentrierständer drehst, merkst Du das bei einigen Modellen als ein leichtes Stottern oder Ruckeln. Das sollte Dich nicht beunruhigen, während der Fahrt ist das quasi nicht spürbar.
Achte bei einem Nabendynamo auch auf die korrekte Laufrichtung. Bei Dynamos für Scheibenbremsen ergibt sich diese von selbst, bei Felgenbremsen hilft die Faustformel: Stromanschluss rechts.
Fahrradbeleuchtung und Zubehör
Dabei solltest Du darauf achten, dass Scheinwerfer und Rücklicht zum Dynamo und zueinander passen. Im Gegensatz zu Lampen für klassische Seitenläufer-Dynamos haben solche für Nabendynamos meistens einen Schalter. Anderenfalls würden sie dauerhaft leuchten, da der Dynamo nicht ausgeschaltet werden kann.
Damit Du das Potenzial des Dynamos voll ausnutzt, sollte die Leistungsaufnahme des Scheinwerfers dazu passen. Zu einem Drei-Watt-Dynamo lohnt sich also auch die Anschaffung eines Drei-Watt-Scheinwerfers. Als Leuchtmittel hat sich mittlerweile LED durchgesetzt.
Wenn Du Rücklicht und Scheinwerfer unterschiedlicher Hersteller verbauen willst, solltest Du darauf achten, ob das Rücklicht einen Kondensator für Standlicht integriert hat. Bei einigen Herstellern ist das nicht der Fall. Das Rücklicht ist dann auf den Kondensator im Frontscheinwerfer angewiesen.
Denke bei der Nachrüstung einer Lichtanlage auch an die Halterungen und die Verkabelung. Hat Dein Rad Kabelführungen an Gabel und Rahmen? Sind Montagepunkte für Lampen vorhanden?
Ein Nabendynamo sorgt dafür, dass Du Dein Licht am Fahrrad nie mehr vergessen kannst. Und: Du hast unterwegs immer Strom dabei, um zum Beispiel Dein Smartphone oder GPS-Geräte zu laden.
Dafür benötigst Du eine zusätzliche Vorrichtung, die Spannung und Strom reguliert und über eine USB-Ladebuchse zur Verfügung stellt. In den meisten Fällen sorgt dabei ein Puffer-Akku für konstanten Ladestrom - auch wenn Du mal anhältst.
SON vs. Shimano Deore DH-3N72 Sport-Nabendynamo
Die beiden Firmen profitieren von einer langjähren Erfahrung in der Nabenproduktion. Ihre Produkte bieten einen hohen qualitativen Standard und sind durch den stabilen Aufbau sehr langlebig.
Der Hersteller SON produziert und entwickelt seine Naben in Deutschland, genauer gesagt in Tübingen. Deshalb kann er einen schnellen Versand gewährleisten. Außerdem können alle Nabendynamos, die SON bisher produziert hat, lokal in Deutschland repariert und gewartet werden.
Die Produktion der Shimano Nabendynamos erfolgt in Japan. Der Versand erfolgt also über Frachtschiffe. Die Nachteile sind deshalb eine deutlich längere Lieferzeit und in einigen Fällen auch schlechtere Verfügbarkeiten.
SON designt seine Dynamos schon seit 2007 in einer ansprechenden kugelförmigen Optik. Das Design gefiel scheinbar nicht nur zahlreichen Kunden von Beginn an, sondern auch vielen konkurrierenden Herstellern. Diese gaben ihre Nabendynamos nur kurze Zeit später in einer fast identischen Kugelform in Produktion.
Neben der zuverlässigen und gut erreichbaren Kunden-Hotline, bietet SON auf alle seine Produkte 5 Jahre Garantie.
Technische Daten im Vergleich
Die Einbaubreite beträgt in beiden Ausführungen 100 mm. Die Achse des SON Modells besteht aus einem rostfreien und kaltverfestigten Stahl, welches ihn besonders witterungsfest macht.
Der SON 28 verfügt über das praktische Druckausgleichsystem, welches typisch für Nabendynamos dieses Herstellers ist. Hier verhindert das Kapillarsystem das Wirken der Druckdifferenz auf die Lagerdichtungen. Der Nabendynamo von SON hat einen 26-poligen Neodym-Eisen-Bor Magnetrotor und ein 629 2RSH Rillenkugellager.
Der Shimano Deore DH-3N72 Sport-Nabendynamo bietet hochwertige Dichtungen und einen leitungsstarken Nabengang mit superpolierten Lagerlaufflächen in der Ultegra Qualität. Als Stromausgangsanschluss ist hier ein E2-Typ vorgesehen.
Die beiden Modelle liefern ausfallsicher Licht - auch, wenn Sie zwischendurch langsam unterwegs sind!
Einsatzbereich
Die Nabendynamos können beide im Mountainbike-, Cross-, City- und Trekkingbike Bereich und an Rennrädern eingesetzt werden und sind ausschließlich auf Felgenbremsen ausgelegt.
Während das Shimano Modell kompatibel mit Laufrädern zwischen 26 und 29 Zoll ist, kann das SON Modell in Räder von 16 bis 29 Zoll eingebaut werden.
Varianten
Ein weiteres Highlight des SON 28 Nabendynamos sind die vielfältigen Farben, in denen er produziert wird. Somit setzt er einen stylischen Akzent in Ihrem Laufrad, den Sie nach Ihrem Geschmack selbst auswählen können! Er ist in grün, orange und blau bestellbar. Außerdem gibt es auch mehr Auswahl bei den Lochzahlen.
Sowohl der SON 28, als auch der Shimano Deore DH-3N72 Sport-Nabendynamo bieten eine zuverlässige Performance an Ihrem Fahrrad!
Gerade an Rennrädern ist er praktischer, da er mit weniger Lochzahlen angeboten wird.
Testberichte und Bewertungen
Hier sind einige zusammengefasste Testberichte und Bewertungen verschiedener Nabendynamos:
- Shimano DH-C3000-3N: Geeignet für Laufradgrößen von 26 bis 28 Zoll, kompatibel mit Felgenbremsen, Nennleistung von 3 Watt bei 6 Volt, Gewicht ca. 710 Gramm. Minimaler Rollwiderstand und einfache Montage.
- Schürmann DH-3N20: Geringer Rollwiderstand, integrierte Aufnahme für Scheibenbremsen, geeignet für Schnellspanner, Einbauweite von 100 Millimeter.
- Shimano DHC3000: Geeignet für Radgrößen zwischen 26 und 28 Zoll, kompatibel mit Felgenbremsen, 6 Volt und 3 Watt, Gewicht ca. 680 Gramm.
- Shimano DH-T4000: Konstante Energieversorgung von 1,5 Watt/6V für LED-Lampen mit StVZO-Zulassung.
- Shimano DH-3N31: Hohe Leistung von drei Watt, geringer Rollwiderstand, 6 Volt Spannung und 36 Speichenlöcher.
- Axa 03103983: Niedriger Rollwiderstand, Gewicht 200 Gramm, Laufrolle auswechselbar, nicht geeignet für Schnellspanner.
- Axa Dynamo: Minimale Wartung, kompatibel mit LED-Leuchten, wetterfest, 3 Watt bei 6 Volt.
- Anlun Dynamo: Geringer Rollwiderstand, nicht für den Straßenverkehr zugelassen.
- Fischer Dynamo 85414: Hochleistungs-Dynamo, Überspannungsschutz.
- Büchel KB 28: Robuste Verarbeitung, Überspannungsschutz, einfache Bedienung.
- Prophete 5074: Linksmontage, Überspannungsschutz, geringer Rollwiderstand, 3 Watt Leistung.
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