Viele Mountainbike-Enthusiasten suchen nach einer Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im Springen und Fahren zu verbessern. Eine selbstgebaute MTB-Rampe kann hier eine kostengünstige und flexible Lösung sein. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zum Bau einer solchen Rampe, von der Planung bis zur Fertigstellung.
Planung und Vorbereitung
Vor dem eigentlichen Bau ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Dabei spielen die gewünschte Größe der Rampe, ihre Form und die Frage, ob sie transportabel sein soll, eine entscheidende Rolle. Die Gesamtlänge kann durch die Größe der gekauften OSB-Platte begrenzt sein, aber für eine portable "Anfängerrampe" ist eine Länge von einem Meter und einer Höhe von 45 Zentimetern ein guter Ausgangspunkt.
Eine weitere wichtige Überlegung ist die Form des Anstiegs. Anstatt eines geradlinigen Anstiegs kann ein gekurvter Anstieg gewählt werden. Um eine statisch ansteigende Kurve zu erzeugen, kann man eine Platte auf den Boden legen, einen Fixpunkt festlegen und mit einer langen Schnur und einem Stift einen Radius erzeugen.
Materialauswahl
Die Wahl der richtigen Materialien ist entscheidend für die Stabilität und Haltbarkeit der Rampe. Hier ist eine Liste der benötigten Materialien:
- OSB-Platten für die Seitenteile und die Lauffläche
- Dachlatten für die Verstrebungen
- Spanplattenschrauben (z.B. 5x50 mm)
- Siebdruckplatten (4 mm) für eine biegsame Lauffläche
Beim Kauf der Holzplatten sollte auf deren Qualität geachtet werden, insbesondere im Hinblick auf die Umweltbedingungen, denen die Rampe ausgesetzt sein wird. Eine Versiegelung kann die Lebensdauer der Rampe verlängern.
Konstruktion der Rampe
Zuschnitt der Seitenteile
Die Seitenteile bilden das Grundgerüst der Rampe. Um zwei exakt gleiche Seitenteile zu erhalten, kann man den Kurvenverlauf auf ein Seitenteil aufzeichnen, beide Platten aufeinanderlegen und mit Schraubzwingen fixieren. Anschließend können beide Teile gleichzeitig ausgesägt werden.
Verstrebungen und Zusammenbau
Nachdem die Seitenteile zugeschnitten sind, können sie mit den Dachlatten verbunden werden. Die Dachlatten werden auf eine Länge von 50 Zentimetern zugesägt und dienen als Verstrebungen zwischen den Seitenteilen. Die einzelnen Streben werden dem Kurvenverlauf der Seitenteile angepasst und in einem Abstand von 10 Zentimetern hochkantig gesetzt. Pro Seite sollten sie doppelt verschraubt werden.
Um zusätzliche Steifigkeit zu erreichen, kann eine zweite Querstrebe eingebaut werden.
Lauffläche
Die Lauffläche ist der Teil der Rampe, der von den Fahrrädern befahren wird. Für eine gewölbte Lauffläche eignen sich dünnere, biegsame Platten besser als dicke, starre Platten. Ursprünglich wurden 12 mm Siebdruckplatten besorgt, diese waren aber nicht wirklich biegsam. Daher wurden sie gegen 4 mm Platten ausgetauscht.
Optionale Erweiterungen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Rampe zu erweitern und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Eine Option ist, zwischen den Sparren der Lauffläche eine zusätzliche Lage Dachlatten zu setzen, um einen Northshore-ähnlichen Effekt zu erzielen und zu verhindern, dass sich Schmutz ansammelt. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung einer dünnen Leimholz- oder Siebdruckplatte.
Transportabilität
Wenn die Rampe transportabel sein soll, muss dies bei der Konstruktion berücksichtigt werden. Mobile Rampen wie der MTB-Hopper LITE sind leicht und kompakt und können einfach transportiert werden. Der MTB-Hopper LITE wiegt beispielsweise 7,7 kg und hat zusammengepackt die Maße 520 x 380 x 120 mm.
Es ist wichtig zu unterscheiden, ob die Rampe an einem Ort belassen oder zu verschiedenen Spots transportiert werden soll. Für eine feste Installation im Garten kann eine kostengünstige Alternative aus dem Baumarkt gebaut werden.
MTB-Hopper LITE: Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Gewicht | 7,7 kg |
| Maße (zusammengepackt) | 520 x 380 x 120 mm |
| Maße (aufgebaut) | 440-500 (Höhe) x 520 (Breite) x 1200 mm (Länge) |
| Anzahl Teile | 5 |
| Aufbauzeit | 2 Minuten |
Sicherheitshinweise
Bevor man die Rampe benutzt, sollte man sich mit ihrer Form vertraut machen und ein Gefühl für die Steilheit und Länge des Kickers bekommen. Der Absprung wirkt auf den ersten Blick sehr kurz, lässt sich aber auch mit 29er Bikes und langem Radstand geschmeidig springen.
TIPP: Falls Du Kinder hast, macht daraus ein gemeinsames Do-It-Yourself Projekt.
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