Die Empfehlung zur MTB Reifenbreite: Ein umfassender Leitfaden

Mountainbiken ist eine aufregende und anspruchsvolle Sportart, die immer mehr begeisterte Anhänger findet. Egal, ob du auf endlosen Singletrails in den Bergen unterwegs bist oder deine Fähigkeiten auf technisch anspruchsvollen Abfahrten testest, eines steht fest: Die Wahl der richtigen Fahrradreifen spielt eine entscheidende Rolle für dein Fahrerlebnis.

Die richtige Reifenbreite für dein Mountainbike kann einen erheblichen Einfluss auf dein Fahrerlebnis haben. Die Reifenbreite beeinflusst das Fahrverhalten deines MTBs auf vielfältige Weise. Eine schmalere Reifenbreite bietet weniger Rollwiderstand und ermöglicht es dir, schneller auf der Straße zu fahren. Sie eignet sich auch besser für glatte Oberflächen.

Für Offroad-Abenteuer und anspruchsvolleres Gelände empfiehlt es sich, breitere Reifen zu verwenden. Eine größere Reifenbreite sorgt für mehr Traktion und Stabilität auf rauem Untergrund. Durch eine größere Auflagefläche der Reifen kannst du dich besser in Kurven legen und hast eine bessere Kontrolle über dein Bike. Breitere Reifen bieten auch mehr Dämpfung, was dir ein komfortableres Fahrgefühl auf unebenem Terrain verleiht.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl der Reifenbreite auch von deiner Felgenbreite abhängt. Die Reifen sollten optimal auf die Felgen passen, um eine sichere und zuverlässige Performance zu gewährleisten. Wenn es um Fahrradreifen geht, gibt es eine beeindruckende Auswahl an Optionen, die den Fahrkomfort, die Geschwindigkeit und die Sicherheit beeinflussen können.

Allgemeine Informationen zum Aufbau eines Reifens

Egal für welchen Reifen man sich entscheidet - der grundlegende Aufbau ist bei allen Reifen in etwa gleich. Das Grundgerüst bildet die Karkasse, die dem Reifen die nötige Stabilität verleiht. Da es sich dabei um ein textiles Gewebe handelt, kann durch ein dichteres Gewebe eine höhere Stabilität erreicht werden. Diese Dichte wird in TPI (Theads per Inch - „Fäden pro Zoll“) gemessen, wobei eine höhere TPI Zahl für eine größere Dichte steht.

Mehr Fäden bedeutet mehr Pannensicherheit, da sich das engmaschige Gewebe schlechter durchstechen lässt. Außerdem sinkt der Rollwiderstand durch eine fein gewobene Karkasse. Wird die Karkasse zu fein, da sie aus sehr vielen, sehr dünnen Fäden besteht, sinkt die Pannensicherheit hingegen. 60 TPI sind daher in der Regel ein guter Kompromiss für einen Mountainbike-Reifen. Nur sehr leicht rollende Wettkampfreifen bieten noch mehr (z.B. 120 TPI). Abfahrtsorientierte Reifen werden außerdem häufig aus zwei oder drei Lagen des Karkassen-Materials gefertigt, um die Dämpfung und den Pannenschutz zu verbessern.

Apropos Pannenschutz: Auf der Karkasse sitzt meistens eine weitere Schicht, die speziell die Pannensicherheit erhöhen soll. Häufig kommt hier einfach eine zusätzliche Karkassen-Schicht zum Einsatz, andere z.B. nehmen eine Kevlar-Einlage dafür. In Stadtreifen findet man hingegen öfters dicke Kautschukbänder, die schwer zu durchstoßen sind.

Auf diese Schicht folgt dann die Lauffläche, deren Gummimischung und Profil maßgeblich für die Traktion und Rolleigenschaften verantwortlich sind. Durch eine Mixtur von Natur- und Synthetik-Kautschuk, Füllstoffen, Weichmacher, Vulkanisationsmitteln und Farbstoffen entstehen Laufflächen mit verschiedenen Eigenschaften für die jeweiligen Einsatzbereiche. Weichere Gummimischungen erzeugen dabei mehr Grip, härtere rollen leichter. Besonders hochwertige Reifen bieten außerdem an verschiedenen Stellen des Profils unterschiedliche Gummimischungen. So können die Seitenstollen beispielsweise besonders griffig gemacht werden, während die Mittelstollen, auf denen man größtenteils rollt, etwas härter ausfallen. Das reduziert den Rollwiderstand.

Damit der Reifen gut in der Felge sitzt, wird jeder Reifen von einem Wulstkern komplettiert. Dieser sitzt an beiden inneren Rändern und ist je nach Reifentyp unterschiedlich ausgeführt. Bei Drahtreifen wird, wie der Name vermuten lässt, ein Drahtbündel im Wulstkern verwendet. Das gewährleistet einen strammen Sitz, wobei das Aufziehen meist etwas mühsamer ist. Bei Faltreifen kommt hingegen meist eine Aramidfaser (z.B. Kevlar) zum Einsatz.

Empfehlungen für verschiedene Disziplinen

Es ist schwer, für jede Disziplin eine konkrete Empfehlung auszusprechen, da zu viele individuelle Faktoren des Fahrers die tatsächliche Reifenwahl beeinflussen sollten. Fahre ich immer die direkte Linie, egal wie verblockt sie ist, oder fahre ich sauber außen herum? Möchte ich jede Sekunde herauskitzeln, oder geht es mir nur um Spaß? Solche Fragen können für alle Disziplinen gestellt werden, wodurch die Reifenwahl zwischen zwei Bikern bei gleicher Disziplin stark abweichen kann. Dennoch haben wir für dich grobe Richtlinien für die gängigsten Bike-Typen zusammengestellt, um die Orientierung etwas zu erleichtern.

Welche Reifen für XC-Fully und Hardtail MTBs?

Cross-Country-Fahrern geht es um Bestzeiten. Minimales Gewicht und geringer Rollwiderstand sind also oberste Priorität. Leicht profilierte Faltreifen mit rennspezifischer Gummimischung (z.B. Continental Race King) bewähren sich daher bereits seit vielen Jahren im World Cup. Natürlich bieten auch alle anderen, gängigen Hersteller einen passenden Reifen. Die Breite sollte dabei zwischen 2 und 2,2 Zoll liegen, wobei man an der Front gerne zum dickeren Pneu greifen kann. Vor allem, wenn man sich auch in knifflige Trails stürzt.

Der Luftdruck muss dabei selbstverständlich an die Bedingungen, die Strecke und das verwendete System angepasst werden. Für Reifen mit Schlauch kann man 2,4 Bar als groben Richtwert nehmen, für Tubeless-Reifen in etwa 2,2 Bar.Dabei bewegt sich der Trend bei XC-Fullys und Hardtails in Richtung Tubeless. Es setzen zwar immer noch viele Fahrer auf leichte Schläuche, allerdings sind diese recht anfällig für Pannen. Im Profi-Zirkus sieht man daher immer mehr Tubeless-Systeme. Selbst gegenüber leichten PU-Schläuchen lässt sich nämlich Gewicht sparen. Außerdem rollt ein schlauchloser Reifen einfach einen Tick besser und bietet mehr Pannenschutz.

Da das Gewicht entscheidender als der Pannenschutz ist, sollte auf eine einlagige Karkasse gesetzt werden, die eine sehr hohe TPI-Zahl (z.B. 120) aufweist. Das sorgt nicht nur für einen extrem leichten Reifen, sondern auch für wenig Rollwiderstand.

  • Unsere Empfehlung: Ein leicht profilierter Faltreifen mit rennspezifischer Gummimischung
  • Reifenbreite zwischen 2 und 2,25 Zoll
  • Bei einem Reifen mit Schlauch in etwa 2,4 Bar, bei Tubeless-Reifen 2,2 Bar
  • Tubeless-Reifen, da diese leichter rollen, im Gesamten weniger wiegen und besseren Pannenschutz bieten
  • Einlagige Karkassen um die 120 TPI

Welche Reifen für Touren Fully MTBs?

Du liebst lange Alpenpässe und ausgiebige Runden im heimischen Wald? Dann sitzt Du vermutlich auf einem Touren Fully. Da unterschiedlichstes Gelände auf solchen Routen wartet, muss ein Reifen an einem Touren Fully vor allem Allround-Qualitäten bieten. Das Profil darf hier daher ruhig etwas gröber sein als bei XC-Bikes, wobei ein Kompromiss zwischen Traktion und Rollwiderstand gefunden werden muss. Ein Klassiker unter den Touren-Reifen ist z.B. der Schwalbe Nobby Nic. Dieser Reifen hat ordentliche Seitenstollen, die Halt in Kurven bieten, seine Lauffläche ist aber dennoch auf niedrigen Rollwiderstand getrimmt. Gerade Alpencrosser setzen gerne auf den Schwalbe-Pneu. Die Gummimischung sollte an der Front nicht möglichst hart sein, sondern ebenfalls einen Kompromiss finden. Beispielsweise könnte man auf die Speedgrip-Mischung zurückgreifen. Andere Hersteller nennen ihre Gummimischungen zwar anders (z.B. Maxxis MaxTerra), es gibt aber von jedem Hersteller einen entsprechenden Gummi.

Eine gute Breite für Touren-Reifen liegt um die 2,2-2,4 Zoll. Auch hier kann man wieder mit verschiedenen Reifen für die Front und für das Heck experimentieren. Aufgepumpt auf ca. 2,3 Bar bei Reifen mit Schlauch bzw. 2,1 Bar bei schlauchlosen Reifen, kommt man Steigungen effizient hinauf, während in der Abfahrt genügend Grip geboten wird.

Ein Streitthema ist die Systemwahl. Reifen mit Schlauch sind zwar schwerer, rollen schlechter und sind anfälliger für Pannen, doch gerade beim Alpencross kann es manchmal schwierig sein, unterwegs mit Dichtmilch und Co. zu arbeiten. Einen Schlauch in einen platten Reifen voller Milch zu ziehen kann nämlich eine ganz schöne Sauerei sein. Außerdem muss bei manchen Felgen-Reifen-Kombinationen öfters nachgepumpt werden, was am Abend nach einer langen, anstrengenden Tour nicht für Freudenausbrüche sorgen dürfte.

Auf der anderen Seite sagen Befürworter von Tubeless-Systemen, dass ein Platten meistens sowieso nicht vorkommt und die Bedenken daher nicht gerechtfertigt sind. Bessere Rolleigenschaften, höherer Grip und niedrigeres Gewicht zählen in ihren Augen deutlich mehr. Dabei kann die Pannenmilch aber nur recht kleine Löcher sicher verschließen. Für größere Schäden gibt es spezielle Pannensets wie das Sahmurai Sword. Keine Sorge, Du musst hier nicht mit einem Schwert hantieren. Stattdessen stopft man mit einer Nadel einen Gummi-Plug in das Loch, der dann die Luft an Ort und Stelle hält. Letztlich ist es also eine Geschmacksfrage. Egal auf welches System Du setzt - einlagige, stabile Karkassen mit einem Wert um die 60 TPI passen sehr gut zum Einsatzgebiet von Tourenrädern.

  • Unsere Empfehlung: Das Profil sollte einen Kompromiss zwischen Traktion und Rollwiderstand finden, wie z.B. beim Schwalbe Nobby Nic
  • Die mittlere Gummimischung der meisten Hersteller ist sehr gut für das Vorderrad geeignet. Am Hinterrad kann auch auf die härteste Mischung gesetzt werden
  • 2,2-2,3 Zoll breite Reifen rollen gut und bieten genügend Grip
  • Der Luftdruck sollte für Systeme mit Schlauch ca. 2,3 Bar, bei Tubeless-Reifen 2,1 Bar betragen
  • Sowohl Systeme mit Schlauch als auch ohne überzeugen. Unsere Empfehlung ist aber ein Tubeless-System, da die Vorteile einfach überwiegen

Welche Reifen für Enduro MTBs?

In letzter Zeit sind Enduro-Bikes stark im Kommen. Hier liegt der Fokus auf der Abfahrt, wobei noch selbst hochgetreten wird. Der Rollwiderstand spielt also definitiv eine Rolle, wobei er nicht ganz so wichtig ist, da keine Uphill-Rekorde aufgestellt werden sollen. Stattdessen will man es bergab richtig krachen lassen: Enduro-Reifen sind also Allrounder mit einem Hang zum Downhill. Mächtig Grip und Bremstraktion stehen daher recht weit oben bei den Prioritäten. Das Profil ist also grob, allerdings nicht ganz so aggressiv wie bei reinrassigen Downhill-Reifen. Ein gutes Beispiel ist der Maxxis Highroller II. Dank der mächtigen Seitenstollen bietet der Reifen enormen Kurvenhalt und die geschlitzten Mittelstollen greifen aggressiv bei Bremsmanövern. In Fahrtrichtung sind die Stollen außerdem abgeflacht, wodurch der Rollwiderstand auf ein erträgliches Maß reduziert wird.

Beim Enduro hat sich dabei eine Reifenbreite um die 2,4 Zoll etabliert. Gerade im Profi-Bereich wird es meistens nicht breiter, da Plus-Reifen bei den teilweise extremen Fahrmanövern etwas schwammig werden können. Freizeitsportler beanspruchen ihr Material aber in der Regel nicht so stark, weshalb sich hier Plus-Reifen als spaßorientierte Alternative mehr und mehr etablieren. Viele neue Rahmen sind daher für eine Reifenbreite bis 3 Zoll konstruiert. Das bringt ein Mehr an Grip und Dämpfung, während der Rollwiderstand sinkt.

Beim Luftdruck wird es nun kompliziert: Bis 2,4 Zoll Breite kann man mit Schlauch in etwa ein Druck von 2,0 Bar, bei Tubeless-Systemen von 1,8 Bar empfehlen. Bei Plus-Reifen darf es mit Schlauch bis auf 1,4 Bar hinuntergehen, während schlauchlose Kombinationen nur ca. 1,2 Bar benötigen. Als wären das nicht schon genug Möglichkeiten, wird es durch zusätzlichen Pannenschutz noch variabler. Bei Verwendung eines Procore-Systems kann man den Luftdruck nämlich auf bis zu 0,8 Bar absenken, was natürlich enormen Grip ermöglicht. Auch sehr dicke Karkassen, die beim Enduro durchaus zum Einsatz kommen (z.B. Schwalbe Super Gravity) ermöglichen einen niedrigeren Druck, da sie mehr Eigenstabilität bieten. Wichtig ist: Alle Angaben sind mehr als Richtwert zu verstehen, weshalb du unbedingt verschiedene Einstellungen für dich ausprobieren solltest, um das perfekte Setup zu finden.

Damit man trotz des niedrigen Luftdrucks keinen Plattfuß fährt, empfehlen sich, je nach Härte der Fahrweise, zweilagige Karkassen am Hinterrad, wobei jede Karkasse etwa 60 TPI aufweisen sollte. Bei Maxxis heißen diese Versionen beispielsweise Double Down, aber auch Schwalbe, Conti und Co. haben passende Modelle im Angebot. Wer nie Probleme mit Platten hat, kann natürlich auch auf einlagige Karkassen setzen.

  • Unsere Empfehlung: Ein grobstolliger Reifen á la Maxxis Highroller II, der kräftigen Seitenhalt mit ordentlicher Bremstraktion und akzeptablen Rolleigenschaften verbindet
  • Reifen um die 2,4 Zoll Breite für den harten Renneinsatz, für den Freizeitsport bis zu 3 Zoll breite Plus-Reifen
  • Bei 2,4 Zoll dürfen es 2,0 Bar bei Schlauch-Systemen und 1,8 Bar bei Tubeless-Systemen sein
  • Bei Plus-Reifen mit Schlauch in etwa 1,4 Bar, ohne Schlauch sogar nur 1,2 Bar
  • Systeme wie Procore ermöglichen einen noch geringeren Luftdruck
  • Zweilagige Karkassen mit jeweils ca. 60 TPI bieten guten Pannenschutz und super Dämpfung

Welche Reifen für Downhill und Freeride MTBs?

Beim Downhill geht es, wie der Name vermuten lässt, vollkommen um die Abfahrt. Dämpfung, Pannenschutz und Traktion sind daher entscheidend. Der Rollwiderstand tritt in den Hintergrund, vor allem für Freizeitsportler. Man setzt auf sehr grobstollige, aggressive Profile (bspw. Schwalbe Magic Marry) mit weichen Gummimischungen. An den meisten Downhill-Bikes wird man Reifenbreiten um die 2,5 Zoll finden. Plus-Formate kommen hier selten zum Einsatz, da die voluminösen Reifen im harten Downhill-Einsatz recht schwammig sind.

Viele Fahrer setzen auch heute noch auf Drahtreifen, da das Gewicht nicht so wichtig ist wie beispielsweise bei CX-Bikes. Dank des festen Wulstkerns aus Draht sitzen die Reifen somit bombensicher. Auch in schnellen Anliegern zieht man sich den Reifen damit sehr selten von der Felge. Außerdem sind die Reifen meist etwas günstiger. Doch auch moderne Faltreifen finden immer mehr Anklang, da die Wulstkerne aus Aramid den Reifen beinahe genauso sicher halten. Außerdem spart man Gewicht, was auch im Downhill für bessere Performance sorgt. Schwere Laufräder lassen sich nämlich auch bergab oder aus Kurven schlechter beschleunigen. Nur Weltklasse-Downhill-Fahrer wie Aron Gwin schaffen es gelegentlich, einen Reifen von der Felge zu heben. Dem Freizeitsportler dürfte das aber nicht passieren.

Die Dämpfung und der Pannenschutz des Reifens ist sehr wichtig, weshalb an Downhill-Bikes meistens mehrlagige Karkassen zum Einsatz kommen (bspw. Schwalbe Super Gravity, Maxxis Double Down), wobei jede Schicht um die 60 TPI aufweisen sollte. Ähnlich zum Enduro, kommen auch hier zusätzliche Schutzmaßnahmen wie das Schwalbe Procore System oder Schaumstoffeinlagen wie der Huck Norris zum Einsatz. Tubeless Systeme sind zwar noch nicht so verbreitet wie bei Enduro-Bikes, aber der Trend geht zum schlauchlosen Laufrad. Wenn man einen Schlauch verwenden will, sollte man auf dicke Downhill-Schläuche setzen. Diese sind bedeutend stärker als Standard-Schläuche, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Snakebites und Co. verringert wird. Mit Schlauch ist ein Luftdruck von ca. 2,0 Bar zu empfehlen, ohne Schlauch in etwa 1,8 Bar. Natürlich hängt das im Detail von der eigenen Fahrweise (saubere Linienwahl vs. direkte Linienwahl), den Streckenbedingungen (trocken, nass, schlammig, etc.) und der Strecke selbst ab.

  • Unsere Empfehlung: Sehr grobstolliges, aggressives Profil
  • Weiche Gummimischung (z.B. Schwalbe Addix Soft, Maxxis Supertacky)
  • Reifenbreite um die 2,5 Zoll. Plus-Reifen kommen eher nicht zum Einsatz
  • Luftdruck mit Schlauch ca. 2,0 Bar, bei Tubeless ca. 1,8 Bar. Obwohl Drahtreifen noch recht verbreitet sind, empfehlen wir Faltreifen. Diese sparen Gewicht und sitzen dennoch straff genug auf der Felge. Bei schmalem Geldbeutel dürfen es auch Drahtreifen sein
  • Mehrlagige Karkassen (um die 60 TPI) wie Schwalbe Super Gravity oder Maxxis Double Down sorgen für ordentlich Dämpfung und guten Pannenschutz
  • Entweder man verwendet sehr dicke Downhill-Schläuche oder man setzt direkt auf ein Tubeless-System
  • Zusätzliche Pannenschutzsysteme wie Procore oder Huck Norris sind beim Downhill sinnvoll

Reifenbreiten Empfehlungen nach Fahrradtyp

Je nach Fahrradtyp werden unterschiedliche Reifenbreiten gefahren. Den größten Einfluss auf die Reifenbreite wirst du beim Rennrad und Cyclocross feststellen. Dort ist eine Abweichung von mehr als 5 Millimeter erheblich. Bei einem MTB steht die Bodenhaftung und Traktion im Vordergrund.

  • Cross Country und Marathon Mountainbike: 51 Millimeter bis 54 Millimeter (2,1 Zoll bis 2,3 Zoll)
  • All Mountain: 54 Millimeter bis 61 Millimeter
  • Citybikes und Trekkingbikes: 37 Millimeter bis 52 Millimeter
  • E-Mountainbikes: 51 bis 54 mm

Die folgende Tabelle zeigt die Laufradgrößen und ihre entsprechenden ETRTO-, französischen und Zoll-Bezeichnungen, sowie typische Anwendungen:

Laufrad ETRTO Französisch Zoll Anwendung
47-203 bis 62-203 320 x 57 12 x 1,75 bis 12 ½ x 2 ¼ Kinderfahrräder, Scooter
40-279 bis 47-288 350 x 35B bis 350 x 38A 14 x 1 1/2 bis 14 x 1,75 -
28-340 bis 44-340 400x30A bis 400a Confort 16 x 1 ⅜ x 11/2 bis 16 x 1 5⁄8 -
28-349 bis 37-349 - 16 x 1 ⅛ Brompton bis 16 x 1 3⁄8 Brompton Brompton Falträder
32-357 bis 32-369 - 17 x 1 ¼ -
28-355 bis 50-355 - 18 x 1 1⁄8 Birdy bis 18 x 2.00 Birdy Birdy Falträder
28-390 bis 57-390 450 x 28A bis 450 x 55A 18 x 1 ⅛ bis 18 x 1 ½ -
23-406 bis 60-406 - 20 x 0.90 bis 20 x 2.35 Falträder zB: Tern, Dahon
44-428 bis 54-428 - 20 x 1 ⅝ x 1 ½ bis 20 x 2.00 -
23-451 20 x 0.90 Terne Verge,Div.

Die richtige Kombination von Felgenbreite und Reifen ist die Grundlage für optimales Fahrverhalten. Unsere Wide Trail (WT) Konstruktion optimiert das Profillayout und die Reifenform auf den heute verwendeten, breiteren Felgen. Traditionelle Reifen wurden für schmale Felgen entwickelt und erhalten auf breiten Felgen eine zu eckige Form und damit keine optimale Performance. WT Reifen sind für eine innere Felgenbreite von etwa 30 mm optimiert, funktionieren aber sehr gut auf Felgen zwischen 30 mm und 39 mm Maulweite. Auch wenn ebenfalls im XC Bereich der Trend zu breitere Felgen geht, sind diese im Vergleich zu Trail/Enduro Felgen eher schmal gehalten. Daher hat MAXXIS die „XC“ Version der Wide Trail Technologie auf den Markt gebracht. Aktuell findet sich diese Technologie bei den Modellen ASPEN und REKON RACE in der Dimension 29“ x 2,40“.

Schlauchlose Reifen haben viele Vorteile: Man kann mit weniger Luftdruck fahren und hat dadurch bessere Traktion, der Rollwiderstand ist geringer als mit Schlauch, und wo kein Schlauch ist, sinkt auch das Pannenrisiko.

Egal welche Technik du wählst, achte immer auf den richtigen Luftdruck. Bei zu geringem Druck ist das Pannenrisiko deutlich höher. Der beste Schutzgürtel im Reifen nützt nichts, wenn die „innere Sicherheit“ nicht gewährleistet ist. Lege auch beim Fahrradschlauch Wert auf zuverlässige Qualität und gutes Felgenband. Es schützt den Schlauch vor mechanischen Beschädigungen durch Speichenköpfe, Metallgrate und Bohrungen in der Felge.

Wer an seinem Bike ein farbliches Highlight setzen möchte, kann dies auch am Reifen erreichen. Neben der klassischen schwarzen Seitenwand bietet MAXXIS verschiedenste Modelle mit der braunen Seitenwand an. Technisch gesehen, sind Tanwall-Reifen baugleich mit dem schwarzen Pendant, unterscheiden sich also nur optisch.

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