Die Wahl des richtigen Mountainbike-Schuhs ist entscheidend für Komfort, Leistung und Kontrolle auf dem Trail. Insbesondere für Fahrer mit breiten Füßen kann die Suche nach passenden Schuhen eine Herausforderung darstellen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Test verschiedener MTB-Schuhe und hebt die besten Optionen für breite Füße hervor.
Der Fizik Terra Atlas: Ein Hybrid-Schuh für Abenteuer und Performance
Die italienischen Schuhspezialisten von Fizik haben kürzlich den Terra Atlas vorgestellt, einen MTB- und Gravel-Schuh, der sowohl auf XC-Strecken als auch bei ausgedehnten Backpacking-Touren überzeugt. Der Terra Atlas teilt sich zwar mit dem bereits getesteten Terra X2 die Gruppenbezeichnung, dennoch könnten die Schuhe grundlegend nicht verschiedener sein. Farblich hat man die Wahl zwischen insgesamt vier verschiedenen Colorways.
Angefangen bei der komplett neu gestalteten Außensohle und dem Profil, hat Fizik den bestehenden Mountainbike-Schuh, den Terra X5, genommen und nicht nur die Aufstandsfläche des Profils vergrößert, sondern auch die Menge an stützender Breite und Grip, die die Außensohle des Terra Atlas bietet. Das neu gestaltete X5-Profil besteht aus einer weichen und griffigen Gummibeschichtung, die sich von den Zehen bis zur Ferse einschließlich der Zwischensohle erstreckt. Der TPU-Stoßfänger bietet den empfindlichsten Stellen einen erhöhten Schutz für das Fahren im Gelände.
Der obere Teil der Öffnung hat die meisten willkommene Menge an Polsterung, die sich von der Oberseite der Zunge und um die Ferse erstreckt. Der obere Teil des Schuhs ist niedrig geschnitten und besteht aus einem flexiblen Polyurethan-Kunstleder mit einer Rautenstruktur. Die äußere Schicht ist mit Belüftungslöchern über den Zehen bedeckt und setzt sich auf beiden Seiten fast bis zur Fersenkappe fort, damit Ihre Füße atmen können. Für den Halt sorgt ein Boa L6-System an der Sohle. Im Gegensatz zu den anderen Schuhen der Serie hat der Terra Atlas keine Riemen.
Mit dem Schwerpunkt auf Komfort ist der Terra Atlas breiter und flexibler als ein traditioneller Radschuh. Der Schuh fühlt sich eher wie ein Wanderschuh an als ein unnachgiebiger, eng anliegender Radschuh. Die Sohle war schon auf den ersten Metern zum Fahrrad deutlich steifer als die des Fizik Terra X2. Dennoch nicht so unangenehm, dass man darin nicht laufen könnte oder den klassischen Rennradfahrer-Eiertanz aufführen müsste.
Das Obermaterial ist dünn und wurde für Kunstleder so flexibel wie möglich gemacht. Es ist nicht so dünn und atmungsaktiv wie ein gewebtes Material, aber der Schuh ist wetterfest und robust. Bei höherpreisigen Schuhen gehört eine BOA Verschlussvariante schon zum guten Ton. Eben dieser BOA L6 Verschluss ist auch im Fizik Terra Atlas verbaut. Das Verschlusssystem lässt sich in Milimeterschritten festziehen und durch das herausziehen des Drehknopfes löst man das System. Bei längeren Touren hatte ich das Gefühl, dass sich das Material des Schuhes weitet.
Obwohl der Fizik Terra Atlas für die lagen tage auf dem Bike wie geschaffen ist, überzeugt der Schuh auch bei kurzen Ausfahrten. Der Fizik Terra Atlas ist ein Hybrid Schuh der sich sowohl auf ausgedehnten Gravel Abenteuern als auch auf Performance orientierten XC Loops wohl fühlt. Dennoch fühlt er sich im Adventure Bereich deutlich wohler. Nach den ersten 2-3 Stunden ist der Terra Atlas so bequem, dass man ihn nicht mehr eintauschen möchte.
Flatpedal-Schuhe im Fokus
Im Gegensatz zu Klickpedal-Schuhen sind Modelle für Flatpedals nicht fest mit dem Pedal verbunden. Schuhe für Klicksysteme werden hingegen über sogenannte Cleats mit dem Pedal verbunden. Je nach Ausführung sind die Schuhe auf klassische Allmountain-Touren oder den Einsatz im Dirt- oder Bikepark zugeschnitten.
Vaude AM Moab Tech: Der Testsieger für Plattformpedale
Der Vaude AM Moab Tech bietet das beste Paket in unserem Test, wodurch er verdient unser Testsieger geworden ist. Die ausgeklügelte Sohle bietet top Grip auf dem Flatpedal, aber auch beim Gehen im Gelände. Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich sowie an den Seiten große Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh eine spürbar gute Belüftung besitzt. So ist der Schuh auch an heißen Tagen gut zu tragen, bei Regen oder Kälte wird es aber dadurch schnell nass und kalt im Schuh. Der Moab Tech ist somit ein MTB-Schuh für die warme Jahreszeit.
Ein erstes Highlight des Schuhs ist das Boa-L6-Verschlusssystem. Durch Ziehen des Verstellrades lässt sich der Schuh weit öffnen, um den Schuh bequem an- und ausziehen zu können. Durch Drehen am Rad werden die Schnüre gespannt, wodurch sich der Schuh optimal an den Fuß anpassen kann, und das vor allem schnell. Möchte man kurz vor der Abfahrt noch schnell den Schuh fester zuziehen, ist das sehr angenehm. Die Zwischensohle des Schuhs ist bis zum Mittelfußbereich sehr stabil, was eine optimale Kraftübertragung auf das Flatpedal gewährleistet.
Das zweite Highlight des Vaude AM Moab Tech ist die Außensohle. Im Groben besteht die Sohle aus zwei Bereichen. Im Fersen- sowie im Zehenbereich ist die Sohle stärker profiliert, was bei steileren An- und Abstiegen sowie bei Schiebepassagen für ordentlich Grip und somit Vortrieb im Gelände sorgt. Dazu trägt auch die »SUPtraction Flat« genannte Gummimischung bei, die weder zu weich, noch zur hart ist. Im Mittelfußbereich ist die Sohle kaum profiliert. Dadurch und dank der Gummimischung setzten sich die Pins der Plattformpedale richtig in der Sohle fest.
Somit ist der Grip auf den Pedalen stets gewährleistet, und hier hat uns der Schuh echt überrascht: Sowohl während einer klassischen Allmountain-Tour als auch im Bikepark auf einer schnellen und anspruchsvollen Abfahrt hatten wir stets das Gefühl, dass der Schuh auf der Pedale klebt, was ein sehr sicheres Fahrgefühl vermittelt. Sieht man genau hin, erkennt man, dass das leichte Hexagon-Profil in der Mitte sogar noch ein nach hinten geschupptes Design haben, was beim Schieben und Laufen für zusätzliche Traktion sorgt.
Ungewöhnlich auf den ersten Blick, aber sehr sinnvoll auf den Zweiten ist das asymmetrische Design des Schuhs. So ist auf der Innenseite der Schuh im Knöchelbereich höher geschnitten als am Außenknöchel. Letztlich ist der Vaude AM Moab Tech verdient unser Testsieger. Der Grip auf dem Pedal ist überragend, und das Boa-System sorgt für eine optimale Anpassung an den Fuß. Der Schuh ist komfortabel, vermittelt auf dem Trail ein Gefühl von Sicherheit und schützt zudem den Knöchel.
Vaude AM Moab Mid STX: Die Empfehlung für jedes Wetter
Der Vaude AM Moab Mid STX bietet einen hervorragenden Grip auf der Pedale. Der Vaude AM Moab Mid STX ist unsere Empfehlung, wenn Sie auf der Suche nach einem Schuh für das ganze Jahr und für jede Wetterlage sind. Dank der Sympatex-Membran ist der Schuh wasser- und winddicht und der hohe Schnitt bietet zusätzlichen Schutz vor dem Wetter.
Das Obermaterial des Schuhs besteht aus einem geölten und hydrophoben Nubuk-Leder aus zertifizierter Herstellung. Das bietet nicht nur eine tolle Optik, sondern auch einen Schutz vor Nässe, Schmutz und vor Beschädigung. Zusätzlich kommt bei dem Moab Mid STX eine zu 100 Prozent recycelte Sympatex-Membran zum Einsatz, wodurch der Schuh wasser- und winddicht ist.
Der Schuh ist ein klassischer Schnürer mit einem zusätzlichen Klettverschluss, der für zusätzlichen Halt im Schuh sorgt. Ein Haken ist, dass sich der Schuh aufgrund des hohen Designs etwas schwer an- und ausziehen lässt und etwas mehr Zeit beansprucht, vor allem mit dickeren Socken. Hier müssen die Schnürsenkel zunächst komplett gelockert werden, da sonst ein Hineinschlüpfen fast unmöglich ist. Dadurch dauert das Schnüren auch etwas länger, am Ende sitzt der Schuh aber sehr gut.
Der Vaude AM Moab Mid STX bietet alles, was man sich von einem Schuh für schlechteres Wetter wünscht. Er hält den Fuß bei Nässe sowohl auf dem Pedal als auch beim Laufen während kleineren Bike-and-Hike-Touren stets warm und trocken, an heißen Tagen wird es aber schnell mal warm im Schuh. Die Sohle ist eine Wucht und bietet stets Grip, egal unter welchen Umständen.
Shimano ET5: Der Allrounder für Allmountain-Touren
Der Shimano ET5 ist ein klassischer MTB-Schuh für Mountainbike-Touren, der gerade beim Pedalieren eine gute Figur macht, mit dem aber dennoch ein paar Meter zu Fuß zurückgelegt werden können. Der ET5 ist ein klassischer Schnürer, besitzt aber ein etwas ausgeklügelteres Schnürsystem, wodurch sich der Schuh gut an- und ausziehen lässt.
Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich und an den Seiten kleine Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh gut belüftet ist und sich gerade an heißen Tagen sehr komfortabel trägt. Sollte es aber einmal nass werden, wird der Fuß schnell feucht. Die Außensohle ist grob in zwei Bereiche eingeteilt. Im Mittelfußbereich ist das Profil etwas feiner, was einen besseren Halt auf den Plattformpedalen verspricht. Im Zehen- und Fersenbereich ist das Profil deutlich gröber, wodurch der Schuh auch im steilen Gelände, sollten mal ein Stück gegangen werden, für ordentlich Vortrieb sorgen soll.
Tatsächlich ist gerade beim Gehen der Grip sehr gut, allerdings ist der ET5 durch das recht grobe Profil im Mittelfußbereich etwas schwammig auf dem Pedal. Das ist jedoch erst bei sehr anspruchsvollen Abfahrten bemerkbar. Die Zwischensohle ist sehr steif, was beim Pedalieren sehr hilfreich ist, um die Kraft optimal auf das Pedal zu übertragen.
Letztlich ist der Shimano ET5 ein guter Allrounder und für ausgedehnte Allmountain-Touren im Sommer geeignet, aber weniger für den Parkeinsatz. Er sitzt sehr bequem am Fuß und die steife Zwischensohle überträgt die Kraft optimal auf das Flatpedal. Kurze Gehpassagen oder schnelle Bike-and-Hike-Touren mit geringerem Geh-Anteil nach dem Feierabend sind ebenfalls möglich.
Specialized 2FO Roost Flat Syn: Der Grip-Meister im Sneaker-Design
Der Specialized 2FO Roost Flat Syn ist ein klassischer Flatpedal-Schuh im Sneaker-Design und überrascht mit erstaunlich viel Grip auf dem Pedal. Das synthetische Obermaterial erinnert ein bisschen an Leder und macht einen robusten Eindruck. An den Seiten verfügt der Schuh über zahlreiche kleine Belüftungslöcher, sowie einige wenige direkt unterhalb der Schnürung. Das sieht zwar nicht nach viel aus, dennoch ist die Belüftung des Schuhs durchaus gut, und auch an warmen Tag auf dem Bike bildet sich kein Hitzestau im Schuh.
Die klassische Schnürung ist sehr gut. Die breiten Schnürsenkel laufen gut durch die Ösen, wodurch sich der Schuh bequem an- und ausziehen lässt. Auch sitzt der Schuh gut am Fuß und passt sich beim Schnüren gut an. Im Knöchelbereich verfügt der 2FO Roost Flat Syn über eine verstärkte Polsterung, was dem Fuß im Schuh Stabilität verleiht und die Knöchel auf dem Bike schützt.
Das Herzstück des 2FO Roost Flat Syn ist jedoch die Sohle. Die Zwischensohle ist eher steif, bietet aber noch etwas Komfort, sollte während einer ausgedehnten Enduro-Tour doch mal das Bike geschultert oder geschoben werden. Die steife Sohle hat den Vorteil, dass beim Pedalieren die Kraft optimal an das Pedal weitergegeben wird und man dadurch während der Fahrt stets gute Rückmeldung vom Pedal oder dem Bike selbst hat.
Als Laufsohle kommt die sogenannte SlipNot-Sohle zum Einsatz. Die leicht profilierte Sohle ist überwiegend flach und nur minimal im Vorderfußbereich nach oben gebogen, wodurch sich der Schuh auf kurzen Gehpassagen etwas bequemer läuft. Die Gummimischung ist eher weich und erinnert an Autoreifen für die Rennstrecke. Einmal auf dem Pedal, bohren sich die Pedalpins quasi in die Sohle hinein, ohne dabei Löcher oder irgendwelche Beschädigungen in der Sohle zu hinterlassen.
Tatsächlich ist der Specialized 2FO Roost Flat Syn bis dato der Schuh mit dem besten Grip im Test. Selbst bei Nässe kann man sich auf den Grip verlassen. Möchte man unterwegs die Position des Fußes auf dem Pedal verändern, muss dieser tatsächlich leicht angehoben werden.
Am Ende bekommt man mit dem Specialized 2FO Roost Flat Syn einen klassischen Flatpedal-Mountainbike-Schuh, der den bis hierhin besten Grip auf dem Pedal aufbaut. Somit ist der Mountainbike-Schuh ein idealer Begleiter auf Enduro-Touren oder auf schnellen und anspruchsvollen Trails mit dem Big-Bike im Bikepark.
Weitere getestete Mountainbike-Schuhe
Neben den oben genannten Modellen wurden auch weitere MTB-Schuhe getestet, darunter:
* Scott Crus-r Flat Lace* O’Neal Traverse* Giro Jacket II* O’Neal Pinned* Leatt Pro Flat 3.0Worauf es bei MTB-Schuhen für breite Füße ankommt
Die richtige Breite der Gravelschuhe ist entscheidend für Komfort und Leistungsfähigkeit. Klassische Schuhleisten sind oft zu schmal und entsprechen nicht der natürlichen Form des Fußes, was zu einer Einengung im Vorfußbereich führen kann. Diese Enge kann Druckstellen verursachen und die Durchblutung beeinträchtigen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch die Kraftübertragung auf das Pedal beeinträchtigen.
Ein Radschuh soll eng und stabil am Fuß sitzen, trotzdem soll der Fuß nicht eingeengt und seiner natürlichen Form beraubt werden. Folgen von zu engen Schuhen können Schmerzen, Taubheitsgefühle und Kribbeln sein.
Tipps zur Auswahl des richtigen Schuhs
Einfach mal die Innensohle aus dem Schuh nehmen, auf den Boden legen und sich mit dem Fuß draufstellen. So ist es gut zu erkennen, an welchen Stellen und wie sehr der Fuß breiter ist als der Schuh.
Verschlusssysteme: Klettverschluss, Schnürsenkel oder Drehverschluss
Klettverschluss, Schnürsenkel oder ein Drehverschluss: Verschlussysteme für Radschuhe gibt es viele und sind letztendlich eine Frage der persönlichen Vorlieben und des Preises. Bei den Einstiegsmodellen werden die Schuhe häufig mit Klettverschluss geschlossen, was auch ausreichend ist, um den Schuh stufenlos an den Fuß anzupassen.
Für einen klassischen Look sorgen Schnürsenkel. Damit lässt sich der Schuh ebenso individuell anpassen, kann aber nicht so schnell gelockert oder fester geschnürt werden wie bei den anderen Systemen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass sich die losen Schnürsenkel nicht im Kettenblatt verfangen.
Drehverschlüsse wie das BOA-System erlauben schnelle und einfache Anpassungen selbst während der Fahrt. Es besteht aus einem Drehknopf, der mit einem dünnen, aber starken Draht verbunden ist.
Klicksysteme: 2-Loch oder 3-Loch
Beim Kauf von Radschuhen ist die Wahl des richtigen Klicksystems entscheidend, da es den Kontaktpunkt zwischen Schuh und Pedal bestimmt und somit die Effizienz und Kontrolle beeinflusst. Bei der Auswahl an Fahrradschuhmodellen gibt es drei gängige Systeme: Schuhe ohne Klicksystem für Plattformpedale, 2-Loch und 3-Loch.
Vor dem Schuhkauf solltest du dich schon für ein Pedalsystem entschieden haben, da ansonsten Adapter verwendet werden müssen. Auf dem Gravelbike werden hauptsächlich Schuhe mit dem 2-Loch-System verwendet. Es zeichnet sich durch seine beidseitig einrastenden Cleats und eine Bauweise mit in der Sohle versenkten Cleats aus, die das Gehen im Gelände erleichtert. Außerdem funktioniert der Einrastmechanismus auch bei verschmutzten Cleats und Pedalen. Beliebte 2-Loch-Systeme sind SPD* von Shimano und das Easy Release-System* von Crankbrothers.
Das 3-Loch-System wie Shimanos SPD-SL ist hingegen für den Rennradbereich konzipiert. Das Match-System optimiert das Einrasten für Crankbrothers-Klick-Pedale, während die erweiterte 35-mm-Cleat-Schiene die Kompatibilität mit anderen gängigen Pedalen gewährleistet.
Die wichtigsten Eigenschaften von Touren-Fahrradschuhen
Die Optik von Touren-Fahrradschuhen geht immer mehr von Wander-Boots zu Sneakern. Die Kernkompetenzen bleiben aber gleich: gute Kraftübertragung, Schutz vor Felskontakt, Grip und Komfort auf Schiebepassagen. Die wichtigsten Eigenschaften im Detail.
1 - Schutz
Eine TPU-verstärkte Zehenkappe bieten die meisten Schuhe. Wer mehr Schutz möchte, sollte ein Modell mit innen hochgezogenem Knöchelbereich wählen. Strick- oder Neopren-Gamaschen verhindern, dass Schmutz in den Schuh gelangt und Reibung verursacht.
2 - Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts
Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts verbessern die Belüftung an heißen Tagen und verhindern, dass man im eigenen Saft steht. Wer mehr Schutz vor Schlamm und Spritzwasser sucht, sollte auf nahtloses und geschlossenes Obermaterial setzen.
3 - Schnürung von MTB-Schuhen
Erstaunlich viele Hersteller gehen wieder zurück zur klassischen Schnürung. Vorteil: So lässt sich der Bike-Schuh über den kompletten Spann perfekt an den Fuß anpassen. Das gelingt mit den praktischeren Drehverschlüssen nicht immer. Zudem sind Boa und Co schmutz- und defektanfällig und unterwegs kaum zu reparieren. Dafür lassen sie sich auch während der Fahrt feinjustieren.
Hochwertige Schnürsenkel sind ein Muss, an den Testschuhen fransen sie teils schon bei Kontakt mit den Klettverschlüssen aus. Tipp: Fädelt man die Schnürsenkel von außen nach innen, verbessert das den Halt erheblich.
4 - Laufsohle
Je steifer die Sohle, desto besser kommt die Kraft aufs Pedal. Umso schlechter rollt der MTB-Schuh in der Regel aber auch ab. Beim Schieben schlüpft dann schon mal die Ferse halb aus dem Schuh. Ein aufgebogener oder weicherer Zehenbereich verhindert Schlupf. Richtig grobes Profil, das auch auf felsigem Grund Halt gibt, bieten nur noch wenige Modelle. Für Alpen-Touren sollte man aber unbedingt ein Modell mit griffigem Gummi und ausreichend Profil wählen.
5 - Montagebereich
Laut Ergonomieexperten sollten die Cleats etwa unter den Zehen-Grundgelenken montiert sein. Je weiter vorne, desto besser ist die Kraftübertragung aufs Pedal. Wer eher bergab unterwegs ist, platziert die Cleats weiter hinten für einen stabileren Stand. Das entlastet auch die Muskulatur in der Abfahrt. Ein möglichst langer und abgeflachter Cleat-Kanal erleichtert den Einstieg ins Pedal und verbessert die Selbstreinigung bei schlammigen Bedingungen.
6 - Die Einlegesohle
Die Einlegesohle ist maßgeblich für den Tragekomfort verantwortlich. Hier sparen viele Hersteller. Gute Sohlen gibt es bei Fox, Scott oder Specialized. Wer mehr Komfort und Effizienz will, greift zu Spezialsohlen wie Currex, Solestar oder SQlab.
Testergebnisse im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die Testergebnisse einiger der oben genannten Mountainbike-Schuhe zusammen:
| Schuhmodell | Kraftübertragung / Standsicherheit | Gehen / Grip | Verschluss / Handling | Gewicht | Bike-Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Crankbrothers Mallet E Boa | 8 von 10 Punkten | 9 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | Sehr gut (51 Punkte) |
| Five Ten Trailcross CL | 6 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 10 von 10 Punkten | Sehr gut (48 Punkte) |
| Fizik Gravita Tensor | 9 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | Sehr gut (50 Punkte) |
| Fox Union | 6 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 7 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | Gut (45 Punkte) |
| Ion Rascal Select Boa | 6 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | 6 von 10 Punkten | 6 von 10 Punkten | Gut (41 Punkte) |
| Leatt 4.0 Clip | 8 von 10 Punkten | 7 von 10 Punkten | 6 von 10 Punkten | 4 von 10 Punkten | Gut (41 Punkte) |
| Ride Concepts Tallac Clip | 10 von 10 Punkten | 10 von 10 Punkten | 9 von 10 Punkten | 4 von 10 Punkten | Sehr gut (50 Punkte) |
| Scott MTB Shr-alp Boa Evo | 9 von 10 Punkten | 9 von 10 Punkten | 9 von 10 Punkten | 8 von 10 Punkten | Sehr gut (52 Punkte) |
Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle und kann bei der Auswahl des passenden MTB-Schuhs für breite Füße hilfreich sein.
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