MTB Trikot Langarm Test Vergleich: Die beste Ausrüstung für Trail und Enduro

Die Wahl der richtigen MTB-Bekleidung ist entscheidend für Komfort und Leistung auf dem Trail. Besonders bei wechselhaftem Wetter oder kühleren Temperaturen sind Langarm-Trikots eine sinnvolle Ergänzung zur Ausrüstung. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Testvergleich verschiedener Modelle, um die beste Wahl für Ihre Bedürfnisse zu treffen.

Leatt: Lässige Kombi für Enduro und Trail

Der südafrikanische Hersteller Leatt ist bekannt für Nackenschutzsysteme und Protektoren, bietet aber auch preislich interessante und schicke Klamotten an.

Leatt DBX 3.0 Shorts

Die DBX 3.0 Shorts wurde für den Trail- und Enduro-Einsatz entwickelt und reicht mit ihrer vorgeformten Kniepartie bis kurz unter die Kniescheibe. Die Beinabschlüsse sind breit genug, dass Schoner komfortabel drunter Platz finden. Ein verstärkter Saum an der Innenseite verhindert, dass die Hose von den Schonern aufgerieben wird. Fährt man ohne Knieprotektoren, hakt der Beinabschluss beim Treten aber etwas an den Knien.

Bei der Ausstattung ist Leatt nicht knausrig und spendiert der DBX 3.0 eine schmutz- und wasserabweisende DWR-Imprägnierung, eine Zipper-Tasche am Oberschenkel und eine gut funktionierende Klettverstellung am Bund. Der Sitzbereich wurde zusätzlich mit robustem 500D-Material verstärkt. Am Heck könnte die Hose noch etwas höher geschnitten und flexibler sein. Sie rutscht beim Treten gerne mal ein Stück nach unten.

Details der Leatt DBX 3.0 Shorts:

  • 4-Wege-Stretch mit wasserabweisender Beschichtung
  • Zipper-Tasche
  • 3D-geformte Knie-Partie
  • Bundweite per Klett verstellbar

Leatt DBX 2.0 Jersey

Passend zur Hose gibt es das farblich abgestimmte DBX 2.0 Trikot, das vor allem durch sein extrem weiches, fast schon baumwoll-ähnliches Tragegefühl auffällt. Der Nachteil: an heißen Tagen fühlt sich das Shirt schnell etwas schwitzig an. An der rechten Innenseite ist ein Brillenputztuch integriert. Der Kragen ist so geschnitten, dass er perfekt unter die Leatt Neckbraces passt. Das komplette Shirt ist recht stretchig, sodass es sich auch in Kombination mit Ellbogen- oder Rückenprotektoren gut tragen lässt.

Details des Leatt DBX 2.0 Jersey:

  • MoistureCool Material
  • Spezielle Kragenform für Neckbrace
  • Brillenputztuch

Scott: Extrem leichte Kombi für den Trail-Einsatz

Scott bietet eine extrem luftige und leichte Kombi für den Trail-Einsatz.

Scott Trail MTN Aero

Die Scott Trail MTN Aero ist die Minimalvariante einer Bike-Short und die richtige Wahl für alle, die auf keinen Fall zu viel Stoff auf dem Trail herumtragen wollen. Trotzdem ist die leichte und recht kurz geschnittene Short technisch ausgefeilt. Nahezu alle Nähte sind geklebt, die Lüftungsöffnungen mit dem Laser geschnitten und die Bundweite per Klett schnell und unkompliziert verstellt. Geschlossen wird die Short über Reißverschluss, Hakenverschluss und Druckknöpfe. Das hält garantiert, auch wenn die Käsespätzle von der Alm arg an der Hose spannen. An der Oberschenkel-Außenseite bietet eine kleine Tasche Platz für Geld oder Gel. Die Oberfläche der Trail MTN Aero ist mit einer wasserabweisenden Beschichtung versehen. Die hält leider nur etwas Spritzwasser ab, verwandelt die Short aber keineswegs in eine vollwertige Regenhose. Das Material trägt sich zwar sehr angenehm und raschelt nur leicht. Durch den etwas geringen Stretch-Anteil wandert die Hose beim Treten aber recht weit den Oberschenkel hoch.

Details der Scott Trail MTN Aero:

  • UV-Schutz-Material
  • Geklebte Nähte
  • Lasercut Belüftungsöffnungen
  • Oberschenkeltasche mit Reißverschluss
  • DWR-Beschichtung
  • Bundweite per Klett verstellbar

Scott Trail MTN Aero s/sl

Passend zur leichten Hose bietet Scott ein extrem reduziertes Funktionsshirt. Durch die ultraleichte Strickweise wirkt das Trail MTN Aero Shirt zumindest an der Rückseite kaum dichter als ein Fliegennetz. Dementsprechend luftig fühlt es sich während der Fahrt an. Zusätzlich soll durch den zweilagigen Aufbau des Stoffes Schweiß durch Kanäle an die Oberfläche fließen. Ob das nun lediglich Marketing-Blabla ist oder tatsächlich funktioniert, sei hier mal dahingestellt. Fakt ist: das Trail MTN Aero Shirt lässt selbst an extrem heißen Tagen keinen Hitzestau aufkommen.

Details des Scott Trail MTN Aero s/sl:

  • Extrem leichtes meshartiges Shirt ohne Schnickschnack

Fox: Lässiger Schnitt und durchdachte Materialien

Fox schneidert eine ziemlich lässige und luftige Trail-Kombi.

Fox Attack Short

Wer Fox bisher nur von Federgabeln und Dämpfern kennt, verpasst die Hälfte. fertigt schon seit 1974 funktionelle Bekleidung und ist vor allem im Motocross-Sport eine große Nummer. Mit der Attack Short haben die Amis eine leichte und luftige Bike-Short für heiße Sommertage im Sortiment. Die Hose ist aus einem 4-Wege-Stretchgewebe gefertigt und sitzt von Beginn an komfortabel und unauffällig. Der breite Stretch-Bund sorgt dafür, dass man die Hose kaum spürt und während der Fahrt nichts rutscht. Die Bundweite lässt sich bei der Attack Short, anders als bei den meisten Modellen, über eine Ratsche verstellen. Das funktioniert schnell und komfortabel, der Verstellbereich ist bei passender Größe ebenfalls ausreichend. Die Attack Short ist mit zwei Reißverschlusstaschen ausgestattet, in denen Kleinigkeiten verstaut werden können. Über lasergeschnittene Lüftungsöffnungen an der Oberschenkel-Innenseite werden die Beine gut belüftet. Das leichte und dennoch robuste Material raschelt beim Treten etwas. Die Länge der Hose ist für Trail-Einsätze gut gewählt. Enduristen und Freerider greifen eher zu einem Modell, das weiter über die Schoner reicht.

Leider löst sich das Fox-Label am Oberschenkel bereits nach der zweiten Wäsche.

Details der Fox Attack Short:

  • Ratschenverschluss
  • Lasergeschnittene Lüftungsöffnungen
  • 4-Wege-Stretch
  • Reißverschlusstaschen

Fox Attack Pro Jersey

Anders als die Hose, trägt sich das Attack Pro Jersey erst mal etwas ungewohnt. Schuld daran ist die Kombination zweier Materialien. Während der Torso aus dem extrem luftigen und im Gegenlicht schon leicht durchsichtigen Polartec Delta Gewebe gefertigt ist, kommt an den Ärmeln das robuste aber auch etwas störrische Cordura-Material zum Einsatz. Das Shirt sitzt locker wie ein T-Shirt und ist relativ lang geschnitten, so reicht es auch in Bike-Haltung hinten noch über die Hose. Während der Fahrt pfeift der Wind ordentlich durch das fast schon meshartige Gewebe. Überhitzung braucht man hier nicht zu befürchten. Auch die Material-Kombi fällt auf dem Trail nicht negtiv auf. Die geklebten Abschlüsse an den Ärmeln und am Kragen tragen sich recht angenehm.

Details des Fox Attack Pro Jersey:

  • Oberkörperpartie aus temperaturregulierendem Polartec Delta Material
  • Ärmel aus strapazierfähigem Cordura
  • Lasercut Belüftungsöffnungen

Assos: Sportliche Kombi für Racer und Trailbiker

Assos bietet eine sportlich geschnittene Kombi für Racer und Trailbiker.

Assos Trail Cargo Shorts

Da haben sich die Schneider doch einen Scherz erlaubt? Denkt man, wenn man zum ersten mal in die leichte Kombi von Assos schlüpft. Die MTB-Hose steht an den Knien ab wie ein Vorzelt und reicht im Stand an der Rückseite fast bis zur Mitte der Lendenwirbelsäule. Das Shirt fühlt sich an, als hätte man es falsch herum angezogen. Was haben sich die Schweizer dabei bloß gedacht? Die wissen doch, wie man Radklamotten macht. Wissen sie auch. Aber dazu muss man erst mal im Sattel sitzen. Dann sitzt auch die Trail Cargo Shorts plötzlich wie angegossen. Die Hose endet kurz vor den Knien und schubbert auch beim Treten nicht hin und her. Der stretchige Bund wirkt zwar wie von einer Leggings. Doch wo andere Hersteller nur über Klettverstellungen die richtige Passform erreichen, lösen die Schweizer das Problem einfach über den Schnitt. Der Bund bleibt stets an der richtigen Stelle und trägt sich richtig komfortabel. Im Sitzen, im Stehen, wenn man hinter den Sattel geht: nichts rutscht, nichts zwickt. Das muss man so erst mal hinbekommen. Die Ausstattung der Trail Cargo Shorts hält Assos übersichtlich. Es gibt zwei gut platzierte und mit einer Hand bedienbare Reißverschlusstaschen am Oberschenkel, ein umlaufendes Reflektor-Band an der Rückseite und ansonsten wenig Schnickschnack. Die Passform ist eher sportlich als loosefit.

Details der Assos Trail Cargo Shorts:

  • Stretchbund mit Silikon-Prints
  • Zwei Reißverschlusstaschen
  • 4-Wege-Stretch-gewebe

Assos Trail SS Jersey

Wie oben schon erwähnt, unser erster Gedanke beim Anziehen der Assos Kombi war: total verschnitten. Der Torso scheint verdreht, die Ärmel zwicken in den Achseln. Auf dem Bike dreht sich dann das Bild. Das Shirt legt sich angenehm um den Körper und sitzt locker, ohne im Fahrtwind zu flattern. Nur die Ärmel liegen für unseren Geschmack etwas eng am Oberarm an. Das Material trägt sich luftig leicht und lässt kein schwitziges Gefühl aufkommen. Am Ende der Tour trocknet das Shirt sehr schnell wieder ab. Auf Taschen, Reißverschlüsse oder sonstige Ausstattung verzichten die Schweizer bei ihrem Trail SS Jersey.

Details des Assos Trail SS Jersey:

  • Mesh-Gewebe am Unterarm

Specialized: Stylish und reduziert aufs Nötigste

Specialized bietet eine lässige und bequeme Atlas Kombi, die auf dem Trail und vor der Scheune eine gute Figur macht.

Specialized Atlas Pro Short

Bei der neuen Atlas Pro Short setzt Specialized voll auf Hightech: verklebte Nähte, lasergeschnittene Lüftungsöffnungen am inneren Oberschenkel und ein leichtes 4-Wege Stretch-Material, das dennoch in gewissem Maße robust sein soll. Die Atlas Pro reicht in Größe 34 etwa bis Mitte Knie und schließt auf dem Bike sitzend gerade so mit dem Knieschoner ab (falls einer getragen wird). Geschlossen wird die Short klassisch über Zipper und Druckknopf. Die Bundweitenverstellung versteckt sich dagegen rückseitig hinter einem Reißverschluss. Über drei Druckknöpfe lässt sich hier die Weite regulieren. Das ist etwas umständlich, besonders wenn man die Hose schon anhat. Zudem ist der Verstellbereich sehr beschränkt. Im Vergleich fällt die Atlas Pro eher groß aus. Auf dem Trail trägt sich das weiche Material super angenehm und durch die Mikroperforierung auch an heißen Tagen luftig. Nichts raschelt, nichts flattert. Das einzige Manko ist tatsächlich die umständliche und zu geringe Bundweitenregulierung.

Details der Specialized Atlas Pro Short:

  • Zwei Reißeverschlusstaschen am Oberschenkel
  • Lasercut Belüftungsöffnungen
  • Geklebte Nähte
  • Druckknopfverstellung am Rücken

Specialized Atlas Pro Jersey

Wie schon bei der Short, setzt Specialized auch beim Atlas Pro Jersey technisch ausgefeilte Materialien ein. Das lässige Shirt fällt angenehm locker und trägt sich wie ein Hauch von Nichts. Der vordere Teil besteht aus gestricktem VaporRize Material und lässt viel Luft an den Körper. Der Rücken ist innen mit einem so genannten Xylitol Print versehen, der sich auf der Haut angenehm kühl anfühlt. Zusätzlich ziehen sich gelaserte Lüftungslöcher die gesamte Wirbelsäule nach unten. Die Nähte an den Bündchen sind verschweißt und liegen angenehm auf der Haut, ohne zu kratzen. Leider leiern sie unter Zug etwas aus, was beim Rein- und Rauschlüpfen schon mal passieren kann.

Details des Specialized Atlas Pro Jersey:

  • Deflect UV 30 Schutz
  • Geklebte Nähte
  • Lasercut Belüftungsöffnungen am Rücken

Langarm-Funktionshemden im Test

Langarm-Funktionshemden sind nicht unbedingt das Bike-Produkt, das emotional anmacht: grau, dunkelblau oder schwarz, meistens aus Plastik, und oft müffeln sie schon nach einer Stunde säuerlich nach Schweiß. Viele Modelle kommen und gehen im Laufe der Jahre durch den persönlichen Bestand. Doch dann ist da das eine, das bleibt: ein mindestens zehn Jahre altes Unterhemd, durch zahllose Waschgänge verfärbt, am Kragen ausgeleiert - aber einfach ein Lieblingsteil.

Was es dazu macht, erschließt sich durch gründliches Nachspüren: Das Lieblingsunterhemd puffert einen großen Temperaturbereich ab, wirft auch unter engen Trikots keine Falten und zwickt nirgends. Es stinkt kaum. Die Ärmel sind lang und eng genug, und der Kragen hat die richtige Höhe. Das ist eigentlich schon alles. Doch was so einfach klingt, ist in der Praxis offenbar ziemlich individuell, denn das Angebot ist breit gefächert.

Material-Mix: Der Unterschied liegt im Detail

Die Hemden im Test bestehen aus insgesamt sieben verschiedenen Materialien, bis zu fünf davon in einem einzigen Hemd! Wieso das? Welche Mischung zum Einsatz kommt, hat möglicherweise viel mit dem Einsatzbereich zu tun. Und das ist eine durchaus komplexe Angelegenheit. Der Körper als Kraftwerk ist auf etwa 37 Grad Kerntemperatur optimiert. Wenn die Temperatur zu hoch oder zu niedrig ist, sinkt die Leistung beträchtlich. Gleichzeitig erzeugt die Maschine Mensch sehr wechselhafte Mengen an Abwärme. Am Schreibtisch sitzend beträgt die Heizleistung etwa 100 Watt, doch schon bei einer mittleren Tretleistung auf dem Rad von 200 Watt sind es um die 600 Watt Abwärme.

Zu geringe Temperaturen kompensieren wir durch Kleidung, zu hohe durch Fahrtwind, Abstrahlung - und Verdunstung. Der Schweiß, den wir dafür produzieren, sollte dafür möglichst dicht am Körper verdunsten. Funktions-Shirts müssen diese Kühlung unterstützen, aber gleichzeitig so schnell trocknen, dass sie in Ruhephasen nicht weiterkühlen.

Sonderrolle Wolle: Struktur des Gewebes und Anfälligkeit für Geruch

Viele Funktionshemden im Test sind auf der Innenseite anders strukturiert als außen: Grobe Maschen oder Schlingen sollen den Schweiß durch Kapillarkraft auf die Hemdoberfläche leiten, wo er - zwar hautnah, aber nicht direkt auf der Haut - kühlend verdunstet oder an die nächste Kleidungsschicht weitergeleitet wird.

Merinowolle spielt in diesem Werkzeugkasten eine Sonderrolle. Diese besonders feine Schafwolle lagert in ihren Fasern relativ viel Feuchtigkeit ein, bevor sie klatschnass ist und damit kaum noch isoliert. Ein Merinohemd mit 50 Prozent Feuchtigkeit wird sich deshalb angenehmer tragen als ein Baumwoll-Shirt mit demselben Wassergehalt. Ihr unbestreitbarer Vorteil ist aber die geringe Geruchsentwicklung. Der Mief entsteht nämlich aus der Zersetzung von Schweiß durch Bakterienstämme - die sich auf Wolle nicht ansiedeln, auf Kunstfasern allerdings gerne.

Der Tragekomfort

Wie auflackiert sitzende Shirts fördern durch ihren flächigen Hautkontakt prinzipiell die Thermo-Regulierung, außerdem dürfen sie in der Übergangszeit mit ihrer Armstulpen-Optik unter race-mäßigen Kurzarmtrikots hervorschauen. Diese hochelastischen, nahtarmen Hemden sind aber, gerade bei feuchter Haut, etwas umständlich anzuziehen.

Testergebnisse von Langarm-Funktionshemden:

Produkt Material BIKE-Urteil Bewertung
Castelli Flanders Warm 100 % Polyester befriedigend -
Craft Active Extreme X CN LS 100 % Polyester (recycelt) gut -
Falke Langarmshirt Warm 69 % Polyamid, 26 % PES, 5 % Elasthan gut -
Gore Base Layer Thermo Long Sleeve 92 % Polypropylen, 8 % Elasthan sehr gut BIKE-Tipp Allround
GribGrab Expert 2 Thermal Seamless 56 % PP, 40 % PA, 4 % Elasthan, antibakteriell gut -
Icebreaker Zone Knit 200 100 % Merinowolle befriedigend -
Löffler Transtex Hybrid 36 % PP, 29 % Lyocell, 17 % PA, 15 % Baumwolle, 3 % Elasthan gut -
Odlo Natural 100% Merino Warm 100 % Merinowolle - -

Die Basics: Welche Fahrradbekleidung brauche ich?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn natürlich hängt die Wahl deiner Klamotten vor allem davon ab, was du auf dem Rad vorhast. Auf der MTB-Piste ist andere Bekleidung erforderlich als beim sportlichen Fahren auf der Straße. Und wer regelmäßig zur Arbeit pendeln will, hat wieder andere Bedürfnisse. Eine Handvoll Basics lassen sich aber definieren. So sollten ein Wind- bzw. Regenschutz und eine gepolsterte Radhose nicht fehlen. Das sind unsere Tipps dazu.

Gegen Wind und Regen: Jacken für Radfahrer im Test

Bei Radjacken ist das Rückenteil meist über das Gesäß hin verlängert und die Ärmel bedecken die Handrücken, sodass der Fahrtwind den Oberkörper nicht auskühlt.

Durch den Fahrtwind kühlt man beim Radfahren schneller aus als beim Gehen. Und in einen Regenschauer kann man immer kommen. Deshalb sind Wind- und Regenjacken unverzichtbar im Kleidungssortiment eines jeden Radfahrers.

3 Top-Tipps für den Kauf von Fahrradjacken

  • Atmungsaktivität: Achte bei der Auswahl einer Fahrradjacke nicht nur auf den Regen- und Windschutz, sondern auch auf die Atmungsaktivität. Sonst bist du zwar vor äußeren Einflüssen geschützt, hast aber trotzdem einen nassen Oberkörper vor Schweiß.
  • Packmaß: Da ein Windschutz und ggf. ein Regenschutz bei jeder Tour mit am Start ist, ist ein kleines Packmaß Gold wert. So passt der Windbreaker unter Umständen sogar in die Trikottasche.
  • Sichtbarkeit: Auffällige Farben und reflektierende Elemente an der Jacke sind ein großes Plus für mehr Sicherheit auf dem Rad.

Nützliches Zubehör: Handschuhe, Armlinge und Beinlinge für Radfahrer

Fahrradhandschuhe schützen deine Hände vor Erschütterungen und bieten zusätzlichen Grip am Lenker. Im Winter verhindern sie das Auskühlen der Finger.

Je nach Jahreszeit und Art der Ausfahrt kann man als Radfahrer noch weitere Bekleidungsstücke gut gebrauchen:

  • Handschuhe: Die schützen vor allem vor Blasen an den Händen und sind auf längeren Touren unverzichtbar. Gerade dann, wenn man mal unsanft mit den Händen absteigt. Und natürlich wärmen sie im Winter.
  • Armlinge und Beinlinge: Die dünnen Sleeves, die man sich bei Bedarf über Arme und Unterschenkel zieht, sorgen für zusätzliche Wärme - sind aber deutlich leichter als eine Extra-Hose oder -Jacke.
  • Winterequipment: Radfahren bei anhaltender Kälte und Nässe stellt eine besondere Herausforderung an die Radbekleidung da. Nützlich sind etwa Radmützen, die unter dem Helm getragen werden können, und Überschuhe, die die Füßchen warm halten.

Fahrradtrikots: Design, Material und Passform

Fahrradtrikots haben im Radsport eine große Bedeutung. Doch für den normalsterblichen Hobbyfahrer unter uns ist dieses Ziel wohl leider weit entfernt, auch wenn manche nimmermüde Radler sich noch Chancen ausrechnen mögen.

Design

Grundsätzlich ist das Design eines Fahrradtrikots ja Geschmackssache. Der eine mag lieber das klassische weiße „Fahrradtrikot Herren“, die andere steht mehr auf knallige Neonfarben bei ihrem „Fahrradtrikot Damen“. Dabei ist für jeden Geschmack bei hunderten von Herstellern heutzutage das Richtige dabei.

Material

Grundsätzlich sollten Fahrradtrikots aus atmungsaktivem Material bestehen, damit Sie beim Biken aufgrund der körperlichen Belastung nicht überhitzen. Viele Trikots bestehen heutzutage aus einem elastischen Material, welches sich an die Bewegungen des Radfahrers anpasst und eng am Körper anliegt. Für viele Radfahrer der absolute Hit, für andere ein Grauen. Des weiteren sollte der Reißverschluss an Ihrem Fahrradtrikot einerseits gut zu greifen sein und sich andererseits auch weit öffnen lassen.

Wer bei einer Radtour gerne kleinere Gegenstände wie Energieriegel, Schlüssel oder ähnliches bei sich trägt, sollte auch darauf achten, dass die Taschen auf der Rückseite des Fahrradtrikots genug Stauraum bieten. Sie sollten außerdem die Passform bei Beladung nicht unnötig verändern bzw.

Passform

Der wichtigste Faktor, den Sie beim Kauf Ihres Trikots allerdings beachten müssen, ist die Passform. Denn herausragendes Material und beste Ausstattung helfen Ihnen gar nichts, wenn Ihr Radtrikot ständig verrutscht, Ihre Ärmel im Wind flattern oder der Kragen die Kälte nicht aufhalten kann.

Wir empfehlen Ihnen daher, falls Sie nicht online kaufen, immer mehrere Modelle und auch Größen anzuprobieren. Achtung: Beurteilen Sie die Passform nicht nur im Stehen, sondern auch in „Fahrposition“/ Radhaltung!

Wintertrikots

Jeder Radfahrer kennt das Gefühl: Nach einem langen, langen Winter endlich wieder raus in die Sonne und ab aufs Fahrrad. Was uns dabei oft einen Strich durch die Rechnung macht, ist das oft noch eiskalte Wetter. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass das Langarmtrikot eng an Ihrem Körper anliegt und somit die Schicht zwischen Trikot und Unterhemd möglichst klein ist. Gerade kälteempfindliche Menschen sollten nicht auf ein Funktionsunterhemd verzichten.

Des weiteren sollte das Fahrradtrikot im Winter eine lang gehaltene Rückenpartie besitzen, um Sie optimal vor möglichem Spritzwasser zu schützen. Die Platzierung der Taschen auf Ihrem langärmeligen Radtrikot ist dagegen, aufgrund des dickeren Materials, deutlich komplizierter.

14 Langarm-Wintertrikots für Mountainbiker im Test (2015)

Langarm-Wintershirts sollen warm halten, schwitzfrei zu tragen sein und sich flexibel mit Jacke und Unterhemd kombinieren lassen. MountainBIKE hat 14 Trikots in zwei Preisklassen getestet.

Die Bekleidungswahl für Schönwetter-Touren ist schnell erledigt. Beim sommerlichen Kurz-Kurz-Dress stellt sich meist nur die Frage: sportlich-eng oder lässig-weit? Im Winter sieht sich der Biker hingegen meist gleich mit mehreren Fragen konfrontiert. Bleibt es sonnig-kühl oder wird es nasskalt? Soll ich Regenkleidung mitnehmen oder reicht ein Kälte- und Windschutz?

Egal, welche Kombination Sie auf die winterlichen Trails entführen, ein warmes Langarmtrikot perfektioniert Ihre Ausrüstung, kann als Oberteil „drüber“ oder körpernah „drunter“ getragen werden.

Langarmshirts für den Winter bestehen zu etwa 80 bis 90 Prozent aus Polyester und/oder Polyamid sowie einer Beimischung von Elasthan. Das flexible Material bewirkt, dass sich das Kleidungsstück auch bei dichter Webart angenehm an den Körper schmiegt.

Die oft als Futter bezeichnete, kuschelige Innenseite von Wintertrikots entsteht meist durch mechanisches Aufrauen des Stoffes. Der Sinn: Die flauschige Stoffschicht bildet ein Luftpolster, das die Körperwärme speichert. Darüber hinaus verteilt ein so behandelter Stoff den Schweiß besser im Material, was für ein trockenes Tragegefühl sorgt.

Die Ausstattung der meist eng anliegenden Wintertrikots ist schnell erläutert: Neben einem durchgehenden Front-Reißverschluss bieten die meisten Modelle drei Einschubtaschen am Rücken, manche Testkandidaten eine kleine, zusätzliche Reißverschlusstasche für Wertgegenstände sowie in der Dunkelheit reflektierende Elemente.

Wintertrikots lassen sich perfekt kombinieren

Das Beste an den langärmeligen Wärmern ist jedoch ihre Kombinierbarkeit. Anders als ein Winterunterhemd, das nur als erste Schicht („Baselayer“) dient, lässt sich ein Wintertrikot aufgrund der dickeren Stoffqualität und des Designs auch als Außenlage tragen. Etwa in der Übergangszeit zu Herbst und Frühling.

Hier kann ein Wintertrikot plus ein dünnes Unterhemd ausreichend sein. Wird es unterwegs doch einmal kühl, etwa durch Fahrtwind, reicht eine Windweste zum Schutz der Rumpfpartie.

Sollte das Wetter noch kälter werden, kombinieren Sie das Trikot mit einem Winterunterhemd. An richtig kalten Tagen mit Temperaturen um null Grad fügen Sie einen vollständigen Windschutz, etwa durch eine Wind- oder Regenjacke hinzu. Der eng anliegende Schnitt der Wintertrikots eignet sich bestens, um eine weitere Bekleidungsschicht darüber zu tragen. So mutiert das Trikot zum Drunterhemd.

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