Ein Buff, auch Schlauchtuch oder Multifunktionstuch genannt, ist ein kurzer Schal, der an seinen Enden zusammengenäht ist und sich extrem vielseitig einsetzen lässt. Ob beim Wandern, Skifahren, Mountainbiken, Motorradfahren, Klettern, Angeln, bei Kajaktouren, Radtouren oder im Urlaub mit dem Schlittenhund - ein Buff sollte bei keiner Outdoor-Aktivität fehlen.
Die Vielseitigkeit des Multifunktionstuchs
Das Tuch lässt sich extrem vielseitig einsetzen, egal ob es am Hals, Kopf oder Arm getragen wird. Je nach Witterungsverhältnissen schützt es vor Kälte, Sonne oder Mücken.
Da diese Tücher zum einen sehr vielseitig einsetzbar sind und das Unternehmen Buff jetzt auch noch verschiedene Designs und Materialien hierzu anbietet, hat sich das Multifunktionstuch bei nahezu allen Outdoor-Sportarten als unverzichtbarer Begleiter etabliert.
Schutz vor Witterungseinflüssen
Das Buff schützt vor Kälte, Schmutz, Staub und Sonne. Dazu kann es auf verschiedene Arten am Hals, Kopf oder Arm getragen werden.
Gerade hat man sich beim Snowboarden noch (ohne Buff) komplett bei der Abfahrt im Tiefschnee verausgabt, dann sitzt man plötzlich im Lift und es pfeift einem der kalte Wind um die Ohren. Buff als Halstuch anlegen und fertig.
Diese Klassiker-Tragevariante wäre beispielsweise auch mit einem Zip-Pullover oder einem hohen Kragen an der Jacke zu ersetzen, allerdings ist man mit einem Buff viel flexibler, da es auch mehr dem stets empfohlenen Zwiebel-Schichten-Prinzip folgt.
Das Buff als Temperaturregler
Outdoor heißt (hoffentlich) körperliche Ertüchtigung. Dies bedeutet, dass man schwitzt. Hinzu kommt, dass sich das Wetter und Temperaturen ändern können. Beides sorgt dafür, dass der Körper sich mal mehr nach einer Abkühlung und mal nach Wärme sehnt. Und genau für diese Warm-Kalt-Regulierung ist das Multifunktionstuch genial. Trägt man z.B. seinen Outdoor Lieblings Pullover, so kann man das Buff eben noch zusätzlich am Hals tragen oder eben nicht.
Das Handgelenk ist sehr gut geeignet, um einen benötigten Temperaturausgleich im Körper zu machen. Wenn man nach sportlichen Verausgabungen das Handgelenk in einen kühlen Gebirgsbach hält, kann man den überhitzten Körper sehr schnell wieder herunterkühlen. Das funktioniert am Handgelenk deshalb besonders gut und schnell, weil hier die Blutbahnen nahezu direkt unter der Haut liegen und ein direkter Wärmeaustausch möglich ist. Dieser Wärmeausgleich funktioniert natürlich in beide Richtungen.
Das Buff und der Mückenschutz
Wie schon im Artikel Mücken - Moskitos - Stechmücken beschrieben, ist der beste Schutz vor Mücken und Moskitos derjenige, dass man sämtliche offene Hauptstelle bedeckt. Damit haben diese Biester und ihre Verwandten wie Kribbelmücke und Knots überhaupt keine Chance, um an Haut und Blut zu kommen. Körper und Beine schützen ja die normale Kleidung, aber gerade bei Nacken, Gesicht und Kopf ist der effektive Mückenschutz oft gar nicht so einfach. Mit einem Schlauchtuch geht das aber echt einfach bzw. man hat sogar mehrere Möglichkeiten. Die Tragevariante "Sturmhaube" kann man hier als erstes verwenden. Damit ist Mund und Nase vor Staub, Sand und sonstigem Zeugs geschützt. Und wo kein Sandkorn durchkommt, schafft es im Normalfall auch keine Mücke.
Für diesen Mückenschutz benützen wir am häufigsten die Kombination aus Buff und Mütze. Multifunktionstuch bis über die Nase ziehen und über den Kopf kommt die Mütze. Dann sind nur noch die Sehschlitze übrig, durch welche die Mücken zuschlagen könnten. In Lappland ist es allerdings möglich, dass selbst diese letzte Lücke ausgenutzt wird...
Weitere Tragemöglichkeiten
Weitere Tragemöglichkeiten sind dann noch als Stirnband, Sonnenschutz, Mundschutz, Kopfhaube, Maske, Sturmhaube, Durag, Ohrenschutz, Piratentuch, Kopftuch, Mütze usw.
Eine Tragevariante wird dann auch als "blinde Kuh" bezeichnet, was im Grunde das Stirnband ist, welches über die Augen gerutscht ist. Diese Variante ist genial, wenn man sich in heller Umgebung nach etwas Schlaf sehnt und die äußerlichen Einflüsse abschirmen möchte. Schlaf zu finden im Flugzeug, dem Bus oder der Bahn sowie auch in Lappland während der Zeit der Mitternachtssonne ist dann ebenfalls möglich. Auch deshalb nehmen wir zum Beispiel das Buff mit in das Flugzeug nach Lappland oder Kanada ... wie bereits erwähnt...
Die Geschichte des Buffs
Auf verschiedenen Webseiten findet man die Information, dass das Buff 1991 von Joan Rojas, dem Firmengründer von Buff, während einer Motorrad-Ausfahrt erfunden wurde. Das ist marketingtechnisch eine sensationelle Aussage. Allerdings gehörte das Schlauchtuch zur Grundausstattung der NVA, welche sich ein Jahr zuvor offiziell aufgelöst hat. Bei der NVA war das Schlauchtuch auch unter dem Begriff "Oma" bekannt. Wer jetzt also letzten Endes wirklich der Erfinder dieses geniale Multifunktionstuch war oder ist, wird vermutlich niemals zufriedenstellend geklärt werden können.
Tragetechniken im Detail
Der größte Trumpf des Multifunktionstuchs sind die zahllosen Tragetechniken. Es existieren mindestens ein Dutzend (man sagt bis zu 16 verschiedene Möglichkeiten), ein Schlauchtuch zu tragen. Einige Techniken wirken auf den ersten Blick kompliziert, doch mit etwas Übung und den richtigen Bindetechniken gelingen sie im Handumdrehen. Der grundlegende Trick bei vielen Varianten besteht darin, das Tuch geschickt zu drehen oder einen Knoten zu machen, um eines der offenen Enden zu schließen - so entstehen neue Formen wie Mützen oder Kappen. Im Folgenden stellen wir dir die beliebtesten Varianten vor - von klassisch bis kreativ - und geben Hinweise, wofür sie sich besonders eignen.
Halstuch / Schal
Die einfachste Variante: Du nutzt das Schlauchtuch als Halstuch. Dazu musst du es lediglich auseinanderziehen, über den Kopf streifen und locker um den Hals liegen lassen. Fertig ist der gemütliche Schal-Ersatz! Diese Trageweise funktioniert bei allen Outdoor-Aktivitäten und im Alltag - ob beim Wandern, Radfahren oder im Büro. Dein Hals bleibt warm und vor Zugluft geschützt, ohne dass du einen langen Schal binden musst. Im Frühjahr oder Herbst (der Übergangszeit) ist das Schlauchtuch als Halstuch ideal, weil du es bei Temperaturwechsel schnell an- und ausziehen kannst. Wird dir unterwegs warm, kannst du es einfach in die Jackentasche stecken oder ums Handgelenk wickeln.
Als Halstuch getragen dient das Tuch auch als leichter Windschutz am Nacken. Zudem verleiht es jedem Outfit einen sportlichen Touch - egal ob über dem T-Shirt oder unter der Wanderjacke. Wähle eine Farbe oder ein Muster, das zu deinem Look passt, und du hast einen echten Hingucker um den Hals.
Gesichtsmaske / Mund-Nasen-Schutz
Zieht man das Tuch bei Bedarf über Mund und Nase, hat man blitzschnell eine Gesichtsmaske. Stecke also einfach den Kopf durch das Schlauchtuch und ziehe den vorderen Teil hoch bis über die Nasenspitze. Auf diese Weise bist du beim Radfahren, Trail-Running oder auf staubigen Wegen vor Fahrtwind, Schmutz und Insekten geschützt. Auch bei starker Sonneneinstrahlung oder beißender Kälte kann diese Variante helfen: Das Gesicht bleibt warm bzw. vor UV-Strahlen abgeschirmt. Besonders im Winter auf der Skipiste oder beim Schneeschuhwandern ist ein Schlauchtuch vor dem Gesicht Gold wert - es verhindert das Einatmen eiskalter Luft und hält Wangen und Nase warm.
Stirnband / Haarband
Mit wenigen Handgriffen wird aus dem Schlauchtuch ein Stirnband. Falte das Tuch dazu der Länge nach (du kannst es auch einmal der Breite nach einschlagen, damit es schmaler wird) und ziehe es über den Kopf, sodass es die Stirn bedeckt. So dienen Schlauchtücher als perfekte Schweißbänder: Sie halten die Haare zurück und verhindern, dass Schweißtropfen in deine Augen gelangen. Das atmungsaktive Material sorgt dafür, dass dein Kopf dabei trocken bleibt und kühlt. Diese Technik ist ideal beim Joggen, Trailrunning oder Mountainbiken. Im Winter kannst du das Stirnband auch über die Ohren ziehen, um sie vor der Kälte zu schützen, oder es unter einem Helm tragen. Viele Radfahrer und Skifahrer nutzen das Tuch als dünne Mütze oder Stirnband unterm Helm - es passt sich dem Kopf an und vermeidet Druckstellen.
Mütze / Beanie
Mit dem richtigen Kniff wird aus dem flexiblen Tuch eine warme Mütze. Dazu verdrehst du das Schlauchtuch in der Mitte einmal und schlägst eine Hälfte nach innen über die andere. So entsteht eine doppellagige Beanie, die du dir auf den Kopf setzen kannst. Dieses „Twist-&-Fold“-Prinzip ist einfacher, als es klingt: Halte das Tuch an den Enden, mache in der Mitte einen Halb-Twist, und zieh dann den oberen Rand nach unten über den unteren Rand. Schon hast du ein Ende geschlossen. Die entstandene Mütze bedeckt den Kopf und sitzt dank der zwei Lagen schön kuschelig.
Kapuze / Sturmhaube
Wenn es richtig frostig oder windig wird, verwandelst du dein Schlauchtuch am besten in eine Kapuzen-Sturmhaube. Diese Technik bedeckt Kopf, Hals und je nach Bedarf auch Teile des Gesichts - quasi eine leichte Balaklava. Ziehe dafür das Tuch um den Hals und dann den hinteren Teil hoch über den Hinterkopf. Du kannst das Tuch so weit nach vorne ziehen, dass nur noch das Gesicht herausschaut (ähnlich einer Kapuze), oder es sogar bis über die Nase ziehen, sodass nur die Augen frei bleiben (das wäre dann die volle Sturmhaube). Diese Variante umschließt den gesamten Kopf und Nackenbereich und schützt dich bestens vor eisigem Wind und Wetter.
Piratentuch / Kopftuch
Eine der coolsten Tragetechniken ist das Piratentuch, auch bekannt als Do-Rag oder Kopftuch. Damit wirst du im Handumdrehen zum Freibeuter der Berge! Für diese Technik benötigst du einen kleinen Knoten: Stülpe das Schlauchtuch zunächst halb auf links (die Innenseite nach außen). Greife dann mit einer Hand von unten durch das Tuch und ziehe die gegenüberliegende Öffnung nach innen, bis du sie mit der anderen Hand fassen kannst. Wenn du beide Enden erwischt hast, verknotest du sie miteinander. Ziehe den Knoten fest und forme ihn etwas zurecht. Anschließend stülpst du das nun geknotete Tuch wie eine Mütze über den Kopf - der Knoten bildet sozusagen den „Zipfel“ hinten. Das Ergebnis ist ein lässiges Piratentuch, das an Stirn und Seiten dicht anliegt, aber hinten wie ein Bandana locker herunterhängt.
Bandana / Kopfbedeckung
Ähnlich dem Piratentuch, aber noch einfacher: das klassische Bandana-Style-Kopftuch. Hier brauchst du keinen Knoten zu machen. Zieh das Schlauchtuch über den Kopf, bis etwa die Hälfte oder zwei Drittel des Tuchs deinen Kopf bedeckt, und lass den Rest am Hinterkopf herunterhängen. Du kannst den vorderen Rand bis an die Stirn oder sogar bis über die Augenbrauen ziehen - je nachdem, was bequem ist. Dieses einfache Kopftuch hält die Sonne vom Scheitel fern und bietet leichten Schutz für den Nacken (durch das herabhängende Ende).
Haarschlaufe / Zopfband
Nicht zuletzt lässt sich ein Schlauchtuch sogar als Haarschlaufe verwenden. Hast du lange Haare und keinen Haargummi zur Hand? Kein Problem - dein Multifunktionstuch springt ein. Dreh oder falte das Tuch der Länge nach zu einer schmalen Schlaufe und wickle es ein paar Mal um deinen Zopf. Aufgrund des elastischen Materials hält das erstaunlich gut. So kannst du deinen Pferdeschwanz oder Dutt fixieren, ohne ein extra Haarband mitnehmen zu müssen.
Materialien und Varianten
Neben dem klassischen Schlauchtuch aus dünner Polyester-Mikrofaser gibt es wärmende Winter-Modelle mit Fleece-Futter oder aus Merinowolle, die selbst in feuchtem Zustand wärmen. Für heiße Regionen sind spezielle Tücher mit Insektenschutz oder extra hohem UV-Filter erhältlich. Manche Ausführungen kommen in schmalerer Form daher und eignen sich besonders als Stirnband. Auch reflektierende Modelle für bessere Sichtbarkeit in der Dunkelheit sind auf dem Markt.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Materialien und ihre jeweiligen Vorteile zusammenfasst:
| Material | Vorteile | Empfohlene Anwendung |
|---|---|---|
| Polyester-Mikrofaser | Atmungsaktiv, schnelltrocknend, leicht, elastisch | Allgemeine Outdoor-Aktivitäten, Sommer |
| Merinowolle | Warm, weich, wärmt auch in feuchtem Zustand | Winter, kalte Bedingungen |
| Mit Fleece-Futter | Extra warm | Sehr kalte Bedingungen |
| Mit UV-Schutz | Schützt vor UV-Strahlen | Sommer, sonnige Bedingungen |
| Mit Insektenschutz | Schützt vor Insektenstichen | Mückenreiche Gebiete |
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