Nackenschmerzen beim Gravelbike: Ursachen und Lösungen

Was tut Ihnen nach einer langen Fahrradtour am meisten weh? Die Oberschenkel? Das Gesäß? Oder vielleicht der Nacken? Bereitet Letzterer Probleme, dann sind Sie nicht alleine: Rund 60 Prozent der Fahrradfahrer und Fahrerinnen haben regel­mäßig Nackenschmerzen beim Radfahren, auch Profis sind davon betroffen. Von 840 befragten Ama­teur-Moun­tain­bikern gaben 43 Prozent an, regelmäßig Nackenprobleme zu haben.

Weil es so häufig vorkommt, hat das Leiden in der Radsportszene sogar einen Namen: „Shermer’s Neck“, zurückzuführen auf Michael Shermer, den Mitorganisator des Race Across America (RAAM). Als Shermer den Kopf auf dem Rad einfach nicht mehr oben halten konnte, konstruierte sein Team eine Stütze aus Gurten, auf der er während der Fahrt sein Kinn ablegen konnte, um den Nacken zu entlasten.

Ein Grund für Nackenschmerzen beim Radfahren ist oft die überbeanspruchte Muskulatur, was durch die Haltung von Kopf und Halswirbelsäule im Verhältnis zur Brustwirbelsäule kommt, denn normalerweise befindet sich der Kopf über der Wirbelsäule, wobei nicht wirklich viel Haltekraft gefordert ist. Auf dem Bike jedoch - vor allem bei sportlicher Position - muss der Kopf gegen die Schwerkraft gehalten werden. Hals- und Brustwirbelsäule bilden einen ungünstigen Winkel und je kleiner dieser Winkel, desto höher ist die Belastung für die Muskulatur und Halswirbelsäule. Diese Muskeln müssen nun den Kopf statisch halten, was zu einer Überbelastung führen kann.

„Der Nackenbereich ist selbst bei Radprofis anfällig für Beschwerden“, sagt auch Dr. Christopher Edler, Leiter der medizinischen Abteilung beim Profi-Team Bora-Hansgrohe. Hauptgrund für die Schmerzen seien meist überforderte Muskeln, bedingt durch die Haltung von Kopf und Halswirbelsäule in Relation zur Brustwirbelsäule: „Normalerweise befindet sich der Kopf gerade über der Wirbelsäule, was nicht viel Haltearbeit erfordert“, erklärt Edler. Meistgelesene Artikel123Auf dem Rad muss der Kopf jedoch entgegen der Schwerkraft gehalten werden. Je sportlicher die Sitzposition, desto schwerer ist die Haltearbeit. Hinzu kommt: Hals- und Brustwirbelsäule bilden einen ungünstigen Winkel, weil der Blick auf die Straße gerichtet ist. „Je kleiner dieser Winkel im Nacken, desto höher die Belastung für Muskulatur und Wirbelsäule“, so Edler.

Schmerzt der Nacken aufgrund solcher Verspannungen, sei das meist einfach zu lösen, verspricht der Mediziner. Komplizierter werde es, wenn die Ursache für die Beschwerden in der Wirbelsäule selbst liegt: „Die Wirbelkörper sind über kleine Gelenke miteinander verbunden“, erklärt Edler den zweiten möglichen Grund für Nackenschmerzen. „Diese Facetten­gelenke verschleißen mit dem Älterwerden und können zu Arthrose im Nacken führen.“ Betroffene haben stechende, punktuelle Schmerzen direkt im Genick. Schläge, die über Vorderrad, Lenker und Arme den Nacken erreichen, verstärken die Beschwerden noch.

„Als dritte mögliche Ursache müssen wir über die Bandscheiben sprechen“, so Edler. „Treten sie hervor und drücken auf die Spinalnerven, äußert sich das in lokalem Schmerz bis hin zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen über die Arme bis in die Finger hinein.“ Wie Ameisenlaufen fühle sich das an oder ein Stoß auf den „Musikanten­knochen“, berichten Betroffene. „Radfahren provoziert das Problem, ist aber meist nicht der alleinige Verursacher“, ergänzt Edler. Kribbelt es auf dem Rad nur kurz und verschwindet das Gefühl wieder, müsse man nicht unbedingt einen Arzt aufsuchen. „Bleiben die Beschwerden aber nach der Ausfahrt bestehen, ist dringend ein Arztbesuch angezeigt“, so Edler. Das gelte auch, „wenn man durch ein Schlagloch fährt und danach plötzlich der Nacken stark schmerzt“.

Ursachen von Nackenschmerzen

Der Grund für Nackenschmerzen beim Radfahren ist meist eine verspannte Muskulatur, die entweder durch eine schlechte Haltung auf dem Bike, oder durch falsche Komponenten verursacht wird. Hier sind einige Hauptursachen im Überblick:

  • Überbeanspruchte Muskulatur: Die Haltung von Kopf und Halswirbelsäule im Verhältnis zur Brustwirbelsäule führt oft zu einer Überbeanspruchung der Nackenmuskulatur.
  • Ungünstiger Winkel: Hals- und Brustwirbelsäule bilden einen ungünstigen Winkel, der die Belastung für die Muskulatur und Halswirbelsäule erhöht.
  • Falsche Sitzposition: Eine ungünstige Sitzposition, ein zu gestreckter Oberkörper durch einen zu weit nach vorn eingestellten Lenker, oder eine falsche Griffeinstellung können zu einer übermäßigen Anspannung der Nackenmuskulatur führen.
  • Falsche Rahmengröße: Dies kann zu einer unnatürlichen Haltung und dadurch zu Schmerzen im Nacken und unteren Rücken führen.
  • Verschleiß der Facettengelenke: Die Wirbelkörper sind über kleine Gelenke miteinander verbunden. Diese Facettengelenke verschleißen mit dem Älterwerden und können zu Arthrose im Nacken führen.
  • Bandscheibenprobleme: Treten sie hervor und drücken auf die Spinalnerven, äußert sich das in lokalem Schmerz bis hin zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen über die Arme bis in die Finger hinein.

Lösungsansätze und Anpassungen

Abhilfe schaffen die richtige Einstellung des Fahrrads auf die jeweilige Körpergröße und -form und ergonomische, zum jeweiligen Einsatzbereich passende, Komponenten, wie zum Beispiel Flügelgriffe und Sättel mit einer geschlechtsspezifischen Entlastungsoberfläche. Hier sind einige Tipps und Anpassungen, die du vornehmen kannst:

Sattel

  • Sattelhöhe: Stelle die Sattelhöhe so ein, dass dein Bein im unteren Totpunkt des Pedalwegs leicht gebeugt ist, wobei der Fuß mit dem Ballen gerade noch auf dem Pedal steht. Ein vollständig durchgestrecktes Bein ist oft ein Anzeichen für eine falsche Sitzposition, die zu Stress auch im Bereich von Rücken und Nacken führen kann.
  • Sattelneigung: Der Sattel sollte waagerecht oder leicht nach vorne geneigt sein. Achte darauf, dass der Sattel zu deinem Fahrstil und deiner Anatomie passt. Die Sitzhöhe und die Neigung der Sattelnase sollten so eingestellt sein, dass du bequem fahren kannst, ohne zu viel Druck auf das Gesäß auszuüben.

Lenker

  • Lenkerhöhe: Der Lenker sollte so eingestellt sein, dass du in einer leicht nach vorne geneigten, aber dennoch entspannten Position sitzt. Ein zu niedriger Lenker zwingt dich, deinen Nacken stark nach oben zu strecken. Generell sind das folgende Handgriffe: Lenker höher, Sattel tiefer und zurück, Vorbau kürzer.
  • Lenkerbreite: Der Lenker sollte beim Rennradfahren ungefähr so breit sein wie deine Schultern. Ein zu breiter oder zu schmaler Lenker kann zu Verspannungen im Nacken und in den Schultern führen.
  • Lenkerneigung: Der Lenker sollte so geneigt sein, dass du deine Handgelenke in einer natürlichen Position halten kannst. Überprüfe auch, ob die Bremshebel gut erreichbar sind, ohne deine Handgelenke zu sehr zu verdrehen.

Vorbau

  • Vorbaulänge: Ein zu langer Vorbau zwingt dich, dich zu weit nach vorne zu strecken, was zu Nackenschmerzen führen kann. Ein kürzerer Vorbau ermöglicht hier eine aufrechtere und entspanntere Sitzposition.
  • Vorbauhöhe: Ein verstellbarer Vorbau kann helfen, die Höhe des Lenkers optimal anzupassen. Eine etwas höhere Position reduziert die Belastung auf den Nacken.

Rahmengeometrie

  • Rahmengröße: Achte darauf, dass der Rahmen des Fahrrads zur Größe deines Körpers passt. Ein zu großer oder zu kleiner Rahmen kann deine Sitzposition negativ beeinflussen.
  • Geometrie des Rahmens: Unterschiedliche Fahrradtypen haben unterschiedliche Rahmengeometrien. Kleine Änderungen und Anpassungen können einen großen Unterschied machen.

Ergonomische Anpassungen und Komponenten

Wenn die Rahmengröße jedoch passt, liegt es oft an einer ungünstigen Sitzposition, einem zu gestreckten Oberkörper durch einen zu weit nach vorn eingestellten Lenker, oder an einer falschen Griffeinstellung, dass eine übermäßige Anspannung der Nackenmuskulatur entsteht. Auch der Fahrradsattel und dessen Einstellung kann erheblichen Einfluss auf Nackenbeschwerden haben.

Passt jedoch der Sattel nicht zur Anatomie des Fahrers oder der Fahrerin, kann das trotz der richtigen Einstellung zu Sitzschmerzen und dadurch zu einer Fehlhaltung auf dem Bike führen, was wiederum Nackenschmerzen begünstigt. Hier kann ein ergonomischer Sattel mit einer geschlechtsspezifischen Entlastungsoberfläche, wie zum Beispiel der ST Core Evo helfen, den Druck besser zu verteilen und den Komfort deutlich zu erhöhen.

„Je nachdem, wie der Flügel am Flügelgriff positioniert ist, beeinflusst dies die Unterarm- und Ellenbogenstellung und damit den Nacken“, erklärt Simon Schumacher, Head of Ergonomics bei Ergon. „Wenn man beim Fahren die Schultern hochzieht und die Ellenbogen durchdrückt, ist der Flügel zu weit nach unten eingestellt“, so der Ergonomie-Experte. „Die Folge ist der klassische Nackenschmerz, den ich Schreibtischschmerz nenne, weil viele Menschen auch so am Computer sitzen.“ Ein Flügelgriff, wie etwa zum Beispiel der Ergon GP1 Evo, ist dann richtig eingestellt, wenn der Neigungswinkel des Flügels eine Beugung des Handgelenks unterstützt, die auf einer Linie mit Unterarm und Ellenbogen liegt.

Es gibt aber auch Fahrradgriffe, die keine Möglichkeit bieten, während der Fahrt umzugreifen oder den Druck auf die Hände ergonomisch zu verteilen. Diese führen zu einer statischen Haltung und damit einseitige Druckbelastungen der Hände. Die Folge ist oft eine schlechte Druckverteilung sowie Haltung auf dem Rad und bei ständigen Schmerzen eine dauerhafte Schonhaltung beim Greifen. Dabei werden die Schultern hochgezogen und die Haltemuskulatur des Kopfes wird in falscher Haltung belastet. Zusätzlich verharrt der gesamte Stützapparat in einer statischen Position, welche die Schulter- und Nackenmuskulatur zusätzlich belastet.

Aus diesem Grund bietet Ergon zahlreiche Griffe an, die entlastendes dynamisches Umgreifen ermöglichen und somit helfen den gesamten Bewegungsapparat zu entspannen. Der GT1 bietet beispielsweise vier verschiedene Griffpositionen, die eine ständige Variation des Drucks auf die Hände einfach und intuitiv ermöglichen.

Professionelle Hilfe und Bikefitting

Wenn du dir unsicher bist, wie du die Anpassungen vornehmen sollst, kann dir ein Besuch in einem Fachgeschäft oder ein professionelles Bikefitting helfen. Es geht aber auch einfacher - mit der Fitting Box von Ergon. Diese ermöglicht eine einfache und präzise ergonomische Einstellung des Fahrrads und dessen Kontaktpunkte ohne Vorkenntnisse. Die Ergon „Schritt für Schritt“-Methode wurde von Dr. Kim Tofaute, einem der führenden Experten für Fahrrad-Ergonomie in Europa, entwickelt und hilft, den Sattel, Lenker und die Pedale ergonomisch perfekt auf den Körper abzustimmen.

Sie ist auch für Einsteiger geeignet, die ihren Fahrkomfort steigern und körperliche Beschwerden vermeiden möchten. Die Anleitungen sind leicht verständlich und decken verschiedene Fahrradtypen ab - ideal für Radfahrende, die häufig fahren, ohne sich tiefergehend mit der Kunst des Bike-Fittings auseinandersetzen zu wollen.

Weitere Tipps zur Vorbeugung

  • Regelmäßiges Training: Auch regelmäßiges Training der Nacken- und Schultermuskulatur kann helfen, die Belastung besser zu bewältigen. Übungen wie Schulterheben, Nackenstrecken und Dehnübungen sind hier besonders hilfreich.
  • Aufwärmübungen: Es kann aber auch hilfreich sein, vor dem Radfahren zum Aufwärmen gezielte Übungen für den Nackenbereich durchzuführen.
  • Sitzposition überdenken: Alles, was zu einer aufrechteren Haltung führt, ist für den Nacken sinnvoll.
  • Kinn Richtung Brust: Wer öfter Nackenprobleme hat, dem empfiehlt der Sportmediziner außerdem ein paar Maßnahmen für mehr Komfort: „Kinn Richtung Brust, nur der Blick geht nach vorne.“
  • Helm und Brille überprüfen: Manchmal verstärken auch Helm und Brille die Nackenprobleme: Sitzt der Helm zu tief in der Stirn oder rutscht die Brille ständig auf der schweißnassen Nase, muss man den Kopf höher heben, um den Radweg sehen zu können - dadurch knickt die Halswirbelsäule noch weiter ab.
  • Breitere Reifen und Luftdruck senken: „Um Stöße am Vorderrad besser abzufedern, kann man etwas breitere Reifen aufziehen und den Luft­­-druck senken.“
  • Gepolsterte Handschuhe und ergonomische Griffe: Gut gepolsterte Handschuhe fangen Schläge ebenso ab wie ergonomisch geformte Griffe.

Ausgleichssport und Physiotherapie

Bartrow rät ein- bis zweimal pro Woche an Tagen, an denen das Fahrrad in der Garage bleibt. „15 bis 20 Minuten reichen aus, um sich gezielt um die Schwachstellen zu kümmern“, so der Physiotherapeut. Gegen Nackenschmerzen nach der Radtour helfen auch Wärme und Kälte. „Viele neigen intuitiv zu Wärme, ich empfehle aber eher die Kälte, denn sie wirkt effektiver und schneller“, sagt Bartrow. Der Physiotherapeut rät, Gelpacks aus dem Kühlschrank - nicht aus dem Gefrierfach - innerhalb von 20 bis 30 Minuten immer wieder kurz auf den schmerzenden Bereich zu legen. Wer es lieber warm mag, kann eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen in den Nacken legen.

Drei Übungen gegen Nackenschmerzen

  1. Mobilisation: Sphinx Stützen Sie sich in Bauchlage auf die Unterarme, das Becken bleibt am Boden. Drücken Sie den ganzen Oberkörper nach oben und schieben Sie Ihren Kopf nach vorne, sodass sich die gesamte Wirbelsäule in die Länge zieht. Kinn nicht zu stark anheben - der Nacken soll lang bleiben! ➜ 4 Durchgänge mit je 20-25 Wiederholungen
  2. Kräftigung: Siegespose Lockerer Stand, Hanteln in den Händen. Winkeln Sie die Arme ab, sodass die Hanteln auf Schulterhöhe sind. Dann strecken Sie die Arme samt Hanteln nach oben, strecken dabei die Ellenbogen aber nicht ganz. Bauchmuskeln währenddessen anspannen, ➜ 5 Durchgänge mit je 8-12 Wiederholungen
  3. Entspannung: Druckpunkt Legen Sie sich mit dem Rücken (Beine aufgestellt) auf einen kleinen Blackroll- oder Tennisball, der zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt liegen sollte. Nicht bewegen. Lassen Sie den Druck des Balls in die Muskulatur zu. Halten Sie die Position, bis Druckschmerz und damit Muskelspannung deutlich nachlassen. Anschließend Ball auf die andere Seite der Wirbelsäule legen. ➜ mindestens 3-5 Minuten

Diese Übungen stammen aus “Schmerzfreier Nacken” von Kay Bartrow, Trias Verlag, 144 Seiten, 12,99 Euro.

Nackenschmerzen beim E-Bike Fahren

Auch Nackenschmerzen beim E-Bike fahren entstehen in den meisten Fällen durch eine verkrampfte bzw. falsche Körperhaltung. Ein überstreckter Nacken, welcher auf ein schlechtes Höhenverhältnis zwischen Sattel und Lenker deutet, löst auf Dauer starke Schmerzen im Nacken aus, welche oft auch Kopfschmerzen und andere Beschwerden auslösen können. Verhindert werden kann das Problem durch Angleichen der Sattel- bzw.

Hilfsmittel zur Bestimmung der Sitzposition

Hier sind einige Hilfsmittel, die dir dabei helfen können, die optimale Sitzposition auf dem Fahrrad zu finden:

  • Maßband, Wasserwaage, Senklot: Diese Werkzeuge helfen dir, die grundlegenden Einstellungen wie Sattelhöhe, -versatz und Lenkerposition korrekt vorzunehmen.
  • Goniometer (Winkelmesser): Ein klassisches Tool zur Bestimmung von Gelenkwinkeln - z. B. am Knie. So kannst du biomechanische Richtwerte besser einhalten und Überbelastungen vermeiden. Analoge Modelle reichen aus.
  • Bikefitting-Apps: Bike Fast Fit Elite funktioniert per Motion Capturing: Du musst dafür nur Markierungen auf bestimmte Körperpartien kleben und das Smartphone/Tablet so positionieren, dass du im Profil gefilmt wirst. Anschließend analysiert Bike Fast Fit Elite die Position der Aufkleber zueinander und gibt dir Tipps, wie du deine Sitzposition optimieren kannst. Die App ist für 9,99 Euro im App Store erhältlich.

Häufige Beschwerden und Ursachen einer falschen Sitzposition

Schmerzen nach dem Fahrradfahren können unterschiedliche Ursachen haben. Häufig sind Knieschmerzen, Sitzknochenschmerzen, Schmerzen im unteren Rücken oder im Intimbereich bei Frauen. Diese Probleme können oft auf eine nicht optimale Fahrradeinstellung zurückgeführt werden. Ein professionelles Bike-Fitting kann in allen diesen Fällen eine hilfreiche Lösung sein, um die Sitzposition zu optimieren und so eine ergonomische und schmerzfreie Fahrt zu ermöglichen.

Wenn sich das Radfahren plötzlich „anders“ als früher anfühlt, geraten viele Radler in Panik. Am anfälligsten für typische Radler-Probleme sind die drei Kontaktpunkte des Körpers mit dem Rad: Gesäß, Hände und Füße. Aber auch Oberschenkel-Schmerzen, Rückenschmerzen und Knieschmerzen nach dem Fahrradfahren sind nicht unüblich.

Häufig sind Überlastungen in Kombination mit einer ungünstigen ergonomischen Fahrradeinstellung schuld an der Misere. Die gute Nachricht: Meistens lassen sich die Probleme durch physiotherapeutische Übungen, Anpassung der Ergonomie oder sogar durch Hausmittel in den Griff bekommen.

Schmerzen nach dem Fahrradfahren als Frau (oder als Mann) sind nicht nur unangenehm, sie können auch gefährlich werden. So führen Reizungen der Vulva oder der Prostata leicht zu einer behandlungsbedürftigen Entzündung. Auch Po-Schmerzen auf dem Fahrrad sollte man ernst nehmen. Druck- und Reibestellen sowie Taubheitsgefühle sind oft auf einen falschen Sattel oder eine schlechte Radlerhose zurückzuführen. Durch einen Austausch verschwinden die Probleme von selbst.

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