Namen für Mopeds: Eine Reise durch die Welt der Zweirad-Namen

Piaggio, Hercules, Honda oder Yamaha sind bekannte Namen in der Welt der Zweiräder. Doch es gibt eine Vielzahl weiterer Hersteller mit interessanten Geschichten und Modellen.

Bekannte und weniger bekannte Hersteller

  • Aprilia: Ein italienischer Motorrad- und Motorrollerhersteller mit Sitz in Noale.
  • Cimatti: Gegründet vom Radrennfahrer Marco Cimatti in Bologna, ursprünglich ein Fahrradhersteller.
  • Express-Werke: Produzierte Motorräder als Konfektionär, hauptsächlich mit Motoren von Fichtel & Sachs und Ilo.
  • Garelli: Nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisiert auf schlitzgesteuerte Motoren von 34 bis 125 cm³.
  • Gilera: Einer der ältesten italienischen Motorradhersteller und eine Tochterfirma des Piaggio-Konzerns.
  • Hercules: Stellte bereits zwischen 1905 und 1907 Motorräder her.
  • Halleiner Motorenwerke Hinterberger, Schreitl & Co. (HMW): Verlagerte Ende der 1950er Jahre ihren Standort von Hallein nach Kottingbrunn.
  • Honda: Begann 1963 mit der Motorradproduktion in Belgien, später auch in Thailand, Nigeria und anderen Ländern.
  • Jawa: Ein tschechischer Motorrad- und ehemaliger Automobilhersteller.
  • Keeway: Der Markenname, unter dem Qianjiang-Fahrzeuge seit 1999 ins Ausland vertrieben werden.
  • Kreidler: Brachte 1951 das erste 50-cm³-Hubraum-Moped auf den Markt, das Modell K 50.
  • Malaguti: Ein italienischer Hersteller von Motorrädern, Motorrollern und Mofas mit Sitz bei Bologna.
  • M.B.K. Industrie: Ein französischer Hersteller von Motorrollern, Elektro-Mofas und -Fahrrädern, Tochterunternehmen von Yamaha.
  • Mota: Die Markenbezeichnung für motorisierte Zweiräder der MOTA Maschinenbau GmbH in Nagold.
  • Mobylette: Der Markennamen für Mofas und Mopeds des französischen Zweiradherstellers Motobécane.
  • Moto Guzzi: Ein italienischer Hersteller von Motorrädern mit Sitz am Comer See.
  • Peugeot: Stellte ab 1886 Fahrräder her und war ab 1901 an der frühen Entwicklung von Motorrädern in Deutschland beteiligt.
  • Piaggio: Ein italienischer Fahrzeughersteller mit Sitz in Pontedera, der in verschiedenen Branchen tätig war.
  • Rieju: Marktführer in Spanien in diesem Segment.
  • Sachs: Ab 2001 als Tochterunternehmen ZF Sachs AG zu ZF Friedrichshafen gehörend.
  • Simson: Erlangte durch die in der DDR hergestellten Zweiräder seine heutige Bekanntheit.
  • Solex: Erhielt 1917 ein Patent auf ein Fahrrad mit Hilfsmotor an der Hinterachse.
  • Triumph Werke Nürnberg AG: Ein deutscher Motorrad- und Büromaschinenhersteller.

Die "Vogelserie" von Simson

Ein interessantes Kapitel in der Geschichte der Moped-Namen ist die "Vogelserie" von Simson (Spatz, Schwalbe, Star, Sperber und Habicht). Doch warum wählte man gerade Vogelnamen für diese Modelle?

Es gibt verschiedene Theorien:

  • Das Summen eines gut laufenden Mopedmotors klingt wie Vogelgesang.
  • Die geschwungenen Linien der Zweiräder erinnern an stilisierte Vogelflügel.
  • Der vordere Kotflügel ähnelt dem Schnabel eines Vogels.
  • Das Gefühl der Freiheit und des Fliegens beim Fahren.

Tatsächlich gab es wohl auch eine Art Wettbewerb, bei dem DDR-Bürger Vorschläge einreichen konnten. Namen wie "Simsonette", "Baby Suhl" und "Simson Muli" standen ebenfalls zur Auswahl.

Individuelle Namen und Kosenamen

Viele Motorradfahrer geben ihren Maschinen individuelle Namen und Kosenamen, oft basierend auf persönlichen Erfahrungen oder Eigenschaften des Motorrads.

Einige Beispiele:

  • "April" für eine Tuono
  • "Donnerbella" für eine weiße Schönheit
  • "Gunda" für eine NTV
  • "Bruno" für eine NC
  • "Jolante" für eine AT
  • "Black Betty" nach dem Pin-Up-Girl Betty Page
  • "Max" für ein tapferes Moped
  • "Else - Gerti" für eine Schwalbe
  • "Chantalle" für eine Schwalbe

Die Wahl des Namens ist oft eine persönliche Entscheidung, die die Beziehung zwischen Fahrer und Maschine widerspiegelt. Ob man sein Mofa nun "Schwalbe" nennt oder ihm einen ganz individuellen Namen gibt, bleibt jedem selbst überlassen.

Die Qual der Wahl: Weiblich oder Männlich?

Eine Frage, die sich viele Motorradfahrer stellen: Ist ein Motorrad weiblich oder männlich? Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Manche Fahrer sehen ihr Motorrad als weibliche Begleiterin, andere als männlichen Kumpel.

Eine beeindruckende Zweirad-Historie

Einige Motorradfahrer haben im Laufe ihres Lebens eine beachtliche Anzahl von Zweirädern besessen. Ein Beispiel ist ein Fahrer, der seit 1984 etwa 50 Motorräder gefahren hat, darunter exotische Modelle wie ein BMW C1 oder eine Harley Davidson Early-Shovel Jg. 1968. Dabei wurden sowohl Chopper als auch Enduros gefahren, und auch Winterfahrzeuge wie Roller waren im Einsatz.

Tabelle: Zweirad-Historie (Auswahl)

Marke Modell Farbe
Yamaha XL125 Blau
Yamaha DT125LC Schwarz
Honda VF750C fireflak
Honda XRV750 RD04 Tricolor
Harley Davidson Super Glide 1976 Schwarz

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0