Navi Fur E-Bike Test: Welches Fahrrad-Navi ist das Richtige für Sie?

Fahrrad-Navis sind vielseitig einsetzbar. Ob als Routensucher, Trainingsbegleitung oder kompakter Tacho - Fahrid-Navis können vielseitig benutzt werden. Zwar können auch Smartphones als Navigationsgerät, Trainingsbegleiter oder als Fahrradtacho genutzt werden, ein fürs Fahrrad spezialisiertes Navigationsgerät bietet jedoch einige Vorteile.

Besonders wichtig sind hier die Akku-Laufzeit und das Display. Zudem spart ein solches Fahrrad-Navi Datenvolumen. Doch das Angebot ist groß. COMPUTER BILD hat mehrere Topmodelle getestet!

Testsieger und Empfehlungen im Überblick

COMPUTER BILD hat mehrere Topmodelle getestet!

Sieger des Fahrrad-Navi-Tests: Wahoo Elemnt Roam

Das Display ist dank hohem Kontrast mit dezentem Einsatz von Farben immer perfekt ablesbar. Dank exzellenter Routenführung entlang importierter Tracks mit Umrechnung bei Streckenabweichung ist der Roam ein treuer Tourbegleiter. Weltweite Karten gibt es kostenlos zum Downloaden.

Ein Dreamteam bilden der Elemnt mit dem Planungstool komoot. Eigene Touren stehen nach der drahtlosen Übertragung direkt zur Navigation bereit. Für eine spontane Zieleingabe ist das Smartphone notwendig. Die Akkulaufzeit von 14 bis 18 Stunden ist ausreichend.

Vorteile:

  • Sehr einfache Bedienung
  • Beste Ablesbarkeit
  • Klare Streckenführung

Nachteile:

  • Keine direkte Adresseingabe

Der Nachfolger des Testsiegers: Wahoo Elemnt Roam V2

Der Vorgänger wurde Testsieger und überzeugte mit einer einfachen Bedienung und Einrichtung sowie einer langen Akkulaufzeit von 17 Stunden. Das aktuelle Modell V2 unterscheidet sich äußerlich nur minimal dazu, hat aber einige interessante technische Neuerungen zu bieten.

Dazu gehören ein schnellerer Prozessor, ein farbenfroheres Display, das nun 64 Farben darstellen kann sowie einen größeren Speicher von 32 GB statt nur 4 GB. Auch der GPS-Dualband-Sensor ist moderne und kann mehr Signale empfangen. Zudem wurde die Form der Bedientasten etwas verändert, was die Haptik verbessert. Ein Touchscreen ist weiterhin nicht verbaut.

Vorteile:

  • Bedienung sehr simpel
  • Auch bei Sonne gut ablesbar
  • Streckenführung verständlich

Nachteile:

  • Preisintensive Anschaffung

Testempfehlung: Hammerhead Karoo 2

Für die Nutzung des Hammerhead Karoo 2 braucht es keine Smartphone-App. Alle Einstellungen und Veränderungen können praktisch und einfach direkt am Gerät vorgenommen werden. Das Display bietet scharfe Bilder und eine klare Kartenansicht. Die Kombination aus Tasten und Touchscreen macht die Navigation intuitiv.

Die klare Streckenführung des Navigationsmodus erleichtert es, den richtigen Weg zu finden, und das Re-Routing sorgt dafür, dass Fahrer auch bei unerwarteten Hindernissen stets auf Kurs bleiben. Die Side-Load Option ermöglicht es, zusätzliche Apps und Funktionen auf das Gerät zu laden, um die Funktionalität zu erweitern.

Dass die Benutzeroberfläche ausschließlich auf Englisch verfügbar ist, könnte für einige Nutzer möglicherweise eine Hürde darstellt. Zudem sind nur drei Zoomstufen bei der Kartenansicht verfügbar, was einschränkend sein kann. Dennoch bietet das Karoo 2 eine beeindruckende Leistung und eine Vielzahl nützlicher Funktionen für Radfahrer.

Vorteile:

  • Bedienung einfach
  • Display gut lesbar

Nachteile:

  • Längere Akkulaufzeit wünschenswert

Weitere Produkte im Test

Die Edge-Modelle bieten bei kompaktem Display den vollen Funktionsumfang. Fällt die Wahl auf den kleinen Bruder vom 830er-Modell, den 530er mit Tastenbedienung, spart man 100 Euro. Eine Europakarte ist dabei und wird zweimal pro Jahr kostenlos aktualisiert. Navigation entlang geplanter Strecken funktioniert gut.

Eine Zieladresseneingabe bietet nur der 830. Bei Anstiegen informiert ClimbPro über Steigung und Höhenmeter. Die Akkulaufzeit beträgt 15 bis 19 Stunden.

Garmin Edge 1030 Plus

Das Garmin Edge 1030 Plus-Navigationsgerät ist der Nachfolger vom Edge 1030. Das Display wurde in der Lesbarkeit verbessert, der Speicher von 16- auf 32 GB verdoppelt. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit externe Speicher zu nutzen bei diesem Modell entfernt.

In der Einarbeitung bedarf der umfassende Funktionsumfang etwas Zeit. Wer mag, kann dafür sowohl umfassende Navigations- als auch Trainingsfunktionen nutzen. Das 3,2 Zoll große Display sorgt für gute Übersichtlichkeit.

Vorteile:

  • Große Speicherkapazität
  • Lange Akkulaufzeit

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • Mitunter schwierig zu bedienen

Garmin Edge 830

Navigation entlang geplanter Strecken funktioniert gut. Eine Zieladresseneingabe bietet nur der 830. Bei Anstiegen informiert ClimbPro über Steigung und Höhenmeter. Die Akkulaufzeit beträgt 15 bis 19 Stunden.

Vorteile:

  • Navigation klar und verständlich
  • Adressen können direkt eingegeben werden

Nachteile:

  • Kompaktes Display
  • Touchscreen mitunter schwierig zu bedienen

Garmin Edge Explore

Einfache Bedienung, zuverlässige Navigation und ein Top-Display. Das Edge Explore bietet ein Komplettpaket für den Touren- und Freizeitradler. Fahrradhalterung, routingfähige Europakarte mit zwei kostenlosen Updates pro Jahr verhindern Folgekosten.

Die Empfindlichkeit des Touchscreens ist gut und die Ablesbarkeit bei Sonne super. Das Edge führt idealerweise entlang einer importierten GPX-Strecke zum Ziel. Insgesamt eine hervorragende Navigation für den Freizeitradler, insbesondere auf geplanten Tracks, und das zu einem sehr attraktiven Preis.

Vorteile:

  • Touchscreen-Empfindlichkeit sehr gut
  • Navigiert ohne Probleme

Nachteile:

  • Bedienung mit Handschuhen fummelig

Garmin Edge Explore 2

Das Garmin Edge Explore 2 hat eine Reihe von Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell zu bieten, das im Test mit dem Urteil "gut" abschnitt. So können nun auch besonders verkehrsarme oder für E-Bikes geeignete Routen gesucht werden.

Dazu ist das Gerät mit einigen Leistungsmessern koppelbar und besitzt auch einen integirerten Höhenmesser. Dieses Gerät wurde noch nicht getestet und erhielt daher keine Tastnote.

Vorteile:

  • Unterschiedliche Routing-Möglichkeiten
  • Eingebauter Höhenmesser
  • Touch Display

Nachteile:

  • Einrichtung etwas mühsam

Garmin Oregon 700

Das große Touchscreen-Navi bietet eine übersichtliche Startseite zum Profilwechsel. Auf die interne Routenberechnung sollte man sich besser nicht verlassen, sondern geplanten GPX-Tracks folgen. Das brillante Display mit kapazitivem Touchscreen ist auch bei Sonne super ablesbar und reagiert flott auf Befehle.

Überzeugen können Kompass, Barometer, großer Speicher und Standardakkus mit Laufzeiten von 5 bis 14 Stunden. Eine vollwertige Karte bietet nur das Topmodell Oregon 750t.

Vorteile:

  • Display jederzeit lesbar
  • Große Speicherkapazität

Nachteile:

  • Ungenaue Routenberechnung
  • Mit Handschuhen schwierig

Garmin eTrex 32x

Eine kleine, günstige und robuste Navigation mit sehr langer Akkulaufzeit von über 20 Stunden. Die Bedienung über den knubbeligen Joystick ist während der Radfahrt eine echte Herausforderung. Die Ablesbarkeit vom Display ist dagegen makellos.

Empfehlenswert ist das eTrex 32x mit barometrischem Höhenmesser und elektronischem Kompass. Eine routingfähige Topo-Active-Karte ist enthalten. Ansonsten dienen Speicherkarten zur Erweiterung. Der Prozessor ist langsam, was sich in zähem Zoomen und Verschieben der Karte bemerkbar macht.

Vorteile:

  • Beste Akkulaufzeit
  • Display gut lesbar
  • Robustes Gehäuse

Nachteile:

  • Prozessor recht langsam

So hat COMPUTER BILD die Fahrrad-Navis getestet

Acht Testkriterien mussten die Fahrrad-Navis durchlaufen. Bei der Navigation wurde überprüft, wie gut der Streckenimport möglich ist, wie gut die Zielführung ist und wie schnell das Re-Routing funktioniert.

Dann wurde noch auf die Bedienung und auf die Ablesbarkeit des Displays geschaut. Auch die Sensorunterstützung und der Funktionsumfang wurden bewertet. Die Karten und der dazugehörige Speicher wurden ebenfalls begutachtet.

Im Praxistest mussten die Geräte beweisen, wie gut sie uns samt Fahrrädern von A nach B navigieren können.

Die richtige Navigation für jeden Anspruch

An Fahrrad-Navis werden andere Ansprüche gestellt als an Navigationsgeräte für Autos. So geht es vielen Radlern nicht darum, das Ziel möglichst schnell zu erreichen, sondern eher darum, eine geeignete Strecke zu finden. Und auch hier unterscheiden sich die Ansprüche noch einmal. So bevorzugt ein Mountainbiker eine andere Strecke als ein Rennradfahrer. Da Streckenansprüche sehr individuell sind, integrieren alle Hersteller die Portale von komoot, Strava, Outdooractive & Co in ihre Systeme.

Für sportliche Höchstleistungen

Auf dem Rennrad zählen Gewicht und Aerodynamik zu den wichtigen Hardware-Merkmalen eines geeigneten GPS-Radcomputers. Die Software muss in der Lage sein, Daten von externen Sensoren per ANT+ und Bluetooth zu empfangen, anzuzeigen und für die Trainingsauswertung abzuspeichern.

Ideale Begleiter für diese Anforderungen sind der Wahoo, der Hammerhead sowie der Garmin Edge 1030 Plus und 830. Die weitere Ausstattung enthält bei diesen Modellen außerdem eine Schnittstelle für Trainingsprogramme. Im Bereich Navigation sind Import und Führung entlang vorbereiteter Trainingsrunden oder Rennstrecken vom Veranstalter wichtiger als eine klassische Zielnavigation.

Grosses Tourenkino

Für die gemütliche Radtour in der Umgebung oder im Urlaub sind weder Gewicht noch Größe ausschlaggebende Argumente. Wichtiger sind eine einfache Bedienung und eine gute spontane Navigation zu Zielen, wie es das Garmin Edge Explore bietet.

Auch eine gewisse Auswahl an Sonderzielen wie Bahnhöfen, Hotels und Restaurants sollte an Bord sein. Selbst wenn eine Zieleingabe über die Adresse wie beim Auto möglich ist, so bringen vorbereitete, importierte Touren aus dem Radreiseführer beim entspannten Nachradeln deutlich mehr Spaß auf der Wochenendrunde.

Für Abenteuerreisen geeignet

Garmins eTrex 32x-Modell kommt im Test auf eine maximale Akkuleistung von erstaunlichen 25 Stunden.

Auf der Langstrecke muss vor allem der Akku der Navigation lange durchhalten. Weitere wichtige Merkmale sind Robustheit und die Art der Stromversorgung. Gerade auf Touren abseits der Zivilisation ist es schwierig, eine Möglichkeit zum Aufladen des internen Akkus zu finden. Dann sind Standard-Mignon-Zellen (AA) optimal. Für einige Tage lassen sich Ersatzakkus mitführen. Auf noch längeren Touren tun es auch Einwegbatterien aus dem lokalen Dorfladen.

Auch auf das Kartenangebot achten. Was ist ab Werk dabei, und gibt es weltweit Erweiterungen? Lange Akkulaufzeit, große Kartenauswahl, Track- und Zielnavigation sowie die Auswahl von Sonderzielen bieten der Garmin eTrex 32x und der Elemnt Roam.

Für jede Outdoor-Aktivität gerüstet

Wer sich bei seinen Outdoor-Aktivitäten nicht nur auf das Fahrrad beschränkt, sondern auch ausgedehnte Wanderungen, Skitouren, Wassersport oder Geocaching unternehmen möchte, braucht ein Universaltalent, wie das Garmin Oregon 700. Praktisch sind dann Profile, mit denen die Einstellungen schnell zwischen unterschiedliche Aktivitäten gewechselt werden.

Auch unterschiedliche Spezialkarten für exotische Aktivitäten wie Wanderreiten können dann den Ausschlag geben. Weitere Fragen vor der Entscheidung: Liegt das Gerät gut in der Hand? Gibt es eine Tasten- oder Displaysperre?

Das Garmin Oregon 700 bietet mehrere Profile für unterschiedliche Aktivitäten.

Fahrradnavigationsgeräte im Vergleich

Natürlich sollten Fahrrad-Navis noch viel mehr können, als über eine Strecke zu führen. So können - je nach Antriebshersteller und Display-Art - E-Bikes mit den Fahrrad-Navis gekoppelt werden, um Daten wie Leistung oder Trittfrequenz anzuzeigen. Eine weitere Funktion kann das Anlegen mehrerer Fahrprofile sein.

So können Leute, die nicht nur gerne mit dem Mountainbike, sondern auch mit dem Trekkingrad oder dem Rennrad unterwegs sind, bei einigen Geräte verschiedene Profile anlegen. Je nach Profil wird ihnen dann ein Leistungsmesser oder ein Höhenmesser angezeigt, die Navigation lässt sich so ebenfalls anpassen.

Wissenswertes zu Navigationsgeräten fürs Fahrrad

Display - eine Frage der Größe?

Im ersten Moment wirken die meisten Displays der Fahrrad-Navis auf viele Nutzer zu klein. Aber ist beim Display die Größe wirklich alles? Erstens bedeutet ein großes Display nicht immer, dass man die Anzeige gut erkennen kann. Es kommt auch auf die Qualität an. Zweitens sieht man auf einem großen Display nicht besser, sondern allenfalls mehr. Und was bringt es einem, wenn man rechts und links der Straße 600 Meter Umgebung sieht? Wichtig ist vielmehr die nächste Kreuzung mit ihren Abzweigungen. Drittens brauchen große Displays mehr Strom als kleine. Daher steigt mit der Displaygröße auch die Dicke und das Gewicht des Geräts. Zu guter Letzt ist das Display die teuerste Komponente. Ein großes, gutes Display wird deshalb nicht zum Discountpreis zu bekommen sein.

Arten der Navigation

Bei der Zielführung sind zwei grundsätzliche Arten zu unterscheiden: Zielrouting und Tracknavigation. Während beim Routing, wie im Auto, jedes Abbiegemanöver einzeln angekündigt wird, erscheint bei der Trackvariante nur eine farbige Linie auf der Karte. Der Fahrer ist selbst dafür verantwortlich, richtig abzubiegen, um auf der Strecke zu bleiben.

Bei der großen Auswahl an Möglichkeiten gilt, wie so oft im Leben, auch bei der Wahl der GPSNavigation: Es kommt drauf an - und so sollte eine Entscheidung maßgeblich vom Einsatzgebiet des Geräts abhängen.

Häufige Fragen zu Navigationsgeräten fürs Rad

Welche Vorteile bieten GPS-Navis für Radfahrer?

Fahrradnavigationsgeräte gewährleisten präzise Navigation auf Fahrradwegen und Straßen sowie die Möglichkeit, Routen zu planen und zu verfolgen. Sie sind widerstandsfähig gegenüber Wasser und Dreck und bieten dank ihres großzügigen Displays eine klare Übersicht.

Worauf sollte beim Kauf eines Fahrradnavigationsgeräts geachtet werden?

Zu den wesentlichen Überlegungen zählen der vorgesehene Verwendungszweck des Geräts, die Displaygröße und -auflösung, die Batterielaufzeit, die GPS-Präzision, die Benutzerfreundlichkeit der Software, die Option zur Einbindung externer Sensoren sowie die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen.

Was sind die Unterschiede zwischen Fahrradnavigationsgeräten und Navigations-Apps für Smartphones?

Im Vergleich zu Navigations-Apps für Smartphones weisen Fahrradnavigationsgeräte oft robustere Bauweisen, längere Akkulaufzeiten und spezifische Funktionen für Fahrradfahrer auf.

Weitere Fahrrad-Navi Testsieger

Auch wenn es das teuerste Gerät im Test ist, kann das Garmin Edge 1050* überzeugend den Testsieg für sich einfahren. Deutlich günstiger, für nur gut 100 Euro, lässt sich auch mit dem Bryton Rider 460 E* der richtige Weg finden. Was den Preis-Leistungssieger ausmacht, verrät der Test aus dem Jahre 2024.

Diese sieben Geräte haben am Test teilgenommen:

  • Garmin Edge 1050
  • Bryton Rider 460 E
  • Hammerhead Karoo 3
  • Garmin Edge 840
  • Coros Dura
  • Sigma Sport Rox 12.1 Evo
  • Wahoo Elemnt Roam V2

1. Platz & Testsieger: Garmin Edge 1050

Der Garmin Edge 1050* beeindruckt als neuer Fahrradcomputer mit einer Fülle an innovativen Funktionen. Mit 161 Gramm und über 11 Zentimetern Länge ist er das größte und schwerste Gerät im Testfeld. Es bietet eine Helligkeit von 1000 Nits, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Lesbarkeit ermöglicht. Trotz dieser Vorteile leidet das Display unter Reflexionen, die insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung problematisch sind.

Eine interessante Neuerung ist hingegen die integrierte Fahrradklingel, die über einen Lautsprecher verfügt. Diese Funktion ist vor allem für Rennradfahrer nützlich, doch die Bedienung während der Fahrt erweist sich als etwas umständlich.

Besser: Der Edge 1050 ist auch der erste Fahrradcomputer, der akustische Abbiegehinweise wie „In 100 Metern rechts abbiegen“ oder „Im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen“ gibt. Das ist ein großer Vorteil bei der Navigation, denn so muss man während der Fahrt nicht vor jeder Kreuzung auf das Display schauen.

Die Sache hat allerdings zwei kleine Haken: Erstens ist die Funktion ab Werk deaktiviert und versteckt sich in einem schwer auffindbaren Untermenü (System > Sounds > kleiner Pfeil bei Sprachansagen > Navigationsalarme). Zweitens reicht die Lautstärke der Lautsprecher bei starkem Wind, hohen Geschwindigkeiten und rauem Untergrund nicht immer aus, um die Ansagen zu verstehen.

Eine weitere erwähnenswerte Funktion ist die Möglichkeit, Gefahrenstellen in Echtzeit zu melden. Diese Funktion ist jedoch nur mit aktivem Smartphone nutzbar.

Insgesamt bietet der Edge 1050 eine beeindruckende Vielfalt an Daten, von Geschwindigkeit über Herzfrequenz bis hin zu Leistungsmessung. Die Karte ist jedoch im Vergleich zur Konkurrenz unübersichtlicher, was die Navigation in komplexen Situationen erschwert. Die Akkulaufzeit von rund 20 Stunden ist trotz des hellen Displays zufriedenstellend, auch wenn sie nicht an die 50 Stunden des Edge 1040 heranreicht. Positiv ist die einfache Integration von Komoot-Routen, die direkt auf das Gerät geladen werden können.

Preis-Leistungssieger: Bryton Rider 460 E

Der Bryton Rider 460* ist eine preiswerte Option auf dem Markt der Fahrrad-Navis, erhältlich für nur 125 Euro. Doch wie schlägt sich dieses Gerät im Alltagstest? Hier sind die wichtigsten Punkte.

Der Bryton Rider 460 bietet eine einfache Breadcrumb-Navigation. Eine echte Kartenansicht mit einer Übersicht über das Straßen- und Wegenetz bietet der Bryton 460 ebenso wenig wie gesprochene oder akustische Anweisungen.

Dazu zeigt der Bryton Rider 460 nicht einmal Abbiegehinweise, etwa im Form von „in 100 Metern links abbiegen“ an. Das ist an sich schon fragwürdig. Nicht zuletzt ist das Rerouting spartanisch: Weicht man von der geplanten Route ab, zeigt das Gerät lediglich eine gestrichelte Linie zur ursprünglichen Strecke an.

Auf dem Bryton Rider 460 gibt es keine echten Kartennavigation, sondern man muss einer Linie folgen. Dies führt dazu, dass die Anzeige wenig detailliert und eher unscharf wirkt und alles andere als „kristallklar“, wie Bryton behauptet.

Die Akkulaufzeit des Bryton Rider 460 beträgt lediglich rund 10 Stunden, und bei weitem nicht 32 Stunden, wie vom Hersteller angegeben. Der interne Speicher von 8 GB ist ebenfalls begrenzt.

Trotz dieser Schwächen hat der Bryton Rider 460 auch einige positive Aspekte. Das Gerät unterstützt nahezu alle gängigen Datenfelder, die einfach per App konfigurierbar sind. Dank ANT+ lässt sich der Bryton 460 mit allen gängigen Sensoren und auch mit elektrischen Schaltgruppen und E-Bikes verbinden.

Weitere Empfehlenswerte Produkte

Hammerhead Karoo 3

Bestes Display, einfache Bedienung und sehr gute Navigation. Akkulaufzeit aber nur durchschnittlich.

Garmin Edge 840

Alle Infos zum Garmin Edge 840 fasst der Einzeltest zusammen.

Coros Dura

Das Coros Dura* ist die erste Wahl für Langstreckenradler, die Wert auf eine extrem gute Akkulaufzeit legen.

Sigma Sport Rox 12.1 Evo

Der Sigma Sport Rox 12.1 Evo* ist ein grundsolider Fahrradcomputer mit guter Navigation aber einigen technischen Einschränkungen.

FAQ: IMTEST fasst kurz zusammen, worauf man beim Kauf eines Fahrrad-Navis achten sollte.

  1. Welche Funktionen sind wichtig?
  2. Wie wichtig ist die Akkulaufzeit?
  3. Ist die Robustheit des Geräts relevant?
  4. Welche Bildschirmgröße ist optimal?
  5. Ist eine einfache Bedienung wichtig?

Verschiedene Fahrrad-Navi Modelle im Überblick

Immer mehr Hersteller entwickeln Fahrrad Navis. Große Unterschiede, nicht nur beim Preis, sondern insbesondere auch bei der technischen Ausstattung und der Langlebigkeit sind dabei unumgänglich. Dabei kann es schnell passieren, dass man in diesem Wirrwarr von Angeboten den Überblick verliert.

Folgende Fahrrad Navi Modelle stellen wir dir in diesem Testbericht vor:

  • Garmin Edge 840
  • Bryton Rider 750 SE
  • Garmin Edge Explore 2
  • Wahoo Elemnt Bolt V2 GPS
  • Sigma Sport ROX 12.1
  • TwoNav Cross Plus
  • Garmin Edge 1040 Solar
  • Wahoo Elemnt Roam V2
  • Sigma Sport ROX 11.1
  • Garmin Edge 830

Funktionen im Überblick

Moderne Fahrrad Navis stehen anderen technischen Geräten in nichts nach und so vereinen sie in ihrem kompakten Format zahllose Funktionen, von denen manche mehr, andere jedoch weniger nützlich sein können. Wie kann man bei dieser Vielzahl an technischen Möglichkeiten noch den Überblick behalten?

Zunächst einmal sollte dein Fahrrad Navi über eine lange Akkulaufzeit verfügen, um dich auch bei langen und kräftezehrenden Ganztagestouren nicht im Stich zu lassen. Zudem solltest du gut mit der karthografischen Darstellungsform deines Navis zurechtkommen, da hier meist innerhalb weniger Sekunden die richtige Entscheidung getroffen sein muss.

Zusätzliche Funktionen bieten kostspieligere Geräte an - hier musst du selbst entscheiden, ob du die Erweiterungen wirklich benötigst. Hilfreich sind diese Funktionen allemal: durch die Verknüpfung über Bluetooth mit deinem Smartphone kannst du deine Fitnessdaten Speichern, unterwegs neue Routen hinzufügen und dir sogar eingehende Nachrichten und Anrufe anzeigen lassen.

Wo kannst du dein Fahrrad Navi überall einsetzen?

Dank der Vielzahl an Funktionen lassen sich Fahrrad Navis in fast jedem Kontext einsetzen - viele Geräte kannst du sogar auf anderen Sportarten, wie etwa dem Wandern oder Langlaufen im Winter einsetzen. Doch auch passionierten Fahrradfahrern sind mit den neuen Fahrrad Navis keine Grenzen mehr gesetzt. Je nach bevorzugtem Einsatzbereich kann es sich aber lohnen, auf bestimmte Dinge besonders Acht zu geben.

Wer seine alltäglich beim Pendeln zurückgelegten Kilometer in der Fitness-App nachverfolgen möchte, der greift am besten zu einem Modell, das sich schnell an- und wieder abmontieren lässt. Mountainbike- und Trailfans sollten insbesondere auf die Wasserfestigkeit ihres Geräts achten. Rennradfahrer hingegen, die stark auf lange Touren abfahren, sollten sich beim Kauf eines Fahrradcomputers besonders nach der Akkulaufzeit richten.

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