Fahrrad-Navis im Test: Sicher ans Ziel mit Garmin und Co.

Sie planen eine Radtour? Ob auf staubigen Schotterwegen, durch dichte Wälder oder über endlose Landstraßen - Radreisen stehen hoch im Kurs. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs ist, sollte nicht nur auf sein Bauchgefühl vertrauen. Eine zuverlässige Navigation ist unerlässlich - besonders für alle, die keinen Stapel Karten mit sich herumschleppen wollen.

Neben der klassischen Karte und dem Aufschrieb wie beim Knotensystem gibt es drei elektronische Möglichkeiten, sich leiten zu lassen. Standard ist heute das Smartphone mit Google Maps als Navi-App. Vor allem, wenn man bereit ist, ein paar Euro auszugeben, bieten spezialisierte Apps gerade für den Radtouristen und Nutzer von weniger zivilisierten Straßen aber deutlich mehr Sicherheit und Nutzerkomfort als Google. Ganz besonders die Investition in die komoot-App mit ihren Hunderttausenden von Routenvorschlägen anderer User ist die 30 Euro für alle Karten der Welt absolut wert. Weiter haben wir schon sehr schöne Trips mit Bikemap, Outdooractive, Niviki, der Locus Map oder Maps.me gemacht.

Eine viel sicherere Bank sind die Spezialisten: Navigeräte, speziell zur Montage an einem Fahrradlenker entwickelt. Sie sind deutlich robuster, das Display für Outdoor-Aktivitäten ist optimiert und radoptimiertes Kartenmaterial meist schon vorinstalliert, und die Bedienung ist auch mit Handschuhen oder schwitzigen Händen leicht möglich. Je nach Modell geht der Funktionsumfang sogar weit über die reinen Routingaufgaben hinaus; gerade Pedelecfahrer profitieren davon, wenn Streckenführung und Restreichweite des Akkus zum Beispiel zusammengeführt werden. Sportfreaks interessieren eher zusätzlich koppelbare Sensoren für Herzfrequenz oder Tretleistung.

Das Angebot an Spezialgeräten ist gar nicht mal so groß - das liegt nicht zuletzt an der Konkurrenz durch das Smartphone. Sieben ernstzunehmende Hersteller zählen wir auf dem mitteleuropäischen Markt, davon beißen Garmin, Sigma und Wahoo aktuell die größten Stücke vom Kuchen ab. Sie bieten vom Einsteigergerät bis zum Hightechnavi mit über 1000 Features etliche Modelle an. Wir haben jeweils das mit dem größten Nutzen für Tourenfahrer, Pendler und E-Biker genauer unter die Lupe genommen. Interessanterweise unterscheiden sie sich weniger in der Genauigkeit, sondern hauptsächlich im Funktionsumfang und in der Hardware, sodass am Ende ziemlich klare Kaufempfehlungen herauskommen.

Zwischen 150 und 600 Euro muss man übrigens für ein Neugerät ansetzen; das ist eine recht weite Spanne. Faustregel: Je abhängiger man sich vom Gerät macht, desto mehr lohnt sich ein Topmodell. Soll heißen: Für die Suche nach einem Zielpunkt in der eigenen Stadt oder das Abfahren einer nahe gelegenen Route, die man aus dem Netz geladen hat, reicht ein einfaches Gerät. Wer sich auf selbst geplante Mehrtagestouren in abgelegenen Gefilden und dies eventuell auch noch im Ausland wagt, sollte deutlich mehr ausgeben.

Testergebnisse und Empfehlungen

Das Test-Team unserer belgischen Part­nerzeit­schrift von Test Achats hat 16 Fahrrad-Navis (französisch, kosten­pflichtig) geprüft. Insgesamt reichen die Preise der Routenfinder von rund 250 Euro bis 750 Euro, die meisten über­zeugen. Fast alle verfügen über ein Touch-Display.

Garmin Edge Serie

Testsieger ist das rund 750 Euro teure Garmin-Spitzenmodell Edge 1050. Spricht auf Wunsch sogar mit den Radelnden: Testsieger Garmin Edge 1050. Auch die nächsten vier Positionen gehen an Garmin. Hinter Testsieger Edge 1050 reihen sich die beiden Versionen des Vorgängermodells 1040 ein − die Variante mit Solar erreicht im Test genauso viele Punkte wie die ohne Solar. Die Solar­version kostet bei Garmin rund 700 Euro.

Das Garmin Edge Explore war bisher unser Testsieger. Jetzt hat Garmin den Nachfolger auf den Markt gebracht, den Garmin Edge Explore 2, welchen wir natürlich gleich ausführlich getestet haben. Das jetzt 104 Gramm schwere und mit einem 3 Zoll großen Display ausgestatteten Fahrrad-Navi kommt mit zwei einfachen Lenkerhaltern mit den entsprechenden Gummiringen, einem USB-C-Ladekabel, einer Handschlaufe sowie einem kleinen Benutzerhandbuch. Somit ist alles Notwendige zur Montage und dem Betrieb des Navis im Lieferumfang enthalten.

Die Navigation des Garmin Edge Explore 2 ist wie gewohnt sehr gut, wir konnten nichts Negatives feststellen. Auf dem Gerät können Touren selbst geplant werden, entweder durch Wählen von Punkten auf der Karte oder durch eine Eingabe einer Adresse. Auch eine Liste von Points of Interest (POI) ist jetzt enthalten. Das Navi nutzt die üblichen Satelliten wie GPS, Galileo und GLONASS, wodurch die Positionsbestimmung sehr genau ist und uns bei den Testfahrten nie enttäuscht hat.

Am Ende hat uns das Garmin Edge Explore 2 überzeugt und ist bis auf ein paar Kleinigkeiten, die aber für den aufgerufenen Preis verschmerzbar sind, ein ausgezeichnetes Fahrrad-Navi. Die Redaktion von imtest.de hat unseren Testsieger ebenfalls getestet und vergibt die Note 1,9. Die meisten Fahrradfahrer dürften mit dem Edge Explore 2 glücklich werden: Die Navigation ist einwandfrei, die Hardware gut und die Bedienung einfach. Mehr Fahrradcomputerfunktionen brauchen nur absolute Profis.

Mit dem Edge 1040 trainierst du so effizient wie nie zu vor. Mit den Ausdauerdaten kannst du genau sehen, wie viel Energie du noch im Tank hast. Die bewährte ClimbPro Funktion kannst du sogar ohne vorher geladene Strecke nutzen und Details zu bevorstehende Anstiegen wie Steigung, verbleibender Distanz und Höhenmeter des Anstiegs ablesen. Weiter helfen dir die empfohlenen Ziele des Power Guide-Features deine Anstrengungen während der gesamten Fahrt genau zu steuern.

Alles in allem ist das Garmin Edge 1040 Solar ein gut funktionierendes Fahrrad-Navi mit toller Akkulaufzeit und einer enormen Anzahl an Funktionen. Der große Haken an dem Gerät ist jedoch der stolze Preis, der jeden abschreckt, der eigentlich nur ein einfaches Navigationsgerät wie unseren Testsieger möchte.

Coros Dura

Preis-Leistungs-Sieger ist das Coros Dura GPS Navigations­gerät für 289 Euro. Wie der Testsieger von Garmin erzielt es Bestnoten für Benutzerfreundlich­keit und Akku­lauf­zeit.

Wahoo Elemnt Roam V2

Der Wahoo Elemnt Roam ist wegen seiner robusten Hardware, jederzeit lesbarem Display und der Kernkompetenzen im Routing abseits der Stadt unser Tipp für Gravelbiker und Sportler. Die Bedienung eher über Tasten als das Touchdisplay spricht auch eher Offroader an, denen es egal ist, wenn sie mal einen Abzweig verpassen. Der Preis ist gerade noch okay.

Sigma Rox 12.1 Evo

Mit dem Sigma ROX 12.1 Evo bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges und einfach zu bedienendes Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter. Das Sigma ROX 12.1 Evo läuft zwar unter der Kategorie der GPS-Radcomputer, unserer Meinung nach ist es aber fast schon ein vollwertiges Navigationsgerät und schließt somit sinnvoll die Lücke zwischen den beiden Kategorien.

Weitere getestete Modelle

IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat sieben Fahrrad-Navis auf Ausstattung, Funktionen, Navigation und Fitness-Features untersucht.

  • Platz 4: Coros Dura* ab ca. 289,00 Euro: Testnote 1,9
  • Platz 5: Sigma Sport Rox 12.1 Evo* ab ca. 499,95 Euro: Testnote 2,0
  • Platz 6: Wahoo Elemnt Roam V2* ab ca. 349,00 Euro: Testnote 2,0
  • Platz 7: Bryton Rider 460 E* ab ca. Preisab ca.

Detaillierte Testberichte

Garmin Edge Explore II

Mit Navigationsgeräten gehen die Leute vom Sportelektronikriesen Garmin quasi “back to the routes”. Dass Navigation deren Steckenpferd ist, spürt man sowohl bei der Verbindungszeit als auch bei der Präzision von GPS-Position und Kartenaufbereitung. Der Funktionsumfang des “Explore II” ist verglichen mit dem getesteten Garmin Edge 840 etwas überschaubarer, trotzdem sollte man zum Einrichten Tablet oder Smartphone mit “Connect”-App nutzen.

Auch wenn etliche Aktivitätsprofile den Vorgang automatisieren können, allein alle Funktionen zu entdecken dauert ein paar Stunden. Die Darstellung auf dem glänzenden, aber trotzdem gut lesbaren Display sieht weniger verspielt als wirklich topografisch aus. Die Basiskarten reichen für Zentraleuropa voll aus, Spezialkarten, wie die von Finnland, lässt sich Garmin allerdings gut bezahlen. Die Bedienung über den Screen ist auch wegen der Größe des Displays gut, in Kombi mit den sensiblen Tasten funktioniert die Eingabe recht einfach, wenn auch nicht so intuitiv wie beim Sigma Rox.

Die vielen Landschaftsinformationen, die in die Garmin-Karten eingepflegt sind, können sich bei sehr dichtem Straßennetz überlagern, dafür ist in den verschiedenen sehr detaillierten Karten quasi jeder Pfad verzeichnet. Durch Benutzerdaten weiß das Gerät, welche Wege stark frequentiert sind und welche so selten, dass sie vielleicht gerade nicht passierbar sind. Die Routen des “Explore II” sind deshalb die verlässlichsten der drei, wenig touristisch optimiert, sondern eher für Fahrbarkeit und Verkehrsdichte.

Obwohl man Strava, komoot und Co. einbinden kann, reichen Connect-App und Gerät zur Routenplanung. Eine Adresseingabe ist nicht möglich, in die Karte eingepflegte POI können aber angefahren werden. Neben Crash-Alarm Funktion, einem allgegenwärtigen Kompass oder einer Anti-Diebstahl-Warnung hat das Gerät auch Funktionen, die des Guten zu viel sind: Gruppenmitglieder (über zusätzliche Handyverbindung) orten zu können, mag interessant sein, aber ein Gruppenchat auf dem Display eines Fahrzeugs - das ist ein Schritt zu weit. Das gilt auch für Nachrichten von Zuschauern an der Strecke.

Der Tourenspezialist im Garmin-Sortiment ist für Nichtleistungssportler wohl dem “Edge 840/Edge 1040” vorzuziehen; die teureren Geräte bieten mehr Funktionen, aber genau diese wird man als Tourenbiker selten bis nie nutzen. Die beste Hardware, die nüchterne Darstellung und die ausgefeilten Outdoorkarten des neu aufgelegten “Explore” machen ihn zur Wahl für Technikfreunde, die sich viel, lange und weit von der Heimat leiten lassen wollen. Kartenerweiterungen sind nicht günstig, dafür aber sehr gut!

Die wichtigsten Fakten des Garmin Edge Explore II im Überblick

  • Hersteller: Garmin
  • Modell, Firmware: Edge Explore II
  • Preis Gerät/als Bundle: 299,99 Euro / 399,99 Euro (Power)
  • Maße und Gewicht (ohne Halter): 106 x 56 x 21 mm / 104 Gramm
  • Satelliten: GPS, Glonass, Galileo
  • Höhenmesser/Kompass/Gyroskop: barometrisch / ja / ja
  • Display/Auflösung: 3 Zoll / 240 x 400 Pixel
  • Bedienung: 3 Tasten, Touchdisplay
  • Akkuleistung/Ladezeit: 16 Stunden / 2,5Stunden
  • Speicher: 16 GB
  • GPS: Multiband-GNSS
  • Kopplung Antriebsgruppe: keine, Pedelec-Assist-Integration
  • Karten/Routenformate: Garmin Basiskarten, erweiterbar
  • Group Sharing: Gruppentracking / interne Kommunikation
  • Nutzerprofile: alle Radtypen, Indoor-Modus
  • Coaching: Planungs- und Analysefunktionen
  • Connectivity und Sensoren: Bluetooth, ANT+, WLAN, Vario Radar komp.
  • Third Party Software: Strava, TrainingPeaks, Zwift, weitere (über App)
  • Halter: Aero-Lenkerhalter inklusive

Bewertung des Fahrradnavis

  • Bedienung: 8 von 10
  • Display: 9 von 10
  • Akkuleistung/Ladezeit: 9 von 10
  • Speicherkapazität: 7 von 10
  • Konnektivität/Funktionsumfang: 10 von 10
  • Companion-App: 10 von 10
  • Halter: 8 von 10

Wahoo Elemnt Roam V2

Beim Set-up zeigt sich der Wahoo Elemnt Roam V2 sehr nutzerfreundlich, am besten gelingen die ersten Schritte in Begleitung der zugehörigen App (Wahoo Elemnt Companion). Damit lassen sich z.B. die Displayansichten toll konfigurieren, alle Änderungen werden ad hoc auf dem Gerät umgesetzt. Kleine Hilfetexte geben Einsteigern Sicherheit. Die Menüführung über sechs Tasten ist erscheint bei den Hunderten Funktionen kompliziert, das System ist aber clever und geht sofort in Fleisch und Blut über.

Die Tasten sind, im Gegensatz zu früher, selbst dreckig oder mit Handschuhen gut zu fühlen und bedienen. Tipp: Eher mehrere Screens mit wenig Datenfeldern anlegen und die Ansichten wechseln. Obwohl das Display, das Glanzstück des Elemnt, in jeder Lage und aus jedem Winkel gut lesbar ist und nicht spiegelt, verwirren Schriftart und Layout bei zu viel Daten. Schön: Farben werden dezent eingesetzt, das erhöht Kontrast und Lesbarkeit noch mal, genau wie der Tag-Nacht-Modus.

Das Routing ist mit dem Wahoo genau und zuverlässig, funktioniert über Land aber besser als städtisch. Bis das Gerät nach dem Start Satellitenkontakt hat, vergingen keine 30 Sekunden. Statt eines Pfeils bewegt sich beim Wahoo eine Art “Wurm” entlang der Strecke, der immer weiter wandert, während die zurückgelegte Route zum schwarzen Strich wird. Diese Form der Darstellung ist bei weitläufigen Wegenetzen übersichtlich, kann im städtischen Straßengewühl jedoch verzwickte Gabelungen überdecken. Vor dem Pfeilwurm hilft eine Kompassnadel bei der Orientierung. Folgen viele Richtungswechsel nacheinander, hinken Distanzangaben und Richtungspfeile den Abbiegehinweisen manchmal hinterher, wobei das Re-Routing flott und zuverlässig auf den rechten Weg weist, sollte man sich mal verfranst haben.

Wie die Konkurrenz bietet auch der Wahoo die Option, zum Startpunkt zu navigieren. Dafür muss mit der App eine Extra-Route geplant und auf das Gerät in den Ordner “Routes” übertragen werden. Die Kartenverwaltung funktioniert ausschließlich in der App auf dem Smartphone, weshalb der Download neuer und/oder aktualisierter Karten nur funktioniert, wenn auch auf dem Smartphone genügend Pufferspeicher vorhanden ist. Da Wahoo aus dem Sportsektor stammt, implementiert das Gerät viele Funktionen zur Trainingssteuerung oder Kopplung mit Indoor-Trainern oder weiteren Sensoren, die für Tourenbiker weniger wertvoll sind. Auch die direkte Anbindung an Trainingsplattformen wird der Genießer weniger genießen können.

Die wichtigsten Fakten des Wahoo Elemnt Roam V2 im Überblick

  • Hersteller: Wahoo
  • Modell, Firmware: Elemnt Roam V2, WC46-16708
  • Preis Gerät/als Bundle: 400 Euro / 500 Euro
  • Maße und Gewicht (ohne Halter): 90 x 59 x 20 mm,100 Gramm
  • Satelliten: 7 Satelliten
  • Höhenmesser/Kompass/Gyroskop: barometrisch / ja / ja
  • Display/Auflösung: 2,7 Zoll / 240 x 400 Pixel
  • Bedienung: 6 Tasten
  • Akkuleistung/Ladezeit: 15 Stunden / 3 Stunden
  • Speicher: 32 GB
  • GPS: Multi-Band GNSS
  • Kopplung Antriebsgruppe: Shimano Di2, SRAM AXS
  • Karten/Routenformate: OSM Basis / GPX-, TCX-Dateien
  • Group Sharing: Public Route Sharing
  • Nutzerprofile: vier Radprofile, Indoor-Modus
  • Coaching: Wahoo Sports Science Team, 5 Workouts
  • Connectivity...

Garmin Edge 840

Das Gerät kann Routen über GPX, TCX und Komoot importieren, was sehr einfach gelingt. Dank des 32 Gigabyte-Speichers können diverse Strecken installiert werden. Die Navigation erledigt das Garmin Edge 840 zuverlässig und ermöglicht dank seiner hohen GPS-Genauigkeit eine sehr einfache Tourenplanung. Die lange Akkulaufzeit sorgt dafür, dass Sie sicher an Ihr Ziel kommen. Der benutzerfreundliche Bildschirm ermöglicht eine unkomplizierte Bedienung, selbst mit Handschuhen.

Mit 85 Gramm ist das Modell angenehm leicht und bietet ein Display, das selbst bei starker Sonneneinstrahlung gut lesbar ist. Dank der Schutzklasse IPX7 ist es zudem robust: Beim Eintauchen in ein Meter tiefes Wasser ist das Gerät bis zu 30 Minuten wasserdicht. Für eine abwechslungsreiche Routenplanung stehen Karten für Europa bereit. Weiteres Kartenmaterial kann nachgeladen werden. Dabei verfügt das Fahrrad-Navi über Sensoren für GPS, Höhe, Licht, Glonas, Galileo und Multi-GNSS. Außerdem ist es kompatibel mit E-Bikes und Radar.

Weitere Garmin Edge Modelle

Die Produktpalette der Garmin Edge Fahrradcomputer ist so vielfältig wie die Radfahrerinnen und Radfahrer, die sie benutzen. Jeder der Rad fährt hat seine ganz persönlichen Gründe und Vorlieben. Bei der großen Auswahl könnte die Entscheidung schwer fallen. Und obwohl wir der Meinung sind, dass du mit keinem unserer Edges etwas falsch machen wirst, möchten wir sicherstellen, dass du die für dich passende Option findest.

  • Edge® 130 Plus: Der Edge 130 Plus verfügt über Abbiegehinweise und eine Trackaufzeichnungskarte, auf der du sehen kannst, wohin du fährst bzw. wo die Strecke langführte. Er nutzt drei Satellitensysteme - GPS, GLONASS und Galileo - um sicherzustellen, dass du genau weißt, wo du dich befindest.
  • Edge® Explore 2: Der Garmin Edge Explore 2 ist ein zuverlässiger, benutzerfreundlicher Fahrradcomputer mit Touchscreen - perfekt für alle, die in ihrer Freizeit gerne längere Touren mit dem Rad unternehmen.
  • Edge® 540 und Edge® 840: Wenn du mehr Wert auf Leistungsanalyse und -verbesserung legst, als einfach nur von A nach B zu kommen, sind sowohl der Edge 540 als auch der Edge 840 (und die dazugehörigen Solarmodelle) hervorragende Optionen für dich.
  • Edge® 1040: Mit dem Edge 1040 trainierst du so effizient wie nie zu vor. Mit den Ausdauerdaten kannst du genau sehen, wie viel Energie du noch im Tank hast.
  • Edge® 1040 Solar: Du denkst, es kann nichtmehr besser werden? Falsch. Den Edge 1040 gibt es auch als Solar Model.

Tipps zur Routenplanung

Manchen Menschen macht es sogar Spaß, doch ich empfinde Routenplanung als echtes Übel. Je nach Art und Alter des Kartenmaterials kann man sich nach Stunden der Optimierung nicht mal sicher sein, ob der ideale Weg auf dem Papier auch der beste durch Stadt, Wald und Flur ist oder vielleicht in Sackgassen endet, über unfahrbare Wege führt oder Rampen und Treppen einbaut, für die ich den Sattel verlassen muss.

Eine rühmliche Ausnahme bildeten hier bisher die Niederlande: Das Navigieren mittels Knotenpunkten und das dichte und gleichmäßig verteilte Radwegenetz unseres Nachbarstaates macht Radeln ohne Karte zum Genuss. Am leichtesten folgt man den Fernrouten, die farblich markiert durchs komplette Land führen. Erreicht man eine Kreuzung, sind die wegführenden Radwege mit jeweils der Nummer gekennzeichnet, die die nächste zu erreichende Kreuzung trägt. Das macht das Abbiegen eindeutig. Der Aufschrieb besteht letzten Endes nur aus einer Reihe dieser zweistelligen Zahlen, die man Kreuzung für Kreuzung “abarbeitet”. Das ist simpel, fast spielerisch.

Vor- und Nachteile von Smartphone-Navigation

Routenplanung und -führung sind bei den gelisteten Apps top, das Problem bei Smartphones allgemein ist: Navigieren mit kostenlosen Online-Karten und sehr aktuellen Daten zur Strecke benötigt eine dauerhafte Internetverbindung, der Datentransfer und die zusätzliche App plus das durchweg aktivierte Display erhitzen das Gerät und fressen den Akku regelrecht auf. Mehr als drei Stunden halten selbst aktuelle Modelle das kaum durch.

Hinzu kommt die problematische Lenkerbefestigung, denn das Handy bei jeder Kreuzung aus der Tasche zu friemeln macht auch keinen Spaß. Handyhalter gibt es en masse, die allermeisten eignen sich aber nur für Kurzstrecken über glatte Straßen. Versprechen von Erschütterungsfreiheit und bombenfestem Halt selbst auf Downhill-Strecken haben sich bisher nicht wirklich bestätigen lassen.

Fazit

Außer der Suche nach einem echten Abenteuer gibt es kaum noch haltbare Gründe, sich nicht von der Elektronik leiten zu lassen. Man erlebt weniger böse Überraschungen, kann mutiger planen, findet im Bedarfsfall viel schneller Nahrung, Unterschlupf oder Hilfe, man spart Zeit bei der Planung und kann interessante Punkte entlang der Route viel effizienter anfahren, und man weiß viel eher als durch die Beschilderung, was noch auf einen zukommt.

Alle Modelle verfügen über integrierte Fahr­radkarten, der Umfang ist jedoch unterschiedlich.

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