Motorradfahrer stehen oft vor besonderen Herausforderungen, wenn es um die Navigation geht: Handschuhe, Wetterbedingungen und der begrenzte Platz am Lenker erfordern speziell angepasste Lösungen. Ein gutes Motorrad Navi wie das TomTom Rider 500 ist mehr als nur ein Kartenanzeiger. Es bietet Funktionen, die speziell für Motorradtouren entwickelt wurden - etwa Handschuhfreundlichkeit, wetterfeste Gehäuse und Optionen für kurvige Strecken.
Auf dieser Seite finden Sie alles rund um Motorrad-Navigationsgeräte - von hilfreichen Tipps über Anleitungen bis hin zu ausführlichen Tests, die Ihnen die Auswahl erleichtern. Ob Sie sich ein neues Motorrad Navi zulegen oder Ihr bestehendes Gerät besser einsetzen möchten - wir unterstützen Sie mit praxisnahen Informationen und hilfreichen Empfehlungen.
Die Qual der Wahl: Welches Navi ist das Richtige?
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Motorrad-Navigationsgeräten. Unsere Tests und Vergleiche helfen Ihnen, die Unterschiede zu verstehen und das passende Modell für Ihre Anforderungen zu finden. Wir nehmen Geräte unter die Lupe, die sich in der Praxis bewährt haben - von kompakten Basismodellen bis hin zu High-End-Navis mit Bluetooth- und Headset-Integration.
Autark oder Smartphone-gestützt?
Zwei grundverschiedene Systeme haben wir in diesem Test unter die Lupe genommen und getestet: Autarke Navigationsgeräte mit GPS-Empfänger und integriertem Kartenmaterial, die ohne Zusatzgerät oder -verbindung den vorgegebenen Weg finden, und solche, die wie das Beeline Moto II oder das Carabc D501 ein Smartphone als Stütze benötigen. Bei diesen Modellen gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, auch offline zu navigieren - wenn auch mit Einschränkungen.
Stromversorgung: Akku oder Bordnetz?
Die autarken Navigationsgeräte wie auch die Kombigeräte, die auf das Smartphone angewiesen sind, benötigen interne oder externe Stromversorgung. Einige Motorrad-Navis haben einen integrierten Akku, die Stromversorgung kann aber auch durch die Verkabelung der Gerätehalterungen mit der Bordbatterie sichergestellt werden. Interne Akkus halten je nach Modell zwischen zwei und zwölf Stunden durch. Das genügt für mehr oder minder lange Ausfahrten, auf der sicheren Seite ist man aber mit dem Anschluss an das Bordnetz.
Die mitgelieferten Kabel der Motorrad-Navis in unserem Test sind alle mit ca. zwei Meter lang genug, um sie zugfrei, scheuerfrei und gut versteckt zu verlegen. Hier und da sollten Kabelbinder zum Einsatz kommen, damit die Stromleitungen nicht unter dem Tank oder hinter Verkleidungsteilen herausfallen.
Bei Motorrad-Navis, die nur in Kombination mit einem Smartphone arbeiten, muss auch dessen Akkulaufzeit bedacht werden. Bluetooth, GPS und gegebenenfalls auch mobile Daten belasten bei einer langen Tour den Handyakku deutlich. Bei ausführlichen Testfahrten während einer Urlaubsreise mit hohen Temperaturen von über 30°C zeigte sich etwa, dass das Smartphone trotz vollem Akku (gut 4000 mAh) lange Tagestouren von mehr als sechs Stunden Dauer nicht durchhielt. Wenn zwischendurch mit dem Smartphone auch noch telefoniert oder fotografiert wird, strapaziert das den Akku zusätzlich.
Kartenmaterial: Mehr als nur Straßenkarten
Fast immer genügt für die normale Navigation von A nach B oder für Rundreisen Straßenkartenmaterial, wie es bei den verschiedenen Systemen integriert ist oder wie es von Google Maps zur Verfügung gestellt wird. Doch seit einigen Jahren boomen Reiseenduros, und wenn sogar in der Gabel ein Rad mit 21 Zoll Durchmesser in Kombination mit gröberem Reifenprofil zu finden ist, werden topografische Karten spannend. Die stellen im Idealfall neben Geländedetails und -profilen auch kleinste Wald- und Feldwege dar. Und wenn die legal befahren werden dürfen, wird die Fahrt mit dem geländegängigen Motorrad spannend und reizvoll.
Wenn eine Route nicht direkt im Gerät oder in der zugehörigen App erstellt werden soll, sondern komfortabel und mit viel Übersicht am PC und vielleicht sogar mit einem gerätefremden Planungsprogramm, muss die Datei anschließend ins Gerät oder die App übertragen werden. Das gängige Dateiformat hierfür ist .gpx. Bei Garmin und TomTom wird die entsprechende Datei mit oder ohne Kabel unkompliziert an das Gerät gesendet und dort bestätigt.
Die richtige Halterung: Sicher und variabel
Auf den ersten Blick scheint die Halterung eines Motorradnavigationsgerätes vergleichsweise nebensächlich, schließlich wird sie nur einmal montiert und verbleibt dann in der Regel dauerhaft an ihrem Platz. Da ist es besonders wichtig, dass im Lieferumfang der Halterung nicht nur eine gewisse Auswahl an Befestigungsmaterial vorhanden ist, auch die Einstellmöglichkeiten sollten vielfältig sein. Je mehr Gelenke und Verstellebenen in die Haltearme integriert sind, desto besser und störungsfreier lassen sich die Navis positionieren.
Displaygröße: Komfort oder Kompromiss?
Je größer das Display, desto besser? Ja und nein - pauschal lässt sich das nicht beantworten. Sicher sind die großzügigen Diagonalen von 5,5 oder sogar 6 Zoll bei den Garmin-Geräten komfortabel und sorgen nicht erst dann für gute Übersicht, wenn man sich im Lesebrillen-Alter befindet. Doch bei sechs Zoll wiederum muss man je nach Cockpitgestaltung schon kreativ sein, um eine geeignete Positionierung zu finden, bei der nicht wichtige Betriebs-Infos in den Armaturen verdeckt werden. Im Gegensatz zu dem sehr großen Garmin-XT2 steht der sehr kleine und runde Apparat von Beeline. Mit nur vier Zentimetern Durchmesser sieht es auf dem Papier schlecht aus für das innovative Gerät.
Bei den klassischen Rechteck-Navis von Garmin und TomTom hat sich die Hardware-/Software-Kombination mit um 90 Grad drehbarem Gerät als Vorteil gezeigt.
Praktische Tipps und Anleitungen
Wie befestigt man ein Navi sicher am Lenker? Welche Einstellungen sind optimal für kurvige Routen? Und wie koppelt man das Navi mit einem Headset? Diese und weitere Fragen beantworten unsere Tipps und Anleitungen.
Einige Modelle suchen auf Wunsch sogar die schönsten und kurvigsten Strecken heraus - für noch mehr Fahrspaß.
Schutzklasse: Eine hohe Schutzart (IP-Klasse, International Protection) zeichnet ein gutes Motorrad-Navi aus. Als ausreichend geschützt gelten Geräte ab der Schutzklasse IPX7.
Display: Die Standard-Displaygröße liegt bei etwa 4,3 Zoll. Ein Display ab dieser Größe ermöglicht eine genaue Darstellung von Kartenabschnitten und Zusatzinformationen zur Route.
Karten: Der Umfang des installierten Kartenmaterials ist vom Modell abhängig. Zum Standard gehören die Karten der D-A-CH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz).
Fahrspurassistent: Um sich in jeder Verkehrslage sicher orientieren zu können, kann ein Fahrspurassistent sinnvoll sein. Dieser zeigt zum Beispiel an einer Autobahnausfahrt oder Kreuzung die Fahrtrichtung deutlich an.
Schnittstellen: Ein gutes Motorrad-Navi sollte mit mehreren Schnittstellen ausgestattet sein. Ein Bluetooth-Anschluss dient dazu, Kopfhörer zu koppeln, um beispielsweise Fahranweisungen des Sprachassistenten zu hören.
Top-Modelle im Detail
Im Folgenden werden einige der Top-Modelle auf dem Markt näher betrachtet:
Garmin Zumo XT
Das Garmin Zumo XT zeigt in unserem Test die beste Kombination aus Handhabung und Bedienung. Neben einer Saugnapfhalterung für die Windschutzscheibe im Auto hat der Hersteller eine sehr robuste und mit zwei Kugelgelenken sehr variable Lenkerhalterung für Motorräder beigelegt. Der um den Lenker greifende Bügel für die Basis der Halterung ist allerdings zu kurz bemessen, selbst am dünnsten Ende der konisch ausgeführten Steuerstange lugen die Gewinde kaum aus den selbstsichernden Muttern heraus. Das haben andere Hersteller besser gelöst, Garmin sollte diesem Bauteil ein paar Gramm Metall zusätzlich spendieren.
Auch die Verbindung des Navigationsgerätes mit der Halterung ist nicht optimal konstruiert. Ein klar spür- und hörbarer Einrastpunkt fehlt, ein Kontrollrütteln ist unerlässlich. Der Platzbedarf der Halterung inklusive Stromversorgung ist gering, so stört das Teil nicht, wenn die Tour auch mal ohne digitale Unterstützung läuft. Praktisch ist die schnelle und werkzeuglose Änderung der Formatansicht des Displays: Nach Lösen einer Knebelmutter ist das Gerät schnell um 90 Grad gedreht, so lässt es sich auch schnell an den Sonnenstand anpassen.
Auch wenn es auf den Fotos insbesondere bei dunklem Display anders wirkt: Die Ablesbarkeit ist selbst bei scheinbar ungünstigen Bedingungen gut bis sehr gut, auch Reflexionen fallen im Betrieb nicht störend auf. Besonders komfortabel lassen sich Routen direkt im Gerät erstellen oder als GPX-Dateien von extern laden. Das funktioniert natürlich kabelgebunden über den PC, aber auch per WLAN können Routen etwa vom Smartphone an das Zumo XT gesendet werden.
Unterwegs glänzt das Motorrad-Navi nicht nur mit sehr guter Ablesbarkeit, sondern auch mit einem hilfreichen Fahrspurassistenten mit rechtzeitigen Abbiegehinweisen. Bei geplanten Touren mit zahlreichen Wegpunkten ist eine Schaltfläche direkt im Display besonders wertvoll: Wegpunkt überspringen! Denn nicht selten stellt sich im Verlauf einer Tour heraus, dass die Zeit davon gelaufen ist und die Restkilometeranzeige hoch bleibt. Unterwegs lässt sich eine riesige Menge an POIs (Points of Interest) wie Tankstellen (!), Supermärkte, Campingplätze oder Sehenswürdigkeiten aufrufen.
Als besonderes Spaß-Gimmick hat Garmin außerdem das „Adventurous Routing“ eingebaut, damit lässt sich die Streckenführung von A nach B mit einem Schieberegler in vier Stufen spannend und abwechslungsreich gestalten.
Das Update von Kartenmaterial sowie die Gerätesoftware lassen sich über Garmin-Express am PC oder per WLAN durchführen. Laut Hersteller gibt es mehrere Updates pro Jahr. Mindestens einmal pro Jahr zu Saisonbeginn sollte dieser kostenlose Service genutzt werden, damit die Touren nicht im Nirgendwo enden.
Die undifferenziert und kaum spürbar einrastende Halterung hinterlässt ein etwas komisches Gefühl: Ist das Navi fest oder nicht?
»Das neue Garmin Zumo XT überflügelt das Vorgängermodell tatsächlich in jeder Hinsicht. Das größere Display ist heller und schärfer, die Routenberechnung erfolgt schneller. Die drei unterschiedlichen Kartendarstellungsmodi stellen jeden zufrieden und die Geräte-Ausstattung ist umfangreich. Auch Motorradonline (09/2020) zeigt sich überzeugt vom Zumo XT und vergibt 4,5 von 5 Sternen.
TomTom Rider 500
Das TomTom Rider 500 ist ein zuverlässiges und bewährtes Hilfsmittel für die Routennavigation. Auf den ersten Blick ist das Tomtom Rider 500 vergleichsweise klein. Einfache Weisheit: Auf nur 4,3 Zoll Diagonale können Informationen zur Tour nicht so übersichtlich dargestellt werden wie auf einem größeren Bildschirm.
Drei Winkel lassen sich mit dem Verlängerungsstück und insgesamt zwei Kugelköpfen justieren. Da passt das Navi immer irgendwie ohne wichtige Infos in den Armaturen zu verdecken. Die eigentliche Gerätehalterung ist nicht nur mit Stromversorgung ausgestattet, sondern auch mit dem sehr praktischen Feature der Formatänderung mit einem Handgriff. Das geht hier deutlich schneller als bei Garmin, sogar während der Fahrt und mit einer Hand. Das Navi rastet sicher sowie gut hör- und spürbar ein, auch das gefällt sehr gut. Ohne Navi ist die Halterung etwa so groß wie die von Garmin, das stört den Blick aufs Cockpit kaum.
Die Ablesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist gut. Manche Reflexionen hingegen sind auf dem Display durchaus zu erkennen und zwar nicht nur dann, wenn die Personen am Lenker kräftig von der Sonne angeschienen wird. Wenn die Flächen gut getroffen werden, reagiert das Navigationsgerät nicht blitzschnell, aber doch flott, da gibt es nichts zu mäkeln. Auch das Laden von Routen läuft ohne Konvertierungs-Umwege per PC oder WLAN bequem. Kann die geplante Tour mal nicht per WLAN übertragen werden, sollte das TomTom-Kabel im Gepäck sein.
Das interne Kartenmaterial ist großzügig bemessen: 49 europäische Länder sind nahezu komplett abgedeckt, das genügt für etliche Touren. Unterwegs steuert das Navigationsgerät zuverlässig und rechtzeitig mit Fahrspurassistent und Abbiegehinweisen. Bei längeren Routen vermissen wir eine direkte Schaltfläche, um Waypoints zu überspringen und so die Strecke abzukürzen. Das erforderliche Prozedere mit drei Klicks über Menü/Aktuelle Route/Nächsten Stopp auslassen ist benutzerunfreundlich. Praktische und schnell zugängliche POIs wie Supermärkte bietet das Gerät nur eingeschränkt.
Bis zu vier kostenlose Karten- und Softwareupdates pro Jahr werden am PC nach Anmeldung über »My Drive Connect« aufgespielt. Das funktioniert auch per WLAN.
Garmin Zumo XT2
Darf’s noch etwas mehr sein? Groß, größer, am größten! Oft ist „mehr“ auch besser. Das Garmin Zumo XT2 stößt mit seinen 6 Zoll Diagonale jedoch beinahe an die Grenzen der praktischen Handhabung. Aber sogar an der nicht gerade zierlichen Testmaschine BMW R1200R Classic war das Gerät im Prinzip zu groß und wegen des auch hier zu spärlichen U-Bügels, der lediglich am äußeren Ende des konischen Lenkers angebracht werden konnte, kaum störungsfrei zu platzieren.
Manche Software und Funktionen wie die Fahrtzusammenfassung, die die Höchstgeschwindigkeit sowie die Abschnitte mit der stärksten Beschleunigung oder Verzögerung darstellen kann, sind eine nette Spielerei. Die Ergänzung entlang der Route durch Infos von Michelin mit den bekannten, grün unterlegten Strecken hingegen ist praktisch und kann in unbekannten Regionen den Fahrspaß deutlich erhöhen.
All das könnte man als „Nice to have“ bezeichnen - als Optionen, die im Alltag wohl kaum zum Einsatz kommen, sondern eher als gut gemeintes Funktions-Backup zu verstehen sind. Doch wer bereit ist, den durchaus üppigen Preis zu bezahlen, bekommt ein Navigationsgerät der Extraklasse.
Beeline Moto II
Klein, kleiner, am kleinsten! Winzig, rund und nur in Verbindung mit der Beeline-App auf dem Smartphone (ab Android 8 und iOS 15) zeigt das Display des Beeline Moto II den Weg. Als Halterung in diesem Test stand die mit zwei Gummiringen fixierte Universalhalterung sowie die stabileren Versionen für Lenker oder Spiegel- bzw. Lenkerquerstrebe zur Verfügung. Außerdem sind diverse Adapter wie etwa BallMount erhältlich, ebenso wie ein Einsatz mit Stromversorgung. Der Platzbedarf ist sehr gering, so findet sich garantiert in jedem Cockpit eine geeignete Stelle zur Positionierung. Mit den schlichten Halterungen allerdings ist ein gerader Bereich an Lenker oder Spiegel erforderlich, drehen oder mit Gelenken ausgleichen lässt sich der Blickwinkel hier nicht.
Die Ablesbarkeit des kleinen Anzeigeinstrumentes ist selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut, Reflexionen stören im Betrieb praktisch nicht, auch wenn es im Foto anders aussieht. Das eigentliche Herzstück des Navigations-Duos ist die Beeline-App (Stromverbrauch des Smartphones beachten!), die auf Google-Maps-Karten und Open-Street-Maps basiert. Genauso einfach können am PC erstellte GPX-Dateien in die App geladen werden. Rundtouren mit bestimmter Streckenlänge jedoch können nur mit dem kostenpflichtigen Beeline+ generiert werden, dann gibt es zusätzlich Sprachnavigation auf Englisch sowie Live-Verkehrsinfos. Hilfreich ist der einstellbare Abbiegeblitz, der auf das nächste Manöver aufmerksam macht. Alternativ ertönt ein akustisches Signal. So muss das relativ kleine Display nicht immer im Blick behalten werden, wenn die Landschaft einmal zu sehr ablenkt.
Das Kartenmaterial wird automatisch und kostenlos aktualisiert. Sobald das Smartphone über WLAN oder mobile Daten im Netz ist, die App eingeschaltet und per Bluetooth mit dem Gerät verbunden ist, lässt sich die Betriebssoftware mit wenigen Klicks updaten.
TomTom Rider 50
Äußerlich gleicht das TomTom Rider 50 dem großen Bruder Rider 500, die Unterscheide liegen im Inneren verborgen. So stellt das Rider 50 deutlich weniger Kartenmaterial zur Verfügung, je nach Ausführung findet sich eine Europa-Abdeckung von 19 bis 24 Ländern. Halterung und Montage entsprechen dem 500er-Modell, auch die Verkabelung zum Bordnetz ist gleich. So lässt sich auch hier der Betrachtungswinkel vielfältig einstellen so dass alle wichtigen Infos im Cockpit im Blick bleiben. Neben den guten Eigenschaften sind aber auch die weniger guten Features an diesem Motorrad-Navigationsgerät vorhanden. Die Displaydiagonale ist auch hier nur 4,3 Zoll groß, die Übersicht auf Karten oder Schaltflächen entsprechend bescheiden. Die Ablesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist gut, Reflexionen stören nicht allzu sehr. Konnektivität ist grundsätzlich über Bluetooth und WLAN (oder per Kabelverbindung mit dem PC) gegeben.
Carabc D501
Neben den Beeline kann auch dieses „Navigationsgerät“ trotz GPS-Empfänger nicht ohne Smartphone liefern, eigenes Kartenmaterial ist nicht integriert. Genauer gesagt spiegelt das Carabc D501 lediglich den Smartphone-Bildschirm mit Hilfe der App Android Auto (ab Android 8) bzw. Carplay/iOS. Wenn also das genutzte Smartphone nicht wasserdicht ist oder nicht den vielleicht materialmordenden Vibrationen am Lenker ausgesetzt werden soll, biete sich ein solches Gerät an. Das am Lenker fest verschraubte Carabc mit immerhin 5 Zoll Diagonale lässt ich zwar in drei Ac...
Elebest Rider W5
Das Elebest Rider W5 Navigationsgerät ist ein günstiges Motorrad-Navi ohne viel Schnickschnack. Das Display ist mit 5 Zoll ausreichend groß und angenehm hell. Dank IPX-7-Zertifizierung ist das Gehäuse wasserdicht und vibrationsgeschützt.
Motorrad-Navigations-Apps: Die Smartphone-Alternative
Neben spezielle Navigationsgeräten tummeln sich mittlerweile natürlich auch einige Navigations-Apps in den App-Stores von Google und Apple, die maßgeschneiderte Funktionen für Motorrad-Fahrer:innen bereithalten. Für Navigation und mehr eignen sich etwa die Apps Calimoto und Riser. Beide Apps bieten die Möglichkeit, vorab Touren zu planen, Stopps hinzuzufügen und spannende Routen mit anderen App-Nutzer:innen zu teilen. Einige Features, wie etwa Offline-Navigation, verbergen sich jedoch bei beiden Apps hinter einer Paywall: Für Riser Pro sind monatlich 8,99 Euro fällig, Calimoto Premium kostet 6,99 Euro pro Woche. Beide Apps bieten jedoch auch in der kostenfreien Version genug Features, um Motorrad-Navigationsgeräten Konkurrenz zu machen.
Bekannte Navi-Apps: Google Maps, Waze und Co.
Google Maps, Apple Maps, Waze und Co. sind für Biker:innen nur begrenzt empfehlenswert. Zwar ist eine einfache Zielführung auch hier möglich und Zwischenstopps lassen sich einfach in die Route integrieren. Spezielle POI für Motorradtouren müssen jedoch vorher recherchiert werden.
Spezielle Motorrad-Navigations-Apps im Überblick
- RideLink: Motorrad GPS Tracker inkl. RideLink ist unsere Alternative zu Calimoto und Riser, im Fokus stehen das Tracking, die Routenplanung und die Gruppen Navigation. Einzigartig ist unsere Live Community für Motorradfahrer. Neben der App bietet RideLink noch den besten Motorrad GPS Tracker mit Echtzeit Daten aus Deinem Fahrzeug.
- Riser: Eine Motorrad-Navigations-App, die sich auf Community-Features und Routenplanung konzentriert. Sie bietet Motorradfahrern die Möglichkeit, individuelle Routen zu planen und zu teilen, Fahrten zu tracken und sich mit anderen Fahrern auszutauschen.
- Calimoto: Eine speziell für Motorradfahrer entwickelte Navigations-App, die sich durch ihren einzigartigen Kurvenalgorithmus auszeichnet.
- Detecht: Eine Motorrad-Navigations-App, die sich auf Sicherheit und Unfallerkennung konzentriert.
- Kurviger: Eine App für individuelle Routenplanung, die sich besonders für Abenteuerfahrten eignet.
- Scenic: Eine Motorrad-Navigations-App, die sich durch ihre umfassenden Routenplanungs- und Navigationsfunktionen auszeichnet.
- OSMAND: Eine vielseitige Motorrad-Navigations-App, die sich durch ihre umfangreichen Offline-Karten und Open-Source-Charakteristik auszeichnet.
- REVER: Eine populäre Motorrad-Navigations-App, die sich durch ihre starke Community-Orientierung und Tracking-Funktionen auszeichnet.
- Motobit: Eine Motorrad-Navigations-App, die sich besonders auf die Sicherheit und das Wohlbefinden der Fahrer konzentriert.
- TomTom Rider Go: Die App-Version des bekannten TomTom Rider Navigationsgeräts, speziell für Motorradfahrer.
- EasyRoutes: Eine Motorrad-Navigations-App, die sich auf eine einfache und flexible Routenplanung konzentriert.
- Motocampano: Eine Motorrad-Navigations-App, die sich durch ihre vielseitigen Community-Funktionen und personalisierte Routenplanung auszeichnet.
- EatSleepRIDE (ESR): Eine vielseitige Motorrad-Navigations- und Community-App, die es Motorradfahrern ermöglicht, Routen zu entdecken, zu planen und ihre Fahrten zu tracken.
Smartphone als Navi: Vor- und Nachteile
Das Smartphone - aus dem Alltag kaum noch wegzudenken - bietet sich natürlich auch als Navigationsoption auf dem Motorrad an. Wer also sein Smartphone auf dem Motorrad nutzen will, benötigt ein Haltesystem. Wie schon erwähnt, ist das Smartphone als Navigationsgerät äußerst flexibel. Neben Navigations-Apps können Communities integriert werden, Hotels gebucht oder schlicht Parktickets bezahlt werden. Technisch sind Smartphones mittlerweile den klassischen Navis, was Rechen- und Speicherleistung betrifft, haushoch überlegen. Eine sehr schnelle und komfortable Bedienung zeichnet die Nutzung von Smartphones aus. Auch können die Handys in Sachen Aktualität der Karten bei Navi und Smartphone für sich punkten.
Die Kehrseite des Ganzen ist jedoch ein hoher Akkuverbrauch.
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| + Kostengünstig | - Internet & GPS nötig |
| + Flexibilität | - Akkulaufzeit |
| + Aktualität | - Ablesbarkeit |
| + Funktionalität | - Bedienbarkeit |
| + Technisch |
Fazit
Die Wahl des richtigen Motorrad-Navigationsgeräts hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Autarke Geräte bieten Unabhängigkeit und Robustheit, während Smartphone-Lösungen mit Flexibilität und Aktualität punkten. Apps wie Calimoto und Riser bieten spezielle Funktionen für Motorradfahrer, während Google Maps und Co. für einfache Navigation ausreichend sein können. Die Investition in eine hochwertige Halterung und gegebenenfalls eine Stromversorgung sind unerlässlich für ein sicheres und komfortables Navigationserlebnis auf dem Motorrad.
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