Navi für Wanderer und Radfahrer: Der ultimative Test

GPS-Geräte empfangen Satellitensignale vom Global Positioning System (GPS), welche zur genauen Standortbestimmung, Navigation und Ortung verwendet werden können. GPS-Geräte finden vielfach Anwendung im Alltags- und Freizeitbereich. Beispielsweise können die Geräte zur Routenplanung und Navigation auf Wanderungen und Radtouren verwendet werden. Auch im Auto gehören Sie mittlerweile zur Standardausstattung, um eine gute Orientierung zu gewährleisten.

Alternativ zu GPS-Navigationsgeräten können auch Smartphones als GPS-Empfänger dienen und in Kombination mit Apps zur Navigation verwendet werden. Allerdings ist die Standortgenauigkeit bei Handy nicht so genau und auch die Akku-Laufzeit ist dabei deutlich geringer.

Denn GPS-Geräte liefern nicht nur eine bessere Standortgenauigkeit als Handys, sondern Sie verfügen auch über eine längere Akkulaufzeit und weitere nützliche Funktionen für unterwegs.

Was sind GPS-Geräte und wie funktionieren Sie?

GPS steht für “Global Positioning System”, wobei es sich um Navigationssysteme basierend auf Satelliten handelt, welche Positions- und Geschwindigkeitsdaten an einen Empfänger sendet. Die mathematische Technik, auf der GPS basiert, nennt sich Trilateration. Herkömmliche GPS-Navigationsgeräte verwenden das US-amerikanische Navigationssystem NAVSTAR.

GPS-Geräte sind elektronische Geräte, die das Global Positioning System (GPS) nutzen, um die genaue geografische Position eines Benutzers zu bestimmen. Das System besteht aus einer Reihe von Satelliten, die in der Erdumlaufbahn positioniert sind und das Signal an GPS-Empfänger auf der Erde senden. Für die Standortbestimmung empfängt ein GPS-Gerät Signale von mindestens vier dieser Satelliten.

Insgesamt besteht das GPS aus drei Segmenten, die gemeinsam für die Standortinformationen verantwortlich sind:

  • Weltraum-Satelliten, welche die Signale zur Position übertragen
  • Bodenkontrolle, bestehend aus Überwachungs- und Steuerungsstationen auf verschiedenen Kontinenten der Erde
  • GPS-Geräte (Empfänger und Sender), zum Beispiel Auto-GPS-Geräte oder Outdoor-GPS-Geräte

GPS-Geräte können in verschiedenen Formen und Größen vorliegen, etwa als tragbare Hand-GPS-Geräte, als GPS-Uhr, als eingebaute GPS-Geräte für Autos und auch für ein Fahrrad oder Motorrad ist ein GPS-Gerät von Vorteil. Alternativ kann eine GPS-App für Geräte wie Smartphone oder Tablet genutzt werden. Die Geräte haben in der Regel ein Display, auf dem die Position, die Entfernung, die Geschwindigkeit und andere Informationen angezeigt werden können.

Um GPS-Geräte zu nutzen, benötigt man keine Internetverbindung. Die Genauigkeit der Position kann je nach Qualität des GPS-Empfängers variieren und wird oft in Metern angegeben. Mit einem GPS-Navigationsgerät kann man sich zu jedem beliebigen Ziel navigieren lassen oder seine zurückgelegte Route aufzeichnen.

Neben der Navigation kann man ein GPS-Gerät auch als Ortungsgerät verwenden, beispielsweise indem man seinen Hund mit GPS-Gerät ausstattet.

Ein GPS-Gerät ist besonders nützlich für Aktivitäten, bei denen es wichtig ist, den genauen Standort zu kennen - zum Beispiel eignet sich ein GPS-Gerät zum Wandern, Bootfahren und auch fürs Geocaching sind GPS-Geräte geeignet. Es ermöglicht Benutzern zudem Routen zu planen und zurückzukehren, indem es Spuren aufzeichnet und Wegpunkte speichert.

Wofür kann man ein GPS-Gerät anwenden?

Dieser Kaufratgeber fokussiert sich auf die Verwendung von GPS-Geräten in Alltag und Freizeit. Doch auch in der Luft- und Raumfahrt, der Forschung, bei der Polizei sowie beim Militär findet GPS Anwendung.

Man kann die möglichen Anwendungen eines GPS-Geräts grob in fünf Kategorien unterteilen:

Anwendung Beschreibung
Navigation um von A nach B zu gelangen oder einer bestimmten Route zu folgen z.B. bei Outdooraktivitäten durch die Verwendung von Outdoor-GPS-Geräten, Reisen oder der Autofahrt
Standort zur exakten Positionsbestimmung - also um herauszufinden, wo Sie sich gerade befinden z.B. bei Outdooraktivitäten, Reisen oder der Autofahrt
Ortung Nachverfolgung von Bewegungen von Personen, Tieren oder Objekten mit Hilfe eines GPS-Trackers z.B. Tracking Ihres Hundes mittels GPS-Gerät oder zum Monitoring von Biodiversität
Timing GPS erlaubt präzise Zeit- und Leistungsmessung z.B. beim Sport
Vermessung und Mapping GPS erlaubt die präzise Erstellung von Weltkarten und regionalen Karten sowie andere Anwendungen für Luft- und Raumfahrt und Forschung z.B. GPS-Geräte für die Vermessung von Regionen oder GPS-Geräte für Ermittlung von Grundstücksgrenzen

GPS-Geräte finden unter anderem im Outdoorbereich Anwendung, beispielsweise bei langen Wanderungen.

Checkliste vor dem Kauf

Auch wenn in vielen Fällen ein Handy zur Navigation ausreicht, macht der Kauf eines Wander-Navis durchaus Sinn. Gute Geräte haben nicht nur einen besseren Empfang, sondern können auch zusätzlich zu GPS, Satellitensysteme wie Galileo nutzen. Zudem sind sie robuster, stoßfest, wasserdicht und somit besser für einen Outdoor Einsatz geeignet.

  • Verarbeitung und Gehäuse: Ein Handheld-GPS-Gerät sollte ein robustes Design haben und aus Materialien bestehen, die stoß- und abriebfest sind. Außerdem sollte ein Wander Navigationsgerät wasserfest sein, damit du es auch bei Regenwetter sicher benutzen kannst.
  • Akkulaufzeit: Die Batterielaufzeit eines GPS-Handgeräts sollte mindestens 10 Stunden betragen, damit du die Batterien nicht zu oft wechseln musst. Alle Wander Navis in diesem Test haben eine gute Akkulaufzeit. Wir empfehlen wiederaufladbare Batterien, da diese mit einem Solarladegerät wieder aufgeladen werden können.
  • Display: Für einen guten Kartenüberblick sollte ein Handheld-GPS-Gerät mit einem mindestens 2 Zoll (ca. 5 cm) großen Display mit guter Auflösung ausgestattet sein. Viele moderne GPS-Geräte sind mit Touchscreens ausgestattet - die für Wanderungen bei kaltem Wetter oder in großen Höhen nicht ideal sind, da sie mit Handschuhen schwer zu bedienen sind.
  • Gewicht: Beim Wandern und Bergsteigen sind leichte Geräte gefragt, denn mit leichten Geräten kannst du schneller und bequemer wandern. In diesem Test haben wir nur leichte GPS-Geräte berücksichtigt.
  • Planungssoftware: Es ist ein großer Vorteil, wenn ein GPS-Gerät mit einer Planungssoftware (für PC oder Mac) geliefert wird, denn mit der Planungssoftware kannst du ganz einfach Routen und Wegpunkte erstellen, die dann in das Gerät importiert werden können.
  • Funktionen: Moderne GPS-Geräte zeigen nicht nur deinen Standort auf einer Karte an, sondern haben auch andere nützliche Funktionen wie einen elektronischen Kompass und einen barometrischen Höhenmesser. Ein solcher Kompass und Höhenmesser funktionieren auch, wenn kein GPS-Signal verfügbar ist, und sind daher sehr praktisch, wenn du in engen Tälern oder dichten Wäldern wanderst, wo es schwierig sein kann, ein Signal zu empfangen.
  • Ortungstechnologie: Zusätzlich zu GPS unterstützen einige Geräte auch GLONASS und Galileo - eine Alternative zu GPS. Geräte, die zusätzliche Ortungsnetzwerke unterstützen, können deine Position schneller und genauer bestimmen.

Liste der besten Wander Navigationsgeräte

Du möchtest ein gutes Wander-Navi kaufen? Hier findest du unsere Liste der top Modelle, mit umfangreichen Testberichten.

  1. Garmin GPSMAP 66sr: Mit dem Wander Navi Garmin GPSMAP 66sr erhaltet ihr ein Gerät, welches über eine sehr hohe Akkulaufzeit von 36 Stunden verfügt. Im Expeditionsmodus ist sogar eine Laufzeit von bis zu 450 Stunden möglich. Das 3-Zoll-Farbdisplay hat sich von uns auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen lassen und die Handhabung stellte sich als unkompliziert heraus. Mit seinen 230 g lässt es sich leicht transportieren und passt zudem in jede Tasche. Die Wandernavigation unterstützt 5 verschiedene Navigations-Satelliten für eine präzise Genauigkeit. Durch die integrierte Wettervorhersage wurden unsere Tester auch vom Regen nicht überrascht.
  2. Garmin Bergsport Montana 700i: Das Bergsport Montana 700i vom Hersteller Garmin hat uns vor allem durch sein großes Display von 5 Zoll und einer hohen Displayauflösung überzeugt. Damit war es auch aus größerer Entfernung stets deutlich ablesbar. Mit seinen 410 g Gewicht und etwas höheren Abmessungen waren wir zunächst skeptisch, jedoch wurden wir eines Besseren belehrt. Dieses Wander-Navi lag bei unseren Testern hervorragend in der Hand und passte auch mühelos in den Rucksack. Die Akkulaufzeit liegt im Vollbetrieb zwar nur bei 18 Stunden, allerdings konnten wir das Gerät im Wandernavigation Test deutlich länger einsetzen. Der Expeditionsmodus ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 330 Stunden. Zudem trotzte das Bergsport Montana 700i auch Regen, Hitze und einem Sturz.
  3. Garmin eTrex 10: Alle Anfänger, die ein günstiges Navi für unter 100 Euro suchen, sollten sich dieses Modell von Garmin näher anschauen. Das eTrex 10 wiegt gerade einmal 142 g und ist mit einem monochromen 2,2 Zoll ausgestattet. Mit 25 Stunden Akkulaufzeit war das Navi beim Wandern für all unsere Routen ausreichend, allerdings haben wir den Expeditionsmodus vermisst, um die Laufzeit im Standby zu erhöhen. Durch die gelbe Farbe konnten wir das Gerät auch in hohem Gras leicht erkennen und sogar auf einem dicht bewaldeten Weg hatten unsere Testpersonen einen guten Empfang. Wir waren auch überrascht, wie schnell die Position bestimmt werden konnte. Trotz einer niedrigen Auflösung war die Karte gut zu erkennen und führte uns sicher ans Ziel. Es sind bereits Basiskarten mit 50 Routen installiert, die für viele Wanderungen ausreichend sind.
  4. Garmin Edge 530: Mit dem Edge 530 von Garmin erhaltet ihr ein Navi, das sowohl Wanderer verwenden können, aber auch als Fahrradnavi verwendbar ist. Neben den Routen konnten wir im Test auch diverse Leistungsdaten inklusive Höhenmesser abrufen. Ganz besonders hat uns das Gewicht von nur 77 g überzeugt. Das Gerät liegt damit kaum spürbar in der Hand und ist selbst in engen Hosentaschen kaum bemerkbar. Der Touchscreen hat sich auch auf die Bedienung durch die Tasten umstellen lassen und konnte selbst mit dickeren Fahrradhandschuhen bedient werden. Auch bei holprigen Radstrecken war das 2,6 Zoll Farbdisplay zuverlässig abzulesen. Die Akkulaufzeit liegt hier bei etwa 20 Stunden, sie kann durch den Standby-Modus allerdings auf 40 Stunden verlängert werden. Per Bluetooth kann man das Garmin Edge mit dem eigenen Smartphone verbinden. Für alle, die ein Navigationssystem zum Wandern und Fahrradfahren suchen, ist das Edge 530 unbedingt mit in die Auswahl einzubeziehen.
  5. Garmin eTrex Touch 35: Das Garmin eTrex Touch 35 ist hervorragend zum Geocaching einsetzbar. Durch den Kompass und ein leicht ablesbares 2,6 Zoll Display konnten unsere Tester jedes Versteck ausfindig machen. Selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung war die Anzeige für uns deutlich zu erkennen. Die Laufzeit des Akkus beträgt 16 Stunden und falls die Suche einmal länger dauert, bleibt euch das Gerät trotzdem weiter verfügbar. Das Navi war auch bei starkem Regen wasserdicht und konnte von uns einfach bedient werden. Auch sind die wichtigsten Karten von Europa bereits vorinstalliert und sofort nach dem Einschalten konnten wir mit dem Geocaching beginnen. Insgesamt enthält das Navi 250.000 Geocaches. Aber auch zum Wandern, Radfahren und Bergsteigen leistet das 159 g schwere Navigationssystem hervorragende Dienste. Gut gefallen hat uns auch der unkomplizierte Datentransfer zu kompatiblen Garmin-Geräten sowie eine enthaltene Halterung für das Fahrrad. Sowohl Anfänger als auch Profis im Bereich des Geocachings sollten sich das eTrex Touch 35 von Garmin auf jeden Fall genauer ansehen.
  6. Komoot-App für IOS und Android: Hier bieten wir euch auch eine Alternative zum Wander Navi. Durch die passende App reicht sogar euer Handy dafür aus. Ihr benötigt lediglich ein Smartphone. Die Komoot-App ist sowohl für Geräte mit den Betriebssystemen IOS als auch Android verfügbar. Es handelt sich um eine kostenlose Basisvariante, die für viele Anwendungen ausreichend ist. Das umfangreiche Kartenmaterial sorgt für hohe Abwechslung der Wanderwege und auch die Bedienung stellte sich in unserem Test als einfach heraus. Wer noch mehr Funktionen, Einstellungen und Karten möchte, kann sich auch für die kostenpflichtige Premiumvariante entscheiden. Diese ist von Stiftung Warentest sogar ausgezeichnet worden. Besonders angetan waren unsere Testpersonen davon, dass kein zusätzliches Navigationsgerät benötigt wurde. Daher ist auch die Premiumvariante am Ende eine günstige Möglichkeit.

Die besten fünf GPS-Geräte im Test

  • Garmin GPSMAP 65
  • TwoNav Terra
  • TwoNav Cross Plus
  • Garmin eTrex 32x
  • SIGMA SPORT ROX 4.0 Black

Wichtiges Qualitätsmerkmal für ein Outdoor-Gerät ist die Lesbarkeit des Bildschirmes bei hellem Sonnenlicht. Hierzu sind sämtliche Testgeräte mit Bildschirmen ausgestattet, welche das Sonnenlicht reflektieren (transflektiv) - übrigens ein entscheidender Unterschied zu den meisten Kfz-Navis. Aber: auch das beste Display nutzt nichts bei einer schlechten Karte.

Ein elektronischer Kompass hilft bei der Orientierung im Stand, denn die Richtungsbestimmung durch GPS Signale funktioniert nur in Bewegung. Zur Höhenbestimmung besitzen moderne GPS-Geräte barometrischen Höhenmesser; diese sind jedoch nicht immer notwendig: bei Touren mit gutem Empfang liegen die Vergleichswerte aus der GPS-Höhenmessung nahe an den Messpunkten topografischer Karten.

Winterbetrieb bei moderaten Minusgraden ist kein Problem mehr, allerdings können die Bildschirme langsamer reagieren und auch die Akkus gehen früher in die Knie. Bei günstigeren Geräten können die Berührungsfelder recht klein geraten, da wird die Bedienung bei Kälte schnell heikel - auch ohne Handschuhe. Unser Tipp: Mit Kunststoff-Kugelschreibern lassen sich die Menüs der Touchscreens schnell und treffsicher bedienen.

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