NCR Ducati Königswelle: Eine Rennlegende

Die NCR Ducati Königswelle ist eine ultraseltene Rennmaschine aus der Zeit vor den TT1- und TT2-Rennern. Es handelt sich um ein Classic Highlight, von dem es weltweit nur sehr wenige Exemplare gibt.

Geschichte und Entwicklung

Die NCR (Nepoti and Caracchi Racing) war eines der herausragendsten Motorradrennteams aller Zeiten. Sie waren das inoffizielle Ducati-Werksteam von den frühen 1970er Jahren bis zur Gründung von Ducati Corsa im Jahr 2000.

NCR entwarf einen eigenen Rahmen für die auf der Pantah mit Zahnriemenantrieb basierende Serie, die 600TT. Dieser Rahmen unterscheidet sich von dem häufigeren TT2-Rahmen, der eher ein Ducati-Design war. Insgesamt wurden neun Rahmen von Verlicchi und weitere zwei von DM hergestellt. Alle bis auf zwei waren Rennrahmen.

Gesamtstückzahl 11, davon 9 bei Verlicchi gefertigt. Falls es noch eine in Deutschland gibt bitte melden.

Technische Details

  • Rahmen: Gefertigt von Verlicchi für NCR
  • Motor: NCR Rennmotor auf Pantah 600 Basis
  • Leistung: Ca. 90 PS
  • Baujahr: Ca. 1982-1984

Der Motor wurde gerade neu gelagert. Die NCR ist bei der ACI in Italien gelistet und war in Italien auch zugelassen, deshalb ist auch ein originaler Pantah Hauptkabelbaum verbaut an den alle Abnehmer problemlos verbaut werden können. Grundsätzlich ist es aber ein Renner. Entsprechende Dokumente vorhanden.

Die Bilder geben den Top Zustand wieder.

Die Bedeutung der Königswelle

Ein technischer Geniestreich von Fabio Taglioni ist das Kennzeichen von Ducati: die desmodromische Ventilsteuerung (griechisch: desmos dromos, was so viel wie erzwungene Bewegung bedeutet). Damit werden die Ventile nicht nur über einen Öffnungshebel geöffnet, sondern über einen weiteren Hebel zwangsweise geschlossen, ohne die sonst üblichen Ventilfedern. Auf diese Weise sind höchste Drehzahlen ohne Ventilflattern oder Federbrüche möglich. Allerdings ist die Einstellung des Ventilspiels eine diffizile Sache, die mehrere Stunden dauert.

In der Geschichte des Motorrad-Rennsports sind die Zahnriemen-Motoren der Ducati Pantah nicht mehr wegzudenken. Neben den wenigen Werksmaschinen und Production Racer, die es Anfang der 80er Jahre auf internationalen Rennstrecken zu sehen gab, züchteten sich ideenreiche Tüftler nicht nur eigene Hochleistungsmotoren heran, einige bauten sich gleich neue Komplett-Fahrwerke, die ihrem Verständnis nach Vorteile gegenüber dem handverlesenen Werksangebot boten.

Die wohl bekanntesten Ducati-Motoren-Frisierer waren Giorgio Nepoti, Rino Caracchi und Luigi Rizzi, die sich nur eine Katzensprung weg vom Ducati-Werk bereits seit Ende der 60er Jahre unter dem Kürzel „NCR“ einen Namen gemacht hatten.

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