Neckartal-Radweg: Ihre Karte für eine unvergessliche Radreise

Der Neckartal-Radweg erstreckt sich über 370 Kilometer und führt Sie einmal quer durch Baden-Württemberg. Auf dieser Strecke wechseln sich weite Auen und enge Täler ab. Der Neckartal-Radweg ist durchgehend in beide Richtungen nach FGSV-Richtlinien beschildert.

Unterwegs auf dem Weg begleiten Rebhänge den Radfahrer in weiten Teilen. Hinter Heilbronn wird das Tal enger und die bewaldeten Hänge im Odenwald werden von zahlreichen Burgen gekrönt.

Tour-Details im Überblick

  • Distanz: 367,3 km
  • Schwierigkeitsgrad: Unterschiedlich
  • Steigung: 231 m
  • Gefälle: 841 m
  • Tour: Fernradwege, ADFC Qualitätsradrouten
  • Start: Diverse Startpunkte möglich
  • Wegcharakteristik: Überwiegend asphaltiert, teilweise unbefestigte Waldwege
  • Beschilderung: Durchgehend beschildert

Der Neckartal-Radweg wird fast auf der gesamten Strecken von Bahnstrecken begleitet und ist so auch bestens für Tagestouren und die "etappenweise Erkundung" geeignet. Der Neckar ist zwischen Stuttgart und Heidelberg schiffbar und eine Kombination aus Rad und Schiff eine spannende Alternative: vielleicht flussabwärts auf dem Rad und den Rückweg flussaufwärts mit dem Schiff.

Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps

Entdecken Sie entlang des Neckartal-Radwegs eine Vielzahl an Attraktionen:

  • Burgen & Schlösser
  • Fachwerkstädte & Weinorte
  • Kanu-Touren & Neckarschifffahrt
  • Stadtführungen

Der Neckar: Von der Quelle bis zur Mündung

Was als kleines Bächlein im Naturschutzgebiet Schwenninger Moos entspringt, wird unterwegs zum breiten, von Schiffen genutzten Verkehrsweg. "Nik", der Neckar in der keltischen Übersetzung, fließt vorbei an Burgen und Schlössern, an Wäldern und steilen Weinbergen. Aber auch große Städte und Industriehäfen liegen auf dem Weg.

In zahlreichen hübschen Orten mit verwinkelten Gassen und herausgeputzten Fachwerkhäusern laden Straßencafés zu einer Pause und Besenwirtschaften zu einem Glas Württemberger Wein ein. Jeder Abschnitt hat seinen ganz eigenen Charakter und Charme, den es zu entdecken gilt.

Etappenempfehlungen

Etappe HeilbronnerLand: Lauffen - Gundelsheim (37 km)

Im Rebenreich rund um Heilbronn ist das Neckartal von Weinreben geprägt. Entlang des Neckartal-Radwegs zwischen Lauffen am Neckar und Gundelsheim begleiten steile Terrassenweinberge mit klangvollen Namen wie Katzenbeißer oder Himmel den Radfahrer. Immer wieder hat man beim Radeln die Reben im Blick: 5000 Kilometer Trockenmauern liegen in den steilen Weinbergen am Wegesrand. Diese Etappe ist nahezu eben und kann auch gut mit Kindern gefahren werden.

Durch die den Radweg begleitende Personenschifffahrt auf dem Neckar und die Bahnlinien Stuttgart-Heilbronn und Heilbronn-Mannheim bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, abzukürzen.

Highlights an der Strecke:

  • Lauffen a. N.: Hölderlin-Museum und Burg mit Burgmuseum
  • Heilbronn: Marktplatz, Museen im Deutschhof, ScienceCenter "experimenta"
  • Neckarsulm: Deutsches Zweirad- und NSU-Museum
  • Bad Friedrichshall: Besuchersalzbergwerk
  • Bad Wimpfen: historische Kaiserpfalz und Kloster Bad Wimpfen im Tal
  • Gundelsheim: Schloss Horneck mit Siebenbürgischem Museum
  • Besenwirtschaften - regionaltypische Weinstuben

Detailinformationen zur Etappe: Interaktive Karte mit Bett+Bike Gastgebern, Einkehrtipps und Sehenswürdigkeiten, sowie die Anreise mit der Bahn. Außerdem eingezeichnet: RadService-Punkte bei kleinen Pannen und E-Bike-Ladestationen.

Anschlussetappe flussabwärts mit Bahnhof: Gundelsheim - Eberbach, ca. 35 km. Anschlussettappe flussaufwärts mit Bahnhof: Lauffen - Marbach am Neckar, ca. 35 km.

Etappe Odenwald: Heidelberg - Bad Wimpfen (77,5 km)

Mit rund 70 km verläuft der Neckartal-Radweg zwischen Neckargemünd und Bad Wimpfen auch durch die Ferienregion Odenwald. Der Radweg bietet Burgen- und Schlossromantik in Hülle und Fülle. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, diesen Bereich des Neckars abzuradeln. Und wer zwischendurch ein Stück mit der S-Bahn fahren möchte - kein Problem, denn an jedem Ort ist ein Haltepunkt eingerichtet.

Die sogenannten "Romantischen Vier" an der Burgenstraße mit Neckargemünd, Neckarsteinach, Hirschhorn und Eberbach laden zu einem Ausflug ins Mittelalter ein. Bei Neckargemünd erhebt sich über dem Neckartal schon weithin sichtbar die stolze Burg Dilsberg.

Weiter geht´s zur Vierburgenstadt Neckarsteinach, wo Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Burg Schadeck den Blick auf sich lenken. Hirschhorn mit seiner trutzigen Burganlage und dem Karmeliterkloster liegt reizvoll an einer engen Neckarschleife. In der Stauferstadt Eberbach blieb bis heute die ursprüngliche Form der Altstadt mit ihren vier Ecktürmen erhalten.

Das Schloss Zwingenberg mit seinen jährlich im August stattfindenden Schlossfestspielen, die Minneburg in Neckargerach, Schloss Neuburg in Obrigheim, Burg Hornberg in Neckarzimmern und die Burg Guttenberg mit der Deutschen Greifenwarte in Neckarmühlbach strahlen majestätisch von den Berghängen des Odenwaldes herab.

Über das Schloss Heinsheim in Bad Rappenau erreicht man das schön Stauferstädtchen Bad Wimpfen mit seinem berühmten Blauen Turm. Lassen Sie sich auch von den den mittelalterlichen Burgrestaurants verwöhnen, oder nächtigen Sie wie einst die Burgherren und Burgfräulein in Romantischer Atmosphäre.

Deutschlands kontrastreichster Flussradweg

Der Neckar ist ein echter Baden-Württemberger. Mitten durch das Herz des Bundeslands im Südwesten fließt er von Württemberg nach Baden in die Kurpfalz und schließlich in den Rhein. Auf der ganzen Strecke begleitet ihn der Neckartal-Radweg. Eine Radreise für Genießer und Entdecker, für Menschen, die Land und Leuten auf die Spur kommen wollen.

Die lauschigen Anfänge im Schwenninger Moos, die poetischen Ufer am Tübinger Hölderlinturm, die Weinlagen der Großstadt, die Burgen im Odenwald. Der abwechslungsreichste Flussradweg in Deutschland hält seine Gäste stets bei Laune. Macht sie neugierig und unternehmungslustig, lockt sie mit guten Weinen und köstlichen Leckerbissen.

Man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen, hinter die Fassaden blicken, mit den Leuten ins Gespräch kommen. Abtauchen heißt es am Neckartal-Radweg - nicht in den Fluss, er beginnt als kleiner plätschernder Bach, sondern in die historische Vergangenheit.

Startet die Reise im Hochmoor Schwenninger Moos, schlängelt sich der Neckar kurz darauf durch charmante Städte, die aus fernen Zeiten erzählen: Rottweil etwa aus der Zeit der Römer oder das mittelalterliche Tübingen. Rund um Stuttgart können Besucher im Unesco-Welterbe Weißenhofsiedlung die Ursprünge moderner Architektur ergründen und in denkmalgeschützten Werkhallen oder alten Mühlen Industriekultur hautnah erleben.

Der Neckartal-Radweg: Eine Flusslandschaft mit vielen Gesichtern

Ganz klein kriecht aus den Tiefen des Schwenninger Mooses ein Flüsslein hervor: der Neckar. Er mausert sich mit jedem Kilometer, nimmt Seitenbäche in sich auf, reift zu einem stattlichen Wasserlauf heran, der ab Plochingen sogar schiffbar ist. Eine Bundeswasserstraße mit Lastkähnen, alten Industriedenkmalen und Schleusen.

Der stetige Wechsel von Natur und Kultur, Vergangenheit und Moderne, lauschigen Klein- und lebendigen Großstädten ist typisch für das Neckartal. Eine Flusslandschaft mit vielen Gesichtern, die sich in all ihrer Vielfalt bei einer Genussradtour offenbart. Über seinen Ufern thronen Fachwerkstädte wie Horb, Nürtingen oder Esslingen, Weinorte wie Lauffen, Heilbronn oder Besigheim.

Voller Poesie radelt man am Hölderlinturm in Tübingen vorbei oder dem Schiller-Geburtsort Marbach. In Bad Wimpfen fühlten sich die Staufer wohl und auf Burg Guttenberg noch immer ein gutes Dutzend Greifvögel, die ins Neckartal ausschwärmen. Der Odenwald ist voller alter Adelssitze mit Familien, die dort schon seit Jahrhunderten residieren. Wer den Neckartal-Radweg fährt, erlebt Baden-Württemberg in all seinen Facetten. Eine Flussreise voller Kontraste und Verlockungen, auch kulinarischer Art.

Beschilderung und Orientierung

Die Elemente der Radwegebeschilderung sind die Hauptwegweiser, Routenlogo und Zwischenwegweiser. An Knotenpunkten mit anderen Radrouten folgen Sie stets dem Pfeil mit dem Routenlogo Neckartal-Radweg. Die Hauptwegweiser zeigen Richtung und Entfernung (in km) des nächsten Fern- und Nahziels. Hauptwegweiser stehen nur an Knotenpunkten, an denen weitere Radrouten in verschiedene Richtungen abzweigen. An Kreuzungen ohne Abzweigung anderer Radrouten befinden sich Zwischenwegweiser.

In der Übersichtskarte finden Sie neben den drei Erlebniswelten Ursprünglicher, Weinseliger und Romantischer Neckar, eine Bucket List mit touristischen Highlights und Ideen für Pausentage auch Kombi-Touren auf dem Württemberger Weinradweg und wertvolle Service-Tipps für Ihre Radreiseplanung.

Deutschlands kontrastreichster Flussradweg bietet eine Radreise für Genießer und Entdecker. Auf seinem Weg quer durch das Genießerland Baden-Württemberg hält er einige Entdeckungen für Radfahrer bereit, die Land und Leuten auf die Spur kommen wollen. Im HeilbronnerLand ist der Neckartal-Radweg landschaftlich besonders durch den Weinbau und den Kontrast zur Stadt Heilbronn geprägt.

Das Thema Wein steht bei dem ebenfalls mit 4 Sternen ausgezeichneten Württemberger Weinradweg im Vordergrund. Von Niederstetten im Lieblichen Taubertal bis Rottenburg am Neckar verbindet er die Weinlandschaften Württembergs. Die Raderlebniskarte gibt einen Überblick über den Verlauf der beiden Radfernwege.

Hinweis: Es handelt sich um eine skizzierte Übersichtskarte zur Inspiration, die Karte ist nicht zur Orientierung unterwegs geeignet.

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