Neudorff Fahrräder: Test und Service

Viele Menschen wünschen sich einen schönen Rasen, aber Unkräuter machen es oft schwierig. Rasendünger mit Unkrautvernichter versprechen hier eine Lösung und einen perfekten Rasen in wenigen Wochen. Es wurden 14 Rasendünger mit Unkrautvernichter getestet.

Rasendünger im Test

Fast alle Produkte basieren auf demselben Herbizid-Wirkstoff, wodurch eine Unkrautvernichtung bei allen Produkten eintritt.

  • Substral: Setzt auf Eisen und Schwefel als Begleitstoffe, reduziert den Stickstoff-Anteil und verwendet eine Herbizid-Kombination. Der Substral 3in1 Komplett-Rasendünger kümmert sich mit Eisen um Moos, vernichtet mit einer Herbizid-Kombi Unkräuter und düngt den Rasen mit einem moderaten Stickstoff-Kalium-Verhältnis von 2,8:1.
  • Compo: Der Compo Rasendünger plus Unkrautvernichter verzichtet auf die direkte Bekämpfung von Moos durch Eisen. Mit seinem stark reduzierten Stickstoff-Kalium-Verhältnis von 1,9:1 eignet er sich perfekt für die Spielwiese oder den wenig beanspruchten Hausrasen. Die Herbizid-Kombi ist identisch mit der von Substral 3in1.
  • Neudorff: Der Neudorff Rasendünger Moos- & Unkrautstopp kommt ohne Herbizid aus. Er setzt bei der Düngung auf starkes Wachstum der Gräser, die dann Moos und Beikräuter verdrängen. Dafür ist ein eingeschränktes mineralisches Stickstoff-Kalium-Verhältnis von 0,6:1 an Bord. 55 Prozent organisches Material sorgt für den restlichen Stickstoff. Den unangenehmen Ammoniak-Geruch (Harnstoff), der fast allen Düngern entweicht, gibt es beim Neudorff nicht.
  • Roundup: Der Roundup Rasen-Unkrautfrei Unkrautvernichter mit Rasendünger bringt sehr viel Stickstoff ein, das Stickstoff-Kalium-Verhältnis liegt bei 4,4:1. Damit ist der Dünger geeignet für intensiv genutzte Flächen, die Beschädigungen durch starkes Wachstum kompensieren müssen. Roundup sollte nur im Frühjahr ausgebracht werden.

Bestandteile von Rasendünger

Die Produkte für den heimischen Rasen bestehen aus mineralischem Dünger, mit einer Reihe von Nährstoffen, kombiniert mit einer schwachen, aber für den Rasen ausreichenden Dosis Herbizid. Rasendünger ist immer ein Mischdünger, NPK-Dünger genannt. Damit sind die drei Hauptbestandteile gemeint: Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K). Als Nebenbestandteil ist gelegentlich Schwefel enthalten. Weil das Verhältnis der Komponenten wichtig für die Düngeperiode und deren Langzeitwirkung ist, steht auf den Verpackungen »NPK-Dünger 22-5-5«.

Das richtige Verhältnis von Stickstoff und Kalium

Der Stickstoff ist das entscheidende Element bei der Düngung, im Jahresverlauf verändert sich der Bedarf stark, weswegen nicht zu jedem Zeitpunkt die gleiche Menge Dünger ausgebracht werden kann mit der Hoffnung auf eine gute Langzeitwirkung. Zwei Drittel der gesamten Stickstoffmenge benötigt eine Rasenfläche von März bis Mitte Juni. Daher sollte im Frühjahr das Verhältnis der Nährstoffe Stickstoff (N) und Kalium (K) 3:1 betragen, im Sommer 1:1 und im Herbst 1:3. Aus diesem Grund bietet der spezialisierte Handel Frühjahrsdünger, Langzeitdünger (Frühsommer) und Herbstrasendünger an.

Einige Dünger enthalten als Nebenbestandteile Eisen, Schwefel, Magnesium oder Natrium. Eisen braucht die Pflanze für ein sattes Grün, allerdings ist Eisen das am häufigsten vorhandene Spurenelement im Boden und dementsprechend nicht zwingend durch Düngung zuzusetzen. Eisen brauchen Sie nur, wenn sich die jüngsten Halme gelb färben (Chlorose) und einen Mangel anzeigen. Schwefel hilft der Pflanze bei der Umsetzung von Stickstoff. Auf 14 Einheiten Stickstoff wird eine Einheit Schwefel benötigt. Schwefelmangel führt zu verzögertem Wuchs und gelblicher Verfärbung der Rasengräser. Magnesium ist ein für die Fotosynthese der Pflanze essenzieller Nährstoff, es fördert das Wachstum und die Blattfärbung im Frühjahr und stärkt den Rasen für den Winter. Besonders bei niedrigen pH-Werten, bei eher saurem Boden also, kann Magnesium auswaschen. Durch Natrium wird der Mineralstoffgehalt im Blattwerk verbessert, Rasenschnitt als Tierfutter wird damit schmackhafter.

Herbizide im Rasendünger

In fast allen Testprodukten wird die Herbizid-Kombi Dicamba + 2,4-D eingesetzt. Es handelt sich um kleinste Mengen: 1,2 Gramm Dicamba und acht Gramm 2,4-D auf ein Kilogramm Granulat.

  • Dicamba: Wirkt gegen zweikeimblättrige Beikräuter mit langlebigen und mehradrigen Wurzeln. Dicamba beschleunigt das Wachstum der Pflanze übermäßig, sodass sie aufgrund der resultierenden Nährstoffunterversorgung abstirbt. Die Blätter werden braun, die Wurzel trocknet aus. Der Prozess wird durch Wärme beschleunigt. Bis die herbizide Wirkung eintritt, benötigen Pflanzen mehrere Tage aktives Wachstum.
  • 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D): Wirkt insbesondere gegen Knöterichgewächse, Kamille und Disteln. Hervorragende Wirkungen sollen bei Hirtentäschelkraut, Hornkraut, Vogelknöterich und gemeiner Schafgarbe erzielt werden. Ausreichend effektiv soll Dicamba + 2,4-D bei Weißklee, Gänseblümchen, Wegerich-Arten und kriechenden Hahnenfußarten sein.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Mit Dicamba und 2,4-D ist nicht zu spaßen. Wir raten wegen der beschriebenen Gefahren zu Einweghandschuhen und zu einer Schutzbrille. Damit es bei der Rasenpflege nicht zur Überdüngung beziehungsweise zur übertriebenen Ausbringung des Herbizids kommt, sollte die vom Hersteller genannte Menge genau abgewogen werden. Bei den meisten Produkten sind das 20 Gramm auf den Quadratmeter, das ist eine winzige Menge! Bei großen (Rasen)-Flächen können Streuwagen hilfreich dabei sein, das Granulat gleichmäßig zu verteilen.

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