Neue Radwege in Schwerin: Planung für eine fahrradfreundliche Zukunft

Schwerin investiert kontinuierlich in den Ausbau seines Radwegenetzes, um den Alltagsradverkehr attraktiver zu gestalten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zwei weitere touristische Radwegeverbindungen wurden für den Verkehr freigegeben.

Neue Radwege für Schwerin und das Umland

Mit dem Weg am südwestlichen Ufer des Faulen Sees und dem Radweg am Störkanal haben sowohl Gäste Schwerins als auch Einheimische die Möglichkeit, von der Stadt naturnah ins nähere Umland bis nach Plate zu radeln. Dabei genießen sie die Ruhe und Schönheit der Natur, denn die Wege führen straßenunabhängig von der City in die Schweriner Landschaft.

Die Arbeiten an beiden Radwegen sind Bestandteil der Verbindungen zwischen den Radfernwegen Hamburg-Rügen und dem Residenzstädteradrundweg. Dieser ist 285 Kilometer lang und führt auf den Spuren der Herzöge zu den einstigen Residenzen und anderen Sehenswürdigkeiten.

Details zu den neuen Radwegen

Die Radfahrbegeisterten in Schwerin können sich am südwestlichen Ufer des Faulen Sees nun über einen asphaltierten Weg von insgesamt 1.170 Meter Länge und 2,50 Meter Breite freuen. Sicherer ist die Strecke in der Dunkelheit durch eine neue insektenfreundliche LED-Beleuchtung geworden.

„Zusätzlich entstand an der Straßenbahnhaltestelle Ostorf eine Fahrradrampe, um das Konfliktpotenzial zwischen Radlerinnen und Radlern sowie Fahrgästen zu reduzieren“, sagt Ilka Wilczek, Werkleiterin des SDS. Im Süden der Stadt bietet sich der heute freigegebene und neu gestaltete Radweg für Ausflüge in die Lewitz von Mueß bis nach Plate an. Der bisher schmale unbefestigte Pfad an der Wasserstraße wurde zum sicheren und bequemen Radweg ausgebaut.

Der Teil des Weges am Schweriner See ist asphaltiert, 2,50 Meter breit und erlaubt bei der Fahrt wunderbare Blicke auf das Gewässer und die Natur. Unter der Straßenbrücke der B321 führt der Radweg anschließend am Störkanal bis zur Grenze der Gemeinde Plate. Dieser 1.800 Meter lange Abschnitt ist gepflastert worden, da er gleichzeitig als Betriebsweg für die Störwasserstraße genutzt wird. Die Gesamtstrecke für den Wegebau betrugt 2,4 Kilometer.

Oberbürgermeister Rico Badenschier sagte anläßlich der Verkehrsfreigabe: „Ich freue mich über die Fertigstellung dieser beiden landschaftlich reizvollen Wege, durch die sowohl der Alltagsradverkehr als auch die touristische Nutzung attraktiver wird. Zur guten Nachbarschaft mit unseren Umlandgemeinden gehören gute Wegebeziehungen - auch im Radverkehr. Der Ausbau des naturnahen Rad- und Wanderwegs entlang der Störwasserstraße ist eine wunderbare Ergänzung zum Radweg an der Plater Straße. Der Ausbau dieser Wege macht das Radfahren als klimafreundliche Alternative zum Auto auch für Pendlerinnen und Pendler attraktiver.“

Lückenschluss des Radweges Schwerin-Crivitz

Mit der letzten Ausbaustrecke von circa 2,7 Kilometern erfolgt der Lückenschluss des Radweges an der Bundesstraße 321 zwischen Schwerin und Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim). „Der heute eröffnete Radwegabschnitt ist das letzte Teilstück des Gesamtradwegs von Schwerin nach Crivitz, und schließt die bisherige Lücke zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und der Stadt Crivitz. Dies ist eine sehr gute Nachricht nicht nur für alle Radfahrenden der Region, sondern auch für den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit.

Das Fahrrad steht für eine kostengünstige und gesundheitsförderliche Mobilität, die zudem die eigene Fitness fördert. Wir brauchen mehr Radverkehr aber vor allem deshalb, weil er emissionsfrei ist. Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir die Emissionen des Verkehrssektors deutlich verringern. Das gelingt nur, wenn wir alle mehr und auch längere Wege mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegen. Jede zusätzliche Fahrt mit dem Rad trägt damit zum Erreichen der nationalen Umwelt- und Klimaschutzziele bei.

Förderung des Radverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern

In den letzten Jahren hat die Landesregierung in Bezug auf das Radewegenetz einige Ziele für MV erreicht. Bereits heute gibt es über 2.100 Kilometer straßenbegleitende Radwege an Bundes- und Landesstraßen in MV. Etwa 53 Prozent der Bundesstraßen und 32 Prozent der Landesstraßen im Land sind mit straßenbegleitenden Radwegen ausgestattet. Damit liegt MV deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.

Für den Radwegebau an Bundesstraßen in MV wurde ein Radwegebaukonzept auf Basis fachlicher Kriterien hinsichtlich Verkehr, Raumordnung und Tourismus erstellt. Ziel des Konzeptes ist es, zukünftig die verfügbaren Mittel zunächst dort einzusetzen, wo mit neuen Radwegen der größte Effekt für den Radverkehr erreicht werden kann.

Weitere Radwegprojekte in der Region

Pünktlich bis zum Sommerferien-Beginn in Mecklenburg-Vorpommern am 17. Juli 2023 stellt das Straßenbauamt Schwerin vier neue Radwege im Landkreis Ludwigslust-Parchim fertig: An der B 5 zwischen Redefin und dem Abzweig Belsch sowie an der B 191 zwischen Neu und Alt Brenz rollen Radfahrer bereits über den neuen Asphalt. Die Verkehrsfreigabe für den Radweg vom Abzweig Weselsdorf bis zur L 072 erfolgt am Freitag, 7. Juli 2023. Eine Woche später wird am Freitag, 14. Juli 2023, der Radweg an der B 321 zwischen Waldschlösschen und Crivitz eröffnet.

Bereits am heutigen Freitag, 30. Juni 2023, schließt das Straßenbauamt Schwerin zudem an der L 05 die Durchlasssanierung zwischen Püttelkow und Boddin ab. Grundsätzlich müssen Straßenbauarbeiten bei verlässlich frostfreier Witterung erfolgen. Sie werden daher stets außerhalb des Winters durchgeführt. Von den verbleibenden neun Monaten eines Jahres werden auf stark belasteten Strecken möglichst auch die Sommersaison, Pfingsten, Ostern und die Herbstferien ausgespart. Somit verbleiben für viele - allesamt erforderlichen - Baumaßnahmen nur noch die Frühjahrs- und Herbstmonate.

Fahrradstraße Gadebuscher Straße fertiggestellt

Die neue Fahrradstraße entlang der Gadebuscher Straße ist fertiggestellt. Die Fahrradstraße auf der Nordseite der Gadebuscher Straße ist nach acht Monaten Bauzeit fertig und wurde am 20. Dezember ihrer Bestimmung übergeben. Es ist die erste Fahrradstraße überhaupt in der Landeshauptstadt.

Auf etwa 1300 Metern ist zwischen Kreuzung Ratzeburger Straße bis zur Höhe Einmündung Lankower Straße eine Radverkehrsanlage entstanden, die aus einer asphaltierten Fahrradstraße und einem separaten Gehweg besteht. Über die Fahrbahn der bis zu vier Meter breiten Fahrradstraße können die Anlieger bei Vorrang des Radverkehrs auch auf ihre Grundstücke gelangen. Die Gehwege wurden gepflastert und sind im Mittel 1,50 Meter breit. In separaten Bereichen wird das Parken erlaubt sein.

Oberbürgermeister Rico Badenschier sagte: „Es ist uns gelungen, die Interessen der Verkehrsteilnehmer und der Anlieger unter einen Hut zu bringen. Die lange Planungsphase hatte dabei auch Vorteile: Dass die Stadt inzwischen keine Anliegerbeiträge mehr erheben muss, hat sicherlich die gute, aber teurere Lösung befördert, die wir mit dem Bau einer Fahrradstraße und getrennter Gehwege gefunden haben. Die komfortable Straßenraumbreite von bis zu vier Metern ermöglicht das sichere Radfahren in beide Fahrtrichtungen mit normaler Geschwindigkeit. Ein separater Fußweg bietet auch den Fußgängern die nötige Sicherheit.

„Jede gut ausgebaute Fahrradstraße und jeder neue Fahrradweg ist ein Gewinn für das Land. Diese moderne Fahrradstraße wird dazu beitragen, dass noch mehr Menschen auf’s Rad umsteigen - das ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern sorgt gleichzeitig für weniger Autos auf den Straßen unserer Landeshauptstadt.“, so Dr.

Das fast 2,2 Millionen Euro teure Bauvorhaben wurde durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Das Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ ist für Investitionen in den Radverkehr ausgelegt. Aus diesem Programm konnten 90 Prozent der förderfähigen Kosten über eine Zuwendung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Investitionen in die Radinfrastruktur mit Mitteln des Bundes übernommen werden.

Auch die Stadtwerke nutzten die Baumaßnahme, um die Entwässerungskanäle zu erneuern und Glasfaserkabel zu verlegen.

Weitere Radwegverbindungen in Schwerin

Bereits am Donnerstag wurde eine weitere 1,35 Kilometer lange Verbindung von der Unterführung unter der B 106 zwischen den Abfahrten Neumühle und Lankow offiziell freigegeben. Neu gebaut wurde das Stück zwischen der Unterführung bis zur Anbindung an den bestehenden Weg Richtung Neumühler Weg. Die Baukosten belaufen sich auf 970.000 Euro.

Radfahrerinnen und Radfahrer haben den Ende Mai fertiggestellten Weg bereits gut angenommen: Am Mittwoch hat Oberbürgermeister Rico Badenschier den ersten Bauabschnitt des Radwegs Greifswalder Straße nun auch offiziell eingeweiht. Der Abschnitt befindet sich im Ortsteil Lankow zwischen dem Lärmschutzwall und der Wohnbebauung Lankow-Mühlenberg und reicht bis zur Unterführung unter der Ortsumgehung. Der Radweg verläuft parallel zur der Bundestraße B106. Er ist 3,50 Meter breit und kann in beide Fahrtrichtungen genutzt werden.

„Mit sicheren und komfortablen Radwegen wie diesem fördern wir den Umstieg der Schwerinerinnen und Schweriner auf das klimafreundliche Fahrrad und entlasten unsere Stadt vom Autoverkehr. In der Gadebuscher Straße wird derzeit ein weiterer wichtiger Radweg in Lankow neu gebaut. Mit diesen Anstrengungen und mit Hilfe des Landes halten wir auch Wort gegenüber dem Radentscheid Schwerin, der sich u.a.

Die Fertigstellung des Bauabschnitts hatte sich durch eine witterungsbedingte Bauunterbrechung auf Grund des frühen Wintereinbruches im vergangenen Jahr verzögert. Der Radweg wurde wie auch die Radverkehrsanlage in der Gadebuscher Straße durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ gefördert, das für Investitionen in den Radverkehr ausgelegt ist. Aus dem Programm wurden 535.000 Euro, das sind 90 Prozent der förderfähigen Kosten, durch das Land Mecklenburg-Vorpommern übernommen.

Erneuerung des Geh- und Radweges im Generationenpark Lankow

Der Eigenbetrieb SDS - Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin führt vom 22. Juli bis voraussichtlich 15. Oktober die Erneuerung des Geh- und Radweges im Generationenpark Lankow zwischen der Ratzeburger und Kieler Straße durch. Die Maßnahme auf einer Gesamtlänge von 1.150 Metern beginnt mit dem Fräsen des bestehenden Weges aus Richtung der Ratzeburger Straße.

Nach der Fertigstellung der einzelnen Gehwegabschnitte werden diese bereits wieder freigegeben und können genutzt werden. Während der Baumaßnahme kommt es zu Beeinträchtigungen des Fußgänger- und Radverkehrs im gesamten Bereich, unabhängig von den Bauabschnitten für die Gehwegpflasterung. Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird die Verkehrsführung den aktuellen Erfordernissen angepasst und Umleitungen werden vor Ort ausgewiesen. Der Zugang zu den Haltestellen und zu den angrenzenden Schulen und Kitas bleibt dauerhaft gewährleistet.

Planung für eine Fahrradroute von der Krösnitz in die Innenstadt

2025 soll ein großes Projekt für den Radverkehr in Schwerin angegangen werden - eine Fahrradroute von der Krösnitz bis in die Innenstadt, inklusive einer neuen Brücke. Die Gesamtkosten liegen bei mehr als sechs Millionen Euro.

Die Stadt will sich nun für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn einsetzen, das heißt mit dem Bau würde schon begonnen werden bevor die endgültige Fördermittelzusage vorliegt. Die Fahrradstrecke soll bis zur Mecklenburgstraße führen.

Übersicht der Radwegprojekte in Schwerin

Projekt Länge Details
Radweg am südwestlichen Ufer des Faulen Sees 1.170 Meter Asphaltierter Weg mit LED-Beleuchtung
Radweg am Störkanal 2.4 Kilometer Teilweise asphaltiert, teilweise gepflastert
Radweg an der B321 zwischen Schwerin und Crivitz 2.7 Kilometer Lückenschluss des Gesamtradwegs
Fahrradstraße Gadebuscher Straße 1300 Meter Erste Fahrradstraße in Schwerin
Radweg Greifswalder Straße 1.35 Kilometer Verbindung von der Unterführung unter der B 106

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