MotoGP-Spiele für Nintendo Switch: Ein umfassender Test

Milestone liefert auch dieses Jahr den aktuellen Eintrag zur Motorrad Racing Serie MotoGP. Im 2023er Update erwarten euch wieder einmal die aktuelle Fahrer-Riege, als auch diverse Quality of Life Verbesserungen. In MotoGP 23 gehen die Entwickler erstmals einen Schritt weiter, und reichern euer Gameplay soweit an, dass ihr möglichst viel Entscheidungsfreiheit bekommt.

Individualisierung und Karriere

Ihr dürft nach einer kurzen Introsequenz euren Fahrer konfigurieren, der durch diverse Editoren gejagt wird. Angefangen beim Hautton, Haare, Gesicht etc, bis hin zum spannenderen Bike, der Lackierung, dem Rennanzug und Stickern, Nummern. Entweder ihr wählt direkt die Karriere in der ihr als Rookie in die Moto3 einsteigt, euch hart den Weg in die Moto2 erfahrt, ehe es in die Königsklasse, die MotoGP geht.

Mittlerweile wird die Karrierereise aber auch sehr vielfältig gestaltet. Ihr könnt erwartungsgemäß an eurem Bike schrauben und es verändern und technisch verbessern, aber auch mit der Zeit das Bike und Team wechseln.

Spielmodi und Anpassungsfähigkeit

Wer jetzt sagt, das ist ihm alles zu viel Schnickschnack, er möchte bloß die aktuelle Saison spielen, der darf genau das natürlich tun. Ihr könnt nämlich unter Neue Meisterschaft direkt in die MotoGP 23 einsteigen. Dies setzt aber auch voraus, dass ihr euch auskennt, ein Training, Qualifying, Rennen mühelos absolvieren und die diversen Einstellungen und Menüs aus dem FF beherrscht. Für all jene, die sich jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sei der sanfte, wenn auch spielerisch steinige Weg über die Karriere empfohlen.

In der 2023er Version von MotoGP wurden aber auch die Fahrphysik beeinflussende Technologien implementiert. So gibt es nun ein dynamisches Wettersystem, dass euch wortwörtlich mit einem kalten Schauer überraschen und eure Rennstrategie obsolet machen kann. Plötzlich müsst ihr Reifen wechseln, weil sich der Verschleiß verändert oder der Grip verschwunden ist.

KI-Unterstützung und Schwierigkeitsgrade

Darüber hinaus wurde ein neuer KI-Assistent eingebaut, der es insbesondere Einsteigern erlaubt in diese Mischung aus Racing- und Simulationsgame schneller einsteigen zu können. Fahrhilfen, KI-Schwierigkeitsgrade, Bremsassistenten, ideale Fahrlinie, realer Physik-Simulationsgrad, all das erwartet euch bei entsprechender Einstellung. Wer andersrum einfach nur ein Podest nach dem anderen Erklimmen will, ohne jemals ein Motorrad von Nahem gesehen zu haben, kommt so mit deutlich weniger Testfahrten zurande.

Einzelrennen und Grand Prix

Darüber hinaus könnt ihr auch Einzelrennen bzw. Grand Prix angehen. Die Auswahl für Einzelrennen bzw. Rennwochenenden steht euch ebenso zur Verfügung. Auswählen könnt ihr aus 20 Ländern wie Spanien, Portugal, Japan, Thailand uvm. und den zugehörigen Rennstrecken wie z.B. dem Sachsen- oder Red Bull Ring. Beginnt ihr einmal im Bus ein umfangreiches Rennwochenende und wollt euren Ausstieg nicht verpassen, könnt ihr - wenn ihr nicht einfach in den Standby-Modus der Switch geht - nach jedem Rennschritt in die Pause gehen und das Spiel beenden.

Mehrspieler-Modus

Zusätzlich gibt es eine Mehrspielerkomponente. Ihr könnt ein lokales Spiel erstellen oder einem Spiel beitreten. Dem Spielspaß lokal oder online steht also nicht viel entgegen. Auch hier dürft ihr bei eigenen Lobbys alles Mögliche selbst definieren.

Allgemein empfinden wir, trumpft MotoGP 23 mit einem angenehmen Umfang auf und sorgt durch die verschiedenen Modi für genug Abwechslungsreichtum, damit alle Spielertypen, die auf Racing und Simulation stehen, auf ihre Kosten kommen.

Erste Eindrücke und Zugänglichkeit

In unserem Test von Einzel-Grand Prix konnten wir auf Anhieb auf Anfänger etwas mit unserem Bike anfangen und sogar gewinnen. Dies wäre für Ausritte ins TT Isle of Man - Franchise undenkbar.

Sprachausgabe und Sound

Bei der Synchro hat man sich auch in diesem Jahr Mühe gegeben und auf deutsche Sprachausgaben geachtet. Es werden Originalsprecher eingebaut, die die Rennen kommentieren und euch auf dem Laufenden zu aktuellen Rennereignissen und -bedingungen halten. Die Interfaces sind allesamt mehrsprachig lokalisiert und die Sounds der Bikes sind variantenreich wie eindrucksvoll.

Zum Fahrgefühl haben wir bereits gesagt: Das Spiel weiß zu gefallen und fühlt sich tatsächlich gut unter den Control-Sticks an.

Grafische Aspekte

Beim Look müssen wir ein bisschen stärker differenzieren. Während in Rennen die Bikes durchaus cool aussehen und ihre Fahrer mit authentischen Bewegungen zu überzeugen wissen, müssen wir bei der Umgebung ab und zu etwas länger blinzeln, bis das Publikum oder die nächsten drei Nadelbäume aufgeploppt sind. Generell kann die Technik nicht mit der Geschwindigkeit des Spiels mithalten, das sieht man leider an vielen Stellen, sodass es hier Abstriche in der Bewertung geben muss, obgleich die Bikes, trotz einiger Blurr-Effekte, sehr realistisch gebaut sind und sich in ansprechendem Maße unterscheiden, wenn man das Team wechselt oder den Editor auf Herz und Nieren zur Bearbeitung seiner Maschine testet.

Auch sollten die Fahrer erwähnter Maßen besser nicht in die Box und ihren Helm abnehmen, denn dann wird es etwas bizarr. Starre Gesichter, die eher bleich als lebendig wirken und hölzerne Bewegungen führen hier etwas weniger zur Immersion, in der Boxengasse eines tobenden Rennzirkus zu sein.

Technische Performance

Bei der technischen Performance macht leider auch MotoGP 23 trotz aller inhaltlichen und mechanischen Überarbeitungen keine Glanzvorstellung. Startet ihr ein Rennwochenende, werdet ihr zwar mit der Kamera in eure Box geführt, dort seht ihr aber eher roboterartige Mechaniker und Fahrer, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie sich einfach nur zackig bewegen oder ein Lag den nächsten jagt. Auch die Ladezeiten passen nicht unbedingt zu einem Titel, der Höchstgeschwindigkeiten simulieren möchte. Geduld ist entsprechend regelmäßig vor Rennen oder auch beim Zurückkehren zum vorherigen Menü gefragt.

Einstellungsoptionen

Die diversen Einstellungsoptionen sind ein großes Plus bei der technischen Konfiguration des Spiels. Sehr genau könnt ihr für Einstellungen sorgen, die eueren Spielspaßtacho schnell nach rechts befördern werden. Diese Barrierefreiheiten tun gut, wenn das Motorrad-Genre sonst alles andere als einsteigerfreundlich ist.

Gesamteindruck

MotoGP 23 drückt das Spaßpedal wieder durch! Nach durchwachsenen Vorgängern sorgt der Entwickler Milestone mit der Saison 2023 für das MotoGP-Genre an wichtigen Stellen für entsprechende Weiterentwicklungen. Mehr KI-Editoren für euer Customizing, mehr Spielmodi, eine eigene MotoGP Academy für Einsteiger, spürbare Schwierigkeitsgrade und KI-basierte Fahrhilfen sorgen für ein deutlich runderes Spielpaket als in den Vorjahren.

Auch der lokale und online Multiplayer ist dabei, lediglich die technische Performance bremst euch gelegentlich. Wer aber nachladende Texturen verschmerzen kann, darf sich auf einen authentischen Geschwindigkeitsrausch freuen, der MotoGP auch auf der Nintendo Switch zu einem spannenden Titel macht!

Ebenso zugängliche wie umfassende Simulation der MotoGP-Serien.

MotoGP 25: Neue Maßstäbe und Unreal Engine 5

Milestone steigt für MotoGP 25 übrigens auf Unreal Engine 5 um und das sieht man dem Spiel zumindest auf PC und PlayStation 5 auch an. Nun zieht es auch in diesem Jahr keine Kinnladen gen Boden, das Bild ist aber sauberer als zuletzt, was sich auf PC vor allem auf langen Geraden bemerkbar macht, und die deutlich erkennbaren Funken beim Schaltvorgang vorausfahrender Maschinen sind ein hilfreicher Anhaltspunkt für den nächsten Bremspunkt.

Neue Rennmodi

Neu sind außerdem Rennen mit Motard-, Minibike- und Flat-Track-Maschinen auf wenigen, speziell dafür gedachten Strecken. Die finde ich allerdings nicht besonders unterhaltsam; der eigentlichen Simulation tun sie auf jeden Fall wenig Gutes. Sie wurden als spezielle Herausforderungen sogar in die Karriere eingebunden - wo man sie zum Glück aber überspringen darf.

Am ehesten hätte ich diese Bonus-Klassen dem Splitscreen-Spaß zugeordnet, doch dort sind sie gar nicht verfügbar. Auf geteiltem Bildschirm trägt man nur einzelne Läufe aus, während es in Sachen Online-Wettstreit Ranglisten-Rennen und sogar eine offizielle Meisterschaft gibt.

Preisgestaltung

MotoGP 25 ist sowohl im Handel als auch digital erhältlich, wobei sich die Preise der verschiedenen Versionen teils deutlich unterscheiden. So schlagen die Varianten für die Sony- und Microsoft-Konsolen in den jeweiligen Stores mit knapp 70 Euro zu Buche, während die PC-Fassung knapp 60 Euro und die Switch-Ausgabe nur knapp 50 Euro kostet.

Team-Management und Fahrgefühl

Umso mehr mag ich dafür die neue Art und Weise, das Bike zu entwickeln. Da wird man nämlich - ganz ähnlich wie das beim Setup wahlweise der Fall ist - vom Ingenieur gefragt, welches Fahrverhalten man verbessern will, anstattsich durch technische Begriffe zu klicken. Stimmt die Chemie mit dem Teammitglied, erhält man sogar zusätzliche Entwicklungsoptionen, sprich hier wirkt sich dann aus, welche Leistungen man zeigt, wie man sich gegenüber dem Partner im eigenen Rennstall verhält und wie man in den erwähnten Chats reagiert. Plant man einen Teamwechsel, sind diese Werte ebenfalls von Bedeutung, denn vonseiten des gewünschten Arbeitgebers muss auch das zu erwartende Klima im Team stimmen - wobei man vor jedem Teamwechsel zunächst mal für sich selbst entscheiden muss, welche Ziele man überhaupt erreichen will. Und es schadet selbstverständlich nicht, dass sich das Motorradfahren nach wie vor klasse anfühlt!

Hinzu kommen die zuletzt eingeführten Rennkommissare, die nicht nur Verwarnungen und Strafen für überfahrene Streckenbegrenzungen aussprechen, sondern auch Unfälle erst analysieren, bevor sie zum Beispiel eine Long Lap verordnen - was sie schon deshalb mitunter tun müssen, weil die vom Spiel gesteuerten Fahrer mitunter recht rabiat zur Sache gehen.

Fazit zu MotoGP 25

Unterm Strich steht damit auch in diesem Jahr eine feine Simulation, die inhaltlich keine Bäume ausreißt, fahrerisch aber großen Spaß macht und über feingliedrige Hilfen fast allen Interessierten einen Zugang ermöglicht. Nun sind die hinzugekommenen Motard-, Flat-Tire- und Minibike-Rennen auf den sehr wenigen Strecken mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluss. Im Gegenzug freue ich mich aber über die neue Online-Meisterschaft und hoffe, dass Milestone damit eine gelungene Saison inszeniert. Wer ohnehin virtuelle Motorradrennen fahren will, kommt um MotoGP 25 daher kaum drum rum.

MotoGP 22: Ein Blick zurück

Nachdem im März die MotoGP in die Saison 2022 gestartet ist, geht es nun auch im Videospiel in die neue Saison, Milestone veröffentlicht MotoGP 22. Erhältlich ist der neue Titel für die PlayStation 4, die PlayStation 5, die Xbox One, die Xbox Series X|S, die Nintendo Switch und den PC (Steam).

Karrieremodus und Anpassung

Hier können wir unsere eigene Karriere in der MotoGP starten. Hier können wir zunächst wählen, ob wir direkt in der MotoGP antreten wollen oder ob wir uns von der Moto2 oder Moto3 an hocharbeiten wollen. Auch der Zeitrahmen lässt sich anpassen, so können wir zwischen einer vollen Saison, der Zwischensaison und einer verkürzten Saison wählen. Bei letzterer umfasst die Saison nur acht Rennen. Aber auch die Länge der einzelnen Rennen lässt sich später anpassen.

Weitere Spielmodi

Hier kann man mehr als nur ein einzelnes Rennen zu starten, diese Möglichkeit findet sich unter dem Unterpunkt Zeitfahren. Man kann auch ein lokales Multiplayer-Spiel im Split-Screen-Modus starten. Aber das ist noch nicht alles, denn man kann auch einen Grand Prix, also ein gesamtes Rennwochenende erstellen. Dabei kann man auswählen welche Läufe (Trainings, Qualifikationen) stattfinden sollen.

Der Nine-Season-2009-Modus

In der Saison 2009 kam es in der MotoGP zu einem der packendsten Duelle aller Zeiten. Das Yamaha-Werksteam verpflichtete mit Jorge Lorenzo einen starken, jungen Fahrer, um sich für eine Zukunft ohne Valentino Rossi zu vorzubereiten. Im Nine-Season-2009-Modus bekommen wir nun die Möglichkeit, diese packende Saison noch einmal zu erleben und selber in das Geschehen einzugreifen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, MotoGP 22 im Multiplayer zu spielen. Zum einen lokal im Split-Screen-Modus, wie bereits erwähnt, und zum anderen online.

Tutorial und Trainings

Der Trainings-Modus ist insgesamt sehr umfangreich. Zum einen können wir hier ein Tutorial spielen, in dem uns nach und nach die einzelnen Fahrmanöver und Funktionen unseres Motorrads erklärt werden, zum anderen gibt es Trainings, die auf Herausforderungen auf diversen Rennstrecken basieren. Im Tutorial-Modus können wir gewissermaßen bei null anfangen. Der erste Abschnitt bezieht sich auf die grundlegende Steuerung und wir starten hier mit einer automatischen Bremshilfe, sodass wir uns rein auf das Lenken unseres Motorrads konzentrieren können. Auch Fahrhilfen, wie die Ideallinie oder Kurvenanzeige können wir testen.

Individuelle Anpassung des Avatars

Starten wir zum ersten Mal das Spiel, können wir zunächst unseren Fahrer-Avatar anpassen. Wir können zwischen ein paar unterschiedlichen Körpern und Gesichtern wählen sowie Geschlecht, Alter, Nationalität und Namen bestimmen.

Fahrphysik und Steuerung

Das Spiel gibt einem hier zum Glück viele Fahrhilfen zur Hand, die über eine einfache Ideallinie hinaus gehen. So gibt es einen Bremsassistenten, der uns automatisch für die Kurven einbremst. Aber auch verschiedene Stabilisierungsoptionen helfen uns dabei sicherer durch die Kurven zu finden. Trotzdem kommt man zu Beginn kaum drumherum auch das Rückspulfeature ausgiebig zu nutzen.

Die Steuerung in der PlayStation-5-Version ist sehr schön umgesetzt. Auch die besonderen Features des Controllers werden gut genutzt, sodass man hier ein hilfreiches Feedback erhält.

Grafik und Sound

Für die Umsetzung der Spielgrafik setzt Milestone auf die Unreal-Engine. Strecken und Motorräder sind schön gestaltet, wobei die Umgebung der Strecken teilweise recht leer wirkt. Ebenso sind die Wettereffekte gut integriert. Auch wenn die Grafik nicht mit vielen aktuellen Top-Titeln mithalten kann ist diese insgesamt doch sehr gelungen.

Beim Sound haben wir auch ein paar Konfigurationsmöglichkeiten, sodass wir diesen an das jeweilige Setting anpassen können.

MotoGP 18 auf Nintendo Switch

Realistische Rennspiele sucht man auf Nintendo-Konsolen zumeist vergeblich. Da macht auch die Nintendo Switch bislang (leider) keine Ausnahme. Nun schickt sich Entwickler Milestone nach dem gelungenen Gravel mit Bandai Namco Games an, mit MotoGP 18 für Änderungen zu sorgen. Mit dem offiziellen Spiel zur diesjährigen Motorrad Weltmeisterschaft dürft ihr erstmals auch auf der Nintendo Switch mit den Zweirädern Vollgas geben und ein weitgehend realistisches Rennspielerlebnis genießen.

Volle Lizenzpackung und Tutorial

MotoGP 18 bietet die volle Lizenzpackung für jeden Zweiradfan. Den Einstieg in das Rennspiel könnt ihr ganz individuell gestalten. Wahlweise könnt ihr euch im Tutorial zunächst mit der Steuerung und dem Regelwerk vertraut machen. Gerade in Sachen Steuerung ist teilweise etwas Feingefühl gefragt, sodass ein paar Übungsrunden sicher nicht verkehrt sind.

Karrieremodus

Für den Start in euer Rennfahrerleben baut ihr euch in einem Editor euren eigenen Rennfahrer zusammen. Neben Nationalität und Namen, könnt ihr hier auch das Aussehen beeinflussen, eure Startnummer festlegen und euren Spitznamen festlegen. Sind alle Einstellungen vorgenommen, kann der Spaß auch schon losgehen. Den Einstieg in eure Karriere erlebt ihr in der Moto3 - einer Nachwuchsklasse. Für eure Karriere können auch Parameter wie der Aufbau eines Rennwochenendes (Länge der Rennen, Qualifying) und die Stärke der KI festgelegt werden.

Simulationsaspekte

Darüber hinaus könnt ihr auch die Simulationsaspekte wie Reifenabnutzung, Schaden und Fahrhilfen ganz individuell konfigurieren.

Präsentation der Karriere

In Sachen Präsentation der Karriere hat sich Milestone durchaus Mühe gegeben und Liebe zum Detail bewiesen. Jedes Rennwochenende wird mit einem Intro samt Szenen aus der realen MotoGP eingeleitet und die einzelnen Sessions am Rennwochenende werden vorab von einem Kommentator vertont. Ein wenig erinnert die Inszenierung dabei Codemasters F1-Serie und spiegelt gut die Atmosphäre des Sports wieder. Sicherlich können die Charaktermodelle der einzelnen Fahrer in den Cutscenes nicht mit denen auf PS4 und Xbox One mithalten. Die einzelnen Zweiradkünstler wie Valentino Rossi und Co. lassen sich allerdings auch auf der Switch ohne Probleme direkt identifizieren.

Zwischen den Wochenenden wird das Gameplay zudem durch diverse Karriereoptionen ergänzt.

Grafik

Am TV läuft MotoGP 18 auf der Nintendo Switch solide, lässt aber Details an den Strecken vermissen. Insgesamt wirkt die Optik recht trist und holt mit Sicherheit nicht das Maximum aus der Switch heraus. Immerhin sind Wettereffekte genauso mit von der Partie wie Partikeleffekte, wenn ihr durch das Kiesbett rodelt. Grob formuliert könnte man sagen, dass der Titel das Niveau von anfänglichen Xbox 360-Racern erreicht und somit auch auf der Switch einfach veraltet ist. Noch schlimmer sieht die Sache im Handheldmodus aus. Hier wirkt die Optik sehr verwaschen und grob aufgelöst.

Gameplay-Realismus

Im Gameplaybereich haben sich die Entwickler von Milestone vorab eine Steigerung des Realismusgrades als Ziel auf die Fahnen geschrieben. Dieses Ziel können die Rennen durchaus erfüllen. Die Motorräder steuern sich sehr filigran und verzeihen ohne Fahrhilfen keine Fehler. Vor allem beim Bremsen und Beschleunigen solltet ihr ein gutes Fingergefühl beweisen.

Weitere Spielmodi und Mehrspieler

Neben der Karriere verfügt MotoGP 18 auch über einige weitere Spielmodi. So ist das „Schnelle Rennen“ genauso mit von der Partie wie ein Meisterschaftsmodus und das Zeitfahren. Einen lokalen Mehrspielermodus im Splitscreen gibt es leider nicht.

Das eigene Team und die KI

In der Karriere hat man die Wahl, entweder einen Vertrag mit einem bestehenden Team aus der realen Welt der MotoGP abzuschließen oder sich ein eigenes mit neuen Sponsoren aufzubauen, wobei man dank des Editors neben Helmen auch die Lackierungen der Bikes sowie Schriftzügen auf dem Anzug selbst gestalten darf. Darüber hinaus lassen sich auch Details wie Startnummer, Stiefel, Handschuhe, Knieschleifer und sogar die Fahrstil-Animation den eigenen Wünschen anpassen. Wer ganz unten anfangen und sich hocharbeiten will, startet in der Moto3 und beschreitet den Weg über die Moto2 zur Top-Klasse. Wer will, kann aber auch sofort in der MotoGP auf den Sattel steigen, um sich mit Stars wie Valentino Rossi oder Marc Marquez zu messen.

Online-Modus und historische Momente

Zumindest haben es noch die Online-Bestenlisten beim Zeitfahren auf die Nintendo-Konsole geschafft. Eine Option zum Spielen am geteilten Bildschirm fehlt dagegen auf allen Plattformen. Mit dem historischen Modus gibt es noch ein kleines Schmankerl für alle, die sich für die Geschichte des Motorsports auf zwei Rädern interessieren. Denn hier stellt man sich täglichen Herausforderungen, bei denen man - je nach Anspruch - Preisgelder gewinnt, die man anschließend in einem speziellen Shop in Belohnungen wie klassische Motorrad-Modelle oder legendäre Fahrer investieren darf.

Kommende Features und Anpassungsfähigkeit

Mit dem Ziel, ein Erlebnis zu bieten, das die Emotionen des echten Rennsports perfekt widerspiegelt, fügt die Serie weitere, von der Community am häufigsten gewünschte, Funktionen hinzu. Von nun an können sich solche Wendungen auch im offiziellen Videospiel abspielen.

Adaptive Schwierigkeitsgrade und Verbesserungen

Außerdem hat Milestones einen neuen „Adaptiven Schwierigkeitsgrad" eingeführt. Das System passt den Schwierigkeitsgrad des Spiels an die Leistungen und Fähigkeiten des Spielers an und bietet daher sowohl für Profis als auch Neueinsteiger ein optimales Spielerlebnis.

Online-Funktionen und Cross-Play

Cross-Play** ermöglicht es den Fans, unabhängig von ihrer Plattform und Konsolengeneration vom ersten Tag an auf die Strecke zu gehen und sich zu messen.

MotoGP 24: Ein frischer Wind

Technisch ist das Spiel wieder im grünen Bereich. Die Grafik ist nett anzusehen und die Motoren Sounds kommen gut rüber. Auch die Steuerung gibt einem ein gutes Gefühl. Leider gibt es aber auch wieder die altbekannten Probleme. Es kommt so gut wie keine Stimmung auf. Wer jemals bei einem Renen live dabei war, weiß sicher wie es dort abgeht. Wie in den Vorgängern wirkt auch hier wieder alles sehr steril. Die Idee mit dem Fahrermarkt bringt aber einen frischen Wind ins Spiel. Auch die Stewards sind eine nette Erweiterung, fallen aber durch inkonstante Entscheidungen negativ auf.

MotoGP 25: Eine Zusammenfassung der Testergebnisse

Laut der Testerinnen und Tester überzeugt MotoGP 25 mit realistischer Steuerung, umfangreicher Karriere und viel Detailtreue. Schwächen bei KI-Balance und fehlenden Inhalten wie historischen Bikes verhindern eine perfekte Wertung, doch Rennspielfans kommen voll auf ihre Kosten. Die Tester von eurogamer.de heben hervor, dass MotoGP 25 eine zugängliche und umfassende Simulation des Motorradsports bietet, die insbesondere Einsteigern den Einstieg erleichtert.

MotoGP 25 auf der PS5: Neue Maßstäbe und Unreal Engine 5

Grafisch setzt MotoGP 25, dank der Nutzung von Unreal Engine 5, neue Maßstäbe. Die Strecken, Motorräder und Fahrer sind mit beeindruckender Detailtreue gestaltet. Lichteffekte, Schatten und Wetterphänomene wie Regen oder sich aufhellender Himmel wirken realistisch und tragen zur Immersion bei.

Das Sounddesign ist ein weiterer Höhepunkt. Milestone hat die Motorengeräusche wohl tatsächlich direkt von den offiziellen MotoGP-Motorrädern aufgenommen, was für eine authentische Klangkulisse sorgt.

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