NOKO Bikes im Test: Urbane E-Bikes mit sportlicher DNA

Seit einem Jahr schickt sich mit NOKO ein Hersteller aus Italien an, urbane E-Bikes mit sportlicher DNA auch auf dem deutschen Markt zu etablieren. Alle drei Modelle sind zurückhaltend und clean gestaltet und decken das urbane Segment, wie auch die boomende Gravel-Kategorie ab. Die Voraussetzungen sind gut!

Hintergrund und Philosophie von NOKO

Hinter der Marke NOKO steckt Luca Coffa, der über eine hohe technische Expertise im Automobilsegment verfügt und sich nach diversen Reisen nach Skandinavien entschieden hat, schöne und leichte E-Bikes im italienischen Style zu bauen. In Catania auf Sizilien reifte demnach die Idee, eigene E-Bikes für dieses Segment zu entwickeln und auch zu produzieren. Der Fantasie-Name NOKO entstand dabei aus einem Wortspiel zwischen ihm und seinen Freunden.

Elegant und praktisch zugleich definiert NOKO nach eigener Aussage seine Bikes. Gedacht sind sie in erster Linie für Menschen, die täglich im Straßenverkehr unterwegs sind und nach einem Fahrrad suchen, das modern daherkommt, zuverlässig seinen Dienst tut und ein gewisses sportliches Understatement vermittelt. Im Grunde fußt der Ansatz auf drei wesentlichen Säulen: einem möglichst leichten Fahrrad, einer elektrischen Unterstützung, die euch ein etwas intensiveres Mittreten abverlangt sowie auf Komponenten, die aus dem Rennsport stammen.

Die Modelle im Überblick

Vom Band laufen dort zwei verschiedene Rahmen. Aus denen entstehen am Ende drei unterschiedliche Bikes. Alle sind für ein Maximalgewicht von 120 Kilogramm zugelassen.

  • NOKOFORZA: Das Abbild eines typischen urbanen E-Bikes mit klassischem Diamant-Rahmen, Singlespeed und Riemen statt Kette.
  • NOKOTEMPO: Gleiches wie NOKOFORZA, nur das hier alles auf einem Trapez-Rahmen mit tieferem Durchstieg basiert.
  • NOKOVULCANO: Mehr in die Natur drängt dagegen das Nokovulcano. Es verfügt über den identischen Rahmen wie das Nokoforza.

Antrieb und Batterie

Für entsprechenden Vortrieb ist das bisher wenig eingesetzte Antriebssystem von FSA zuständig, über welches wir zu dessen Launch auf der Eurobike im Spätsommer 2019 bereits berichtet haben. In diesem Sinne hat sich NOKO für die Verwendung des FSA HM 1.0 Motors entschieden, dem Antriebssystem, welches bei der vergangenen Giro-E wohl als Erstes die Ziellinie überquerte. Der Hinterradantrieb leistet 250 Watt und gibt ein Drehmoment von 42 Newtonmetern ab. Der alltägliche Gebrauch solcher Hochleistungskomponenten in einem vorwiegend städtischen Umfeld soll für die Kunden von NOKO gleich mehrere Vorteile bringen.

Im sauber gezeichneten Rahmen wurde die Batterie des Antriebssystems von Full Speed Ahead (FSA), deren Zellen von Samsung gefertigt werden, unsichtbar untergebracht. Diese stellt eine Kapazität von 250 Wh zur Verfügung und soll so eine Autonomie von bis zu 100 Kilometern ermöglichen.

Analog zum jüngst vorgestellten e-Gravel Frontier von Vent kommt erneut der HM 1.0 von FSA zum Einsatz. Technisch bewegt sich dieser auf einem ganz ähnlichen Niveau wie der X35+ von Mahle, den unter anderem auch Urwahn an seinem Platzhirsch verbaut. Mit einem Systemgewicht von knapp unter vier Kilogramm sowie dem Drehmoment von 42 Newtonmetern unterstreicht er seine sportliche Note. Lasst euch dem vielleicht etwas niedrig wirkenden Drehmoment nicht täuschen. Da der Motor im in der Hinterradnabe integriert ist, wirken die Kräfte hier direkt auf die Antriebsachse.

Auf den ersten Blick klingen die 250 Wattstunden nicht besonders viel. Bei einem Gewichtsvorteil von fünf Kilogramm und mehr gegenüber E-Bikes mit leistungsstärkeren Aggregaten von Yamaha, Brose oder Bosch muss FSA jedoch nicht unbedingt gleichziehen, um mit einer Akkuladung den 100 Kilometern sehr nahe zu kommen. Zumal ihr mit dem Range Extender euch zusätzliche 250 Wattstunden sichern könnt. Derart ausgestattet stellt Noko Reichweiten bis zu 200 Kilometer in Aussicht.

Komponenten und Ausstattung

Schon beim ersten Anblick des Nokoforza fällt auf, dass die Italiener bei der Komponentenauswahl mit FSA, Vision oder Prologo auf eta­blierte Marken aus dem Radsport setzen. Zusätzlich ausgestattet mit Alu-Spritzschützern, Gepäckträger und Seitenständer bringt das Bike nur knapp über 16 Kilogramm auf die Waage - ohne Zubehör sind es 14,2 Kilogramm. Für tägliches Aus-dem-Keller-Tragen ein akzeptabler Wert. Bis 15 Kilogramm schulternd, können Tageseinkäufe auf dem Heimweg ebenfalls ergänzt werden.

Auch bei den Bremsen geht NOKO einen anderen Weg als die meisten E-Bike-Hersteller und greift bei den Bremsen auf Produkte von RAICAM zurück. Mit Raicam hat Noko einen weiteren namhaften Partner gewonnen, der das Flair vom Geschwindigkeitsrausch versprühen soll. Gesichert lässt sich zumindest sagen, dass Raicam hydraulischen Scheibenbremsen für die Bikes von Noko bereitstellt.

Je nach Variante des NOKO eBikes greifen die Italiener entweder auf einen Zahnriemen von VEER zurück, der Marke aus Kalifornien, die eine Nachrüstung eines Zahnriemens erstmals möglich macht. Beim Riemenantrieb greifen die Italiener nicht auf Marktführer Gates, sondern den kalifornischen Hersteller Veer zurück. Besonderheit dieses Riemens ist, dass er sich beim Anbau öffnen lässt und später mit 20 Nieten geschlossen wird. Sollte jemand von euch bei einem eigenen Fahrradprojekt von einer Kette auf einen Riemen wechseln wollen, ist das Umrüstkit von Veer eine Option.

NOKO bietet zum Start bereits die Auswahl verschiedener Lenker für das NOKOFORZA und NOKOTEMPO und zusätzlich bei allen Modellen die Wahl aus verschiedenen Laufrädern, dem Gepäckträger, Schutzblechen oder Ständer.

Es gibt keine vorgefertigten Modelle. Stattdessen könnt ihr online im Konfigurator die Ausstattung für euer Bike selbst festlegen. Abgesehen davon ist nach der Auswahl zwischen drei Rahmenfarben und der Rahmengröße auch schon wieder Schluss. Auf Wunsch könnt ihr dem Bike Schutzbleche, einen Gepäckträger und einen Seitenständer hinzufügen.

Fahrgefühl und Handling

Schon nach den ersten Kilometern sind wir von der gleichmäßigen Unterstützung und dadurch begünstigten Laufruhe des HM 1.0 begeistert. Ein integrierter Drehmomentsensor sorgt zudem für sparsamen Stromverbrauch, da er die Unterstützung gezielt dem eigenen Tretverhalten anpasst. Für Geschwindigkeiten unter 25 km/h stehen insgesamt fünf Unterstützungsstufen zur Verfügung - auswählbar und farblich angezeigt auf dem Bedienknopf im Oberrohr.

Was ebenfalls gleich auffällt: Der HM 1.0 Heckmotor von FSA möchte mit einer guten Portion Eigenleistung „angefüttert“ werden, bevor er seine kraftvolle Unterstützung direkt auf die Antriebsachse überträgt. Bedingt durch die bei Singlespeed-Bikes fixierte 100-Prozent-Übersetzung, wird ab Stufe 3 bereits eine sehr hohe Trittfrequenz abverlangt. Die durch die Alu-Starrgabel begünstigten agilen Fahreigenschaften lassen sich mit einem verhältnismäßig breiten und nur minimal nach innen gekröpften Lenker gut kon­trollieren. Gerade bei schnellen Lenkmanövern auf engstem Raum macht das Nokoforza eine souveräne Figur. Der gesunde Mix für Asphalt- und Schotterfahrten wird bei der Bereifung durch 37 Millimeter breite fein bestollte CST-Pneus hergestellt.

Beim Fahrgefühl konnten wir keine Unterschiede feststellen. Ebenso beim Reibungsverlust.

NOKO Urban V2 im Detail

Heute möchte ich euch ein E-Bike vorstellen, das momentan viel Aufmerksamkeit auf sich zieht: das NOKOURBAN V2. Bereits die Vorgängermodelle der NOKOURBAN-Serie haben einige Fans gefunden, da sie eine gelungene Mischung aus Stil, Effizienz und Innovation bieten. Doch mit dem neuesten Update setzt NOKO noch einmal einen drauf. Schon die Vorgänger waren bekannt für ihre klare Linienführung und den eleganten Alu-Rahmen, aber jetzt geht NOKO einen Schritt weiter. Der Rahmen ist nicht nur formschön, sondern auch mit verfeinerten Schweißnähten verarbeitet, was das E-Bike wertiger und noch schlanker wirken lässt. Besonders erwähnenswert finde ich die neuen Metallic-Farben, die je nach Lichteinfall interessant schimmern. Man hat die Wahl zwischen Grün, Blau, Schwarz und Orange.

Zudem wurde die Gabel neu gestaltet. Das sorgt für eine optimierte Geometrie, in der Komfort und sportliches Handling in einer guten Balance stehen. Diese Änderungen finde ich besonders wichtig für diejenigen, die das Bike sowohl für den täglichen Arbeitsweg als auch für kleine Ausflüge ins Umland nutzen möchten.

Motor und Batterie des NOKO Urban V2

Kernstück eines jeden E-Bikes ist natürlich der Motor. Beim NOKOURBAN V2 kommt weiterhin das zuverlässige und kraftvolle FSA System HM 1.0 zum Einsatz. Der Motor liefert bis zu 250 W, was im urbanen Umfeld völlig ausreichend ist und im Allgemeinen auch legal auf deutschen Straßen. Durch das Drehmoment von 42 Nm kommt man gut und zügig von der Ampel weg. Im Flachland und bei moderaten Hügeln dürfte euch das NOKOURBAN V2 definitiv ausreichen. Wer aber häufig in wirklich bergigen Regionen unterwegs ist, könnte spüren, dass 42 Nm manchmal nicht alles sind. Dann sollte man definitiv auch die eigene Trittfrequenz anpassen, sprich mehr mit dem eigenen Körpereinsatz arbeiten.

Ebenfalls hervorzuheben ist die im Rahmen integrierte Samsung 250 Wh Batterie, die für eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern sorgen soll. Das ist natürlich immer abhängig von Faktoren wie Fahrmodi, eigenem Gewicht und dem Streckenprofil. Für längere Touren bietet NOKO zusätzlich einen Range Extender an, der die Reichweite auf etwa 180-200 Kilometer erhöhen kann. Die Ladezeit beträgt laut Hersteller rund 4 Stunden, was für eine 250 Wh Batterie durchaus realistisch ist.

Antriebsvarianten

  • SRAM APEX: Hierbei handelt es sich um ein 1×11-Speed-System, das schnelle und präzise Gangwechsel ermöglicht. Die Double Tap-Technologie sorgt dafür, dass man beim Schalten keine unnötigen Bewegungen machen muss.
  • Grinta (in Zusammenarbeit mit SUNRACE): Dieses System, bereits bekannt vom NOKOLIGHT-Modell, ist auf Langlebigkeit und einen geschmeidigen Schaltvorgang ausgelegt. Wer sehr viel fährt und sein Bike intensiv nutzt, kann hier von einer ausgezeichneten Robustheit profitieren.

Wer Wert auf sportliche Performance legt und vielleicht auch mal etwas steilere Anstiege oder höhere Geschwindigkeiten fahren will, ist mit SRAM APEX gut beraten. Außerdem sorgt die neu designte Gabel für etwas mehr Komfort, ohne dass man das Gefühl hat, in ein reines Komfort-Bike zu steigen. Noch mehr Vibrationsdämpfung verspricht der optionale Baramind-Lenker mit Flexbar-Technologie.

Weitere Eindrücke und Erfahrungen

NOKO betont, dass das NOKOURBAN V2 vollständig in Italien gefertigt wird. In Zeiten, in denen viele Hersteller global agieren, ist das ein interessanter Aspekt, der vielleicht für manche Käuferinnen und Käufer ein Qualitätsmerkmal darstellt. Wenn das Qualitätsversprechen wirklich so hoch ist, wie von NOKO kommuniziert, dann kann man sich auf langlebige Komponenten und eine sorgfältige Montage verlassen.

Auf meinem YouTube-Kanal, den Scooterhelden, werde ich bald noch ein Video-Review veröffentlichen, in dem ich konkrete Fahreindrücke und eventuell sogar Reichweiten-Tests teile. Ich bin gespannt, wie sich das NOKOURBAN V2 in meinem Langzeittest schlagen wird, und ob es den hohen Erwartungen, die ich und viele andere an diese Modellreihe haben, langfristig gerecht werden kann.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis für das NOKOURBAN V2 beginnt ab 1.899 Euro (laut Herstellerangaben auf deren Webseite). Wer etwa ein reines Trekking-E-Bike für lange Touren abseits der Stadt sucht, sollte sich vielleicht bei anderen Modellen (auch im NOKO-Portfolio) umsehen. Auch die Tatsache, dass man sich zwischen zwei verschiedenen Antrieben entscheiden kann, zeigt, dass hier bewusst unterschiedliche Fahrerprofile angesprochen werden.

Alternativen

Wer sich trotz des verlockenden Preis-Leistungs-Verhältnisses etwas mehr Racing wünscht, kann sich E-Bikes wie das ultraleichte Noko Urban von Nokobike näher ansehen oder ein flottes Urban-E-Bike wie das Tenways CGO 600 bzw. das CGO600 Pro in den Warenkorb laden, welche beide auf den kleinen Bruder des Antriebssystems von Mivice setzen.

Positive Kundenbewertungen

  • NOKOFORZA the Beauty: Das NOKOFORZA ist wirklich ein bildhübsches Bike was die Ausstrahlung einer rassigen Fahrmaschine hat! Das Bike hat eine sehr gute Qualität und Haptik.
  • Noko Urban: Bin unglaublich zufrieden und würde behaupten, dass das Preis-Leistungsverhältnis perfekt ist! Es fühlt sich alles extrem wertig an und fährt sich super wendig und sportlich! Die Optik ist die Kirsche auf der Torte! Meiner Meinung nach eines der schönsten E-Bikes welches ich je gesehen habe! Der Kundenservice von Noko ist auch klasse, mir wurde immer in kürzester Zeit auf fragen geantwortet! Absolute Kauf Empfehlung!
  • Alles Bestens!!! Außergewöhnlich gut ist der NOKO-Kundenservice, der all meine Fragen von/vor der Bestellung bis zur Lieferung stets innerhalb eines Tages umfassend beantwortete. Ein sehr schön verarbeitetes und leicht zu handhabendes Fahrrad eben, das nicht mit lästigem Übergewicht und unnötigen Gimmicks protzt und mit Motorunterstützung schon in der niedrigsten Unterstützungsstufe mehr als ausreichend Schub bietet. Und es fährt sich auch ohne Motor noch sehr angenehm.
  • Beeindruckend!: Ich hätte nie erwartet, dass ein E-Bike so leicht sein kann! Selbst ohne Motor fährt es sich hervorragend, mit unglaublicher Leichtgängigkeit. Dank des geringen Gewichts ist es wendig und einfach zu handhaben - perfekt für die Stadt und anspruchsvollere Strecken. Die elektrische Unterstützung ist kraftvoll, aber natürlich und ohne ruckartige Bewegungen. Zudem sieht das Design einfach fantastisch aus. Auch der Kundenservice war erstklassig.
  • NOKOVULCANO - fantastisch: Ein wirklich sehr schönes und auch anständig verarbeitetes Gravel-E-Bike. Elegant, schnell, agil und mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis. Bislang habe ich natürlich keine Langzeiterfahrung, aber alles funktioniert solide, Antrieb, App, etc. Im Welcome-Package ist ein Starterset mit Lampen und Klingel drin, das ist ganz Prima.

Kritikpunkte

  • Betrugsverdacht: Sie sagen, das Rad wiegt 12,8 kg, aber haben dann schon die ganzen Textbausteine fertig, um zu erklären, warum sie gerade entdeckt haben, dass das Rad über 15kg wiegt. (NOKO entgegnet, dass das kommunizierte Gewicht stets die Basisversion ohne Zubehör betrifft und Gewichtsschwankungen üblich sind)
  • Problem sind die Reifen , hier sollte auf solidere Qualität geachtet werden….
  • Weniger sinnvoll der hässliche Tender-Akku mit seiner"fummeligen" Spielzeug - Ferbindung. Die Ladebuchse ist definitv deplazierter Fummelkram.

Reichweitentest im Hochschwarzwald

Im Münstertal im Hochschwarzwald haben wir zum Härtetest geblasen. In der Traumkulisse am Fuß des Belchen bringen wir die zwölf Räder an ihre Limits: Bis zu 1350 Höhenmeter müssen die Bikes wegstecken, die längste Tour, die der Trekkingbikes, ist zudem fast 50 Kilometer lang.

Die Teststrecken

  • Trekkingräder: Von Münstertal hinauf bis zum Wiedener Eck auf 1035 Metern. Dann zum Belchener Langlaufzentrum auf 1180 Metern, dann hinauf zum Belchenhaus auf 1360 Metern. Zurück an der Talstation der Belchenbahn geht es durch den Wald übers Böllener Eck bis zu den Belchenhöfen. Dort dann weiter über den Haldenhof hinunter zurück ins Münstertal. Fast 50 Kilometer und weit über 1300 Höhenmeter.
  • SUVs: Tour über Feld- und Waldwege, die zwar deutlich kürzer, aber dafür umso steiler ist; mit einem Schlussanstieg über rund 700 Meter auf einer mehr als 20 Prozent steilen Anliegerstraße. Nach einer herausfordernden Runde auf 30 Kilometer und 750 Höhenmeter.
  • Gravelbikes: Ebenfalls den welligen Wald, aber in entgegengesetzter Richtung. Rund 30 Kilometer bei etwa 750 Höhenmetern. Die Anfahrt ist fast linear mit kaum nennenswerten Spitzen bei der Steigung. Die Abfahrt aber ist viel welliger, unterbrochen von einigen ganz kurzen, aber sehr knackigen Anstiegen.

Ergebnisse und Erkenntnisse

Boschs klassischer CX tritt bei den SUV im direkten Duell gegen seinen smarten Bruder an. Im immer wieder wechselnden Gelände auf der SUV-Runde erweist sich das smarte CX-System als der effizientere. Die Hardware ist dabei wohl nicht ausschlaggebend, haben beide Antriebe doch den identischen, 85 Nm starken Motor an Bord. Die Antwort liegt wohl im neuen Tour+-Modus. Er passt sich individuell an den Pedaldruck des Fahrers an. Etwas enttäuschend schlägt sich der EP8 von Shimano. Zwar macht der starke Mittelmotor sehr viel Laune, spricht butterweich an und reagiert auf Pedaldruck des Fahrers sehr sensibel. Unser Eindruck, den wir so aber nicht zweifelsfrei verifizieren können: Der EP8 reagiert vor allem auf das hohe Systemgewicht mit deutlichem Mehrverbrauch.

Wir fahren es mit 120 Kilogramm Gesamtgewicht und 116 Watt durchschnittlicher Eigenleistung. Das Nokoforza, mit nur einem Gang, geht eher in Richtung der Gravelbikes. Wir fahren es mit 105 Kilogramm und 129 Watt.

Effizienzwerte verschiedener E-Bike Motoren

Die folgende Tabelle zeigt die Effizienzwerte verschiedener E-Bike Motoren im Test:

Motor Kategorie Effizienz (Wh/km)
Bosch Performance Line Trekking N/A
Shimano EP8 SUV 15.84
Bosch CX SUV 10.56

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