Northwave verspricht für seine neuen Rennrad-Winterschuhe Wärme, Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Steifigkeit. TOUR hat das hochpreisige Flaggschiff R GTX mit Carbonsohle bei extremen Bedingungen getestet.
Northwave Flagship R GTX: Ein Härtetest im Winter
Der heftige Wintereinbruch im Süden Deutschlands bot die Steilvorlage für einen Härtetest des neuen “Flaggschiffs” von Northwave. Bei Temperaturen um -5 Grad Celsius und teils schneebedeckten Fahrbahnen musste sich der Flagship R GTX beweisen - und hinterließ einen positiven Ersteindruck.
Sehr guter Wetterschutz
Die Kernkompetenz des Rennrad-Winterschuhs ist dessen hohe Wärmeleistung. Knapp zwei Stunden setzten wir den Northwave Kälte, Schnee und Nässe aus, die Füße waren danach immer noch warm und trocken. Verantwortlich zeichnet sich eine spezielle Gore-Tex-Membran mit integriertem Fleece, laut Hersteller sollen die Schuhe für einen Einsatz bei Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius geeignet sein. Durch den hohen Neoprenschaft, der über den Knöchel reicht, besteht ein hervorragender Spritzschutz.
Unser Testfahrer schätzte zudem die hohe Atmungsaktivität, mit relativ dünnen Rennrad-Socken waren die Füße nicht verschwitzt.
Carbonsohle und Kraftübertragung
Dank der Carbonsohle, die denselben Steifigkeitsindex wie das Profimodell Veloce Extreme hat, ist die Kraftübertragung im Vergleich zu Versionen mit Profilsohle deutlich direkter. Zudem kann das gewohnte Pedalsystem am Rennrad bleiben. Allerdings bietet der profillose Flagship R GTX wenig Grip auf Schnee und Matsch.
Zudem zeigt die Konstruktion auf der Waage keine Vorteile: Mit 906 Gramm (Größe 44) wiegt das Paar fast genauso viel wie die leichtesten Winterschuhe mit Profilsohle. Im Vergleich zu sportlichen Sommerschuhen mit Carbonsohle bringen die Northwave fast das Doppelte auf die Waage.
Handhabung und Passform
An- und Ausziehen ist wegen des hohen Schafts etwas mühsam. Durch die beiden Drehverschlüsse kann der Flagship R GTX sehr gut angepasst werden. Theoretisch ließen sich die Winterschuhe damit auch während der Fahrt in der Breite regulieren, doch das erfordert schon ohne Handschuhe Übung. Insgesamt fallen die Northwave etwas größer aus. Die Zehenbox ist geräumig, wodurch man je nach Wärmeempfinden oder Außentemperatur auch zu dickeren Socken greifen kann.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Gewicht | 906 Gramm (Größe 44) |
| Preis | 429,99 Euro |
| Größen | 36 bis 48 (halbe Größen: 39,5 bis 45,5) |
| Farbe | Schwarz |
| Ausstattung | Gore-Tex-Membran, Carbonsohle, Northwave-Drehverschluss SLW 3 |
| Produktionsland | Kambodscha |
Northwave Multicross Plus GTX: Winterschuhe für Flatpedale im Test
Winterschuhe für Flatpedale haben Seltenheitswert. Der Multicross will mit Vibram-Sohle und massivem Nässeschutz punkten. Optisch machen die Multicross Winterschuhe schon mal einen hervorragenden Eindruck. Die Verarbeitung passt, an der Sohle vertraut Northwave auf griffiges Vibram-Gummi, beim Verschluss auf eine Kombi aus hauseigenem Drehrädchen und Klettverschluss.
Der Multicross ist vollständig mit Gore-Tex ausgekleidet und zusätzlich an der Innenseite flauschig gefüttert. Das sollte auch für Fahrten unter Null Grad reichen. Die Einlegesohle ist zudem Alu-kaschiert, um Kälte von unten zu reflektieren. Eine Kältebrücke muss man allerdings ohne die Öffnungen für die Cleats an der Sohle auch so nicht befürchten. Das robuste Außenmaterial dürfte selbst harten Bikepark-Einsätzen trotzen.
Handling & Passform
Wie schon so oft ist auch beim Multicross das Northwave-Drehrad nicht ganz so gefällig wie ein Boa-Verschluss und etwas unpraktisch zu öffnen - gerade in Verbindung mit dicken Winterhandschuhen. Um die Schnürung zum Öffnen zu entriegeln, muss ein kleiner Hebel angehoben werden. Auch das flache Drehrad selbst ist wenig griffig. Mithilfe der beiden Ösen an der Gamasche schlüpft man dann aber locker über den hohen Schaft aus Neopren in den Schuh. Die Passform ist gefällig und weder zu breit noch zu schmal. Drehverschluss und Klett bringen ordentlich Zug auf den Fuß - fast schon ein ungewohntes Feeling für Flatpedal-Winterschuhe- im positiven Sinn.
Wetterschutz & Isolation
Neben dem Gaerne G.Ice-Storm All Terrain 1.0 GTX ist der Northwave der einzige Schuh im Vergleich, der selbst unserem sehr starken Regenschauer trotzt. Hier gelangt kein einziges Tröpfchen Wasser ins Innere des Schuhs. Im Gegensatz zum Gaerne muss man jedoch beim Northwave auch keine Lücke zwischen Hose und Schaft befürchten. Die Gamasche ist ausreichend hoch geschnitten und verschwindet zuverlässig unter der Winter- oder Regenhose.
Trotz des plüschigen Futters im Inneren der Northwave Winterschuhe reicht es bei der Isolation nicht ganz für Bestwerte, doch zumindest für eine solide mittlere Platzierung. Für Fahrten rund um den Gefrierpunkt ist der Multicross auf jeden Fall zu haben. Ab zehn Grad aufwärts wirds dann definitiv zu warm, wer bis weit unter Null Grad shredden möchte, sollte bei der Größenwahl noch ein Paar dicke Socken einplanen.
So fährt sich der Northwave Winterschuh
Der Northwave Multicross wäre durchaus in der Lage, den ein oder anderen Klickpedal-Fahrer im Winter zu Flatpedals zu überreden. In seiner flachen Vibram-Sohle finden die Pins des Pedals hervorragenden Halt. Kraftübertragung? Absolut ausreichend. Und dann ist da noch das Sicherheits-Plus, weil man jederzeit schnell vom Pedal runterkommt - falls sich unter dem Schnee mal eine Eisplatte oder eine rutschige Wurzel versteckt. Der Nachteil der nahezu profillosen Sohle? Beim Laufen finden die Füße eher wenig Halt. Dafür sind die Northwave die geschmeidigeren Winterschuhe, lassen sich dank des flexiblen Neopren-Schafts bequem pedalieren und auch sonst ist die Passform nahezu perfekt.
Northwave Multicross Plus GTX - Infos und Preis
- Preis: 269,99 Euro
- Größen: 37 bis 47; 39,5 bis 45,5 halbe Größen
- Gewicht pro Paar: 1238 Gramm (Größe 46)
Northwave X-Raptor Arctic GTX: Komfort und Schutz im Wintereinsatz
Nach einigen Jahren wird es endlich Zeit für neue Winterschuhe: In diesem Herbst durfte ich die Northwave X-Raptor Arctic GTX ausgiebig testen. Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass diese Schuhe optisch schlank daher kommen und hauptsächlich am nach oben hin verlängerten Schaft als Winterschuh zu erkennen sind. Dieser Schaft dient dem Schutz vor Kälte und hindert Wasser am Eindringen von oben. Hauptsächlich an der Rückseite der Schuhe ist reflektierendes Material zu finden, seitlich sind solche Elemente in geringerem Maße angebracht.
Am Übergang vom eigentlichen Schuh zum Schaftteil sind die Schuhe recht eng geschnitten. Dies sorgt für eine optimale Passform: um das Fußgelenk einen festen Sitz, im vorderen Fußbereich ein wenig Luft zur Seite und nach oben. Das Fußbett ist bei den Northwave tendenziell etwas schmaler als z. Durch Drehen des Rädchens spannt man die „Schnürsenkel“ fester und erreicht so einen festeren Sitz.
Die Schuhe sitzen nun etwas zu fest? Durch Drücken des kleinen seitlichen Hebels lässt die Spannung geringfügig nach, dies kann so oft wiederholt werden, bis der Sitz angenehm ist. Durch Ziehen am seitlichen Hebel wird die Schnur ganz freigegeben, der Schuh kann ohne großen Aufwand ausgezogen werden. In der Praxis verteilt sich der Druck schön gleichmäßig über den Fußspann.
Die Schuhe sind für die Verwendung mit Klickpedalen optimiert und sind als solche mit MTB-Schuhplatten kompatibel. Ich fahre sie in Verbindung mit Shimano SPD Pedalen. Die Sohle ist im Bereich um die Cleats besonders steif. Im Bereich der Zehen und in Richtung Ferse ist das Material hingegen deutlich weicher, was sich beim Gehen positiv auswirkt.
Winterschuhe müssen vor allem zwei Dinge gut können: die Füße des Radfahrers warm und trocken halten. Northwave erreicht beides mit der Gore-Tex Koala Membran. Von außen hat Wasser keine Chance in die Schuhe einzudringen. Von den Füßen ausgehende Feuchtigkeit wird aber zuverlässig nach außen transportiert. Die Kombination beider Eigenschaften ist nach wie vor eine phänomenale Technologie.
Die wärmenden Eigenschaften der Membran werden durch den Einsatz von Fleece an den Seiten und eine zusätzliche Isolierungsschicht an den Zehen ergänzt.
Während der letzten drei Wochen in diesem November hatte ich die Winterschuhe fast täglich an und auf über 500 Kilometern im Einsatz. Die meisten Fahrten waren auf Feldwegen zur Arbeit und zurück, außerdem waren Touren am Wochenende auf wechselnden Untergründen dabei. An meinem Winterrad Surly Disc Trucker fuhr ich die Northwave auf Shimano Pedalen XT PD-T8000.
Auch insgesamt stellte sich der Tragekomfort als hervorragend heraus. Zur individuellen Passform soll gesagt sein, dass meine Füße nicht unbedingt der Norm entsprechen. Sie sind schmal und die Fußgelenke dünn. Außerdem ist der linke Fuß etwas krumm geraten. Trotz allem sind diese Schuhe an meinen Füßen bequem und angenehm zu tragen. Nur der Schaft sitzt etwas locker, hier sollte ich mir für die ganz nassen Tage noch etwas einfallen lassen, was das Eindringen von Wasser verhindert. Die verwendete Schuhgröße ist 43,5, gegenüber meiner Straßenschuhgröße von 43.
Da Northwave die Schuhe auch in halben Größen anbietet, sollte jeder und jede die passende Größe finden können. Wie immer gilt: Anprobieren, am besten vor Ort im Ladengeschäft!
Die Temperaturen in letzter Zeit waren zwischen 0 und 10 °C. Die X-Raptor Arctic GTX sind nach meinem persönlichen Empfinden hervorragend für diesen Temperaturbereich geeignet. Bei Verwendung mitteldicker Socken meldeten gelegentlich meine großen Zehen eine minimale Unterkühlung ans Gehirn. Das führe ich aber eindeutig auf eine schwache Durchblutung zurück und laste es nicht den Schuhen an. Bei niedrigeren Temperaturen werde ich zunächst dickere Socken bis hin zu Skisocken verwenden, bevor eventuell noch Überschuhe zum Einsatz kommen.
Ich bin ich sehr zufrieden mit den Northwave X-Raptor Arctic GTX. Sie werden mir bis zum kommenden Frühjahr noch viele kalte Radfahrten angenehmer machen.
Northwave Revolution 2025: Ein leichter Rennradschuh im Alltagstest
Bisher hatte ich Northwave vor allem im Winter im Einsatz - ihre Winterschuhe haben bei Kälte und Nässe einen richtig soliden Job gemacht. Umso neugieriger war ich, wie sich eines ihrer leichteren Rennradmodelle im Alltag schlägt. Ein entscheidender Punkt ist natürlich die Steifigkeit der Sohle. Northwave gibt für den Revolution 2025 einen Steifigkeitswert von 13 an und beschreibt ihn als „perfekte Balance zwischen Komfort und Performance - durch anatomische Form und Materialzusammensetzung“.
Und genau das fühlt sich auch so an: Die Kraftübertragung ist sehr direkt, besonders an Anstiegen oder bei längeren Belastungen im Schwellenbereich. Die Energie geht ohne spürbaren Flex direkt in die Pedale - etwas, das man sonst eher von deutlich teureren Schuhen kennt. Auch das doppelte Drehverschlusssystem macht einen sehr guten Job: Der Fuß sitzt sicher, ohne dass es irgendwo drückt. Der Schuh schmiegt sich gleichmäßig um den Fuß, sodass man ihn nicht unnötig festziehen muss. Selbst auf Fahrten über vier Stunden habe ich ihn unterwegs nur selten nachjustiert - und wenn, dann eher vor einem Sprint oder wenn in der Gruppe Bewegung zu erwarten war. Wahrscheinlich mehr aus einem „Bin-jetzt-bereit“-Gefühl heraus als aus echtem Bedarf.
Passform ist bei Radschuhen immer ein Thema - besonders wenn man, wie ich, etwas breitere Füße hat. Bei vielen Marken greife ich automatisch zur Wide-Version, um taube Zehen oder Druckstellen zu vermeiden. Die Form ist angenehm anatomisch und bietet im Vorderfuß ausreichend Platz, ohne dass der Schuh schwammig wirkt. Obwohl der Schuh nicht als Wide-Modell ausgewiesen ist, bietet die Passform für meinen Fuß genau die richtige Mischung aus Halt und Raum.
Der Revolution 2025 liefert eine Performance, die man sonst eher von deutlich teureren Modellen kennt - vor allem bei Steifigkeit, Sitz und Verschlusssystem. Auch optisch macht er was her. Ich habe die weiße Version mit schwarzen Drehverschlüssen - schlicht, minimalistisch, genau mein Geschmack. Wer einen zuverlässigen Rennradschuh mit starker Leistung, sicherem Sitz und solidem Komfort für lange Strecken sucht, wird hier definitiv fündig.
Nach über 2.000 Kilometern kann ich sagen: Der Revolution 2025 hat in keiner Situation Schwächen gezeigt - weder im Training noch im Rennen.
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