Unvergessliche Motorradrouten in Norwegen planen

Norwegen ist ein Paradies für Motorradfahrer. Die faszinierende und atemberaubende Natur ist ein Muss für jeden Motorradfahrer, der ein neues Abenteuer erleben möchte. Entlang spektakulärer Küstenabschnitte mit atemberaubenden Ausblicken und ursprünglicher, rauer Natur oder im Landesinneren wartet hinter jeder Kurve ein neues Highlight auf Sie!

Die perfekte Reisezeit

Die spektakulärsten Passstraßen sind im Winter geschlossen und werden erst gegen Mitte Mai von den Schneemassen befreit. Vorher zu fahren würde bedeuten, diese Strecken auslassen zu müssen.

Straßenverhältnisse und Verkehrsregeln

Die Straßen in Norwegen sind ausgesprochen gut. Selbst kleine Nebenstraßen sind meist gut gewartet und wunderbar zu fahren. Beachte: Die hier dargestellte Tour schließt auch nicht asphaltierte Pisten mit ein, die Landschaft dort wird dich reichlich entschädigen. Grundsätzlich darfst du auf den Landstraßen nur max. 80 km/h fahren. Blitzer gibt es meist stationär und lange im Voraus angekündigt. Sehr selten wird auch unangekündigt gelasert. Wenn es dich da erwischt wird es jedoch richtig teuer.

Unterkünfte

Hotels sind immer relativ teuer. Aber auf nahezu jedem Campingplatz - und davon gibt es ausgesprochen viele in Norwegen - kann man auch Hütten mieten. Diese gibt es in allen Preis- und Ausstattungsklassen - von der spartanischen Minihütte bis hin zum Blockhaus mit allen Schikanen. Wir sind auch immer gut ohne Reservierungen zurechtgekommen, so dass wir nicht groß vorplanen mussten und spontan entscheiden konnten.

Wetter

Nun ja, mit Regen - auch stunden- oder tagelang - muss man grundsätzlich klarkommen können und entsprechend vorbereitet sein. Wenn es ganz dick kommt, kauft man sich eine norwegische Tageszeitung und fährt einfach dahin, wo die Sonnensymbole auf der Landeskarte im Wetterbericht sind.

Routenplanung

Die Aufteilung der Tracks ist in der Vorplanung absolut willkürlich erfolgt. Das sollen keine Tagesetappen sein! Die Tagesziele und Übernachtungen ergeben sich bei uns immer nach Lust und Laune unterwegs - teile den Tourplan also auf, wie du magst. Diese Motorradreise ist ab Deutschland notfalls auch in 10 Tagen zu machen. 14 Tage oder noch mehr Zeit ist natürlich schön und würde dann auch fahrfreie Tage, Zeit für längere Wanderungen oder Stadtbesuche (z.B. Bergen und Ålesund) oder Raum für andere tolle Erweiterungen bringen. Aktivitäten in Oslo ganz nach Wunsch.

Empfohlene Routen und Sehenswürdigkeiten

  • Rundkurs-Erweiterung Aursjøvegen / Eikesdalsvegen ab Sunndalsøra: Für mich tatsächlich mit eine der schönsten Nebenstraßen (Maut) in Norwegen, großartige Panoramen warten dort auf Dich. Unbedingt auch die Wanderung zum höchsten Wasserfall Nordeuropas, dem 655 m Wasserfall Mardalsfossen machen. Die Straße ist über weite Strecken nicht asphaltiert, jedoch ist die feste Schotterpiste auch mit normalen Straßenreifen und etwas Zurückhaltung problemlos fahrbar.
  • Die Atlantikstraße (Atlanterhavsveien, Atlantic Ocean Road): ist ein ca. 8 km langer Abschnitt der Fv64, der sich spektakulär über mehrere Brücken von Insel zu Insel schwingt. Romantiker kommen zum Sonnenuntergang. Sie wurde schon zum besten Roadtrip der Welt und zum Norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts gekürt.
  • Die berühmte Passstraße Trollstigen: (Serpentinen-Strecke mit 11 Kurven, 12%, 400 Hm) ist ein wirklich spektakuläres Erlebnis, aber im Sommer auch sehr überlaufen und mit Bussen und WoMos verstopft.
  • Geiranger am berühmten Geirangerfjord (UNESCO-Weltnaturerbe): ist schon sehr touristisch und wenn Kreuzfahrtschiffe am Anleger liegen, ist man in dem kleinen Örtchen wohl eher genervt und zieht besser weiter.
  • Gamle Strynefjellvegen (Fv258): Anstatt am Ende der Fv63 auf der Fv15 durch die Tunnel zu fahren, nimm bei gutem Wetter einen kleinen Umweg über das Strynefjell auf der Passstraße Gamle Strynefjellvegen (Fv258) in Kauf. Die alte Straße aus der Zeit vor den Tunneln ist zwar eine Schotterpiste, aber Aussichten, Natur und Landschaft werden Dich reichlich für Deine Mühen entschädigen.
  • Aurlandsvegen: Sofern es nicht derartig schifft, dass Du den Hals gestrichen voll hast, nimmst Du selbstverständlich die Tunnelumfahrung auf der Fv243, also den auch "Schneestraße" genannten Aurlandsvegen über das Aurlandsfjell.
  • Nærøyfjord: Tipp in Gudvangen: Eine Paddeltour auf dem Nærøyfjord, Fjord gehört neben dem Geirangefjord zum UNESCO-Weltnaturerbe, Boote uns sonstige Ausrüstung können z.B.
  • Vallaviktunnelen: 7,5 km: krass blau beleuchteter Kreisverkehr mitten im Tunnel! bleib auf der 13 über die Hardanger Brücke und weiter entlang des Sørfjords; auch eine traumhaft schöne Gegend, das Obstanbaugebiet von Hardanger.
  • Trolltunga: Tipp Wanderung zur Trolltunga: Guck Dir mal Fotos dazu an. Ein unglaubliches Panorama, aber auch kein "Spaziergang". Es gibt mehrere Routen, die kürzeste beginnt am Ausgangspunkt Mågelitopp (Abzweig in Tyssedal) aber auch dann sind es hin und zurück noch 20 km bzw. je nach Kondition 7 bis 10 Stunden.
  • Preikestolen: Tipp kurz hinter Jørpeland: Abzweig zur "Preikestolen fjellstue", dem Startpunkt der Wanderung zum Preikestolen. Der Preikestolen ist eine Felskanzel in 600 m Höhe, die Dir eine fantastische Aussicht auf den Lysefjord bietet. Hin und zurück sind es etwa 8 km und einige Etappen sind recht steil und anstrengend. Insgesamt aber ist das eine Wanderung, die für die meisten kein Problem sein sollte.
  • Kjeragbolten: Tipp: Wanderung zum Kjerag; der Felsblock "Kjeragbolten" ist ziemlich spektakulär 1000 m über dem Lysefjord in einer Felsspalte eingeklemmt.

Nordkap - Ja oder Nein?

Einmal im Leben mit dem Motorrad zum Nordkap fahren - viele Biker träumen davon. Doch nur wenige haben oder nehmen sich auch die tatsächlich erforderliche Zeit dafür. Klar kann man es irgendwie erzwingen. Einmal "oben anschlagen" und zurück kriegt man ab Deutschland notfalls auch in einer Woche hin. Aber was hast du dann davon? Man donnert die schnellste (= unattraktivste) Strecke hoch, sitzt dennoch den ganzen Tag nur auf dem Bock und hat außer der Europastraße und ein paar Hütten auf den Campingplätzen wirklich gar nichts vom wunderbaren Norwegen gesehen. Und das nur, um mit Busladungen anderer Touris an einem Punkt zu stehen, der nicht mal wirklich der nördlichste Europas ist? Für ein Häkchen mehr auf der "Löffelliste" verpasst du alle wirklich schönen Ecken in Norwegen.

Empfehlung für die Reiseplanung

Ich möchte aber anregen, nicht direkt "reflexartig" den hohen Norden anzupeilen, wenn man eine Norwegenreise plant. Erst recht nicht dann, wenn die Zeit dafür zu knapp ist. Hast du nur 2 Wochen, dann bleib zunächst im Süden. Und selbst bei 4 Wochen würde ich nach vielen Jahren Urlaub in Norwegen nicht empfehlen, bis ganz zum Nordkap zu fahren. Wenn man nur den Zeitumfang eines "Normalurlaubers" hat, würde ich eher dazu raten, mehrfach nach Norwegen zu fahren und sich die Regionen dann einzeln vorzunehmen. Also etwa Süden, Mitte, Norden und dann mit dem Süden beginnen. Mit diesem Plan kannst du dir dann die ganzen traumhaften Nebenstraßen in die Tour einbauen, die das Reisen in Norwegen so besonders machen. Lass dir etwas Zeit, um die grandiosen Landschaften auch genießen zu können.

Geführte Motorradreisen

Für alle, die sich die Planung erleichtern möchten, gibt es auch geführte Motorradreisen nach Norwegen. Verantwortlich: Die Reise wird durch unseren Kooperationspartner Kurven-Beisser Motorrad Reisen organisiert und durchgeführt.Länge: Die 3.100 Kilometer lange, geführte Route durch Norwegen bietet atemberaubende Landschaften und unvergessliche Erlebnisse. Reisezeitraum: 08.06.2025 - 18.06.2025Start und Zielhafen sind identisch: Wir setzen ab Hirtshals (Dänemark) mit der Fähre über nach Kristiansand und kommen am Ende der Reise natürlich wieder zurück nach Hirtshals. Vorbei an azurblauen Fjorden, einzigartigen Felsformationen, riesigen Wasserfällen und beeindruckenden Gletscher. Die kurvigen Passagen sind ein Paradies für Biker. Nach jeder Kurve erwartet Dich ein neues Panorama. Dank des langen Tageslichts hast Du bis spät abends Zeit, die magischen Lichtverhältnisse zu genießen, sensationelle Aussichten zu erleben und Fotos zu machen.Ob es der Trollstigen, der Geiranger oder aber auch der Atlanterhavsvegen mit seiner geschwungenen Hochbrücke ist, oder die reizvollen Landschaftsrouten wie der Jotunheimen Nationalpark oder Aurlandsfjell. Die Natur ist ein einzigartiges schönes Schauspiel. Und das zu jeder Jahreszeit.

Die Fjorde Westnorwegens

Die größten und bekanntesten Fjorde liegen in Westnorwegen zwischen Stavanger und Trondheim. Der Lysefjord ist der südlichste der großen Meeresarme, karg und steil sind seine Wände. Wer von der Felskanzel Preikestolen lotrecht hinab auf den Fjord schauen will, muss etwa fünf Stunden Wanderung einplanen. Der Hardangerfjord ist lieblicher, an seinen Ufern wachsen Kirschen und Äpfel. Der längste ist der Sognefjord, der mit seinen Armen eine Länge von über 200 Kilometern aufweist. Der berühmteste Fjord ist der Geirangerfjord, obwohl er nur ein vergleichsweise kurzer Arm des Storfjords ist. Aber er ist eben besonders eng und die Wände sind besonders steil. Nur ein sehr kurzes Stück ist das Ufer befahrbar. Für Motorradfahrer am interessantesten sind aber die Streckenabschnitte, die zwischen den Fjorden liegen. Von null auf tausend Höhenmeter und wieder runter - das garantiert ziemlich viele Kurven.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0