Ohlsdorfer Friedhof: Radtouren durch die grüne Oase Hamburgs

Das riesige, parkartige Areal im Norden Hamburgs ist mit 389 Hektar Größe nicht nur die größte Grünanlage der Stadt, sondern tatsächlich der größte Parkfriedhof der ganzen Welt. Hier wachsen 450 verschiedene Baumarten und auf den vielen Wasserflächen tummeln sich zahlreiche Wasservögel. Außerdem gibt es auf dem Gelände viele historische Bauten zu bestaunen. Gründe genug also, um diesem besonderen Friedhof einen Besuch abzustatten.

Radtour vom Bahnhof Barmbek

Auf einer kurzen Tour vom Bahnhof Barmbek lässt sich der Friedhof Ohlsdorf wunderbar auf dem Rad entdecken. Schnurgerade Straßen wechseln sich ab mit leicht geschwungenen Wegen und einigen Kreisverkehren. Zwischen den mehr als 200.000 Grabstätten finden sich dreizehn idyllische Kapellen, die allesamt unterschiedlich gestaltet wurden, sowie einige beeindruckende Mausoleen. Auch Kriegsgräber und entsprechende Gedenkstätten wurden auf dem weitläufigen Gelände angelegt.

Das Friedhofsgelände wird entlang des Bramfelder Sees aus südlicher Richtung erreicht. Die Streckenführung beschreibt eine große Tour über den gesamten Friedhof, sodass ein besonders guter Eindruck erlangt werden kann. Bevor der Friedhof schließlich im Westen wieder verlassen wird, kann sich im angeschlossenen Friedhofsmuseum näher über die Geschichte der Anlage sowie die vielen hier bestatteten Prominenten informiert werden. Zurück zum Ausgangspunkt geht es dann entlang der Alster sowie durch den Stadtpark. Bis auf ganz kurze Abschnitte auf der Straße ist man auf der ganzen Tour nur im Grünen unterwegs.

Dies ist eine leichte Fahrradtour für alle Fitnesslevel. Um die Ausmaße und die Vielseitigkeit des Parkfriedhofs zu erleben, fahren wir mit dem Rad durch diese abwechslungsreiche und z. T. weite Landschaft, die von Wilhelm Cordes und später Otto Linne gestaltet wurde. Wir sehen Mausoleen, das anonyme Urnenfeld, das neu gestaltete Bestattungsforum, den Friedwald, den Garten der Frauen, den Wasserturm, den Rosengarten sowie viele der Kapellen und der reich ausgestatteten Grabmäler.

Wir kommen auch an verschiedenen Gräbern von Prominenten vorbei von Helmut und Loki Schmidt, Carl Hagenbeck, Wolfgang Borchert, Fritz Schumacher, Domenica, Inge Meysel, Ida Ehre, Gustav Gründgens u. a. mehr.

ADFC-Touren nach Ohlsdorf und zum Stadtpark

Der ADFC Hamburg bietet geführte Touren an, die neue Strecken und unbekannte Ecken in und um Hamburg erschließen. Eine solche Tour führte zum Ohlsdorfer Friedhof mit seinen üppigen Rhododendron-Büschen.

Die Teilnehmer fuhren überwiegend auf unbekannten grünen Nebenstrecken, wobei Hauptstraßen gemieden wurden. Ein Zwischenstopp wurde an einem Kiosk am Bramfelder See eingelegt, um eine Eisdiele zu besuchen. Anschließend ging es zum Ohlsdorfer Friedhof, wo die Blütenpracht der Rhododendren bewundert wurde. Eine weitere Pause wurde bei den Schildkröten am Prökelmoorteich eingelegt.

Tour Richtung Stadtpark

Eine weitere ADFC-Tour führte Richtung Stadtpark. Thomas zeigte die schönsten Ecken des Stadtparks, vom Pinguinbrunnen über das Sierichsche Forsthaus bis zur Diana mit ihren Hunden bei der Trinkhalle. Das Zielfoto wurde vor dem Planetarium gemacht.

Kurzer Rundkurs durch den Friedhof

Ein kurzer Rundkurs zeigt immer wieder rechts und links des Weges, dass es dort noch etwas zu entdecken gibt. Es sollte genügend Zeit eingeplant werden.

Ein wichtiger Ort für Besucher der Hansestadt ist dieser Parkfriedhof, der der größte der Welt ist. Die Engel stammen zu einer großen Anzahl aus dem Hause WMF.

Rundtour um Hamburg

Alternativ kann man auch eine größere Radtour rund um Hamburg unternehmen. Die Fahrrad-Rundtour startet an den Landungsbrücken und führt auch zu weniger bekannten Ecken der Stadt. Auf rund 140 Kilometern geht es einmal rund um die Hansestadt, durch Parks und Naturschutzgebiete, Hafenzonen und entlang stiller Seen. Wer schnell unterwegs ist, kann die gesamte Strecke in zwei Tagen abfahren.

Vom Startpunkt an den Landungsbrücken geht es zunächst durch den Alten Elbtunnel über die Klütjenfelder Radwegbrücke nach Wilhelmsburg. Entlang des Veringkanals und durch den Inselpark führt die Strecke weiter bis an die Süderelbe. Dort lädt im Sommer die Badestelle Finkenried zur Pause am Wasser ein. Die Radtour setzt sich fort in Richtung der Bunthäuser Spitze. Gleich nebenan beginnt das Naturschutzgebiet Heuckenlock, einer der letzten Süßwasser-Tideauenwälder Europas. Das Gebiet ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für Vögel. Mit etwas Glück lässt sich dort sogar ein Seeadler beobachten.

Von diesem südöstlichen Punkt der Elbinsel geht es in einem Bogen in nördlicher Richtung bis zum Hansahafen. Dort endet die erste Etappe. Vor Beginn dieser Etappe empfiehlt es sich, etwas Zeit für die Besichtigung des Deutschen Hafenmuseums einzuplanen. Über die Freihafenelbbrücke startet die Tour und führt auf der nördlichen Elbseite weiter. Am Alexandra-Stieg geht es über eine Fußgängerbrücke in den Elbpark Entenwerder und über das Sperrwerk Billwerder Bucht weiter auf die Elbinsel Kaltehofe. Über den Kaltehofer und den Moorfleeter Hauptdeich gelangt man auf eine der beliebtesten Fahrradstrecken der Hansestadt: den alten Marschbahndamm.

Auf ihm geht es durch die idyllische Landschaft der Vier- und Marschlande bis zum südöstlichsten Zipfel Hamburgs, dem Zollenspieker mit dem bekannten Fährhaus. Nach einer kleinen Pause setzt man den Weg in nördlicher Richtung bis Bergedorf fort, wo die Tagesetappe endet. In Bergedorf lohnt ein Abstecher zum Schloss, dem einzigen auf Hamburger Stadtgebiet. Im Inneren des Prachtbaus befindet sich heute das Museum für Bergedorf und die Vierlande.

Mit dem Fahrrad geht es anschließend in nordwestlicher Richtung weiter durch die Boberger Niederung, ein Naturschutzgebiet mit Binnendünen und Badesee. Nächstes größeres Ziel ist der Öjendorfer Park, dessen großer See im Sommer ebenfalls an zwei Stellen zum Baden einlädt. Auf dem Weg in Richtung Ohlsdorfer Friedhof führt die Strecke teils durch dichte Bebauung, teils durch Grünflächen und am Ufer des Bramfelder Sees zum weltweit größten Parkfriedhof.

Mit seinen zahlreichen Grabmälern und Gedenkstätten sowie seiner kunstvollen gärtnerischen Gestaltung lohnt er einen längeren Besuch. Viele bekannte Persönlichkeiten wie Helmut und Loki Schmidt oder Jan Fedder haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Zum Erkunden des Friedhofs ist das Fahrrad ideal, denn das Gelände ist sehr weitläufig.

Ohlsdorf ist der Startpunkt der letzten Etappe, die zurück an die Elbe führt. Vom Friedhof aus verläuft der Weg zunächst in westlicher Richtung und nordwestlich am Flughafengelände entlang. Am südlichen Ende lohnt ein Abstecher zum Künstlerhaus Sootbörn in der gleichnamigen kleinen Straße. Weiter geht es in Richtung Niendorf, vorbei an der kleinen Barockkirche des Stadtteils und durch das Waldgebiet des Niendorfer Geheges.

Entlang des Flüsschens Kollau und schmaler Grünzüge führt der Weg zum Volkspark Altona mit seinem alten Baumbestand. Nächstes Ziel der Etappe ist der Loki Schmidt Garten, der mit vielen botanischen Raritäten lockt. Der Eintritt ist frei, Fahrräder müssen draußen abgestellt werden. Wer hier keinen Stopp einlegen möchte, radelt direkt weiter zum Jenischpark. Dort muss man das Rad schieben, aber das lohnt sich. Mitten im Park liegt auf einer Anhöhe das Jenischhaus, ein historischer Landsitz, der heute ein Museum ist. Der Blick von dort reicht weit über die Elbe. Südlich des Jenischparks befindet sich der Elbanleger Teufelsbrück - hier endet die Rundtour.

Die letzten Kilometer bis zu den Landungsbrücken werden auf dem Wasser mit der Fähre zurückgelegt. Dazu muss man zunächst die Fährlinie 64 nach Finkenwerder nehmen und dort in die Linie 62 umsteigen. Räder dürfen auf den Fähren kostenlos mitgenommen werden.

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