Fahrradkette warten: So bleibt Ihre Kette geschmeidig und langlebig

Wenn es beim Radfahren knarzt, knirscht und knackt, ist meistens die Kette schuld. Aber nicht nur das störende Geräusch der ungepflegten Kette spricht dafür, diese regelmäßig mit einem speziellen Fahrradkettenreiniger zu reinigen. Auch die Sicherheit und die Kraftübertragung leiden unter einer verschmutzten oder gar verschlissenen Kette.

Warum regelmäßige Kettenpflege wichtig ist

Die Kettenreinigung ist weniger eine Sache der Ästhetik als vielmehr eine der Wirtschaftlichkeit. Eine verschmutzte Kette ist wesentlich schwergängiger als eine saubere. Das heißt, man muss mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen. Außerdem läuft eine verschmutzte oder schlecht geschmierte Kette deutlich schwerer als eine saubere. So musst du mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen.

Schmutz wirkt außerdem materialfressend: Der Verschleiß und der Abrieb sind deutlich höher - nicht nur an der Kette selbst, sondern auch an den Ritzeln der Kettenblätter. Ganz klar: regelmäßig reinigen und anschließend schmieren. Eine schmutzige Kette nutzt sich selbst und die Zahnkränze schnell ab. Das hat dann bald teure Reparaturen zur Folge.

Die regelmäßige Wartung deiner Fahrradkette beugt nicht nur Korrosion, sondern auch dem Verschleiß und der Neuanschaffung anderer Bauteile vor. Es ist nicht unbedingt notwendig, nach jeder Fahrt die Fahrradkette zu reinigen. Du solltest sie aber zumindest von grobem Schmutz befreien. Hierzu verwendest du am besten einen einfachen Reinigungslappen. Diesen kannst du zudem für die Trocknung der Kette nach einer Regenfahrt einsetzen.

Die Kette ist oft schon verschmutzt, wenn am Rahmen noch alles im grünen Bereich ist. Der Schmutz wirkt sich dabei massiv auf den Fahrspaß und die Haltbarkeit von Fahrradkette und Ritzeln aus. Daher solltest du besonders auf sie achten. Wenn die Kette schmutzig wird, solltest du sie gleich waschen und danach ölen. Besonders wenn sie matschig wird oder Staub, z.B. von der Fahrt über Feldwege, darauf kommt.

Die Fahrradkette ist enormen Kräften ausgesetzt. Umso wichtiger für ihre Instandhaltung ist eine regelmäßige Pflege.

Vorbereitung ist alles

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete - das gilt auch fürs Kette Reinigen. Bevor du dich ans Werk machst, solltest du einige Dinge bereithalten, die für eine intensive Kettenpflege nötig sind.

Drei Dinge braucht man unbedingt zum Reinigen der Kette: ein Baumwolltuch, eine Bürste (es geht auch eine alte Zahnbürste) und Kettenöl. Letzteres sorgt dafür, dass die Kette hinterher wieder geschmeidig läuft, denn beim Reinigen trägt man auch einen Teil der Schmierung ab. Fahrradkettenöle gibt es inzwischen nicht nur im einschlägigen Fahrradhandel. Zum Schützen der Hände sind zudem Nitrilhandschuhe geeignet. Sinnvoll ist auch ein Montageständer für das Fahrrad, der viele Arbeiten am Bike erleichtert, weil man sich weder bücken noch das Rad auf den Kopf stellen muss.

Um Flecken auf dem Boden zu vermeiden, decke ihn am besten ab - z.B. mit einem Karton oder einer Gummimatte. Decke die Bremsscheibe und den Bremssattel mit einem Tuch ab. Denn wenn Öl darauf kommt, funktioniert die Bremse nicht mehr optimal. Lege mehrere saubere Tücher bereit.

Reinigung der Fahrradkette: Schritt für Schritt

Hier ist eine Anleitung zum Fahrradketten-Reinigen in Schritten:

  1. Mit dem Reinigen der Fahrradkette beginnst du am besten, indem du den gröbsten Schmutz trocken entfernst. Du brauchst dafür kein spezielles Equipment. Bürste einfach mit einer alten Zahnbürste locker über die Kette. Wenn du schon freie Sicht auf die Unterseite deines Fahrrads oder E-Bikes hast, wirf ebenso einen Blick auf den Umwerfer, das Kettenblatt und das vordere Ritzel.
  2. Mit einem trockenen Lappen kannst du nun die verbliebenen Verschmutzungen lösen. Verwende einen alten Lappen, denn das Schmiermittel bleibt selbst nach dem gründlichsten Waschgang im Stoff haften. Tipp: Willst du auf Hausmittel zurückgreifen, kannst du vorsichtig einen Tropfen Spülmittel statt Kettenreiniger verwenden.
  3. Nach der Reinigung geht es an das Schmieren deiner Fahrradkette. Die passende Schmiere für dein Fahrrad ist im Handel als Spray oder in einem Tropfenapplikator erhältlich. Zum Ölen deiner Fahrradkette solltest du nur spezielle Produkte fürs Fahrrad verwenden, etwa das Kettenöl oder Kettenspray vom WD-40.

Wer keinen Montageständer hat, sollte das Fahrrad vorsichtig auf Sattel und Lenker stellen, aber bitte nur dann, wenn keine hydraulischen Bremsen verbaut sind. Wenn nun der Blick auf die Kette frei ist, lohnt als Allererstes, eine Sichtprüfung vorzunehmen. Beschädigte Kettenglieder zwingen nämlich zum Austausch, weshalb man sich die Mühe der Reinigung dann sparen kann. Hier kommt die Bürste zum Einsatz, mit deren Hilfe man auch in die Innenräume der Kettenglieder gelangt. Sieht man dort kleine, verkantete Steinchen, die sich nicht lösen wollen, kann man zum Beispiel mit einem Kunststoffschaber nachhelfen.

Mit dem Tuch umfasst man nun die Kette und lässt sie durch Bewegen der Pedale hindurchlaufen. Zwei- bis dreimal sollte man die komplette Kette auf diese Weise mindestens abstreifen. Hat man den Eindruck, dass dies zu wenig hilft, kann das Tuch angefeuchtet werden. Nur nass sollte es nicht sein, damit der Schmutz nicht tiefer in die Kettenglieder gespült wird. Ein paar Tropfen herkömmliches Spülmittel fördern den Reinigungsprozess zusätzlich. Allerdings hat dieses eine entfettende Wirkung - entsprechend gründlich muss später die Schmierung erfolgen.

Um den Schmutz aufzulösen, empfiehlt es sich Reiniger auf Öl-basis, beispielsweise Universalschmieröle, zu verwenden. Diese auf ein Baumwolltuch auftragen. Mit diesem umfasst man nun die Kette und lässt es durch Bewegen der Pedale hindurchlaufen. Mehrmals sollte man die komplette Kette auf diese Weise abstreifen.

Ein zusätzlicher Blick auf die gereinigte Kette zeigt, ob es noch Verunreinigungen in den Kettengliedern gibt, die am Anfang übersehen wurden. Entsprechend werden diese mechanisch entfernt.

Viele Radfahrer schwören auf Silikonspray, wenn es darum geht, die Fahrradkette zu pflegen. Aber was kann das vermeintliche „Wundermittel“ wirklich? Die Antwort: Silikon hält mittels Hydrophobierung Schmutz von der Kette fern. Das Spray sollte jedoch keinesfalls das traditionelle Kettenöl ersetzen.

Die Wahl des richtigen Öls

Benutze am besten spezielles Kettenöl für das Fahrrad. Dieses ist im Handel zu günstigen Preisen verfügbar und eignet sich ideal für eine gute Schmierung der Kette. Kettenöl und Kettenfett unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Viskosität. Fett ist deutlich zähflüssiger als Öl und lässt sich demzufolge nicht als Spray verwenden. Ansonsten ähneln sich Öl und Fett in ihrer Anwendbarkeit. Fett haftet allerdings etwas besser als Öl an der Kette. Dementsprechend benötigst du bei der Reinigung etwas mehr Kettenreiniger, um das Fett gemeinsam mit dem angesammelten Schmutz zu entfernen.

Das BIKE KettenSpray bzw. auch das E-BIKE Kettenspray schmiert die Kette nicht nur, es reinigt und schützt sie auch. Dank dem EasySpray kannst du es sowohl punktuell als auch flächig aufbringen. Das geht schnell und ist bequem. Deshalb eignet es sich gut, um Kette und Antrieb zwischendurch zu pflegen.

Das BIKE KettenÖl bietet einen besonders leistungsstarken Schmierstoff und eignet sich vor allem für Fahrräder, die im sportlichen Einsatz sind. Es besteht zu 100% aus Silikonöl und lässt sich punktgenau auf die Kettenglieder auftragen. Es ist lösungsmittelfrei, besonders wasserabweisend und schützt so perfekt vor Verschleiß.

Das BIKE PflegeÖl ist für bewegliche Teile wie z.B. Schaltung, Umwerfer, Federgabel und Bowdenzügen geeignet. Das BIKE KettenÖl wurde speziell für das Schmieren der Ketten entwickelt.

Nach der Behandlung sollten Sie das Rad je nach Öl, 10 bis 30 Minuten stehen und das Fett ablüften lassen. Bringe Öl oder Kettenspray für das Fahrrad auf der Kette an. Das Öl trägst du sorgfältig an der Innenseite der Kette punktuell auf.

Regelmäßige Pflege für eine lange Lebensdauer

Du solltest deine Kette auf jeden Fall nach jeder Reinigung ölen. Die Reinigung findet im Idealfall nach jeder Ausfahrt, mindestens aber alle ein bis zwei Monate statt - bei Vielfahrern häufiger. Je nach Verschmutzungsgrad kannst du vor der nächsten Ausfahrt auch einfach neues Öl auf die Fahrradkette anbringen. Dabei solltest du es allerdings nicht übertreiben - zu viel dickflüssiges Öl zieht Schmutz geradezu magisch an.

Während im Sommer vor allem Staub deiner Kette zu schaffen macht, kommen im Winter Schneematsch, Feuchtigkeit und Streusalz hinzu. Du solltest dem Thema Fahrradkette pflegen deshalb zwischen den Monaten Dezember und März besonders viel Aufmerksamkeit widmen. Häufiges Reinigen und Ölen sind Pflicht.

Bei jeder Fahrt kommt Schmutz auf die Kette wie Straßendreck und Staub. Ölst du die Kette, ohne sie vorher sauber zu machen, schließt das Öl den Schmutz ein. Er wird dann mit der Zeit in die Glieder gedrückt. Die Kette läuft nicht mehr so leicht und verschleißt stark. Deshalb gilt: Zuerst Schmutz entfernen, dann Kette ölen. Mit unserem BIKE Kettenspray erledigst du übrigens beides in einem Schritt. Zusätzlich schützt es die Kette auch.

Wenn die Teile, die du schmierst, dreckig sind, schließt das Öl den Schmutz ein. Eigentlich soll das Öl die Teile beweglich halten, aber der eingeschlossene Schmutz reibt am Material. So verliert das Öl seine Funktion. Schlimmer noch: Es schadet deinem Fahrrad, weil das Material abgerieben wird.

Spätestens wenn die Fahrradkette nicht mehr geräuschlos läuft, ist es an der Zeit, sich um sie zu kümmern.

Was Sie bei der Kettenpflege vermeiden sollten

Im Internet kursieren viele Tipps, die deinem Fahrrad schaden können. Vom Schmieren mit Speiseöl bis zum Reinigen mit Hochdruckstrahler finden sich unzählige unsinnige Empfehlungen.

„Wir empfehlen bei der Reinigung der Kette auf entfettende Reiniger wie z.B. Bremsenreiniger oder ähnlich aggressive Lösemittel zu verzichten. Die Kette ist nach einer derartigen Behandlung sowohl außen als auch innen komplett ungeschmiert und besitzt zusätzlich keinen Rostschutz mehr. Unser Kettenspray bietet daher den 3-in-1-Effekt: Reinigen, Schmieren und Schützen.”

Die Finger weg lassen hingegen sollte man beim Reinigen der Kette von Hochdruckreiniger, Benzin, Seifenlauge, Korrosionslösung, Alkohol, Bremsenreiniger sowie Stahlbürsten.

Auch Geschirrspülmittel hat eine fettlösende Wirkung und kann zum Reinigen der Fahrradkette verwendet werden. Hierfür gibst du einfach ein paar Tropfen ins Wasser oder direkt auf das Tuch. Wenn du stattdessen Kettenreiniger verwendest, solltest du darauf achten, dass er biologisch abbaubar ist.

WD40 sollte man nie verwenden. Als Kriechöl ist es viel dünnflüssiger als herkömmliches Kettenöl und verdrängt so mit der Zeit die „dickere“ Kettenschmierung. Der dünne Film von WD40 reicht nicht aus, um die Kette ausreichend zu schmieren und kann im schlimmsten Fall zu erhöhtem Verschleiß führen. Wer kein Spezialprodukt zu Hause hat, kann WD40 aber zum Reinigen verwenden, denn es entfettet und schützt die Kette vor Rost.

Wichtig: Pflanzenöl eignet sich dagegen nicht als Schmiermittel für die Fahrradkette, ebenso wenig wie Sprays für Autos. Diese sind in der Regel auf die Bedürfnisse von Autos abgestimmt.

Mit einem Hochdruckreiniger können die Teile beschädigt und Schmierfette aus den Lagern gespritzt werden. Bei Anwendung an der Kette kann zudem alter Schmutz in die Lager gelangen.

Allerdings raten wir auch von dieser Methode ab, da beide Substanzen hoch entzündlich sind. Solltest du doch Benzin oder Diesel zum Reinigen deiner Fahrradkette nutzen, achte darauf, die Kette danach sofort wieder zu schmieren, da beide Stoffe stark entfettend wirken.

Häufigkeit der Kettenreinigung

Natürlich ist die Häufigkeit stark davon abhängig, wie oft, wo und bei welchem Wetter das Fahrrad bewegt wird. Es gibt Radfahrende, die tatsächlich wöchentlich reinigen, andere nur einmal pro Jahr beim Frühjahrsputz. Dabei sollte gerade auch vor dem Herbst-Winter-Einsatz die Kette gut in Schuss sein - und erst recht dann, wenn das Fahrrad eingelagert wird. Häufigeres Kettenreinigen hat den großen Vorteil, dass es schneller geht.

Fährst du nur gelegentlich, überprüfe die Fahrradkette regelmäßig, am besten spätestens alle 3 Monate. Wer jeden Tag bei Wind und Wetter zur Arbeit fährt, sollte die Kette in kürzeren Abständen pflegen - am besten wöchentlich, mindestens aber einmal im Monat.

Wann die Kette ausgetauscht werden muss

Bevor es an das Reinigen deiner Kette geht, solltest du prüfen, ob sich die Länge der Fahrradkette durch die Nutzung verändert hat. Diese Längung siehst du mit bloßem Auge meist nicht, deshalb ist es sinnvoll, mit einer Verschleißlehre den Abstand der Kettenglieder zu prüfen. Die Verschleißlehre ist ein vordefiniert langes Metallstück, das, wenn die Kettenlänge stimmt, zwischen den Gliedern einrastet. Zögerst du den Tausch der Fahrradkette zu lange hinaus, schmirgelt sich die gelängte Kette die Zähne von Kettenblatt und Kassette zurecht und eine neue Kette springt ab.

Wie viele Kilometer du mit einer Kette radeln kannst, hängt davon ab, wie du schaltest, bei welcher Witterung du unterwegs bist und auf welchem Untergrund, wie hochwertig die Kette ist - und wie gut du sie pflegst. Manche müssen nach 1.000 Kilometer runter vom Fahrrad, andere halten gut 3.000 Kilometer und mehr.

Im Allgemeinen schiebt man die Verschleißlehre zwischen die Kettenglieder, um zu messen, ob die Kette über ihre ursprüngliche Länge hinaus gedehnt wurde. Wenn die Lehre ohne Widerstand in den Spalt zwischen den Gliedern passt, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Kette ausgetauscht werden muss.

Spezifische Empfehlungen je nach Fahrradtyp

Was die spezifischen Empfehlungen für die Pflege von Fahrradketten je nach Fahrradtyp betrifft, so variieren die Anforderungen tatsächlich ein wenig. Rennräder, die oft auf sauberen und trockenen Straßen gefahren werden, benötigen möglicherweise weniger intensive Reinigungszyklen als Mountainbikes, die regelmäßig schlammigen und feuchten Bedingungen ausgesetzt sind. E-Bikes, mit ihrem zusätzlichen Drehmoment, das auf die Kette wirkt, können ebenfalls spezielle Überlegungen hinsichtlich der Schmierung und des Verschleißschutzes erfordern.

Zusätzliche Tipps und Tricks

  • Reinige das Fahrrad und die Kette.
  • Bringe das Kettenspray punktgenau am Schaltwerk und der Zugrolle auf. Es verdrängt Restwasser, beseitigt ölige Verschmutzungen und schmiert die Kette. Bei unserem BIKE Kettenspray hilft dir das Sprührohr des SONAX EasySprays, das Mittel perfekt und punktgenau zu dosieren.
  • Benetze dann das Ritzelpaket flächig mit dem Kettenspray. Klappe dafür das Sprühröhrchen einfach nach unten.
  • Drehe die Kurbel rückwärts und bringe dabei das Pflegespray auf den unteren Teil der Kette innen auf. Behandle dabei wieder die Innenseite der Kette. So vermeidest du, dass sich das Öl schnell abscheuert.
  • Wische die Kette abschließend mit einem sauberen, fusselfreien Tuch nach.
  • Behandle sämtliche bewegliche Teile wie Lager, Gelenke oder auch Bowdenzüge sparsam mit einem Fahrrad-Pflegeöl. Tropfe bei Bowdenzügen zwischen Kabelhülle und Innenzug.
  • Wiederhole den Vorgang, falls nötig. Bei deinem Fahrrad solltest du alle beweglichen Teile schmieren. Das gilt besonders für den Antrieb, also die Kette mit ihren Gliedern, das Kettenblatt sowie die Zahnkränze.

Die wichtigsten Schmiermittel fürs Mountainbike im Detail

  • Kettenöl: Wie der Name schon sagt, gehört dieses Öl auf die Kette. Neben klassischen Ölen und Kettensprays gibt es auch Trockenschmierstoffe und Schmiermittel auf Wachsbasis*. Sie sorgen dafür, dass der Antrieb leichtgängig läuft, verzögern den Verschleiß und schützen die Kette vor Korrosion.
  • Kriechöl bzw. Sprühöl: WD40 und Brunox Turbo-Spray sind die bekanntesten Vertreter der Kriechöle. Sie lassen das Öl in kleinste Spalten kriechen. Dabei verdrängt es nicht nur Wasser, sondern löst auch Dreck und leichten Ansatz von Rost. So macht es schwergängige Verbindungen wieder gängig. Durch die dünnflüssige Konsistenz hält die schmierende Wirkung nicht lange an, deshalb eignen sie sich nicht für das Schmieren der Kette. Achtung: Die Lösungsmittel im Kriechöl können vorhandenes Schmierfett und Kunststoff-Dichtungen (z. B. an der Federgabel) angreifen.
  • Silikon-Spray: Silikon-Sprays werden meist nach dem Reinigen zum Aufpolieren von Rahmen oder Laufrädern verwendet. Aber auch fürs Schmieren von Pedal-Cleats sind sie geeignet. Sie verhindern Korrosion und fördern die Gleitfähigkeit des Cleats. Das Ein- und Ausklicken ist so definierter.
  • Schmierfett bzw. Montagefett: Fett verringert die Reibung zwischen sich bewegenden Bauteilen, schützt vor Korrosion, erhöht die Lebensdauer und sorgt für Leichtgängigkeit in allem, was dreht oder gleitet. Es sorgt beispielsweise dafür, dass Kugeln im Inneren eines Industrielagers leicht laufen oder schmiert die Drehbewegungen an Steuersatz, Hinterbau oder Tretlager.
  • Carbon-Paste: Für Carbon-Klemmungen - zum Beispiel an Sattelstütze und Lenker - gibt es spezielle Montagepaste, die die Fasern nicht angreift und die Reibung erhöht. Empfindliche Carbon-Teile kommen dadurch mit geringerem Anzugsmoment aus.

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