Es passiert schnell: Die frisch geölte Fahrradkette hinterlässt schwarze Flecken am Hosenbein. Ärgerlich, denn Fahrradschmiere ist schwer zu entfernen. Doch statt zu teuren Fleckenentfernern aus der Drogerie zu greifen, gibt es klassische Hausmittel, mit denen sich die hartnäckigen Flecken einfach entfernen lassen. Auch das Schrubben mit der Hand bleibt meist erfolglos.
Hausmittel gegen Ölflecken
Vor der ersten Fahrradtour im Frühling solltest du dein Fahrrad auf Vordermann bringen. Die Kette muss mal wieder gereinigt und geölt werden. Leider geschieht es schnell beim Abschließen oder beim Tragen des Rads: Der Jackenärmel berührt nur kurz die frisch geölte Kette und prompt findet sich ein Ölfleck am Ärmel. Was tun? Die Waschmaschine kann dagegen kaum etwas ausrichten.
Gut zu wissen: Wenn du nach einer Fahrradtour schwarze Flecken auf deiner Kleidung entdeckst, solltest du sie so bald wie möglich behandeln. Oft ist das eine Mischung aus Kettenschmiere, Naben-Öl und Matsch. Am besten den angetrockneten Schmutz zuerst abklopfen oder vorsichtig ausbürsten. Wichtig: Den Fleck niemals verreiben, sonst wird er noch größer.
Mit diesen Hausmitteln geht es Ölflecken an den Kragen
Um Fahrradöl aus Kleidungsstücken zu entfernen, gibt es ein paar Alternativen zu teuren Fleckenlösern, die es in jedem Haushalt gibt. Das ist nicht nur besser für die Umwelt als chemische Reinigungsmittel, sondern macht zudem den Gang zur Reinigung überflüssig. Günstiger als chemische Reinigungsmittel sind diese Hausmittel allemal.
- Butter
Klingt erst einmal absurd: Fett mit Fett lösen. Ist aber ein Klassiker zum Entfernen von Ölflecken. Und so geht’s: Butter oder Margarine auf ein Küchentuch geben und den Fleck so lange damit einreiben, bis die Butter die schwarze Farbe der Fahrradschmiere aufgenommen hat. Innerhalb von Minuten hat sich der Fleck aufgelöst. Das Geheimnis? Die in der Butter enthaltene Buttersäure löst das Fett. Anschließend wandert das Kleidungsstück in die Waschmaschine und wird dort mit heißem Seifenwasser waschen, um alle Fettrückstände zu beseitigen. Wichtig: Vorher die Waschsymbole checken, damit du Textilien nicht zu heiß wäschst.
- Backpulver
Bei frischen Ölflecken kann Backpulver wahre Wunder wirken. Solange die Fahrradschmiere noch nicht in das Textilgewebe eingezogen ist, absorbiert das Pulver das Öl. Dafür den Ölfleck einfach mit Backpulver bestreuen und einwirken lassen. Danach das überschüssige Backpulver abschütteln und das Kleidungsstück in die Waschmaschine geben. Seine Fettlösekraft stellt Backpulver sogar bei der Reinigung von Fliesenfugen unter Beweis. Babypuder und Mehl wirken ähnlich.
- Gallseife
Auch handelsübliche Gallseife aus der Drogerie ist ein guter Helfer in der Not, allerdings muss man dafür etwas Geduld mitbringen. Die Gallseife einfach auf den Fleck auftragen und für ein paar Stunden einwirken lassen. Danach mit kaltem Wasser auswaschen und das Kleidungsstück anschließend in die Waschmaschine geben.
- Spülmittel
Für diesen Trick ein paar Tropfen Spülmittel auf den Fleck geben und vorsichtig in das Gewebe einreiben. Nun müsste sich der Fleck bereits auflösen. Danach das Kleidungsstück ganz normal in der Waschmaschine waschen.
- Waschbenzin
Um hartnäckige Flecken aus empfindlicher Kleidung zu entfernen, eignet sich auch Waschbenzin. Dafür ein Tuch unter den Fleck legen und mit einem weiteren sauberen Tuch vorsichtig das Waschbenzin einarbeiten. Danach die Kleidung in die Waschmaschine geben und bei der höchstmöglichen Temperatur waschen.
Fleckenentferner aus dem Handel
Sollten alle Hausmittel nicht helfen, kannst du auch auf Mittel aus dem Handel versuchen, den Ölfleck zu entfernen. Wichtig bei Funktionskleidung: Die Textilien reagieren auf manche Mittel empfindlich und können ihre schützenden Eigenschaften verlieren.
Fahrradkette reinigen: Die richtige Vorbereitung
Das Wichtigste bei der Reinigung der Fahrradkette ist die richtige Vorbereitung. Wir können dich beruhigen: Kettenpflege ist keine Wissenschaft. Auch Geschirrspülmittel hat eine fettlösende Wirkung und kann zum Reinigen der Fahrradkette verwendet werden. Hierfür gibst du einfach ein paar Tropfen ins Wasser oder direkt auf das Tuch. Wenn du stattdessen Kettenreiniger verwendest, solltest du darauf achten, dass er biologisch abbaubar ist.
Wenn du alle Utensilien für die Reinigung und Pflege zur Hand hast, kann es losgehen! Tipp: Trage beim Reinigen der Fahrradkette Handschuhe, um schmutzige Hände zu vermeiden.
Wie reinige ich meine Kette?
Bei der Reinigung der Kette solltest du möglichst sanft und vorsichtig arbeiten! Benutze keinen Hochdruckreiniger, da dieser die beweglichen Teile der Kette, Kassette und Co. schnell beschädigen kann. Gehe stattdessen wie folgt vor:
- Schalte vor dem Reinigen in einen mittleren Gang.
- Spanne dein Fahrrad in einen Montageständer.
- Lege gegebenenfalls den Boden mit Zeitungspapier oder einer Plane aus, um Ölflecken auf den Boden zu vermeiden. Am besten reinigst du dein Fahrrad an einem offiziellen Waschplatz, da dort spezielle Auffangbehälter vorhanden sind und das ölhaltige Wasser nicht ins Grundwasser gelangt.
- Entferne den groben Schmutz von der Kette trocken mit einer Kettenbürste. Bürste dazu locker über die Kette. Sitzt der Schmutz tiefer, kannst du diesen vorsichtig mit einem Zahnstocher entfernen. Vergiss dabei nicht die Schaltwerkröllchen.
- Löse nun mit einem trockenen Lappen die verbliebenen Verschmutzungen. Sprühe anschließend Kettenreiniger auf den Lappen und fahre nochmal über die Kette. Dadurch wird das Öl-Schmutzgemisch aufgeweicht und lässt sich leichter entfernen. Alternativ kannst du auch eine Zahnbürste und Wasser mit Spülmittel verwenden.
- Nachdem du den Schmutz entfernt hast, spülst du die Kette noch einmal mit klarem Wasser ab und trocknest sie anschließend gut ab. Wenn du die Kette einfach an der Luft trocknen lässt, kann sich durch die lange Trocknungszeit Rost bilden.
Wenn du alle Verschmutzungen abgespült hast, musst du die Kette nur noch gut trocknen, denn erst dann kannst du sie schmieren, was sehr wichtig ist. Wenn du mit einer zu trockenen Kette fährst, erhöht sich die Reibung an den Zähnen der Antriebskomponenten und sie verschleißen schneller. Deshalb solltest du die Kette immer mit Schmiermittel benetzen, bevor du zur nächsten Tour aufbrichst. Auch die Kassette deines Fahrrads solltest du regelmäßig reinigen. Hierfür drehst du die Bürste einfach mit dem Freilauf mit und bürstest den Schmutz weg.
Wenn du dir die Kettenpflege erleichtern willst, kannst du dir auch ein professionelles Kettenreinigungsgerät zulegen, das mit seinen kleinen Borsten auch die verborgensten Stellen deiner Kette gründlich reinigt.
Fahrradkette schmieren: Was ist das richtige Öl?
Du hast die Reinigung deiner Fahrradkette hinter dir und willst sie nun ölen? Bevor es ans Eingemachte geht, stellt sich allerdings noch die Frage, welches Mittel sich am besten zum Ölen eignet? Normales Öl, mit PTFE, Wachs, vielleicht ein Spray oder doch das gute alte WD40?
WD40: Das Öl für die Kettenreinigung
Um es gleich vorweg zu nehmen: WD40 sollte man nie verwenden. Als Kriechöl ist es viel dünnflüssiger als herkömmliches Kettenöl und verdrängt so mit der Zeit die „dickere“ Kettenschmierung. Der dünne Film von WD40 reicht nicht aus, um die Kette ausreichend zu schmieren und kann im schlimmsten Fall zu erhöhtem Verschleiß führen. Wer kein Spezialprodukt zu Hause hat, kann WD40 aber zum Reinigen verwenden, denn es entfettet und schützt die Kette vor Rost.
Fahrradkette schmieren mit Kettenöl
Die erste Wahl zur Kettenpflege ist daher handelsübliches Kettenöl aus dem Fahrradgeschäft. Dieses gibt es in verschiedenen Varianten, z.B. für feuchtes Wetter mit PTFE, das die wasserabweisenden Eigenschaften verbessert.
Kettenwachs: Die Alternative für die Kettenpflege
Kettenwachs nimmt eine Sonderstellung ein: Es trocknet auf der Kette und bildet so einen dauerhaften Schutz für das ursprüngliche Fett. Daher eignet es sich auch zum Einfetten einer neuen Kette. Zu beachten ist allerdings, dass sich das Wachs ohne chemische Entfetter kaum wieder entfernen lässt.
Wichtig: Pflanzenöl eignet sich dagegen nicht als Schmiermittel für die Fahrradkette, ebenso wenig wie Sprays für Autos. Diese sind in der Regel auf die Bedürfnisse von Autos abgestimmt.
Damit solltest du die Kette nicht säubern
- Hochdruckreiniger: Mit einem Hochdruckreiniger können die Teile beschädigt und Schmierfette aus den Lagern gespritzt werden. Bei Anwendung an der Kette kann zudem alter Schmutz in die Lager gelangen.
- Spülmittel: So dringt das Mittel nicht so tief in die Kettenglieder ein und ist deshalb für intensiv genutzte Bikes weniger geeignet. Nutzt du das Mittel dennoch, dann sollte die Kette nach der Reinigung sofort geölt werden.
- Bremsenreiniger: Seine sehr stark entfettende Wirkung führt dazu, dass die Kette nach einer Behandlung mit Bremsenreiniger sowohl außen, als auch innen komplett ungeschmiert ist und somit auch keinen Rostschutz mehr bietet.
- Diesel oder Benzin: Solltest du doch Benzin oder Diesel zum Reinigen deiner Fahrradkette nutzen, achte darauf, die Kette danach sofort wieder zu schmieren, da beide Stoffe stark entfettend wirken.
Wie oft muss ich eine Kette ölen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Letztendlich kommt es darauf an, wie oft das Fahrrad benutzt wird und wie stark die Fahrradkette dem Schmutz ausgesetzt ist. So kann es sein, dass du deine Kette nach 100 km ölen musst, manchmal dauert es auch länger. Wer jeden Tag bei Wind und Wetter zur Arbeit fährt, sollte die Kette in kürzeren Abständen pflegen - am besten wöchentlich, mindestens aber einmal im Monat. Eines ist sicher: Sobald die Fahrradkette nicht mehr leise läuft und rasselt, solltest du sie dringend ölen.
Die Fahrradkette ist eines der am meisten beanspruchten Teile eines Bikes oder E-Bikes. Schließlich muss sie hohe Pedalkräfte wirkungsvoll aufs Hinterrad übertragen. Trotzdem ist sie vergleichsweise ungeschützt und offen. Staub, Schmutz und Nässe haben hier leichtes Spiel - zumal der Ölfilm der Kette dafür sorgt, dass sich diese noch leichter ablagern können.
Die Kettenreinigung ist weniger eine Sache der Ästhetik als vielmehr eine der Wirtschaftlichkeit. Eine verschmutzte Kette ist wesentlich schwergängiger als eine saubere. Das heißt, man muss mehr Kraft aufwenden, um vorwärtszukommen.
Schmutz wirkt außerdem materialfressend: Der Verschleiß und der Abrieb sind deutlich höher - nicht nur an der Kette selbst, sondern auch an den Ritzeln der Kettenblätter. Deswegen ist es sinnvoll, Zeit in die Reinigung der Kette zu investieren. Das Säubern dauert maximal 20 Minuten, zumal die Fahrradkette natürlich aufgespannt bleiben darf.
Fahrradkette richtig reinigen
Wer keinen Montageständer hat, sollte das Fahrrad vorsichtig auf Sattel und Lenker stellen, aber bitte nur dann, wenn keine hydraulischen Bremsen verbaut sind. Wenn nun der Blick auf die Kette frei ist, lohnt als Allererstes, eine Sichtprüfung vorzunehmen. Beschädigte Kettenglieder zwingen nämlich zum Austausch, weshalb man sich die Mühe der Reinigung dann sparen kann.
Hier kommt die Bürste zum Einsatz, mit deren Hilfe man auch in die Innenräume der Kettenglieder gelangt. Sieht man dort kleine, verkantete Steinchen, die sich nicht lösen wollen, kann man zum Beispiel mit einem Kunststoffschaber nachhelfen.
Mit dem Tuch umfasst man nun die Kette und lässt sie durch Bewegen der Pedale hindurchlaufen. Zwei- bis dreimal sollte man die komplette Kette auf diese Weise mindestens abstreifen. Hat man den Eindruck, dass dies zu wenig hilft, kann das Tuch angefeuchtet werden. Nur nass sollte es nicht sein, damit der Schmutz nicht tiefer in die Kettenglieder gespült wird. Ein paar Tropfen herkömmliches Spülmittel fördern den Reinigungsprozess zusätzlich. Allerdings hat dieses eine entfettende Wirkung - entsprechend gründlich muss später die Schmierung erfolgen.
Ein zusätzlicher Blick auf die gereinigte Kette zeigt, ob es noch Verunreinigungen in den Kettengliedern gibt, die am Anfang übersehen wurden. Entsprechend werden diese mechanisch entfernt.
Im Anschluss wird feiner gearbeitet. Um den Schmutz aufzulösen, empfiehlt es sich Reiniger auf Öl-basis, beispielsweise Universalschmieröle, zu verwenden. Diese auf ein Baumwolltuch auftragen.
Hierfür sollte nur ausgewiesenes Kettenöl verwendet werden, denn es bietet auch einen Korrosionsschutz. Handelt es sich um ein Gebinde mit Tropfenapplikator, muss jedes Kettenglied punktuell versorgt werden. Sprühdosen scheinen zwar bequemer, sind aber schwerer dosierbar.
Aufpassen muss man gerade beim Sprühen, dass auf keinen Fall Öl (auch kein ablaufendes) an die Bremsscheiben oder Bremsflanken gelangt. Deren Funktion wäre sonst massiv beeinträchtigt.
Nach etwa einer Viertelstunde lässt sich mit einem Tuch überschüssiges Öl einfach abstreifen - und fertig ist die Kettenreinigung.
Wachs oder Öl: Womit solltest du deine Fahrradkette schmieren?
Sowohl für den Erhalt deines Fahrrads als auch für ein besseres Fahrgefühl ist es wichtig, dass du deine Fahrradkette regelmäßig schmierst. Dadurch kannst du die Lebensdauer der Kette, der Ritzel und der Kettenblätter verlängern.
Wachs
Wachs ist eine Mischung aus Wasser und Keramikpartikeln. Wenn du es aufträgst, verdunstet das Wasser, sodass sich die Partikel an der Fahrradkette festsetzen können.
Einer der großen Vorteile von Wachs ist, dass es Staub und Schlamm abweist. Außerdem lässt es sich sehr gut auf alle Teile der Kette auftragen und hat den Vorteil, dass es biologisch abbaubar ist.
Allerdings ist Wachs (oder Schmiermittel auf Wachsbasis) nicht so wasserfest. Es muss daher relativ häufig aufgetragen werden, damit es weiterhin wirksam bleibt.
Öl
Öl gibt es hingegen sowohl in trockener (Öl mit Teflon gemischt) oder feuchter (höherer Ölanteil) Form.
Für Öl spricht die Wirkungsdauer: Öl ist wasserfest und hält lange auf der Kette. Zudem wirkt es sofort nach dem Auftragen.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Öl gegenüber Staub und Schlamm weniger abweisend ist und sogar eher noch binden kann. Je nach Art deiner Kette funktioniert Öl mehr oder weniger gut.
Weitere Tipps und Tricks
- Schnelles Handeln: Je schneller Sie den Schmierefleck behandeln, desto besser sind Ihre Chancen, ihn vollständig zu entfernen.
- Geschirrspülmittel oder Waschmittel: Mischen Sie einige Tropfen Geschirrspülmittel oder Waschmittel mit einer geringen Menge warmem Wasser.
- Essig: Wenn der Fleck hartnäckig bleibt, können Sie es mit weißem Essig versuchen. Tupfen Sie eine kleine Menge weißen Essig auf den Fleck und schrubben Sie ihn sanft mit einer Bürste.
Hausmittel zur Fleckenentfernung im Überblick
| Hausmittel | Anwendung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Butter/Margarine | Auf Fleck auftragen, einreiben, waschen | Löst Fett durch Buttersäure | Muss anschließend ausgewaschen werden |
| Backpulver | Auf frischen Fleck streuen, einwirken lassen, waschen | Absorbiert Öl, umweltfreundlich | Wirkt nur bei frischen Flecken |
| Gallseife | Auftragen, einwirken lassen, auswaschen, waschen | Natürliches Reinigungsmittel | Benötigt Einwirkzeit |
| Spülmittel | Auf Fleck geben, einreiben, waschen | Löst Fleck auf | Kann Textilien austrocknen |
| Waschbenzin | Unterlage unterlegen, Fleck abtupfen, waschen | Für empfindliche Kleidung | Entzündlich, Vorsicht geboten |
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