Bochum investiert weiter in die Fahrradinfrastruktur. Mit der „Opeltrasse“ ist jetzt der Bau einer neuen und zentralen West-Ost-Verbindung gestartet. Die „Opeltrasse“ wird zur neuen West-Ost-Verbindung - auch für Spaziergänger. Was steckt dahinter?
Ein neuer XXL-Radweg für Bochum
Bochum bekommt mit „Opeltrasse“ neuen XXL-Radweg. Die Stadt Bochum hat das Projekt BOvelo ins Leben gerufen und will das Netz weiter ausbauen und Lücken schließen, um Bochumerinnen und Bochumer zur Nutzung des Rads auch im Alltag zu motivieren. Das Radwegenetz in Bochum wächst - und erhält bald eine weitere wichtige West-Ost-Verbindung. Dank des Förderprogramms „Nahmobilität“ mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ kann nun die insgesamt 4,1 Kilometer lange Opeltrasse realisiert werden.
Offizieller Startschuss und Ziele
Am Freitag (6. Dezember) setzte der in 2025 aus seinem Amt scheidende Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) mit dem ersten Spatenstich den offiziellen Startschuss für das Bauprojekt. Am 06.12.2024 hat Thomas Eiskirch den ersten Spatenstich für den Bau der „0peltrasse“ gesetzt. „Die Opeltrasse ist der Lückenschluss zwischen der Springorumtrasse und dem Parkway EmscherRuhr und macht damit das Radwegenetz in Bochum ein gutes Stück besser“, erklärte Eiskirch.
Streckenverlauf und Merkmale
Die geplante Strecke verläuft über eine Gesamtlänge von 4,1 Kilometern und bietet größtenteils eine asphaltierte Breite von fünf Metern. Die gesamte Trasse verläuft über rund 4,1 Kilometer. Sie ist in der Regel fünf Meter breit und asphaltiert. Über Brücken oder bei schützenswertem Baumbestand kann es auch mal schmaler werden. In bestimmten Bereichen, wie an Brücken oder bei schützenswertem Baumbestand, wird die Trasse jedoch etwas schmaler ausfallen.
Verbindung zu bestehenden Wegen
Der Verlauf führt vom Gelände Mark 51°7 (ehemals Opel) durch ein Waldstück an der Hanielstraße, entlang der neuen A448 bis zur Wohlfahrtstraße und schließt schließlich an die Springorumtrasse an. Neue „Opeltrasse“ in Bochum: Radweg mündet in beliebte „Springorumtrasse“. Letztere verbindet die Bochumer Innenstadt mit dem Süden der Stadt und letztlich mit dem Ruhrtalradweg.
Orientierung und Aufenthaltsqualität
Die Wegesränder der „Opeltrasse“ werden mit weißen, reflektierenden Markierungen versehen. Die Ränder der Trasse werden weiß reflektierend markiert, damit die Orientierung auf dem Weg besser ist. Die Maßnahme soll Radfahrern die Orientierung erleichtern. Aber der Weg soll auch Aufenthaltsqualitäten erhalten. Neben der reinen Verkehrsführung wird auch die Aufenthaltsqualität entlang der Strecke berücksichtigt: Sechs Pausenplätze mit Bänken, Fahrrad-Anlehnbügeln und Abfallbehältern laden zu einer kurzen Pause ein. Sechs Pausenplätze mit Bänken, Anlehnbügel für die Fahrräder und Abfallbehälter laden zu einer kurzen Pause ein.
Finanzierung und Beteiligung
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Die Kosten betragen rund vier Millionen Euro. Ein Großteil der Finanzierung erfolgt durch Bundes- und Landesmittel, bereitgestellt durch die Bezirksregierung Arnsberg.
Herausforderungen und Umleitungen
In der im Januar 2016 hierzu in Auftrag gegebenen Planung fehlt aber bis heute mit der Brücke über die A 448 ein wesentliches Teilstück. Dieses war im November 2023 ausdrücklich ausgenommen worden, als die Verwaltung den Auftrag erhielt, das Projekt Geh- und Radweg „Opeltrasse" zu realisieren. Bis zur Fertigstellung der Brücke soll der Radweg über die Markstraße geführt werden.
Umstrittene Umleitung
Die geplante Umleitung erfolgt über die ehemalige Julius-Phillip-Zechentrasse. Dafür müsste der Gehweg von der Stadt Bochum für Fahrräder freigegeben werden. Einige Anwohner befürchten, dass dies die Nutzung des Weges für Fußgänger gefährlicher machen könnte. Laut Stadt ist die Umleitung über die Julius-Phillip-Zechentrasse die geeigneteste Möglichkeit für alle Beteiligten.
Planung und Umsetzung
Nach intensiven Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG konnte die Stadt Bochum im Winter 2022 einen stillgelegten Gleisabschnitt, der vom Stadtteil Wiemelhausen bis nach Bochum-Laer führt, erwerben. Jetzt sind die Entwurfsplanungen für den kombinierten Fuß- und Radweg - die Opeltrasse - weitgehend abgeschlossen, die Ausführungsplanung wird aktuell erstellt.
Bedeutung für das Radwegenetz
„Die Opeltrasse ist eine wichtige Erweiterung für das Bochumer Radwegenetz“, erläutert Andrea Baltussen vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum. „Sie wird die neuen Ostpark-Quartiere sowie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Mark 51°7 an bedeutende Fahrradverbindungen anbinden, unter anderem an den Springorum-Radweg und den Parkway EmscherRuhr.“
Stärkung der grünen Infrastruktur
Bereits im Juni 2023 konnte die Stadt Bochum eine neue Rad- und Fußwegverbindung zwischen dem Stadtteil Laer und dem Ümminger See freigeben. Mit dem Rad und zu Fuß ist jetzt durch die Felder im Osten von Laer über einen drei Meter breiten und 900 Meter langen Weg der Ümminger See zu erreichen. Diese Verbindung stärkt sowohl das „Freiraumkonzept Laer“ als auch das Förderprojekt „Grüne Infrastruktur“ der Stadt Bochum. geplante Anschluss an die Opeltrasse macht Radfahren in Bochum in Zukunft noch attraktiver. Die circa vier Kilometer lange Strecke sollen zum Beispiel auch Rastplätze mit Aufenthaltsqualität säumen.
Alternative zum Auto
Eine echte Alternative zum Auto„Die Opeltrasse dient aber nicht nur dem Freizeitverkehr“, sagt Andrea Baltussen. Der Rad- und Fußweg, der von der Alten Wittener Straße vier Kilometer weit bis zum Gewerbegebiet Prinz Regent führt, biete Berufspendlerinnen und -pendlern eine echte Alternative zum Auto. Als Ost-West-Verbindung ergänzt er die bereits bestehenden Nord-Süd-Verknüpfungen. „Mit dem Erwerb der Trasse und der Bestandsaufnahme haben wir die größten Hürden zur Realisierung nun genommen“, ergänzt sie. Aktuell laufen die ersten Ausschreibungsverfahren für den Bau, bei denen NRW.URBAN die Stadt Bochum unterstützt. Auch bei den Verhandlungen und Abstimmungen mit verschiedenen Anwohnenden im Bereich um die Trasse arbeiten die Stadt Bochum und NRW.URBAN Hand in Hand.
Brücke über die Autobahn
Denn neben der Ertüchtigung von Brücken und Unterführungen entlang der Strecke stellt die Querung der neuen Stadtautobahn A 448 eine besondere Herausforderung dar. Idealerweise soll in Höhe der Hanielstraße eine neue Brücke gebaut werden, die eine möglichst geringe Steigung und ausreichende Breite für eine barrierearme Querung der Autobahn bietet. Das Interesse der ansässigen Unternehmen an einer Anbindung an die Opeltrasse sei groß, so Nadine Steffens. Die Freigabe der Opeltrasse wird bereits von vielen fahrradbegeisterten Bochumerinnen und Bochumern herbeigesehnt. Das dokumentieren zahlreiche Anfragen, die Andrea Baltussen seit Veröffentlichung der Planungen erhalten hat. Der Abschluss des Projekts ist nun endlich in Sicht: Die ersten Räder werden Ende 2024 über die Opel-Trasse rollen.
Weitere Radwege in Bochum
INFO In und um Bochum gibt es bereits eine Vielzahl an Routen für Radfahrende: den Emscher-Park Radweg, die Springorumtrasse, den Parkway Emscher-Ruhr oder den Ruhrtalradweg.
Geschichte und Hintergrund
Wo früher die Opel-Werksbahn Güter transportierte, sollen nun 4,1 KM autofreier Radweg von Laer bis Weitmar entstehen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hat am Freitag, 6. Dezember, den offiziellen ersten Spatenstich zur Umwandlung der ehemaligen Gleisstrecke in einen fünf Meter breiten Radweg vorgenommen. Die gesamte Trasse verläuft über rund 4,1 Kilometer. Sie ist in der Regel fünf Meter breit und asphaltiert. Über Brücken oder bei schützenswertem Baumbestand kann es auch mal schmaler werden. Die Strecke verläuft u.a. Aus Bahn mach RadWo bis zur Werkschließung in 2014 die Werksbahn des Automobilherstellers Opel Güter beförderte, sollen zukünftig Fahrräder rollen. Die stillgelegten Gleise sollen weichen, die Opeltrasse soll zum Geh- und Radweg umfunktioniert werden. Unterstützung erhält die Stadt Bochum dabei von der NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH, die der Kommune als Entwicklungsgesellschaft auf Zeit zur Seite steht.
Verbindung von Ost nach West
Bochum von Ost bis West verbindenDie geplante Opeltrasse im Bochumer Süden verläuft auf der ehemaligen Strecke der Opel-Bahn. Zu Zeiten des Opelwerkes wurden die ehemaligen Gleisverbindungen zum Gütertransport genutzt. Seit 2015 dienen sie als Anbindung für das städtebauliche und gewerbliche Entwicklungsprojekt Mark 51°7. Dieser Anschluss wird nun jedoch nicht mehr benötigt und soll daher als Geh-und Radweg umgenutzt werden, um sowohl das städtische als auch das regionale Radwegenetz sinnvoll zu ergänzen. Geplant ist er als eine direkte Verbindung des Springorum-Radwegs mit dem Parkway EmscherRuhr und somit als West-Ost-Verbindung von Wiemelhausen bis nach Laer.
Motivation zum Umstieg
Das Auto einfach mal stehen lassenAls Teil eines ganzheitlichen Radnetzes in und um Bochum herum soll die Opeltrasse die Menschen dazu motivieren, das Auto stehen zu lassen und stattdessen zum Fahrrad zu wechseln. Auf 4,3 Kilometern Länge soll er die Alte Wittener Straße und das ehemalige Kraftwerk Prinz-Regent verbinden. Nach der Fertigstellung lässt es sich dann auf zwei Rädern oder zu Fuß ganz bequem von A nach B gelangen - das ist gut für die Umwelt und entlastet die Straßen.
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