Panorama-Radweg Wuppertal: Streckenverlauf und Highlights

Der Panorama-Radweg im Bergischen Land bietet eine bequeme Möglichkeit, die Region zu erkunden. Auf alten Bahntrassen radeln Sie ohne große Anstrengung und entdecken viele interessante Stationen.

Panorama-Radweg Balkantrasse

Die Balkantrasse, wie der Volksmund die ehemalige Bahnlinie zwischen Leverkusen-Opladen und Remscheid-Lennep nannte, ist heute ein idealer Radweg für gemütliche Touren mit Ausblick.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Startpunkt der bergischen Tour ist in Wuppertal Oberbarmen. Von dort geht es via Remscheid-Lüttringhausen nach Remscheid-Lennep. Hier lohnt sich ein Bummel durch die Gässchen des historischen Stadtkerns mit seinem nahezu kreisrunden mittelalterlichen Grundriss und seinen denkmalgeschützten Häusern. Oder begib dich auf die Spuren des großen Erfinders der X-Strahlen ins Deutsche Röntgen-Museum.

Auf der ehemaligen Bahntrasse geht es ohne große Steigungen entspannt durch die Landschaft. Städtisches Leben und ländliche Idylle wechseln sich hier ab. In Wermelskirchen führt dich die Route auf verkehrsarmen Straßen mitten durch den schmucken Ortskern. Unterwegs auf der rund 51 Kilometer langen Strecke erinnern imposante Meilensteine an die Bahn-Vergangenheit. Von 1868 bis in die 1980er Jahre rollten hier Züge, heute eröffnen sich aus der Sattelperspektive reizvolle (Ein-) Blicke: Wald, Wiesen, schmucke Häuser und Gärten, die Ortszentren von Lennep, Bergisch Born, Wermelskirchen und Burscheid - städtisches Leben und ländliches Idyll wechseln sich ab.

Ein großer Vorteil der Bahntrassen-Strecke ist, dass es kaum zu Steigungen kommt und das Bergische Land - bekannt durch seine hügelige Landschaft - wunderbar mit dem Fahrrad erkundet werden kann.

Aktueller Streckenhinweis

WICHTIG: Aufgrund umfangreicher Arbeiten in der Montanusstrasse in Burscheid wird der Panorama-Radweg Balkantrasse bis ca. Mitte des Jahres 2026 gesperrt. Eine entsprechende Umleitung ist ausgeschildert. Die Umleitung besteht voraussichtlich bis Mitte 2026 (Stand: 02.05.2023).

Bergischer FahrradBus

Im Sommerhalbjahr fährt ab 01.05. bis 05.10.2025 samstags, sonn- und feiertags der „Bergische FahrradBus“ zwischen Leverkusen-Opladen und Marienheide und hält entlang des Panoramaradwegs Balkantrasse in Opladen, Burscheid und Wermelskirchen. Er bietet die Möglichkeit, die Hin- oder Rückfahrt oder auch eine Teilstrecke bequem mit dem Bus zurückzulegen. Auf dem Anhänger und im Bus können bis zu 20 Fahrräder gleichzeitig transportiert werden.

PanoramaRadweg niederbergbahn

Der knapp 40 Kilometer lange PanoramaRadweg niederbergbahn verbindet die Städte Haan, Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus miteinander. Die Strecke auf einer stillgelegten historischen Bahntrasse führt Sie nicht nur zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem historischen Gruiten Dorf oder dem Steinbruch Schlupkothen in Wülfrath, sie ist auch selbst eine Attraktion. Denn Ihr Weg über zahlreiche denkmalgeschützte Brücken und Viadukte eröffnet fantastische Panoramaausblicke auf die niederbergische Hügellandschaft und lässt die Eisenbahngeschichte der letzten 100 Jahre im Bergischen Land lebendig werden.

Sperrungen und Umleitungen

Der PanoramaRadweg niederbergbahn ist im Bereich der Brücke Ruhrstraße Süd in Heiligenhaus voraussichtlich bis Ende August gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Auch in Wülfrath wird ein Teil des PanoramaRadwegs gesperrt: wegen Brückensanierung ist der Weg während der gesamten Bauzeit in Höhe von Haus „Schlupkothen 1“ bis „Oberdüsseler Weg“ gesperrt. Eine Umleitung ist auch hier ausgeschildert. Die Baumaßnahme startet am 25.08.

Streckenverlauf und Highlights

Startpunkt Ihrer Tour ist der Bahnhof Essen Kettwig. Hier trifft der PanoramaRadweg niederbergbahn auf den RuhrtalRadweg.

Da die gesamte Strecke asphaltiert ist und als ehemalige Bahntrasse nur eine geringe Steigung aufweist, lässt sie sich bequem in drei Stunden bewältigen. Die komfortable Breite von 3 Metern erlaubt auch Fußgängerinnen und Fußgängern, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollstühlen, die größtenteils barrierefreie Route zu erleben.

Verfahren können Sie sich kaum, denn die komplette Strecke ist gut sichtbar in beide Richtungen mit dem Logo „PanoramaRadweg niederbergbahn“ ausgeschildert. Darüber hinaus können Sie sich bestens anhand der Radwegkarte orientieren, die alle Informationen und Zugänge aufführt.

Erste Station Ihrer Tour ist Heiligenhaus, wo Sie Deutschlands einzige Waggonbrücke passieren. Hier lohnt sich besonders ein Abstecher zu der MuseumsLandschaft Abtsküche. Weiter führt Sie Ihre Fahrt Richtung Velbert. Hier sollte ein Besuch des Mariendoms, der Wallfahrtskirche in Neviges, auf Ihrem Programm stehen. Ziel der nächsten Etappe ist Wülfrath. Nach einem gemütlichen Schlendern durch die idyllische Altstadt, können Sie im Zeittunnel Wülfrath Ihr Erlebnistempo erheblich beschleunigen: Auf dem 160 m langen Zugang des Bochumer Bruchs werden 400 Mio. Jahre Erdgeschichte und die Historie der Kalkindustrie in Wülfrath mit allen Sinnen erlebbar. Mit der Gartenstadt Haan haben Sie das Ende dieser Tour erreicht. Neben dem Ortskern beeindruckt besonders das malerische denkmalgeschützte Gruiten Dorf mit seinen typisch bergischen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert.

Mit dem Fahrrad können Sie den Anschluss über den RuhrtalRadweg von Essen, die Nordbahntrasse in Wuppertal und die Korkenziehertrasse in Solingen wählen. Von den Bahnhöfen Essen Kettwig, Kettig-Stausee, Velbert-Neviges, Wülfrath-Aprath, Mettmann-Stadtwald, Mettmann-Neandertahl, Haan-Gruiten und Wuppertal Vohwinkel lässt sich die Strecke gut mit dem ÖPNV erreichen.

Wichtiger Hinweis

Der PanoramaRadweg niederbergbahn ist mehr als nur ein Fahrradweg. Er steht unterschiedlichen Verkehrsteilnehmenden offen, egal ob Radfahrende oder Spazierende. Daher ist Rücksichtnahme und respektvolles Miteinander auf dem Weg wichtig. Nur so können Sie den Weg gemeinsam nutzen und die Schönheit dieses Weges in vollen Zügen genießen.

Geschichte

Die Niederbergbahn wurde in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut und verband die Städte Oberdüssel - Wülfrath - Velbert - Heiligenhaus und Essen-Kettwig. Nach mehreren Bauphasen wurde die Strecke im Jahr 1926 eröffnet. Wegen Unrentabilität stellte man den Personenzugverkehr jedoch bereits im Jahr 1960 wieder ein. Im Jahre 1996 endete auch der Güterverkehr zwischen Heiligenhaus und Velbert. Weite Teile der ehemaligen Trasse fielen in einen Dornröschenschlaf, bis durch ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen ein attraktiver über 40 km langer Rad- und Wanderweg daraus entstand.

Bergische Panorama-Radwege

Entlang der gut ausgebauten und steigungsarmen Radwege auf ehemaligen Bahntrassen macht entspanntes Radfahren auch im Bergischen richtig Spaß. Von dem rund 220 km langen Panorama-Radwege-Netz führen ca. 150 km über ehemalige Schienenwege. Die Radwege verbinden das Bergische Land, das südliche Ruhrgebiet und das Sauerland miteinander. Sie schließen an die beliebten Flussradwege an Rhein, Ruhr und Sieg an.

Ruhrtal-Radweg

Der Bergische Panorama-Radweg beginnt am Westrand von Hattingen an der Ruhr mit Anschluss an den Ruhrtal-Radweg. Fast am Anfang der Strecke befindet sich der erste Tunnel: Der 195 m lange Schulenburgtunnel wurde vom Regionalverband Ruhr, dem früheren Kommunalverband, als Teil des Bahntrassenwegs hergerichtet und im September 2008 der Öffentlichkeit übergeben.

In einem bei der Nähe zu den Großstädten des Ruhrgebiets überraschend grünen Umfeld steigt die Strecke nahezu unbehelligt vom motorisierten Verkehr um 150 Höhenmeter bis zum ehem. Bahnhof Schee an. An bahntypischen Elementen sind eine Reihe von Brücke und die heute privat genutzten Bahnhofsgebäude in Sprockhövel und Schee erhalten.

Als einer der frühen Bahntrassenwege der Region weist er schon einige Merkmale auf, die im Laufe der Jahre zu einer typischen Regionalverband-Handschrift weiterentwickelt wurden. So ist bei vielen Wegen im Ruhrgebiet eine wassergebundene Wegeoberfläche zu finden, die nur im Bereich von Brücken oder Einmündungen und Querwegen durch Verbundpflasterelemente unterbrochen ist.

Der Radweg auf der alten Kohlenbahn ist ein Teil des entstehenden Radwegenetzes "Von Ruhr zu Ruhr", in dem mehrere umgebaute Bahntrassen zu einem rund 50 km langen Rundkurs kombiniert werden.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Die erste Tagesetappe auf dem Bergischen Panorama-Radweg startet in Hattingen unmittelbar an der Ruhr. Zahlreiche Fachwerkhäuser wie etwa das schmale Bügeleisenhaus schmücken die idyllische Stadt, die schon 990 erstmals erwähnt wurde und für seine historischen Bauten bekannt ist.

Von der Isenburg hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt, während Burg Blankenstein sich direkt im gleichnamigen Hattinger Stadtteil befindet. Vor den Toren von Hattingen erstreckt sich die Elfringhauser Schweiz, die sich bis Sprockhövel, Wuppertal und Velbert zieht.

Highlights

Freu Dich auf viele außergewöhnliche Ein- und Ausblicke. 14 Tunnel, bis zu 40 Meter hohe Viadukte und zahlreiche Brücken mit herrlichen Ausblicken in weite Landschaften oder das Häusermeer von Wuppertal - was die Ingenieurskunst einst für die Schiene entwickelte, kannst du nun ganz entspannt mit dem Rad entdecken.

Erlebe die wald- und wasserreiche Mittelgebirgslandschaft, spannende Spuren der Industriekultur und jede Menge Highlights, die zu einem Stopp einladen: beispielsweise den Brückenpark Müngsten unter Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke, die kleine Schwebefähre über die Wupper, die Muskeleinsatz erfordert. Oder die Anhöhe zum Schloss Burg, bei der die Seilbahn auch den Rädern (keine e-bikes) beim Aufstieg hilft.

Über einen Teil der „Route des Wasserquintetts“ geht es vorbei an blauen Talsperren, durch die Schlossstadt Hückeswagen und die Hansestadt Wipperfürth. Auf der letzten Strecke von Marienheide nach Olpe im Sauerland verläuft der Bergische Panorama-Radweg dann auf normalen Radwegen.

Bergischer FahrradBus

Von Mai bis Oktober fährt samstags, sonntags und feiertags der „Bergische FahrradBus“ zwischen Leverkusen-Opladen und Marienheide. Entlang des Bergischen Panorama-Radwegs hält er in Hückeswagen und Wipperfürth. So kannst du eine Teilstrecke bequem mit dem Bus zurücklegen. Auf dem Anhänger und im Bus finden bis zu 20 Fahrräder gleichzeitig Platz.

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