Shimano SPD-SL 105 Rennradpedale im Test: Alles, was Sie wissen müssen

Rennrad-Klickpedale sind ein unverzichtbares Zubehör für jeden ambitionierten Radfahrer. Sie ermöglichen eine effiziente Kraftübertragung und sorgen für einen sicheren Halt. In diesem Artikel nehmen wir die Shimano SPD-SL 105 Rennradpedale genauer unter die Lupe und vergleichen sie mit anderen Systemen auf dem Markt.

Was sind Klickpedale?

Klickpedale, auch Systempedale genannt, verbinden Ihre Rennradschuhe fest mit den Pedalen. Die Verbindung wird durch eine Schuhplatte (Cleat) hergestellt, die an der Unterseite der Schuhe befestigt wird. Durch Herunterdrücken des Pedals üben Sie die Bewegung auf das Pedal aus, was anfangs etwas Übung erfordert. Zum Ausklicken ist ein seitliches Drehen der Ferse nach außen erforderlich. Es ist ratsam, das Ein- und Ausklicken vor der ersten Fahrt zu üben.

Die Verwendung von Rennrad-Pedalsystemen und Cleats bietet einige Vorteile:

  • Bessere Kraftübertragung: Durch die feste Verbindung kann die Kraft optimal auf das Pedal übertragen werden.
  • Effizientes Pedalieren: Sowohl das Herunterdrücken als auch das Hochziehen des Pedals tragen zum Vortrieb bei.
  • Sichere Position: Der Fuß verbleibt in der für Sie optimalen Position.

Vor- und Nachteile von Rennrad-Klickpedalen

Rennrad-Klickpedale bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Pedalen:

  • Effizienz: Sie ermöglichen eine bessere Kraftübertragung und somit eine höhere Geschwindigkeit.
  • Kontrolle: Sie geben Ihnen mehr Kontrolle über das Fahrrad, insbesondere bei Bergauffahrten und Sprints.
  • Komfort: Sie sorgen für eine ergonomischere Fußstellung und reduzieren das Risiko von Verletzungen.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile:

  • Laufschwierigkeiten: Die montierten Schuhplatten an Ihren Schuhen erschweren das Laufen.
  • Anfängliche Übung: Das Ein- und Ausklicken erfordert etwas Übung.
  • Weniger robust und geringere Selbstreinigung: Rennrad-Pedalsysteme und Cleats haben ein geringes Gewicht, sind aber auch weniger robust und haben eine geringere Selbstreinigung.

Für das Laufen mit Cleats empfehlen wir Ihnen Schuhplatten-Abdeckungen. Mit diesen können Sie Ihr Klickpedal auch kurzfristig in ein Plattformpedal verwandeln.

Shimano SPD-SL: Ein Überblick

Shimano ist ein Branchenriese und steht für ausgereifte Produkte, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein großes Händlernetz. Shimano versteht es, seine Kunden mit einer breiten Produktpalette über alle Qualitätsstufen zu bedienen - so auch bei den Pedalen. In Anlehnung an die bekannten Komponentengruppen gibt es die SPD-SL Pedale in den Qualitätsstufen der Gruppe 105, Tiagra, Ultegra und Dura Ace, sowie günstigere “gruppenlose” SPD-SL Pedale. Optisch unterscheiden sich die Shimano SPD-SL Pedale kaum, die Unterschiede liegen vielmehr in den verwendeten Materialien und im Gewicht. Während das Einstiegsmodell mit 320 Gramm für knapp 40 Euro (UVP) zu haben ist, kostet die Dura Ace-Variante um die 300 Euro (UVP).

Die Auslösewinkel liegen zwischen 32 und 35 Grad, wobei Sie bei allen Pedalen die Auslösehärte über eine kleine Einstellschraube leicht verstellen können. Für die Bewegungsfreiheit im Pedal (Float) bietet Shimano drei verschiedene Cleats an, die sich farblich voneinander unterscheiden:

  • Rote Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 0 Grad
  • Blaue Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 2 Grad
  • Gelbe Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 6 Grad

Für die meisten Rennradfahrer sind die gelben Cleats die beste Wahl, weil sie durch ihren hohen Bewegungsfreiraum das Knie beim Pedalieren schonen.

Alternativen zu Shimano SPD-SL

Neben Shimano SPD-SL gibt es auch andere beliebte Pedalsysteme für Rennräder:

  • Look Kéo: Look Road Pedale erfreuen sich sowohl bei Freizeitsportler als auch im Profibereich sehr großer Beliebtheit. Der französische Hersteller gilt als Erfinder des heutigen Klickpedals und weiß, was sich Rennradfahrer von einem Pedal wünschen: geringes Gewicht, einfache Handhabung und eine ansprechende Optik.
  • Time: Die Pedale von Time unterscheiden sich optisch deutlich von den Shimano und Look Modellen. Time unterscheidet die Pedale der Xpresso Baureihe nach aufsteigenden Nummern.
  • Speedplay: Speedplay Pedale fallen sofort durch ihr reduziertes und auffälliges “Lollipop”-Design auf. Alle Speedplay Pedale verfügen über den gleichen Float, der mit 15 Grad äußerst großzügig bemessen ist und sich daher für Fahrer mit Knieproblemen bestens eignet.

Vergleich verschiedener Rennrad-Klickpedale

Hier ist ein Vergleich einiger beliebter Rennrad-Klickpedale:

Modell Klicksystem Gewicht Mit Reflektoren Float-Winkel
Look Kéo 2 Max Look Kéo 250 g Nein 2,25 Grad
Look Kéo 2 Max Carbon Look Kéo 312 g Nein 9 Grad
Shimano PD-RS500 Shimano SPD-SL 320 g Nein 3 Grad
Shimano Dura Ace Pd-R9100 Shimano SPD-SL 228 g Optional nachrüstbar 6 Grad
SQlab Straße & Triathlon Shimano SPD-SL 378 g Nein 9 Grad
Look Kéo Sprint Look Kéo 280 g Nein 9 Grad
Kootu Fahrradpedale SPD-SL Shimano SPD-SL 399 g Nein 6 Grad
LOOK Cycle - KEO Classic 3 Look Kéo 280 g Nein 9 Grad

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