Wie die meisten Bikes in unserem Vergleichstest neuer Trekking-E-Bikes mit Bosch-Motor wurde das Pegasus Premio Evo für den neuen Performance CX von Grund auf neu aufgelegt. Mit breiten Reifen, Rahmenschloss und stabilem Gepäckträger setzt Pegasus Akzente bei Komfort und Alltagstauglichkeit. Im Fall des Premio Evo 10 heißt das aber auch: Leichtbau und ein Einsatz abseits der Radwege stehen eher nicht im Lastenheft. Das überlässt man lieber dem vollgefederten Modellen aus Pegasus FS-Baureihe.
Fakten zum Pegasus Premio Evo 10 Lite Trekking E-Bike
Preis: 4499 Euro
Rad-Kategorie: E-Trekkingbike
Motor: Bosch Performance Line CX Gen. 5, 85 Nm max.
Der Ladeport befindet sich auf dem Unterrohr. Die Abdeckung fungiert gleichzeitig als Kippschalter zur Entriegelung des Akkucovers.
Praktisch: Der Akku wird beim Pegasus nach oben aus dem Unterrohr entnommen. So muss man zum Batterie-Ausbau nicht unter das Rad kriechen und riskiert auch nicht, dass die schwere Batterie bei unvorsichtiger Handhabung aus dem Unterrohr herausfällt.
Mehr Power, weniger Gewicht. Die 800er-Batterie wiegt jetzt weniger als 4 Kilogramm und liegt damit spürbar unter der 750er-Batterie mit 4,35 Kilogramm. Selbst bei mittlerer Unterstützung und abwechslungsreichem Fahrprofil sind 100 Kilometer locker machbar. Wer sparsam fährt und sich nur wenig unterstützen lässt, kommt sogar noch deutlich weiter.
Beim Display haben die Hersteller nach wie vor die Wahl. Pegasus setzt für das Premio Evo 10 Lite auf das große Kiox 500. Fahrdaten bis hin zur eigenen Wattleistung, Tacho-Funktionen und sogar Navigation - hier bleiben keine Wünsche offen. App und Bedienelemente wurden von der Vorgänger-Generation übernommen.
Die Ausstattung des Pegasus Premio Evo 10 Lite
Die Shimano Cues 10-fach Schaltung ist in der Preisklasse verbreitet, einfache Lichter und Bremsen sind grundsätzlich funktional aber in Sachen Wertigkeit keine Highlights. Zumal das Pegasus den von uns gesteckten Preisrahmen von 4500 Euro voll ausreizt.
Das Premio Evo 10 Lite punktet dafür bei den Kontaktpunkten. Der Sattel mit starker Entlastung des Dammbereichs überzeugt ergonomisch und sitzt sich auch auf längeren Touren nicht durch. Das Cockpit gefällt mit breitem aber angenehm gekröpftem Lenker und zentral vor dem Vorbau montiertem Kiox-Display. Schade: Die wenig wertige Suntour NCX-Gabel bringt kaum Komfort und ist unserer Erfahrung nach wenig dauerhaltbar. Leider ein bei Trekking-E-Bikes trotzdem sehr verbreitetes Bauteil.
- Schaltung: Shimano Cues U6000 (10-fach)
- Übersetzung: 44 / 11 - 48 Zähne
- Bremsen: Shimano MT200 (Zweikolben)
- Reifen: Schwalbe The Green Marathon, 55 mm
- Lichtanlage v. /h.: Fuxon FL-20EB / Fuxon ICR-33S (integriert)
- Gepäckträger: Monkeyload, 27 kg
- Gabel: SR-Suntour NCX-32 Air
Beim Gepäckträger spielt das Pegasus Premio EVO 10 Lite seine Qualitäten als Trekkingrad voll aus. Er kann mit 27 Kilo beladen werden.
Praxistest: So fährt sich das Pegasus Premio E-Trekkingbike
Das gute Cockpit zahlt sich auch beim Fahren aus. Hier wirkt das Pegasus Premio E-Trekkingbike trotz seines hohen Gewichts sehr angenehm und lässt sich leicht auch durch enge Kurse manövrieren. Das bringt Fahrspaß! Sattel, Lenkerhöhe, Griffweite: Hier ist beim Pegasus alles am richtigen Platz. Das Rad fährt sich entsprechend intuitiv.
Der Rahmen wirkt leider steif und die Federgabel ist wenig sensibel. Die breiten Reifen kaschieren diese Komfort-Nachteile aber ganz ordentlich. Weiteres Komfort-Plus: Auf längeren Touren entlasten Ergogriffe die Hände.
Die große Stärke des Pegasus: Das stoische Handling, auch mit schwerer Beladung. Der Gepäckträger hat die höchste Gewichtszulassung im Testfeld, das Rad lässt sich auch mit einseitigen schweren Packtaschen noch gut kontrollieren. Trotz der in Teilen einfachen Ausstattung verbleibt so ein gelungener Gesamteindruck.
MYBIKE-Bewertung des Pegasus Premio Evo 10 Lite
Gelungenes Jubiläumsmodell: das Pegasus Premio Evo 10 Lite überzeugt mit Souveränität und Handlichkeit.
Stärken:
- Starke Kombination aus Souveränität und Handlichkeit
- wirkt insgesamt sehr stabil
- Gepäckträger mit 27 kg Zuladung
Schwächen:
- schwer
- Ausstattungsqualität nur Mittelmaß
Das MYBIKE-Fazit
Das Gesamtkonzept des Pegasus Premio überzeugt. Kein E-Bike fühlt sich beim Fahren gleichzeitig so souverän und so handlich an, gerade mit Beladung. So ergattert das Premio Evo 10 trotz einfacher Parts eine gute Bewertung. Mit besserer Ausstattung wäre noch wesentlich mehr drin gewesen.
Komfort und Wartungsfreiheit stehen beim Pegasus Premio Evo 5F Belt an erster Stelle. Mit Starrrahmen und einer Federgabel mit Luftkartusche ist das klassische Fahrwerk auf Bequemlichkeit getrimmt. Zum aktuellen Bosch CX Gen. 5 verbauen die Kölner im Pegasus Shimanos 5fach-Nabenschaltung Nexus Inter 5E.
Zwar ist der Citytourer mit der kurzen Übersetzung von 3,30 m im leichtesten Gang kein Kletterer, aber steile Angelegenheiten dürfte der CX allemal souverän meistern. An Reichweite fehlt es dem Premio dank üppigem 800er Akku nicht. Konsequent ist der Gates-Riemen, der bekanntlich keinerlei Schmierstoffe benötigt.
Um auf die Unwegsamkeiten des Untergrunds angemessen reagieren zu können, lässt sich die Gabel exakt ans Körpergewicht anpassen. Dann filtert die Suntour-Federgabel auf Feldwegen & Co. Unebenheiten gut heraus. In der Ebene lässt sich das Premio mit lockerer 80er Kadenz im 3. Gang mit Automatikmodus locker bei rund 25 km/h und 100 Watt Tretleistung pedalieren; eine ideale Reisegeschwindigkeit.
Die Sitzposition auf dem Pegasus-Tourer ist recht kompakt, was zu guter Übersicht führt. Dank des verstellbaren Vorbaus lässt sich die Haltung auf dem Rad anpassen. Toll gemacht! Das Premio ist ein komfortables E-Bike mit kräftigem, ausdauerndem Antrieb zum Pendeln und für Touren.
Weitere Pegasus Fahrradmodelle
Die Stiftung Warentest veröffentlicht aktuell mehrere Testergebnisse über E-Bikes. In der Klasse der komfortablen Tiefeinsteiger siegte ein flottes City-E-Bike von Flyer. Aber auch innerhalb derselben Motorenklasse suchen die Experten nach den entscheidenden Unterschieden zwischen einzelnen Modellen.
„Sportliche Harmonie trifft moderne Optik“. So beschreibt Pegasus selbst das neue E-Bike, das in unterschiedlichen Rahmenhöhen, aber nur in der Farbe Schwarz erhältlich ist. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 135 kg ist das Solero auch für schwerere E-Biker eine echte Option. Das Standardmodell wird mit einer Akku-Leistung von 400 Wh geliefert. Wem das nicht genügt, der bekommt gegen Aufpreis auch 500 oder 625 Wh.
Verpackt ist der Akku bei interner Kabelführung im Rahmeninnern. Das unterstreicht die gleichmäßige Form, wie bei allen modernen E-Bikes. Der Bosch Aktive Line Plus Motor liefert den Antrieb mit bis zu 50 Nm Drehmoment und 270% Unterstützung. Für die Stiftung Warentest ist das Pegasus Solero ein vielseitig einsetzbares Bike. Das sei vor allem der optimalen Ausstattung, der Langlebigkeit der Bauteile und den verschiedenen Größen zu verdanken.
Im Fahrtest erwies sich das Solero als für Anfänger geeignet. Als praktisch hat sich der kräftige Gepäckträger erwiesen, der für Pendler wie für Trekkingfahrer auf langen Strecken gleichermaßen hilfreich ist. Insgesamt 650 Fachhändler von ZEG kümmern sich um Verkauf und Beratung der Pegasus -Bikes. In der Gesamtnote bewertete die Stiftung Warentest das Pegasus Solero EVO 8F mit einer 2,5.
Unter den getesteten Scheibenbremsen, des helle Frontstrahlers mit 50 Lux und des Rahmenschlosses mit Kettenschloss trumpfte das E-Bike mit der Note 1,8. Für die Testfahrt vergaben die Fahrer eine 2,2. Es gibt verschiedene Modellvarianten des Pegasus Solero Evo. Das sind die besten Fahrräder von Pegasus.
Als Eigenmarke der ZEG, der von Köln aus operierenden Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft, gibt Pegasus sich heute gerade so aufgeräumt wie noch vor 30 Jahren, als Räder wie das filigrane "Rubin" auf der Höhe der Zeit lagen. Heute heißen sie Solero SL, Piazza oder Premio Superlite Disc, sind ausgewogen und zuverlässig, beides Attribute, die das Pegasus-Prinzip perfekt umschreiben.
ZEG positioniert die Räder mit dem geflügelten Pferd im Logo als erschwingliche Familienräder, das Portfolio reicht vom Kinderrad über City-, Trekking-, Shopping- und Falträder bis hin zum E-Bike für erhöhte Pendler- und Senioren-Mobilität. Nur für Mountainbikes nutzen die Kölner andere Marken wie Bulls, wer speziell ein sportives Rad sucht, wird hier kaum fündig.
Fünf Klassen: Solero, Premio, Avanti, Piazza, Estremo
Die Räder sind übersichtlich in Klassen eingeteilt, wobei die Estremo-Klasse für Reiseradler und die Premio-Klasse für verlässliche Begleiter der Spitzenklasse stehen; die Solero-Klasse wurde für die täglichen Wege entwickelt und die Piazza-Klasse als Aushängeschild und Werttreiber der Pegasus-Marke: bestmögliche Qalität mit einer erschwinglichen Anschaffung zu verschmelzen.
Avanti-Modelle wiederum sind klassische Einsteiger-Räder für Erwachsene und Jugendliche zu Preisen ab 350 Euro, und bei Kinderrädern stehen Solidität der Bauteile im Zentrum der Ansprüche. Mit den drei Falträdern D3A, D3S oder P8 sind Pendler und Großstadtbewohner gut beraten, die von der Haltestelle nach Hause noch ein paar Kilometer zurücklegen müssen.
Aus der Premio-Klasse stammen zwei mit „Sehr gut“ bewertete E-Bikes: Das E10 als kompromisslos leichter E-Tourer mit toller Dynamik und hohem Komfort (ElektroRad 1/2014) und das Nu-E Harmony als sportiver Tourer mit begeisternder Agilität“ (ElektroRad 4/2013). Einziger Ausreißer nach unten war das E-Tour aus dem Modelljahr 2011, das wegen Rahmenbruchs, Störimpulsen beim Antrieb und Bremsproblemen von Verbraucherzeitschriften und dem ADAC (8/2011) abgewertet wurde.
Allrounder par excellence mit Sorglosdetails
Natürlich haben Pegasus-Räder vor allem in Hinblick auf Bremsen, Schaltung und Fahrkomfort das „Rubin“ längst überflügelt. V-Brakes, Shimano Nexus Schalthebel und 8-Gangschaltungen finden sich etwa bei den Cityrädern oder 14-Gang-Rohloff bei den Trekkingrädern (Estremo), mit Shimano Deore-27-Gang-Schaltwerk und hydraulischer Scheibenbremse warten das Premio SL Disc oder Tecaro SL auf und mit 30 Gängen (Shimano Deore) das Super Lite Disc.
Wer bei Pegasus solide Trekkingräder für leichtes Gelände und längere Touren sucht, wird zumeist schicke Alltagsräder mit sportiven Ansätzen finden (aktivRadfahren 3/2014 zum Solero SL Disc), stimmige Gesamtpakete mit LED-Scheinwerfer mit Schalter und Standlicht, viel Komfort und guter Ausstattung (aktiv Radfahren 1-2/2014 zum Solero SL), bequeme „Allrounder par excellence“ mit Sorglosdetails (Radtouren 2/2014 zum Premio Superlite Disc), doch „ohne sportliche Wesenszüge (Radtouren 3/2013 zum Tecaro SL).
Das Premio SL empfiehlt die aktivRadfahren (1-2/2014) als Cityrad mit überzeugenden Fahrleistungen und klasse Preis-Leistungsverhältnis. Getestet wurden 12 Fahrräder mit 20-Zoll-Laufrädern, geeignet für Kinder im Grundschulalter - alle mit verkehrssicherer Ausstattung. Nur drei Modelle konnten die Warentester rundum überzeugen, darunter auch das günstigste - ein Rad von Decathlon.
Mit dem Piazza 21 stellt Pegasus ein preiswertes Trekkingbike auf die Beine, das überall dort an der richtigen Stelle ist, wo es auf solide Funktion ankommt. Ein Rad für alle Fälle? Fahrrad-Enthusiasten werden jetzt wohl an einen top ausgestatteten Alleskönner denken, mit dem man jahrelang durch dick und dünn fährt, durch den Winterregen zum Büro und auf der sommerlichen Radreise durch südliche Landschaften.
Aber das ist hier eigentlich nicht gemeint. Ein Rad für alle Fälle, das kann auch so gemeint sein wie „Für alle Fälle haben wir ein Fahrrad im Keller“. So wie man für alle Fälle einen Regenschirm mitnimmt. Ein Rad also, das vielleicht nicht allzu häufig genutzt wird, dann aber verlässlich zur Stelle ist. Das eher funktionell als glamourös ist; weniger mit Lebenseinstellung zu tun hat als Alltagsnutzen.
Was natürlich erst einmal am Preis liegt. 649,95 Euro lautet die offizielle Empfehlung, von der zahlreiche Anbieter jedoch deutlich abweichen. Wer ein wenig auf die Suche geht, findet das Trekkingrad schon für 500 Euro, und wenn das dann das Vorjahresmodell ist, auch kein Problem - Fahrräder dieser Preisklasse sind in Sachen Ausstattung sehr konstant, da die Innovationszyklen hier lang sind.
Eine Kettenschaltung mit 3×7 Gängen ist seit Jahrzehnten Trekking-Standard, und auch während es bei den Topmodellen heute 2×11 oder gar 1×12 heißt, ist die Kombination aus Siebenfach-Zahnkranz hinten und Dreifach-Kettenblatt vorne durchaus nicht veraltet. In der Praxis wird man meistens auf dem mittleren Kettenblatt unterwegs sein, das größte nur auf abschüssiger Strecke nutzen und das kleinste nur am Berg - eigentlich eine ziemlich übersichtliche Sache.
Was ist besser im günstigen Preisbereich - Technik, die nach „mehr“ aussieht, oder einfacheres Material? Beim Piazza haben sich die Produktplaner für letzteres entschieden und lassen mechanische Felgenbremsen montieren, also keine einfachen Scheibenbremsen. Und das ist eine gute Wahl, denn die simpel aufgebauten Felgenkneifer lassen sich einfach warten und überstehen auch ewig lange Standzeiten ohne Funktionseinbußen. Außerdem haben sie Potenzial - sind die ersten Bremsklötze abgenutzt, kann man mit den etwas teureren Cartridge-Bremsbelägen die Verzögerung merklich optimieren. Auch das Nassbremsverhalten der V-Brakes geht voll in Ordnung, aus technischer Sicht spricht also nur wenig gegen sie.
Am Systemgepäckträger lassen sich (auch) spezielle Taschen usw. An anderer Stelle scheint der niedrige Preis des Piazza dann stärker durch. Pegasus montiert eine Sattelkerze anstatt einer Patentstütze, was spätestens dann unangenehm auffällt, wenn die Sattelneigung verstellt wird. Auch für einen Ahead-Vorbau reicht es nicht, wobei der klassische Schaftvorbau die Höhenverstellung einfacher macht, auch wenn er deutlich elastischer ist.
Und damit ist das Piazza - übrigens in drei Rahmenformen in bis zu vier Größen und bis zu fünf Farben erhältlich - wirklich ein Rad für alle Fälle, für den Alltag, für kleinere Touren und eben für alle Situationen, in denen ein verlässliches Fahrrad gefragt ist. Dabei kann es durchaus ein langes Leben haben - der Aluminiumrahmen ist quasi unverwüstlich, und die einfache Technik ließe sich nach Belieben erneuern und optimieren.
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