Viele Motorradfahrer stehen vor der Frage, wie sie ihre Maschinen sicher und kostengünstig transportieren können. Eine attraktive Lösung ist der Umbau eines vorhandenen Pferdeanhängers zum Motorradanhänger. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung und wertvolle Tipps für ein solches Projekt.
Grundlagen und Vorüberlegungen
Nach einigem Hin und her überlegen, ob ich mir einen Motorradanhänger zulege, falls unsere beiden Motorräder mal nicht auf eigener Achse in Urlaub fahren, hab ich mich entschlossen, meinen vorhandenen Pkw Anhänger entsprechend umzubauen. Denn ein weiterer Anhänger würde vermutlich die meiste Zeit nur rumstehen, und Kosten würde er ja auch noch verursachen. Es störte mich schon immer mir einen Anhänger auszuleihen oder von einem Freund zu borgen. Jahre lang konnte ich mir einen 3,5 Tonner kostenlos ausleihen, diese Quelle war versiegt. Also wie weiter.
Ein wichtiger Aspekt ist die Zulassung des Anhängers. Wenn die Deichsel ein bauartgeprueftes Teil ist (eigenes Typenschild drauf) kannst du daran nicht bohren, trennen oder schweissen, ohne die Zulassung zu verlieren. Wenn der Anhänger noch ne FIN hat kannst du dich auf Änderungen beschränken. Also z.B. Platte drauf und neue Maße und Masse eintragen lassen.
Zulässiges Gesamtgewicht beachten
Zulässiges Gesamtgewicht = Gewicht Anhänger + Gewicht Ladung. Wenn dein Hänger leer 200kg wiegt und du ein zul.
Praktische Tipps und Umbaumaßnahmen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Anhänger für den Motorradtransport anzupassen. Hier sind einige bewährte Methoden:
Vorderradhalterung und Zurrösen
Ich komm noch einmal darauf zurück, also, das ist die untere Seite des Hängers, das Vorderrad kommt in die Deichsel (wird noch eine Platte mit Halterung installiert) hat jemand eine Idee wie ich Zurrösen befestigen kann ohne das ich die Zulassung verliere denn ich darf ja nicht in die Deichsel Bohren, schweißen, am besten auch so das ich das nicht nach hinten Zurre, wenn es hinten rausragt ist ja auch kein Problem.. Mir ist jetzt noch nix produktives eingefallen.
Eine Klemmvorrichtung aus Kastenprofil oben unterseitig an der Deichsel befestigen und an den Außenseiten des oberen Profils die Ösen verschrauben. würde mal testen wie die gurte verlaufen wenn die ösen vorne an dem rahmen befestigt sind wo die holzplatte drinne liegt. Ja so mach ich das jetzt, werde am Wochenende den Vorderradhalter bauen und die Ösen an dem Rahmen der Holzplatte erstmal befestigen, da es mir doch sehr stabil erscheint.
Der Org Rahmen ist zu instabil für die Gurtbefestigung. Daher mein Vorschlag mit der Klemmverbindung an der Deichsel. Ca. 10-15 cm entfernt von der Grundplatte des Anhängers in Richtung Anhängerkupplung werden ein Kastenprofil (gleiche Breite wie die Grundplatte) oben mit einem stabilen Flachstahl unter der Deichsel mittels 2 Gewindestangen verschrauben als eine Art Klemmvorrichtung. In das Kastenprofil und/oder Flachstahl kann Mann dann problemlos die Verzurrösen befestigen.
Der Vorteil besteht darin, dass durch die vordere Anbringung der Gurte diese nicht so steil stehen und die ganze Konstruktion viel stabiler (Verwindungsärmer) ist, als der Rahmen der Grundplatte. Für die hintere Befestigung kannst du die Ösen an der Grundplatte verschrauben, da hinten der Anhängerrahmen mit der Grundplatte abschließt bzw. gleiche Abmäße hat.
Anpassung der Bracken und Seitenteile
Das Kastenmaß ist 2,40 x1.20 x 0,40 m. Ich ja schondie AT und die ER 6 meiner Frau drauf. Aber mit ihrer Z 900 wurde es schon ziemlich eng. Nach einigem Überlegen, wie ich es am bestenanstelle den Anhänger so zu gestalten, das ich ihn auch weiterhin als Pkw Hänger nutzen kann. Ich brauchte ja eigentlich nur die seitlichenBracken zu entfernen, und durch etwas niedrigeres zu ersetzen, damit ich die beiden Maschinen etwas weiter auseinander stellen kann. Weil derHänger ein Eigenbau ist ( aber nicht von mir ), konnte ich die seitlichen Bracken gut entfernen, da sie in U-Profilen saßen. Ein Bekannter besorgtemir dann Seitenteile von Aluleitern, die passen hervorragend in die U-Profile. Also nur noch zusätzliche Kotflügel besorgen und los gehts.
Kotflügel und Rahmenarbeiten
Kotlügel werden vorraussichtlich morgen montiert. Die werde ich an den Rahmen machen. Ist nur die Frage ob ich die anschweiße, oder abschraube. Wie ist das den überhaupt? Darf man an einem Rahmen überhaupt Schweißen, bzw Löcher bohren und dann Ösen anschrauben?
Räder und Fahrverhalten
Etwas wäre noch das wenn ich den Hänger ans auto mache er etwas geneigt steht, kann man da vielleicht Größere Räder nehmen, und entsprechend vom TÜV abnehmen lassen, damit der halbwegs gerade steht und beim einfahren in eine steile Auffahrt nicht aufsitzt. Nur so am Rande... mit den kleinen Schubkarrenrädern hast du nicht viel Freude...hatte so einen hänger auch mal (standen praktisch überall herum für´n Euro) mit einem motorrad ging es aber wenn noch anderer Kram dazu kam, sind mir Regelmäßig die Reifen geplatzt.... wenn ich mal mehr wie 120kmh gefahren bin... vielleicht gibt es jetzt bessere Reifen in dem Format, damals war nur Schei..
Weitere Umbauten und Anpassungen
Zum Glück sitzt der Hersteller meines Alu-Hängers im Nachbarort. Da will ich in den nächsten Tagen mal hin. Entsprechende Wippen fürs Vorderrad bietet er an und Rampen natürlich auch.
Zunächst plante ich nur für die AT mittig, aber wenn ich die Wippe später auch auf die Seite neben eine zweite montieren könnte, wäre das noch besser.Und vielleicht kann mein Hängerbauer auch meine flache Heckklappe gegen eine breite, befahrbare Rampenklappe ersetzen. Es wäre mir deutlich lieber, wenn ich auf den Hänger FAHREN könnte und ggf. die Füße nicht ins Leere treten.
Ich werde die Wippen aber nicht am Hänger verschrauben,sondern auf Antirutschmatten stellen. Wenn die Motorräder dann verzurrt sind, stehen die Bombenfest. Ich überprüfe eh des öffteren die Spanngurte, wenn ich unterwegs bin.
Ich hab mir im Internet mal eine Auffahrrampe gekauft die sich zusammen klappen lässt. Hab damals langegesucht nach einer möglichst langen Rampe, um so Flach wie möglich aufzufahren. Da mein Anhänger eine Ladehöhe von 50 cm hat, und meine Rampe 2.30 m lang ist klappt das ganz gut. Ich werde die Rampe beim Transport an die hintereBordwand stellen, und mit einem Gurt verzurren. Das passt ganz gut weil sie in zusammengeklappten Zustand ca. Aber die Rampe ist einspurig, richtig? Ist wahrscheinlich eine Übungssache, aber da muss man halt ganz gerade raufkommen.
Da der Anhänger nur eine Höhe von ca 50 cm hat, und die Rampe relativ lang ist, geht das aufladen bis jetzt noch alleine.
Der Weg zum TÜV
Noch eine andere Frage, wenn ich das so wie gesagt durchsetze Bedarf es dann einer neuvorstellung beim TÜV bzw Dekra? Mit diesen Fragen, dem Hänger und am besten Zeichnungen etc. solltest du einfach zu der nächsten TÜV/KÜS/etc Stelle fahren und mit einem vom Fach sprechen. Am besten vorher anrufen, um abzuklären, ob derjenige am anderen Ende Zeit und vor allem Lust drauf hat.
Das mit dem Tüv wäre die nächste Option. Hab da einen Bekannten der ist bei Küs. Den könnte ich mal fragen.
Beispielhafte Umbauten und Projekte
Ich habe mir vor ca. 9 Jahren aus einem kleinen Kastenhänger einen reinen Motorradanhänger gebaut. Eigentlich kein großes Thema. Ich bin somit VORHER zum TÜV, habe ihm den Anhänger gezeigt und erklärt, was ich vorhabe.
Professionelle Umbauservices
Sind Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen Partner für die individuelle Anpassung von Motorradanhängern? Bei Stellfeld und Ernst bieten wir professionelle Umbauservices für Kofferanhänger sowie Kastenanhänger, um sie in robuste Transportmittel für Ihre Motorräder zu verwandeln.
Vorteile eines professionellen Umbaus
- Maßgeschneiderte Lösungen: Wir bieten maßgeschneiderte Umbauten an, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Von Airlineschienen an den Seitenwänden bis hin zu verschiedenen Motorradwippen - wir sorgen dafür, dass der Anhänger genau Ihren Vorstellungen entspricht.
- Sicherheit: Ihre Sicherheit und die der Motorräder sind uns besonders wichtig. Unser erfahrenes Team sorgt für eine professionelle und präzise Ausführung des Umbaus.
- Zeitersparnis: Ein Umbau in Eigenregie kann zeitaufwändig und kompliziert sein. Wenn Sie den Umbau uns überlassen, sparen Sie wertvolle Zeit und können sich auf andere wichtige Aufgaben konzentrieren. Wir erledigen den Umbau schnell und effizient.
Benötigte Komponenten für den Umbau
Der Umbau eines Anhängers zu einem Motorradtransporter erfordert einige spezialisierte Komponenten, die sicherstellen, dass Ihr Motorrad während des Transports stabil und sicher bleibt.
- Motorradwippe: Eine Motorradwippe ist ein unverzichtbares Element für den sicheren Transport Ihres Motorrads. Sie hält das Vorderrad des Motorrads fest und sorgt dafür, dass es stabil und aufrecht steht.
- Verzurrschienen: Verzurrschienen sind spezielle Schienen, die an den Seiten oder am Boden des Anhängers montiert werden. Diese Schienen sind flexibel einsetzbar und ermöglichen es, die Verzurrgurte in verschiedenen Positionen anzubringen, um das Motorrad sicher zu befestigen.
- Verzurrgurte: Verzurrgurte sind robuste Gurte, die speziell für den Transport schwerer Lasten entwickelt wurden. Sie sind essenziell, um das Motorrad sicher an den Verzurrschienen zu befestigen.
Ablauf für den Umbau
- Kontaktaufnahme: In einem persönlichen Gespräch besprechen wir Ihre Wünsche und Anforderungen.
- Umbauplan und Angebot: Wir erstellen einen maßgeschneiderten Umbauplan und ein transparentes Angebot.
- Umbau: Der Umbau erfolgt in unserer modernen Werkstatt durch erfahrene Monteure.
- Qualitätskontrolle: Ihr Anhänger durchläuft eine gründliche Qualitätskontrolle.
- Übergabe: Wir erklären Ihnen die neuen Funktionen und zeigen, wie Sie Ihr Motorrad sicher auf dem umgebauten Anhänger befestigen.
Wichtige rechtliche Aspekte
Wie das Kraftfahrzeug selbst lässt sich ein Anhänger den persönlichen Wünschen entsprechend individualisieren. Natürlich gilt es auch hier geltende Regeln und Vorschriften zu beachten, um die Verkehrstauglichkeit des Anhängers nicht zu beachten. Beträchtliche Änderungen können im Falle des Falls zu einer Verweigerung der Betriebserlaubnis kommen.
Vergessen Sie nicht, das Stützlast-Schild anzubringen. Die minimale Stützlast beträgt vier Prozent des vom Anhänger getragenen Gewichts. Es muss 25 kg nicht überschreiten. Bei Umbauten am Anhänger sind dieselben Anschriften wie auch beim Kraftfahrzeug einzuhalten. So gilt es auch, sich an zugelassene Werte und Maße zu halten. Im letzten Schritt überprüft der TÜV auch das Gesamtgewicht, welches das zulässige Gewicht nicht überschreiten sollte.
Spezielle Zugkugeln und Zugrohre
Besonders kniffelig wird es bei speziellen Zugkugeln oder Zugrohren, insofern diese nicht Teil des Rahmens sind. In diesem Fall ist eine Baugenehmigung notwendig.
Herstellernachweis bei Aufbauten
Im Falle eines Aufbaus ist der Herstellernachweis notwendig, welcher die Tragfähigkeit des spezifischen Gestells dokumentiert. Die Befestigung eines Aufbaus sollte in jedem Fall gewährleisten, dass eine Stützlast die Kugelkupplung erreicht. Ein entsprechendes Vormaß von 5 bis 8 Zentimetern ist vorgegeben. Die Messung erfolgt von der Mitte des Rads bis zur Mitte der Ladungsfläche.
Generelle Sicherheitsaspekte
Generell achtet der TÜV ebenfalls auf scharfkantige Ecken bei Spriegel, Fahrgestell oder Aufbau.
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