Plantarfasziitis beim Radfahren: Ursachen und Behandlungsansätze

Der untere Fersensporn und die meist zugrundeliegende Plantarfasziitis machen sich durch Fußschmerzen an der Fußsohle bemerkbar. Fühlt es sich bei jedem Schritt an, als ob ein unsichtbarer Nagel in Ihre Ferse bohrt? Knochenauswuchs am Fersenbein (Calcaneus) bildet. Der untere Fersensporn ist im Röntgenbild als dornförmiger Knochenanbau am Fersenbein sichtbar. Er befindet sich im fußsohlenseitigen (plantaren) Bereich des Fersenknochens und kann im Alltag äußerst schmerzhaft sein.

Was ist Plantarfasziitis?

Die Plantarfaszie (Aponeurosis plantaris) ist eine stabile Sehnenplatte, die sich vor allem am Sehnenansatz (Enthese) entzünden kann. Die Entzündung der Plantarfaszie nennt man Plantarfasziitis. Sie verbindet die Fußknochen untereinander und bildet das Fußlängsgewölbe aus. Plantarsehnenansatz im unteren Bereich des Fersenbeins. Der untere Fersensporn entsteht meist durch eine Entzündung des fersenseitigen Ansatzes der Plantarsehne, einer sogenannten Plantarfasziitis.

Die Plantarfaszie ist eine Sehnenplatte unterhalb der Fußsohle. Sie hat ihren Ursprung im Fersenbein und verläuft entlang der Fußsohle bis zum Vorfußbereich. Bei einer Entzündung der Plantarfaszie, auch Plantarfasziitis genannt, ist diese verdickt. Während sie unter normalen Umständen 3 - 4mm breit ist, kann sie bei einer Entzündung auf bis zu 10mm verdicken. Ursache sind kleine Risse in der Faszie, welche durch eine Überlastung ausgelöst werden. Die Entzündung äußert sich vor allem als Schmerz im Fersenbereich.

Die Plantarfaszie ist ein dickes, bindegewebiges Band, das sich an der Unterseite des Fußes erstreckt. Sie verbindet die Ferse (Calcaneus) mit den Zehen und spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Fußgewölbes. Die Plantarfaszie hilft, das Gewicht des Körpers gleichmäßig zu verteilen und sorgt für Stabilität und Flexibilität beim Gehen und Laufen. Die Spannung innerhalb dieser Sehnenplatte ist mitverantwortlich für die Ausprägung deines Fußlängsgewölbes. Aufgrund ihrer Funktion ist die Plantarfaszie auch häufig von Verletzungen oder Entzündungen betroffen, was zu Beschwerden wie zu einer schmerzenden Fußsohle führen kann.

Symptome der Plantarfasziitis

Wiederkehrende Schmerzen in der Ferse deuten auf eine Entzündung der Plantarfaszie hin. Unterhalb oder auf der Innenseite der Ferse tritt beim Stehen und Gehen ein starker stechender Schmerz auf. Bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen sind die Schmerzen besonders stark, lassen aber nach einiger Zeit unter Belastung oft teilweise nach. Nach einiger Zeit unter Belastung lassen die Schmerzen oft teilweise nach. Die Beschwerden verschlimmern sich deutlich beim längeren Laufen. Schmerzhaft ist auch das Laufen auf hartem Boden.

Die Plantarfasziitis zeigt sich häufig durch einen typischen Fersenschmerz am Morgen. Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind schmerzhaft, das Abrollen der Fußsohle ist nur eingeschränkt möglich. Im Verlauf des Vormittags klingen die Schmerzen oft etwas ab. Der Fersenschmerz, auch bekannt als Plantarfasziitis, bezeichnet eine Erkrankung, die sich durch einen stechenden oder brennenden Schmerz an der Fußsohle, typischerweise am Faszienansatz unter der Ferse, manifestiert. Betroffene verspüren den Schmerz häufig als Anlaufschmerz bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen.

Oft sind die Fersenschmerzen nach dem Aufstehen am schlimmsten oder nach längeren Ruhephasen hat man Fersenschmerzen beim Auftreten. Die Beschwerden verschlimmern sich deutlich beim längeren Laufen. Die Plantarfasziitis (ugs. Fersensporn) ist eine Reizung oder Entzündung des Bandes, welches entlang der Fußsohle verläuft (med. plantare Faszie oder plantare Aponeurose) und ist die häufigste Ursache für Fersenschmerzen.

Außerdem kannst du die Schmerzen selbst ertasten. Wenn du mit deinen Fingern fest in die Fußsohle drückst wirst du merken, dass es richtig weh tut. Bei einer Plantarfasziitis ist häufig die Fähigkeit eingeschränkt, den Fuß im Sprunggelenk in Richtung des Fußrückens „hochzuziehen“ (Dorsalextension).

Ursachen und Risikofaktoren

Die Plantarfaszie übernimmt beim Gehen die Aufgabe, Kräfte aufzunehmen und wieder abzugeben, was dem Menschen eine sehr effiziente Fortbewegung auf zwei Beinen ermöglicht, gleichzeitig aber auch eine hohe Dauerbelastung für diese Faszie darstellt. Auslöser der Beschwerden beim Symptomkomplex des Fersensporns ist eine Entzündung der Plantaraponeurose (=Plantarfasziitis) durch eine länger dauernde Überbelastung des Fußes und der Sehnen durch zu viel Druck und Zug an der Sehnenplatte der Fußsohle, der Unterseite des Fersenbeins.

Die häufigsten Ursachen sind allerdings schlechtes Schuhwerk und übermäßige oder falsche Fußbelastung, zum Beispiel durch Fehlstellungen wie Knick-Senkfuß. Langes Stehen und Laufen auf harten Böden, Übergewicht, unzureichende Aufwärmphasen beim Sport sowie im Alter das Schrumpfen des Fettpolsters an der Ferse fördern den Fersensporn.

Die Entzündung der Plantarsehne führt zu einer Verdickung. Eine verkürzte Achillessehne kann eine Kräfteverlagerung in Richtung Plantarfaszie zur Folge haben. Vom Fersensporn betroffen sind häufig übergewichtige Menschen. Auch großgewachsene Menschen leiden häufig an einer Plantarsehnenentzündung oder einem unteren Fersensporn. Auch großgewachsene Menschen leiden häufig an einer Plantarsehnenentzündung oder einem unteren Fersensporn.

In den meisten Fällen entwickelt sich eine Plantarfasziitis ohne einen bestimmten, identifizierbaren Grund. Es gibt jedoch viele Faktoren, die Sie anfälliger für die Erkrankung machen können: eine straffe Wadenmuskulatur (Verkürzung des M. Ursache sind kleine Risse in der Faszie, welche durch eine Überlastung ausgelöst werden. Die Entzündung äußert sich vor allem als Schmerz im Fersenbereich. Diese Faktoren können einzeln oder in Kombination auftreten und das Risiko für die Entwicklung einer Plantarfasziitis erhöhen.

Fußfehlstellungen wie z.B. bei einem Platt- oder Hohlfuß, eine generell zu schwache Fußmuskulatur, Beinlängendifferenzen, eine unflexible Achillessehne oder auch eine Überpronation führen dazu, dass die Plantarfaszie beim Gehen stark beansprucht und überdehnt wird. Bei einer festen und verspannten Wadenmuskulatur überträgt die Wade ein hohes Maß an Spannung auf die Plantarfaszie.

Durch eine zu schwache Rumpfmuskulatur fehlt ein Ausgleich zur Schwerkraft. Die Zehen krallen sich zur Stabilisierung des Körpergewichts in den Boden um eine bessere Balance zu halten. Auch hier übernehmen kleine Muskeln die Arbeit einer großen Muskulatur (Zehen vs. Rumpf), und die Plantarfaszie wird überlastet.

Diagnose der Plantarfasziitis

Die Diagnostik des unteren Fersensporns ist nicht mit dem Nachweis eines Kalksporns ausgeschöpft. Grundlage für die Untersuchung ist die ausführliche Befragung des Patienten (Anamnese). auf den unteren Fersensporn oder die Plantarfasziitis. Das Anziehen der Zehen - die sogenannte Dorsalextension - dehnt die Plantarsehne. Diese Dehnung verstärkt den plantaren Fersenschmerz.

Nach der klinischen Untersuchung des Fersensporns kommen verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz. Nachfolgend führt der Arzt eine Ultraschalluntersuchung der Plantarsehne durch. Das Ultraschallbild zeigt den Zustand und die Dicke der Plantarfaszie (Sehnenplatte an der Fußsohle). Da die Plantarsehne bei Entzündungen stets verdickt ist, ist diese Messung wichtig für die Diagnosestellung.

Die Fußdruckmessung - Podometrie oder computergestützte dynamische Pedobarographie - zeigt ohne Strahlenbelastung die genaue Belastungsverteilung an der Fußsohle. Viele Fehlstellungen und Erkrankungen des Fußes und der Beinachse können mithilfe der Podometrie gezeigt werden.

Im Ultraschall ist die Plantarfaszie verdickt. Am Ansatz der Sehne ist sie mindestens 4 mm dick oder mindestens 0,6 mm dicker als am nicht betroffenen Fuß. Beim Röntgen ist in 50% aller Fälle ein Fersensporn sichtbar. Ein Röntgenbild der Ferse oder des Fußes dient zum Ausschluss anderer seltener Erkrankungen der Ferse, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können.

Behandlung von Plantarfasziitis

Die Behandlung einer Plantarfasziitis und eines Fersensporns beginnt stets mit konservativen Maßnahmen. Die Plantarfasziitis kann eine langwierige und schmerzhafte Erfahrung sein, doch mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der Heilungsprozess unterstützen und die Beschwerden lindern. Grundsätzlich führen konservative Therapieversuche wie Einlagenversorgung, entzündungshemmende Medikamente, Sportpause und Stoßwellentherapie bald zum Erfolg.

Das Wichtigste bei Fersensporn mit Plantarsehnenentzündung sind Ruhe und Entlastung. Zusätzlich fokussiert sich die Therapie darauf, die Symptome zu lindern und die schmerzfreie Belastbarkeit der Faszie schrittweise zu erhöhen. Das Ziel der Behandlung sollte eine langfristige und nachhaltige Beschwerdefreiheit sein.

Konservative Behandlungen

  • Orthopädische Einlagen: Durch eine Entlastung und die Korrektur von Fehlstellungen können akute Schmerzen gelindert und auf lange Sicht eine chronische Entzündung verhindert werden. Weiche, gepolsterte Locheinlagen entlasten den Sehnenansatz der Fußsohle gezielt. Spezielle Einlagen und Fersenkissen können dazu beitragen, den Fuß korrekt zu positionieren und die Plantarfaszie zu entlasten.
  • Dehnübungen: Eine gut gedehnte Achillessehne entlastet die Plantarsehne beim Laufen und beugt einem unteren Fersensporn vor. Wadenmuskulatur und der Plantarsehne an der Fußsohle sehr wichtig. Und strecken Sie langsam und gleichmäßig das hintere Bein im Kniegelenk durch. Regelmäßiges Dehnen der Wadenmuskulatur, der Achillessehne und der Plantarfaszie wird empfohlen.
  • Physiotherapie: Ein Physiotherapeut kann dir gezielte Übungen und Techniken zeigen, um die Symptome zu lindern und die Heilung zu fördern. Günstig in der Kombination mit Physiotherapie (Dehnungsübungen - diese können auch zu Hause durchgeführt werden: z.B. morgens im Bett mit einem Handtuch unter der Fußsohle das Bein im Knie gestreckt hochziehen. Dann Dehnen der Wadenmuskulatur im Stehen) und physikal. Therapie (z.B. Ultraschallbehandlung).
  • Lokale Kälteanwendungen: Lokale Kälteanwendungen hemmen den Entzündungsprozess und lindern die Schmerzen. Eis zu kühlen und ruhig zu stellen. Die Anwendung von Kälte, z.B. mit Eis, kann helfen, Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren, insbesondere nach Aktivitäten.
  • Entzündungshemmende Medikamente: Entzündungshemmende Medikamente (z.B. Diclofenac, Ibuprofen) können als Tabletten verordnet werden. Bei Bedarf können entzündungshemmende Medikamente (z.B. Ibuprofen) zur Schmerzlinderung eingenommen werden.
  • Stoßwellentherapie: Stoßwellentherapie: dabei werden gebündelte Schallwellen (Stoßwellen) auf den schmerzenden Punkt gerichtet. Diese Therapie hat die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit, vor allem bei Beschwerden die schon seit längerer Zeit bestehen. Stoßwellentherapie ist eine nicht-invasive Methode, die helfen kann, den Heilungsprozess anzuregen und Schmerzen zu reduzieren.

Weitere Behandlungsoptionen

  • Kortisoninjektionen: Kortison kann die lokale, schmerzhafte Entzündung am Sehnenansatz schnell abklingen lassen. Kortison wirkt schnell, aber häufig nicht nachhaltig. Fersenschmerzen mit einer Kortisoninjektion ist aber nicht unproblematisch.
  • Botulinumtoxin-Injektion: Eine weitere Option zur Behandlung der Plantarfasziitis ist die Injektion von Botulinumtoxin. Botulinumtoxin lähmt vorübergehend Teile der Plantarfaszie und nimmt dadurch die Zugkraft vom Sehnenansatz.
  • Operative Eingriffe: Eine Operation ist der letzte Ausweg. Der Arzt durchtrennt die Sehnenplatte der Fußsohle (Plantaraponeurose) und einen Teil der kurzen Fußmuskulatur und trägt den knöchernen Fersensporn ab. Verbleiben trotz einer intensiven konservativen Behandlung erhebliche Schmerzen, ist eine operative Einkerbung der Plantarfaszie im Bereich der Einstrahlung des Sehnengewebes in den Knochen erforderlich.

Tipps zur Vorbeugung

  • Regelmäßiges Dehnen: Nehmen Sie sich vor dem Sport Zeit zum Aufwärmen und Dehnen. Übung: Eine gut gedehnte Achillessehne entlastet die Plantarsehne beim Laufen und beugt einem unteren Fersensporn vor.
  • Geeignetes Schuhwerk: Trage gut gepolsterte und unterstützende Schuhe. Vermeide zu flache Schuhe bzw. solche ohne ausreichende Dämpfung. Bei Achillodynie sollten Sie Schuhe tragen, die die Achillessehne entlasten und unterstützen.
  • Gewichtsmanagement: Übergewicht belastet die Füße zusätzlich und kann die Plantarfaszie stärker beanspruchen.
  • Aktivitäten anpassen: Vermeide Aktivitäten, die die Schmerzen verschlimmern, wie Laufen auf harten Oberflächen oder intensives Training.

Der Fersensporn

Im Röntgenbild ist ein Kalksporn unten am Fersenbein sichtbar. Der untere Fersensporn entsteht durch Kalkeinlagerungen infolge langwieriger Entzündungen am Ansatz der Plantarsehne. Kalkablagerungen in der Plantarsehne bilden den im Röntgenbild oft deutlich sichtbaren unteren Fersensporn.

Tritt eine Entzündung der Plantarfaszie wiederholt auf, kann dies zu einem Fersensporn führen. Bei dem Fersensporn handelt es sich um einen knöchernen Fortsatz, welcher sich am Fersenknochen über Jahre hinweg ausbildet. Die Schmerzen bei einem Fersensporn werden meist als stechender oder brennender Schmerz in der Ferse beschrieben. Jedoch muss sich ein Fersensporn nicht immer in Schmerzen äußern.

Ist der Fersensporn die Ursache der Plantarfasziitis?

Obwohl bei vielen Patienten mit Plantarfasziitis einen knöchernen Fersensporn bei einer Röntgen-Untersuchung nachgewiesen werden kann, sind solche Sporne nicht die Ursache für Schmerzen bei Plantarfasziitis. Eine von 10 Personen hat einen plantaren Sporn, aber nur 1 von 20 Personen (5%) davon hat Fußschmerzen. Der Ausdruck Fersensporn beschreibt eine kleine knöcherne Ausziehung des Knochens der Ferse nahe der Anhaftungsstelle der Sehnenplatte der Fußsohle.

Der im Rö.-Bild erkennbare Fersensporn ist also nicht die eigentliche Ursache der Beschwerden, sondern die entzündlich veränderte Sehnenplatte. Bei vielen Patienten ist ein Fersensporn im Rö.-Bild erkennbar, ohne dass Beschwerden vorliegen. Umgekehrt haben etliche Patienten typische Fersenschmerzen, ohne dass ein knöcherner Sporn vorliegt.

Gerade Betroffene, die ein MRT oder Röntgenaufnahmen des Fußes durchführen lassen, haben häufig den Eindruck, dass ein Fersensporn, also ein knöcherner Vorsprung der Ferse, die Ursache für ihre Schmerzen sei. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass solche Sporne bei über 50 % der Bevölkerung zu beobachten sind und in keinem Zusammenhang mit der Entstehung oder Prognose von Fersenschmerzen stehen.

Tabelle: Zusammenfassung der Behandlungsmethoden

Behandlungsmethode Beschreibung
Orthopädische Einlagen Entlasten und korrigieren Fehlstellungen des Fußes
Dehnübungen Verbessern die Flexibilität der Wadenmuskulatur und Plantarfaszie
Physiotherapie Gezielte Übungen zur Linderung von Symptomen und Förderung der Heilung
Lokale Kälteanwendungen Reduzieren Entzündungen und Schmerzen
Entzündungshemmende Medikamente Lindern Schmerzen und Entzündungen
Stoßwellentherapie Regt den Heilungsprozess an
Kortisoninjektionen Schnelle Schmerzlinderung, aber nicht nachhaltig
Botulinumtoxin-Injektion Lähmt Teile der Plantarfaszie, um die Zugkraft zu reduzieren
Operative Eingriffe Letzte Option bei ausbleibender Besserung

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