Playland Laufrad Aldi: Test und Erfahrungen

Viele Eltern fragen sich, ob ein Laufrad von Aldi eine gute Wahl für ihr Kind ist. Dieser Artikel fasst die Erfahrungen und Testergebnisse zusammen, um eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

Brauchen Kinder Lauflernwagen?

Zum Laufenlernen brauchen Kinder nicht unbedingt einen Lauflernwagen, sie lernen es damit auch nicht schneller. Jedes Kleinkind lernt laufen - und zwar von ganz alleine. Wirkliche Nachhilfe oder Unterstützung brauchen Kinder dabei nicht.

Der Name Lauflernwagen vermittelt den Eindruck, Kleinkinder würden mit diesem Spielzeug das Laufen lernen. Dies ist allerdings nicht der Fall. Eine Lauflernhilfe sind solche Wagen also strenggenommen nicht, denn schneller meistern Kinder das Gehen mit einem Lauflernwagen ebenfalls nicht - und das ist auch überhaupt nicht notwendig, denn jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Sicherheit und Sturzrisiko

Viele Eltern haben Angst, dass das Kleinkind mit dem Lauflernwagen umkippt und sich dabei verletzt. Deshalb kommt ihnen kein Lauflernwagen ohne einstellbares Bremssystem ins Haus, mit dem man den Rollwiderstand beeinflussen kann. Denn gerade am Anfang halten sich die Kinder gerne am Schieber des Lauflernwagens fest und fallen hin, wenn der Wagen davonfährt.

Unser 16 Monate altes Testkind ist mit keinem der Laufwagen hingefallen und auch keiner der Wagen ist bei der Benutzung umgekippt. Das zweite, mit 14 Monaten etwas jüngere Testkind, war abenteuerlustiger und ist oft auf die Nase gefallen. Wir finden, das sollte man nicht dramatisieren. Um es überspitzt zu formulieren: Zum Laufenlernen gehört Hinfallen einfach dazu - mit oder ohne Lauflernwagen.

Für die allerersten Schritte am Lauflernwagen macht es Sinn, ihn mit Büchern oder anderen Gewichten zu beschweren, damit er nicht so leicht kippt. Die ist aus unserer Sicht auch gar nicht nötig, denn am Anfang muss man sowieso die ganze Zeit beim Kind sein, ihm helfen und Vertrauen und Sicherheit geben. Dabei stabilisiert man den Wagen einfach mit den Händen.

Die Herstellerempfehlungen, ab wann ein Baby oder Kind einen Lauflernwagen benutzen sollte, schwanken zwischen 9 Monaten und einem Jahr. Oft wird der Fehler gemacht, dass Kinder zu früh einen Lauflernwagen bekommen. Wenn man das beherzigt, wird es zu viel weniger Stürzen kommen. Und das Kind hat weniger Frust, weil es den Wagen schon besser lenken kann.

Dennoch sollte ein Kind natürlich niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Treppen, Stufen, hohen Bodenschwellen oder gar Gewässern mit dem Lauflernwagen unterwegs sein.

Alternativen zum Lauflernwagen

Alternativ werden auch Puppenwagen oder Puppenbuggys als Lauflernhilfen eingesetzt. Letztere kippen jedoch sehr leicht, so dass sie eher für Kinder, die schon sicher auf den Beinen stehen, geeignet sind.

Erfahrungen mit dem Playland Kinderlaufrad von Aldi

Das PLAYLAND Kinderlaufrad ist mit zwei geschlossenen Rädern ausgestattet. Sie bestehen aus einem leichten Kunststoff - und haben einen Durchmesser von 29 Zentimetern. Die Räder laufen laut Hersteller leise und sind rutschfest. Der Sitz des Laufrads ist aus Polyurethan gefertigt. Er soll bequem sein und ist mit einem Lederkissen ausgestattet.

Einige Nutzer berichten, dass das Laufrad schön klein ist, sodass auch jüngere Kinder gleich damit fahren können. Es wird hervorgehoben, dass man nicht unbedingt ein Markenlaufrad wie Puky benötigt, da man oft nur den Namen bezahlt.

Allerdings gab es auch Berichte, dass ein Laufrad von Aldi aufgrund von Mängeln vom TÜV nicht geliefert wurde. Ob dies für ganz Deutschland gilt, ist unklar.

Worauf man beim Kauf eines Laufrades achten sollte

  • Passende Größe: Das Laufrad muss zum Kind passen.
  • Sicherheit: Es sollte keine Verletzungsgefahren bergen und möglichst wenig Schadstoffe enthalten.
  • Qualität: Achten Sie auf eine gute Verarbeitung und haltbare Materialien.

Laufrad-Test von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 13 Laufräder getestet. Unabhängig von der Marke und dem Preis sind zehn Laufräder durchgefallen und zählen somit als "mangelhaft". Denn wichtig ist, dass Laufräder keine Verletzungsgefahren bergen, haltbar sind und möglichst wenig mit Schadstoffen belastet sind. Auch auf Kleinteile, die von Kindern verschluckt werden können, wurde bei dem Test geachtet.

Auffallend oft weisen Griffe, Sättel und/oder Reifen unter anderem krebserregende Stoffe auf. Das Laufrad "Micro Balance Bike Deluxe" (ca. 160 Euro) stellt aus diesem Grund das Schlusslicht bei dem Test dar.

Als "gut" deklariert wurden die Laufräder Puky LR Light und das Early Rider Superply Bonsai 12.

Testergebnisse im Überblick

Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse von Stiftung Warentest:

Produkt Bewertung
Puky LR Light Gut
Early Rider Superply Bonsai 12 Gut
Micro Balance Bike Deluxe Mangelhaft (wegen Schadstoffen)

Laufrad kaufen: Das Laufrad muss zum Kind passen

Beim Laufrad-Kauf dürfen weder wir Eltern noch unsere Kinder uns von coolen Designs und bunten Farben locken lassen. Das Laufrad ist ein Verkehrsmittel und deshalb steht hier die Sicherheit an erster Stelle. Deshalb unbedingt das Laufrad vor dem Kauf mit dem Kind zusammen testen, um zu schauen, ob Kind und Laufrad gut zusammen passen.

Laufrad fahren: Sicherheit geht vor

Klar kann es (und kommt es) beim Laufradfahren zu dem ein oder anderen Sturz - und je nach Temperament eures Kindes vielleicht auch zu ganz vielen Stürzen. Deshalb ist ein Helm immer Pflicht - auch Eltern sollten als gute Vorbilder einen Helm tragen. Wie beim Laufrad selbst ist es beim Kinderhelm wichtig, dass er richtig sitzt. Am besten wie beim Laufrad-Kauf auch den Helm immer im Geschäft testen und dann gegebenenfalls online bestellen.

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