POC Fahrradbekleidung Herren Test: Ein umfassender Überblick

Fahrradbekleidung muss heute multifunktional sein, um aus der Masse herauszustechen. Robin hat das POC Fondo Elements Jersey ausgiebig getestet. POC verspricht mit dem Fondo Elements Jersey genau das: ein Trikot, was den Elementen trotzt und bei Wind und Wetter (und auch bei Sonnenschein?) der ideale Begleiter auf dem Bike ist.

POC Fondo Elements Jersey: Das Multitalent

Das POC Fondo Elements Jersey ist das Multitalent bei der Trikotwahl für wechselnde Wetterbedingungen. Die Idee hinter dieser Art von Fahrradtrikot war, ein Kleidungsstück zu schaffen, welches den Fahrer warm hält, die Kälte draußen hält und trotzdem nicht das Gefühl vermittelt, man habe sich in den Daunen-Skianzug gezwängt.

Das POC Fondo Elements Jersey ist mit einer windabweisenden Membran ausgestattet. Auch bei schnellen Trainingseinheiten oder am Berg überhitzt man im POC Fondo Elements Jersey nicht. Fast das ganze Jahr tragbar: das POC Fondo Elements Jersey.

Allwetter all the way Trikots dieser Art gibt es viele auf dem Markt und bereits vor vielen Jahren hat ein italienischer Bekleidungshersteller im Profi-Peloton eine Benchmark gesetzt in Sachen Schlechtwettertrikot, sodass synonym für alle Trikots dieser Art oftmals heute vom „Gabba“ gesprochen wird. Mein Kollege Björn hat vor einigen Wochen bereits einen Testbericht zu einem vergleichbaren Trikot von Endura geschrieben, welches auch in meinem Kleiderschrank liegt. Worin unterscheidet sich aber nun das POC Fondo Elements Jersey?

Die Details machen den Unterschied

Eins vorweg: Die Unterschiede sind klein, aber die Einsatzbereiche verschieden. Auf schnellen Abfahrten oder kühlen Tagen macht sich die windabweisende Front bezahlt. Die Weste kann fortan zu Hause bleiben. Das Trikot ist ein auf den ersten Blick recht schlicht designtes, klassisches Kurzarmtrikot - kein übermäßig dickes Softshell-Gewebe, sondern ein angenehm dünner Stoff mit innenliegender, windabweisender Membran.

Aus dem gleichen Material sind auch die mitgelieferten Armlinge, die das Trikot in Windeseile zum ausgereiften Langarmtrikot verwandeln. Die Verarbeitung? Tadellos - hier brilliert POC mit gewohnt hervorragender Qualität. Am Rücken und unter den Armen verwendet POC jedoch ein anderes Material. Hier ist strategisch clever ein Meshgewebe eingenäht, welches ideale Belüftung verspricht, bei intensiven Fahrten ein Überhitzen verhindert aber aufgrund der Platzierung keinen Windchill zulässt.

Die drei Rückentaschen bieten ausreichend Platz und verfügen auch über eine integrierte Reißverschlusstasche für Wertsachen. Die mitgelieferten Armlinge passen übrigens beide bequem in eine der drei Rückentaschen, sodass die übrigen zwei Taschen noch ausreichend Stauraum auch für lange Touren bieten.

Passform und Komfort

Das Trikot stammt aus der Fondo-Serie von POC und richtet sich somit an Fahrer, die zwar einen sportlichen aber dennoch entspannten Schnitt bevorzugen. Die Schweden von POC bleiben hier den europäischen Standards für Größen treu, sodass man hier bei der Größenwahl blind zu seiner gewohnten Größe greifen kann (in meinem Fall als Typ „Bergziege“ Größe S), was bei italienischen Bekleidungsherstellern ja oftmals in einer Retouren-Odyssee enden kann. Es ist weder besonders lang, kurz, eng oder weit geschnitten - kein Racecut, kein Flatterschnitt - für mich der ideale Schnitt für die breite Masse an Radrennfahrern.

Einziges Manko an dieser Stelle sind die Armlinge, die für meinen Geschmack ein wenig enger sein könnten - vielleicht sitze ich aber einfach zu viel auf dem Fahrrad und zu wenig auf der Hantelbank. Nichtsdestotrotz sitzen sie gut und rutschen nicht durch die Silikongripper. Die mitgelieferten Armlinge sind ebenso windabweisend und verwandeln das Trikot schnell in ein vollwertiges Langarmtrikot!

Vier Jahreszeiten im Test

Als ich das Jersey im Januar zum Testen erhalten habe, lag draußen noch Schneematsch, das erste sonnige Trainingslager war bereits gebucht und ich hatte Zeit bis in den April mit meinem Test. Perfekte Bedingungen also, da damit wohl alle Jahreszeiten abgedeckt sind. Ich muss gestehen, im Winter bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt lieber kurz und intensiv auf dem MTB durch den Wald zu fahren als stundenlang auf dem Rennrad zu verharren. Mit langem Baselayer und dank seiner windabweisenden Membran hat es hier den Körper schön warm gehalten.

Mit zunehmenden Temperaturen im Frühjahr rund um die 10 - 15 Grad und windigen, kalt-nassen Tagen im niederländischen Mergelland und den belgischen Ardennen hat das Trikot seine Paradedisziplin abgeliefert. Hierfür wurde es konzipiert und während meine Mitfahrer mit An- und Ausziehen der Windjacken beschäftigt waren, hatte ich die Gewissheit, mit meinem POC-Trikot ausreichend geschützt zu sein.

Die Kür hat das Trikot jedoch im sonnigen Trainingslager abgeliefert - hier hat es selbst in der Mittagssonne bei 25 Grad eine gute Figur gemacht und war nie unangenehm warm. Lange Touren im Sommer mit frühem Start bei kalten Temperaturen oder nasskalte Herbsttage - das POC Fondo Elements Jersey kann (fast) alles! Der Rücken aus Mesh trägt immens zur guten Atmungsaktivität des Jersey bei.

Wenn es regnet …

POC verzichtet hier auf die Verwendung einer wasserdichten Membran bzw. Behandlung des Gewebes - wirbt jedoch auch nicht damit, dass das Trikot für Regenfahrten konzipiert ist. Nichtsdestotrotz würde ich es aus eigener Erfahrung heraus als wasserabweisend bezeichnen. Es ersetzt jedoch keineswegs eine Regenjacke bei langen Fahrten im Regen. Schauerwetter besteht das POC Fondo Elements Jersey jedoch mit Bravour und punktet auch hier.

Ein Trikot für jede Jahreszeit?

Jein - für sehr kalte Wintertage würde ich es nicht empfehlen, auch wenn ich es selbst dann mit dicker Merinounterwäsche gefahren bin. Ansonsten ist das POC Fondo Elements Jersey jedoch ein wahrer Alleskönner: Durch die Variation der Baselayer unter dem Trikot und den praktischen Armlingen ist es vom Frühjahr bis spät in den kalten Herbst ein treuer Begleiter.

Während andere Trikots seiner Klasse dort ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, lässt sich das Fondo Elements Jersey mit einem leichten Mesh-Unterhemd auch an warmen Tagen sehr angenehm tragen - dem Meshrücken sei Dank.

POC Regenjacken im Test

POC Supreme Rain Jacket

Wer fast 500 Euro als Preis für eine Rennrad-Regenjacke aufruft, muss schon Besonderes bieten. In diesem Fall geht es um die nagelneue Supreme Rain Jacket von POC. Der schwedische Hersteller verspricht beispielsweise absolute Wasserdichtigkeit bis zu einer Wassersäule von 20.000 Millimeter. Das wäre für eine Rennrad-Regenjacke ein sehr guter Wert.

Überprüft haben wir das Versprechen der Schweden mit dem Suter-Test, bei dem wir die Jacke mehrmals an den Nahtstellen mit einem Prüfdruck von 0,6 Bar auf Dichtheit getestet haben (standardmäßig testen wir Regenjacken lediglich mit 0,3 Bar). Ergebnis: An allen drei Nahtstellen kam kein Tropfen Wasser durch.

Gleichzeitig ist die faustgroß faltbare Jacke aus dreilagigem Material sehr dampfdurchlässig, was wir im Praxistest bei mehreren Regenfahrten überprüft haben. Unsere Tester stellten der POC-Jacke in diesem Punkt ein ähnlich gutes Zeugnis aus wie der Shakedry von Gorewear, die in dieser Testkategorie zuletzt der Maßstab war.

Überzeugen kann die Jacke darüber hinaus in puncto Passform und Handhabung. Ihr Schnitt nimmt die Rennradhaltung sehr gut vorweg, die Rückenpartie rutscht nicht hoch, und die Ärmelbündchen halten gut dicht. Auf schmalen Schultern allerdings flattert die Jacke während schneller Abfahrten. Der Reißverschluss läuft leicht, das integrierte Packsäckchen ist gut gestaltet und praktisch.

Fakten zur Supreme Rain Jacket von POC: Preis 490 Euro.

POC Haven Rain Jacket

Die schwedischen Pioniere für Sicherheit und Leistung sind bekannt für ihre überragenden Helme für den Winter- und Radsport. Die Produktphilosophie von POC (die Abkürzung steht übrigens für Pieces of Cake) wird durch drei Kernprinzipien geleitet: Sicherheit, Leistung und Design. Ziel bei der Haven Regenjacke war es dabei eine Geheimwaffe gegen Wind und Wetter zu entwickeln.

Gelöst hat POC dies, indem sie ein dreilagiges gewebtes Material verwenden, das leicht, dünn und dehnfähig ist. Zeitgleich übersteht das Material eine Wassersäule von 20.000 mm und besitzt eine Wasserdampfdurchlässigkeit von 20.000 g/m²/24h. Sollte das Material an seine Grenzen gelangen, hat POC der Haven Regenjacke verdeckte Belüftungsöffnungen unter den Armen und im oberen Rückenbereich spendiert.

Zudem besitzt die Jacke einen Zwei-Wege-Reisverschluss, wodurch für einen verstärkten Luftstrom unter der Jacke gesorgt werden kann. Im unteren Rückenbereich befindet sich eine kleine Tasche, in die das Smartphone perfekt passt. Die Tasche kann aber auch genutzt werden, um die Jacke darin zu verstauen. Bei einer Körpergröße von 1,83m und einem Brustumfang von 97cm passt die Größe M gut.

Die Haven Regenjacke wurde primär für den Einsatz auf Straßen gemacht. Mit ihrer körperbetonten Passform spricht sie somit Rennradfahrer an. Aber auch für XC und Gravelbiker kann sie durchaus auch abseits der Straße als Geheimwaffe eingesetzt werden.

Die Jacke sitzt wie eine zweite Haut und trägt sich angenehm leicht. Zudem ermöglicht sie dank der elastischen Einsätze ausreichend Bewegungsfreiheit. In puncto Windschutz überzeugt die Jacke besonders an den Armabschlüssen. Die Kombination aus verlängertem Handrücken und elastischem Bund, schützt optimal vor Wind. Der Halsbereich ist hingegen durch den mittellangen Kragen nur teilweise abgedeckt.

Auf Tour konnten wir uns von der Atmungsaktivität überzeugen und bestätigen, dass das Konzept aus atmungsaktivem Material und Belüftungsöffnung aufgeht. So ist auch bei anstrengenden Anstiegen kein Hitzestau unter der Jacke entstanden. Weniger überzeugt hat uns die Jacke bei unserem Duschtest. Hier konnte mit der Zeit festgestellt werden, wie die Feuchtigkeit langsam die Jacke durchdringt.

POC Windjacken im Test

Poc Pure Light Splash Windjacke

Mit etwas weniger als 120 Gramm in Größe L und sehr kleinem Packmaß hat Poc eine schicke Windjacke für Racer im Sortiment. Trotz des geringen Gewichts verfügt die Pure Light Splash Jacket über ein paar gute Details. Ihr Kragen schließt hoch auf und ist weichem Mesh gefüttert. Der Zipper verschwindet hinter einer Abdeckung, er lässt sich von oben wie auch von unten öffnen. Die Ärmel sind schön lang geschnitten und besitzen kleine Flaps, die die Lücke zum Handschuh schließen. Bei Nichtgebrauch verschwindet die Poc in der kleinen Rückentasche und anschließend in Trikottasche oder Rucksack.

Die Poc ist tadellos verarbeitet: keine überstehenden Nähte und hochwertige Materialien.

Als Damenmodell findet man nahezu die identische Windjacke als Poc Essential Splash Jacket.

Wetterschutz

Die Poc ist ordentlich imprägniert, sodass man auch bei etwas Niesel nicht direkt nass wird. Zwar ist die Jacke rundum windabweisend, zu hundert Prozent dicht hält das Material aber nicht. An Tagen mit sehr kaltem Wind ist man mit der Pure Light Splash Windjacke daher nicht so gut beraten.

Tragekomfort

Dank des stretchigen Materials trägt sich die Poc Windjacke erstaunlich bequem und bietet ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit. Von den Lüftungsöffnungen unter den Achseln ist nur wenig zu spüren. Allerdings ist das Material an sich nicht 100 Prozent winddicht, sodass auch das Klima während der Fahrt stimmt. Zumal sich die Jacke durch den Reißverschluss auch noch von unten belüften lässt. Kleines Manko bei der Passform: der Bug ist zwar etwas länger geschnitten, legt sich aber nicht sauber um den Körper und steht bei schneller Fahrt etwas ab.

Handling

Der Zipper der Poc Windjacke lässt sich zwar leicht während der Fahrt öffnen, doch beim Schließen rutscht die Jacke hoch und man muss die andere Hand zu Hilfe nehmen. Sehr praktisch ist dagegen die kleine Rückentasche, in der sich die Jacke prima verstauen lässt. An- und Ausziehen ist wegen des hohen Stretch-Anteils nie ein Problem.

Poc Pure Light Splash Windjacke - Preis und Infos: Preis 130 Euro. Gewicht / Größen 117,8 g / XS-XXL. Packmaß 500 ccm. Hergestellt in Vietnam. Ausstattung: Verlängerter Rücken; Stretch-Bündchen; RV-Tasche/Packtasche; Zipper-Garage; Achsel-Belüftung; gefütterter Kragen.

POC Fahrradhosen im Test

Fahrradhose kaufen - angesichts dieser Aufgabe verdrehen viele die Augen. Es gibt unzählige Marken, Formen, Einsatzbereiche. Und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie müssen gut sitzen. Die Hersteller lassen sich im Buhlen um die Gunst der Käufer einiges einfallen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Flachnähte treffen auf filigrane Silikon-Applikationen, Stretch-Materialien auf robuste, abriebfeste Stoffe, auch bei den Details greifen die Hersteller von A wie Airtracks bis V wie Vaude tief in die Trickkiste. Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose. Rennradfahrer haben nämlich andere Ansprüche an ihre Fahrradhose als etwa Mountainbiker oder Tourenradler. Enge Bib oder weite Short? Fahrradhose ist nicht gleich Fahrradhose.

Die eher sportliche Kategorie, gerne auch Tights genannt, ist knalleng. Tights lassen sich in trägerlose Hosen und Hosen mit Hosenträgern (»Bibtights«) einteilen. Diese Hosen werden vornehmlich beim Rennradfahren getragen, vereinzelt auch beim Mountainbiken und Tourenradfahren, hier wiederum gerne von leistungsorientierten Cross Country (XC)- Fahrern und bei Rennen.

Andere Hosen wiederum sind weiter geschnitten und ähneln Lauf- oder Wandershorts. Sie wurden für Tourenradler, E-Biker und Touren-Mountainbiker entworfen. Die letzte Kategorie der hier getesteten Hosen sind robustere Hosen, die speziell für den härteren Mountainbike-Einsatz geschneidert wurden. Bei weiter geschnittenen Shorts stellt sich auf den ersten Blick die Frage, ob man eine Innenhose darunter ziehen sollte oder nicht. Schließlich werden viele der getesteten Hosen auch ohne Innenhose angeboten.

Wer je mit Innenhose gefahren ist und das Plus an Komfort, das Innenhosen durch ihre Polsterung am Gesäß liefern, schätzen gelernt hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Auch wenn es beim ersten Mal tragen vielleicht etwas zwickt und zwackt. Das Thema Sitzpolster ist so eine Sache. Die einen mögen es dick, die anderen dünn. Die einen wollen einen breiten, die anderen einen schmalen Sitz-Einsatz. Am Ende ist jedes Hinterteil anders.

Wir haben im Test auf einen gesunden Mittelweg Wert gelegt. Soll bedeuten: Hosen mit lieblos gemachten, wulstigen und schlecht vernähten Sitzpolstern mussten mit Abzügen rechnen. Flach eingenähte, nicht zu stark auftragende Sitzpolster mit einem cleveren Profil, das sich an den anatomischen Gegebenheiten orientiert, wurden besser bewertet.

Bodymapping hat auch bei den Fahrradhosen Einzug gehalten, zumindest bei den teureren und sorgfältiger verarbeiteten Hosen. Bodymapping bedeutet, dass die Hosen an unterschiedlichen Bereichen wie Trägern, Gesäß, an der Seite und an den Beinen aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, um den unterschiedlichen Anforderungen wie Schweißtransport, Luftdurchlässigkeit oder Abriebfestigkeit gerecht zu werden.

Gore Spinshift Bib Shorts

Tights sind die erste Wahl für Rennradfahrer und wettbewerbsaffine Cross-Country-Mountainbiker. Sie haben weniger Luftwiderstand als flatternde Shorts und sorgen für einen athletischen Look. Die Gore Spinshift Bib Shorts gehört schon nach kurzer Zeit zu unserer Grundausstattung. Die unkomplizierte Hose punktet mit einer gutmütigen Passform und einer beeindruckenden Vielseitigkeit. Sie ist sich nicht zu schade, auch mal als Baselayer getragen zu werden - der geradlinige Look macht sie jedoch auch zu einem Hingucker bei der nächsten Ausfahrt mit den Freunden.

Oakley Off Grid Cargo Bib Shorts 2.0

Die Oakley Off Grid Cargo Bib Shorts 2.0 macht ihrem Namen alle Ehre, denn die Hose bietet so viel Stauraum wie keine andere Träger-Tight im Test. Die Hose wendet sich zwar primär an Gravelbiker, ist aber genauso für Langstrecken-Rennradler und Reiseradler aller Couleur geeignet.

Vaude Posta Bib Tight

Die Vaude Posta Bib Tight wendet sich an Allround-Radler, die bei der Bekleidungsauswahl auf Nachhaltigkeit setzen. Die preiswerte Hose wird zum Großteil aus recycelten Materialien hergestellt, trocknet schnell und punktet mit einem gutmütigen Schnitt. Der Einsatzbereich der Hose ist sehr breit - von Gelegenheits-Hobbyradler bis zum ambitionierten Rennrad-Amateur.

Q36.5 Unique Pro Bib Shorts

Form Follows Function - für nur wenige Hosen gilt das in einem so ausgeprägten Maß wie für die Unique Pro Bib Shorts von Q36.5. Zwar ist die Hose teuer, dafür ist sie aber auch ab dem ersten Anziehen ein elementarer Bestandteil der Gesamtheit aus Radfahrer, Radbekleidung und Rad und liefert leistungsorientierten Radfahrern die bestmögliche Unterstützung.

Odlo Essentials Radshorts

Odlo beweist mit seiner Essentials Radshorts, dass eine Fahrradhose keine Träger braucht, um gut zu sitzen. Die unkomplizierte Shorts wandert zu einem fairen Preis über den Ladentisch und trägt sich angenehm unauffällig.

Weitere getestete Hosen

  • BBB Corsa Cargo
  • Alé K-Tour
  • X-Bionic Corefusion Men’s Cycling Bib Shorts
  • Pearl Izumi Pro Bib Shorts
  • Gore C3 Tight
  • Essential Bib Tight

POC All Weather-Kollektion im Test: Signal Jacket und Ardour Pants

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Bekleidung. Dieser abgedroschene Satz hat durchaus seine Berechtigung. Doch es stellt sich die Frage, welches denn dann die richtige Bekleidung ist? Die POC All Weather-Kollektion mit Jacke und Hose könnte da ein gutes Beispiel sein. Wir haben sie für dich ausführlich getestet.

Regen ist nicht des Radlers bester Freund. Radfahren bei schönem Wetter ist sicherlich angenehmer. Doch leider kann man sich das Wetter nicht immer aussuchen. Trotzdem besteht die Möglichkeit, sich gut gegen Regen von oben und Spritzwasser von unten zu schützen. POC hat mit der All-Weather Jacket und der dazu passenden Pants eine interessante Kombination im Programm, die wir uns in der Praxis im Alltag einmal näher angeschaut haben.

Test Poc Signal All Weather Jacket

Schon beim Auspacken fühlt sich das Material qualitativ sehr hochwertig an. Außen besitzt die Jacke ein strapazierfähiges Ripstop-Finish. Aber fühlen ist bekanntlich nicht alles. Die Nähte sind auffällig akkurat verarbeitet und verklebt, der wasserdichte Frontreißverschluss zusätzlich mit einem breiten wasserdichten Stück Material hinterlegt. Im Test blieb es im Regen innerhalb der dreilagigen Jacke stets trocken.

Gewünscht hätten wir uns eine etwas besser zu packende Schlaufe am 2-Wege-Reißverschluss. Mit dickeren Handschuhen ließ sich das dünne Bändchen nicht gut greifen. Die Wasserdampfdurchlässigkeit gibt POC mit 20.000 g/ m2 an. Im Rückenbereich und unter den Armen sind überdeckte Lüftungsschlitze. Das Innenklima fühlte sich während der Testfahrten bei Temperaturen zwischen 7 und 10 Grad immer sehr angenehm an.

Dass bei der Signal All Weather Jacket selbst im Detail mitgedacht wurde, zeigt sich an vielen Stellen. Die Bündchen am Ärmel zum Beispiel sind eng geschnitten, sodass keine Zugluft oder Wasser eindringen kann. Damit das An- und Ausziehen aber leichter fällt, ist an der Unterseite ein Stück Stretch eingenäht. Das erwies sich als sehr praktisch. Genauso, wie der Kordelzug hinten an der Kapuze. Der sorgt dafür, dass diese auch mit Fahrradhelm getragen werden kann und nicht ständig nach hinten weggeweht wird. Prima.

Am Rücken befindet sich eine zusätzliche Tasche, die ebenfalls mit einem wasserdichten Reißverschluss versehen ist. In dieser Tasche lässt sich bei Bedarf die komplette Jacke verstauen. Seitlich daneben ist noch eine kleinere Tasche angebracht, die von einem breiten Streifen Stoff überlappt wird. Auch mit Handschuh kommt man dort gut an seinen Krimkrams. Der Schriftzug von POC ist dezent, dient in der Dunkelheit aber gleichzeitig als Reflektor. Hell und deutlich wird das Licht reflektiert. Gerade in der momentanen Jahreszeit ein wichtiger Aspekt, um auf den Straßen gut gesehen zu werden.

Wenn wir schon beim Thema Sicherheit sind: Zusätzlich besitzt die Jacke einen "wICEme-NFC-Medical-ID"-Chip (nicht zu verwechseln ist er mit einem Sturzsensor) auf dem Notfallkontakte und medizinische Daten gespeichert werden können. Gerade für die Erstversorgung kann das im Falle eines Falles von Vorteil sein.

UVP: 350 Euro

Test POC Ardour All Weather Pants

Die Qualität der Verarbeitung ist identisch mit der der Jacke. Sorgfältig geschützte Nähte halten auch hier effizient das Wasser draußen. Das Anziehen der Hose ist einfach. Mithilfe eines Klettverschlusses an der Front kann die Hose enger oder lockerer gehalten werden. Geschlossen wird die Hose per Druckknopf und Reißverschluss. An den Oberschenkeln befinden sich links und rechts noch zwei Taschen mit wasserdichten Reißverschlüssen.

An den Beinenden liegt die Hose zwar angenehm eng an, doch eine weitere Regulierung in Richtung Wade, dort, wo die Hose etwas weiter geschnitten ist, ist nicht möglich. Und: das Anziehen über die Radschuhe funktioniert nicht. Das heißt, wer unterwegs die Hose wegen eines Regenschauers anziehen muss, darf erst einmal die Schuhe ausziehen. Einerseits schließt die Hose am Knöchel dafür sehr gut ab, andererseits muss man dafür den Kompromiss beim Anziehen in Kauf nehmen.

An den Oberschenkeln und den Knien sitzt die POC Ardour All Weather Pants dagegen durch leichtes Stretchmaterial locker, ohne wabbelig zu wirken. Gerade im Kniebereich bei den Bewegungen des Pedalierens passt der Schnitt ausgezeichnet. Dazu sitzt die Hose sicher am Knöchel und rutscht während der Fahrt nicht hoch. Am Rücken ist die Hose höher geschnitten. Im Test rutschte sie nicht, wie es schon mal bei anderen Hosen vorkommen kann. Prima, auch wenn klein: Am Rücken befindet sich eine kleine, zusätzliche Tasche mit Reißverschluss. Mehr als eine EC-Karte passt da jedoch nicht hinein.

Eine Regenhose ist immer besonderer Belastung ausgesetzt. POC verwendet hier zur Verstärkung am Gesäß ein strapazierfähiges Cordura-Material. Dieses kommt auch an der Vorderseite unterhalb der Knie zum Einsatz. Im Test zeigte das Material trotz dauerhafter Belastung keine Ermüdungserscheinungen.

Das wasserdichte dreilagige Material hält laut POC einer 15.000-mm-Wassersäule vom Knie abwärts stand. Mit der Wasserdichtigkeit sowie der Atmungsaktivität konnte die Hose im Testverlauf besonders punkten. Wo sonst Regenhosen bei langen Touren mit der Zeit lästig sein können, überzeugte die Ardour All Weather Pants mit hohem Tragekomfort und wurde als nicht störend empfunden.

Zusammenfassung der Testergebnisse

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Ergebnisse der getesteten Produkte zusammenfasst:

Produkt Vorteile Nachteile Preis
POC Fondo Elements Jersey Vielseitig, windabweisend, atmungsaktiv Armlinge könnten enger sein Variiert
POC Supreme Rain Jacket Absolut wasserdicht, atmungsaktiv, gute Passform Hoher Preis 490 Euro
POC Haven Rain Jacket Sehr atmungsaktiv, guter Windschutz Nicht vollständig wasserdicht im Duschtest Variiert
POC Pure Light Splash Windjacke Leicht, kleines Packmaß, bequem Nicht 100% winddicht, Zipper schwer bedienbar 130 Euro
POC Signal All Weather Jacket Wasserdicht, atmungsaktiv, durchdachte Details Hoher Preis, Schlaufen an Reißverschlüssen sehr dünn 350 Euro
POC Ardour All Weather Pants Hervorragender Wetterschutz, hoher Tragekomfort Keine Weitenregulierung an der Wade Variiert

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