POC Fahrradhelm Test: Sicherheit, Komfort und Stil im Fokus

Seit der Gründung im Jahr 2004 hat sich das schwedische Unternehmen POC der Sicherheit und dem Schutz von Athleten verschrieben. Dies wird durch innovative Produkte erreicht, die auf intensiver Forschung und wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Die Entwicklung von Helmen bei POC basiert auf einem integrativen Forschungsansatz, der technologische Innovation und wissenschaftliche Erkenntnisse kombiniert. Das POC LAB spielt hierbei eine zentrale Rolle. Hier werden neue Materialien und Designs getestet und kontinuierlich weiterentwickelt, um optimale Sicherheit und Leistung zu gewährleisten.

Ein Helm gehört auf den Kopf. Punkt. Ein besonderes Augenmerk auf diesen Ausrüstungsgegenstand zu legen, ist daher entsprechend wichtig. Aber nicht nur die Ausstattung des Helmes, sondern auch die richtige Größe, Passform und der Sitz sind dabei elementar. Sicherheitsfeatures sind dabei natürlich ebenfalls enorm wichtig.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Radunfall der Kopf in Mitleidenschaft gezogen wird, ist hoch. Studien zeigen, dass Kopfverletzungen einen signifikanten Anteil der Verletzungen bei Fahrradunfällen ausmachen.

Drei Radhelme - drei Einsatzgebiete

Die POC Helme Omne Air MIPS, Ventral Air MIPS und Octal MIPS haben neben vielen Gemeinsamkeiten unterschiedliche Stärken und Einsatzbereiche.

1. POC Omne Air MIPS

Der Omne Air MIPS ist speziell für Rennradfahrer konzipiert, die auf Geschwindigkeit und Effizienz setzen. Der Helm zeichnet sich durch eine aerodynamische Form aus, die den Luftwiderstand minimiert. Das Design des Omne Air MIPS ist minimalistisch und modern. Die Passform ist durch das 360°-Einstellsystem leicht anpassbar, was den Komfort erhöht und sicherstellt, dass der Helm auch bei langen Fahrten sicher sitzt.

In der Praxis überzeugt der Omne Air MIPS vor allem durch sein geringes Gewicht und die hervorragende Belüftung. Bei schnellen Fahrten auf der Straße ist der Helm kaum spürbar und die aerodynamische Form trägt dazu bei, dass der Luftwiderstand minimal ist. Besonders beeindruckend ist die Passform, die auch nach mehreren Stunden Fahrt noch komfortabel bleibt. Durch die effektive Belüftung bleibt der Kopf auch bei intensiven Anstrengungen kühl. Das MIPS-System vermittelt ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten.

Die auffällige Farbgestaltung am Hinterkopf sorgt für eine bessere Wahrnehmung im Straßenverkehr - ein weiterer Pluspunkt. Bei einem Trainingscamp hat sich der Omne Air MIPS unter Beweis stellen können. Mit seiner hervorragenden Passform hat er immer ein sicheres und gleichzeitig komfortables Gefühl gegeben. Mit einem Kopfumfang von 57 cm wurde die “kleinere” Größe M gewählt.

2. POC Ventral Air MIPS

Der Ventral Air MIPS wurde für Gravel-Biker entwickelt, die oft auf gemischten Untergründen fahren. Der Helm bietet eine herausragende Belüftung und ist für lange Fahrten optimiert. Mit einem Gewicht von etwa 250 Gramm ist er leicht und dennoch robust genug, um den Anforderungen des Geländes gerecht zu werden.

Der Ventral Air MIPS kombiniert ästhetisches Design mit hoher Funktionalität. Die großflächigen Belüftungsöffnungen sorgen für eine ausgezeichnete Kühlung, selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten. Das 360°-Einstellsystem ermöglicht eine präzise Anpassung an die Kopfform, was den Tragekomfort erheblich verbessert. Wie der Omne Air MIPS ist auch dieser Helm mit dem MIPS-System ausgestattet, das zusätzlichen Schutz bei Stürzen bietet.

Beim Fahren auf gemischten Untergründen mit dem Gravel-Bike hat sich der Ventral Air MIPS als hervorragender Begleiter erwiesen. Die überlegene Belüftung ist sofort spürbar und hält den Kopf auch bei anspruchsvollen Fahrten kühl. Die robuste Bauweise gibt ein sicheres Gefühl, auch wenn der Weg holpriger wird. Der Helm sitzt fest und wackelt nicht, was besonders auf unebenem Gelände wichtig ist.

Dieser POC-Helm muss bei schnelleren Fahrten keineswegs zurückstecken und bietet dafür eine sehr gute Aerodynamik.

3. POC Octal MIPS

Der Octal MIPS spielt seine Stärken vor allem bei langen Touren aus, da er hohen Schutz und Komfort hervorragend vereint. Der Helm bietet eine umfangreiche Abdeckung des Kopfes, besonders im Bereich der Schläfen und des Hinterkopfes. Das Design des Octal MIPS zielt auf maximale Sicherheit und Komfort ab. Große Belüftungsöffnungen sorgen für eine hervorragende Luftzirkulation und verhindern, dass der Kopf überhitzt. Die Passform lässt sich durch das einstellbare System individuell anpassen, was den Tragekomfort erheblich steigert.

Der Octal MIPS zeichnet sich auf langen Touren durch seinen hervorragenden Komfort aus. Die erweiterte Kopfabdeckung vermittelt ein hohes Sicherheitsgefühl und die effektive Belüftung lässt beinahe vergessen, dass man einen Helm trägt. Auch bei längeren Fahrten bleibt der Helm angenehm leicht und belastet den Kopf nicht.

Das geringe Gewicht, das hervorragende Einstellsystem und die offene Konstruktion haben ihn dabei zu einem perfekten Begleiter gemacht.

POC Ventral SPIN: Ein semi-aero-Helm im Test

Mit dem neuen POC Ventral Spin schließen die Schweden nun die Lücke im Portfolio und bringen erstmals auch einen semi-aero-Helm auf den Markt, der in Zusammenarbeit mit den Profis und im Windkanal entwickelt wurde. Dieser Helm wurde auf Touren im Mergelland getestet.

Keine kompromisslose Aeroschüssel, sondern ein top moderner, stylisher Helm mit clever platzierten Belüftungskanälen und einem minimalistischen Auftreten. Die Skandinavier verstehen eben was von Design!

Mit 250 g ist er obendrein trotz der immens zur Sicherheit beitragenden einteiligen Helmschale sehr leicht und nach eingehender Rundum-Prüfung muss man sagen, dass er nicht nur schön, sondern auch perfekt verarbeitet ist - keine Macken oder ähnliches.

Alles wirkt hoch qualitativ und die Verstellmöglichkeiten am Helm nicht nur langlebig, sondern auch ergonomisch und durchdacht. Vor allem die Belüftungskanäle fallen gleich auf, ein Überhitzen im Sommer wie bei vielen anderen Aero-Helmen sollte damit ausgeschlossen sein.

Viel Einstellung war nicht nötig vor der ersten Tour, die Anpassung an den Kopf erfolgt durch bequemes Drehen am Einstellrädchen und ist stufenlos. Die Helmriemen lassen sich praktisch in Sekundenschnelle anpassen und tragen zum ergonomischen Sitz des Helms auf dem Kopf bei.

Helmmütze, Buff oder „cycling cap“ sind problemlos unter dem Helm zu tragen ohne Einbußen im Komfort zu machen. Die Radarlock kann man bequem in der „Eye-Garage“ am Helm verstauen und egal wie stark man auch zum Test „headbangte“, die Brille sitzt bombenfest am/im Helm.

Man spürte aber gleich, dass die von POC im Windkanal erprobten Belüftungskanäle extrem gut funktionieren. Der Luftstrom wird spürbar durch die Belüftungskanäle geführt, was im Sommer und bei langen Kletterpartien eine angenehme Kühlung bringt, im Winter aber auch keineswegs als störend empfunden wurde.

Der POC Ventral umschließt den Kopf sehr gut und schützt effektiv vor seitlichen Aufprallern. Die Spin-Technologie minimiert das Risiko schwerer Kopfverletzungen.

Das sollte man sich stets vor Augen führen und relativiert auch den hohen Anschaffungspreis, denn der POC Ventral Spin ist hinsichtlich seiner Schutzfunktion definitiv „state of the art“. An dieser Stelle ist vor allem das von POC patentierte SPIN-System zu erwähnen, welches den Schutz bei seitlichen Stürzen und den dabei wirkenden Kräften maximiert. Die SPIN-Pads verringern dabei die auf den Kopf und Gehirn wirkenden Rotationskräfte und minimieren damit das Risiko schwerer Kopfverletzungen.

Ebenso fällt auf, dass alle POC-Helme den Kopf mehr umschließen als die Modelle der Konkurrenz, was das Ziel hat noch besser bei seitlichem Aufprallen zu schützen.

Über die Jahre habe ich viele Helme probiert, viele haben mich optisch angesprochen, aber nur wenige haben gleich bei der ersten Anprobe von ihrer Passform so überzeugt, wie der POC Ventral Spin. Anziehen, Wohlfühlen, Losfahren. Keine Gewöhnungsphase, kein langes Rumgefummel bis der Helm endlich sitzt - es passt einfach!

Testergebnisse und Bewertungen

Auf dem Asphalt und im Crashtest zeigt sich, welche Helme die größten Sicherheitsreserven bieten. Sieben Hersteller von Abus bis Uvex schickten jeweils ein günstiges und ein Top-Modell zu Preisen zwischen 100 und 300 Euro ins Test-Rennen. Eine Erkenntnis vorweg: Alle Helme sind viel besser, als die Norm es verlangt - doch einige bieten ein kleines Sicherheitsplus, unabhängig vom Preis. Hier: der POC Ventral Mips und der POC Omne Air Mips.

POC Ventral Mips:

  • Allroundpassform, fällt normal aus, Größe M passt noch bei 58 Zentimeter Kopfumfang
  • Bietet den besten Schutz gegen eine Gehirnerschütterung und die zweitbeste Stoßdämpfung
  • Bei kühlen Temperaturen ist es fast schon zugig unter der luftigen Schale

POC Omne Air Mips:

  • Schützt sehr gut vor Rotationskräften
  • Beim Stoßschutz nur mittelmäßig
  • Höhenverstellung etwas fummelig, funktioniert aber
  • Fast so gut wie der teure „Ventral Air MIPS“
  • Bei der Sicherheit nur etwas unterlegen
  • Minimal schwerer
  • Gute Belüftung
  • Für normale und breite Köpfe

Weitere POC Fahrradhelm Modelle im Überblick

POC Tectal

Der POC Tectal wurde speziell für das Mountainbiking entwickelt und eignet sich für verschiedene Fahrstile, von Trailriding bis Downhill. Er verfügt über eine sehr gute Belüftung, eine Brillenhalterung und ein verstellbares Visier. Sehr praktisch ist zusätzlich die 360-Grad-Höhenverstellung für die individuelle Passform. Preislich liegt das Modell im oberen Mittelfeld.

POC Omne Air

Der POC Omne Air Fahrradhelm 10721 bietet einen überzeugenden Rundumschutz für den täglichen Einsatz. Mit seiner leichten Konstruktion und effektiven Belüftung ist er angenehm zu tragen. Durch die individuelle Anpassung an verschiedene Kopfgrößen und -formen wird die Schutzwirkung weiter verbessert. Er ist sowohl optisch ansprechend als auch sicher. Daher ist der Helm für alle Fahrradfahrer geeignet, die nach einem zuverlässigen und komfortablen Helm suchen.

POC Tectal Advanced Trail

Der Poc Tectal Fahrradhelm ist ein leichter und gut belüfteter Trail- und Mountainbikehelm. Dank seines Größenverstellsystems bietet er einen bequemen Sitz und optimalen Schutz. Er ist ideal für anspruchsvolle Radfahrer, die auf gute Belüftung und Tragekomfort Wert legen.

POC Kortal

Der Fahrradhelm zählt zu den Produkten, der über ein verstellbares Visier verfügt, das hochgeschoben werden kann, um eine Brille oder Sonnenbrille darunter zu verstauen. Er hat einen verstellbaren 360° Größen-Regler, der eine individuelle, sichere und komfortable Passform ermöglicht. Der Fahrradhelm von Poc verfügt über ein Belüftungssystem, das auch bei heißem Wetter für angenehme Kühlung sorgt. Er ist mit einem patentierten Visier ausgestattet, das sich bei einem Aufprall löst, um die Aufprallkräfte auf das Genick zu minimieren.

Besondere Features der POC Fahrradhelme

  • MIPS-Technologie: Für erhöhten Schutz bei Rotationskräften
  • Inmold-Verfahren: Für mehr Stabilität und Robustheit
  • Dual-Density-EPS-Polsterung: Für optimalen Aufprallschutz
  • WATTS Lab: Aerodynamische Entwicklung für bessere Performance
  • POC-Eye-Garage: Bequeme Aufbewahrung der Radbrille am Helm
  • Receptor-Serie: Magnetischer Verschluss für einhändige Bedienung

Größenermittlung und Passform

Am besten ermittelst du die richtige Helmgröße, indem du deinen Kopfumfang misst und ihn mit den Angaben des Herstellers vergleichst. Miss den Kopfumfang immer in Stirnhöhe waagerecht und rund um den Kopf. Das Maßband darf dabei nicht in den Nacken fallen.

Hinweise zur Lebensdauer

POC selbst gibt an, dass der Helm nach etwa 3 Jahren im Einsatz ausgetauscht werden soll. Die Materialien altern in dieser Zeit auf natürliche Weise und könnten spröde werden. Schließlich soll der Fahrradhelm dein Leben retten und nicht einfach auseinanderbrechen. Prüfe deshalb immer nach Alterungserscheinungen.

Fazit

Die Marke POC steht für eine hochwertige Ausrüstung und ist in verschiedenen Sportarten vertreten. Dabei sind die Modelle für fast jeden Radsport zu bekommen und genau auf die spezifischen Ansprüche ausgelegt. Hier geht es nicht nur um das Thema Sicherheit, mit professionellen und innovativen Technologien sollen Leben gerettet werden. Daneben zeugen die Modelle von einem ergonomischen und angenehmen Tragekomfort.

Über POC

Die Marke POC stammt aus Schweden. Das Ziel: möglichst komfortable und sichere Produkte für den Radsport auf den Markt bringen. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2005, wobei es zunächst um den Skisport mit passenden Helmen und Protektoren ging. Die Konzepte und Technologien ließen sich aber auch für den Radsport anwenden. Bekannt geworden ist die Marke im Jahr 2006, als ein US-amerikanischer Ski-Sportler eine Goldmedaille mit dem POC-Helm und den passenden Goggles gewonnen hat. Heute arbeiten Experten im hauseigenen Labor, um stets neue Technologien und Verbesserungen für die Kollektionen auf den Markt zu bringen. Auch die medizinische Sicherheit der Sportler steht dabei im Vordergrund. Experten aus der Neurologie und Sportmedizin sind deshalb permanent im Labor anwesend.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0